{"id":5,"date":"2009-12-07T11:55:45","date_gmt":"2009-12-07T11:55:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=5"},"modified":"2010-07-17T13:58:47","modified_gmt":"2010-07-17T13:58:47","slug":"grundsatzliche-uberlegungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=5","title":{"rendered":"Grunds\u00e4tzliche \u00dcberlegungen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: small;\">In der Schweiz gibt es keine historischen Windm\u00fchle mehr. Die einzig belegbare Windm\u00fchle befand sich in Lutry und lief von ca. 1680 &#8211; 1750. Da Windkraft damals wie heute in der Schweiz keine Rolle spielt oder gespielt hat, wurde die Wasserkraft als naheliegende Energiequelle schon bald entdeckt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">An meeresnahen Lagen, wo es schon immer Wind, aber wenig Wasserkraft gegeben hat, wurden Windr\u00e4der f\u00fcr verschiedene Aufgaben benutzt. Das wohl wichtigste Einsatzgebiet war das Aussch\u00f6pfen der Deiche an der Nordsee. Das Land liegt unterhalb des Meeresspiegels. Es dringt deshalb immer ein wenig Wasser in das angrenzende, trockengelegte Land. Diese rein mechanische Anwendung hat den Vorteil, dass die meiste Windenergie als Pumpleistung gen\u00fctzt werden kann. Das System ist weitgehend selbststeuernd, da viel Wind auch erh\u00f6hten Wasserdruck auf die D\u00e4mme bedeutet. Nat\u00fcrlich m\u00fcssen auch da Wartungsarbeiten an der Mechanik vorgenommen werden. Die Emissionen der Windr\u00e4der beschr\u00e4nkten sich auf ein gelegentliches Knirschen im Geb\u00e4lk. Weitergehende Emissionen wie Infraschall kann man wegen der grossen Distanz zu bewohnten Geb\u00e4uden und auch absolut als Pegelwert vernachl\u00e4ssigen. Die kleinen Windr\u00e4der machen kaum pulshaltigen L\u00e4rm, weil die Struktur der Fl\u00fcgel komplett andere physikalische Eigenschaften aufweist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"> Moderne Windkraftanlagen werden praktisch ausschliesslich f\u00fcr die Stromgewinnung betrieben. Das bringt verschiedene Nachteile mit sich: <\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"font-size: small;\">Strom kann nicht gespeichert werden. <\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: small;\">Strom wird ausschliesslich dann erzeugt, wenn der Wind weht, nicht wenn man Strom ben\u00f6tigt.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: small;\">Strom in das \u00f6ffentliche Stromnetz gespiesen, kann bis zu 100% verloren gehen, wenn keine Verbraucher da sind.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: small;\">Transportverluste von 30% im \u00f6ffentlichen Stromnetz<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-size: small;\"> Da der Bau, Betrieb und die Wartung eines modernen Grosswindkraftwerkes sehr teuer sind, muss es &#8222;Genug Wind haben&#8220;. Diese Drei W\u00f6rter haben es in sich. Sie werden in der Schweiz immer dann benutzt, wenn man \u00fcber die Tatsache hinwegt\u00e4uschen will, dass man davon nichts versteht oder es eben nicht ganz so genug Wind hat. Was ist also &#8222;Genug Wind haben&#8220;?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Deutschland hat viel Erfahrung mit Windkraftanlagen. Das EEG (Energie Einspeisegesetz) wurde im Jahr 2004 dahingehend ge\u00e4ndert, dass nur noch Windkraftanlagen subventionsberechtigt sein sollen, die eine minimale Menge an Strom produzieren. Der Begriff &#8222;Referenzertrag&#8220; bezieht sich immer auf einen ganz bestimmten Typ von Windkraftanlage (WKA). 60% dieses Werts sollte innerhalb von 5 Jahren erwirtschaftet werden, damit die Anlage als effizient gelten kann. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Bei der in der Schweiz am Schwyberg und auf dem Heitersberg geplanten Anlage &#8222;<a title=\"Referenzertr\u00e4ge der WKA nach EEG\" href=\"http:\/\/www.wind-fgw.de\/pdf\/Ref_ENERCON.pdf\">Enercon 82<\/a>&#8220; ist der <a title=\"Referenzertrag nach EEG\" href=\"http:\/\/bundesrecht.juris.de\/eeg_2009\/BJNR207410008.html\">Referenzertrag <\/a>je nach H\u00f6he der Gondel (Zentrum des Rotors) ca. 30 GWh (Gigawattstunden). Also 30&#8217;000 MWh (Megawattstunden). Oder 30&#8217;000&#8217;000 KWh (<a title=\"Beschreibung einer KW\/h\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wattstunde#Kilowattstunde\">Kilowattstunden<\/a>).<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\">Interessanterweise bewegen sich die Planwerte der Initianten der WKA immer genau an dieser Schwelle. Auf dem Heitersberg wird der Wert genau erreicht. Auf dem Schwyberg ist es immerhin 66%. Diese als &#8222;hervorragenden&#8220; mit &#8222;Genug Wind&#8220; bezeichneten Standorte streifen also nach Angaben der Windradlobby und den Erfahrungen Deutschlands mit immerhin 30&#8217;000 installierten Anlagen knapp an der Ineffizienz vorbei.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Das ginge ja noch, wenn die Planwerte der Initianten einigermassen der Realit\u00e4t entsprechen w\u00fcrden. Nimmt man einen Nennleistungsvergleich zwischen der seit Jahren in Betrieb stehenden Anlage &#8222;<a title=\"Der Windpark Mont Crosin\" href=\"http:\/\/www.bkw-fmb.ch\/de\/energie\/energiequellen\/wind\/juvent\/juvent_-_live.html\">Mont Crosin<\/a>&#8220; mit den geplanten Anlage Heitersberg vor, kommt man auf eine Uebertreibungsrate von 50%! Beim Schwyberg findet sich das gleiche Muster wieder. Interessanterweise best\u00e4tigen die Initianten am Heitersberg diese Tatsache indirekt \u00fcber die &#8222;<a title=\"Renditerechnung Windpark Heitersberg\" href=\"http:\/\/windland.ch\/oekonomie_argumente.html\">Milchb\u00fcechlirechnung<\/a>&#8222;. Rendite 2.8 % (mit 50% gesch\u00f6nten Daten). Da fragt man sich doch sofort: Warum stellt man so eine Anlage dann auf?<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Schweiz gibt es keine historischen Windm\u00fchle mehr. Die einzig belegbare Windm\u00fchle befand sich in Lutry und lief von ca. 1680 &#8211; 1750. 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