{"id":5140,"date":"2016-06-21T07:59:53","date_gmt":"2016-06-21T07:59:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=5140"},"modified":"2016-06-21T08:02:47","modified_gmt":"2016-06-21T08:02:47","slug":"wenn-illusionen-an-der-realitaet-zerplatzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=5140","title":{"rendered":"Wenn Illusionen an der Realit\u00e4t zerplatzen"},"content":{"rendered":"<h2>EEG und Klimaschutz: Bis zu den Radnaben im Sumpf<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Im Bereich der deutschen Klimapolitik deutet sich eine drastische Zuspitzung an. Aus Sicht der Bundesregierung ist der \u201eKlimarettungsgipfel\u201c COP 21 in Paris erfolgreich verlaufen und hat genau das von Merkel, Schellnhuber und ihren Verb\u00fcndeten gew\u00fcnschte Ergebnis gebracht: Die Lizenz zur Deindustrialisierung der westlichen Welt, blumig als \u201eDekarbonisierung\u201c bezeichnet. Mit Unterzeichnung des entsprechenden Abkommens in New York glaubt man, jetzt die Samthandschuhe ausziehen und die gro\u00dfe Brechstange herausholen zu k\u00f6nnen. Die Planungen von Barbara Hendricks laufen auf eine Zerschlagung der meisten Schl\u00fcsselindustrien hinaus. Danach w\u00e4re Deutschland keine Industrienation mehr. Doch im Hintergrund versteift sich der versteckte Widerstand auf der Fachebene der Ministerien.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man sich die Absichten der Regierung ansieht, beschleicht einen ein beklemmendes Gef\u00fchl von d\u00e9j\u00e0-vu: Manches erinnert an jenen aufger\u00e4umt wirkenden Erich Honecker, der am 14. August 1989 vor laufenden Kameras t\u00f6nte: \u201eDen Sozialismus in seinem Lauf h\u00e4lt weder Ochs noch Esel auf\u201c. Nur wenige Tage danach begann Ungarn, Botschaftsfl\u00fcchtlinge via Luftbr\u00fccke in den Westen zu evakuieren. Der geradezu extreme Grad an Realit\u00e4tsverlust, den Honecker und mit ihm die gesamte DDR-F\u00fchrung in jenen Tagen offenbarte, wird im kollektiven Ged\u00e4chtnis Deutschlands noch \u00fcber Generationen erhalten bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen vergleichbaren Realit\u00e4tsverlust kann man heute erneut bei einer deutschen Regierung bewundern. Pikanterweise stammt deren entscheidende F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit just aus dem gleichen Umfeld wie der mittlerweile verblichene Ex-Chef der DDR. Im Unterschied zu damals ist es der heutigen politischen F\u00fchrung jedoch gelungen, das Geb\u00e4ude aus falschen Versprechungen und Illusionen, das sie mit ihren Spr\u00fcchen von unbegrenzt \u201eerneuerbarer\u201c Energie und der erforderlichen Rettung des Weltklimas errichtet hat, sehr fest in den K\u00f6pfen der Menschen zu verankern. So fest, dass man sich schon etwas intensiver mit den entsprechenden Zahlen besch\u00e4ftigen muss, um den Betrug zu erkennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-5142 alignleft\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild01-1.png\" alt=\"kbild01\" width=\"165\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild01-1.png 338w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild01-1-100x150.png 100w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild01-1-200x300.png 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 165px) 100vw, 165px\" \/><strong>Bild 1<\/strong>. Feuer unter dem Dach: Die d\u00e4nische Regierung hat bei ihrer bisher auf Windenergie ausgerichteten Energiepolitik bereits die Notbremsung eingeleitet [DAEN]<\/em><\/p>\n<h3>\u00a0<\/h3>\n<h3><strong>Die bisherige \u201eKlimapolitik\u201c ist gescheitert<\/strong>&#8230;<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dreh- und Angelpunkt der seit fast zwei Jahrzehnten immer aggressiver betriebenen \u201eKlimapolitik\u201c Deutschlands ist das Bestreben, den Aussto\u00df des als angeblichen Klimakillers verrufenen CO<sub>2<\/sub> stark einzud\u00e4mmen. Trotz zahlreicher Einspr\u00fcche renommierter Wissenschaftler gegen die oft dubiosen Argumente derjenigen, welche die These vom \u201emenschengemachten Klimawandel\u201c propagieren, wird diese Hypothese inzwischen bereits Sch\u00fclern in Grundschulen als \u201eStand der Wissenschaft\u201c eingebl\u00e4ut. Beim Versuch, diesen Unsinn in die Praxis umzusetzen, ist die Politik allerdings bereits jetzt mit dem Vorhaben, den CO<sub>2<\/sub>-Ausstoss signifikant zu senken, gescheitert, wie <strong>Bild 2<\/strong> beweist.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5143\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild02-1.png\" alt=\"kbild02\" width=\"777\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild02-1.png 777w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild02-1-150x97.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild02-1-300x193.png 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild02-1-768x494.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 777px) 100vw, 777px\" \/><em>Bild 2.<\/em><\/strong><em> Trotz aller Ma\u00dfnahmen einschlie\u00dflich der \u201eEnergiewende\u201c sind die Bem\u00fchungen, die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen unter die Marke von 800 Mio. t\/a zu senken, gescheitert (Daten: Statista (rot), Projektionsberechnung (blau))\u00a0\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach den bisher geltenden Planungen sollten die Emissionen bis 2020 auf ca. 625 Mio. t\/a gesenkt werden. Der Verlauf der Trendlinie zeigt jedoch, dass dies mit den \u00fcblichen Lenkungsmitteln der Politik nicht erreicht werden kann. Zugleich kann dies als Beweis daf\u00fcr gewertet werden, dass das k\u00fcnftige Ziel von &lt; 210 Mio. t\/a bis 2050 nur mit massiven Zwangsma\u00dfnahmen und tiefen Einschnitten in Wohlergehen und Wohlstand der B\u00fcrger erreichbar w\u00e4re.<\/p>\n<h3><strong>Immense und weiter stark steigende Kosten&#8230;<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen gro\u00dfen Anteil der Kosten, den der Kampf gegen das CO<sub>2<\/sub> bisher verursacht hat, mussten die Stromverbraucher schultern. Dieses angebliche\u201eTreibhausgas\u201c ist in Wirklichkeit Grundlage des Lebens, denn ohne\u00a0\u00a0 CO<sub>2<\/sub> in der Luft g\u00e4be es kein Pflanzenwachstum, keine Lebensmittel und kein Leben. In ihrer sinnbefreiten Anti-CO<sub>2<\/sub>-Kampagne haben aufeinanderfolgende Regierungen stets die Umstellung der Stromversorgung auf angeblich \u201eerneuerbare\u201c Energieen als wichtigstes Instrument angesehen. Um das Angebot an diesen eigentlich nicht konkurrenzf\u00e4higen Stromerzeugungstechnologien zu erh\u00f6hen, wurden den entsprechenden Investoren im sogenannten \u201eErneuerbare-Energien-Gesetz\u201c (EEG) Traumkonditionen angeboten: Extrem hoch \u00fcber den Marktpreisen liegende, auf 20 Jahre garantierte Abnahmepreise, Vorrang bei der Stromeinspeisung vor den g\u00fcnstigeren konventionellen Anbietern und sogar die Bezahlung \u201ehypothetischen\u201c Stroms, der mangels ausreichender Netzkapazit\u00e4ten gar nicht erzeugt wurde. Zu den gr\u00f6\u00dften Unversch\u00e4mtheiten geh\u00f6rt hierbei, dass diese Privilegien durch Zwangsabgaben auf die von jedem Verbraucher genutzte Elektrizit\u00e4t finanziert werden. Aufgrund dieses cleveren juristischen Tricks kann man nicht von Subvention sprechen. Das erlaubt es den Vertretern dieser Branchen, mit frecher Stirne vor der \u00d6ffentlichkeit zu behaupten, sie w\u00fcrden gar nicht subventioniert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem von rasant