{"id":5119,"date":"2016-05-29T09:33:04","date_gmt":"2016-05-29T09:33:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=5119"},"modified":"2016-05-29T14:22:28","modified_gmt":"2016-05-29T14:22:28","slug":"solarstrom-ist-weder-kostenlos-noch-unendlich-verfuegbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=5119","title":{"rendered":"Solarstrom ist weder kostenlos noch unendlich verf\u00fcgbar"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Solarzellen: \u201eSchwarze L\u00f6cher\u201c f\u00fcr Energie, Ressourcen und Geld <\/strong><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Deutschlands Bev\u00f6lkerung ist einer aktuellen Meinungsumfrage zufolge zu rund 90 % vom Sinn und Nutzen der \u201eKlimarettung\u201c nebst der dazugeh\u00f6rigen \u201eEnergiewende\u201c \u00fcberzeugt. Die massive, von Politik, Medien, Wirtschaft und Ausbildungseinrichtungen st\u00e4ndig wiederholte Indoktrinierung hat im Sinne der Verantwortlichen reichlich Fr\u00fcchte getragen. \u00dcber ihre Stromrechnungen pumpen die Verbraucher Jahr f\u00fcr Jahr zweistellige Milliardenbetr\u00e4ge in die Taschen der Profiteure dieses \u201eGr\u00f6baz\u201c.(Gr\u00f6\u00dfter Betrug aller Zeiten). Die Gesamtkosten inklusive der bereits f\u00fcr die kommenden Jahre fest vereinbarten Zahlungsverpflichtungen haben inzwischen die Grenze von 500 Mrd. \u20ac l\u00e4ngst \u00fcberschritten. Doch was bekommt der B\u00fcrger daf\u00fcr tats\u00e4chlich zur\u00fcck? Um dies zu kl\u00e4ren, unterziehen die beiden Schweizer Energiespezialisten Ferruccio Ferroni und Robert J. Hopkirk die in Deutschland und der Schweiz vielgepriesene Fotovoltaik einem gr\u00fcndlichen Faktencheck [FEHO]. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die von ihren Fans oft in den h\u00f6chsten T\u00f6nen gelobte Fotovoltaik ist eine entscheidende S\u00e4ule der \u201eEnergiewende\u201c. Zu den bekanntesten Spr\u00fcchen ihrer Bef\u00fcrworter geh\u00f6ren \u201edie Sonne schickt keine Rechnung\u201c sowie \u201edie Sonne liefert uns unendlich viel Energie, man braucht sie nur zu ernten\u201c. Schaut man sich jedoch die Realit\u00e4t an, so stellt man schnell fest, dass Solaranlagen keinesfalls kostenlose Energie liefern. Zudem ist diese meist gerade dann nicht verf\u00fcgbar, wenn sie wirklich gebraucht w\u00fcrde, n\u00e4mlich in der kalten Jahreszeit oder bei Dunkelheit. Das ficht die echten Solarfans jedoch nicht im geringsten an: Man verweist auf den hohen Verbraucherstrompreis von aktuell knapp unter 30 ct\/kWh und behauptet, die eigene Solaranlage w\u00fcrde stattdessen Strom f\u00fcr 10 ct\/ kWh liefern. Zur \u00dcberbr\u00fcckung sonnenarmer bzw. sonnenloser Zeiten gen\u00fcge eine Speicherbatterie oder die Batterie eines E-Autos, und schon sei man energetisch sozusagen auf der Sonnenseite des Lebens. Fachleute, die dagegen den Standpunkt vertreten, dass der Einsatz von Fotovoltaik im sonnenarmen Deutschland ungef\u00e4hr soviel Sinn mache wie das Z\u00fcchten von Ananas in Alaska, werden als \u201eDinosaurier\u201c, Ewiggestrige\u201c, ja als \u201eFortschrittsfeinde\u201c verunglimpft. Werfen wir deshalb zun\u00e4chst einen Blick auf die aktuelle Situation.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5120\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild01.png\" alt=\"kbild01\" width=\"678\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild01.png 678w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild01-150x111.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild01-300x221.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px\" \/><em>Bild 1.