{"id":5355,"date":"2017-06-21T11:23:16","date_gmt":"2017-06-21T11:23:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=5355"},"modified":"2017-06-21T14:54:03","modified_gmt":"2017-06-21T14:54:03","slug":"bericht-des-icben-kongress-ueber-laerm-als-ein-gesundheitsproblem-fuer-die-bevoelkerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=5355","title":{"rendered":"Bericht des ICBEN-Kongress \u00fcber L\u00e4rm als ein Gesundheitsproblem f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Der diesj\u00e4hrige <a href=\"http:\/\/icben2017.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ICBEN-Kongress an der ETH Z\u00fcrich <\/a>war wiederum gepr\u00e4gt durch die Anwesenheit prominenter Wissenschaftler und dem Besuch von wichtigen Beh\u00f6rdenvertretern z.B. des Schweizerischen Bundesamtes f\u00fcr Umwelt (BAFU). \u00a0Es ging dabei um die grossen Probleme mit L\u00e4rmemittenten wie Windkraftwerke, Strassenverkehr, Flugverkehr und Bahnverkehr. Der Kongress fand zwischen dem 18. Und 22. Juni 2017 im Geb\u00e4ude NO an der Clausiusstrasse 26 statt. Ungef\u00e4hr 300 angemeldete Kongressteilnehmer fanden einen logistisch gut organisierten Kongress vor, an dem sie teilweise hochkompetent \u00fcber die komplexen Themen der L\u00e4rmbelastung durch unsere Gesellschaft und ihre Industrieanlagen informiert wurden.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Kritisieren muss man die teilweise unverst\u00e4ndlichen Vortr\u00e4ge durch japanische Pr\u00e4sentatoren, die zu 90% satz- und sinnf\u00fcllende \u00c4hhs beitrugen und generell in ihrer Argumentation nicht sehr \u00fcberzeugten. Auffallend waren auch die vielen Studienzusammenfassungen, die offensichtlich die Tiefe der einzelnen Studien nicht wirklich erfassen konnten und damit ihren sinnvollen Beitrag an die Wissenschaft verloren haben. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Einen ideologischen Maulkorb durch ihre Regierung haben offensichtlich Philippe Lepoutre et Al bekommen, die reklamierten, es g\u00e4be praktisch keine seri\u00f6sen Studien zum Thema Windkraftwerke und Gesundheit und deshalb jegliche Nachteile einfach als unbewiesen darstellten. Wir kennen das auch vom Bundesamt f\u00fcr Energie, das ganz \u00e4hnliche Argumente vorbringt. Ich vermute allerdings, dass das Problem in all diesen F\u00e4llen vor allem die fehlende Lese- und Sprachkompetenz der beteiligten Wissenschaftler ist, die ihre Studien denn auch ausschliesslich in franz\u00f6sischer Sprache verfassen und in Anbetracht ihrer englischsprachigen Pr\u00e4sentationsqualit\u00e4t nicht wirklich \u00fcberzeugen konnten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">In das gleiche Kapitel passt auch der Vortrag des Japaners Akira Shimada. Er konnte noch nicht mal die Fragen des Publikums verstehen oder sogar beantworten. Seine und seiner Alliierten Aussage war aber auch, dass es nicht genug seri\u00f6se Studien f\u00fcr den Beleg der gesundheitlichen Belastung durch Windkraftwerke g\u00e4be und es deshalb keine solche geben w\u00fcrde. Seine Theorie, man m\u00fcsste den Windturbinenl\u00e4rm in ruhigen Umgebungen nicht h\u00f6her als 5 DbA \u00fcber den Umgebungsl\u00e4rm zulassen ist mehr als naiv. Akira Shimada repr\u00e4sentierte an der Konferenz aber auch das Japanische Umweltministerium. Scheinbar sind staatliche Instanzen generell nicht in der Lage, die Problematik in einer offenen und wissenschaftlich neutralen Weise anzugehen. Ein japanischer Mith\u00f6rer empfahl dem Vortragenden, seine Studie doch gleich in den Abfall zu werfen. Ich pflichte dem bei. Akira Shimada hat das mit einem freundlichen L\u00e4cheln quittiert.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Auch die WHO ist vor allem damit aufgefallen, ihre Studien noch nicht abgeschlossen zu haben und dabei die Problematik der Windkraftnutzung auszuklammern. Hier ist der Einfluss der m\u00e4chtigen Windkraftlobby gut sp\u00fcrbar. Auf den Folien erscheinen massenhaft Themen mit Flugzeugl\u00e4rm, Kohleminen und Strassenl\u00e4rm. Von Windkraft ist kaum die Rede. Man will es sich mit diesen Leuten nicht verderben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Positiv aufgefallen sind lediglich drei der von mir besuchten Vortr\u00e4ge, die bezeichnenderweise auch wesentlich klarer in der Aussage waren. Die Deutsche <a href=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/SubjectArea10_Burke_1002_3574.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Elisa Burke<\/a> hat etwas trocken aber kompetent \u00fcber die Problematik der Ver\u00e4nderung der H\u00f6rempfindlichkeit von Schall durch die Anwesenheit von Infraschall erz\u00e4hlt. Dass Infraschall in Kombination mit normalem Schall unter Umst\u00e4nden st\u00e4rker oder schw\u00e4cher empfunden wird, ist eine alte Theorie. Ihre Studie hat diese Tatsache nachweisen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Noch klarer war <a href=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/SubjectArea10_Bakker_1001_3872.