Buch zum Thema: „Strom ist nicht gleich Strom – Das Desaster der Energiewende“

stromDer Ingenieur Michael Limburg und der Wissenschaftsjournalist Fred F. Mueller erklären in einfacher, auch für Laien leicht verständlicher Weise, wie unser Stromversorgungssystem funktioniert. Sie zeigen, dass und warum die Energiewende von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, weil sie technisch gar nicht zu Ende gebracht werden kann. Der Strombedarf unserer modernen Zivilisation ist gigantisch. In diesen Mengen kann man Strom nicht sinnvoll speichern, er muss stets sekundengenau in exakt der gerade benötigten Menge produziert und per Leitung bis zum Verbraucher geliefert werden. Anderenfalls bricht das Netz wie ein Kartenhaus zusammen, Bahnen, Fabriken und Heizungen fallen aus und in den Kliniken bleiben lebenserhaltende Geräte stehen.

Speicher wie zum Beispiel Batterien funktionieren nur im Mini-Maßstab, für die riesigen Strommengen, die für uns alle ständig verfügbar sein müssen, reichen sie nicht. Für Batteriespeicher in der erforderlichen Größe gibt es weder genug Geld noch genügend Rohstoffe. Auch andere Speichersysteme wie Power-to-Gas („Windgas“) oder Pressluftspeicher lassen sich weder technisch noch wirtschaftlich sinnvoll realisieren. Der Versuch, unsere Stromerzeugung flächendeckend von zuverlässig funktionierenden Kraftwerken auf unzuverlässige Wind- und Solartechnologie umzustellen, ist daher von vornherein unsinnig.

Michael Limburg, Fred F. Mueller: Strom ist nicht gleich Strom, ISBN/EAN: 9783940431547. 237 Seiten, Format 22,5 x 14,5 cm, Hardcover. TvR Medienverlag, Jena, 2015.

Mitteilung in eigener Sache

Es ist vielen Benutzern mit Sicherheit aufgefallen – der Blog „Das europäische Energiesende – Disaster“ war einige Zeit abwesend. Unser Server hat sich je länger je mehr etwas bockig und unzuverlässig verhalten. Wir mussten eine neuen Lösung finden.

Ab sofort sind wir wieder da. In alter Frische und Frechheit! Hier wird ab sofort wieder energetischer Klartext gesprochen!diskussion_Windkraft

Von Hofnarren und ihren grünen Königinnen

An den französischen Fürstenhöfen des Mittelalters war es ausschliesslich den Narren erlaubt, die Obrigkeit und die Adeligen zu kritisieren. Besonders liberale Könige hielten sich Hofnarren, die zur allgemeinen Belustigung die offensichtlichen Mängel der aristokratischen Gesellschaft kritisieren durften. Diese Narrenfreiheit geniesst auch die christliche Fastenzeit, unsere „Fasnacht“. Bestens bekannt ist die Basler Fasnacht und auch die Luzerner Fasnacht kann einigen Ruhm für sich beanspruchen.

ckw_3Seit in der luzerner Ortschaft Triengen durch die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) ein Windpark geplant ist, schlagen hier die Wellen der Kritik höher. Auch in Triengen haben die Hofnarren alle Hände voll damit zu tun, die Fehler der grünen Energiearistokratie in die Schranken der Realität zu verweisen. Die Fasnachtsgruppe „Suretaler Windmacher“ hat dazu einen passenden Schnitzelbank geschrieben. Man muss zum besseren Verständnis wissen, dass die CKW in suisse eolischer Tradition davon ausgeht, es gäbe trotz Dauerflaute „genug Wind“ für den Betrieb eines lukrativen Windparks. Die Suretaler Windmacher haben mangels passendem Windaufkommen allen Grund, den Job des Windmachers so schnell wie möglich zu besetzen und schreiben ihn deshalb öffentlich aus:

Der nöi, lukrativi Job

Öise Bund het Gäld z’verteile,

wär no wott, muess sich beeile.

D’Ce Ka We weiss gnau wo’s het,

und seidt drum uf kei Fall NIET!

 

Gwaltig sind die Strommachdinger,

ohni Wind do stönd sie immer.

Das Problem isch aber glych,

wenn’s chuum dräiht,

wirsch glych no rych.

 

Doch wie bringsch das Rad zum dräihe?

Sälber blose, duet die bläihe.

Ordli lang hend mir studiert,

hend dä nöii Job kreiert.

 

D’Ce Ka We cha nie verlüüre.

mit der Rächnig düend sie’s stüüre.

Was do gmeint isch, isch nüd nöis,

wenn’s de tüür wird, trifft’s nor öis.

 

Mach ou Wind und du bisch top,

süscht wird das zum grosse Flopp!

 

Selbst die bundesrätliche Doris Leuthard war dazu eingeladen, den Schalmeienklängen einer ganzen Schar von energischen Hofnarren beizuwohnen. Sie hat es sich nicht nehmen lassen, gleich selbst auf dem Narrenwagen der Surentaler Windmacher mitzufahren.

ckw_1Schliesslich muss sie sich an der Fasnacht die nötige Kritik abholen, weil sie im fernen Bern noch über keinen kritischen Hofnarren verfügt. In den 50 Wochen vor- und nach der Fasnacht ist sie zwar auch von Narren umgeben, aber die hüten sich vehement, Kritik an ihrer Arbeitgeberin zu üben. Schliesslich wollen sie vom grünen Kuchen so viel wie möglich selber abschneiden, bevor der grosse Bluff der schweizer Windenergie in sich zusammenfällt. Der bundesrätliche Narrenwagen von Doris steht in der Ortschaft Ittigen, ist komplett unbeweglich und nennt sich Bundesamt für Energie. Man sagt diesen Narren nach, sie seien besonders humorlos, wenn es um die Kritik an einer schönen, neuen und grünen Welt geht.

Zu unser aller Glück gibt es die Fasnacht! So bleibt uns wenigstens in dieser kurzen Zeit die Illusion, unsere Landesregierung und ihre 246 Hofnarren hätten noch einen minimalen Bezug zur Realität.ckw_2

Das 50-Milliarden-Dollar-Klima-Event

Zurzeit stirbt der Eisbär mal wieder auf unzähligen Titelseiten, so wie auf derjenigen der „Neuen Rhein Zeitung“ vom 23.9., wo er in großem Format auf einer kleinen Scholle verloren im Nordmeer treibt. Hintergrund ist die aktuelle, weltweit laufende Öffentlichkeitskampagne von Greenpeace, WWF und Co. zur Beeinflussung der Bevölkerung und der Politik im Vorfeld des vorbereitenden UNO-Treffens, das dem sogenannten „Klimagipfel“ im nächsten Jahr den „richtigen“ Schwung verpassen soll. Hunderttausende von Demonstranten sind in mehr als 100 Ländern überall auf dem Globus auf die Strasse gegangen, um für eine angebliche Klimagerechtigkeit zu trommeln. Es geht wieder mal um die Verhinderung des „Klimawandels“, um den Kampf gegen das „Klimakillergas“ CO2, das uns Wetterkatastrophen, Hunger und Seuchen bescheren soll. Und das natürlich auch den armen Eisbären wegen abschmelzender Polkappen dem Hungertod preisgibt.

Prominenz verbreitet Horrorszenarien

Das mediale Aufgebot ist riesig, und hochrangige Prominenz drängt es mit Macht zum Rampenlicht. Leonardo di Caprio und UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon schritten Arm in Arm mit dem durch seine „Klimaschutz“-Aktivitäten zum vielfachen Millionär avancierten ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore fernsehgerecht in der ersten Reihe einer riesigen Demonstration durch New York. Schilder wurden hochgehalten mit verdorrten Feldern, Flutkatastrophen oder toten Tieren in den Dürreregionen Afrikas.

Ohne Rücksicht auf wissenschaftliche Erkenntnisse

Dass all diese Horrorszenarien nicht dem tatsächlichen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse entsprechen oder zumindest unter Wissenschaftlern höchst kontrovers diskutiert werden, ficht die Demonstranten und diejenigen, die sich an die Spitze der Bewegung gestellt haben, nicht im geringsten an. In Wahrheit geht es nämlich um etwas ganz anderes: Um Big Money, um den Zugriff auf mindestens 50 Mrd. US-Dollar an Geldern, über die zahlreiche Stiftungen verfügen. In diesen Stiftungen haben reiche Familien ihr Vermögen untergebracht, um es so ihren Erben steuerbegünstigt zukommen zu lassen. So wie die Rockefeller Foundation, über welche der längst verstorbene Ölmagnat des 19. Jahrhunderts seinen Nachfahren ein Vermögen von rund 860 Mio. US-Dollar hinterlassen hat [BBC]. Und just über diese Stiftung kann man bei der britischen BBC nachlesen, dass sie zusammen mit 800 (!) anderen Stiftungen, die zusammen über rund 50 Mrd. US-$ Vermögen gebieten, jetzt beschlossen hat, ihr Kapital aus „dreckigen“ Branchen wie Erdöl oder Kohle abzuziehen und stattdessen in „saubere“, „erneuerbare“ Energien zu investieren. Dieser „Koalition der Willigen“ in Sachen Klimaschutz haben sich rund 650 weitere Einzelpersonen sowie 180 andere Institutionen angeschlossen. Die Öffentlichkeitsarbeit der NGO’s hat offensichtlich dazu geführt, dass diese die Verfügungsgewalt über Vermögenswerte errungen haben, die selbst bei der internationalen Drogenmafia Neidgefühle hervorrufen dürften.

Betrug im Größtmaßstab

Genau darin liegt die Antriebskraft dieser weltweiten Kampagnen. Vermögenswerte von mehr als 50 Mrd. $, die man anderen Marktsegmenten entziehen und in die Taschen der eigenen Anhänger umlenken kann, sind ein mächtiger Antrieb. Für soviel Geld finden sich im Handumdrehen die erforderlichen Schlangenölverkäufer und Heilsapostel, die bereit sind, das Blaue vom Himmel herunter zu versprechen, wenn man ihnen nur die Verfügungsgewalt über diese Summen einräumen möge. Und von der Öffentlichkeit kann man zugleich nochmals ungezählte Milliarden zusätzlich ins Portemonnaie lotsen, indem man über die Medien und die Prominenz solange Druck auf die öffentliche Meinung und auf die Politik ausübt, bis genügend superteure und extrem unsinnige, aber angeblich der „Klimagerechtigkeit“ dienende Programme beschlossen und finanziert werden.

Quellen

[BBC] http://www.bbc.com/news/world-us-canada-29310475

Das Gerede vom Rückgang der Strompreise

In den letzten Tagen wurde von interessierter Seite lautstark verkündet, dass der EEG-Zuschlag und damit die Stromkosten im kommenden Jahr erstmalig sinken werden. Grund ist ein erheblicher Überschuss auf dem sogenannten EEG-Umlagekonto zum Stichmonat Oktober, an dem die Zulage für das kommende Jahr festgelegt wird. Eine genauere Betrachtung zeigt jedoch, dass es sich hier vermutlich um einen einmaligen Sondereffekt handelt, nichts weiter als eine Delle in der ansonsten weiter ansteigenden Kostenkurve.

Rudolf Kipp beschäftigte sich in einem Beitrag auf Science-Skeptical Blog [KIPP] ausführlich mit diesem scheinbaren Bruch des bisherigen Aufwärtstrends und stellte einige interessante Zusammenhänge heraus.

1Bild 1. Das EEG-Umlagekonto wies schon immer Schwankungen auf (Grafik: [KIPP])

Wie Bild 1 zeigt, wies das EEG-Umlagekonto schon immer mehr oder weniger starke Schwankungen auf, so dass es in den Folgejahren mal zu stärkeren, mal zu schwächeren Erhöhungen der EEG-Umlage kam. Nachdem die Erhöhung von 2013 auf 2014 besonders kräftig ausgefallen war, landete das Konto per Oktober 2014 ausnahmsweise im Plus. Also keine Trendumkehr, sondern wohl eher ein „Ausreißer“.