steigenden Strompreisen gebeutelten Verbraucher ist es jedoch egal, ob man ihm das Geld in Form eines Aufschlags oder durch Subventionierung aus der Tasche zieht: Betrug ist Betrug. Die Summen haben inzwischen geradezu astronomische Gr\u00f6\u00dfenordnungen erreicht (<strong>Bild 3<\/strong>), obwohl der Anteil EEG-gef\u00f6rderten Stroms an der Gesamterzeugung im Jahr 2015 erst rund 26 % erreichte. Um die Darstellung\u00a0 zu verstehen, muss man ber\u00fccksichtigen, dass hier die noch kommenden, auf 20 Jahre festgeschriebenen Verpflichtungen einbezogen wurden. Die S\u00e4ulen beinhalten deshalb nicht nur das Geld, um das die Verbraucher bisher betrogen wurden, sondern auch die Summen, die man ihm auch noch in den n\u00e4chsten Jahren aus der Tasche ziehen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5145\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild03-1.png\" alt=\"kbild03\" width=\"742\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild03-1.png 742w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild03-1-150x101.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild03-1-300x202.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 742px) 100vw, 742px\" \/><em>Bild 3<\/em><\/strong><em>. Kumulierte Gesamtverpflichtung aufgrund des EEG. 2015 und 2016 Prognosen, ab 2017 Trendberechnung (Daten: [BMWI])<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gesamtverpflichtung ergibt sich aus der 20j\u00e4hrigen Abnahme- und Preisgarantie des EEG. Die 883 Mio. \u20ac EEG-Auszahlungen, die im Jahre 2000 f\u00e4llig waren, m\u00fcssen auch noch f\u00fcr die folgenden 19 Jahre gezahlt werden, so dass es sich in Wirklichkeit um 17,7 Mrd. \u20ac handelt. Insgesamt summiert sich dies bis einschlie\u00dflich 2016 bereits auf mehr als 580 Mrd. \u20ac. Besonders be\u00e4ngstigend ist der ungebrochene Trend nach oben. Bereits im Jahre 2021 d\u00fcrfte die Billion \u20ac knapp erreicht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hinzu kommen noch erhebliche verborgene Kosten. Man hat immer gr\u00f6\u00dfere Zusatzkosten in den Netzentgelten versteckt, so z.B. die Milliardenaufwendungen f\u00fcr die Stabilisierung der Stromnetze aufgrund der St\u00f6rimpulse durch die \u201eErneuerbaren\u201c. Diese m\u00fcssen n\u00e4mlich durch teure Gegenma\u00dfnahmen &#8211; das sogenannte \u201eRedispatching\u201c &#8211; aufgefangen werden. Auch die enormen Kosten f\u00fcr neue Fernleitungen wie \u201eS\u00fcdlink\u201c m\u00fcssen hinzugerechnet werden, denn ohne die \u201eEnergiewende\u201c w\u00fcrde man diese gar nicht ben\u00f6tigen. S\u00fcdlink ist nichts weiter als ein extrem \u201egro\u00dfz\u00fcgiges\u201c Geschenk des Staates an die Windbarone im Norden auf Kosten der Verbraucher.<\/p>\n<h3><strong>&#8230;die quasi ins Unendliche steigen werden<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vergleicht man die Bilder 1 und 2, so f\u00e4llt sofort ins Auge, dass der \u201eKampf gegen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen\u201c von vornherein nicht gewonnen werden kann. Die Kosten werden immer steiler nach oben gehen, w\u00e4hrend sich das Ergebnis gleichzeitig mehr und mehr der Null n\u00e4hert. Lassen wir in diesem Zusammenhang erst einmal die Tatsache unber\u00fccksichtigt, dass es die Regierung selbst ist, die durch Stilllegung von Kernkraftwerken daf\u00fcr sorgt, dass eine wesentliche CO<sub>2<\/sub>-arme Technologie, die noch im Jahr 2000 rund 30 % zur deutschen Stromerzeugung beitrug, zum Niedergang verurteilt ist. Stattdessen wurde und wird dem B\u00fcrger das EEG samt seiner Kosten als Mittel zur Reduzierung der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen verkauft. Doch gebracht hat es nichts, wie der Blick auf das