Eine kritische Auseinandersetzung mit Windenergie in der Schweiz
02:15 - So 5 September, 2010 |  RSS:
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Der Mythos der “kleinen Schritte”

Ein Buch, das jedem den notwendingen Wandel verständlich macht

David JC MacKay ist der Autor des beliebten Buches “Sustainable Energy – without the hot air”. Die deutsche Übersetzung “Nachhaltige Energiegewinnung – ohne die heisse Luft” sollte jedem Politiker der Schweiz als Pflichtstoff neben das Nachttischchen gelegt werden. Es erklärt völlig emotionslos, wie sich das mit der erneuerbaren Energie wirklich verhält. Die Lektüre bringt jeden normal denkenden Menschen zum grübeln. Grübeln über die verworrene Situation in der wir uns in Europa befinden, weil Politiker und der Durchschnittsbürger keine Ahnung haben, wie Energie verbraucht, geschweige denn, wie sie produziert und noch weniger, wie sich das Ganze zusammen auf unser Leben auswirkt. Eine Erkenntnis daraus ist, das die kleinen Schritte (jedes Lüftchen mit einem Windrad nutzen, jedes Bächlein stauen und daraus Strom pressen, jede Trinkwasserleitung noch mit einer Pelton-Turbine ausstatten) auch nur eine kleine Wirkung haben. Hier ein Muster der Essenz dieses Buches:

Wir sollten uns keine Illusionen machen. Um unser Ziel, den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen, zu erreichen, müssen unsere Reduktionen im Verbrauch und unsere Zuwächse im Angebot groß sein. Lassen Sie sich nicht fehlleiten vom Mythos „Jeder kleine Schritt zählt“. Wenn jeder einen kleinen Schritt macht, werden wir auch nur einen kleinen Schritt vorwärtskommen. Wir müssen viel tun. Was erforderlich ist, sind große Veränderungen im Verbrauch und in der Versorgung.

Grosse Veränderungen sind nötig – auch in der Schweiz

Zuerst muss man den Grünen hierzulande mal klar machen, was Effizienz heisst. Der Aufwand nämlich, den man hier betreiben will, um diese ja offenbar nicht sehr sinnvollen kleinen Schritte durchzuführen, sind alles andere als effizient. Konkret ist es einfach nicht sinnvoll, CHF 5.5 Mio in ein im Mittelland völlig unpassendes Windrad zu stecken, das auf einem weit herum sichtbaren Hügel steht, wenn mit dem gleichen Geld ein Vielfaches an Wirkung realisiert werden könnte. Insbesondere, wenn solche Investitionen nur deshalb getätigt werden, wenn der Staat diesen Unsinn auch noch massiv subventioniert.

15’000 Liter Diesel nur für ein Windrad

Auf dem betroffenen Heitersberg – hier gibt es so ein Projekt, dass bei vielen Leuten als wichtiges “Signal für den bewussten Umgang mit Energie” verstanden wird – muss man für die Aushub- und Transportfahrzeuge (Bagger, Schwertransporte, Riesenkranen, Pneulader usw.) einen Dieselverbrauch von rund 15’000 Litern veranschlagen. Die Bauteile werden mit mehreren Schwertransportern unter starker Behinderung des Privatverkehrs von Norddeutschland bis hierher gekarrt. Das lokale Strassennetz erfährt massive Schäden durch die schwergewichtigen Fahrzeuge, wo der Achsdruck eines einzigen Rades schon mal 20 Tonnen (auf einen Achtel m2!) betragen kann. Während Wochen fahren diese Schwergewichte der Strasse rauschend und brummend durch ein Dörfchen mit gerade mal 100 Einwohnern, verschwinden dann im Naherholungsgebiet auf den Wiesen des Heitersbergs, wo die Feldwege so schwach sind, dass man extra ein temporäres Fundament aufschütten muss, damit die Fahrzeuge nicht steckenbleiben. Alles nur deshalb, weil es tatsächlich Leute gibt, die damit ein “Signal für den bewussten Umgang mit Energie” setzen wollen. Das Signal dürfte nicht von allen gleich verstanden werden.

Mit 5m/s Wind für eine bessere Welt

Wenn man mit Mitarbeitern der grossen Windradhersteller spricht, lassen diese schon mal schmunzelnd durchblicken, dass man die Schweizer nicht ganz verstehen kann. Mit 5 oder 6m/s Wind ein topmodernes Windrad aufzustellen, das eigentlich für eine mittlere Windgeschwindigkeit von 8.5m/s Wind gebaut wurde, ist aus der Sicht eines nach dem Effizienzprinzip arbeitenden Ingenieurs schlecht denkbar. Würden Wasser- oder Kernkraftwerke nach solchen Kriterien gebaut, würden ALLE die Köpfe schütteln und die Planer solcher Projekte müssten sich scharfer Kritik erwehren.

Naturschäden sind ok, wenn man damit die Natur schützt, oder?

Bei grüner Energieproduktion scheint alles anders. Die paar Fledermäuse, deren Lungen lustig platzend davonfliegen oder die schwungvoll auf den Boden spritzenden Vögel lassen selbst Mitglieder der Pro Natura kalt. Es geht um die Rettung der Welt! Da muss man doch nicht so pingelig sein und ein paar geschundene Tiere über eine grosse Sache stellen!

Das wäre aus menschlich-unmenschlicher Sicht ja noch nachvollziehbar, wenn es sich mit der Rettung der Welt wirklich so verhalten würde. Aber Windräder in der windarmen Schweiz und Rinnsale als Wasserkraftwerklein sind eben nicht wirklich das, was notwendig wäre, um die Energiewende herbeizuführen.

Die wirklich grossen Dinge

Der grösste Teil unseres Gesamtenergieverbrauchs geht auf Kosten der Gebäudebeheizung. Hier muss man ansetzen, um die grossen Schritte zu tun. Der Kanton Aargau hat ein modernes Energiegesetz aufgegleist, dass unter anderem genau hier ansetzt. Für Gebäudeisolation werden denn auch einmalige staatliche Zuschüsse verteilt. Das Konzept “Energie einsparen” bedeutet auf der ausführenden Seite auch “Energieverlust verhindern”. Nicht benötigte Energie bedeutet aber auch weniger CO2 und verhindert den Energieverlust durch Transport oder Speicherung.

Ein grosser Anteil des Energieverbrauchs kommt auch auf unsere Mobilität. Auch wenn man mit öffentlichen Verkehrsmitteln total grün unterwegs ist, man benötigt dafür trotzdem Energie. Mit dem privaten Fahrzeug erst recht. Jede verhinderte oder optimierte Mobilität heisst: Energie eingespart! Der öffentliche Verkehr könnte aber nur Energie einsparen, wenn die Fahrpläne nicht verdichtet – sondern im Gegenteil stark ausgedünnt würden. Ist es denn wirklich notwendig, dass jede Viertelstunde ein halbleerer Bus fährt, wenn der gleiche Bus nach einer halben Stunde zu 2/3 besetzt wäre? Das fünfplätzige Auto fährt auch effizienter, wenn nicht nur eine Person damit zur Arbeit fährt.

Mit dem Preis EINES Windrades auf dem Heitersberg könnte man 180 Dächer mit je 16 m2 Solarpanels bestücken (Wärmegewinnung aus Sonnenlicht). Diese Warmwassergewinnung für Heizung und Warmwasserverbrauch würde damit den gesamten Stromverbrauch des Boilers eliminieren (in unserem Haus ist das immerhin 2 MWh pro Jahr). Praktisch wartungsfrei und mit einer Lebenserwartung von 40 Jahren notabene! Ein Windrad dreht und steht gerade mal 25 Jahre und benötigt dafür alle 3 Monate einen Service! Die Effizienz eines Windrades erreicht in der Schweiz gerade mal 15%. Diejenige einer Solaranlage (Warmwasser) mindestens 70%.

Was würden sie wählen? Bezahlen tun sie nämlich Beides. Die Windkraftanlage mit dem Strompreis. Die Solaranlage gehört ihnen aber von anfang an selber. Und diese macht weder Lärm noch Schattenwurf, noch tötet sie auch nur einen einzigen Vogel!

Grosse Dinge sind auch der Ausbau unserer Speicherseen – das Juwel unserer Stromversorgung. Denn dafür beneidet uns ganz Europa! Sind ein paar seltene Arvenbäumchen wirklich wichtiger, als die Landschaft des Jura oder des gesamten Mittellandes?