2Bild 2 Windenergieeinspeisung ab 01.01.2014 bis 06.09.2014 (Grafik: [HECK])

Fast zeitgleich weist Wilfried Heck in seinem Blog nach, dass das Jahr 2014 bisher zumindest für Windmöller miserabel verlaufen ist [HECK]. Bei einer installierten Windleistung von rund 37’000 MW (Deutschland und Österreich) speisten die Anlagen im Zeitraum vom 1.1. 2014 bis zum 6.9. 2014 nur mit einer mittleren Leistung von 5’848 MW ins Netz ein, Bild 2 Das entspricht einem Nutzungsgrad von mickrigen 15,8 %. Dementsprechend geringer waren natürlich die Zahlungen, die aus dem Umlagekonto abgerufen wurden.

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Bild 3. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die jährlichen Gesamt-Zubauraten für Wind und Solar in den ersten acht Monaten des Jahres 2014 regelrecht eingebrochen (Daten: [EEX])

Außerdem fielen im Jahr 2014 die kumulierten Jahres-Zubauraten für Wind- und Solarstrom auf ein seit Jahren nicht dagewesenes Tief, Bild 3 1). Zwar stieg die auf das Gesamtjahr bezogene Rate bei Wind im Vergleich zum Jahr 2013 um 992 MW bzw. 41 % an, dafür fiel der Rückgang bei Fotovoltaik mit 4239 MW bzw. 64 % umso kräftiger aus. Insgesamt sank der Jahres-Zubau bei diesen beiden Technologien somit um 3247 MW bzw. 36 %. Grund waren vermutlich die länger anhaltenden Querelen um die Neufassung des EEG, was anscheinend dazu führte, dass sich viele Investoren zurückhielten. Auch dies bewirkte geringere Abrufe aus dem Umlagekonto als prognostiziert. Zudem gibt es im Diskussionsbereich zum Artikel von R. Kipp Hinweise auf abrechnungstechnische Tricks z.B. durch Verschiebung von Abrechnungszeiträumen.

Versteckte Zusatzkosten

Nicht zu vergessen sind außerdem die immer höheren Kosten, die nicht über den EEG-Zuschlag, sondern über die Netzgebühren abgerechnet werden und damit für den Normalbürger gar nicht „sichtbar“ sind. Dazu gehören die immer weiter steigenden Aufwendungen für Regelenergie, die Kosten für überflüssige Leitungsprojekte wie SüdLink oder die Anschlusskosten für Windparks in der Nordsee. Solange weiter in teils gigantische Windparks investiert wird, ist kaum davon auszugehen, dass die Strompreise in den nächsten Jahren zurückgehen werden. Viel eher ist ein weiterer Anstieg zu erwarten.

Die systematische Erhöhung der Energiekosten

Letztendlich muss man bei der Diskussion über Energiekosten bedenken, dass der seit Jahren zu beobachtende Anstieg der Strompreise nicht von Zufällen, einer Verknappung von Ressourcen oder den Gesetzen des Marktes abhängt, sondern politisch gewollt ist. Erinnern wir uns an den damaligen Grünen-Chef Joschka Fischer, der seiner Partei vor vielen Jahren im Wahlkampf die Forderung „5 Mark für den Liter Benzin“ vorgab. Beim Benzin haben sie es noch nicht ganz geschafft, aber man arbeitet daran. Aber neben dem Benzinpreis gibt es ja noch andere Energiepreise wie den Strompreis. Nachdem die Grünen 1998 in Deutschland an die Macht gekommen waren, brauchten sie nur 2 Jahre, um dem Strompreis mit Hilfe des EEG einen ordentlichen Trend nach oben zu verpassen.

4Bild 4. In der Amtszeit der ersten rot-grünen Koalition begann die Umsetzung einer „Energie ist zu billig“-Ideologie durch Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) (Daten: WIKI)

Dahinter steckt eine Philosophie bzw. – besser ausgedrückt – eine Ideologie, die vor allem vom sogenannten Club of Rome entwickelt wurde. Einer der bekanntesten Vertreter dieser Denkschule ist der Physiker, Biologe und Umweltforscher Ernst Ulrich von Weizsäcker, Sohn des Kernphysikers und Philosophen Carl Friedrich von Weizsäcker und Neffe des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Auf den Punkt gebracht lautet sein Credo: „Energie ist zu billig“ [WEIZ]. Die Ergebnisse zeigt Bild 4.

Er fordert daher, dass Energie stetig und sanft verteuert werden müsse. Und Prof. von Weizsäckers Ansichten haben Gewicht: Laut der gleichen Quelle gibt es kaum ein internationales Gremium, das sich mit Klimaforschung befasst, in dem sein Rat nicht schon gefragt war. Neben der Uno berät er auch die chinesische Regierung. Heute beobachten wir die Auswirkungen dieser Ideologie, die von der rot-grünen Bundesregierung in die Energiepolitik eingeführt und später von Fr. Merkel konsequent fortgesetzt wurde, auf den Strompreis. Am generellen Aufwärtstrend wird auch eine eventuelle kurzlebige „Delle“ nichts ändern.

Quellen

  • [EEX] http://www.transparency.eex.com/de     abgerufen am 13.9.2014
  • [HECK] http://wilfriedheck.tripod.com/   abgerufen am 9.9.2014
  • [KIPP] http://www.science-skeptical.de/energieerzeugung/erneuerbare-energien/geht-beim-milliarden-ueberschuss-beim-oekostrom-alles-mit-rechten-dingen-zu/0012581/
  • [WEIZ] http://www.srf.ch/sendungen/passage/ernst-ulrich-von-weizsaecker-energie-ist-zu-billig
  • [WIKI] Wikipedia, Stichwort „Strompreis“
  • [WEIZ] http://www.srf.ch/sendungen/passage/ernst-ulrich-von-weizsaecker-energie-ist-zu-billig

 

Die seltsame Berichterstattung der Sonntagszeitung.ch

In der Ausgabe vom 31. August 2014 der Sonntagszeitung wird der Leser über die Gefahr der natürlichen radioaktiven Strahlung wie folgt aufgeklärt (wörtliches Zitat aus der Printausgabe der Sonntagszeitung, Seite 57):

„Der Geburtsort beeinflusst das Krebsrisiko

(Martina Frei) Kinder, die in Graubünden, im Tessin oder im Wallis geboren werden, haben ein deutlich höheres Risiko, an einem Hirntumor oder einer Leukämie zu erkranken, als Sprösslinge aus dem Unterland. Grund dafür ist die höhere radioaktive Strahlung, der sie im Mutterleib und in den ersten Lebensjahren ausgesetzt sind. Das ist das Ergebnis einer Studie, die letzte Woche an der Swiss Public Healt Konferenz in Olten präsentiert wurde.“

Da es die Journalistin Martina Frei und die Sonntagszeitung versäumt haben, die genaue Quelle dieser Studie anzugeben, musste ich aufgrund der Namen der Studienautoren Claudia Kühni und Ben Spycher die zitierte Originalstudie auf der Plattform „BiomedExperts“  selber nachrecherchieren. Die komplette Studie ist nicht ohne erweiterten Zugriff zu bekommen, aber der sogenannte „Abstract“ genügt dazu vollumfänglich. Der Originaltitel der Studie lautet „Domestic radon exposure and risk of childhood cancer: a prospective census-based cohort study„. Die Überraschung blieb denn auch nicht lange aus:

BACKGROUND: In contrast with established evidence linking high doses of ionizing radiation with childhood cancer, research on low-dose ionizing radiation and childhood cancer has produced inconsistent results. OBJECTIVE: We investigated the association between domestic radon exposure and childhood cancers, particularly leukemia and central nervous system (CNS) tumors. METHODS: We conducted a nationwide census-based cohort study including all children < 16 years of age living in Switzerland on 5 December 2000, the date of the 2000 census…[  ]
CONCLUSIONS: We did not find evidence that domestic radon exposure is associated with childhood cancer, despite relatively high radon levels in Switzerland. (Hervorhebung durch Autor dieses Artikels).

Die Sonntagszeitung interpretiert die Studie nach ihrem Gusto

Wieso kommt die Sonntagszeitung zu einer komplett widersprüchlichen Erkenntnis (Conclusion), als die von ihr zitierte Studie? Wir wissen es nicht. Wir können nur spekulieren, dass solche regelmässig in den Medien gestreuten Aussagen subtil das Gerücht am Leben erhalten sollen, wie vermeintlich geringste Mengen Radioaktivität unseren geliebten Kindern Schaden zufügen könnten. Das alarmiert die Eltern gewollt und soll suggerieren, dass auch allerkleinste Mengen Radioaktivität unsere Kinder krank machen. Sowas passt in die obskure Theorie der Atomkraftgegner, dass schon kleinste Mengen Radioaktivität eine negative Auswirkung auf die Gesundheit haben soll. Kinder sind für die Bildung von medialen Angstszenarien immer wieder gut geeignet.
Solch abenteuerlich konstruierte Anschuldigungen sind nur gegen den Betrieb der Kernkraftwerke gerichtet. Obwohl sich auch hier keinerlei Gefahren belegen lassen, finden wir solche Krümel der informellen Ignoranz immer wieder in den Schweizer Medien. In regelmässigen Abständen werden diese unscheinbar daherkommenden Desinformationen der Öffentlichkeit aufgetischt, damit die latente Ablehnung der Kernkraftnutzung am köcheln gehalten wird. Um die Diskrepanz der medialen Berichterstattung in ihrer vollen Kraft aufzuzeigen, setzen wir die beiden Aussagen der angeblich deckungsgleichen Studie und die Interpretation der Sonntagszeigung mal nebeneindander:
Sonntagszeitung: „Kinder, die in Graubünden, im Tessin oder im Wallis geboren werden, haben ein deutlich höheres Risiko, an einem Hirntumor oder einer Leukämie zu erkranken, als Sprösslinge aus dem Unterland. Grund dafür ist die höhere radioaktive Strahlung, der sie im Mutterleib und in den ersten Lebensjahren ausgesetzt sind.
Zitierte Studie von Claudia Kühni (i.D. übersetzt): „Wir haben keinerlei Belege dafür gefunden, dass lokale Radonbelastung in Verbindung mit Kinderkrebs gebracht werden kann, obwohl die Schweiz eine relativ hohe [natürliche] Strahlenbelastung aufweist.“

Gefährliche Sedimente im Bielersee?

Wer erinnert sich nicht an das Häufchen Sediment aus dem Bielersee, das eine Radioaktivität von sagenhaft wenigen Bequerel aufwies. Es wurde von der Sonntagszeitung und vom Le Matin dermassen aufgebauscht, dass man darob Angst bekommen konnte. Nur wer sich über die genauen Umstände informiert hatte, bekam eine Ahnung von der Bedeutungslosigkeit dieser Meldung. Sie entpuppte sich schnell als reine Desinformationkampagne der Atomkraftgegner innerhalb der schweizer Medien.

Gleiches Vorgehen auch  bei dem Gerücht über erhöhte Krebsraten in der Nähe von Kernkraftwerken

Das gleiche Muster wiederholt sich immer wieder. Das Gerücht, die Strahlung von Kernkraftwerken würde die in der Nähe lebenden Kinder mit einem erhöhten Krebsrisikon belasten, wurden durch die CANUPIS-Studie komplett widerlegt. Nichtsdestotrotz wird dieses Gerücht durch die Umweltverbände WWF, Greenpeace und Schweizerische Energiestiftung weiterhin portiert, wie wenn nichts geschehen wäre. Durch die omnipräsenten Agenten der Atomkraftgegner werden weiterhin Flyer an unerfahrene und gutgläubige Eltern verteilt, damit sich das falsche Gerücht in der Bevölkerung halten kann.

