{"id":984,"date":"2010-05-08T21:50:45","date_gmt":"2010-05-08T21:50:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=984"},"modified":"2010-07-06T21:28:58","modified_gmt":"2010-07-06T21:28:58","slug":"heftiger-wind-gegen-die-windraeder-im-jurabogen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=984","title":{"rendered":"Heftiger Wind gegen die Windr\u00e4der im Jurabogen"},"content":{"rendered":"<p><em>\u00dcbersetzung aus dem Franz\u00f6sischen durch Christof Merkli, IG WINDLAND<\/em><\/p>\n<p><em>Original: <a title=\"Un vent de fronde souffle sur les \u00e9oliennes en Suisse \" href=\"http:\/\/www.tdg.ch\/actu\/suisse\/vent-fronde-souffle-eoliennes-suisse-2010-05-06\" target=\"_blank\">PATRICK CHUARD<\/a> | 07.05.2010 | 00:05 \/ Tribune de Gen\u00e8ve<\/em><\/p>\n<p>Philippe Roche und die neuenburger Windkraftgegner greifen die zuk\u00fcnftigen riesigen Windparks an. Nach ihnen ein das ein landschaftszerst\u00f6rerisches Gesch\u00e4ft, f\u00fcr eine bedeutungslose Produktion von wenig Strom.<\/p>\n<p>&#8222;<em>Stoppen wir die Windradpest! Diese Infektion ist gerade dabei, sich zu entwickeln.&#8220; <\/em>Dieses Geschoss wird von Philippe Roche abgefeuert. \u00dcberraschend ist, dass er, der naturliebende ehemaliger Direktor des WWF Schweiz und des Bundesamtes fuer Umwelt BAFU, die gr\u00fcnen Energien eigentlich st\u00fctzen sollte. &#8222;<em>Die Windkraft ist eine saubere Energie, gibt der Genfer zu und ihr Erfolg beweist, dass die Nachricht der erneuerbaren Energie verstanden wurde.<\/em>&#8220;<\/p>\n<div dir=\"ltr\">In diesem Fall ist es aber die geplante Massierung der gigantischen Rotoren, die Philippe Roche in Verlegenheit bringt:  &#8222;<em>In solchen Massen aufgestellt, versprechen diese Industriebauten eine regelrechte Zerst\u00f6rung der Landschaft<\/em>&#8222;, sagte er. &#8222;<em>Und es werden 1000 solcher riesigen Windkraftanlagen ben\u00f6tigt nur um 3% des nationalen  Stromverbrauchs zu produzieren. Es w\u00e4re einfacher, ein  wenig Strom zu sparen! &#8222;<\/em><\/div>\n<div dir=\"ltr\"><em><br \/>\n<\/em><\/div>\n<h3 dir=\"ltr\">Umweltsch\u00fctzer sind gespalten<\/h3>\n<div dir=\"ltr\">Diese Kritiker finden eine Resonanz in den neuen Vereinigung &#8222;Pro Cr\u00eates&#8220; in Neuenburg. Eine Phalanx von  besorgten B\u00fcrgern f\u00fcr das\u00a0 &#8222;nat\u00fcrliche und landschaftliche Erbe&#8220; des Jura. &#8222;<em>Die Stromproduzenten setzen nur auf \u00d6kostrom, um den Verbrauchern ein reines Gewissen verkaufen<\/em> <em>zu k\u00f6nnen&#8220;<\/em>, sagt ihr  Pr\u00e4sident, Felix Gueissaz. Seine Definition der Windr\u00e4der? Eine &#8222;<em>moderne Ikone des guten Gewissens<\/em>&#8220; und keinesfalls eine glaubw\u00fcrdige Alternative zur Kernenergie (40% der Stromproduktion in der Schweiz).<\/div>\n<div dir=\"ltr\">\n<div dir=\"ltr\">\n<div dir=\"ltr\">Die Frage irritiert das Lager der Gr\u00fcnen, welche auch Bef\u00fcrworter der erneuerbaren Energien sind: &#8222;<em>Wir k\u00e4mpften f\u00fcr die  parlamentarische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Windenergie, aber der aktuelle Windkraftboom stimmt uns nachdenklich.