{"id":5299,"date":"2017-01-23T09:13:43","date_gmt":"2017-01-23T09:13:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=5299"},"modified":"2017-01-23T09:13:43","modified_gmt":"2017-01-23T09:13:43","slug":"schoene-neue-oeko-energiewelt-licht-aus-pullover-an-treppe-statt-lift","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=5299","title":{"rendered":"Sch\u00f6ne neue \u00d6ko-Energiewelt: Licht aus, Pullover an, Treppe statt Lift"},"content":{"rendered":"<h3>\u00d6ko-Rotk\u00e4ppchen und der b\u00f6se Dunkelflaute-Wolf<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die aktuelle K\u00e4ltewelle in Europa bringt es an den Tag: Aufgrund des kalten Wetters sind die Stromerzeugungskapazit\u00e4ten in manchen L\u00e4ndern extrem am Limit. Ganz besonders in Frankreich, wo man wegen der zeitweiligen Stilllegung von zahlreichen Kernkraftwerken f\u00fcr Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfungen bereits Notma\u00dfnahmen ergreifen musste. Die dortige Erzeugung reicht wegen dieser Stilllegungen nicht mehr aus und muss durch Stromimporte aus dem Ausland erg\u00e4nzt werden. Allerdings will die Politik sowohl in Deutschland als auch in anderen L\u00e4ndern die zuverl\u00e4ssig Strom erzeugenden Kern- und Kohlekraftwerke kurz- bis mittelfristig stilllegen und durch angeblich \u201egrundlastf\u00e4higen\u201c Strom aus Wind- und Solarkraftwerken ersetzen. Je weiter dieses Vorhaben voranschreitet, desto sicherer steuert letztlich ganz Europa auf eine Katastrophe zu. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Ernst der Lage verdeutlicht eine Meldung des Manager-Magazins vom 19. Jan. 2017 [MaMa]. Unter der \u00dcberschrift \u201eBlackout-Gefahr &#8211; Atomkraftwerke schw\u00e4cheln &#8211; In Frankreich gehen die Lichter aus\u201c wird gemeldet, dass die Stadtverwaltung von Paris wegen der extremen Stromknappheit an etwa 330 \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden die Au\u00dfenbeleuchtung ausschalten lie\u00df. Weitere von der franz\u00f6sischen Regierung im Rahmen einer gro\u00df angelegten Kampagne angeregte Stromsparma\u00dfnahmen: Franzosen sollen mehr Treppen steigen statt den Fahrstuhl zu benutzen, und auf gro\u00dfe E-Mail-Anh\u00e4nge verzichten, um Serverleistung zu sparen. Wohnr\u00e4ume sollen nur auf 19 Grad geheizt werden, Bewohner dickere Pullover tragen und h\u00e4ufiger die Lichter ausmachen. Selbst gro\u00dfen Industriebetrieben wie der Aluminiumschmelze von Rio Tinto Alcan in D\u00fcnkirchen will man notfalls die Stromzufuhr kappen. Normalerweise sollte man solche Vorschl\u00e4ge angesichts der Erfordernisse moderner Industrienationen f\u00fcr einen schlechten Witz halten. Doch leider ist dies kein Scherz, sondern bitterer Ernst. Ohne die Unterst\u00fctzung der Nachbarl\u00e4nder \u00fcber das europ\u00e4ische Verbundnetz w\u00e4ren in der \u201eGrande Nation\u201c vermutlich bereits im November 2016 die Lichter ausgegangen. Wie kam es dazu?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5300\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1-2.png\" alt=\"\" width=\"1289\" height=\"970\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1-2.png 1289w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1-2-150x113.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1-2-300x226.png 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1-2-768x578.png 768w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1-2-1024x771.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1289px) 100vw, 1289px\" \/><em>Bild 1. Stromerzeugungsanteile in Frankreich (Bild: Commons.Wikimedia, Theanphibian [Thea])<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Sorgen bei der Kernkraft<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eigentlich hatte Frankreich bereits vor Jahrzehnten voll auf die Kernenergie gesetzt und mit aktuell 58 Kraftwerken den mit Abstand gr\u00f6\u00dften Bestand in Europa. Sie decken den Strombedarf des Landes zu \u00fcber 70 %, <strong>Bild 1<\/strong>. Damit h\u00e4tte das Land bei konsequenter Fortf\u00fchrung bis heute ein stromsorgenfreies Dasein. Diverse politisch bedingte Fehlplanungen f\u00fchrten jedoch zu \u00dcberkapazit\u00e4ten, au\u00dferdem wurde die franz\u00f6sische Kernenergiepolitik von Nachbarl\u00e4ndern aus heftig befehdet. Dies f\u00fchrte dazu, dass Neubau