{"id":4987,"date":"2014-08-24T21:33:08","date_gmt":"2014-08-24T21:33:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4987"},"modified":"2014-08-24T21:33:08","modified_gmt":"2014-08-24T21:33:08","slug":"was-ist-gefaehrlicher-kernkraft-windenergie-oder-stauseen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4987","title":{"rendered":"Was ist gef\u00e4hrlicher: Kernkraft, Windenergie oder Stauseen?"},"content":{"rendered":"<h3>Wie gr\u00fcne Propaganda die Wahrnehmung verzerrt<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Deutschland leidet unter einer f\u00fcr Naturwissenschaftler schwer nachvollziehbaren Phobie. Gr\u00fcne Anti-Atom-Dauerpropaganda, gebetsm\u00fchlenartig von der Mehrzahl der Medienvertreter in allen m\u00f6glichen Varianten wiederholt, hat selbst bei so manchem Naturwissenschaftler dazu gef\u00fchrt, dass schon bei der Erw\u00e4hnung des Themas Abwehrreflexe einsetzen, die mit rationalen Argumenten kaum zu durchdringen sind. Emotionen kochen hoch, w\u00e4hrend der Verstand wie ausgeschaltet scheint. Aus dem Homo Sapiens wird unversehens ein Wesen, das seinen Ur\u00e4ngsten freien Lauf l\u00e4sst und sich von ihnen beherrschen l\u00e4sst. Die dabei vorgebrachten Argumente sind meist sehr d\u00fcrftig und halten einer wissenschaftlichen Diskussion nicht stand. <\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4988 size-medium\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1-193x300.gif\" alt=\"1\" width=\"193\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1-193x300.gif 193w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1-96x150.gif 96w\" sizes=\"auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px\" \/><em>Br\u00e4nde in Windenergieanlagen sind so gut wie gar nicht zu l\u00f6schen<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die alles entscheidende Errungenschaft der Menschwerdung verdanken wir der \u00dcberwindung tief in unserer Psyche verwurzelter Ur\u00e4ngste. Nur dadurch gelang es unseren Vorfahren, sich eine Kraft zunutze zu machen, die sonst kein anderes Lebewesen beherrschen kann, n\u00e4mlich die des Feuers. Nicht der Werkzeug- oder der Waffengebrauch unterscheidet uns von allen anderen Tieren, sondern die Z\u00e4hmung des Feuers. Den Gebrauch von Werkzeugen kann man bei S\u00e4ugetieren wie Affen oder Seeottern und auch bei mehreren Vogelarten beobachten, und Tiere sind dar\u00fcber hinaus sogar imstande, Werkzeug gezielt herzustellen. Von Schimpansen ist zudem bekannt, dass sie Kn\u00fcppel auch als Waffen verwenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gebrauch des Feuers ist dagegen einzigartig. F\u00fcr Lands\u00e4ugetiere ist Feuer (<strong>Bild 1<\/strong>) eine elementare Gefahr, vor der sie sich instinktiv f\u00fcrchten, weil sie Schmerzen und Tod bedeutet. Auch der Mensch hat es erst sp\u00e4t in seiner Entwicklungsgeschichte \u2013 vor vermutlich 1,5 bis 2 Mio. Jahren \u2013 geschafft, diese Furcht zu \u00fcberwinden und das Feuer zu nutzen. Dies erm\u00f6glichte Verbesserungen bei der Nahrungsmittelzubereitung sowie Schutz vor Dunkelheit, K\u00e4lte und Raubtieren. Sp\u00e4ter lernte man, es f\u00fcr die Herstellung von Keramiken und schlie\u00dflich Metallen dienstbar zu machen. Bis zum n\u00e4chsten entscheidenden Schritt der Menschheit auf dem Weg zu unserer heutigen Hochzivilisation sollten allerdings nochmals etliche Jahrtausende vergehen: Erst vor rund 300 Jahren gelang es, die durch das Feuer freigesetzte thermische Energie durch die Dampfmaschine nutzbar zu machen. Dampf und sp\u00e4ter Benzin, Diesel sowie Elektrizit\u00e4t erm\u00f6glichten es uns, die Beschr\u00e4nkung auf die eigene Muskelkraft sowie auf die Leistung von Zugtieren zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4991 size-medium\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/211-300x229.jpg\" alt=\"2\" width=\"300\" height=\"229\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/211-300x229.jpg 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/211-150x114.