{"id":4959,"date":"2014-08-03T13:14:34","date_gmt":"2014-08-03T13:14:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4959"},"modified":"2014-08-03T13:14:34","modified_gmt":"2014-08-03T13:14:34","slug":"energiewende-land-unter-im-stromsee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4959","title":{"rendered":"Energiewende: Land unter im Stromsee"},"content":{"rendered":"<h3>Nur hohe Nutzungsgrade machen Sinn<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die neue Fassung des Erneuerbare-Energie-Gesetzes ist unter Dach und Fach. Statt endlich einen sinnvollen Plan zu entwickeln, hat die Politik lediglich versucht, das Gezerre der einzelnen Lobbygruppen um die gr\u00f6\u00dften Anteile am Kuchen zu moderieren. An den Ausbauzielen wird nicht ger\u00fcttelt, und nur wirklich naive Zeitgenossen glauben, dass der weitere Anstieg der Kosten gebremst wird. Politiker und verantwortliche Fachleute in offiziellen Institutionen wie der Netzagentur scheinen die Probleme, die durch die zunehmende Einspeisung zuf\u00e4llig anfallender Strommengen aus wetterabh\u00e4ngigen Quellen unweigerlich auf unser gesamtes Stromversorgungssystem zukommen, nicht wahrnehmen zu wollen. Die Folgen w\u00e4ren jedoch dramatisch: Wir bzw. unser Stromversorgungssystem w\u00fcrden in regelrechten Strom-Tsunamis untergehen. <\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4960 size-medium\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/114-199x300.jpg\" alt=\"1\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/114-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/114-99x150.jpg 99w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/114.jpg 303w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Dunkle Wolken \u00fcber der Zukunft der Windenergie<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Hauptproblem bei den wetterabh\u00e4ngigen Stromerzeugungsverfahren aus Wind und Sonne sind die geringen Nutzungsgrade. Will man z.B. aus Windenergie einen im Jahresmittel definierten Ertrag gewinnen, dann kann man die am Typenschild der Anlagen ablesbare Leistungsangabe nicht heranziehen. Entscheidend ist vielmehr der Nutzungsgrad, eine prozentuale Angabe \u00fcber den Abschlag, mit dem die Typenschildabgabe multipliziert werden muss. Wie <strong>Bild 1<\/strong> zeigt, w\u00fcrde ein motorisch betriebenes Kraftwerk, das nahezu unterbrechungsfrei arbeiten kann, bei einer nominellen Leistung von 1 MW bis zum Ende eines Betriebsjahres ca. 8600 MWh elektrischer Leistung abliefern. Bei einer Windenergieanlage mit nominell gleicher Leistung w\u00e4ren es zum Jahresende lediglich 1524 MWh und bei einer Solaranlage sogar lediglich 727 MWh. Ursache ist der miserable Nutzungsgrad der \u201eErneuerbaren\u201c: Sowohl Wind- als auch Solarkraftwerke liefern nur ganz selten die volle H\u00f6chstleistung ab, die weitaus meiste Zeit kommen nur Bruchteile davon aus den Anschl\u00fcssen. Bei an Land errichteten Windenergieanlagen liegt der Mittelwert daher bei lediglich 17,4 % statt 100 % des theoretisch m\u00f6glichen Ertrags, bei Solaranlagen sind es sogar nur 8,3 %.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4961\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/210.jpg\" alt=\"2\" width=\"752\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/210.jpg 752w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/210-150x71.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/210-300x142.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 752px) 100vw, 752px\" \/>Bild 1:<\/strong> Vergleich der gelieferten Jahresstrommenge f\u00fcr ein Motorkraftwerk, eine Windenergieanlage und eine Solaranlage, jeweils mit einer Typenschildleistung von 1 MW<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da jedoch 100 % bzw. 8600 MWh ben\u00f6tigt werden, muss man bei EE-Anlagen deshalb eine entsprechend h\u00f6here Kapazit\u00e4t installieren, <strong>Bild 2<\/strong>. Bei Wind entspricht dies dem Faktor 5,75, bei Solarstrom mit seinem noch deutlich schlechteren Nutzungsgrad von 8,3 % liegt der Faktor sogar bei 12,05.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4966\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/39.jpg\" alt=\"3\" width=\"986\" height=\"414\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/39.jpg 986w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/39-150x62.