Dezentrale Stromversorgung – Eine Anleitung zum Bau eines ineffizienten Systems

Wie schon gesagt, kleine Schritte lassen uns auch nur ein klein wenig weiterkommen. Und sie sind per Definition ineffizient. Dezentral produzierte Energie wird durch das Stromnetz wieder “zentralisiert”. Alle Vorteile der Produktion vor Ort werden durch das Netz wieder aufgehoben. Immense technische und logistische Vorkehrungen müssen getroffen werden, damit so ein Netzwerk stabil betrieben werden kann. Das ist eine Freude für alle, die an diesem Netz bauen dürfen. Diejenigen, die das bezahlen, dürften sich weniger freuen. So ein Netz ist nicht bezahlbar. Wenn es mit viel Aufwand gebaut wurde, kommen schon die ersten Wartungsarbeiten, die sich logischerweise ohne Unterbruch aneinanderreihen und die Kosten trotz Amortisation hoch halten. Mit dieser instrumentalisierten Verteuerung des Stroms wollen raffinierte aber kurzsichtige Politiker ein Umdenken herbeizwingen. Den Stromverbrauch über den Preis zu reduzieren ist typisch zentralistisches planwirtschaftliches Denken der linken und grünen Theoretiker. Einzelne bürgerliche Politiker machen blind mit, weil sie sich damit ein schönes grünes Mäntelchen anziehen können – die typische Stimmenfängerei der politischen Pragmatiker!

In der Praxis ist es dann aber so, dass sich der Stromkunde nach besseren Lösungen umsieht und sie spätestens dann finden wird, wenn ein tauglicher Stromspeicher für Einzelgebäude erhältlich ist. Denn es ist jetzt schon theoretisch möglich, mit Photovoltaik und Solarwärme ein Einzelhaus Energieautark zu betreiben. Zur Praxis fehlt nur noch der intensiv erforschte chemische Speicher für den überschüssigen Strom. Die grossen, teuren “Smart Grids” werden dann wegen extremer Überkapazitäten sinnlos in der Landschaft herumstehen. Den Volkswirtschaften kosten sie beim Abbruch noch einmal ein hübsches Sümmchen.

Ein Wunsch an die Politiker

Also, wenn sie eine Politikerin oder ein Politiker sind, die/der wirklich etwas mehr als warme Luft bewegen will: Machen sie sich doch bitte erst einmal schlau und seien sie skeptisch, wenn sie wieder mal hören, dass jemand ein “Signal” oder ein “Zeichen” setzen will. Achten sie auch auf das Wort “Vision”. Es könnte wieder einmal die Falsche gewesen sein.

Ein Wunsch an die Mitbevölkerung

Achten sie auf die gleichen Schalmeienklänge wie die Politiker – und lesen sie doch mal ein Buch, dass sie hundert mal weiter bringt als nur eine einzige Sendung “Wetten – dass?”

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Fachtagung “Windstrom, natürlich.”

Die Fachtagung stand unter dem Thema “Dialog zwischen Windkraft und Natur”. Die gewählte Strategie der ProNatura Schweiz ist “Retten, was zu retten ist”. Dafür ist sie bereit, mit der Suisse Eole praktisch jeden Deal einzugehen, den man sich nur vorstellen kann. Es ist die Strategie eines Gefolterten, der seine Pein nun endlich los sein will, koste es, was es wolle. Dass diese Strategie in eine komplette Vereinnahmung der ProNatura Schweiz durch die Windradlobby führen musste, war schon lange klar. Noch an der letzten Delegiertenversammlung haben ein paar kantonale Sektionen der ProNatura diesen Weg kritisiert. Offenbar vergebens.

Die jetzt durchgeführte Fachtagung war thematisch und ideologisch bereits klar abgesteckt. Das Wort “Dialog” wurde nur noch für eine schleichende Annäherung zwischen Suisse Eole und ProNatura verstanden. Eine Opposition GEGEN den unkontrollierten Bau von Windkraftanlagen wurde im Keim erstickt. Der kümmerliche Rest der “Sieben Aufrechten” konnten eigentlich nur noch das Fähnlein einziehen und zusehen, wie sich eine einst angesehene Naturschutzorganisation für den faulen Kompromiss prostituiert.

Die am 31. August im ehrwürdigen Rathaus Bern durchgeführte Tagung hat aber auch einige wertvolle Beiträge erlebt. Zu erwähnen ist hier der Vortrag von Fränzi Korner-Nievergeld, eine ausgewiesene Biologin, die zum Thema Fledermäuse einen Vortrag auf europäischem Niveau gehalten hat.

Kollateralschäden sind akzeptabel – man muss sie nur wissenschaftlich umschreiben!

Sie weist nach, dass mit verschiedenen Verfahren das Schlagrisiko für Fledermäuse stark gemindert werden kann. Mit einem mathematisch ausgeklügelten Verfahren werden die Windkraftwerke so gesteuert, dass sie beim grössten Schlagrisiko den Betrieb einstellen. Der leidige Kompromiss zwischen Betriebsgewinn und Tötung von Fledermäusen hat einen etwas skurrilen Kollateralschaden von “akzeptierbaren” zwei  toten Fledermäusen pro Jahr und WKA ergeben.

In Rudolf Rechsteiners erträumtem Wind-Europa sind das – man muss sich das vorstellen – Drei Millionen und Vierhunderttausend Fledermäuse pro Jahr. In Zahlen: 3’400’000. Und auch das nur, wenn diese fantastische Schutzvorrichtung überhaupt angewendet wird. Denn wird sie NICHT angewendet, steigt diese Zahl sofort auf das Zehnfache! Auch wenn man diese Windfantasieen nicht in die Realität bringen kann, sind das immer noch zwei Fledermäuse ZU VIEL, wenn man an den fehlenden Nutzen solcher Technik denkt.

Wer jetzt das Gefühl hat, dass diese Aussage ein Murmeln oder wenigstens das eine oder andere Räuspern im ehrwürdigen Saal provoziert hätte, der irrt sich gewaltig. Die Umweltschützer nahmen das Todesurteil für manchen Abendsegler still zur Kenntnis. Die auch anwesenden Windbauern haben bei diesem hervorragenden Vortrag sowieso nur die Worte “Abschaltung” und “Betriebsausfall” gehört.

Intelligente Netze für den teuren Traum einiger Spinner

Erwähnenswert ist auch der Vortrag von Andrew Paice, ABB. Seinen Ausführungen zu theoretischen, geplanten und teilweise schon umgesetzten Lösungen zum Thema Smart Grid, also die intelligente Verteilung von Strom aus dezentralen Produktionsanlagen, war sehr interessant. Was dabei leider gefehlt hat, ist die Kostenschätzung solcher Lösungen. Solche Netze sind nicht gratis zu haben. Es müssen Billiarden von Euro für die Planung, den Bau und auch den Unterhalt aufgewendet werden. Dies führt über kurz oder lang zum von den Grünen herbeigewünschten Ziel einer massiven Stromverteuerung. Ob die Bevölkerung und die Wirtschaft hierzu oppositionslos Hand bieten werden, ist mehr als fraglich. Den Lieferanten des “Smart Grid” ist es auf jeden Fall recht.

Man ist DAFÜR, aber warum eigentlich?

Die Vorträge der opponierenden Gruppen innerhalb der Pro Natura waren leider etwas mutlos. Es zeigt sich, dass der alte Geist der Antiatombewegung immer noch der Leitgedanke der basler Zentrale der wichtigsten Umweltorganisation darstellt. Man lässt lieber kollektiv die Hosen herunter, als dass man einer umweltzerstörerischen Windradlobby endlich berechtigterweise die Stirn bietet.

Einbahnfragen erlaubt

Um den Schein eines echten Dialogs aufkommen zu lassen, konnte man des öftern Fragen stellen. Für die Beantwortung der Frage nach dem Nutzen von Windkraftanwerken  für die Natur konnte niemand antworten. Sie hätte vielleicht den notwendigen Paradigmenwechsel einläuten können. Die Frage nach dem Nachweis der CO2 – Reduktion wurde vom Geschäftsführer der Suisse Eole etwas schlacksig und mit einem leicht ärgerlichen Unterton kommentiert:

“Es gibt viele Dokumente, die das belegen, sie wissen das Herr Merkli!”