SP-NR Max Chopard im Gleichschritt mit seinen grünroten Desinformationskollegen

Auch die Reise von Max Choppard nach Fukushima, ein grossartig aufgezogenes Medienspektakel der Sozialistischen Partei, gehört in diese Rubrik der gezielten Desinformation der Bevölkerung. In der Zwischenzeit wurde der Nationalrat Max Choppard für seine hervorragenden ‚Leistungen‘ in der Aufklärung der Bevölkerung mit einer Anstellung in der Umweltarena Spreitenbach geadelt. In Fukushima hat er noch nicht einmal den Unterschied zwischen Milli- und Mikrosievert verstanden. In der Umweltarena darf er als Energiespezialist seine kruden Vorstellungen einer 2000-Watt-Gesellschaft unter den bezahlenden Besuchern verbreiten.

Die Sonntagszeitung konstruiert phantasievolle Zahlen, damit sie was hergeben

Wenn die Zahlen wenig eindrücklich sind, greift die Journalistin gerne zum Trick mit den kleinstmöglichen Einheiten, damit trotzdem eine anständige Zahl ausgewiesen werden kann:
„Statistisch eindeutig war der Zusammenhang aber bei den Hirntumoren und Leukämien: Dort ist das Risiko für Kinder aus Regionen mit hoher Umweltstrahlung (definiert als über 200 nS pro Stunde) doppelt so hoch wie für jene aus Gegenden mit unter 100 nS pro Stunde …“
Hat der durchschnittliche Leser den obigen Text wohl verstanden? Nach tausenden von Seiten Literatur über Radioaktivität musste ich bei der Einheit nSv (Nanosievert) doch tatsächlich die Online-Bibliothek Wikipedia konsultieren, damit mir die Bedeutung klar wurde. Es handelt sich dabei um einen Milliardstel Sievert, der ausserdem offiziell mit dem Kürzel „nSv“ bezeichnet wird, in der Sonntagszeitung demnach falsch geschrieben wurde.  Martina Frei hat die Zeiteinheit Stunde (h) gewählt. Warum auch immer: So wird das Verständnis wohl kaum besser.
 
Wer diesen mikrigen Wert nun auf die übliche Jahresbelastung hochrechnet, bekommt ein Resultat von unspektakulären 2 Millisievert. Das ist die längst bekannte natürliche und jahresdurchschnittliche Strahlenbelastung in der Schweiz. Wenn diese Strahlendosis von der Sonntagszeitung als „hohe, natürliche Strahlenbelastung“ bezeichnet wird, was müssen dann erst die armen Bewohner im iranischen Wellnessort Ramsar aushalten, deren natürliche Strahlenbelastung beim über Hundertfachen davon liegt und dort trotzdem keine gesundheitlichen Auffälligkeiten und schon gar nicht mehr Krebsfälle bekannt sind?
 
Aber jetzt wollen wir diesen Wert von 2 mSv (Millisievert) erst im Kontext mit den Empfehlungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) betrachten. Diese sieht erst ab einem Wert von über 100 mSv! (100 Tausendstelsievert) einen statistisch nachweisbaren Zusammenhang mit Krebs durch Radioaktivität bestätigt. Dieser Wert gilt auch in der Weltgesundheitszentrale längst als statistisch unbedenklich und pathologisch immer noch als kaum wirksam. Aber als linksgeneigte Journalistin muss man das den Lesern nicht aufzeigen. Es würde sich „Information“ oder sogar „Aufklärung durch die Medien“ nennen. Das war wohl kaum im Interesse der Sonntagszeitung. Die Journalistin Martina Frei konstruiert deshalb fröhlich weiter:
Seit Hiroshima (Atombombenabwurf 1945 Anm. Autor) ist bekannt, dass radioaktive Strahlung zur Leukämie führen kann, sagt Kühni. Je jünger die Kinder, desto stärker wirke sich das aus…
Hier vergleicht die umtriebige Journalistin eine Strahlenbelastung einer Atombombe (kurze, intensive Gammastrahlung) mit der andauernden aber im Vergleich zu einer Atombombe äusserst geringen natürlichen Strahlung. Sie lässt durch diesen unwissenschaftlichen Vergleich durchblicken, dass sie entweder keine Ahnung von der Wirkung radioaktiver Strahlung hat, oder sie belegt ihre eigentliche Absicht der gewollten Desinformation ihrer Leser. Es sind exakt die Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki und die akribische Forschung deren Auswirkungen auf die damalige Bevölkerung und ihrer Nachkommen, die die WHO heute zur wissenschaftlich fundierten Aussage berechtigt, unterhalb von 100 Millisievert Jahresbelastung seien keinerlei gesundheitliche Folgen zu erwarten.

Systematische Desinformation – was sonst?

Martina Frei und die Sonntagszeitung suggerieren in ihrem Artikel vom 31. August 2014 aber eindeutig etwas Anderes. Nämlich, dass unsere Kinder schon bei einer natürlichen Strahlenbelastung von um die 2 Millisievert in grosser Gefahr schweben würden, an Leukämie zu erkranken. Und das, liebe Sonntagszeitung, ist Desinformation vom Feinsten. Denn wenn wir auf den ursprünglichen Titel der Sonntagszeitung für diesen Schwachsinn zurückkommen, sticht uns ins Auge, dass ihr wohl etwas Wesentliches nicht ganz richtig verstanden haben wolltet:
Der Geburtsort beeinflusst das Krebsrisiko
Nichts von alledem – Weder lokal unterschiedlich noch überhaupt irgendwie. Die Strahlung ist schlicht und einfach zu schwach für eine medizinische Wirkung. Exakt das sagt ja auch die Studie, die Martina Frei hier als Grundlage ihres seltsamen Artikels bezeichnet. Aber für den kernkraftfeindlichen, medialen Sturm im Wasserglas genügt offensichtlich jeder übelriechende Furz in einem Journalistenkopf .

Warum Windkraftwerke unwirtschaftlich sind

(Original: „The catch-22 of energy storage“ des Blogs „Brave New Climate“, Autor John Morgan, Erstpublikation in der Zeitschrift „Chemistry in Australia„, Übersetzung ins Deutsche durch Christof Merkli)

Der Autor

John Morgan ist Wissenschaftler in einem australischen Unternehmen, welches intelligente Stromnetze (Smart Grids) und deren Technologie entwickelt.  Er ist Lehrbeauftragter in der „School of Electrical and Computer Engineering at RMIT„, besitzt den wissenschaftlichen Titel als PhD in physikalischer Chemie und ist ein erfahrener Leiter für industrielle Forschung und Entwicklung.  Sie können John auf twitter folgen über @JohnDPMorgan. First published in Chemistry in Australia.


1Man kann praktisch jeden Forschungsbericht über Batterietechnologie, Brennstoffzellen, Energiespeicher-Technologie oder irgendeine andere Quelle über Hochtechnologie in Betracht ziehen. Meist findet sich in der Einführung der Hinweis, dass diese Technik zur Speicherung der „Erneuerbaren Energie“ beitragen kann. Die Speicherung von Energie ist sinnvoll, um den Übergang von der Versorgung durch fossile Energieträger zu unbeständigen Energiequellen wie Wind und Sonne zu ermöglichen. Das Problem der Speicherung von Energie ist eine entscheidende Herausforderung für Chemiker und Materialwissenschaftler… Oder etwa nicht?

Energie kann nicht „so einfach“ gespeichert werden

Verschiedene aktuelle Analysen der Stromversorgung zeigen, dass gegen die landläufigen Erwartungen der Gesellschaft, die Speicherung der Erneuerbaren Energie aus Wind und Sonne das Problems der unzuverlässigen Produktion nicht lösen kann. Nicht aus Gründen der technischen Leistung, der Kosten oder der Speicherkapazität, sondern wegen etwas wesentlich Widerspenstigerem:

Es bleibt nicht genug nutzbare Energie für die Gesellschaft nach Abzug für den Aufwand für Konstruktion der Generatoren und der gesamten Verteilung.

Dieses Problem wurde durch das wissenschaftliche Papier von Weißbach et al.1  analysiert. Weissbach und seine Wissenschaftler beurteilen die Erzeugung und Verteilung unserer Energie mittels einem Faktor namens „energy returned on energy invested“ (Erntefaktor), oder EROEI – das Verhältnis der produzierten Energie über die gesamte Lebenszeit eines Kraftwerks zum Energieaufwand, um dieses Kraftwerk zu bauen und zu betreiben. Es braucht Energie, um die Komponenten des Kraftwerks zu bauen. Es braucht weitere Energie, um den Treibstoff zu gewinnen. Viele Komponenten sind notwendig, um ein Kraftwerk betreiben zu können. Sie alle benötigen für sich alleine betrachtet Energie, damit sie funktionieren. Ein Kraftwerk benötigt demnach mindestens diese Gestehungsenergie, um eine ausgeglichene Energiebilanz vorweisen zu können (break even). So ein perfekt ausgeglichenes Kraftwerk würde einen EROEI mit dem Wert „1“ aufweisen.  Aber solch ein Kraftwerk wäre sinnlos, weil es keinerlei darüber hinaus nutzbare Energie produzieren würde.

Es braucht einen minimalen EROEI-Faktor grösser als 1 für jedes Kraftwerk, damit es mit seiner produzierten Energie die Gesellschaft unterstützen kann. Ein Energiesystem muss nach allen energetischen Aufwendungen einen Überschuss erzeugen, der gross genug ist, um damit Dinge produzieren zu können wie Nahrung, der Betrieb von Spitälern und Universitäten, wo die Ingenieure ausgebildet werden, die solche Kraftwerke später bauen und betreiben können. Diese überschüssige Energie wird zusätzlich benötigt, um unsere Häuser zu bauen, Menschen und Material transportieren und die Elemente unserer Zivilisation betreiben zu können.

2Mindestens EROEI „7“

Für Länder wie die USA und Deutschland schätzen Weißbach et al. dieses ökonomische Minimum des EROEI-Faktors auf den Wert 7. Eine Energiequelle mit tieferem EROEI kann keine Gesellschaft auf dieser Stufe der Komplexität (USA oder Deutschland, Anm. Übers.) erhalten. Wenn wir unsere Energieversorgung transformieren und dabei auch noch die Klimawirkung berücksichtigen wollen, tun wir gut daran, den EROEI-Faktor der „Erneuerbaren“ genauestens und umfassend zu beachten.

Die EROEI Werte für verschiedenen Kraftwerke sind in der Grafik zusammengefasst. Die mit fossilem Treibstoff betriebenen Kraftwerke weisen einen durchwegs hohen EROEI-Faktor von 30 aus. Das liegt wesentlich über dem benötigten Minimum von 7. Die Nutzung von Windkraft liegt bei einem Wert von 16 und die Solarthermie (Wärmegewinnung aus Sonne, nicht zu verwechseln mit Photovoltaik, Anm. Übers.) bei 19. Sie weisen zwar einen tieferen Wert aus als die fossil betriebenen Kraftwerke. Aber der energetische Überschuss reicht im Prinzip aus, um eine Industriegesellschaft zu betreiben. Biomassenkraftwerke und die Photovoltaik (Photozellen) können das zumindest in Deutschland nicht. Mit einem EROEI von lediglich 3.9 oder 3.5 können diese Energiequellen ihren eigenen Produktionsaufwand und die Bedürfnisse einer 1.-Welt Gesellschaft nicht unterstützen.