<\/em><\/strong> <br \/><em> Solche Solarleuchten sind Sommerkinder. Im Winter sterben die Batterien<\/em><\/p>\n<h2><strong>Ein Berg hat gekrei\u00dft<\/strong>&#8230;<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Einf\u00fchrung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahre 2000 wurde versprochen, dass die Kosten h\u00f6chstens beim Gegenwert einer Kugel Eis im Monat liegen w\u00fcrden. Seitdem sind die Betr\u00e4ge, die den deutschen Solark\u00f6nigen und Windbaronen zugeflossen sind, auf j\u00e4hrlich mehr als 20 Mrd. \u20ac angestiegen, davon fast die H\u00e4lfte allein f\u00fcr Solarstrom. Kumuliert haben die deutschen Verbraucher bis Ende 2015 bereits mehr als 62 Mrd. \u20ac an die Besitzer von Fotovoltaikanlagen bezahlen d\u00fcrfen. Doch das ist nur die halbe Story, denn mit jeder neu installierten Anlage wird der Verbraucher verpflichtet, auch f\u00fcr diese insgesamt 20 Jahre lang Zahlungen zu leisten. Entscheidend ist somit die Gesamtsumme aus bereits geleisteten Zahlungen und noch abzustotternden Verpflichtungen, die in <strong>Bild 2<\/strong> gezeigt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5121\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild02.png\" alt=\"kbild02\" width=\"812\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild02.png 812w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild02-150x92.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild02-300x185.png 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild02-768x473.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 812px) 100vw, 812px\" \/> <strong>Bild 2. <\/strong>Das deutsche EEG belastet den Stromverbraucher bis zum Jahr 2015 mit Gesamtverpflichtungen von 216 Mrd. \u20ac<\/em><br \/><em>allein f\u00fcr Fotovoltaikanlagen<\/em><\/p>\n<h2><strong>&#8230;doch die Maus ist l\u00e4cherlich winzig<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt wurde der Stromverbraucher allein f\u00fcr Fotovoltaik bis Ende 2015 mit Gesamtverpflichtungen in H\u00f6he von 216 Mrd. \u20ac belastet. Diese Summe ist noch f\u00fcr die n\u00e4chsten 20 Jahre abzustottern, selbst wenn per Ende 2015 jeglicher weiterer Zubau an Fotovoltaikanlagen eingestellt worden w\u00e4re. Was hat der Verbraucher im Gegenzug daf\u00fcr erhalten? Per Ende 2015 lag die nominelle Gesamtkapazit\u00e4t der in Deutschland installierten, nach EEG gef\u00f6rderten Solaranlagen bei 39.600 MW. Diese lieferten im Zeitraum 1.1. bis 31.12.2015 insgesamt 38,5 Terawattstunden (TWh) ab, das sind 5,9 % der gesamten Strom-Jahreserzeugung. Wollten wir also unseren Strombedarf zu 100 % durch Fotovoltaik decken, so w\u00fcrde sich hieraus eine Gesamtbelastung von nicht weniger als 3,7 Billionen \u20ac ergeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Interessant ist nat\u00fcrlich auch der Vergleich mit dem deutschen Prim\u00e4renergieverbrauch im gleichen Jahr, schlie\u00dflich sollen Wind- und Solarstrom im Rahmen der sogenannten \u201eDekarbonisierung\u201c dazu f\u00fchren, dass wir uns fast vollst\u00e4ndig von fossilen ebenso wie von nuklearen Verfahren der Energieerzeugung l\u00f6sen. Der deutsche Gesamt-Prim\u00e4renergieverbrauch lag 2015 bei 13.307 Petajoule, was 3.696 TWh entspricht. Die Produktion an Fotovoltaikstrom lag bei rund 1 % dieser Summe und kostete 216 Mrd. \u20ac. Andersherum gerechnet: Wollte man also unseren Prim\u00e4renergiebedarf zu 100 % durch Solarstrom decken, so w\u00fcrde sich die erforderliche Investition auf 21,6 Billionen \u20ac summieren. Bei dieser Rechnung wurden alle sonstigen Aspekte wie Speichersysteme sowie die entsprechend viel st\u00e4rker auszulegende Infrastruktur des Stromnetzes noch nicht einmal einbezogen. Selbst bei diesem konservativen Ansatz k\u00f6nnen solche Summen also bei jedem, der etwas von Kosten und Zahlen versteht, nur Alptr\u00e4ume hervorrufen.