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/211.jpg 539w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><em>Bild 1:<\/em><\/strong><em> Feuer ist eine elementare, t\u00f6dliche Gefahr. Es bedurfte langer Zeit, bis der Mensch imstande war, seine Ur\u00e4ngste zu \u00fcberwinden und sich das Feuer nutzbar zu machen<\/em><\/p>\n<h3><strong>Abw\u00e4gung von Risiko und Nutzen<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zugleich musste der Mensch jedoch auch lernen, die mit dem Feuer verkn\u00fcpften Risiken einzusch\u00e4tzen und damit umzugehen. Der Umgang mit Feuer birgt unvermeidlicherweise erhebliche Gefahren. Arch\u00e4ologen finden im Untergrund von so gut wie jeder l\u00e4nger besiedelten Stadt Brandschichten, Zeugnisse von oft verheerenden Feuersbr\u00fcnsten, die in den meist dicht besiedelten St\u00e4dten zahlreiche Opfer forderten. Verl\u00e4ssliche Zahlen werden sich wohl nie ermitteln lassen. Man kann jedoch mit einer gewissen Berechtigung annehmen, dass die Zahl der Menschen, die im Lauf der Geschichte durch Feuer ums Leben kamen, im mehrstelligen Millionenbereich angesiedelt sein d\u00fcrfte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dennoch hat sich unsere Spezies von solchen Ereignissen nicht abschrecken lassen, sondern gelernt, Risiko und Nutzen beim Gebrauch des Feuers einzusch\u00e4tzen und damit umzugehen. Vor- und Nachteile wurden n\u00fcchtern und ohne Panik gegeneinander abgewogen und der Schluss gezogen, dass die Vorteile des Gebrauchs von Feuer so gro\u00df waren, dass man bereit war, die damit einhergehenden Risiken einschlie\u00dflich teils sehr herber Verluste an G\u00fctern und Menschenleben in Kauf zu nehmen. \u00dcber all die Jahrtausende menschlicher Zivilisation hinweg wurden neue Geb\u00e4ude auch nach den verheerendsten Feuersbr\u00fcnsten sofort wieder mit Feuerstelle, Kamin oder Herd ausgestattet. Zahllose Redewendungen belegen, dass die Begriffe \u201eHeim\u201c und \u201eHerd\u201c in unserer Vorstellung oft eine Einheit bilden.<\/p>\n<h3><strong>Kein Fortschritt ohne Risiko\u2026<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jede unserer Errungenschaften birgt sowohl Nutzen als auch Risiken. Dieser elementare Zusammenhang der Zivilisation gilt f\u00fcr so gut wie jede unserer Aktivit\u00e4ten, seien es Bergbau, Medizin, Seefahrt, Luftfahrt oder auch das Auto, das weltweit ebenfalls millionenfache Opfer forderte und immer noch fordert, <strong>Bild 2<\/strong>. Es ist ein Kennzeichen des modernen Menschen, dass er imstande ist, im Umgang mit solchen Technologien emotional begr\u00fcndete \u00c4ngste zu \u00fcberwinden und beide Aspekte mit wissenschaftlicher N\u00fcchternheit zu beurteilen. Wer das nicht tut, sondern eine Technologie aufgrund emotionaler Vorurteile pauschal ablehnt, reagiert im Prinzip nicht viel anders als ein Affe, der kreischend vor einem Feuer rei\u00dfaus nimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4992\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/310.jpg\" alt=\"3\" width=\"632\" height=\"460\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/310.jpg 632w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/310-150x109.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/310-300x218.