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Diese EROEI Werte entsprechen der Betrachtung bei Lieferung direkt ins Stromnetz oder an den Verbraucher (die Werte für “unbuffered” in der Grafik).  Aber das gute Bild ändert sich schnell, wenn wir diese Energie zwischenspeichern müssen. Wenn wir diese Energie in Batterien speichern wollen, müssen wir zuerst die dazu benötigten Resourcen schürfen und die Batterien irgendwie herstellen. Es wird mehr Energie dafür investiert und der EROEI-Faktor sinkt konsequenterweise.

Weißbach et al. berechneten die EROEI-Faktoren unter Annahme der Speicherung mittels Pumpspeicherkraftwerken. Das ist die am wenigsten energieintensive Speichertechnologie, die wir heute kennen.  Der Aufwand für den Bau von Pumpspeicherkraftwerken ist im Wesentlichen die Erdbewegung und die Konstruktion. Es ist deshalb eine konservative und vorsichtige Methode für die Berechnung; denn die chemische Speicherung benötigt wesentlich grössere Mengen von speziell bearbeiteten Materialien und ist deshalb auch wesentlich energieintensiver in der Anwendung. Carbajales-Dale et al.2 bestätigen, dass Batterien bis zum 10-fachen energieaufwendiger sind, als Pumpspeicherkraftwerke.

Berücksichtigen wir demnach die Speicherung für die Berechnung des EROEI (die Werte für “buffered” in der Grafik) änders sich das Bild entscheidend. Die Produktion mittels Nutzung der Windkraft mit Speicherung in einem dafür optimal geeigneten Pumpspeicherkraftwerk reduziert den EROEI der Windkraftnutzung auf 3.9. Sie trifft damit auf die Photovoltaik und die Biomassennutzung, die für die Gesellschaft ebenfalls unrentabel werden. CSP (Solarthermie in der Wüste, Produktion von Strom, Anm. d. Übers.) erhält eine nur noch marginale Bedeutung von EROEI ~9.  Auch mttels Anwendung der Flüssigsalzspeicherung bei Solarthermie ist diese Technologie nicht wirklich rentabel.  Der EROEI-Faktor von Photovoltaik sinkt dabei auf kaum mehr bemerkbare 1.6 und mit einer Batteriespeicherung besteht sogar ein Defizit. Speicherung von PV mittels Batterien benötigt mehr Energie für Produktion und Betrieb, als die Anlage während ihres Lebens erzeugen kann.

Dies ist eine eher beunruhigende Schlussfolgerung, wenn wir auf erneuerbare Energien für den Übergang zu einem kohlenstoffarmen Energiesystem setzen: Wir können keine Energiespeicher verwenden, um die Variabilität der Sonnenstrahlung und Windkraft zu überwinden.

Ganz eindeutig können wir weder Batterien noch irgendwelche chemische Speicher dafür benutzen, weil das zu noch wesentlich schlechteren Werten für die Erneuerbaren führen würde, als sie uns Weißbach et al. hier präsentieren. Wasserkraft ist die einzig verfügbare erneuerbare Energie, die wirklich ökonomisch funktioniert. Aber Wasserkraft ist nicht einfach skalierbar, sie ist abhängig von einer passenden Geographie. Das gilt auch für jedes Pumpspeicherkraftwerk.

Diese Studie steht längst nicht alleine da. Springer hat ein Buch veröffentlicht, Energy in Australia,3 welches eine vertiefte Diskussion der Energiesysteme unter Berücksichtigung des EROEI. Sie ziehen die gleichen Schlüsse wie Weißbach et al. Eine weitere Studie einer Guppe der Stanford University2 ist etwas optimistischer für die meisten Formen der Speicherung von Sonnenenergie und Windkraft. Aber diese Studie berücksichtigt einen minimal benötigten EROEI von lediglich >1, was die Bedürfnisse der Versorgung einer Gesellschaft (EROEI~7), den Transportverlust, den Lebenszyklus der Anlagen und die energetischen Kosten des Ersatzes nicht berücksichtigt. Würden diese Werte in die Berechnung des EROEI einfliessen, würde die Nutzung von Windenergie mit Sicherheit unter den benötigten Wert fallen.

4Es ist wichtig, die Natur des EROEI zu verstehen. Es ist keine Frage der unpassenden Speicherkapazität  wir könnten einfach mehr Speicher kaufen oder bauen, damit es funktioniert. Es ist auch keine Frage von Energieverlusten während des Lade- oder Entladevorgangs für Batterien. Die Anzahl möglicher Ladezyklen einer Batterie ist hier nicht entscheidend.  Wir betrachten hier keine neuen Materialien oder den technischen Fortschritt, weil die Limite durch die zukünftige Entwicklung der Welt und die zukunftsweisenden Technologien definiert werden muss. Das Problem kann nicht durch Marktmechanismen, Kohlenstoffsteuern oder Preisreduktionen gelöst werden. Es handelt sich hier um fundamentale energetische Grenzen, die sich nur verschieben lassen, wenn wir weniger material- und energieintensive Methoden zur Konstruktion der Speicher finden. 

Man kann auch nicht sagen, dass Wind- und Sonnenkraft keine Rolle spielen können. Sie können ein System von fossiler Energie ergänzen und damit vergängliche Resourcen einsparen.  Aber ohne ökonomische Speicherung der Wind- und Sonnenkraft ist ihre Integration in das Stromnetz limitiert durch die variable Menge an zufällig produziertem Strom.  Wir könnten natürlich versuchen, das Problem mit einer Generation von dicht gebauten Windkraft- und Solarkraftwerken zu lösen, deren Stromproduktion in massenhaft gebauten Stromspeichern jedwelcher Art gefasst würde.  Aber das müssten wir mit dem Ausbau der Nutzung von fossiler Energie ergänzen, was nicht nachhaltig wäre. Ohne Speicherung könnten wir die Variabilität dieses Netzes glätten, indem wir überflüssige Kapazitäten über weite Distanzen verbinden. Aber die zusätzliche Infrastruktur drückt den EROEI-Faktor in den unrentablen Bereich. Die beste Möglichkeit von Windkraft und Sonnenkraft liegt im Bereich der Emissionsbegrenzung von fossiler Energie. Aber Wind und Solar können sie nicht vollständig verhindern. Sie offerieren uns lediglich eine Linderung aber niemals den Ersatz konventioneller Kraftwerke.

Wir können nicht sagen, dass die Speicherung von Energie keinen Wert hat. Batterien in Elektromobilen offerieren ein Potenzial zur Reduktion der Abhängigkeit von Öl, wenn sichergestellt ist, dass der dafür benötigte Strom aus sauberen Quellen stammt. Eine auf dem Hausdach montierte Photovoltaikanlage kombiniert mit einer Batterie kann den Stromverbrauch in Spitzenzeiten mittragen helfen3, reduziert den Bedarf an konventionellen Kraftwerken und den Ausbau des Stromnetzes. Die Entwicklung der Batterietechnik ermöglicht die Benützung netzunabhängiger Konsumelektronik.  Aber was die Stromspeicherung nicht kann, ist der komplette Ersatz fossiler Eergie durch erneuerbare Energie.

Die Lösung heisst Wasserkraft und Kernenergie

Wenn wir Emissionen beschränken und fossile Resourcen schonen wollen, können wir das machen: Die Antwort findet sich am oberen rechten Rand der Grafik. Frankreich und Ontario, zwei moderne, weitentwickelte Gesellschaften, haben fossile Energieträger aus ihren Stromnetzen verbannt. Sie benutzen hochwertige EROEI-Resourcen wie Wasserkraft und Kernkraft. Ontario hat erst kürzlich seine letzte Tonne Kohle verbrannt. Einige wenige Prozent der Stromversorgung wird durch Gaskraftwerke erzeugt. Das ist erwiesenermassen ein funktionierender Weg, seine Stromversorgung zu „dekarbonisieren“.

Die Idee, dass ein Fortschritt in der Entwicklung der Speichertechnologie die Erneuerbaren funktionieren lässt, ist ein Trugbild  ja sogar eine Falle, welche uns suggerieren soll, dass Speicherung von unzuverlässiger erneuerbarer Energie eine Lösung darstellt. Was wir damit erreichen, ist der Effekt, dass wir weniger Nettoenergie zur Verfügung haben und diese nicht mehr ausreicht, um eine Zivilisation westlicher Bauart betreiben zu können.

Nachtrag

Als dieser Artikel erstmals in CiA publiziert wurde, bekundeten einige Leser Mühe mit der Idee eines minimalen gesellschaftlichen EROI-Faktors. Warum sollten wir nicht in der Lage sein, mit dem Bau von mehr erneuerbaren Kraftwerken das Versorgungsproblem zu lösen?  Hall4 erklärt das gut mit dem Beispiel der Nutzung von Öl:

„Denk an eine Gesellschaft, die abhängig ist von einer Resource: Hauptsächlich Öl. Wenn der EROI-Faktor für dieses Öl 1.1:1 beträgt, dann kann einer dieses Öl aus dem Boden pumpen und in Fässer abfüllen. Wenn der EROI-Faktor bei 1.2:1 liegt, kann man dieses Öl raffinieren (in seine Produktbestandteile zerlegen). Mit einem EROI von 1.3:1 kann man den gewonnen Treibstoff dorthin transportieren, wo er gebraucht wird.“

„Hall et al. 2008 bestimmten den benötigten EROI-Faktor von Öl um einen Lastwagen zu betreiben auf 3:1 am Bohrloch. Dieser EROI-Faktor wird benötigt, um den Lastwagen zu bauen, zu warten und die notwendigen Strassen und Brücken für ihn zu bauen.

„Wenn man nun die Absicht hat, mit dem Lastwagen Getreide zu transportieren, benötigen wir schon einen EROI von 5:1, nur um das Getreide wachsen zu lassen. Will man die Aufwände der Arbeiter auf dem Ölfeld, den Raffinerieangestellten, den Lastwagenfahrer und den Bauern mit einrechnen, brauchen wir einen EROI-Faktor von 7 oder 8:1. um ihre Familien zu unterstützen. Um ihre Kinder richtig ausbilden zu können, benötigen wir noch mehr EROI-Faktoren, nämlich 9 bis 10:1. Benötigen sie alle eine medizinische Versorgung sind es schon 12 EROI-Faktoren, die wir dafür benötigen. Geben wir diesen Menschen noch etwas Kunst und Kultur, werden 14 EROI-Faktoren benötigt. Offensichtlich  benötigt man in einer modernen Zivilisation nicht nur ein wenig mehr Energie, als für die Energieversorgung investiert werden muss, sondern wesentlich mehr. Und das braucht nun mal entweder einen hohen EROI-Faktor von Wasserkraft oder Kernkraft für die ökonomische Energieproduktion oder eine wesentlich massivere Quelle von unökonomischen Quellen mit kleinem EROI-Faktor wie Sonne und Wind.“

Diese Punkte werden auch durch die EROI-Pyramide gut dargestellt (blaue Werte sind veröffentlicht, gelbe Werte sind zunehmend spekulativ).

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Referenzen

  1. Weißbach et al., Energy 52 (2013) 210. Preprint available here.
  2. Carbajales-Dale et al., Energy Environ. Sci. DOI: 10.1039/c3ee42125b
  3. Graham Palmer, Energy in Australia: Peak Oil, Solar Power, and Asia’s Economic Growth; Springer 2014.
  4. Pedro Prieto and Charles Hall, Spain’s Photovoltaic Revolution, Springer 2013.

Was ist gefährlicher: Kernkraft, Windenergie oder Stauseen?