\u00a0<\/p>\n<h2><strong>Die M\u00e4rchen von \u201eunendlich viel Energie\u201c<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend die Fakten demnach klar beweisen, dass in L\u00e4ndern mit eher moderater Sonneneinstrahlung wie Deutschland der Aufbau einer weitgehend auf Fotovoltaik beruhenden Stromversorgung schon rein vom Kosten-\/Nutzenverh\u00e4ltnis her keinen Sinn macht, ist ebenso klar, dass diese Technologie f\u00fcr diejenigen Personen und Organisationen, die sie aufgebaut haben, eine Quelle nahezu unbegrenzten Reichtums darstellt. Die 216 Mrd. \u20ac, die der B\u00fcrger bisher f\u00fcr diese \u201eEnergieversorgung\u201c zwangsl\u00e4ufig bezahlen musste, sind ja nicht verschwunden, sondern letztlich in den Taschen einer vergleichsweise kleinen Mafia von Bef\u00fcrwortern und Profiteuren gelandet. Diese Personen und ihre Helfershelfer in Politik und Medien werden daher nicht m\u00fcde, der Bev\u00f6lkerung pausenlos m\u00e4rchenhafte Behauptungen und Versprechungen \u00fcber die Leistungen der Fotovoltaik zu pr\u00e4sentieren. Besonders gern wird behauptet, Fotovoltaikmodule w\u00fcrden fast ewig, zumindest jedoch f\u00fcr etliche Jahrzehnte funktionieren und in dieser Zeit viel mehr Energie zur\u00fcckliefern, als f\u00fcr ihre Herstellung verbraucht wurde. Deshalb lohne sich die Investition in eine Fotovoltaikanlage selbst dann, wenn die EEG-F\u00f6rderung nicht allzuviel Profit in die Kasse sp\u00fcle. Schlie\u00dflich st\u00fcnde die Anlage auch nach dem Auslaufen der F\u00f6rderung f\u00fcr Jahrzehnte zur Verf\u00fcgung und liefere dann Strom quasi zum Nulltarif. Das helfe dabei, die eigene Stromrechnung substanziell zu reduzieren.<\/p>\n<h2><strong>Fakten gegen Mythen<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses und andere M\u00e4rchen wurden jetzt in einer sehr umfassenden wissenschaftlichen Untersuchung von den beiden bereits erw\u00e4hnten Schweizer Energiespezialisten gr\u00fcndlich unter die Lupe genommen. Dipl.-Ing. Ferruccio Ferroni aus Z\u00fcrich ist Energieberater und Dr. Robert J. Hopkirk aus M\u00e4nnedorf ist im Bereich Engineering Research &amp; Development t\u00e4tig. F\u00fcr ihre Untersuchung haben sie eine F\u00fclle von Daten aus der Schweiz und Deutschland \u00fcber einen Zeitraum von teils mehreren Jahrzehnten ausgewertet. Hieraus leiten sie eine Methode zur Berechnung einer vollst\u00e4ndigen, erweiterten Energier\u00fcckgewinnungsbilanz ERoEI (Energy Returned on Energy Invested) ab. Dabei stellen sie fest, dass in unseren Breiten die Gewinnung von Strom aus Solarzellen als fragw\u00fcrdig und nicht nachhaltig einzustufen ist und die Fotovoltaik als solches per Saldo zu Energieverlusten f\u00fchrt. Anders ausgedr\u00fcckt: In ein mit Solaranlagen realisiertes Stromversorgungssystem muss mehr fossile Energie investiert werden, als man jemals aus ihnen wieder in Form von elektrischem Strom zur\u00fcckerh\u00e4lt. Wichtigste Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind der hohe erforderliche Einsatz an Material, Arbeitszeit und Kapital einerseits und die geringe Energieintensit\u00e4t der Sonnenstrahlung andererseits. Die Ver\u00f6ffentlichung erfolgte in der renommierten, peer-reviewten Zeitschrift \u201eEnergy Policy\u201c. Nachfolgend werden einige der wichtigsten Erkenntnisse dieser Arbeit auszugsweise vorgestellt.<\/p>\n<h2><strong>Sonne netto ist weit weniger als Sonne brutto<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst besch\u00e4ftigen sich die Verfasser intensiv mit der Ertragsseite der Fotovoltaik, d.h. mit der Menge an elektrischer Energie, die man von einer durchschnittlichen Solaranlage im Laufe ihrer Nutzungsdauer erwarten kann. Hierzu wurden statistische Auswertungen u.a. staatlicher oder offizi\u00f6ser Stellen wie z.B. T\u00dcV-Gesellschaften in den beiden betrachteten L\u00e4ndern herangezogen. Eine erste wichtige Erkenntnis der Untersuchungen ist, dass man bez\u00fcglich des Stromertrags von Solaranlagen keinesfalls mit theoretischen Strahlungsdaten oder Herstellerangaben arbeiten sollte. Hier wird n\u00e4mlich genauso geschummelt wie bei Verbrauchs- und Abgaswerten im Kfz-Bereich.