Die Antwort erinnerte mich spontan an repetitiv wiederholte Äusserungen des Hauptmediums im Aargau, das zur Qualität des Windes in der Schweiz mit der Floskel “es hat genug Wind” der demokratischen Verpflichtung nach Informationsverteilung nachkommt.

Damit war das Thema abgeschlossen, denn der Geschäftsführer der Suisse Eole musste solche Aussagen noch nie belegen. Er weiss sich in der Gnade des Glaubens einer treuen, von diesem Glauben finanziell abhängigen Anhängerschaft. Der “Zentralrat” hat zwei Wochen vor dem Anlass auf die Beweisführung der marginalen CO2 Wirkung verzichtet. An dieser Fachtagung sagt der Zentralsekretär der Pro Natura dazu lediglich noch:

Herr Rigassi hat die richtigen Zahlen …

Am Schluss der Gipfel

Wie bei jedem gut arrangierten Gericht wurde auch an diesem Anlass der Dessert am Schluss präsentiert. Geri Müller, er muss hier namentlich erwähnt werden, weil er doch Bundesratskandidat und Goalie beim FC Nationalrat ist, durfte den Schlusspunkt mit einer zugegebenermassen abwechslungsreichen und interessanten Schlussrede halten. Er war als “Schiedsrichter” der Tagung anwesend und hat gut aufgepasst, was die Opposition nicht hat sagen dürfen. Immerhin nahm er die Kardinalsfrage des Böfei auf und hat sie stellvertretend für die Pro Natura beantwortet, oder besser gesagt, “in Nichts aufgelöst”:

Ich glaube es ist NICHT die Frage, ob Windkraft der Natur etwas bringt, sondern …

Und nun folgen die Floskeln aus “Grün gewinnt”, die übliche Angstmacherei mit Peak-Oil, drohenden Resourcenkriegen, ausgehendes Uran, der schon bei der Drucklegung veralteten Broschüre der Energiestiftung zum Thema Energie und all dem anderen, durch jeden Fünftklässler widerlegbaren Blödsinn, der nur deshalb immer wieder herangezogen werden muss, weil der Atomkraftgegner keine sinnvollen Argumente gegen den Böfei findet. Das Prinzip “Glauben macht selig” wird diesen Typus Politiker immer wieder zu mentalen Höchstleistungen des theoretischen Gegackers führen.
Im Hühnerstall wird währenddessen euphorisch genickt und Geklatscht. Der ehrwürdige Saal verwandelte sich an diesem 31. August 2010 in einen denkfreien Raum.

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Die leeren Sprüche einer gelebten Wahnvorstellung über Windkraft in der Schweiz

Im Frühjahr 2010 hat sich die AEW dazu durchgerungen, eine Umfrage zum Thema “Können Sie sich einen Windpark im Aargau vorstellen?” duchzuführen. In einem internen Schreiben, wurden die Mitglieder und Freunde der lokalen Windkraftfanatiker der IG WIND plus aufgefordert, fleissig mitzumachen. Hier sehen Sie das Ergebnis nach Abschluss der Umfrage nach 2-3 Tagen:

Im Einzugsbereich der AEW sind demnach gemäss einer aktuellen Umfrage lediglich knapp 30% der Antwortenden bereit, sich einen Windpark gedanklich vorzustellen. Fast 70 % können sich das NICHT vorstellen. Zufall?

So geht es schon das ganze Jahr …

In der “Sondage” der Zeitschrift “l’Illustré” zeigt eine eindeutig formulierte Umfrage noch klarere Ergebnisse:

Ähnliche Umfragen im Frühling 2010 in der Romandie ergaben noch eine maximale Zustimmung von 50%. Dies alles mit einer seit mehreren Jahren laufenden, staatlich subventionierten Desinformationkampagne des BFE und der gleichgeschalteten Suisse Eole mit dem Namen “Akzeptanzförderung für Windkraftnutzung”, die den Steuerzahler mindestens 1.58 Mio Franken kostet.

Nachdem sich der Geschäftsleiter des Stromkonzerns AXPO, Henz Karrer, zum wiederholten Mal in der AZ vom 16. August 2010 zu Windkraft  kritisch geäussert hat, wurde er erwartungsgemäss von der bekannten Windradlobbyistin und Initiantin des Windparks Heitersberg zurückgepfiffen:

Irrtum, Herr Karrer! 89 Prozent der Schweizer Bevölkerung lehnen eine “Windturbine vor dem Haus” nicht ab. Sie ist leise, schön und zeugt von fortschrittlicher Kultur

Es ist nicht bekannt, ob Herr Karrer ob solch objektiver Berichtigung eher zum Schmunzeln oder zum Nachdenken angeregt wurde. Er könnte sich zum Beispiel an einen Marktschreier in Mumbai erinnert haben, der die alten, rostigen und unscharfen Messer mit wunderbaren Adjektiven an den Mann zu bringen versucht.

Die Realität zeigt ein ganz anderes Bild

Im Weiler Sennhof, wo diese wunderschöne Anlage geplant ist, äussern sich 80% klar GEGEN den Bau. In Saint Brais steht man bald vor einem offenen Konflikt, weil die “schönen und ruhigen” Anlagen einen unausstehlichen Lärm und bereits auch die ersten pathologischen Folgen zeitigen.

Da die Initiantin des drohenden Windpark Heitersberg sicher ist, dass praktisch niemand etwas “gegen Windräder vor dem Haus” hat, sollte sie mit gutem Beispiel vorangehen und auf der Wiese der “Chlosterschüür” in Remetschwil so eine Anlage aufstellen. Die Nachbarn werden ihr vielleicht auf die Schultern klopfen und sagen: Endlich etwas Kultur in diesem verschlafenen Nest!”

Ist den Menschen die Landschaft egal?

Es gibt dazu nicht allzu viele Umfragen. Die aktuellste wurde am 3. September 2010 auf “arcinfo.ch” durchgeführt. Hier zeigt sich wie immer nicht repräsentativ aber eindrücklich, dass die Menschen sehr wohl bemerken, dass die Windradlobby die Zerstörung der Landschaft plant.

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Solidarité… avec Saint Brais

Pascale Hoffmeyer, Saint Brais, 18ème Août 2010

J’envoie ce message à tous les contacts:

Depuis samedi les éoliennes de Saint-Brais tournent à plein régime. Si  l’on passe la journée à la maison, la situation devient très pénible:
Maux de tête, de nuque, tension, palpitations. Philippe, Maude et moi-même sommes touchés par ces symptômes. Nous nous retrouvons exactement dans la même situation qu’il y a trois mois lorsqu’elles tournaient régulièrement. La situation de notre appartement fait que ces machines tournent devant nos fenêtres et percutent les murs de notre maison.  Nous sommes fatigués. J’ai écris 5 fois à ADEV. Mais ils ne baissent pas le régime de leurs moulin à fric, sûrement pour rattraper les semaines calmes d’avant.

J’ai un service à vous demander: Puisque ADEV, et Monsieur Appenzeller, ne répondent plus à nos messages et n’interviennent pas comme promis lorsque le bruit est trop pénible, je vous demande de leur envoyer chacun un message de protestation et de solidarité à notre égard. Et vous,  les habitants de Saint-Brais, un message pour les prier de ralentir leurs machines.

Ce serait vraiment sympa et cela leur montrerait que nous ne sommes pas seuls à nous plaindre comme il l’ont dit à la presse.

andreas.appenzeller@adev.ch

Merci…
Pascale

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Aufruf zur Solidarität gegen den Lärm der Windräder von Saint Brais

Pascale Hoffmeyer, Saint Brais, 18. August 2010:

Ich versende diese Mitteilung an alle meine Kontakte:

Seit Samstag drehen die Windräder von Saint Brais wieder mit voller Geschwindigkeit. Wenn man den Tag zu Hause verbringt, wird die Situation schwierig. Kopfschmerzen, innere Unruhe und Herzklopfen plagen uns. Meine Kinder Philippe und Maude und ich selber sind betroffen von diesen Symptomen. Wir befinden uns in der exakt gleichen Situation wie vor drei Monaten, als die Rotoren im Normalbetrieb gearbeitet haben (Anm. des Übersetzers: Die ADEV hat auf die ersten Reklamationen wegen Lärms mit einer Reduktion der Drehzahlen reagiert).