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/39-300x125.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 986px) 100vw, 986px\" \/>Bild 2<\/strong>: Gleicher Stromertrag von 1 MW Motorkraft, 5,75 MW Windenergie oder 12 MW Solarpaneelen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anders ausgedr\u00fcckt: Um ein Motorkraftwerk mit nominell 1 MW bei 98,5 % Auslastung zu ersetzen, muss man 5,75 MW Windleistung oder sogar 12 MW Solarleistung installieren \u2013 und deren Produktion bei \u201egutem\u201c Wetter auch irgendwohin schaffen, wo sie sinnvoll genutzt werden kann.<\/p>\n<h3>Strom-Tsunamis sind vorprogrammiert<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Direkte Folge der gro\u00dfen \u00dcberkapazit\u00e4ten, die man beim Ersatz konventioneller Stromerzeugungstechnologien durch Wind- und Solaranlagen mit schlechten Nutzungsgraden vorsehen muss, ist eine entsprechend hohe \u00dcberproduktion an Strom, wenn es der Wind oder die Sonne mal besonders gut meinen. W\u00e4hrend ein konventionelles Kraftwerk mit 1 MW Leistung stets genau diese Leistung zur Verf\u00fcgung stellt, sieht dies bei einem Windpark ganz anders aus: Es wird je nach Wetterlage zwischen 1 % und 575 % der eigentlich ben\u00f6tigten Leistung ins Netz einspeisen, egal wie hoch der aktuelle Bedarf ist. Bei einem Solarkraftwerk sind es dementsprechend zwischen 0 % und 1200 %.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allerdings kann man den bei \u201eguter\u201c Wetterlage zuviel produzierten Strom nicht einfach \u201ewegwerfen\u201c, da man damit im Prinzip die Zeiten schw\u00e4cherer Produktion ausgleichen muss. Anderenfalls w\u00fcrde man die f\u00fcr das Gesamtjahr ben\u00f6tigte Stromproduktion nicht darstellen k\u00f6nnen. Das Ganze kann daher nur funktionieren, wenn man die in Zeiten des \u00dcberflusses produzierten Strom-Tsunamis irgendwohin leitet, wo sie sinnvoll verwendet werden k\u00f6nnen. Das k\u00f6nnten in Zukunft irgendwelche Speichersysteme oder \u2013 so wie es jetzt gehandhabt wird \u2013 einfach die Stromnetze unserer diversen Nachbarl\u00e4nder sein, denen man den Segen mit teils massiven Zuzahlungen auf\u2019s Auge dr\u00fcckt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Problem ist dabei, dass man hierf\u00fcr die Leitungsnetze entsprechend der im Extremfall zu erwartenden Strommengen \u00fcberdimensionieren muss. W\u00e4hrend f\u00fcr das bereits angesprochene 1-MW-Motorkraftwerk eine Leitung mit einer Transportkapazit\u00e4t von 1 MW v\u00f6llig ausreichen w\u00fcrde, m\u00fcsste sie f\u00fcr den Anschluss eines Windparks mit 5,75 MW auch f\u00fcr dessen Maximalkapazit\u00e4t ausgelegt werden, auch wenn im Jahresmittel nur 1 MW Transportkapazit\u00e4t genutzt wird. Anders ausgedr\u00fcckt: Man muss eine 5,75 MW-Leitung vorsehen, die jedoch statt zu 98,5 % lediglich zu 17,4 % ausgelastet wird. Im Stra\u00dfenbau entspr\u00e4che dies dem Bau einer sechsspurigen Autobahn, \u00fcber die dann im Mittel das Verkehrsaufkommen einer einspurigen Landstra\u00dfe abgewickelt wird, <strong>Bild 3<\/strong>. Noch schlechter sieht es bei Solaranlagen aus, da hier das Verh\u00e4ltnis 1\/12 ist. Das entspr\u00e4che einer 12spurigen Autobahn statt einer Landstra\u00dfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4968\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/42.gif\" alt=\"4\" width=\"518\" height=\"346\" \/><em>Bild 3<\/em><\/strong><em>: Stromnetz-Analogie: Wo bei konventionellen Kraftwerken eine einspurige Landstra\u00dfe reichen w\u00fcrde, m\u00fcsste man bei Windstrom f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung des gleichen Jahresstromaufkommens eine sechsspurige Autobahn vorsehen<\/em><\/p>\n<h3>Ausbauziele f\u00fcr Deutschland<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um abzusch\u00e4tzen, wie sich die weitere Entwicklung des EEG in den kommenden Jahren auf die Stromproduktion Deutschlands sowie auf die dortigen Stromnetze auswirken d\u00fcrfte, gehen wir zun\u00e4chst von der aktuellen Stromproduktion und von den EE-Planungen der Gro\u00dfen Koalition aus. Als Referenz nehmen wir das Jahr 2013 mit einer Gesamt-Stromproduktion von 629 TWh. W\u00e4hrend die Stromerzeugung in Deutschland \u2013 au\u00dfer in Kriegs- und Krisenzeiten \u2013 stets zunahm, unterstellen wir einmal, dass die aktuellen