{"id":863,"date":"2010-04-13T06:54:06","date_gmt":"2010-04-13T06:54:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=863"},"modified":"2010-07-06T21:30:52","modified_gmt":"2010-07-06T21:30:52","slug":"die-kostendeckende-einspeiseverfugung-kev-der-schweizer-ist-eine-kopie-des-eeg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=863","title":{"rendered":"Die Kostendeckende Einspeiseverf\u00fcgung (KEV) der Schweizer ist eine Kopie des EEG"},"content":{"rendered":"<p>Das Bundesamt f\u00fcr Energie hat es sich einfach gemacht. Wie die  meisten europ\u00e4ischen L\u00e4nder, hat es der grossen EU und Deutschland in  zudienerischer Weise das EEG von den Lippen abgelesen und dermassen  untauglich umgesetzt, dass es erst recht nicht funktionieren kann:<\/p>\n<ol>\n<li>Die Subventionen wurden noch erh\u00f6ht, was als zuverl\u00e4ssigste Folge  davon den Einsatz von veralteter Technik und damit einen unn\u00f6tigen  Effizienzverzicht zur Folge hat. Tendenz: Steigend.<\/li>\n<li>Die im deutschen EEG ben\u00fctzten Referenzertr\u00e4ge, die spezifisch auf jeden Windradtyp in  Listenform im <a title=\"Referenzertrag ENERCON\" href=\"http:\/\/www.wind-fgw.de\/pdf\/Ref_ENERCON.pdf\" target=\"_blank\">Internet gratis bezogen<\/a> werden k\u00f6nnen, wurden mit einer untauglichen und komplizierten Formel ersetzt. Rechnet man mit viel Aufwand die  Referenzleistung aus (der Name wurde nat\u00fcrlich auch noch neu erfunden), erh\u00e4lt man gerade mal einen Drittel des Werts, der in Deutschland  verwendet wird. Die technisch gleiche Anlage muss in der Schweiz gerade  mal den dritten Teil davon leisten, was sie in Deutschland &#8222;bringen&#8220; muss, weil man auf den unrealistischen 4.5 m\/s Mindestwindgeschwindigkeit bei 50m \u00fcber Grund besteht.  Damit verfolgt man ein klares Ziel: <strong>Die fehlende Windleistung  in der Schweiz muss um jeden Preis vertuscht werden<\/strong>. Wenn eine  Enercon 82 aus Windmangel in der Schweiz nicht funktioniert, kann man  nun mit der bescheidenen Referenzleistungdefinition des Bundesamtes f\u00fcr  Energie mit gutem Gewissen davon reden, dass es &#8222;<em>genug Wind<\/em>&#8220;  hat. Ein bisschen Strom tr\u00f6pfelt auf jeden Fall raus. Man muss den edlen Tropfen nun nur noch geh\u00f6rig subventionieren und &#8211; schwupps &#8211; hat man eine \u00f6konomische Stromproduktion &#8222;Swiss Made&#8220;: \u00d6konomisch aus Sicht der Investoren, das reicht dem BFE, das dazu nat\u00fcrlich auch <a title=\"Studie f\u00fcr Investoren in Windkraft\" href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/000000290073.pdf\" target=\"_blank\">eine teure Studie<\/a> hat anfertigen lassen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das wurde nur m\u00f6glich, weil die Branchenorganisation Suisse Eole im  Bundesamt f\u00fcr Energie prominent vertreten ist. Robert Horbaty diktiert  die Bestellliste der Schweizer Windbranche ins Notizbuch der Funktion\u00e4re des  Bundesamts f\u00fcr Energie und dieses setzt es dann folgsam in Form einer Verordnung um.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Beispiele gef\u00e4llig?<\/h3>\n<p>In der revidierten Energieverordnung (EnV) <a title=\"EnV Revision 2. Februar 2010\" href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/809.pdf\" target=\"_blank\">vom 2. Februar 2010<\/a> wurde  die zweij\u00e4hrige Frist f\u00fcr den Zwischenbericht nach der Anmeldung  zur KEV kurzerhand auf vier Jahre erh\u00f6ht, weil es sich abgezeichnet hat, dass  diverse Projekte durch die lokale Opposition l\u00e4nger aufgehalten werden,  als es der Windradlobby in den Kram passt. Denn liegt innerhalb dieser  Zeit bis zum geforderten Zwischenbericht keine Baubewilligung vor, f\u00e4llt  die Anlage aus dem KEV raus. Dank dieser kleinen Anpassung d\u00fcrfen die Windradlobbyisten nun 4 Jahre lang der lokalen Bev\u00f6lkerung den Mist auftischen, den sie vorher innerhalb von 2 Jahren h\u00e4tten wegr\u00e4umen m\u00fcssen. Denn erst mit der Eingabe zur Baubewilligung k\u00f6nnen die Opponenten wirklich erfahren, was ihnen da droht. Nabenh\u00f6he, Standorte, Wind- Vogel- L\u00e4rm- Fledermaus- und alle anderen notwendigen Studien d\u00fcrfen die Gegner dann innerhalb von 30 Tagen durchlesen und die M\u00e4ngel finden, argumentieren und besser noch gleich wissenschaftlich beweisen.