Ergebnis beweist. Durch Kombination der j\u00e4hrlichen Zahlen \u2013 Steigerung der EEG-bedingten Kosten einerseits und im jeweils gleichen Jahr zu verzeichnende Verringerung des CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00dfes andererseits \u2013 l\u00e4sst sich leicht ermitteln, was uns im betreffenden Jahr die Einsparung jeder Tonne CO<sub>2<\/sub> in Euro allein schon durch das EEG gekostet hat, <strong>Bild 4<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5147\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild04-1.png\" alt=\"kbild04\" width=\"713\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild04-1.png 713w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild04-1-150x105.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild04-1-300x210.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 713px) 100vw, 713px\" \/><em><strong>Bild 4<\/strong>. Berechnung der EEG-bedingten Kosten f\u00fcr die Einsparung von jeweils einer Tonne CO<sub>2<\/sub> in den Jahren seit 2000<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die der Grafik zugrundeliegenden Zahlen wurden anhand von gegl\u00e4tteten Trendanalysen der Bilder 2 und 3 berechnet. W\u00e4hrend der Beitrag des EEG zur Verringerung der deutschen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen im Jahre 2000 bei \u201elediglich\u201c 116,- \u20ac\/ t lag, stiegen diese Belastungen in den Folgejahren exponentiell an. Im laufenden Jahr wird die Verringerung der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen den deutschen Stromverbraucher bereits 2764,- \u20ac\/t kosten, und f\u00fcr 2021 d\u00fcrfte dies auf 4556,- \u20ac\/ t steigen. Beim Betrachten der drei Diagramme wird sofort klar, dass ohne \u00c4nderung der bisherigen Politik die Kosten in den n\u00e4chsten Jahren in unkontrollierbarer Weise immer weiter durch die Decke gehen werden. Sowohl die \u201eEnergiewende\u201c als auch die \u201eDekarbonisierung\u201c sind weder technisch realisierbar noch finanziell tragbar. Dem W\u00e4hler gegen\u00fcber kann bzw. will die Politik das jedoch nicht zugeben und sucht verzweifelt nach Auswegen und Ausreden. Man hat sich in eine ausweglose Lage man\u00f6vriert, in der es weder vorw\u00e4rts noch r\u00fcckw\u00e4rts gehen kann, \u00e4hnlich wie bei einem Auto, das sich bis \u00fcber die Radnaben im Morast festgefahren hat.<\/p>\n<p><strong>Anzeichen von Widerstand?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Regierung plant, ihren drastischen neuen Klimaschutzplan bis Mitte des Jahres zu verabschieden. Neueste Meldungen z.B. im Handelsblatt schienen zun\u00e4chst Hinweise zu liefern, dass sich hiergegen Widerstand regte. Einer Meldung des \u201eHandelsblatts\u201c vom 19.5. zufolge lehnen die L\u00e4nder den Klimaschutzplan 2050 ab [HAND]. Bem\u00e4ngelt wird, dass \u201eder bislang vorliegende Ma\u00dfnahmenkatalog aus dem Bundesumweltministerium hohe Risiken f\u00fcr den Wirtschaftsstandort (berge). Er m\u00fcsse daher mit den betroffenen Verb\u00e4nden und den Bundesl\u00e4ndern abgestimmt werden, ehe das Bundeskabinett ihn beschlie\u00dfen k\u00f6nne. Sowohl die Wirtschaft als auch die L\u00e4nder seien bisher nicht ausreichend eingebunden worden. Der Plan enthalte eine Vielzahl kritisch zu beurteilender Ma\u00dfnahmenvorschl\u00e4ge.