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 632px) 100vw, 632px\" \/><em>Bild 2:<\/em><\/strong><em> Seit 1950 hat der Stra\u03b2enverkehr allein in Deutschland mehr als 670000 Menschenleben gefordert. Dennoch benutzen wir t\u00e4glich das Auto<\/em><\/p>\n<h3><strong>beispielsweise bei Stauseen<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Umgang mit den Risiken der modernen Zivilisation geh\u00f6rt, dass sie im Alltag kaum noch wahrgenommen werden. Man setzt sich ins Auto oder ins Flugzeug, besteigt ein Fahrrad, ein Schiff oder einen Lift und verschwendet im Normalfall gar keinen Gedanken an die Gefahren, denen man sich damit aussetzt. Das damit verbundene allgemeine Lebensrisiko bzw. das Berufsrisiko wird mit gr\u00f6\u00dfter Selbstverst\u00e4ndlichkeit akzeptiert und spielt in den Gedanken keine wesentliche Rolle, selbst wenn man Tag f\u00fcr Tag mit dem Auto an Unf\u00e4llen vorbeif\u00e4hrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Beispiel f\u00fcr Risiken, die faktisch \u00fcberhaupt nicht mehr als solche wahrgenommen werden, sind Talsperren. In Deutschland hat es in diesem Bereich seit Jahrzehnten keine Katastrophen mehr gegeben. Da das menschliche Ged\u00e4chtnis kurz ist, wie die Neubesiedlung von Vulkanflanken schon bald nach dem Ende von Ausbr\u00fcchen zeigt, spazieren und wandern Tag f\u00fcr Tag zahllose Zeitgenossen um Talsperren, \u00fcber ihre Krone hinweg und auch in den unterhalb gelegenen T\u00e4lern, ohne sich im geringsten bewusst zu machen, welch ungeheure zerst\u00f6rerische Energie in den aufgestauten Wassermassen \u00fcber ihren K\u00f6pfen (<strong>Bild 3<\/strong>) schlummert.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4993\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/48.jpg\" alt=\"4\" width=\"731\" height=\"487\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/48.jpg 731w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/48-150x99.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/48-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 731px) 100vw, 731px\" \/><em>Bild 3<\/em><\/strong><em>: Stauseeunf\u00e4lle haben im Laufe der Geschichte mindestens 70000 Menschenleben ausgel\u00f6scht<\/em><\/p>\n<h3><strong>Stauseeungl\u00fccke haben mindestens 70000 Menschenleben gefordert<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die \u00e4lteste bekannte Staudammkatastrophe ereignete sich laut einer Aufstellung in Wikipedia [WIST] bereits vor rund 4500 Jahren in \u00c4gypten. Der Staudamm Sadd-el-Kafara hatte beachtliche Ausma\u00dfe: 113 m Kronenl\u00e4nge, 14 m H\u00f6he und ein Fassungsverm\u00f6gen von 465000 m\u00b3. Er wurde noch w\u00e4hrend der Bauzeit von einer unerwarteten Flut zerst\u00f6rt. \u00dcber die Zahl der Opfer ist nichts bekannt, doch war die Katastrophe offensichtlich so verheerend, dass in \u00c4gypten danach rund 800 Jahre lang niemand mehr ein solches Vorhaben in Angriff nahm. Die n\u00e4chste Staudammkatastrophe, zu der Opferzahlen erw\u00e4hnt werden, ereignete sich erst rund 3000 Jahre sp\u00e4ter in China und forderte mindestens 10000 Tote.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Z\u00e4hlt man die in obigem Wikipedia-Beitrag aufgelisteten Vorf\u00e4lle und die entsprechenden Angaben zu Todesf\u00e4llen zusammen, so ergeben sich je nach Z\u00e4hlweise Opferzahlen zwischen 70000 und mehr als 100000. Zwar ereigneten sich die meisten und die folgenschwersten dieser Ungl\u00fccke im 20. Jahrhundert, doch gibt es immerhin 23 Vorf\u00e4lle aus dem 21. Jahrhundert, davon sechs in hoch entwickelten Staaten: USA, Europ\u00e4ische Union, Japan. Staud\u00e4mme wie die von Speicherwasserkraftwerken bergen auch heute noch erhebliche Risiken. Im Bewusstsein der Bev\u00f6lkerung werden diese jedoch ignoriert. Und das ungeachtet der Tatsache, dass beispielsweise die Bewohner des Zillertals in \u00d6sterreich unterhalb von drei Staumauern leben. Der Bruch auch nur einer Mauer \u2013 beispielsweise durch einen Terrorakt oder ein Erdbeben \u2013 w\u00fcrden vermutlich zehntausende Menschenleben kosten. Stauseen sind noch gef\u00e4hrlicher als die Stromerzeugung aus Kohlekraftwerken [TODE].