Die Situation unserer Wohnung ist so, dass die Windräder direkt vor unseren Fenstern drehen. Man hat das Gefühl, die Rotoren würden in unsere Hausmauer prallen.  Wir sind müde. Ich habe der ADEV in der Zwischenzeit schon fünf mal geschrieben. Aber sie wollen die Windräder nicht länger im reduzierten Modus betreiben. Wegen dem Zaster, der ihnen deswegen entgeht. Sicher auch, um die entgangenen Gewinne der ruhigen Wochen mit reduziertem Betrieb wieder reinzubringen.

Ich bitte euch alle um einen Gefallen: Weil die ADEV und im speziellen Herr Andreas Appenzeller uns keine Antwort mehr gibt und entgegen seinen Versprechungen auch gar nichts mehr unternimmt, wenn der Lärm der Windräder unterträglich wird, bitte ich euch, eine Protestnote der Solidarität an diesen Herrn zu senden, damit er uns wieder mehr Beachtung schenkt. Bittet ihn darum, dass er die Rotoren wieder verlangsamt, damit der Lärm wieder erträglicher wird.

andreas.appenzeller@adev.ch

Merci…
Pascale

Das Wind Turbine Syndrome ist erwartungsgemäss in der Schweiz angekommen

Ich habe das unmoralische Verhalten der ADEV bereits mehrmals thematisiert. Die Abstände von Windkraftanlagen zu bewohnten Gebäuden müssen genau aus obigem Grund mindestens 1’500 Meter betragen. Wie von der gesamten offiziellen Schweiz wird das Auftreten der Symptome auch durch die ADEV ignoriert und peinlichst verschwiegen. Die Symptome des Wind Turbine Syndroms sind schon seit bald einem Jahr überall in Europa bekannt. Das hindert die Windradlobby nicht daran, weiterhin auf Abstände zu bestehen, die alle internationalen Erfahrungen mit Füssen treten. Die Studie von Nina Pierpont zum Thema wurde durch uns sogar ins Deutsche übersetzt, damit auch nicht sprachgewandte Windradfanatiker den Stoff aufnehmen können.  Es grenzt an ein Verbrechen an der Menschheit was hier geschieht. Für schnöden Mammon verkauft ein Gemeindepräsident seine gesamte Gemeinde für ein paar lumpige Fränkli. Die hinter diesem Projekt stehenden Basler Politiker und Nationlaräte sollten dafür ins Gefängnis wandern. Der Bundesrat, der diese Schweinerei politisch aufgegleist hat, tritt zum Glück endlich zurück.

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ProNatura Waadt fordert ein Moratorium gegen unüberlegten Bau von Windkraftanlagen

Der Mut, der mafiosen Windradlobby die Stirn zu bieten ist bemerkenswert

Die Vereinigung Pro Natura Waadt fordert den waadtländer Staatsrat zu einem zweijährigen Moratorium gegen den virulenten Bau von Windkraftanlagen in den Höhen des Jura auf. Dazu können wir nur gratulieren! Es braucht einigen Mut, gegen den dümmlichen Mainstream einer völlig desinformierten Bevölkerung und der Politiker anzukämpfen. Langsam aber sicher bemerken die Umweltverbände, wie fatal sich die schleichende Industrialisierung des Jurabogens durch die riesigen Industrieanlagen mit dem unerklärlichen grünen Image auf die Landschaft und die Natur auswirkt.

Der Filz von Politik und Wirtschaft ist enorm

Das hindert die Präsidentin der Grünliberalen Partei des Waadtlands und gleichzeitiges Mitglied der Windradlobbyorganisation “Suisse Eole”, Isabelle Chevalley, nicht daran, diese Forderung als “Leiten von Wasser auf die Mühlen der Atomlobby” zu bezeichnen. Ein typisches Argument, das die Windradlobby immer wieder aus den Annalen der feuchten und modrigen Gruften der Ökofundis hervorklaubt. Ein Ersatz von Kernkraftwerken durch die Windkraft oder auch nur ein sinnvoller Beitrag an das heere Ziel einer erneuerbaren Landesversorgung durch diese teuere und ineffiziente Technologie kann von diesen Leuten nicht im Ansatz bewiesen werden. Es klappt bisher in keinem einzigen Land dieser Welt. Das Funktionieren wird ausschliesslich von Fantasten ohne technische Ahnung oder ihren Waffenbrüdern, den Finanzhaien und vor Gier sabbernden Windradlobbyisten herbeigeredet. Beweisführung: Inexistent!

Die totale Umkehr aller Logik

Stellen wir die Kardinalsfrage: Weshalb werden in JEDEM Land mit massivem Einsatz von Windkrafttechnologie aktuell neue KKW gebaut? Dänemark, Schweden, Spanien, USA, Italien, Deutschland (Renovation und Wiederinbetriebnahme Biblis A und B): Die Liste ist nicht komplett! Aber auf jeden Fall liegt es auf der Hand: Der Einsatz von Windrädern für die Stromerzeugung und die Wirkung dieser “Superlösung” steht offensichtlich im klaren Gegesatz zu den Argumenten der Grünen und Linken dieser Welt!

Die unerklärliche Blödheit des BFE und der Politiker, ein von der Windradmafia sich selber gestecktes Ziel von 600 GWh Windstrom im Jahr 2030 zu fordern, hat die ungewollte Wirkung, dass wir bald ein Gaskraftwerk für die Stabilisierung des durch unzuverlässige Windräder fortschreitend destabilisierten Stromnetzes benötigen (Ausstoss jährlich 500’000 Tonnen CO2). Für den sofortigen Sekundenausgleich müssen wir einen Teil der produzierten Kernstrommenge “an Halde” halten, damit die Kapazität vorhanden ist, wenn die Windräder wieder mal wegen Windmangel schlapp machen. “An Halde” halten heisst hier im Klartext: “Produzieren und sofort verlieren“. Was das mit “grün” zu tun hat, sollte man dringend – in einem Moratorium – wissenschaftlich genau überdenken und dann korrigieren. Den Grünen und Linken sollte es eigentlich schon lange wie Schuppen von den Augen gefallen sein, dass sie auf den Leim einer geld- und machtgierigen Horde von Geschäftemachern gekrochen sind.
Von einem toten Pferd absteigen ist aber offensichtlich schwieriger, als weiterhin grüne und populäre Sprüche zu klopfen.

Michel Bongard, dem Generalsekretär der Pro Natura Waadt muss man dafür danken, dass er und die Pro Natura diesen Weg beschreiten. Es dürfte für die anderen Umweltverbände WWF, BirdLife und Greenpeace je länger je mehr ein Problem werden, ihren Mitgliedern die naturzerstörerische Wirkung dieser Industrieanlagen mitten im Landschaftsschutzgebiet zu erklären. Denn das Argument “Windrad =  grüne Stromproduktion” kann beim besten Willen nicht mehr gelten seit bekannt wurde, dass die Windkraftanlagen wesentlich mehr Nachteile als Vorteile aufzuweisen haben. Den grünen Kopf einfach weiter in den Sand zu stecken ist keine Lösung.

“Erneuerbar” ist nicht immer gut für die Umwelt

Wer alle Formen von “erneuerbarer Energie” einfach in den Topf “Umweltschutz” wirft, vergisst dabei, dass es entscheidende technische Unterschiede zwischen den verschiedenen Lösungen gibt. Windkraft ist in der Schweiz keine sinnvolle Lösung. Weder für die Abschaltung von KKW noch für die Produktion von “grünem Strom”. Diese Wahnvorstellung der selbsternannten Weltretter muss mit viel Aufwand aus den Köpfen einer oberflächlichen Gesellschaft entfernt werden. Im Kanton Waadt ist ein Anfang getan – die restliche Schweiz wird es auch noch erkennen!