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allerdings d\u00fcrfte es den L\u00e4ndern auch hierbei lediglich darum gehen, f\u00fcr sich etwas bessere Bedingungen herauszuholen. Bisher konnte die Bundesregierung sie noch jedesmal mit der einen oder anderen Milliardenzusage aus Sch\u00e4ubles \u201enie versiegendem\u201c Steuertopf letztlich ruhigstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch von der Wirtschaft, selbst von den unmittelbar existenziell betroffenen Energieerzeugern oder den gro\u00dfen Verbrauchern, ist kein Einspruch zu erwarten. Zu sehr hat sich in deren Managementebenen ein Typus festgesetzt, der sich vor allem durch Anpasseritis und eine Vorliebe f\u00fcr B\u00fccklingsgerichte auszeichnet. Langfristiges strategisches Denken und die Bereitschaft, auch einmal die ureigenen Interessen des Unternehmens zu vertreten, muss man dort mit der Lupe suchen. Pers\u00f6nlichkeiten wie von Brauchitsch, Ackermann oder Grossmann sucht man heute vergeblich: Die letzten ihrer Art wurden von NGO&#8217;s, Politik, Medien und einer B\u00fctteljustiz systematisch aus ihren Funktionen gemobbt.<\/p>\n<h3><strong>Wie geht es weiter?<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurzfristig ist keine \u00c4nderung des Kurses zu erwarten. Die Regierung hat sich auf Gedeih und Verderb auf die Fortf\u00fchrung der \u201eKlimarettung\u201c festgelegt Das Gleiche gilt auch f\u00fcr die Linken und die Gr\u00fcnen, und auch die FDP hat in Rheinland-Pfalz gezeigt, dass ihr einziges Bestreben darin besteht, endlich wieder an die Fleischt\u00f6pfe der Macht zu gelangen. Daher ist es ziemlich sicher, dass wir ab Mitte des Jahres ein selbstm\u00f6rderisches \u201eKlimaschutzgesetz\u201c bekommen werden, dessen Umsetzung insbesondere \u201eBurning Barbara\u201c sicherlich mit missionarischem Eifer vorantreiben wird.<\/p>\n<h3><strong>Beim EEG geht es nur noch um Schadensbegrenzung<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen Sondereinfluss gibt es allerdings bei der Stromerzeugung. Bei der Neufassung des EEG steht die Regierung ganz offensichtlich mit beiden F\u00fc\u00dfen auf der Bremse. Die jetzt bekanntgewordenen Zahlen sind n\u00e4mlich weit von den Werten entfernt, die zur Erreichung des urspr\u00fcnglich gesetzten Ziels erforderlich w\u00e4ren. Die Behauptung, wir h\u00e4tten dank des EEG bereits einen Anteil von rund 33 % \u201eEE\u201c-Strom an der Gesamtproduktion, ist eine der zahlreichen bewussten Irref\u00fchrungen der Politik. Dabei wird verschwiegen, dass eine wichtige Erzeugungsart \u2013 die Wasserkraft \u2013 schon lange vor Einf\u00fchrung des EEG existierte. Die rund 19,5 TWh, die diese im letzten Jahr zur Gesamtproduktion beisteuerte, werden zwar gerne in der \u201eErfolgsbilanz\u201c aufgef\u00fchrt, m\u00fcssten aber eigentlich als separate Position gef\u00fchrt werden. Die knapp 7,7 % Biomasse und Hausm\u00fcll sind zwar aktuell noch vorhanden, doch wird man schon in wenigen Jahren keines der entsprechenden Kraftwerke mehr am Markt finden, wenn man hierzulande endlich begreift, dass jede zur Stromerzeugung verschwendete Tonne Mais soundsoviele zus\u00e4tzliche Hungerfl\u00fcchtlinge nach Europa schwemmen wird. Auf l\u00e4ngere Sicht werden wir \u201eEE\u201c-Strom wohl nur aus Fotovoltaik \u2013 wo ein \u201eDeckel\u201c von etwa 52 GW im Gespr\u00e4ch war &#8211; sowie durch Windenergie erhalten. Bei der Windenergie standen Ende 2015 rund 45 GW Kapazit\u00e4t zur Verf\u00fcgung, <strong>Bild 5<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5149\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild05.png\" alt=\"kbild05\" width=\"786\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild05.png 786w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild05-150x95.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild05-300x191.png 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild05-768x489.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 786px) 100vw, 786px\" \/><em><strong>Bild 5.