<\/p>\n<h3><strong>Auch Windanlagen sind Todesfallen<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders wirksam ist offensichtlich der ideologische Schleier, den die Windkraft-Lobby mit tatkr\u00e4ftiger Mithilfe ihrer zahlreichen Sympathisanten in den Medien \u00fcber die in Wahrheit gar nicht so unerheblichen Gefahren der Windenergie f\u00fcr Leib und Leben geworfen hat. Zwar gibt es immer mal wieder Meldungen \u00fcber Feuer oder den Absturz eines Rotorblatts [FIR1, FIR2, FIR3, FTO1, FTO2], doch werden selbst schwere Personensch\u00e4den oder gar Todesf\u00e4lle so selbstverst\u00e4ndlich hingenommen, dass dar\u00fcber meist nur auf lokaler Ebene berichtet wird. Insgesamt hat sich daher in der \u00d6ffentlichkeit der Eindruck etabliert, als sei die Windkraftbranche auch diesbez\u00fcglich besonders \u201emenschenfreundlich\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch eine Schnellsuche im Internet mit Suchbegriffen wie \u201eWind Unfall\u201c f\u00f6rdert vordergr\u00fcndig zumeist lediglich Einzelmeldungen zutage, wobei nur selten Todesf\u00e4lle gemeldet werden. Eine deutsche Website, die sich explizit des Themas Windrad-Unf\u00e4lle annimmt [WIUN], ist lediglich ein Torso ohne gro\u00dfen Nutzen, weil sie offensichtlich schon kurz nach dem Beginn der Recherche nicht mehr weitergef\u00fchrt wurde. Auch bei Wikipedia findet man \u2013 kaum verwunderlich angesichts der bekannten Dominanz gr\u00fcner Ideologen in diesem Medium \u2013 nur eine sehr unvollst\u00e4ndige Auflistung ohne Erw\u00e4hnung von Todesf\u00e4llen [WIKI].<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erst im englischsprachigen Netz finden sich realistischere Informationen. Eine Website, die sich auf dieses Thema spezialisiert hat [TOFI], erw\u00e4hnt eine Meldung des \u201eDaily Telegraph\u201c vom 11. Dez. 2011, wonach \u201eRenewableUK\u201c best\u00e4tigt habe, dass es allein in Gro\u00dfbritannien in den letzten f\u00fcnf Jahren 1500 Vorf\u00e4lle und Unf\u00e4lle mit Windturbinen gegeben habe. Hervorzuheben ist eine sehr ausf\u00fchrliche Dokumentation [UNFA], welche f\u00fcr den Zeitraum von 1975 bis zum 30.9.2009 insgesamt 674 Einzelereignisse auflistet, die sehr sorgf\u00e4ltig nach Merkmalen zugeordnet, beschrieben und mit Quellenangaben dokumentiert sind. Leider befindet sich das Material hinter einer Bezahlschranke, zudem wurde die Auflistung ab Oktober 2009 nicht mehr fortgef\u00fchrt. F\u00fcr den Berichtszeitraum sind jedoch immerhin 60 Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Windenergieanlagen dokumentiert. Vergleicht man dies mit anderen Zahlenangaben \u2013 z.B. den 1500 Unf\u00e4llen innerhalb von f\u00fcnf Jahren allein in Gro\u00dfbritannien \u2013, so erscheint es gerechtfertigt, die Zahl der weltweit seit 1975 aufgetretenen Todesf\u00e4lle mit einem Faktor von mindestens 5, eher jedoch 10 anzusetzen. Beispielsweise sind aus China, dem Land mit der der weltweit h\u00f6chsten Zahl installierter Windenergieanlagen [WICI], keine Zahlenwerke \u00fcber Unf\u00e4lle oder Todesf\u00e4lle bekannt. Und dass dort nichts passiert w\u00e4re, erscheint kaum glaubhaft. Es darf daher angenommen werden, dass die Windenergie im Zeitraum von 1975 bis heute mindestens 300 und m\u00f6glicherweise sogar bereits \u00fcber 600 Menschenleben gefordert hat. Das Saubermann-Image der Branche bricht damit in sich zusammen und erweist sich als nichts anderes denn als geschickt angelegtes T\u00e4uschungsman\u00f6ver.<\/p>\n<h3><strong>Und die Risiken der Kernkraft?