Wie grüne Propaganda die Wahrnehmung verzerrt

Deutschland leidet unter einer für Naturwissenschaftler schwer nachvollziehbaren Phobie. Grüne Anti-Atom-Dauerpropaganda, gebetsmühlenartig von der Mehrzahl der Medienvertreter in allen möglichen Varianten wiederholt, hat selbst bei so manchem Naturwissenschaftler dazu geführt, dass schon bei der Erwähnung des Themas Abwehrreflexe einsetzen, die mit rationalen Argumenten kaum zu durchdringen sind. Emotionen kochen hoch, während der Verstand wie ausgeschaltet scheint. Aus dem Homo Sapiens wird unversehens ein Wesen, das seinen Urängsten freien Lauf lässt und sich von ihnen beherrschen lässt. Die dabei vorgebrachten Argumente sind meist sehr dürftig und halten einer wissenschaftlichen Diskussion nicht stand.

1Brände in Windenergieanlagen sind so gut wie gar nicht zu löschen

Die alles entscheidende Errungenschaft der Menschwerdung verdanken wir der Überwindung tief in unserer Psyche verwurzelter Urängste. Nur dadurch gelang es unseren Vorfahren, sich eine Kraft zunutze zu machen, die sonst kein anderes Lebewesen beherrschen kann, nämlich die des Feuers. Nicht der Werkzeug- oder der Waffengebrauch unterscheidet uns von allen anderen Tieren, sondern die Zähmung des Feuers. Den Gebrauch von Werkzeugen kann man bei Säugetieren wie Affen oder Seeottern und auch bei mehreren Vogelarten beobachten, und Tiere sind darüber hinaus sogar imstande, Werkzeug gezielt herzustellen. Von Schimpansen ist zudem bekannt, dass sie Knüppel auch als Waffen verwenden.

Der Gebrauch des Feuers ist dagegen einzigartig. Für Landsäugetiere ist Feuer (Bild 1) eine elementare Gefahr, vor der sie sich instinktiv fürchten, weil sie Schmerzen und Tod bedeutet. Auch der Mensch hat es erst spät in seiner Entwicklungsgeschichte – vor vermutlich 1,5 bis 2 Mio. Jahren – geschafft, diese Furcht zu überwinden und das Feuer zu nutzen. Dies ermöglichte Verbesserungen bei der Nahrungsmittelzubereitung sowie Schutz vor Dunkelheit, Kälte und Raubtieren. Später lernte man, es für die Herstellung von Keramiken und schließlich Metallen dienstbar zu machen. Bis zum nächsten entscheidenden Schritt der Menschheit auf dem Weg zu unserer heutigen Hochzivilisation sollten allerdings nochmals etliche Jahrtausende vergehen: Erst vor rund 300 Jahren gelang es, die durch das Feuer freigesetzte thermische Energie durch die Dampfmaschine nutzbar zu machen. Dampf und später Benzin, Diesel sowie Elektrizität ermöglichten es uns, die Beschränkung auf die eigene Muskelkraft sowie auf die Leistung von Zugtieren zu überwinden.

2Bild 1: Feuer ist eine elementare, tödliche Gefahr. Es bedurfte langer Zeit, bis der Mensch imstande war, seine Urängste zu überwinden und sich das Feuer nutzbar zu machen

Abwägung von Risiko und Nutzen

Zugleich musste der Mensch jedoch auch lernen, die mit dem Feuer verknüpften Risiken einzuschätzen und damit umzugehen. Der Umgang mit Feuer birgt unvermeidlicherweise erhebliche Gefahren. Archäologen finden im Untergrund von so gut wie jeder länger besiedelten Stadt Brandschichten, Zeugnisse von oft verheerenden Feuersbrünsten, die in den meist dicht besiedelten Städten zahlreiche Opfer forderten. Verlässliche Zahlen werden sich wohl nie ermitteln lassen. Man kann jedoch mit einer gewissen Berechtigung annehmen, dass die Zahl der Menschen, die im Lauf der Geschichte durch Feuer ums Leben kamen, im mehrstelligen Millionenbereich angesiedelt sein dürfte.

Dennoch hat sich unsere Spezies von solchen Ereignissen nicht abschrecken lassen, sondern gelernt, Risiko und Nutzen beim Gebrauch des Feuers einzuschätzen und damit umzugehen. Vor- und Nachteile wurden nüchtern und ohne Panik gegeneinander abgewogen und der Schluss gezogen, dass die Vorteile des Gebrauchs von Feuer so groß waren, dass man bereit war, die damit einhergehenden Risiken einschließlich teils sehr herber Verluste an Gütern und Menschenleben in Kauf zu nehmen. Über all die Jahrtausende menschlicher Zivilisation hinweg wurden neue Gebäude auch nach den verheerendsten Feuersbrünsten sofort wieder mit Feuerstelle, Kamin oder Herd ausgestattet. Zahllose Redewendungen belegen, dass die Begriffe „Heim“ und „Herd“ in unserer Vorstellung oft eine Einheit bilden.

Kein Fortschritt ohne Risiko…

Jede unserer Errungenschaften birgt sowohl Nutzen als auch Risiken. Dieser elementare Zusammenhang der Zivilisation gilt für so gut wie jede unserer Aktivitäten, seien es Bergbau, Medizin, Seefahrt, Luftfahrt oder auch das Auto, das weltweit ebenfalls millionenfache Opfer forderte und immer noch fordert, Bild 2. Es ist ein Kennzeichen des modernen Menschen, dass er imstande ist, im Umgang mit solchen Technologien emotional begründete Ängste zu überwinden und beide Aspekte mit wissenschaftlicher Nüchternheit zu beurteilen. Wer das nicht tut, sondern eine Technologie aufgrund emotionaler Vorurteile pauschal ablehnt, reagiert im Prinzip nicht viel anders als ein Affe, der kreischend vor einem Feuer reißaus nimmt.

3Bild 2: Seit 1950 hat der Straβenverkehr allein in Deutschland mehr als 670000 Menschenleben gefordert. Dennoch benutzen wir täglich das Auto

beispielsweise bei Stauseen

Zum Umgang mit den Risiken der modernen Zivilisation gehört, dass sie im Alltag kaum noch wahrgenommen werden. Man setzt sich ins Auto oder ins Flugzeug, besteigt ein Fahrrad, ein Schiff oder einen Lift und verschwendet im Normalfall gar keinen Gedanken an die Gefahren, denen man sich damit aussetzt. Das damit verbundene allgemeine Lebensrisiko bzw. das Berufsrisiko wird mit größter Selbstverständlichkeit akzeptiert und spielt in den Gedanken keine wesentliche Rolle, selbst wenn man Tag für Tag mit dem Auto an Unfällen vorbeifährt.

Ein Beispiel für Risiken, die faktisch überhaupt nicht mehr als solche wahrgenommen werden, sind Talsperren. In Deutschland hat es in diesem Bereich seit Jahrzehnten keine Katastrophen mehr gegeben. Da das menschliche Gedächtnis kurz ist, wie die Neubesiedlung von Vulkanflanken schon bald nach dem Ende von Ausbrüchen zeigt, spazieren und wandern Tag für Tag zahllose Zeitgenossen um Talsperren, über ihre Krone hinweg und auch in den unterhalb gelegenen Tälern, ohne sich im geringsten bewusst zu machen, welch ungeheure zerstörerische Energie in den aufgestauten Wassermassen über ihren Köpfen (Bild 3) schlummert.

4Bild 3: Stauseeunfälle haben im Laufe der Geschichte mindestens 70000 Menschenleben ausgelöscht

Stauseeunglücke haben mindestens 70000 Menschenleben gefordert

Die älteste bekannte Staudammkatastrophe ereignete sich laut einer Aufstellung in Wikipedia [WIST] bereits vor rund 4500 Jahren in Ägypten. Der Staudamm Sadd-el-Kafara hatte beachtliche Ausmaße: 113 m Kronenlänge, 14 m Höhe und ein Fassungsvermögen von 465000 m³. Er wurde noch während der Bauzeit von einer unerwarteten Flut zerstört. Über die Zahl der Opfer ist nichts bekannt, doch war die Katastrophe offensichtlich so verheerend, dass in Ägypten danach rund 800 Jahre lang niemand mehr ein solches Vorhaben in Angriff nahm. Die nächste Staudammkatastrophe, zu der Opferzahlen erwähnt werden, ereignete sich erst rund 3000 Jahre später in China und forderte mindestens 10000 Tote.

Zählt man die in obigem Wikipedia-Beitrag aufgelisteten Vorfälle und die entsprechenden Angaben zu Todesfällen zusammen, so ergeben sich je nach Zählweise Opferzahlen zwischen 70000 und mehr als 100000. Zwar ereigneten sich die meisten und die folgenschwersten dieser Unglücke im 20. Jahrhundert, doch gibt es immerhin 23 Vorfälle aus dem 21. Jahrhundert, davon sechs in hoch entwickelten Staaten: USA, Europäische Union, Japan. Staudämme wie die von Speicherwasserkraftwerken bergen auch heute noch erhebliche Risiken. Im Bewusstsein der Bevölkerung werden diese jedoch ignoriert. Und das ungeachtet der Tatsache, dass beispielsweise die Bewohner des Zillertals in Österreich unterhalb von drei Staumauern leben. Der Bruch auch nur einer Mauer – beispielsweise durch einen Terrorakt oder ein Erdbeben – würden vermutlich zehntausende Menschenleben kosten. Stauseen sind noch gefährlicher als die Stromerzeugung aus Kohlekraftwerken [TODE].

Auch Windanlagen sind Todesfallen

Besonders wirksam ist offensichtlich der ideologische Schleier, den die Windkraft-Lobby mit tatkräftiger Mithilfe ihrer zahlreichen Sympathisanten in den Medien über die in Wahrheit gar nicht so unerheblichen Gefahren der Windenergie für Leib und Leben geworfen hat. Zwar gibt es immer mal wieder Meldungen über Feuer oder den Absturz eines Rotorblatts [FIR1, FIR2, FIR3, FTO1, FTO2], doch werden selbst schwere Personenschäden oder gar Todesfälle so selbstverständlich hingenommen, dass darüber meist nur auf lokaler Ebene berichtet wird. Insgesamt hat sich daher in der Öffentlichkeit der Eindruck etabliert, als sei die Windkraftbranche auch diesbezüglich besonders „menschenfreundlich“.

Auch eine Schnellsuche im Internet mit Suchbegriffen wie „Wind Unfall“ fördert vordergründig zumeist lediglich Einzelmeldungen zutage, wobei nur selten Todesfälle gemeldet werden. Eine deutsche Website, die sich explizit des Themas Windrad-Unfälle annimmt [WIUN], ist lediglich ein Torso ohne großen Nutzen, weil sie offensichtlich schon kurz nach dem Beginn der Recherche nicht mehr weitergeführt wurde. Auch bei Wikipedia findet man – kaum verwunderlich angesichts der bekannten Dominanz grüner Ideologen in diesem Medium – nur eine sehr unvollständige Auflistung ohne Erwähnung von Todesfällen [WIKI].

Erst im englischsprachigen Netz finden sich realistischere Informationen. Eine Website, die sich auf dieses Thema spezialisiert hat [TOFI], erwähnt eine Meldung des „Daily Telegraph“ vom 11. Dez. 2011, wonach „RenewableUK“ bestätigt habe, dass es allein in Großbritannien in den letzten fünf Jahren 1500 Vorfälle und Unfälle mit Windturbinen gegeben habe. Hervorzuheben ist eine sehr ausführliche Dokumentation [UNFA], welche für den Zeitraum von 1975 bis zum 30.9.2009 insgesamt 674 Einzelereignisse auflistet, die sehr sorgfältig nach Merkmalen zugeordnet, beschrieben und mit Quellenangaben dokumentiert sind. Leider befindet sich das Material hinter einer Bezahlschranke, zudem wurde die Auflistung ab Oktober 2009 nicht mehr fortgeführt. Für den Berichtszeitraum sind jedoch immerhin 60 Todesfälle im Zusammenhang mit Windenergieanlagen dokumentiert. Vergleicht man dies mit anderen Zahlenangaben – z.B. den 1500 Unfällen innerhalb von fünf Jahren allein in Großbritannien –, so erscheint es gerechtfertigt, die Zahl der weltweit seit 1975 aufgetretenen Todesfälle mit einem Faktor von mindestens 5, eher jedoch 10 anzusetzen. Beispielsweise sind aus China, dem Land mit der der weltweit höchsten Zahl installierter Windenergieanlagen [WICI], keine Zahlenwerke über Unfälle oder Todesfälle bekannt. Und dass dort nichts passiert wäre, erscheint kaum glaubhaft. Es darf daher angenommen werden, dass die Windenergie im Zeitraum von 1975 bis heute mindestens 300 und möglicherweise sogar bereits über 600 Menschenleben gefordert hat. Das Saubermann-Image der Branche bricht damit in sich zusammen und erweist sich als nichts anderes denn als geschickt angelegtes Täuschungsmanöver.