Sparbem\u00fchungen zu einem \u201eEinfrieren\u201c des Stromverbrauchs auf dem Niveau des Jahres 2013 f\u00fchren werden. Da die Politik jedoch den Autoverkehr auf elektrische Antriebe umstellen will, muss der hierf\u00fcr ben\u00f6tigte Strom zus\u00e4tzlich erzeugt werden. F\u00fcr 2015 sind 1 Mio. Elektrofahrzeuge geplant, w\u00e4hrend bis 2050 die gesamte PKW-Flotte von heute rund 44 Mio. Fahrzeugen durch Stromschlucker ersetzt sein soll. Aufgrund dieses zus\u00e4tzlichen Verbrauchs erg\u00e4be sich dann f\u00fcr 2050 eine Stromerzeugung von 759 TWh. F\u00fcr 2050 plant die gro\u00dfe Koalition einen EE-Anteil an der Stromproduktion von 80 %. Noch weiter gehen Gr\u00fcne, WWF, Greenpeace und die evangelische Kirche, die 100 % EE-Anteil fordern.<\/p>\n<p>Setzt man die obigen Zahlen um, so lassen sich f\u00fcr die Stromproduktion aus EE-Quellen folgende Zielvorgaben errechnen:<\/p>\n<table style=\"height: 125px;\" width=\"520\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em><strong>Jahr 2050:<\/strong><\/em><\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><strong>TWh<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wind Onshore (erforderl. Kapazit\u00e4t 288100 MW, Nutzungsgrad 17,4%)\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">439,1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wind Offshore (erforderl. Kapazit\u00e4t \u00a036010 MW, Nutzungsgrad 34,8%)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">109,8<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Solar (erforderl. Kapazit\u00e4t 52000 MW, Nutzungsgrad 8,3%)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">37,8<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wasser (Kapazit\u00e4t 4300 MW)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">20,5<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table style=\"height: 125px;\" width=\"520\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em><strong>Jahr 2050 bei 100 % EE-Erzeugung (Forderung ev. Kirchentag)<\/strong><\/em><\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><strong>TWh<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wind Onshore (erforderl. Kapazit\u00e4t 367800 MW, Nutzungsgrad 17,4%)\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">560,6<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wind Offshore (erforderl. Kapazit\u00e4t 46000 MW, Nutzungsgrad 34,8%)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">140,1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Solar (erforderl. Kapazit\u00e4t 52000 MW, Nutzungsgrad 8,3%)\u00a0\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">37,8<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wasser (Kapazit\u00e4t 4300 MW)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">20,5<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesen Zahlen liegen folgende Annahmen zugrunde: Die Produktion von Strom aus Wasserkraft wird sich in Deutschland kaum noch steigern lassen. Auch der Erzeugung von Strom aus Getreide &#8211; vornehm als Biogas bezeichnet &#8211; d\u00fcrfte wegen der Amoralit\u00e4t dieses Tuns in einer hungrigen Welt (man braucht sich nur zu fragen, warum so viele Bootsfl\u00fcchtlinge auf dem Mittelmeer ihr Leben riskieren) kaum noch gro\u00dfes Wachstum beschieden sein. Und bei Fotovoltaik ist ein Deckel von 52000 MW geplant. Alle k\u00fcnftigen Steigerungen der Erzeugung von EE-Strom k\u00f6nnen daher im Prinzip fast nur noch durch Ausbau der Windenergie erfolgen. Blieben von den EE-Erzeugern theoretisch also noch M\u00fcllverbrennungsanlagen (5,2 TWh in 2013) und Getreidegasanlagen (42,6 TWh in 2013), die parallel zu den Wind- und Solaranlagen einspeisen. Aus naheliegenden Gr\u00fcnden d\u00fcrfte ihr Anteil in den kommenden Jahrzehnten jedoch gegen Null tendieren, da alle heute existierenden Anlagen bis 2050 aus der F\u00f6rderung herausfallen und neue Anlagen wohl kaum noch errichtet werden. Die heute noch existierenden Kraft-W\u00e4rme-Kopplungsanlagen d\u00fcrften bis 2050 wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit vom Markt verschwunden sein.