bzw. Ersatz von KKW bisheriger Bauart auf die lange Bank geschoben wurden und man wegen der in Europa vorherrschenden Sicherheitsbedenken mit dem EPR einen neuen Reaktortyp entwickelte, der wegen der \u00fcbertriebenen Ber\u00fccksichtigung von Einw\u00e4nden und Vorbehalten weitaus komplexer und teurer ausfiel als seine Vorg\u00e4ngermodelle. Von diesem sind bisher jedoch erst zwei Exemplare im Bau, wobei es sowohl in Olkiluoto (Finnland) als auch in Flamanville (Frankreich) zu massiven Problemen mit Termin- und Kosten\u00fcberschreitungen kam. Hinzu kam, dass 2016 bei der \u00dcberpr\u00fcfung der vorhandenen Reaktoren technische M\u00e4ngel aufgrund der Verwendung m\u00f6glicherweise fehlerhafter Stahllegierungen festgestellt wurden. Deshalb wurde im Oktober 2016 beschlossen, zahlreiche Kernkraftwerke im rollierenden Verfahren zur Durchf\u00fchrung der erforderlichen Kontrollen f\u00fcr jeweils mehrere Wochen abzuschalten. Dadurch kam es bereits im November 2016 zu massiven Stromengp\u00e4ssen. An der franz\u00f6sischen Stromb\u00f6rse EPEX schnellte der Preis im Day-Ahead-Handel fallweise auf bis zu 850 \u20ac\/ Mwh hoch. Das entspricht dem 20- bis 40fachen des sonst \u00fcblichen Niveaus von um die 20-40 \u20ac\/MWh [EPEX].<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kollapsbef\u00fcrchtungen im Januar<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um einen bef\u00fcrchteten Kollaps in der st\u00e4rksten K\u00e4lteperiode, die \u00fcblicherweise im Januar auftritt, zu vermeiden, legte Frankreich zusammen mit Nachbarl\u00e4ndern Notfallpl\u00e4ne auf Kiel. Den Beteiligten war klar, dass Frankreich aus seinen Nachbarl\u00e4ndern \u2013 Schweiz, Belgien, Gro\u00dfbritannien, Spanien und vor allem aus Deutschland \u2013 erhebliche Mengen Strom importieren musste. Deshalb erh\u00f6hten beispielsweise die deutschen Netzbetreiber kurzfristig die \u00dcbertragungsf\u00e4higkeit von Stromtrassen nach Frankreich, zudem wurden geplante Wartungsarbeiten an Stromleitungen au\u00dferplanm\u00e4\u00dfig verschoben [WIFR]. Dass dies nachteilige Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit in Deutschland haben k\u00f6nnte, sei hier nur am Rande vermerkt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Terminanpassungen bei Wartungsabschaltungen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine noch wichtigere Rolle d\u00fcrfte jedoch spielen, dass die Genehmigungsstellen in Frankreich ihre Terminvorgaben an die Notfallsituation angepasst haben. So meldete die \u201eWorld Nuclear News\u201c am 16. Januar, dass die zust\u00e4ndige Aufsicht bereits am 12. Januar die Genehmigung zur Wiederinbetriebnahme von neun Reaktoren &#8211; Bugey 4, Dampierre 3, Fessenheim 1, Gravelines 2 und 4, Saint-Laurent B1 sowie Tricastin 1, 3 und 4 \u2013 erteilt habe [NUNE]. Zugleich wurde der f\u00e4llige Inspektionstermin von Tricastin 2 mit ausdr\u00fccklichem Bezug auf den Stromengpass um zwei Wochen nach hinten verschoben. Ohne dieses Timing, das immerhin rund 10 GW an Reaktorleistung rechtzeitig zum vermuteten H\u00f6hepunkt der K\u00e4ltewelle verf\u00fcgbar machte, h\u00e4tte Frankreich m\u00f6glicherweise sehr massive Probleme mit der Stromversorgung mit der Gefahr eines Blackouts bekommen. Verglichen mit diesen notfallm\u00e4\u00dfig verf\u00fcgbar gemachten Kapazit\u00e4ten ist die Abschaltung von ein paar Fassadenbeleuchtungen kaum der Rede wert.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5302\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2-2.png\" alt=\"\" width=\"811\" height=\"536\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2-2.png 811w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2-2-150x99.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2-2-300x198.png 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2-2-768x508.