Und die Risiken der Kernkraft?

Im Unterschied zu so gut wie allen anderen vom Menschen eingesetzten Technologien empfindet die Mehrzahl unserer Bevölkerung Kernenergie als Bedrohung von nahezu apokalyptischen Ausmaßen. Man fürchtet sich vor Strahlung, Verseuchung der Landschaft und Abfällen, welche angeblich die Zukunft unserer Nachfahren noch in Millionen von Jahren bedrohen. Dabei werden die Realitäten schlicht nicht mehr wahrgenommen, denn zivil genutzte Kernenergie ist mit weitem Abstand die sicherste heute genutzte Großtechnologie.

Bei der Beurteilung von Kernkraftrisiken muss zwischen ziviler und militärischer Technologie unterschieden werden. Insbesondere in den Anfangsjahren gab es bei militärisch ausgerichteten Anlagen sowie in kerntechnischen Laboren mehrfache Unfälle mit Todesfolge, teilweise auch infolge der Einwirkung von Strahlung in hohen Dosen. Anders sieht es dagegen bei zivilen Kernkraftwerken westlicher Bauart (Bild 4) aus: In diesen gab es bis heute keine Todesfälle durch Strahlung [NIEM].

5Bild 4: In Kernkraftwerken westlicher Bauart gab es bis heute keinen Toten durch Strahlung

Bei der Nutzung der Kernenergie gab es bisher weltweit drei große Vorkommnisse, die in die Kategorie Größter Anzunehmender Unfall (GAU) eingestuft werden: Three Mile Island (Harrisburg, USA) im Jahre 1979, Tschernobyl (damalige UdSSR) im Jahre 1986 und Fukushima (Japan) 2011. Direkte Todesfälle durch Verstrahlung gab es lediglich beim Unfall in Tschernobyl, wo rund 60 Todesopfer zu beklagen waren [NIEM]. Abweichend hiervon kann man in den Medien teils viel höhere Zahlen finden, in der Regel als Ergebnis theoretischer Berechnungen zu den Folgen des Entweichens von Strahlung in die Umgebung. Diesen Angaben sollte man jedoch aus mehreren Gründen mit großem Misstrauen begegnen: Die für solche Analysen meist verwendete und seit langem umstrittene LNT-Methode (Linear No Threshhold) ist nämlich falsch [GEGN]. Würde man sie akzeptieren, dann müsste man auch die Risiken anderer Technologien wie dem Fliegen, dem Umgang mit Kaliumsalzen oder Phosphatdünger [APFE] wie auch der Arbeit in sogenannten Radon-Heilbädern völlig neu bewerten. Schon das Fliegen würde bei Anwendung dieser Theorie jährlich 100 Deutschen den Krebstod bescheren [NIEM]. Allein für die letzten 40 Jahre käme man damit auf 4000 zusätzliche Tote als Folge einer Aktivität, die aus unserem alltägliche Leben nicht mehr wegzudenken wäre. Man vergleiche dies mit bisher Null Strahlenopfern in westlichen Kernkraftwerken.

Das Märchen von der nuklearen Langzeitverseuchung

Eine der besonders wirksamen Lügen der EE-Lobbyisten ist die von der angeblich Millionen Jahre dauernden Umweltverseuchung, die wir nach dem Betrieb von Kernkraftwerken unseren Nachkommen hinterlassen würden. Zugleich wird jedoch alles getan, um die Errichtung eines Endlagers zu hintertreiben, indem man jeden praxistauglichen Schritt in diese Richtung durch Großdemonstrationen verhindert und zugleich in der Politik sowie in den staatlichen Gremien, in denen grüne Schranzen inzwischen gut dotierte Staatspöstchen haben, jede sinnvolle Entwicklung blockiert. Der Grund für diese Panikmache ist klar, denn ein funktionierendes Endlager würde ihr Lügengebäude in sich zusammenbrechen lassen.

Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die deutschen Qualitätsmedien es bisher geschafft haben, der Öffentlichkeit vorzuenthalten, dass es bestens durchdachte Endlagerkonzepte bereits bei zwei europäischen Nachbarländern gibt, und zwar in Schweden (Bild 5) sowie in Finnland [ENDL]. Obwohl die dortigen Kommunikationsabteilungen sehr auskunftsfreudig sind und gerne alles zeigen und erklären, scheinen es deutsche Fernsehteams bisher kaum für nötig gefunden zu haben, dort unvoreingenommen vorbeizuschauen. Diesbezüglich vernimmt man von den Medien meist lediglich dröhnendes Schweigen.

6Bild 5. Gesamtansicht des im schwedischen Forsmark geplanten Endlagers für hoch radioaktive Brennelemente (Grafik: SKB)

Diese seit Jahrzehnten fast flächendeckend betriebene grüne Propaganda hat dazu geführt, dass in unserer Bevölkerung schon bei der Erwähnung des Themas „Kernenergie“ panikartige Abwehrreaktionen einsetzen. Deutschland scheint bereit, aus Angst vor einem fiktiven Strahlentod in den energetischen Selbstmord namens „Energiewende“ zu marschieren. Manchmal kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass man bei uns den Homo Sapiens in Käfige gesteckt hat, während die Affen frei herumlaufen. Es ist dringend Zeit, zu dem ruhigen Abwägen von Vorteil und Risiko zurückzufinden, der das eigentliche Kennzeichen unserer Zivilisation ist.

Quellen

[APFE] http://www.eike-klima-energie.eu/energie-anzeige/moegen-sie-aepfel-mit-erhoehter-radioaktivitaet/

[FIR1] http://www.wind-watch.org/video-germanfire.php

[FIR2] http://www.youtube.com/watch?v=54YOaQixRUo

[FIR3] http://www.youtube.com/watch?v=eQrtXx3aJdM

[ENDL]http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/wenn-blinde-nicht-sehen-wollen-ausgereifte-nuklear-endlagerung-direkt-beim-nachbarn/

[FTO1] http://www.epaw.org/multimedia.php?lang=en&article=a19

[FTO2] http://www.rtlnieuws.nl/nieuws/binnenland/monteur-overleden-bij-brand-windmolen-ooltgensplaat

[GEGN] http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3526330/?report=classic 16.7.2013

[INGD] http://www.ingenieur.de/Fachbereiche/Windenergie/Unterschaetzte-Gefahr-Jeden-Monat-geraten-zehn-Windturbinen-in-Brand

[NIEM] http://www.buerger-fuer-technik.de/body_wie_viele_menschenleben____.html

[TODE] http://www.tagesspiegel.de/wissen/stromerzeugung-opfer-der-energie/3986380.html 3.8.2013

[TOFI] http://turbinesonfire.org/

[UNFA] http://de.scribd.com/doc/23856814/Wind-Turbine-Accidents

[WICI] http://www.wiwo.de/unternehmen/energiepolitik-china-ist-neuer-windenergie-weltmeister-seite-all/5260202-all.html

[WIKI] http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Unf%C3%A4llen_an_Windkraftanlagen_in_Deutschland_und_%C3%96sterreich

[WIST] http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Stauanlagenunf%C3%A4llen

[WIUN] http://docs.wind-watch.org/unfalldatei_2006.html

Feuer und Tod: Die verschwiegenen Gefahren der Windenergie

Tiefe Kratzer am Sauberstrom-Image

Zu den Marketingtricks der milliardenschweren Windenergiebranche gehört es, der Öffentlichkeit das Bild einer heilen Energiewelt mit sauberer und sicherer Stromerzeugung ohne Gefahren oder Umweltbeeinträchtigungen vorzugaukeln. Auf unzähligen Hochglanzprospekten, Magazinen und Webseiten prangen anheimelnde Bilder, in denen farbenfroh gestrichene, ästhetisch aufgenommene Windräder in hellem Sonnenschein vor blauem Himmel unermüdlich die Menschheit mit fast kostenfreiem Strom versorgen. Der Wind, so ein beliebter Slogan, schicke schließlich keine Rechnung. Detaillierte Studien wie die der britischen Eliteuniversität Imperial College, über die kürzlich in einer deutschen Ingenieurpublikation [INGD] berichtet wurde, zeigen jedoch, dass dies – um es einmal ganz zurückhaltend zu formulieren – wohl nicht in vollem Umfang der Wahrheit entspricht.

1Wegen der großen Turmhöhen sind Brände in Windenergieanlagen kaum zu löschen

Nach Erkenntnissen der Untersuchung sind Windenergieanlagen wesentlich anfälliger für teils schwerwiegende technische Defekte als man der Öffentlichkeit bisher glauben machen wollte. Demnach werden jeden Monat durchschnittlich zehn Windturbinen allein durch Feuer zerstört. Die Häufigkeit solcher Ereignisse lässt sich auch daran erkennen, dass eine Internetsuche nach Begriffen wie „Turbines on Fire“ sofort zahlreiche Hinweise und spektakuläre Bilder bzw. Filme liefert [FIR1, FIR2, FIR3]. Eine Website, die sich auf dieses Thema spezialisiert hat, berichtet, dass der „Daily Telegraph“ beispielsweise am 11. Dez. 2011 meldete, dass „RenewableUK“ bestätigt habe, dass es allein in Großbritannien in den letzten fünf Jahren 1500 Vorfälle und Unfälle mit Windturbinen gegeben habe [TOFI].

Allerdings dokumentiert diese Webseite auch eine Schwachstelle des oben erwähnten Berichts, weil dort ausgesagt wird, dass bei solchen Bränden bisher noch keine Menschen zu Schaden gekommen seien. Dass dies nicht stimmen kann, dokumentiert ein Bericht der niederländischen RTL Nieuws vom 29.10. 2013, über den auch in englischer Sprache auf einer internationalen Webseite berichtet wurde [FTOD]. Demzufolge wurden zwei Monteure bei der Wartung einer Vestas-Turbine von einem Feuer im Maschinenraum überrascht, das ihnen den Fluchtweg abschnitt. Aufgrund der leichten Brennbarkeit wesentlicher Bestandteile einer solchen Windenergieanlage – dazu gehören auch Hunderte Liter brennbaren Schmieröls – hatten die beiden keine Chance, da das gesamte Maschinenhaus abbrannte. Einer der beiden stürzte auf der Flucht vor dem Feuer zu Tode, der andere starb im Maschinenhaus an Brandverletzungen. Besonders erschütternd war dabei die Tatsache, dass beide noch sehr jung waren: Einer war 21, der andere sogar nur 19 Jahre alt. Wie meist bei solchen Bränden in großer Höhe auf freiem Feld hatte die Feuerwehr so gut wie keine Chance, etwas zu unternehmen.