<\/p>\n<h3>Auswirkungen auf die Stromproduktion<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die konkreten Auswirkungen des beschlossenen Ausbaus von Wind- und Solarstromerzeugung im Jahre 2050 zu veranschaulichen, wurden die realen Zahlen der Stromproduktion des Dezembers 2013 in viertelst\u00fcndlicher Aufl\u00f6sung zugrunde gelegt. Dann wurden sowohl die vollst\u00e4ndige Netzlast als auch die zu erwartende Leistungsbereitstellung durch Wind- und Solarkraftwerke mit Hilfe der oben aufgef\u00fchrten Zahlen umgerechnet. <strong>Bild 4<\/strong> zeigt die entsprechenden Werte f\u00fcr die Netzlast (entspricht in etwa dem inl\u00e4ndischen Verbrauch) sowie f\u00fcr die Summenleistung von Wind- und Solarenergieanlagen plus Wasserkraft. Der Spitzenwert liegt bei 296000 MW.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4970\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/47.jpg\" alt=\"4\" width=\"1071\" height=\"561\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/47.jpg 1071w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/47-150x78.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/47-300x157.jpg 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/47-1024x536.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1071px) 100vw, 1071px\" \/><em>Bild 4<\/em><\/strong><em>: Projektion der Netzlast (dunkelblau) sowie der kumulierten Leistung von Wind-und Solarstromanlagen im Dezember 2050<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer beim Blick auf diese Darstellung jetzt annimmt, man k\u00f6nne angesichts der gro\u00dfen Mengen an EE-Strom die Kapazit\u00e4t der konventionellen Kraftwerke stark reduzieren, den wird ein Blick auf <strong>Bild 5<\/strong> entt\u00e4uschen. Trotz der riesigen Kapazit\u00e4ten von Wind- und Solarenergieanlagen gibt es weiterhin zahlreiche k\u00fcrzere oder auch l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume, wo konventionelle Kraftwerke einspringen m\u00fcssen, weil die Produktion von EE-Strom nicht ausreicht, um Deutschland zu versorgen. In der Spitze m\u00fcssen konventionelle Kraftwerke bis zu 61000 MW Leistung bereitstellen, damit die Stromversorgung gesichert bleibt. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen zahlreiche Kohle- und Gaskraftwerke sogar kontinuierlich am Netz bleiben, um die Mindestleistung von etwa 28000 MW zu sichern, die ben\u00f6tigt wird, um die zur Stabilisierung des Netzes erforderliche Regelleistung darstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4971\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/56.jpg\" alt=\"5\" width=\"1165\" height=\"560\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/56.jpg 1165w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/56-150x72.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/56-300x144.jpg 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/56-1024x492.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1165px) 100vw, 1165px\" \/>Bild 5<\/strong>: Im fiktiven Dezember 2050 ben\u00f6tigte Leistung aus konventionellen Kraftwerken: Rot f\u00fcr die Tage, an denen die Produktion aus EE-Quellen nicht zur Deckung der Netzlast ausreicht, und blau die zur Aufrechterhaltung der Netzsicherheit erforderliche Mindestleistung<\/em><\/p>\n<h3>Auswirkung auf die Netze<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00fcrde der Ausbau der Stromproduktion aus sogenannten \u201eErneuerbaren Energien\u201c entsprechend der bisherigen Planungen konsequent umgesetzt, so h\u00e4tte dies erhebliche Konsequenzen auch im Bereich der Hochspannungs-\u00dcbertragungsnetze f\u00fcr den erzeugten elektrischen Strom. Charakteristisch f\u00fcr die aktuelle Situation ist die weitgehende Planlosigkeit, mit der offensichtlich agiert wird. Grund hierf\u00fcr ist sicherlich auch die Tatsache, dass sich bisher keinerlei vertretbare gro\u00dftechnische L\u00f6sung f\u00fcr die Speicherproblematik abzeichnet. Deshalb werden bez\u00fcglich der Leitungsnetze zurzeit nur kleinere L\u00fcckenf\u00fcller wie \u201eS\u00fcdLink\u201c projektiert, mit denen man die auf uns zurollende Erzeugungswelle auf keinen Fall bew\u00e4ltigen kann. Dies zeigt ein Blick auf <strong>Bild 6<\/strong> mit der Simulation der gesamten Erzeugungsleistung des Dezembers einschlie\u00dflich der Produktion der nach wie vor unverzichtbaren konventionellen Kraftwerke.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4973\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/64.jpg\" alt=\"6\" width=\"1138\" height=\"561\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/64.jpg 1138w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/64-150x73.