<\/strong> Zum Jahresende 2015 befanden sich in Deutschland Windenergieanlagen mit einer Gesamt-Typenschildleistung von knapp 45 GW am Netz (Daten: Rolf Schuster)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zurzeit geht die Bundesregierung davon aus, dass der Strombedarf des Landes r\u00fcckl\u00e4ufig sein wird. Wie geradezu kriminell amateurhaft das ist, kann man schon allein daran erkennen, dass man schlicht \u201evergessen\u201c zu haben scheint, dass man f\u00fcr die jetzt massiv gef\u00f6rderten Elektrofahrzeuge ja zus\u00e4tzlich Strom ben\u00f6tigen wird, und zwar rund 130 TWh allein f\u00fcr den PKW-Bereich. Von der Umstellung der Heizungen von \u00d6l bzw. Gas auf W\u00e4rmepumpen gar nicht erst zu reden. Selbst bei extrem konservativer Kalkulation kann f\u00fcr die Stromerzeugung des Jahres 2050 ein Wert von 762 TWh\/a als untere Grenze des realistischen Bereichs angesehen werden. Einziger ernstzunehmender Lieferant f\u00fcr rund 74 % dieser Produktion kann nur die Windenergie sein. Unter Ber\u00fccksichtigung des entsprechenden Nutzungsgrades w\u00fcrde dies bedeuten, dass wir bis 2050 die installierte Erzeugungskapazit\u00e4t auf mindestens ca. 340 GW steigern m\u00fcssten, <strong>Bild 6<\/strong>. Doch da sind auch die Probleme mit den Kosten und den Transportkapazit\u00e4ten und der Netzstabilit\u00e4t und den nicht existenten Speichern etc. etc.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5150\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild06.png\" alt=\"kbild06\" width=\"819\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild06.png 819w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild06-150x92.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild06-300x183.png 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild06-768x469.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px\" \/><em><strong>Bild 6<\/strong>. Bis zum Jahre 2050 mindestens erforderliche Kapazit\u00e4ten an Windenergieanlagen zur Sicherstellung eines \u201eEE\u201c-Anteils von 80 %. Blau: Ist-Daten (Rolf Schuster), Rot: Projektion aufgrund eigener Berechnungen<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus der Darstellung in Bild 6 geht klar hervor, dass die Bundesregierung dabei ist, die selbst gesteckten Ziele bei weitem zu verfehlen. Um die geplanten 80 % \u00fcberhaupt erreichen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssten von jetzt an jedes Jahr netto etwas mehr als 8 GW Windenergieleistung zugebaut werden. Das jetzt vorgestellte neue EEG wird dieses Ziel nicht erreichen k\u00f6nnen. Festgelegt werden lediglich 2,8 bzw. 2,9 GW\/a f\u00fcr Windenergie an Land, 0,73 GW\/a f\u00fcr Offshore-Wind sowie weitere 0,6 GW\/a f\u00fcr Fotovoltaik, alles andere bleibt vage. Nat\u00fcrlich wei\u00df man in den Ministerien, dass die proklamierten Ziele so nicht erreicht werden k\u00f6nnen, aber man schert sich offenkundig nicht darum. Grund hierf\u00fcr ist vermutlich die Angst der Politik, dass der Anstieg der Strompreise bei den Verbrauchern eine Schmerzgrenze \u00fcberschreiten k\u00f6nnte. Muttis Wiederwahl 2017 k\u00f6nnte gef\u00e4hrdet sein, falls die verhasste AFD zuviele Stimmen bekommt. Also bremst man jetzt erstmal den Kostenanstieg und vertraut darauf, dass die Ingenieure in einigen Jahren mit neuen \u201eWunderwaffen\u201c die Misere bereinigen werden.