Feuer nur die Spitze des Eisbergs

Doch Schäden durch Feuer sind nur die Spitze des Eisbergs. So zitiert „Turbines on Fire“ Ergebnisse aus einem Bericht des Internationalen Verbandes der Engineering-Versicherer (IMIA) über Schäden an Windenergieanlagen im dänischen Markt, der einen Zeitraum von 15 Jahren umfasste. Dem Bericht zufolge lag der Anteil von Bränden bei lediglich 7 % der Schadenssumme. Rechnet man dies mit den berichteten 10 Ereignissen im Monat hoch, so kommt es jährlich zu rund 1700 Schadensereignissen im Zusammenhang mit Windenergieanlagen. Hiervon betreffen 40 % mechanische Ausfälle wie Rotorblattschäden, 28 % gehen auf das Konto der Elektrik (LOP=Loss of Power, Kurzschlüsse etc.), weitere 20 % sind auf Blitzeinschläge zurückzuführen, während Sturmschäden 4 % des Schadensaufkommens ausmachten [TOFI].

Erschreckend viele Todesfälle

Besonders wirksam ist offensichtlich der ideologische Schleier, den die Windkraft-Lobby mit tatkräftiger Mithilfe ihrer zahlreichen Sympathisanten in den Medien über die tatsächlich recht erheblichen Gefahren der Windenergie für Leib und Leben geworfen hat. Zwar erhalten Meldungen über Feuer oder den Absturz eines Rotorblatts auf lokaler Ebene eine gewisse Aufmerksamkeit, doch werden selbst schwere Personenschäden oder gar Todesfälle so selbstverständlich hingenommen, dass sich in der Öffentlichkeit der Eindruck verfestigt hat, als sei die Windkraftbranche gegen solche Vorkommnisse mehr oder weniger gefeit. Auch eine Schnellsuche im Internet mit Suchbegriffen wie „Wind Unfall“ fördert vordergründig zumeist lediglich Einzelmeldungen zutage, wobei nur selten Todesfälle gemeldet werden. Eine deutsche Website, die sich explizit des Themas Windrad-Unfälle annimmt [WIUN], ist lediglich ein Torso ohne großen Nutzen, weil sie offensichtlich schon kurz nach dem Beginn der Recherche nicht mehr weitergeführt wurde. Auch bei Wikipedia findet man – kaum verwunderlich angesichts der bekannten Dominanz grüner Ideologen in diesem Medium – nur eine sehr unvollständige Auflistung ohne Erwähnung von Todesfällen. Erst im englischsprachigen Netz findet sich eine recht gute Dokumentation [UNFA], welche für den Zeitraum von 1975 bis 30.9.2009 insgesamt 674 Einzelereignisse auflistet, die sehr sorgfältig nach Merkmalen zugeordnet, beschrieben und mit Quellenangaben dokumentiert sind. Leider befindet sich das Material hinter einer Bezahlschranke und wurde zudem ab Oktober 2009 nicht mehr fortgeführt. Für den Berichtszeitraum dokumentiert es jedoch immerhin 60 Todesfälle im Zusammenhang mit Windenergieanlagen. Vergleicht man dies mit anderen Zahlenangaben – z.B. den 1500 Unfällen innerhalb von fünf Jahren allein in Großbritannien –, so erscheint es gerechtfertigt, die Zahl der weltweit seit 1975 aufgetretenen Todesfälle mit einem Faktor von mindestens 5, eher jedoch 10 anzusetzen. Es darf daher angenommen werden, dass die Windenergie im Zeitraum von 1975 bis heute mindestens 300 und möglicherweise sogar bereits über 600 Menschenleben gefordert hat. Das Saubermann-Image der Branche bricht damit in sich zusammen und erweist sich als nichts anderes denn als geschicktes Lügengebäude.

Quellen

[FIR1] http://www.wind-watch.org/video-germanfire.php

[FIR2] http://www.youtube.com/watch?v=54YOaQixRUo

[FIR3] http://www.youtube.com/watch?v=eQrtXx3aJdM

[TOFI] http://turbinesonfire.org/

[INGD] http://www.ingenieur.de/Fachbereiche/Windenergie/Unterschaetzte-Gefahr-Jeden-Monat-geraten-zehn-Windturbinen-in-Brand

[FTOD] http://www.epaw.org/multimedia.php?lang=en&article=a19

http://www.rtlnieuws.nl/nieuws/binnenland/monteur-overleden-bij-brand-windmolen-ooltgensplaat

[UNFA] http://de.scribd.com/doc/23856814/Wind-Turbine-Accidents

[WIUN] http://docs.wind-watch.org/unfalldatei_2006.html

[WIKI] http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Unf%C3%A4llen_an_Windkraftanlagen_in_Deutschland_und_%C3%96sterreich

Energiewende: Land unter im Stromsee

Nur hohe Nutzungsgrade machen Sinn

Die neue Fassung des Erneuerbare-Energie-Gesetzes ist unter Dach und Fach. Statt endlich einen sinnvollen Plan zu entwickeln, hat die Politik lediglich versucht, das Gezerre der einzelnen Lobbygruppen um die größten Anteile am Kuchen zu moderieren. An den Ausbauzielen wird nicht gerüttelt, und nur wirklich naive Zeitgenossen glauben, dass der weitere Anstieg der Kosten gebremst wird. Politiker und verantwortliche Fachleute in offiziellen Institutionen wie der Netzagentur scheinen die Probleme, die durch die zunehmende Einspeisung zufällig anfallender Strommengen aus wetterabhängigen Quellen unweigerlich auf unser gesamtes Stromversorgungssystem zukommen, nicht wahrnehmen zu wollen. Die Folgen wären jedoch dramatisch: Wir bzw. unser Stromversorgungssystem würden in regelrechten Strom-Tsunamis untergehen.

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Dunkle Wolken über der Zukunft der Windenergie

 

 

 

Das Hauptproblem bei den wetterabhängigen Stromerzeugungsverfahren aus Wind und Sonne sind die geringen Nutzungsgrade. Will man z.B. aus Windenergie einen im Jahresmittel definierten Ertrag gewinnen, dann kann man die am Typenschild der Anlagen ablesbare Leistungsangabe nicht heranziehen. Entscheidend ist vielmehr der Nutzungsgrad, eine prozentuale Angabe über den Abschlag, mit dem die Typenschildabgabe multipliziert werden muss. Wie Bild 1 zeigt, würde ein motorisch betriebenes Kraftwerk, das nahezu unterbrechungsfrei arbeiten kann, bei einer nominellen Leistung von 1 MW bis zum Ende eines Betriebsjahres ca. 8600 MWh elektrischer Leistung abliefern. Bei einer Windenergieanlage mit nominell gleicher Leistung wären es zum Jahresende lediglich 1524 MWh und bei einer Solaranlage sogar lediglich 727 MWh. Ursache ist der miserable Nutzungsgrad der „Erneuerbaren“: Sowohl Wind- als auch Solarkraftwerke liefern nur ganz selten die volle Höchstleistung ab, die weitaus meiste Zeit kommen nur Bruchteile davon aus den Anschlüssen. Bei an Land errichteten Windenergieanlagen liegt der Mittelwert daher bei lediglich 17,4 % statt 100 % des theoretisch möglichen Ertrags, bei Solaranlagen sind es sogar nur 8,3 %.

2Bild 1: Vergleich der gelieferten Jahresstrommenge für ein Motorkraftwerk, eine Windenergieanlage und eine Solaranlage, jeweils mit einer Typenschildleistung von 1 MW

Da jedoch 100 % bzw. 8600 MWh benötigt werden, muss man bei EE-Anlagen deshalb eine entsprechend höhere Kapazität installieren, Bild 2. Bei Wind entspricht dies dem Faktor 5,75, bei Solarstrom mit seinem noch deutlich schlechteren Nutzungsgrad von 8,3 % liegt der Faktor sogar bei 12,05.

3Bild 2: Gleicher Stromertrag von 1 MW Motorkraft, 5,75 MW Windenergie oder 12 MW Solarpaneelen.

Anders ausgedrückt: Um ein Motorkraftwerk mit nominell 1 MW bei 98,5 % Auslastung zu ersetzen, muss man 5,75 MW Windleistung oder sogar 12 MW Solarleistung installieren – und deren Produktion bei „gutem“ Wetter auch irgendwohin schaffen, wo sie sinnvoll genutzt werden kann.

Strom-Tsunamis sind vorprogrammiert

Direkte Folge der großen Überkapazitäten, die man beim Ersatz konventioneller Stromerzeugungstechnologien durch Wind- und Solaranlagen mit schlechten Nutzungsgraden vorsehen muss, ist eine entsprechend hohe Überproduktion an Strom, wenn es der Wind oder die Sonne mal besonders gut meinen. Während ein konventionelles Kraftwerk mit 1 MW Leistung stets genau diese Leistung zur Verfügung stellt, sieht dies bei einem Windpark ganz anders aus: Es wird je nach Wetterlage zwischen 1 % und 575 % der eigentlich benötigten Leistung ins Netz einspeisen, egal wie hoch der aktuelle Bedarf ist. Bei einem Solarkraftwerk sind es dementsprechend zwischen 0 % und 1200 %.

Allerdings kann man den bei „guter“ Wetterlage zuviel produzierten Strom nicht einfach „wegwerfen“, da man damit im Prinzip die Zeiten schwächerer Produktion ausgleichen muss. Anderenfalls würde man die für das Gesamtjahr benötigte Stromproduktion nicht darstellen können. Das Ganze kann daher nur funktionieren, wenn man die in Zeiten des Überflusses produzierten Strom-Tsunamis irgendwohin leitet, wo sie sinnvoll verwendet werden können. Das könnten in Zukunft irgendwelche Speichersysteme oder – so wie es jetzt gehandhabt wird – einfach die Stromnetze unserer diversen Nachbarländer sein, denen man den Segen mit teils massiven Zuzahlungen auf’s Auge drückt.

Das Problem ist dabei, dass man hierfür die Leitungsnetze entsprechend der im Extremfall zu erwartenden Strommengen überdimensionieren muss. Während für das bereits angesprochene 1-MW-Motorkraftwerk eine Leitung mit einer Transportkapazität von 1 MW völlig ausreichen würde, müsste sie für den Anschluss eines Windparks mit 5,75 MW auch für dessen Maximalkapazität ausgelegt werden, auch wenn im Jahresmittel nur 1 MW Transportkapazität genutzt wird. Anders ausgedrückt: Man muss eine 5,75 MW-Leitung vorsehen, die jedoch statt zu 98,5 % lediglich zu 17,4 % ausgelastet wird. Im Straßenbau entspräche dies dem Bau einer sechsspurigen Autobahn, über die dann im Mittel das Verkehrsaufkommen einer einspurigen Landstraße abgewickelt wird, Bild 3. Noch schlechter sieht es bei Solaranlagen aus, da hier das Verhältnis 1/12 ist. Das entspräche einer 12spurigen Autobahn statt einer Landstraße.

4Bild 3: Stromnetz-Analogie: Wo bei konventionellen Kraftwerken eine einspurige Landstraße reichen würde, müsste man bei Windstrom für die Bewältigung des gleichen Jahresstromaufkommens eine sechsspurige Autobahn vorsehen

Ausbauziele für Deutschland

Um abzuschätzen, wie sich die weitere Entwicklung des EEG in den kommenden Jahren auf die Stromproduktion Deutschlands sowie auf die dortigen Stromnetze auswirken dürfte, gehen wir zunächst von der aktuellen Stromproduktion und von den EE-Planungen der Großen Koalition aus. Als Referenz nehmen wir das Jahr 2013 mit einer Gesamt-Stromproduktion von 629 TWh. Während die Stromerzeugung in Deutschland – außer in Kriegs- und Krisenzeiten – stets zunahm, unterstellen wir einmal, dass die aktuellen Sparbemühungen zu einem „Einfrieren“ des Stromverbrauchs auf dem Niveau des Jahres 2013 führen werden. Da die Politik jedoch den Autoverkehr auf elektrische Antriebe umstellen will, muss der hierfür benötigte Strom zusätzlich erzeugt werden. Für 2015 sind 1 Mio. Elektrofahrzeuge geplant, während bis 2050 die gesamte PKW-Flotte von heute rund 44 Mio. Fahrzeugen durch Stromschlucker ersetzt sein soll. Aufgrund dieses zusätzlichen Verbrauchs ergäbe sich dann für 2050 eine Stromerzeugung von 759 TWh. Für 2050 plant die große Koalition einen EE-Anteil an der Stromproduktion von 80 %. Noch weiter gehen Grüne, WWF, Greenpeace und die evangelische Kirche, die 100 % EE-Anteil fordern.