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/64-300x147.jpg 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/64-1024x504.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1138px) 100vw, 1138px\" \/>Bild 6<\/strong>: Im Dezember 2050 w\u00fcrde die maximale Einspeiseleistung bei weiterer Fortf\u00fchrung der Pl\u00e4ne der Bundesregierung bis zu 319600 MW erreichen<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Spitze \u2013 d.h. bei g\u00fcnstigen Wetterverh\u00e4ltnissen und einer auf die Sicherheitsreserve reduzierten Leistung der konventionellen Kraftwerke \u2013 w\u00fcrden bis zu 319600 MW an elektrischer Leistung eingespeist \u2013 das ist um den Faktor 3,76 Mal mehr als die 85000 MW an gesicherter Leistung, f\u00fcr die unser Stromversorgungssystem einschlie\u00dflich der Leitungsnetze ausgelegt ist. Anders ausgedr\u00fcckt: Wo heute eine Hochspannungsleitung verl\u00e4uft, d\u00fcrften es bis 2050 vier sein, <strong>Bild 7<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4974\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/73.jpg\" alt=\"7\" width=\"1326\" height=\"507\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/73.jpg 1326w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/73-150x57.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/73-300x114.jpg 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/73-1024x391.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1326px) 100vw, 1326px\" \/>Bild 7<\/strong>: Wo heute nur eine Stromleitung verl\u00e4uft, k\u00f6nnten es in einigen Jahrzehnten vier sein<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Egal ob man diesen Strom jetzt in \u201eWunderspeicher\u201c einlagert, die irgendwelche gr\u00fcnen Genies bis dahin noch \u201emal eben schnell\u201c erfinden m\u00fcssen, oder ob man vorhat, damit die Energiewirtschaft diverser Nachbarl\u00e4nder zu begl\u00fccken: Diesem massiven \u00dcberangebot w\u00e4re unser heutiges \u00dcbertragungsnetz nicht im Entferntesten gewachsen. Man kann grob \u00fcber den Daumen sch\u00e4tzen, dass unser Netz f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung dieser Strommengen um den oben errechneten Faktor erweitert werden m\u00fcsste. Ausgehend von der heutigen L\u00e4nge von rund 38000 km m\u00fcsste demnach ein Ausbau um 104900 km auf eine Gesamtl\u00e4nge von 142900 km erfolgen. Bez\u00fcglich der Kosten kann man in erster N\u00e4herung von dem aktuell veranschlagten Aufwand von bis zu 10 Mrd. \u20ac f\u00fcr die rund 800 km lange \u201eS\u00fcdLink\u201c-Trasse ausgehen, die dereinst Windstrom von der Nord- und Ostsee nach Grafenrheinfeld transportieren soll. Dabei kann dieser Ansatz noch als konservativ eingestuft werden, wenn man sich das Ausma\u00df der Kosten\u00fcberschreitungen ansieht, die bei Gro\u00dfprojekten wie Stuttgart 21, der Elbphilharmonie oder dem BER-Flughafen die Regel zu sein scheinen. Rechnet man diesen Wert auf die genannten 104900 km hoch, so landet man bei Investitionskosten von etwa 1311 Mrd. \u20ac &#8211; nur allein f\u00fcr den bis 2050 voraussichtlich erforderlichen Ausbau des Stromnetzes.<\/p>\n<h3>Sind \u201e100 % EE\u201c tats\u00e4chlich machbar?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine interessante Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist die nach der angeblich m\u00f6glichen Vollversorgung mit EE-Strom, eine Position, die von diversen politischen Kr\u00e4ften sowie von der Evangelischen Kirche vertreten wird. Auch dieses Szenario l\u00e4sst sich am Beispiel des Dezembers 2050 durchrechnen. Voraussetzung hierf\u00fcr ist die Annahme, dass ein \u201egr\u00fcner\u201c Wundereffekt, auf den bisher noch kein Ingenieur gekommen ist, die Stabilisierung des Netzes auch ohne die St\u00fctzfunktion konventioneller Kraftwerke bewirken wird. Das vom \u00dcbertragungsnetz in diesem Fall zu bew\u00e4ltigende Leistungsangebot von bis zu 376000 MW zeigt <strong>Bild 8<\/strong>. Bei diesem Szenario m\u00fcsste man die Netze um den Faktor 4,4 auf 168000 km erweitern. Daf\u00fcr w\u00e4ren 1625 Mrd. \u20ac aufzubringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4975\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/82.jpg\" alt=\"8\" width=\"1120\" height=\"627\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/82.jpg 1120w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/82-150x83.