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Die europäische Energiepolitik versagt total – und die Schweiz kopiert das fleissig

Die Renovation und Wiederinbetriebnahme der ältesten deutschen Kernkraftblöcke Biblis A und B im März 2010  beweisen eindrücklich das Versagen einer Energiepolitik, die auf Windkraftwerke baut. Die Windradlobby verbreitet trotzdem weiter ungehemmt Erfolgsmeldungen von soundsoviel MW Leistung, die wieder installiert worden seien. Dass der Trend in allen europäischen Ländern mit viel Windenergieanteil in Richtung dem Bau neuer Kernkraftwerke geht, wird von grünen Politikern geflissentlich ignoriert. Die Destabilisierung des europäischen Stromnetzes durch die Windkraftwerke ist markant. Aber die EU – Umweltpolitik fordert weitere Verbesserungen des CO2 Ausstosses durch diese unerklärliche, in den Himmel gelobte Technik. Die rein rechnerische und theoretische Massnahme hat in der Praxis das genaue Gegenteil zur Folge. Weder in Deutschland noch irgend einem anderen europäischen Land wurde dadurch CO2 eingespart. Wegen dem Bau und der Produktion der erneuerbaren Energieinfrastruktur wurden massiv zusäztliche Mengen CO2 emittiert. Das System ist zum reinen Leerlauf mutiert. Viel Aktionismus, mit unerwünschten Folgen für Steuerrzahler und Stromkonsumenten!

Wie die meisten europäischen Staaten hat auch die Schweiz das deutsche EEG (Energie-Einspeise-Gesetz) übernommen. Das Konkurrenzsystem zum einwandfrei funktionierenden CO2 – Zertifikatshandel macht den Erfolg dieser guten Idee komplett zunichte. Das system EEG zusammen mit dem Zertifikatshandel ist schon länger als das eigentliche Problem erkannt worden. Das schweizerische Bundesamt für Energie hat aber zu allem Übel auch noch zwei schwerwiegende Fehler zusätzlich eingebaut, als es die KEV (Kostendeckende Einspeiseverfügung) vom deutschen EEG abgekupfert hat. Eine Anpassung an das EEG übrigens, die in wichtigen Teilen von abhängigen und befangenen Exponenten der Windradlobby stammt, welche im BFE ein- und ausgehen und auch schon mal eine Verordnungsrevision in die Feder der Bundesfunktionäre diktieren dürfen. Die haarsträubenden Details dieser Verordnungen werden wir hier später noch genauer diskutieren.

  • Fehler 1: Die Subvention pro eingespiesene KWh Strom ist viel zu hoch angesetzt worden (20 Rappen). Das hindert die Windradlobby nicht daran, noch höhere Vergütungen herauspressen zu wollen. Selbstverständlich reklamieren sie teurere Gestehungskosten in der Schweiz, sagen allerdings nichts davon, dass das nur vom fehlenden Wind herrührt. Dafür zieht man unbewiesene Arbeits- Gestehungs- und Materialkosten aus dem Zauberkasten der Desinformation.
  • Fehler 2: Die sinnvolle Leistungsforderung des EEG in Form eines minimal zu erreichenden Referenzertrags wurde durch die Verordnung des BFE komplett zweckentfremdet. Die einfachen und übersichtlichen Referenzwerte des EEG, aufgeführt in direkt lesbaren Listen, wurden durch das BFE in eine hochkomplizierte mathematische Formel (Seite 36, Punkt 3.4)  gepackt, die nicht ohne die Zuhilfenahme von mindestens zwei weiteren Dokumenten überhaupt entschlüsselt werden kann! Findet man nun also diese notwendigen Zahlen für die Formel, ergibt der in der Schweiz errechnete Referenzertrag lediglich einen Drittel (10 GWh/5 Jahre) für die exakt gleiche Anlage (Enercon 82), die in Deutschland 30 GWh/5 Jahre liefern muss. Das kommt unter anderem daher, dass in dieser Formel des BFE von einer minimalen Windgeschwindigkeit von 4.5 m/s ausgegangen wird. Ein Wert, der sogar den aktuellen Empfehlungen des BFE widerspricht, die erst ab 5.5 m/s auf 100 Meter über Grund von “wirtschaftlich mit KEV” spricht und interessanterweise dem allerersten Vorschlag der Begleitgruppe für die Erstellung des “Konzept Windenergie Schweiz” aus dem Jahr 2004 entspricht. Dieser Vorschlag wurde von der Windradlobby damals – unter undemokratischen Umständen und unter Mithilfe des Autors – auf 4.5m/s gedrückt, um damit mehr Standorte zu erhalten. Ein Wert, der keinerlei wissenschaftliche Grundlage besitzt und rein politisch festgelegt wurde.

Man beachte: Eine Windkraftanlage des Typs Enercon 82, die wohl modernste Anlage auf dem Markt überhaupt, wurde für eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von 8.5 m/s und eine Windklasse konstruiert, wie sie in der Schweiz praktisch nirgends vorhanden ist. Es gibt in der Schweiz KEINEN evaluierten Standort, der über mehr als 7 m/s Wind verfügt (Gotthard). Schwyberg, Heitersberg, Region Emmental weisen allesamt Windgeschwindigkeiten auf, die sich “zufällig” um den politischen Wert von 5.5 m/s bewegen. Den schweizer Politikern und der gesamten Bevölkerung hat das BFE zusammen mit der Suisse Eole eine fantastische, nur den Investoren und Klimaneurotikern passende KONSTRUKTON einer märchenhaften “Windkraftfähigkeit der Schweiz” aufgetischt.

Windkraftanlagen arbeiten deshalb gerne in der Schweiz. Hier müssen sie nur sehr selten drehen, um den geforderten Referenzertrag zu erreichen. Das ist wie oben erwähnt deshalb, weil 1. das BFE zusammen mit der Windradlobby den systematisch fehlenden Wind in der Schweiz vertuschen will. Und 2. weil diese schweizer Variante des Refernzertrages auch gar nie zur Limitierung einer schwachen Leistung nach unten gedacht war, sondern die Basis einer luschen Ausnahmeregelung darstellt: Wenn die Anlage besonders ineffizient arbeitet, erhöht das BFE die Beiträge des KEV trotz vorgesehener Reduktion nach 5 Jahren Betrieb. Damit werden schlecht planende und windfantasierende Unternehmer dafür belohnt, dass sie in der Planungsphase Behörden und Bevölkerung belogen haben.

Die Formel für die Berechnung des schweizer Referenzertrages ist allerdings dermassen ohne Praxisbezug, dass selbst schlecht laufende Anlagen davon kaum profitieren können. Hier hat sich die Windradlobby selber ein Bein gestellt. Die nächste “Revision” der EnV wird nicht lange auf sich warten lassen. Und sie wird natürlich ganz im Sinne der Windradlobby ausfallen.

Für die Investoren wird alles aus den 20 Rappen rausgeholt

Es gilt als oberstes Ziel: Mit allen Mitteln die bundesrätliche Verordnung zu verwässern und rechtlich zu dehnen. Zum Beispiel die Regelung, dass der gesamte produzierte Strom der Anlage KEV-verrechenbar ist: Der gesamte Betriebsaufwand für die Heizung der Rotorblätter und der betriebliche Stromverbrauch – wen wunderts? – wird davon NICHT abgezogen. Damit wird der europäische Strommix mit Kohle, Gas und Atomstrom, den so ein Windkraftwerk für den Betrieb benötigt – schön grün gewaschen. Das eh schon total unehrliche Verrechnungskonzept des sogenannten “Grünen Stroms” wird dadurch noch etwas schmutziger. Wer für solchen Strom auch noch mehr bezahlt, ist selber blöd. Man ersieht daraus eindrücklich: Diesen Leuten geht es zuletzt um die Produktion von “Grüner Energie”. Das gesamte Regelwerk des KEV ist nur dazu konstruiert worden, um einigen schlauen Krämern die Taschen zu füllen. Aus Sicht der Politiker ist natürlich alles in Ordnung: Man tut etwas gegen den Klimawandel. Die Politiker glauben es. Die Bevölkerung glaubt es auch. Und deshalb ist es gut für die nächsten Wahlen.

Einfaches Denken – oberflächliches Handeln

Dahinter steckt eine unheilige Allianz von Umweltverbänden wie WWF und Greenpeace, die das Thema Energie und Klimawechsel für ihre Spendenaktionen entdeckt haben. Sie arbeiten Hand in Hand zusammen mit Verkäufern der Technik für die Abschöpfung von alternativer Energie. Während die Umweltverbände die Natur vor dem imaginären Kollaps retten wollen, reiben sich die Krämer fleissig die Hände ab so viel Naivität. Allen voran agieren die Produzenten und Betreiber von Windrädern. Sie haben durch die Windeuphorie der letzten 10 Jahre Milliarden von Euro in ihre Kassen geschaufelt. Nach dem Gesetz der Gier muss diese Quelle mit allen legalen und illegalen Mitteln verteidigt werden. Man schreckt auch nicht vor systematischer Bestechung zurück. Das haben ja schon die “konventionellen Lieferanten” von Grossenergieanlagen vorgemacht. Der Unterschied ist heute nur, dass man sich deswegen auch noch brüstet.