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 811px) 100vw, 811px\" \/><em><strong>Bild 2<\/strong>. Schein und Sein: Ungeachtet der riesigen Erzeugungskapazit\u00e4t von mehr als 90.000 MW (blaue Linie) lieferte die Prognose f\u00fcr die EE-Stromerzeugung am 21. Januar 2017 lediglich Werte zwischen 2.100 und 8.500 MW (Daten: [ENTS])<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kein Verlass auf deutschen EE-Strom<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie steht es jedoch um die F\u00e4higkeit Deutschlands zur Hilfestellung in Form von Stromlieferungen? W\u00e4hrend gr\u00fcnlinke Klimarettungsapostel st\u00e4ndig Jubelmeldungen \u00fcber die zunehmende Erzeugung von Strom aus \u201eerneuerbarer\u201c Energie verbreiten, zeigt die Realit\u00e4t am besonders kritischen Wochenende vom 20-22 Januar, wie verlassen sowohl Deutschland als auch Frankreich gewesen w\u00e4ren, wenn Deutschland nicht noch immer \u00fcber einen kompletten Kraftwerkspark verf\u00fcgen w\u00fcrde, der einspringt, wenn Wind und Sonne wegen \u201eDunkelflaute\u201c mal wieder keine Lust haben, nennenswerte Mengen an Strom zu produzieren. <strong>Bild 2 <\/strong>zeigt, dass die insgesamt \u00fcber 90.000 MW an installierter Solar- und Winderzeugungskapazit\u00e4t laut Prognose am 21. Januar lediglich zwischen 2.100 und maximal 8.500 MW ins Netz liefern w\u00fcrden. Das reicht fallweise nur f\u00fcr etwas mehr als die Stra\u00dfenbeleuchtung in beiden L\u00e4ndern. Grund hierf\u00fcr ist der geradezu l\u00e4cherliche Nutzungsgrad der EE-Stromerzeuger Wind und Sonne bei \u201eDunkelflaute\u201c, <strong>Bild 3<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n <em> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5303\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/3-1.png\" alt=\"\" width=\"810\" height=\"536\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/3-1.png 810w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/3-1-150x99.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/3-1-300x199.png 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/3-1-768x508.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 810px) 100vw, 810px\" \/><strong>Bild 3.<\/strong> Nutzungsgrad der gesamten \u00fcber Deutschland sowie der deutschen Nord- und Ostsee verteilten Wind- und Solarkapazit\u00e4ten am 21.Januar 2017 (Daten: [ENTS])<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbst zusammengenommen erreichte am 21. Jan. der Nutzungsgrad nur in der Mittagszeit kurzfristig etwas mehr als 9 %, w\u00e4hrend der Minimalwert nur bei rund 2,4 % liegt. Der Blick auf den Verlauf zeigt sofort, dass es vor allem die Winderzeugung war, die eine geradezu l\u00e4cherlich schlechte Leistung ablieferte. Damit werden gleich zwei Mythen der Windlobby auf einmal widerlegt. Selbst deutschlandweit weht der Wind nicht immer irgendwo. Die Hoch- und Tiefdruckgebiete, die den Wind antreiben, sind so gro\u00dffl\u00e4chig, dass Mangel oder \u00dcberproduktion meist in ganz Deutschland gleichzeitig auftreten. Gleichzeitig beweist der Kurvenverlauf auch, dass dies auch f\u00fcr den angeblich \u201egrundlastf\u00e4higen\u201c Offshore-Wind gilt, denn die Produktion der gro\u00dfen Windparks in Nord- und Ostsee ist in den Zahlen mit enthalten. Und dies war beileibe keine Ausnahme: Vergleichbare Bedingungen mit deutlich bis dramatisch unterdurchschnittlicher Produktion von Strom aus Sonne und Wind herrschten in Deutschland w\u00e4hrend gut der H\u00e4lfte des Zeitraums vom 1. bis zum 22. Januar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Konsequenzen f\u00fcr den Strompreis<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Vorstellung davon, welche Auswirkungen eine \u00fcberwiegend auf Wind und Sonne ausgerichtete Stromerzeugung nicht nur auf die Verf\u00fcgbarkeit, sondern auch auf den Preis von Strom habe d\u00fcrfte, vermittelt <strong>Bild 4<\/strong>. Dieses zeigt die an der Stromb\u00f6rse EPEX im Verlauf des 20. Januar erzielten Preise f\u00fcr elektrische Energie im Vergleich zum Preisniveau zur problemlosen Situation am 15. Juli 2016.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n <em> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5304\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/4-1.png\" alt=\"\" width=\"894\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/4-1.png 894w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/4-1-150x95.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/4-1-300x190.png 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/4-1-768x486.