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den Modulen ist mit teils recht erheblichen Ertragsminderungen durch Staub, Pilzbewuchs, Vogelkot sowie Oberfl\u00e4chensch\u00e4den (z.B. Hagelschlag) zu rechnen. Nachteilige Auswirkungen haben dar\u00fcber hinaus Schnee, Frost sowie kondensierende Feuchtigkeit, und last but not least unterliegt der Modulertrag einer altersbedingten Minderung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5124\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild03.png\" alt=\"kbild03\" width=\"913\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild03.png 913w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild03-150x82.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild03-300x164.png 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild03-768x421.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 913px) 100vw, 913px\" \/><em>Bild 3.<\/em><\/strong> <br \/><em> Mit Eis und Schnee bedeckte Solaranlagen liefern keine Energie. Daf\u00fcr leiden die Zellen durch mechanische Spannungen im Material<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch sind die Herstellerangaben bez\u00fcglich Modullebensdauern von 30 Jahren augenscheinlich gesch\u00f6nt: Es ist wohl eher von 19 Jahren auszugehen. Hinzu kommen Ausf\u00e4lle durch erhebliche Modulfehler (bis zu 30 %).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter Ber\u00fccksichtigung all dieser Faktoren und Einrechnung eines \u201eGoodwill-Bonus\u201c bei der angenommenen Modullebensdauer kommt die Untersuchung zum Ergebnis, dass die gesamte von Fotovoltaikanlagen \u00fcber ihre Lebensdauer abgelieferte Menge an elektrischer Energie in der Schweiz bei 2.203 kWh<sub>e<\/sub> \/m<sup>2<\/sup> liegt. F\u00fcr Deutschland w\u00fcrde diese Zahl etwas niedriger liegen.<\/p>\n<h2><strong>Enormer Verbrauch an Material, Arbeit und Kapital<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Hype um die angeblich \u201ekostenfreie, unendlich verf\u00fcgbare\u201c Solarenergie wird vielfach verschwiegen, welch enormer Aufwand f\u00fcr ihre Umwandlung in Strom betrieben werden muss. F\u00fcr ein Solarmodul von 1 m\u00b2 Fl\u00e4che werden nicht nur 16 kg Si-Module (unter Modul versteht man Zellen und Glas, Rahmen usw.), sondern auch noch 25 kg sonstiger Materialien f\u00fcr Gestell, Kabel und elektrische Ausr\u00fcstungen sowie 3,5 kg Chemikalien ben\u00f6tigt, was sich auf insgesamt 44,5 kg\/ m\u00b2 summiert. Bezieht man dies auf die insgesamt zur\u00fcckgelieferte Energie, so liegt der Materialeinsatz bei 20,2 g pro kWh. Interessant ist beispielsweise der Vergleich mit der Kernkraft, die auch zu den CO<sub>2<\/sub>-armen Verfahren z\u00e4hlt. Hier liegt der Materialeinsatz pro kWh zur\u00fcckgelieferter Energie um den Faktor 64 (!) g\u00fcnstiger als bei Solarzellen. Doch mit dem Materialeinsatz ist es noch lange nicht getan. Auch der Einsatz an menschlicher Arbeitskraft liegt bei der Fotovoltaik um den Faktor 7 \u00fcber dem bei Kernenergie, und der Kapitalaufwand liegt beim 10fachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">All dies sind klare Indikatoren daf\u00fcr, wie \u00fcberproportional hoch der f\u00fcr die Gewinnung von Solarstrom zu treibende Aufwand ist und wie ineffizient diese Technologie insbesondere in Regionen mit moderatem Aufkommen an Solarstrahlung ist. In solchen Regionen sind Fotovoltaiksysteme schlicht ungeeignet, wenn es darum geht, eine effiziente Stromversorgung mit einem m\u00f6glichst geringen Ressourceneinsatz zu realisieren.<\/p>\n<h2><strong>Erweiterte ERoEI-Analyse \u2013 warum?