Lieber etwas komplizierter, bitte!

Es fällt auf, dass die einfachsten Lösungen zur alternativen Energiegewinnung – ohne mechanische Abnützung und extrem langer Lebensdauer – kaum beachtet werden. Wahrscheinlich, weil sie auch noch die momentan effizientesten Technologien darstellen und genau aus diesem Grund nicht subventioniert werden müssen: Die Sonnenkollektoren sind praktisch unschlagbar. Mit einer minimalen Pumpleistung wird eine zuverlässige Menge Energie vom Dach geholt, von der die Windräder – im Verhältnis zum Aufwand – nur träumen können. Die Kollektoren sind über Jahre hinweg praktisch wartungsfrei. Das Gleiche bei Photovoltaik. Die “Alterung” ist nach 10 Jahren mit 10% Leistungsreduktion abgeschlossen. Es gibt keine mechanischen Teile, die ersetzt werden müssen. Und beide Systeme sind auf lange Sicht günstiger als die Windenergienutzung, hochverfügbar und sehr zuverlässig selbst bei wenig Sonne. Im Fall der Sonnenwärme ist sogar das leidige Speicherproblem einfach  – gelöst!
Nur die technikverliebten Ingenieure neigen typischerweise zu hochkomplexen Konstruktionen wie Windräder mit an Handyantennen erinnernden Rotoren, ausgeklügelter Elektronik und abenteuerlicher elektronischer und mechanischer Steuerung. Man muss als Ingenieur ja etwas “Neues erfinden”. So versucht auch die Firma Enetur ein grosses Stück vom Kuchen für sich zu ergattern – mit der Neuerfindung des stehenden Windrotors. Eine – zugegebenermassen – tolle Leistung der Technik. Aber auch dieses hochkomplexe, technisch brillante und deshalb im Unterhalt und Bau teuere Objekt benötigt Wind, damit es funktioniert. Und davon haben wir leider, leider – in der Schweiz – viel zu wenig. Wir hoffen, dass das Konzept vor allem im windigen Ausland seinen Erfolg feiert. Prädikat: für die Schweiz nicht geeignet. Im Weiler Heitersberg steht seit dem 10 Juni 2010 Eines – wer es seither je in windbewegtem Zustand gesehen hat, darf sich glücklich schätzen.

Gar nicht erst mit Windkraftnutzung beginnen

Tatsächlich leuchtet in der Praxis immer weniger ein, warum die schweizerische Energiepolitik überhaupt auf Windkraftnutzung setzt. Weshalb mit einer Technologie beginnen, die wegen Abwesenheit jeglicher positiver Wirkung keinen absehbaren Nutzen bringt? Die Versprechungen der Windradlobby lösen sich europaweit in warme Luft auf. Man redet von dezentraler Energieproduktion, schmiedet schöne Theorien über die Verteilung riesiger Energiemengen über neu zu bauende Hochleistungsnetzwerke. Auch wenn die Transport- und Wandlungsverluste dabei mit neuen Technologien immer kleiner werden: Die Kosten für diese Technologie sind nicht kalkulierbar. Billiarden von Euro werden dafür nicht reichen. Das gleiche Geld in die Forschung und bereits erprobte, einfachere und deshalb auch günstigere Systeme zu stecken, wäre eine echte Energierevolution. Und wir könnten uns wieder wichtigeren Dingen der Menschheit zuwenden: Zum Beispiel der Produktion von genug Nahrung.

Die gute Lösung wäre in Reichweite

Für den privaten Stromkonsumenten werden diese unnötigen Infrastrukturkosten zu erdrückenden Budgetposten in der Haushaltsrechnung. Ein Anschluss an das öffentliche Netz müsste verstärkt mit Steuergeldern subventioniert werden, oder die Preise wachsen ins Unermessliche und das System wird zunehmend asozial. In dieser Situation werden alle Hausbesitzer auf die Möglichkeiten ausweichen, die sie bereits heute zur Verfügung haben: Photovoltaik für Stromerzeugung kann den gesamten Verbrauch eines Einfamilienhauses auf dem eigenen Hausdach produzieren. Nicht  erst morgen, nein mit aktueller Technik ist das schon heute möglich. Ergänzt man solch ein System mit Sonnenkollektoren für die Wärmegewinnung ist man noch näher an einer völlig autonomen Energieversorgung der Privathaushalte. Die propagierte Entwicklung für Grossenergieanlagen macht eben auch bei der Haustechnik nicht halt. Es fehlt lediglich noch ein zuverlässiger und ökonomischer Speicher für den Strom aus Photovoltaik. Da wird uns der technische Fortschritt bald mit ersten Lösungen bedienen. Und die hochkomplexen, teueren, wartungsintensiven und anfälligen Stromnetze der Zukunft werden im Boden verfaulen, weil sie niemand mehr benötigt. Die Karavane der Energielobby zieht dann weiter, die Kamele mit Gold beladen, eine marode Weltwirtschaft zurücklassend. Die nächste Oase gutgläubiger Idioten ist nicht allzu fern.

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Ein Brief aus Saint Brais

Übersetzt durch Christof Merkli aus der Satirischen Zeitschrift “La Tuile” No 460 vom Juni 2010, Originaltext von Pascale Hoffmeyer, Originaltitel “Encore une lettre, malheureusement pas “de mon moulin” de Daudet, mais de “mes putains d’éoliennes” de St-Brais!

Brief über die scheiss – Windrädern in Saint Brais

An die Redaktion von La Tuile:

Guten Tag,

Ich erlaube mir Ihnen das Video der Reportage des Deutschschweizer Fernsehens zu senden, welches offensichtlich eine kritischere Berichterstattung über die Eröffnung des Windparks St.Brais betreibt als unsere lokalen Journalisten.

Der Gemeindepräsident von St.Brais eröffnete der Bevölkerung zu diesem Anlass ein paar Worte, die für die Annalen der Dummheit legendär geworden sind:

Ich bin stolz darauf, dieses Zeichen der Moderne in unser Naturerbe gebracht zu haben!

Nun, in der Zwischenzeit träume von der schnellen Rückkehr zur früheren Aussichtich ohne diese Moderne! Die Windräder von Saint-Brais haben schon viel Druckfarbe in verschiedenen Sprachen verbraucht. Es sind kurze Geschichten, die ich hier gehört habe, um Lügen und Mauscheleien, die dieses Projekt umgeben und von denen die Anwohner nichts wissen. Die einzige Geschichte, die ich mit Sicherheit erzählen kann, ist die Tatsache, dass wir die vollständige Dokumentation über die Entstehung dieses Projekts verlangt haben. Unser legitimes Recht, Gegenstand eines Gesetzes über die Transparenz in der Regierung. Das hat uns bisher zwei Monate Zeit gekostet. Sie haben uns an eine Sitzung im Dorf eingeladen, an der die lokale Gemeindebehörde, ein Vertreter des Kantons und zwei Vertreter der ADEV (Windparkbetreiber aus Basel) teilgenommen haben. Dabei haben sie uns ein Dossier übergeben, in dem die wichtigsten Teile gefehlt haben.

Aber nach der Übergabe hat uns der Vertreter des Kantons des langen und breiten erzählt, welche Schwierigkeiten wir haben werden, wenn wir diese fehlenden Informationen beim Kanton selber beschaffen wollen. Damit wollte er wohl andeuten, dass man uns dort irgendetwas geben wird, den Rest sollten wir selber suchen. Darauf haben wir die Sitzung verlassen. Sowieso, wie ja schon auf der “Einladung” präzisiert wurde, handelten die Unterzeichner der Anfrage hinterhältig, weil sich die einen nicht bewegen wollen und andere für eine Diskussion nicht bereits sein würden.

