{"id":8,"date":"2009-12-08T06:48:59","date_gmt":"2009-12-08T06:48:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=8"},"modified":"2010-07-06T21:45:07","modified_gmt":"2010-07-06T21:45:07","slug":"die-gummigen-definitionen-werden-sehr-grosszugig-interpretiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=8","title":{"rendered":"Die gummigen Definitionen werden sehr grossz\u00fcgig interpretiert"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: small;\">In praktisch allen verf\u00fcgbaren Publikationen taucht immer wieder der Hauptgrund f\u00fcr den Einsatz von Windkraft auf: &#8222;<em>Wir m\u00fcssen etwas gegen den Klimawandel tun<\/em>&#8222;.<\/span> <span style=\"font-size: small;\">Obwohl hundert bessere M\u00f6glichkeiten vorhanden sind, will der Branchenverband Suisse Eole auf praktisch allen H\u00fcgeln des Mittellandes solche Windr\u00e4der aufstellen. Als Gr\u00fcnde dazu m\u00fcssen die geforderte Einsparung der CO2 &#8211; Emission und die Stromversorgung unseres Landes hinhalten. Man versteigt sich ohne nachzudenken zum Begriff &#8222;Landesversorgung&#8220; und ignoriert die Tatsache, dass Windkraft in der Schweiz auf KEINEN Fall einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung leisten kann. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Um den Anschein eines \u00fcberlegten Vorgehens zu erwecken, spricht die Suisse Eole von einer sogenannten &#8222;Selbstbeschr\u00e4nkung&#8220; beim Einsatz von Windkraftwerken. F\u00fcr die Zertifizierung des Stromlabels &#8222;Naturmade Star&#8220; ist vorgesehen, dass nur &#8222;<em>umweltvertr\u00e4gliche Standorte<\/em>&#8220; im Sinne des Dokuments &#8222;<em>Konzept Windenergie Schweiz<\/em>&#8220; gebaut werden sollen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Interessanterweise kommt das Wort &#8222;<em>umweltvertr\u00e4glich<\/em>&#8220; in diesem Papier gar nicht vor. Man muss diese Gummidefinition, die immerhin Basis einer von PBC durchgef\u00fchrten Zertifizierung ist, zuerst mal interpretieren und hat damit ein weites juristisches Feld vor sich: Man kann mit solchen Bestimmungen machen was man will. Ob solche Grundlagen f\u00fcr eine seri\u00f6se Zertifizierung geeignet sind ist fraglich.<\/span> <span style=\"font-size: small;\">Auf jeden Fall gibt es dazu nur eine Auslegung: Die Selbstbeschr\u00e4nkung gem\u00e4ss &#8222;<a title=\"Konzept Windenergie Schweiz\" href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/KonzeptWindenergieCH-d.pdf\">Konzept Windenergie Schweiz<\/a>&#8220; muss sich auf folgende Punkte beziehen (Seite 17):<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"font-size: small;\">Nationale Inventare und Schutzgebiete ausgeschlossen<br \/>\n<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: small;\">Wald, Abstand 50m<br \/>\n<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: small;\">Siedlungsgebiete und bewohnte Geb\u00e4ude, Abstand 300m mindestens bei Nabenh\u00f6he von 70m<br \/>\n<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: small;\">Windangebot mindestens 4.5 m\/s auf Nabenh\u00f6he<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-size: small;\">In der Auslegung der Abstandsdefinition wird von der Windradlobby ganz selbstverst\u00e4ndlich der Turm als Basis genommen. Obwohl das keinerlei Sinn macht, da die Rotorspitzen so praktisch bis zum Waldrand reichen w\u00fcrden. Die IG WINDLAND fordert in ihren Vorschl\u00e4gen zur <a title=\"Vorschl\u00e4ge Raumplanung f\u00fcr Windkraftanlagen im Aargau\" href=\"http:\/\/windland.ch\/presse\/Raumplanung_Aargau.pdf\">Raumplanung f\u00fcr Windkraftanlagen<\/a> eine Abstandsmessung an der Kreissektorgrenze der Rotoren, also ab Spitze der Rotoren bis zum Waldrand. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">So ist der Abstand wirklich 50 m. Aber selbst dieser Abstand ist zu nahe, was durch die IG WINDLAND detailliert <a title=\"Vorschl\u00e4ge Raumplanung f\u00fcr Windkraftanlagen im Aargau\" href=\"http:\/\/windland.ch\/presse\/Raumplanung_Aargau.pdf\">begr\u00fcndet <\/a>wird (Seite 10).<\/span> <span style=\"font-size: small;\">Auch f\u00fcr Abst\u00e4nde zu bewohnten Geb\u00e4uden wird selbstverst\u00e4ndlich die f\u00fcr die Windradlobby g\u00fcnstige Ausgangslage &#8222;Turm&#8220; verwendet. Auch hier begr\u00fcndet die IG WINDLAND auf Basis von internationalen Werten einen weit gr\u00f6sseren Abstand. Das hindert die Windradlobby aber nicht daran, selbst diese minimalsten Abst\u00e4nde noch stark zu unterschreiten. Auf dem Schwyberg sind Abst\u00e4nde von 150 Meter zu bewohnten Geb\u00e4uden geplant! Dass damit die Grundlagen einer Zertifizierung des Stroms, aber auch jegliche Zur\u00fcckhaltung und &#8222;Selbstbeschr\u00e4nkung&#8220; dahinf\u00e4llt, leuchtet ein. Die Planer des Windparks Schwyberg k\u00fcmmert das nicht. Obwohl nach obiger Definition der Mindestabstand, nach konservativster Methode gerechnet, mindestens 420 Meter betragen m\u00fcsste!<br \/>\nAuch hier weist die IG WINDLAND\u00a0 nach, dass selbst dieser Abstand noch viel zu klein ist.<\/span> <span style=\"font-size: small;\">Auch auf dem Heitersberg kann der im <em>Konzept Windenergie Schweiz<\/em> geforderte Abstand nicht ann\u00e4hernd eingehalten werden (462 Meter).<\/span><span style=\"font-size: small;\">Warum braucht es diese Abst\u00e4nde? WKA haben vier Emissionsarten, die durch den Abstand wesentlich entsch\u00e4rft werden:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"font-size: small;\">Bewegter Schattenwurf (innerhalb 1200 Meter)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: small;\">Eiswurf (innerhalb ca. 500 Meter)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: small;\">Infraschall (innerhalb ca. 3&#8217;500 Meter, siehe Wind Turbine Syndrome)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: small;\">Pulsierender L\u00e4rm (innerhalb mindestens 800 Meter, je nach Windrichtung)<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Diese Werte sind in der Schweiz stark umstritten. Die Windradlobby will sie so klein wie m\u00f6glich halten. <a title=\"Abst\u00e4nde Windkraftanlagen zu bewohnten Geb\u00e4uden im Ausland\" href=\"http:\/\/windland.ch\/abstaende_argumente.html\">Internationale Erfahrungen<\/a> zeigen aber, dass die obigen, von der IG WINDLAND geforderten Abst\u00e4nde notwendig sind, damit Anwohner nicht gef\u00e4hrdet werden. Aber diese Vorschl\u00e4ge werden von der Windradlobby mit allen Mitteln bek\u00e4mpft. Das ist deshalb so einfach, weil die betroffenen Anwohner immer in der Minderheit sind. W\u00e4hrend sich die Bev\u00f6lkerung mit dem Aufstellen von Windr\u00e4dern das eingeredete schlechte Klimagewissen erleichtert, m\u00fcssen die Anwohner teilweise massive Eingriffe in ihr Leben in Kauf nehmen. Das Wissen dar\u00fcber ist dermassen wenig verbreitet, dass die Windradlobby ein leichtes Spiel zu haben scheint.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In praktisch allen verf\u00fcgbaren Publikationen taucht immer wieder der Hauptgrund f\u00fcr den Einsatz von Windkraft auf: &#8222;Wir m\u00fcssen etwas gegen den Klimawandel tun&#8222;. Obwohl hundert bessere M\u00f6glichkeiten vorhanden sind, will der Branchenverband Suisse Eole auf praktisch allen H\u00fcgeln des Mittellandes solche Windr\u00e4der aufstellen. 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