<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verfahren zu Berechnung des ERoEI sind nicht genormt. Dementsprechend unterschiedlich sind die Ans\u00e4tze und nat\u00fcrlich auch die Ergebnisse. Die von der Internationalen Energie-Agentur (IEA) verwendete Methodik l\u00e4sst wichtige Einflussgr\u00f6\u00dfen wie z.B. die Integration in eine bedarfsorientierte Stromversorgungs-Infrastruktur nach dem \u201eDachkante zu Steckdose\u201c-Prinzip unber\u00fccksichtigt. Ferroni und Hopkirk haben sich deshalb f\u00fcr den sogenannten erweiterten Ansatz entschieden, bei dem \u2013 neben anderen Faktoren &#8211; auch der Aufwand f\u00fcr die bedarfsgerechte Bereitstellung der mit dem System \u201egeernteten\u201c Energie am Verbrauchsort ber\u00fccksichtigt wird. Dies betrifft u.a. Pumpspeicherkraftwerke sowie die mit ihrem Betrieb verkn\u00fcpften Verluste, Gaskraftwerke zur \u00dcberbr\u00fcckung von Dunkelflaute-Zeitr\u00e4umen ohne ausreichende \u201eEE\u201c-Stromproduktion sowie Anpassungen wie zus\u00e4tzliche Leitungen und eine Smartgrid-Infrastruktur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von dem seitens der Internationalen Energieagentur (IEA) verfolgten Ansatz unterscheidet sich ihr Konzept zudem dadurch, dass es den Aufwand f\u00fcr Arbeit und Kapital ber\u00fccksichtigt. Zudem setzen sie f\u00fcr den Energieaufwand einheitlich die elektrische Energie in kWh<sub>e<\/sub> als Referenzgr\u00f6\u00dfe fest, da bei der Herstellung der PV- Module vorwiegend Elektrizit\u00e4t (sog. Sekund\u00e4renergie) verwendet wird. Weiterer wichtiger Gesichtspunkt ist die Verwendung tats\u00e4chlich an realen Installationen Anlagen gemessener Werte f\u00fcr die von den Anlagen gewonnene Energie statt der Verwendung von Daten aus Laborversuchen. Zugleich verhindert dies Manipulationen durch viel zu optimistische Angaben seitens gewisser Investoren und Politiker.\u00a0<\/p>\n<h2><strong>Bei der Berechnung des erweiterten ERoEI ber\u00fccksichtigte Faktoren<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber die von der IEA \u00fcblicherweise ber\u00fccksichtigten Faktoren hinaus wurden bei der hier vorgenommenen Berechnung folgende Faktoren mit einbezogen:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Die Integration der Solarstromproduktion in ein Stromnetz, das Strom bedarfsgerecht am Ort des Verbrauchs zur Verf\u00fcgung stellt,<\/li>\n<li>Den erforderlichen Einsatz an Energie f\u00fcr Arbeit und Kapital<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Herstellung von Solarmodulen ist ein komplizierter Prozess, der rund 200 Einzelschritte umfasst. Viele dieser Schritte erfolgen bei sehr hohen Temperaturen und erfordern daher den Einsatz von sehr viel Energie. Der kumulative Energieaufwand, der f\u00fcr den Quadratmeter Solaranlagenfl\u00e4che aufzuwenden ist, wurde von einer ganzen Reihe von Autoren f\u00fcr unterschiedlich konfigurierte Anlagen ermittelt, siehe <strong>Tabelle 1. <\/p>\n<p><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5126\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle01.png\" alt=\"ktabelle01\" width=\"1323\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle01.png 1323w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle01-150x57.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle01-300x113.png 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle01-768x290.png 768w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle01-1024x387.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1323px) 100vw, 1323px\" \/><br \/>Tabelle 1<\/strong>. Untersuchungsergebnisse bez\u00fcglich der in eine Fotovoltaikanlage bei ihrer Herstellung investierten Energie (Cumulative Energy Demand, CED) [FEHO]<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die hier durchgef\u00fchrte Untersuchung wurde von der Annahme ausgegangen, dass es sich um in der Schweiz errichtete Fotovoltaikanlagen mit Installationsanteilen von 2\/3 Hausdach und 1\/3 Freiland handelt. F\u00fcr den CED-Wert wurden daher rund 1.300 kWh<sub>e<\/sub>\/ m<sup>2<\/sup> angesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5128\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild04.png\" alt=\"kbild04\" width=\"750\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild04.png 750w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild04-150x100.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kbild04-300x200.