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mariana Alves-Pereira<\/a>. Sie zeigte uns die Situation einer Familie \u201eT\u201c im Australischen New South Wales. Diese Familie war einer sogenannten \u201ecross-sensitisation\u201c (Mehrfachbelastung) einer Kohlemine, eines Kohlekraftwerks und eines Windparks ausgesetzt. Die durch die Probanden empfundenen Gesundheitsbelastungen konnten durch die getragenen BioPatches mit erh\u00f6htem Puls, Blutdruck und Atmungsaktivit\u00e4t nachvollzogen werden. Die Studie konnte nachweisen, dass auch bei leichten und ertr\u00e4glichen Symptomen durch die Jahre anhaltende und vermeintlich ertr\u00e4gliche Belastung (Kohlemine und Kohlekraftwerk) die Sensibilisierung f\u00fcr weitere Belastungen erh\u00f6ht werden kann (Windkraftwerke) und somit eine unertr\u00e4gliche und stark gesundheitsgef\u00e4hrdende Situation entstehen kann.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\"><a href=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/SubjectArea10_Cooper_1013_3659.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Steven Cooper<\/a> konnte in seinem Vortrag ebenfalls gut aufzeigen, wie Menschen auf Infraschall und tieffrequenten Schall reagieren. Steven Coopers Studie mit dem Namen \u201eCape Bridgewater Wind Farm Study\u201c wird im englischsprachigen Raum als Beginn des Untergangs der Windkraftindustrie bezeichnet. Er ist auch der einzige Pr\u00e4sentator, der sich unter anderem auf die Studie von Nina Pierpont beruft. Diese Studie \u201eWind Turbine Syndrome\u201c war die wohl erste Studie, die im Jahre 2009 die Symptome von Infraschall und tieffrequentem Schall der Windkraftwerke auf Menschen beschrieben und erkl\u00e4rt hat. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">All diese fundierten Studien hindern die offiziellen Stellen der Schweizer Beh\u00f6rden und auch der Windradlobby nicht daran, sie gegen jedes bessere Wissen als \u201eunseri\u00f6s\u201c darzustellen. Wer sich im Bundesamt f\u00fcr Energie oder \u00fcberhaupt in einem der vielen Bundes\u00e4mter auf diese Studie beruft, riskiert eine Mobbingattacke seiner gr\u00fcnlinken Mitarbeiter, wie wir das bisher nur in Zeiten der Hexenverbrennung gesehen haben. Die Schweizer Medienlandschaft verh\u00e4lt sich ebenso feige wie unprofessionell in dieser Sache.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Dass diese hervorragenden Studien im deutschsprachigen Raum kaum Beachtung oder sogar Ablehnung gefunden haben ist klar: Die meisten Wissenschaftler verstehen die Sprache, in der diese Studien verfasst sind schlicht und einfach ungen\u00fcgend: Englisch ist f\u00fcr japanische, deutsche und vor allem franz\u00f6sische Beh\u00f6rdenmitglieder nach wie vor eine Verst\u00e4ndigungsbarriere. Das sprachliche Manko kombiniert mit fachlicher Unf\u00e4higkeit l\u00e4sst diese Beamten alt aussehen. Anstelle einer entsprechenden Weiterbildung ignorieren sie lieber die eindeutigen Studien, um ihr blankes Unverst\u00e4ndnis zu kaschieren. In der Schweiz gelten nach wie vor die absolut unprofessionellen Abstands- und L\u00e4rmvorschriften, die obige Studien nicht im Ansatz ber\u00fccksichtigen. Es ist eine Schande, dass die Politiker hier offensichtlich nicht f\u00e4hig sind, der wissenschaftlichen Evidenz zum Durchbruch zu verhelfen und die Abst\u00e4nde der Schweizer Windparks auf die dringend n\u00f6tigen internationalen Abstands- und L\u00e4rmwerte zu bringen. Lieber portieren sie so einseitige Dokumente aus den Federn unserer Pseudointellektuellen und mit der Materie nicht Vertrauten wie Anton Gunzinger oder Rolf W\u00fcstenhagen. Die rein ideologisch argumentierenden Tr\u00e4umer an unseren Universit\u00e4ten finden das Geh\u00f6r praktisch jeder Beh\u00f6rde und jedes Mediums in der Schweiz. Die Kritiker dieser schwammigen Gr\u00fcnstromphilosophen werden derweil immer und \u00fcberall im Ansatz ignoriert.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Dass Windkraftwerke und ihre Emissionen einen negativen Einfluss auf unser Leben und unsere Gesundheit haben, kann kein normalintelligenter Mensch abstreiten. Die Belege daf\u00fcr sind erdr\u00fcckend. Es ist h\u00f6chste Zeit, dass sich mutige Politiker endlich mit der Problematik befassen.<\/span><\/p>\n<h3>Referenzen zur Cape Bridgewater-Studie<\/h3>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Cape-Bridgewater-Acoustic-Report.pdf\">Cape-Bridgewater-Acoustic-Report<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Bridge_Appendices-Part-1.pdf\">Bridge_Appendices-Part-1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Bridge_Appendices-Part-2.pdf\">Bridge_Appendices-Part-2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Bridge_Appendices-Part-3.pdf\">Bridge_Appendices-Part-3<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Bridge_Appendices-Part-4.pdf\">Bridge_Appendices-Part-4<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Bridge_Appendices-Part-5.pdf\">Bridge_Appendices-Part-5<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Bridge_Appendices-Part-6.pdf\">Bridge_Appendices-Part-6<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der diesj\u00e4hrige ICBEN-Kongress an der ETH Z\u00fcrich war wiederum gepr\u00e4gt durch die Anwesenheit prominenter Wissenschaftler und dem Besuch von wichtigen Beh\u00f6rdenvertretern z.B. des Schweizerischen Bundesamtes f\u00fcr Umwelt (BAFU). \u00a0Es ging dabei um die grossen Probleme mit L\u00e4rmemittenten wie Windkraftwerke, Strassenverkehr, Flugverkehr und Bahnverkehr. 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