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 894px) 100vw, 894px\" \/><strong>Bild 4<\/strong>. Im Verlauf des 20. Januar an der Stromb\u00f6rse EPEX erzielte Day-Ahead-Preise im Vergleich zu einer \u201eNormalsituation\u201c am 15. Juli 2016 (Daten: [EPEX])<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz aller ergriffenen Nothilfema\u00dfnahmen war die Versorgungslage wegen der unzureichenden Produktion von deutschem \u201eEE-Strom\u201c teilweise recht kritisch. Die hektische \u201eFieberkurve\u201c der EPEX-Preise vom 20. Januar ist ein deutliches Indiz der angespannten Versorgungslage. Das Preisniveau lag in der Spitze um bis zu rund 700 % \u00fcber dem \u00fcblichen Level. Damit entspricht der B\u00f6rseneinkaufspreis schon nahezu dem Strompreis von rund 16 ct., den franz\u00f6sische Endverbraucher 2015 zahlten. Man muss sich als Verbraucher klar machen, dass solche Situationen bei h\u00e4ufigerem Auftreten in erheblichem Ma\u00dfe auch auf die Endverbraucherpreise durchschlagen w\u00fcrden. Noch deutlicher wird diese Warnung, wenn man ber\u00fccksichtigt, dass am 7., 8. und 14. November 2016 in der Spitze sogar Preise von bis zu 850,- \u20ac pro MWh gezahlt wurden. Das entspricht einem B\u00f6rseneinkaufpreis von sage und schreibe 85 ct. Das waren zwar nur sehr kurzfristige steile Spitzen, doch vermitteln sie eine Vorstellung davon, welche preislichen Auswirkungen eine derart angespannte Situation bei der Stromverf\u00fcgbarkeit haben kann, wenn die Stromproduktion bei immer weiter gehender Stilllegung zuverl\u00e4ssiger Kern- und Kohlekraftwerke ernsthaft und f\u00fcr mehr als nur ein paar Stunden den Bedarf unterschreitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Frankreichs Sozialisten im Dilemma<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Interessanter Nebenaspekt der beschriebenen Ereignisse d\u00fcrften die Auswirkungen auf die energiepolitischen Positionen der franz\u00f6sischen Sozialisten sein. Die f\u00fcr Energie zust\u00e4ndige Ministerin S\u00e9gol\u00e8ne Royal zeichnete ebenso wie ihr ehemaliger Lebensgef\u00e4hrte Hollande verantwortlich f\u00fcr die 2011 erhobene Forderung nach Stilllegung von 24 der 2011 noch verbliebenen 58 franz\u00f6sischen Kernkraftwerke bis sp\u00e4testens 2025. Das KKW Fessenheim sollte sogar sofort abgeschaltet werden. Vermutlich hat sie in den letzten Wochen jeden Abend auf Knien Dankgebete daf\u00fcr gesprochen, dass ihre Regierung dieses Vorhaben bisher nicht umgesetzt hat. Mehrheitsf\u00e4hig d\u00fcrfte eine solche Politik nach den jetzigen Ereignissen so schnell nicht mehr werden.<\/p>\n<p><em>Fred F. Mueller<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Quellen<\/h3>\n<ul>\n<li>[ENTS] https:\/\/transparency.entsoe.eu<\/li>\n<li>[EPEX] https:\/\/www.epexspot.com\/<\/li>\n<li>[MaMa] http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/energie\/frankreich-kaeltewelle-bringt-atomkraftwerke-an-grenzen-a-1130754.html<\/li>\n<li>[NUNE] http:\/\/www.world-nuclear-news.org\/RS-EDF-gets-approval-to-restart-nine-units-16011702.html<\/li>\n<li>[WIFR] https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kernenergie_in_Frankreich<\/li>\n<li>[Thea] https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Electricity_in_France_de.svg<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6ko-Rotk\u00e4ppchen und der b\u00f6se Dunkelflaute-Wolf Die aktuelle K\u00e4ltewelle in Europa bringt es an den Tag: Aufgrund des kalten Wetters sind die Stromerzeugungskapazit\u00e4ten in manchen L\u00e4ndern extrem am Limit. Ganz besonders in Frankreich, wo man wegen der zeitweiligen Stilllegung von zahlreichen Kernkraftwerken f\u00fcr Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfungen bereits Notma\u00dfnahmen ergreifen musste. Die dortige Erzeugung reicht wegen dieser Stilllegungen nicht [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":259,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7,30,33],"tags":[],"class_list":["post-5299","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-die-co2-debatte","category-fanatismus-der-okofundis","category-wirtschaftliche-folgen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5299","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/259"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5299"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5299\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5299"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5299"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5299"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}