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><em>Bild 4<\/em><\/strong><em>. <\/em><br \/><em> Sinnvollstes Speichermedium f\u00fcr elektrischen Strom sind Pumpspeicherkraftwerke wie das Grimselkraftwerk der KWO<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiterer Gegenstand der Untersuchung war die Ermittlung des Aufwands, der zur Integration von Solaranlagen ins bestehende Stromnetz nach dem bereits erw\u00e4hnten \u201eDachkante bis Steckdose\u201c-Prinzip erforderlich ist. Als Speichersystem wurden Pumpspeicherkraftwerke angenommen, da diese von allen derzeit bestehenden Technologien die geringsten Verluste aufweisen. Auch die heute so oft zitierten \u201eSmart grids\u201c ben\u00f6tigen f\u00fcr ihre Funktion eine nicht unerhebliche Menge an Energie. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind in <strong>Tabelle 2<\/strong> zusammengefasst.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5129\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle02.png\" alt=\"ktabelle02\" width=\"1144\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle02.png 1144w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle02-150x66.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle02-300x131.png 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle02-768x336.png 768w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle02-1024x448.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1144px) 100vw, 1144px\" \/><br \/>Tabelle 2<\/strong>. Energieaufwendungen f\u00fcr die bedarfsgerechte Integration von Fotovoltaikanlagen in das Stromnetz [FEHO]<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als weitere Faktoren f\u00fcr die erweiterte ERoEI-Betrachtung kommen noch Energieinvestitionen in Arbeitskraft und Kapitalbereitstellung ins Spiel. Hier spielt die Energieintensit\u00e4t fortgeschrittener Volkswirtschaften eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb wurden die Verh\u00e4ltnisse in der Schweiz zugrunde gelegt, die diesbez\u00fcglich wesentlich g\u00fcnstiger sind als im weltweiten Vergleich, weil hier energieintensive Industrien schon l\u00e4ngst in kosteng\u00fcnstigere L\u00e4nder abgewandert sind. Nach dieser Berechnung sind f\u00fcr den Gesamt-Arbeitsaufwand f\u00fcr Solaranlagen 1.175 CHF\/ m\u00b2 anzusetzen. Hinzuzurechnen sind Aufwendungen f\u00fcr den Austausch defekter Module bzw. Inverter in H\u00f6he von 90 CHF\/ m\u00b2. Nach Umrechnung in Energieaufwand pro m\u00b2 ergibt sich ein Wert von 505 kWh<sub>e<\/sub>\/ m\u00b2.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Letzter Punkt der Betrachtungen sind schlie\u00dflich die Kapitalaufwendungen, die man als Ma\u00df f\u00fcr fr\u00fcher geleistete Arbeit und somit f\u00fcr fr\u00fcher eingesetzte Energie werten kann. Hierbei gehen die Verfasser vom gleichen Anlagenmix aus wie bei der Betrachtung der vorher in die Anlage hineingesteckten Energie. Insgesamt kommen sie auf einen Gesamtbetrag von 420 kWh<sub>e<\/sub>\/ m\u00b2. Die Zusammenfassung aller Faktoren in <strong>Tabelle 3<\/strong> liefert schlie\u00dflich als Gesamtbetrag f\u00fcr ein in Deutschland oder der Schweiz installiertes Fotovoltaiksystem einen Wert von 2.664 kWh<sub>e<\/sub>\/ m\u00b2.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5131\" src=\"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle03.png\" alt=\"ktabelle03\" width=\"1235\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle03.png 1235w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle03-150x61.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle03-300x121.png 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle03-768x311.png 768w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ktabelle03-1024x415.