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/82-300x167.jpg 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/82-1024x573.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1120px) 100vw, 1120px\" \/>Bild 8:<\/strong> Gesamtleistung von Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen im Dezember 2050 bei 100 % EE-Anteil. Die Netzlast (dunkelblau) verdeutlicht, wo dennoch konventionelle Kraftwerke einspringen m\u00fcssten<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vollends zweifelhaft werden Spr\u00fcche wie \u201e100 % Erneuerbare Energien sind schon heute machbar\u201c, wenn man sich ansieht, wie h\u00e4ufig trotz der Installation von rund 465000 MW Wind- und Solarkraftwerken deren tats\u00e4chliche Produktion so niedrig ausf\u00e4llt, dass ungeachtet der vorhandenen 4300 MW Wasserkraft zus\u00e4tzlich noch bis zu 58000 MW konventioneller Kraftwerksleistung erforderlich werden, damit die Lichter in Deutschland nicht ausgehen, <strong>Bild 9<\/strong>. In diesem Zusammenhang sei noch sei angemerkt, dass die aktuell installierte Pumpspeicherkapazit\u00e4t zwar bei etwa 7000 MW liegt, aber maximal nur f\u00fcr wenige Stunden zur Verf\u00fcgung st\u00fcnde.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4976\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/91.jpg\" alt=\"9\" width=\"1138\" height=\"666\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/91.jpg 1138w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/91-150x87.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/91-300x175.jpg 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/91-1024x599.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1138px) 100vw, 1138px\" \/>Bild 9:<\/strong> Trotz \u201e100 % EE\u201c wird im Dezember 2050 der Einsatz konventioneller Kraftwerke mit einer Leistung bis zu 58000 MW erforderlich<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlichtes Fazit selbst f\u00fcr Laien mit einem Minimum an Verst\u00e4ndnis f\u00fcr technische Zusammenh\u00e4nge: Die Energiewende kann so wie geplant nicht funktionieren, sowohl aus technischen wie auch aus finanziellen Gr\u00fcnden. Vor diesem Hintergrund offenbart das ganze Gerede von der \u201eEnergiewende\u201c und vor allem von den angeblich m\u00f6glichen \u201e100 % Erneuerbaren\u201c seinen wahren Kern: Ignoranz gegen\u00fcber den Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten moderner Technologie und maschinenst\u00fcrmerische Lust an der Zerst\u00f6rung der Grundlagen unserer Gesellschaft. Letzteres l\u00e4uft auf Massenmord hinaus, denn ohne moderne technische Zivilisation k\u00f6nnte Deutschland keine 80 Mio. Menschen ern\u00e4hren, kleiden, w\u00e4rmen und vor Krankheit sch\u00fctzen. Es sei jedem unbenommen, zur\u00fcck zur Natur zu gehen und als Eremit in die W\u00e4lder zu ziehen oder auf die S\u00e4ule eines griechischen Tempels oder wohin auch immer. Aber als Heilsweg f\u00fcr die Masse unserer Bev\u00f6lkerung taugen solche Vorstellungen einfach nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur hohe Nutzungsgrade machen Sinn Die neue Fassung des Erneuerbare-Energie-Gesetzes ist unter Dach und Fach. Statt endlich einen sinnvollen Plan zu entwickeln, hat die Politik lediglich versucht, das Gezerre der einzelnen Lobbygruppen um die gr\u00f6\u00dften Anteile am Kuchen zu moderieren. An den Ausbauzielen wird nicht ger\u00fcttelt, und nur wirklich naive Zeitgenossen glauben, dass der weitere [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":259,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,15,30,26,17,33],"tags":[],"class_list":["post-4959","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-alternativen-zu-windkraft","category-fanatismus-der-okofundis","category-landschaft","category-raumplanung","category-wirtschaftliche-folgen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4959","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/259"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4959"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4959\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4959"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4959"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4959"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}