<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Unterschied zu so gut wie allen anderen vom Menschen eingesetzten Technologien empfindet die Mehrzahl unserer Bev\u00f6lkerung Kernenergie als Bedrohung von nahezu apokalyptischen Ausma\u00dfen. Man f\u00fcrchtet sich vor Strahlung, Verseuchung der Landschaft und Abf\u00e4llen, welche angeblich die Zukunft unserer Nachfahren noch in Millionen von Jahren bedrohen. Dabei werden die Realit\u00e4ten schlicht nicht mehr wahrgenommen, denn zivil genutzte Kernenergie ist mit weitem Abstand die sicherste heute genutzte Gro\u00dftechnologie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Beurteilung von Kernkraftrisiken muss zwischen ziviler und milit\u00e4rischer Technologie unterschieden werden. Insbesondere in den Anfangsjahren gab es bei milit\u00e4risch ausgerichteten Anlagen sowie in kerntechnischen Laboren mehrfache Unf\u00e4lle mit Todesfolge, teilweise auch infolge der Einwirkung von Strahlung in hohen Dosen. Anders sieht es dagegen bei zivilen Kernkraftwerken westlicher Bauart (<strong>Bild 4<\/strong>) aus: In diesen gab es bis heute keine Todesf\u00e4lle durch Strahlung [NIEM].<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4994\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/57.jpg\" alt=\"5\" width=\"539\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/57.jpg 539w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/57-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/57-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 539px) 100vw, 539px\" \/>Bild 4:<\/strong> In Kernkraftwerken westlicher Bauart gab es bis heute keinen Toten durch Strahlung<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Nutzung der Kernenergie gab es bisher weltweit drei gro\u00dfe Vorkommnisse, die in die Kategorie Gr\u00f6\u00dfter Anzunehmender Unfall (GAU) eingestuft werden: Three Mile Island (Harrisburg, USA) im Jahre 1979, Tschernobyl (damalige UdSSR) im Jahre 1986 und Fukushima (Japan) 2011. Direkte Todesf\u00e4lle durch Verstrahlung gab es lediglich beim Unfall in Tschernobyl, wo rund 60 Todesopfer zu beklagen waren [NIEM]. Abweichend hiervon kann man in den Medien teils viel h\u00f6here Zahlen finden, in der Regel als Ergebnis theoretischer Berechnungen zu den Folgen des Entweichens von Strahlung in die Umgebung. Diesen Angaben sollte man jedoch aus mehreren Gr\u00fcnden mit gro\u00dfem Misstrauen begegnen: Die f\u00fcr solche Analysen meist verwendete und seit langem umstrittene LNT-Methode (Linear No Threshhold) ist n\u00e4mlich falsch [GEGN]. W\u00fcrde man sie akzeptieren, dann m\u00fcsste man auch die Risiken anderer Technologien wie dem Fliegen, dem Umgang mit Kaliumsalzen oder Phosphatd\u00fcnger [APFE] wie auch der Arbeit in sogenannten Radon-Heilb\u00e4dern v\u00f6llig neu bewerten. Schon das Fliegen w\u00fcrde bei Anwendung dieser Theorie j\u00e4hrlich 100 Deutschen den Krebstod bescheren [NIEM]. Allein f\u00fcr die letzten 40 Jahre k\u00e4me man damit auf 4000 zus\u00e4tzliche Tote als Folge einer Aktivit\u00e4t, die aus unserem allt\u00e4gliche Leben nicht mehr wegzudenken w\u00e4re. Man vergleiche dies mit bisher Null Strahlenopfern in westlichen Kernkraftwerken.<\/p>\n<h3><strong>Das M\u00e4rchen von der nuklearen Langzeitverseuchung<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine der besonders wirksamen L\u00fcgen der EE-Lobbyisten ist die von der angeblich Millionen Jahre dauernden Umweltverseuchung, die wir nach dem Betrieb von Kernkraftwerken unseren Nachkommen hinterlassen w\u00fcrden. Zugleich wird jedoch alles getan, um die Errichtung eines Endlagers zu hintertreiben, indem man jeden praxistauglichen Schritt in diese Richtung durch Gro\u00dfdemonstrationen verhindert und zugleich in der Politik sowie in den staatlichen Gremien, in denen gr\u00fcne Schranzen inzwischen gut dotierte Staatsp\u00f6stchen haben, jede sinnvolle Entwicklung blockiert. Der Grund f\u00fcr diese Panikmache ist klar, denn ein funktionierendes Endlager w\u00fcrde ihr L\u00fcgengeb\u00e4ude in sich zusammenbrechen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die deutschen Qualit\u00e4tsmedien es bisher geschafft haben, der \u00d6ffentlichkeit vorzuenthalten, dass es bestens durchdachte Endlagerkonzepte bereits bei zwei europ\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern gibt, und zwar in Schweden (<strong>Bild 5<\/strong>) sowie in Finnland [ENDL]. Obwohl die dortigen