<\/p>\n<h3><strong>Die Unerbittlichkeit der Gesetze von Natur und Technik<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei ihren Kalkulationen lassen die Ministerialbeamten jedoch einige wichtige Fakten unber\u00fccksichtigt. Schlie\u00dflich darf kein Beamter seinem dicken Kaiser sagen, dass er eigentlich nackt heruml\u00e4uft. Abgesehen vom Selbstbetrug im Zusammenhang mit dem tats\u00e4chlichen Strombedarf einer gr\u00fcndlich \u201edekarbonisierten\u201c Gesellschaft mit 100 % E-Autos und CO<sub>2<\/sub>-freien W\u00e4rmepumpenheizungen lauert da im Hintergrund zus\u00e4tzlich noch die unangenehme Tatsache, dass man bis 2022 alle restlichen Kernkraftwerke abschalten will. Dabei hatten die KKW noch im Jahre 2015 mehr Strom erzeugt als alle Windkraftanlagen an Land und auf See zusammen. Allein um diese Kapazit\u00e4ten rechnerisch zu ersetzen, m\u00fcssten man also die bisher installierten Windenergiekapazit\u00e4ten mehr als verdoppeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das eigentliche Problem, das bisher kaum jemand \u00f6ffentlich zur Sprache gebracht hat, ist jedoch die begrenzte Lebensdauer der Windenergiesysteme. Ein 20 Jahre alte Anlage \u201ehat fertig\u201c und muss in jedem Fall ersetzt werden, und zwar bis herab zum Fundament. Inzwischen w\u00e4chst die Zahl solcher Anlagen, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, nach und nach immer merklicher zu, <strong>Bild 7. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5152\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild07.png\" alt=\"kbild07\" width=\"807\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild07.png 807w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild07-150x93.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild07-300x186.png 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild07-768x476.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 807px) 100vw, 807px\" \/><em><strong>Bild 7<\/strong>. Inzwischen kommen nach und nach immer mehr Windenergieanlagen an das Ende ihrer Lebensdauer und m\u00fcssen ersetzt werden. Um die beabsichtigte Nettozunahme an Windenergie-Erzeugungskapazit\u00e4t zu erreichen, m\u00fcssen zus\u00e4tzlich zur Investition in Neuanlagen (blau) auch noch erhebliche Investitionen in Ersatzsysteme (rot) get\u00e4tigt werden\u00a0<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bild 7 zeigt, dass wegen der begrenzten Lebensdauer der bereits vorhandenen Windenergieanlagen zus\u00e4tzlich zur Netto-Steigerung der installierten Windenergie-Leistung auch noch rapide steigende Ersatzinvestitionen erforderlich werden. Kumuliert m\u00fcssten ab 2020 j\u00e4hrlich mindestens 10 GW an Windkapazit\u00e4t neu ans Netz gebracht werden, ab 2046 m\u00fcssen Jahr f\u00fcr Jahr mehr als 16 GW Windenergie-Kapazit\u00e4t zugebaut werden. Es wird schwer werden, in Deutschland noch Platz daf\u00fcr zu finden&#8230;.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da man inzwischen auch der Kohle den Krieg erkl\u00e4rt hat, wird irgendwann bei einer ausgedehnten Dunkelflaute der Laden zusammenbrechen. Falls Mutti dann noch am Ruder sein sollte, sind \u2013 analog zu Ihren atemberaubenden Volten bei der Fl\u00fcchtlingspolitik \u2013 bestimmt hochinteressante Ausf\u00fchrungen \u00fcber die \u201eAlternativlosigkeit\u201c der dann favorisierten Kehrtwendungen zu erwarten. Es werden noch Wetten angenommen, ob sie dann der Kohle oder der Kernkraft den Vorzug geben wird.<\/p>\n<p><em>Fred F. Mueller<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Quellen<\/strong><\/h3>\n<p>[BMWI] Bundsministerium f\u00fcr Wirtschaft und\u00a0 Energie. EEG in Zahlen: Verg\u00fctungen, Differenzkosten<\/p>\n<p>und EEG-Umlage 2000 bis 2016 (Stand: 15. Oktober 2015)<\/p>\n<p>[DAEN] http:\/\/www.eike-klima-energie.eu\/news-cache\/daenemarks-neue-regierung-kommt-zur-vernunft-und-sagt-die-energiewende-ab\/<\/p>\n<p>[HAND] http:\/\/www.handelsblatt.com\/my\/politik\/deutschland\/gegen-nationale-alleingaenge-laender-lehnen-klimaschutzplan-2050-ab\/13617842.html<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EEG und Klimaschutz: Bis zu den Radnaben im Sumpf Im Bereich der deutschen Klimapolitik deutet sich eine drastische Zuspitzung an. 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