<\/p>\n<p>Schon die allerersten &#8222;Ziele Windenergie des Bundes&#8220; wurden mit  Tricks und Schl\u00e4ue wie Ph\u00f6nix aus der Asche der Suisse Eole gesch\u00f6pft:  \u00dcber den Kopf der Politik hinweg, die sich lange Zeit gegen Mengenziele  gewehrt hat, f\u00fchrte Robert Horbaty (externer Mitarbeiter des BFE,  Verwaltungsratspr\u00e4sident der <em>ADEV Windkraft AG<\/em>, Besitzer der in diversen Projekten des BFE sehr  engagierten Firma <em>ENCO Energieconsulting <\/em>und Gesch\u00e4ftsleiter der Suisse  Eole) im Herbst 2001 eine gemeinsame Pressekonferenz mit den Direktoren  der betroffenen Bundes\u00e4mter durch und erkl\u00e4rte die urspr\u00fcnglichen  Mengenziele der Suisse Eole zu &#8222;Zielen des Bundes&#8220;. Bundesrat Moritz  Leuenberger durfte dann die Werte im Nachhinein absegnen, weil er sonst  die Direktoren seiner Bundes\u00e4mter desavouiert h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Heute wird von Exponenten des BFE ohne rot zu werden, darauf  hingewiesen, dass man ja einen politischen Auftrag f\u00fcr das Errichten von  Windparks habe und diese Ziele umsetzen m\u00fcsse (als Ausrede daf\u00fcr, dass  man kein Einsehen in die Unsinnigkeit dieses Unterfangens hat).<\/p>\n<p>Anstatt die Notwendigkeit der Anlagen endlich zu \u00fcberdenken, passt  das Bundesamt f\u00fcr Energie einfach die Bedingungen an. Regel: Immer GEGEN  die Interessen einer wachsenden Opposition gegen den Unsinn einer  unzuverl\u00e4ssigen Stromversorgung mit Windkraftwerken.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">5.5 m\/s Wind sind mit KEV \u00f6konomisch?<\/h3>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/18675.pdf\" target=\"_blank\">Informationen <\/a>aus dem Bundesamt vom 25. M\u00e4rz sprechen nun pl\u00f6tzlich von 5.5 m\/s, die f\u00fcr einen \u00f6konomischen Betrieb reichen sollen. Man kann sich den technisch logischen Forderungen der IG WINDLAND nicht mehr entziehen, \u00fcbernimmt aber nat\u00fcrlich nicht genau den Wert von 6 m\/s, der von Fachleuten wie Reto Rigassi schon seit Jahren propagiert wird.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Vorbereitung auf den Angriff mit dem Ziel: 23 Rappen Subvention!<\/h3>\n<p>Dieses l\u00e4cherliche Gepl\u00e4nkel ist f\u00fcr jeden Kinderg\u00e4rtler durchschaubar: Erstens haben wir interessanterweise bei allen aktuellen Windprojekten wie auch immer um die 5.5 m\/s gerechnete Windkapazit\u00e4t auf Nabenh\u00f6he. Und zweitens ist es eindeutig, dass die Windradlobby schon bald mit diesem Argument ankommen wird und eine von langer Hand vorbereitete Subventionserh\u00f6hung auf 23 Rappen \/ KWh fordert. Grund: Man habe bei Anlagen mit 5.5 m\/s Windaufkommen keine Rendite mehr!<\/p>\n<p><strong>Unsere L\u00f6sung:<\/strong> Mindestens 6m\/s Wind auf 50 Meter \u00fcber Grund, Referenzertrag wie nach EEG und abgestufte Beitr\u00e4ge von 10 bis maximal 15 Rappen\/KWh wenn weniger produziert wird. Keine Belohnung f\u00fcr ineffiziente Anlagen mehr. Dann werden diese Anlagen gar nicht mehr gebaut (wie in Deutschland) und die Investoren haben ihre Sicherheit. Damit lassen sich in der Schweiz aber nur wenige Standorte betreiben. Ganz sicher nicht mehr im Mittelland, wo Windkraftwerke sowieso zu\u00a0 nichts taugen. Und die unrealistischen Ziele der Suisse Eole (und damit des BFE) k\u00f6nnen im Museum f\u00fcr historische Irrt\u00fcmer betrachtet werden (Eintritt frei).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bundesamt f\u00fcr Energie hat es sich einfach gemacht. 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