Setzt man die obigen Zahlen um, so lassen sich für die Stromproduktion aus EE-Quellen folgende Zielvorgaben errechnen:

Jahr 2050:   TWh
Wind Onshore (erforderl. Kapazität 288100 MW, Nutzungsgrad 17,4%)      439,1
Wind Offshore (erforderl. Kapazität  36010 MW, Nutzungsgrad 34,8%)   109,8
Solar (erforderl. Kapazität 52000 MW, Nutzungsgrad 8,3%)   37,8
Wasser (Kapazität 4300 MW)   20,5
Jahr 2050 bei 100 % EE-Erzeugung (Forderung ev. Kirchentag)   TWh
Wind Onshore (erforderl. Kapazität 367800 MW, Nutzungsgrad 17,4%)    560,6
Wind Offshore (erforderl. Kapazität 46000 MW, Nutzungsgrad 34,8%)   140,1
Solar (erforderl. Kapazität 52000 MW, Nutzungsgrad 8,3%)     37,8
Wasser (Kapazität 4300 MW)   20,5

Diesen Zahlen liegen folgende Annahmen zugrunde: Die Produktion von Strom aus Wasserkraft wird sich in Deutschland kaum noch steigern lassen. Auch der Erzeugung von Strom aus Getreide – vornehm als Biogas bezeichnet – dürfte wegen der Amoralität dieses Tuns in einer hungrigen Welt (man braucht sich nur zu fragen, warum so viele Bootsflüchtlinge auf dem Mittelmeer ihr Leben riskieren) kaum noch großes Wachstum beschieden sein. Und bei Fotovoltaik ist ein Deckel von 52000 MW geplant. Alle künftigen Steigerungen der Erzeugung von EE-Strom können daher im Prinzip fast nur noch durch Ausbau der Windenergie erfolgen. Blieben von den EE-Erzeugern theoretisch also noch Müllverbrennungsanlagen (5,2 TWh in 2013) und Getreidegasanlagen (42,6 TWh in 2013), die parallel zu den Wind- und Solaranlagen einspeisen. Aus naheliegenden Gründen dürfte ihr Anteil in den kommenden Jahrzehnten jedoch gegen Null tendieren, da alle heute existierenden Anlagen bis 2050 aus der Förderung herausfallen und neue Anlagen wohl kaum noch errichtet werden. Die heute noch existierenden Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen dürften bis 2050 wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit vom Markt verschwunden sein.

Auswirkungen auf die Stromproduktion

Um die konkreten Auswirkungen des beschlossenen Ausbaus von Wind- und Solarstromerzeugung im Jahre 2050 zu veranschaulichen, wurden die realen Zahlen der Stromproduktion des Dezembers 2013 in viertelstündlicher Auflösung zugrunde gelegt. Dann wurden sowohl die vollständige Netzlast als auch die zu erwartende Leistungsbereitstellung durch Wind- und Solarkraftwerke mit Hilfe der oben aufgeführten Zahlen umgerechnet. Bild 4 zeigt die entsprechenden Werte für die Netzlast (entspricht in etwa dem inländischen Verbrauch) sowie für die Summenleistung von Wind- und Solarenergieanlagen plus Wasserkraft. Der Spitzenwert liegt bei 296000 MW.

4Bild 4: Projektion der Netzlast (dunkelblau) sowie der kumulierten Leistung von Wind-und Solarstromanlagen im Dezember 2050

Wer beim Blick auf diese Darstellung jetzt annimmt, man könne angesichts der großen Mengen an EE-Strom die Kapazität der konventionellen Kraftwerke stark reduzieren, den wird ein Blick auf Bild 5 enttäuschen. Trotz der riesigen Kapazitäten von Wind- und Solarenergieanlagen gibt es weiterhin zahlreiche kürzere oder auch längere Zeiträume, wo konventionelle Kraftwerke einspringen müssen, weil die Produktion von EE-Strom nicht ausreicht, um Deutschland zu versorgen. In der Spitze müssen konventionelle Kraftwerke bis zu 61000 MW Leistung bereitstellen, damit die Stromversorgung gesichert bleibt. Darüber hinaus müssen zahlreiche Kohle- und Gaskraftwerke sogar kontinuierlich am Netz bleiben, um die Mindestleistung von etwa 28000 MW zu sichern, die benötigt wird, um die zur Stabilisierung des Netzes erforderliche Regelleistung darstellen zu können.

5Bild 5: Im fiktiven Dezember 2050 benötigte Leistung aus konventionellen Kraftwerken: Rot für die Tage, an denen die Produktion aus EE-Quellen nicht zur Deckung der Netzlast ausreicht, und blau die zur Aufrechterhaltung der Netzsicherheit erforderliche Mindestleistung

Auswirkung auf die Netze

Würde der Ausbau der Stromproduktion aus sogenannten „Erneuerbaren Energien“ entsprechend der bisherigen Planungen konsequent umgesetzt, so hätte dies erhebliche Konsequenzen auch im Bereich der Hochspannungs-Übertragungsnetze für den erzeugten elektrischen Strom. Charakteristisch für die aktuelle Situation ist die weitgehende Planlosigkeit, mit der offensichtlich agiert wird. Grund hierfür ist sicherlich auch die Tatsache, dass sich bisher keinerlei vertretbare großtechnische Lösung für die Speicherproblematik abzeichnet. Deshalb werden bezüglich der Leitungsnetze zurzeit nur kleinere Lückenfüller wie „SüdLink“ projektiert, mit denen man die auf uns zurollende Erzeugungswelle auf keinen Fall bewältigen kann. Dies zeigt ein Blick auf Bild 6 mit der Simulation der gesamten Erzeugungsleistung des Dezembers einschließlich der Produktion der nach wie vor unverzichtbaren konventionellen Kraftwerke.

6Bild 6: Im Dezember 2050 würde die maximale Einspeiseleistung bei weiterer Fortführung der Pläne der Bundesregierung bis zu 319600 MW erreichen

In der Spitze – d.h. bei günstigen Wetterverhältnissen und einer auf die Sicherheitsreserve reduzierten Leistung der konventionellen Kraftwerke – würden bis zu 319600 MW an elektrischer Leistung eingespeist – das ist um den Faktor 3,76 Mal mehr als die 85000 MW an gesicherter Leistung, für die unser Stromversorgungssystem einschließlich der Leitungsnetze ausgelegt ist. Anders ausgedrückt: Wo heute eine Hochspannungsleitung verläuft, dürften es bis 2050 vier sein, Bild 7.

7Bild 7: Wo heute nur eine Stromleitung verläuft, könnten es in einigen Jahrzehnten vier sein

Egal ob man diesen Strom jetzt in „Wunderspeicher“ einlagert, die irgendwelche grünen Genies bis dahin noch „mal eben schnell“ erfinden müssen, oder ob man vorhat, damit die Energiewirtschaft diverser Nachbarländer zu beglücken: Diesem massiven Überangebot wäre unser heutiges Übertragungsnetz nicht im Entferntesten gewachsen. Man kann grob über den Daumen schätzen, dass unser Netz für die Bewältigung dieser Strommengen um den oben errechneten Faktor erweitert werden müsste. Ausgehend von der heutigen Länge von rund 38000 km müsste demnach ein Ausbau um 104900 km auf eine Gesamtlänge von 142900 km erfolgen. Bezüglich der Kosten kann man in erster Näherung von dem aktuell veranschlagten Aufwand von bis zu 10 Mrd. € für die rund 800 km lange „SüdLink“-Trasse ausgehen, die dereinst Windstrom von der Nord- und Ostsee nach Grafenrheinfeld transportieren soll. Dabei kann dieser Ansatz noch als konservativ eingestuft werden, wenn man sich das Ausmaß der Kostenüberschreitungen ansieht, die bei Großprojekten wie Stuttgart 21, der Elbphilharmonie oder dem BER-Flughafen die Regel zu sein scheinen. Rechnet man diesen Wert auf die genannten 104900 km hoch, so landet man bei Investitionskosten von etwa 1311 Mrd. € – nur allein für den bis 2050 voraussichtlich erforderlichen Ausbau des Stromnetzes.

Sind „100 % EE“ tatsächlich machbar?

Eine interessante Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist die nach der angeblich möglichen Vollversorgung mit EE-Strom, eine Position, die von diversen politischen Kräften sowie von der Evangelischen Kirche vertreten wird. Auch dieses Szenario lässt sich am Beispiel des Dezembers 2050 durchrechnen. Voraussetzung hierfür ist die Annahme, dass ein „grüner“ Wundereffekt, auf den bisher noch kein Ingenieur gekommen ist, die Stabilisierung des Netzes auch ohne die Stützfunktion konventioneller Kraftwerke bewirken wird. Das vom Übertragungsnetz in diesem Fall zu bewältigende Leistungsangebot von bis zu 376000 MW zeigt Bild 8. Bei diesem Szenario müsste man die Netze um den Faktor 4,4 auf 168000 km erweitern. Dafür wären 1625 Mrd. € aufzubringen.

8Bild 8: Gesamtleistung von Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen im Dezember 2050 bei 100 % EE-Anteil. Die Netzlast (dunkelblau) verdeutlicht, wo dennoch konventionelle Kraftwerke einspringen müssten

Vollends zweifelhaft werden Sprüche wie „100 % Erneuerbare Energien sind schon heute machbar“, wenn man sich ansieht, wie häufig trotz der Installation von rund 465000 MW Wind- und Solarkraftwerken deren tatsächliche Produktion so niedrig ausfällt, dass ungeachtet der vorhandenen 4300 MW Wasserkraft zusätzlich noch bis zu 58000 MW konventioneller Kraftwerksleistung erforderlich werden, damit die Lichter in Deutschland nicht ausgehen, Bild 9. In diesem Zusammenhang sei noch sei angemerkt, dass die aktuell installierte Pumpspeicherkapazität zwar bei etwa 7000 MW liegt, aber maximal nur für wenige Stunden zur Verfügung stünde.

9Bild 9: Trotz „100 % EE“ wird im Dezember 2050 der Einsatz konventioneller Kraftwerke mit einer Leistung bis zu 58000 MW erforderlich

Schlichtes Fazit selbst für Laien mit einem Minimum an Verständnis für technische Zusammenhänge: Die Energiewende kann so wie geplant nicht funktionieren, sowohl aus technischen wie auch aus finanziellen Gründen. Vor diesem Hintergrund offenbart das ganze Gerede von der „Energiewende“ und vor allem von den angeblich möglichen „100 % Erneuerbaren“ seinen wahren Kern: Ignoranz gegenüber den Gesetzmäßigkeiten moderner Technologie und maschinenstürmerische Lust an der Zerstörung der Grundlagen unserer Gesellschaft. Letzteres läuft auf Massenmord hinaus, denn ohne moderne technische Zivilisation könnte Deutschland keine 80 Mio. Menschen ernähren, kleiden, wärmen und vor Krankheit schützen. Es sei jedem unbenommen, zurück zur Natur zu gehen und als Eremit in die Wälder zu ziehen oder auf die Säule eines griechischen Tempels oder wohin auch immer. Aber als Heilsweg für die Masse unserer Bevölkerung taugen solche Vorstellungen einfach nicht.