\u00a0 Die Kehrseite der Medaille haben wir bisher zu wenig beachtet&#8220;<\/em>, r\u00e4umt die Nationalr\u00e4tin des Kantons Waadt, Ad\u00e8le Thorens ein. Mehrere  Gruppen &#8211; darunter WWF und Pro Natura &#8211; Gehen wie auf Eierschalen: Ihre Anprangerung der potenziellen Sch\u00e4den an der  Landschaft wird sofort erg\u00e4nzt durch eine sorgf\u00e4ltige Erinnerung, dass sie die erneuerbaren Energien auf jeden Fall unterst\u00fctzen w\u00fcrden.<\/div>\n<h3 dir=\"ltr\">Im Ausland investieren<\/h3>\n<div dir=\"ltr\">Die Stromproduzenten setzen auf den Wind. Einer der gr\u00f6ssten Akteure des Marktes, die Services Industriels de Gen\u00e8ve (SIG) haben angek\u00fcndigt, mit einem Kapital von 300 Millionen bis ins Jahr 2015\u00a0 70 Windkraftwerke im Jurabogen aufstellen zu wollen.<\/div>\n<div dir=\"ltr\">&#8222;<em>Genf z\u00e4hlt fest auf die jurassischen\u00a0 Winde um den Strom f\u00fcr 100&#8217;000 genfer Haushalte produzieren zu k\u00f6nnen&#8220;<\/em>, sagt St\u00e9phane Piljs, Projektleiter der SIG.<\/div>\n<div dir=\"ltr\">Konfrontiert  mit dem ge\u00e4usserten &#8222;Skandal&#8220; der Industrialisierung der landwirtschaftlichen  Fl\u00e4chen von Pro-Cr\u00eates Mitglied Henri Rollier, zuckt Chef des Umwelt-und  Energie (SEVEN) des Kantons Waadt nur mit den Schultern: &#8222;<em>Die gr\u00fcne  Energie sind ein neues Paradigma. Wir m\u00fcssen uns \u00fcberlegen, was wir der n\u00e4chsten Generation \u00fcberlassen&#8220;<\/em>. Er relativiert auch die Aussage, dass 52 Projekte gebaut w\u00fcrden. Die seien zwar angestossen, aber in der Planungsphase sind erst 6&#8243;.<\/div>\n<div dir=\"ltr\">\n<div dir=\"ltr\">\n<p>Pro-Cr\u00eates, wie Philippe Roche, schlagen den Stromunternehmen vor\u00a0 anderswo als auf Schweizer Boden in Windkraft zu  investieren. Zum Beispiel  in der Nordsee. Romande Energie schliesst diese diese L\u00f6sung nach ihrer Sprecherin Karin Devalte nicht aus:<em> &#8222;Das wird erwogen, aber wir sind  derzeit an keinem Windkraftprojekt im Ausland beteiligt.&#8220; <\/em>Momentan bleibt das Eldorado lokal.<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung des \u00dcbersetzers:<\/strong> Eines der wichtigsten Argumente, der L\u00e4rm im Umkreis von mehreren hundert Metern um die Windkraftwerke, wie er gerade in St. Brais zum grossen Problem geworden ist, scheint nur deshalb nicht erw\u00e4hnenswert, weil es ja nur ein paar wenige &#8222;D\u00f6rfler&#8220; betrifft. Die Landschaft ist sicher auch wichtig. Die Dauerbeschallung mit pulsierendem L\u00e4rm wird aber offensichtlich vom Grossteil der Bev\u00f6lkerung noch kaum als Problem erkannt.<\/em> <em>Die schlechte Effizienz, ausgel\u00f6st durch das mangelhafte und unsichere Windaufkommen, m\u00fcsste ebenfalls wesentlich st\u00e4rker gewichtet werden. Sie wird manifest durch die stark \u00fcberh\u00f6hte Subvention von 20 Rappen pro KWh Bruttostrom. Ein Betrag, wie er sonst in keinem Land Europas auch nur ann\u00e4hernd verg\u00fctet wird.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcbersetzung aus dem Franz\u00f6sischen durch Christof Merkli, IG WINDLAND Original: PATRICK CHUARD | 07.05.2010 | 00:05 \/ Tribune de Gen\u00e8ve Philippe Roche und die neuenburger Windkraftgegner greifen die zuk\u00fcnftigen riesigen Windparks an. 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