Kommunikationsabteilungen sehr auskunftsfreudig sind und gerne alles zeigen und erkl\u00e4ren, scheinen es deutsche Fernsehteams bisher kaum f\u00fcr n\u00f6tig gefunden zu haben, dort unvoreingenommen vorbeizuschauen. Diesbez\u00fcglich vernimmt man von den Medien meist lediglich dr\u00f6hnendes Schweigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4995\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/6.gif\" alt=\"6\" width=\"634\" height=\"354\" \/><strong>Bild 5<\/strong>. Gesamtansicht des im schwedischen Forsmark geplanten Endlagers f\u00fcr hoch radioaktive Brennelemente (Grafik: SKB)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese seit Jahrzehnten fast fl\u00e4chendeckend betriebene gr\u00fcne Propaganda hat dazu gef\u00fchrt, dass in unserer Bev\u00f6lkerung schon bei der Erw\u00e4hnung des Themas \u201eKernenergie\u201c panikartige Abwehrreaktionen einsetzen. Deutschland scheint bereit, aus Angst vor einem fiktiven Strahlentod in den energetischen Selbstmord namens \u201eEnergiewende\u201c zu marschieren. Manchmal kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass man bei uns den Homo Sapiens in K\u00e4fige gesteckt hat, w\u00e4hrend die Affen frei herumlaufen. Es ist dringend Zeit, zu dem ruhigen Abw\u00e4gen von Vorteil und Risiko zur\u00fcckzufinden, der das eigentliche Kennzeichen unserer Zivilisation ist.<\/p>\n<h3><strong>Quellen<\/strong><\/h3>\n<p>[APFE] http:\/\/www.eike-klima-energie.eu\/energie-anzeige\/moegen-sie-aepfel-mit-erhoehter-radioaktivitaet\/<\/p>\n<p>[FIR1] http:\/\/www.wind-watch.org\/video-germanfire.php<\/p>\n<p>[FIR2] http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=54YOaQixRUo<\/p>\n<p>[FIR3] <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eQrtXx3aJdM\">http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eQrtXx3aJdM<\/a><\/p>\n<p>[ENDL]http:\/\/www.eike-klima-energie.eu\/climategate-anzeige\/wenn-blinde-nicht-sehen-wollen-ausgereifte-nuklear-endlagerung-direkt-beim-nachbarn\/<\/p>\n<p>[FTO1] http:\/\/www.epaw.org\/multimedia.php?lang=en&amp;article=a19<\/p>\n<p>[FTO2] http:\/\/www.rtlnieuws.nl\/nieuws\/binnenland\/monteur-overleden-bij-brand-windmolen-ooltgensplaat<\/p>\n<p>[GEGN] http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC3526330\/?report=classic 16.7.2013<\/p>\n<p>[INGD] http:\/\/www.ingenieur.de\/Fachbereiche\/Windenergie\/Unterschaetzte-Gefahr-Jeden-Monat-geraten-zehn-Windturbinen-in-Brand<\/p>\n<p>[NIEM] http:\/\/www.buerger-fuer-technik.de\/body_wie_viele_menschenleben____.html<\/p>\n<p>[TODE] http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/stromerzeugung-opfer-der-energie\/3986380.html 3.8.2013<\/p>\n<p>[TOFI] <a href=\"http:\/\/turbinesonfire.org\/\">http:\/\/turbinesonfire.org\/<\/a><\/p>\n<p>[UNFA] http:\/\/de.scribd.com\/doc\/23856814\/Wind-Turbine-Accidents<\/p>\n<p>[WICI] http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/energiepolitik-china-ist-neuer-windenergie-weltmeister-seite-all\/5260202-all.html<\/p>\n<p>[WIKI] http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_von_Unf%C3%A4llen_an_Windkraftanlagen_in_Deutschland_und_%C3%96sterreich<\/p>\n<p>[WIST] http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_von_Stauanlagenunf%C3%A4llen<\/p>\n<p>[WIUN] http:\/\/docs.wind-watch.org\/unfalldatei_2006.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie gr\u00fcne Propaganda die Wahrnehmung verzerrt Deutschland leidet unter einer f\u00fcr Naturwissenschaftler schwer nachvollziehbaren Phobie. Gr\u00fcne Anti-Atom-Dauerpropaganda, gebetsm\u00fchlenartig von der Mehrzahl der Medienvertreter in allen m\u00f6glichen Varianten wiederholt, hat selbst bei so manchem Naturwissenschaftler dazu gef\u00fchrt, dass schon bei der Erw\u00e4hnung des Themas Abwehrreflexe einsetzen, die mit rationalen Argumenten kaum zu durchdringen sind. 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