Ihre Entschlossenheit uns zu beweisen, dass sie “ihre Arbeit gemacht” hätten, und die wiederholten Versicherungen, welch grosse Schwierigkeiten sie für die Beweisführung dieser Aussage  hätten, sind auffällig. Besonders deshalb, weil uns am Folgetag dieser Sitzung eine Indiskretion zu Ohren gekommen ist, dass das komplette Dossier auf der Gemeindekanzlei vorhanden sei. Leider bin ich mit dem Klatsch hier nicht sehr vertraut, was ein grosser Nachteil in dieser Sache ist. Ich entdecke nun eine kleine Welt der Herren und Meister, die sich königlich amüsieren über Leute, die eine Andere Sichtweise über die “Zeichen der Moderne und das Naturerbe“  haben.

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Windräder und Klimaschutz – lasst uns das mal zusammen nachrechnen!

Bevor wir beginnen, ein Blick auf die Fakten

Wir verwenden hier die aktuellsten Zahlen vom Bundesamt für Statistik. Die Links führen jeweils zu den Quellen der Angaben:

  • Ziel des Bundes für das Jahr 2030: 600 GWh Strom aus Windkraftanlagen. Das sind 1.038 % des schweizerischen Stromverbrauchs des Jahres 2006 (600 / (57800 / 100))
  • Gesamtenergieverbrauch Schweiz 2007: 865’420 Terajoule (TJ). Das entspricht 240’414 GWh.
  • CO2 – Äquivalente Emission CH Gesamtenergieverbrauch 2007: 50,88 Mio Tonnen (Seite 11, Grafik unten)
  • Stromverbrauch CH gesamt 2006: 57’800 GWh (Seite 3 unten)
  • 1 TJ = 0.2778 GWh (Siehe “Umrechnungsfaktoren” etwa in der Mitte)
  • Anteil Stromverbrauch an Gesamtenergieverbrauch = 24.04% (57’800 / (240’413.67 / 100))
  • Anteil CO2 Emission der schweizerischen Stromerzeugung: 70 g/KWh. Diese Zahl ist heftig umstritten. Die grossen Stromerzeuger reden von weniger als 10 g/KWh, die als kernkraftfeindlich bekannte SES (Schweizerische Energiestiftung) redet von weit über 100 g/KWh.Anteil Energieverbrauch *NICHT STROM* = 75% am Gesamtenergieverbrauch, also 180’310 GWh.
  • Anteil CO2 Emissionen des Energieverbrauchs ohne Stromanteil: 300 g/KWh. Diese Zahl ist weitgehend unbestritten über alle politischen Gruppierungen hinweg. Es gibt höchstens marginale Differenzen. Das kommt daher, weil die fossilen Energieträger relativ gut berechenbar sind, was den Ausstoss von CO2 betrifft.
  • Windstrom ist nicht CO2 – neutral, Siehe TEP - Studie (verhält sich ähnlich wie Wasserkraft im Verbund mit europäischem Strommix). Siehe auch EMPA/ETHZ Ecoinvest. Pro erzeugte KWh rechnen wir mit einen Mix der verschiedenen Studien, also ca. 20 Gramm CO2 pro KWh. Die erreichbare CO2 Einsparung mit Windkraftwerken gegenüber dem normalen Strommix rechnen wir demnach mit 50 Gramm pro erzeugte Kilowattstunde Windstrom. Das sind bei 600 GWh (600 GWh * 50 T = 30’000 T (Tonnen).

Die Rechnung und ein Fazit

Das jährliche Einsparpotential von CO2 durch Windkraft in der Schweiz im Jahr 2030 beträgt demnach 30’000 Tonnen. Auf den ersten Blick ist das eine grosse Menge. Im Verhältnis zur Gesamtemission CO2 unseres Energieverbrauchs ist das aber lediglich ein Anteil von 0.059%.

  • Ein einziger und einfacher Aufruf von Verkehrsminister Leuenberger, das Auto stehen zu lassen, brächte mehr.
  • Die konsequente Umsetzung des neuen Aargauer Energiegesetzes – vor der Verwässerung durch alle Parteien von rechts bis links – hätte eine wesentlich grössere Wirkung. Schon im ersten Jahr.

Wenn wir im Jahr 2030 Windkraftwerke mit der Produktionskapazität für 600 GWh einsetzen, sparen wir demnach lediglich 0.06% des CO2 Ausstosses gegenüber dem heutigen  Gesamtenergieverbrauch ein. Trotz der dannzumal zu erwartenden Verminderung des fossilen Energieanteils bei Heizung und Verkehr, wird sich trotzdem nicht allzuviel ändern, weil die Stützung des Windstromanteils durch ein grosses Gaskraftwerk à la Chavalon den Anteil CO2 für die Stromproduktion wieder erhöht. Wird Chavalon gebaut, emittiert es jährlich 500’000 Tonnen CO2. Das ergibt die interessante Tatsache, dass wir bei wenigen Windkraftwerken am meisten CO2 einsparen, weil wir keine Destabilisierung des Stromnetzes zu befürchten haben – wegen der marginalen Wirkung des kleinen Windstromanteils darin. Mit den angestrebten 600 GWh Windstrom im Jahr 2030 kann man nicht mehr von einer Marginalie reden. Bei Wegfall von 588 MW Windstrom muss innert weniger Sekunden Ersatzleistung eingespiesen werden können.

Energiemix im Jahr 2030

Diese bescheidene CO2 Bilanz der schweizer Windkraftnutzung im Jahr 2030 wird also massiv verschlechtern, wenn wir  für die Stützung des unzuverlässigen Windstroms ein Gaskraftwerk betreiben müssen. Gaskraftwerke sind als einzige Stromerzeuger in der Lage, in der erforderlichen Zeit einspringen zu können, wenn Windkraftwerke wegen Flaute oder Sturm plötzlich wegbrechen (30 Sekunden). Kernkraftwerke werden diesen Ersatz nur dann leisten können, wenn sie im Normalbetrieb über Kapazitäten verfügen, die sie dann sofort an ein destabilisiertes Netz abgeben können. Diese Überkapazität ist praktisch komplett verlorene Energie, wenn sie nicht verbraucht wird. Diese Regelenergiemenge für die Primärregelung betrug in Deutschland im Jahr 2003 bereits 3GW (Seite 23, Mitte) . Das entspricht der Leistung von 2 grossen Kernkraftwerken.
Trotzdem gibt es starke politische Gruppierungen, die den Ausstieg aus der Kernkraft mit allen Mitteln und entgegen jeder Vernunft durchsetzen wollen. Das würde zu genau der gleichen abstrusen Situation wie in Deutschland führen: Weniger Strom aus CO2 – armer Kernkraft und massiv mehr Strom aus CO2 intensiver Gaskraft. Dazu eine erhöhte Abhängigkeit von instabilen Staaten wie Russland. Dies wäre ein klassisches Multipack an Massnahmen – nur eben teuerer und schlechter für alle.
Die 600 GWh Stromjahresmenge aus Wind entsprechen einer direkt nutzbaren Spitzenleistung von 600 MW (300 Windkraftwerke à 2 MW Leistung). Diese Leistung wird allerdings nur bei starkem, landesweitem Windaufkommen möglich sein. In der Realität dümpelt dieser Wert zwischen 2% (12 MW) und sehr seltenen 100% (600 MW). Zahlen von unserem Spitzenwindkraftwerk “Mont Crosin” zeigen, dass statistisch nur alle 6 Tage ein beachtliches und deshalb für die Stromproduktion relevantes Windaufkommen zu erwarten ist. Mit “beachtlich” sind nicht 100% oder 600 MW gemeint. Man wäre hier schon mit der Hälfte zufrieden.