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1235px) 100vw, 1235px\" \/><br \/>Tabelle 3<\/strong>. Gesamtzusammenstellung der in Errichtung und Betrieb eines Fotovoltaik-Systems zu investierenden Energie in kWh<sub>e<\/sub>\/ m\u00b2 [FEHO]<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu diesen Zahlen ist noch anzumerken, dass man in vielen F\u00e4llen konservative Ans\u00e4tze gew\u00e4hlt hat, wodurch der Gesamtaufwand deutlich nach unten angepasst wurde. Dies erfolgte als pr\u00e4ventiver Ausgleich f\u00fcr Unsicherheiten und Fehlermargen bei der Ermittlung mancher Zahlen. Zu den nicht einbezogenen Faktoren geh\u00f6ren u.a. Aufwendungen f\u00fcr die Errichtung von Fabriken f\u00fcr Solarmodule sowie die erheblichen Aufwendungen f\u00fcr die Entsorgung der zahlreichen giftigen bzw. umweltsch\u00e4dlichen Substanzen, die bei der Solarmodulherstellung anfallen. Auch wurde bez\u00fcglich der Energieintensit\u00e4t des Faktors Arbeit mit dem Schweizer Wert von 0,43 kWh<sub>e<\/sub> \/CHF statt des globalen Werts von 2,05 kWh<sub>e<\/sub> \/USD gerechnet. Auch bei der Betrachtung des Kapitaleinsatzes wurde auf die Einbeziehung versch\u00e4rfender Faktoren wie den Investitionen f\u00fcr das Errichten von Backup- und Speicherkraftwerken verzichtet.<\/p>\n<h2><strong>Fotovoltaik: Ein \u201eschwarzes Loch\u201c f\u00fcr fossile Energie<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der dimensionslose ERoEI ergibt sich durch Division der 2.203 kWh<sub>e<\/sub>\/ m\u00b2 f\u00fcr die zur\u00fcckgelieferte Energie durch die 2.664 kWh<sub>e<\/sub>\/ m\u00b2 f\u00fcr die investierte Energie. Er betr\u00e4gt 0,82, was unter Ber\u00fccksichtigung der bewusst konservativen Ans\u00e4tze bei der Ermittlung der Zahlen f\u00fcr die in Fotovoltaiksysteme investierte Energie als desastr\u00f6ses Resultat zu werten ist. Mit anderen Worten kann unter den Bedingungen, wie sie in Deutschland und der Schweiz herrschen, eine Solaranlage nicht als Energiequelle eingestuft werden, sondern verursacht de facto VERLUSTE an (fossiler) Energie. Dabei k\u00f6nnen unsere modernen Gesellschaften ihren zivilisatorischen Stand nur halten, wenn sie \u00fcber eine ausreichende Energieversorgung verf\u00fcgen. Hier tr\u00e4gt Fotovoltaik angesichts der gerade von ihren Apologeten immer wieder beschworenen Endlichkeit fossiler Energieressourcen lediglich zur Versch\u00e4rfung einer Mangelsituation bei. Dies kann man sich leicht vor Augen f\u00fchren, wenn man einmal folgendes Gedankenexperiment durchf\u00fchrt. Angenommen, man verf\u00fcgt nur noch \u00fcber eine begrenzte Menge an fossiler Energie und investiert diese vollst\u00e4ndig in Fotovoltaik. Nach 25 Jahren sind davon nur noch 82 % \u00fcbrig. Wiederholt man diesen Zyklus mehrfach, so verringert sich der Vorrat schrittweise auf 67 %, 55 %, 45 % usw. Als nachhaltig kann man ein solches Procedere nicht bezeichnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abschlie\u00dfend betonen die Autoren der Studie, dass man aus den Ergebnissen nicht den Schluss ziehen sollte, Aktivit\u00e4ten im Bereich Forschung und Entwicklung f\u00fcr die Fotovoltaik nicht mehr weiter zu verfolgen. Sollte es in Zukunft gelingen, den Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Sonnenlicht in Strom zu verbessern, die Kosten f\u00fcr Zellen zu senken und\/ oder ihre Lebensdauer zu steigern, so werde sich ein entsprechender Markt ganz von selbst entwickeln.<\/p>\n<p><em>Fred F. Mueller<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Quellen<\/strong><\/h2>\n<ul>\n<li>[FEHO] Ferroni, F.; Hopkirk, R. J.: Energy Return on Energy Invested (EroEI) for photovoltaic solar systems in regions of moderate insolation. Energy Policy 94 (2016), 336-344, http:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0301421516301379<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Solarzellen: \u201eSchwarze L\u00f6cher\u201c f\u00fcr Energie, Ressourcen und Geld Deutschlands Bev\u00f6lkerung ist einer aktuellen Meinungsumfrage zufolge zu rund 90 % vom Sinn und Nutzen der \u201eKlimarettung\u201c nebst der dazugeh\u00f6rigen \u201eEnergiewende\u201c \u00fcberzeugt. 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