200 Gramm CO2 für Stützung des Windstroms

In Deutschland muss für diese Stützung des bei Flaute wegfallenden Stromproduktion mit mindestens zusätzlichen 200 Gramm pro KWh gerechnet werden. In diesem für Deutschland jetzt schon realen Szenario fällt die CO2 Bilanz von Windkraftwerken negativ zu Buche. In Deutschland müssen konventionelle Kraftwerke regelmässig einspringen, um die fehlende Windstromkapazität ausgleichen zu können. Das wäre in der Schweiz des Jahres 2030 auch der Fall. Die Windverhältnisse des Binnenlandes Schweiz sind unvergleichbar schlechter, als beim nördlichen Nachbar mit Meeranstoss.
Es ist deshalb notwendig, in Deutschland von zwei parallel laufenden Stromversorgungssystemen zu sprechen. Das konventionelle System bürgt für die Sicherheit für den Fall, wenn das System mit erneuerbarer Energie wieder mal wegbricht. Auf absehbare Zeit wird Deutschland deshalb weder auf Kern- noch auf Gas- oder Kohlekraftwerke verzichten können. Dieses System wollen Politiker und Lobbyisten nun auch in der Schweiz einführen. Das Disaster ist absehbar …

Chavalon und die CO2 Kompensation im Inland

Das Gaskraftwerk Chavalon muss voraussichtlich den gesamten Ausstoss an CO2 im Inland kompensieren. Interessanterweise wurde in diesem Zusammenhang noch nie von Windkraftwerken als Kompensationsmöglichkeit geredet. Was auch richtig ist, sind doch Windräder eine der Hauptursachen, warum ein Gaskraftwerk überhaupt in Betrieb genommen werden muss. Es freut den Windkraftkritiker, dass sich die Politiker dieser Tatsache offensichtlich bewusst sind. Oder hat die Marketingabteilung der Suisse Eole geschlafen? Die Windradlobby ist normalerweise schnell darin, mit Trompeten und Posaunen die verwunderlichsten Eigenschaften ihrer “Kinder” hinauszuposaunen. Aber möglicherweise fürchtet man auch einfach das aufklärende Echo.

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Windfest Heitersberg: Wir haben es geahnt!

Der Werbeanlass für den Windpark Heitersberg hat ein weiteres Mal stattgefunden.  Wie von uns vorausgesagt, wurde nun endlich die Rendite des Projekts auf 4.8 % heraufgedrückt.  Die letztjährigen 2.8% im “Milchbüechli” waren einfach etwas zu ehrlich, um einen Investor hinter dem Ofen hervorzulocken. Was sich an den Bedingungen gegenüber dem letzten Jahr geändert hat, ist allerdings schleierhaft. Die Nabenhöhe wurde wie erwartet endlich richtig angegeben. Die 108m sollen wohl noch ein paar cm/s Wind herauswürgen, damit man wenigstens die dringendsten Reparaturen ohne Bankkredit bezahlen kann. Aber warum hat man diese wichtige Tatsache über ein ganzes Jahr zurückgehalten? Zur Beachtung: Wir sind nun bei einer Gesamthöhe der ersten Anlage von 150 Metern angelangt. Werden jetzt wohl auch die geschönten Fotomontagen korrigiert? So um ca. die doppelte Höhe? Vielleicht …?
Der schubladisierte Vorbericht der Vogelwarte Sempach hat gefehlt. Es scheinen immer noch ein paar Schreibfehler offen zu sein … Hier fehlt den umtriebigen Initianten der Mut, den Kopf endlich aus dem Sand zu ziehen. Aber der  aus Deutschland eingeflogene Vogelexperte macht gegen Bezahlung ja auch die schönsten Vorträge über Vögel und Windräder. Die Deutschen können sowieso viel schönere Geschichten erzählen als die langweiligen Schweizer, nicht wahr? Die Bemerkung sei erlaubt: Haben wir das nicht auch  schon vor langer Zeit angekündigt?

Nervös wie geladene Maschinenpistolen

Der Besuch der IG WINDLAND hat wie der Stich ins Wespennest gewirkt. Aus allen Löchern sind die wohlvorbereiteten Bodyguards geströmt und haben den Böfei umzingelt. Einer hat sogar ein schwarzes, bedrohliches T-Shirt angezogen, um den beginnenden Bauch zu kaschieren (ha, das macht der Autor schon lange!). Jede Bewegung wurde akribisch bemerkt, Filmen und Fotografieren waren streng verboten. Das galt natürlich nur für die Gegner. An diesem öffentlichen Anlass wurde viel fotografiert. Die “Persona non grata” durfte als einzige nicht einmal die mitgeführte Kamera abstellen, mit dem Einsatz von Besen und Rücken wurde er daran gehindert, die interessante Frau Nationalrätin zu Gesicht zu bekommen.  Sogar “Mit Benzin überschütten und anzünden” wurde lauthals in Erwägung gezogen. Spontane sympathiebekundungen wie “Sauseckel“, “Siech” und “Hinderletscht” liessen die ahnungslosen Zuschauer des Windfestes verwundert um sich schauen. Was war da wohl für ein schrecklicher Verbrecher am Fest? Musste man um sein Leben bangen? Ein harmloses Gespräch über die Schliessung der Volg-Filiale konnte ernsthafte Zwischenfälle provozieren.

Doris ist’s recht

Diese an die Sprache des dritten Reiches erinnernden Worte haben Nationalrätin Doris Stump zu einer spitzen Bemerkung veranlasst “Da schiint öpper illegal z’fotografierä” , um dann sogleich ungerührt beim Thema Windkraft und der grossflächigen Notwendigkeit dieser weiterzufahren.
Man stelle sich vor, ein Ausländer wäre so beschimpft worden. DAS hätte der Nationalrätin ganz sicher nicht gefallen. Aber es war ja nur ein Schweizer. Und dann auch noch keiner von der SP. Die vertragen das besser. Kann man sich in diesem Zusammenhang vorstellen, dass der Autor vor Jahresfrist einen rechtsanwältlichen Drohbrief erhalten hat, weil er die Investoren des Windparks als “gierige Spekulanten” bezeichnet hatte? Und weil sich die Luventa GmbH von dieser Bezeichnung sofort selber betroffen gefühlt hat?

Ein vor Wochenfrist angekündigter Spaziergang mit dem Böfei hat die Nationalrätin nicht beantwortet. Direkt mit dem Teufel konfrontiert, weiss sie sich bestens durch eigene Leute  informiert und findet es absolut nicht nötig mit dem Vertreter der betroffenen Anwohner zu reden. Sie steht auf und hat wichtigere Dinge als die Sorgen der Bevölkerung zu besprechen. Kann das berühmte Grün von Rechsteiners “Grün gewinnt” wohl wirklich gewinnen, wenn man sich so verhält?  Vielleicht ist das die Neue Sozialdemokratie auf Kosten der kleinen Minderheiten. So wie “Neudeutsch” ja auch nicht von allen verstanden wird, oder sehen Sie das anders?

Der unselige Verbund

Um das Ziel der kompletten Abschaffung aller Atomkraftwerke zu erreichen, sind der SP offensichtlich alle Mittel recht. Man arbeitet, wie auf Bundesebene, auch gerne mal mit der “anderen Seite”  zusammen. Die Windradlobby ist in der SP besonders gut vertreten. Der gehasste Geist der alten Atomlobby erscheint mit anderen Vorzeichen plötzlich allianzwürdig zu sein. Die Opfer eines unglaublich menschenverachtenden Windradprojekts werden ignoriert. Doris Stump scheint nicht zu bemerken, dass sie seit Kaiseraugst die Seiten gewechselt hat. Mit Windrädern verhindert man keine Atomkraftwerke. Sonst hätten die Deutschen mit ihrem 20 Kernkraftwerk-Äquivalent aus Windkraft schon lange wenigstens Eines abstellen können. Aber die renovieren lieber die ältesten Reaktorkrücken und lassen sie wieder ans Netz. Sonst droht der BlackOut. 20 “Kernkraftwerke” mit den Eigenschaften von Windkraftwerken, haben einen schlechten Einfluss auf die sichere Stromversorgung. Was wir an anderer Stelle schon besprochen haben.

Seltsame Rechtsauffassung der Windfreunde

Das Ausgrenzen an öffentlichen Anlässen ist Spezialität der IG WIND plus / FWA. Schon bei Carfahrten ins Wallis wollte man lieber “unter sich” bleiben. Da kann man viel besser übertreiben und weglassen. Rechtsanwälte schüchtern Journalisten, Gegner und Kritiker gerne mit wohlgeformten Briefen ein. Nur schade, dass diese den notwendigen Zweck überhaupt nicht erfüllen: Während die Windeuphoriker dauernd das Gesetzt mit Füssen treten, wollen sie das gleiche Recht gegen uns biegen: Das funktioniert nicht!

Wir haben das Fest um ca. 1430 Uhr verlassen. Das Aufatmen war hörbar. Bei uns aber auch hinter uns. Der Bericht des Lokaljournalisten in der AZ beginnt mit – sie ahnen es vielleicht:  “Es hat genug Wind …

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