{"id":4885,"date":"2014-06-08T10:26:25","date_gmt":"2014-06-08T10:26:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4885"},"modified":"2014-06-08T17:11:47","modified_gmt":"2014-06-08T17:11:47","slug":"eine-bundesraetin-und-ihre-waghalsigen-energiewenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4885","title":{"rendered":"Eine Bundesr\u00e4tin und ihre waghalsigen Energiewenden"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: justify;\">Oder &#8222;Ein Schuss in den Ofen&#8220;, wortreich ausgef\u00fchrt<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bundesr\u00e4tin Doris Leuthard hat <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/uebersicht\/die-energiezukunft-liegt-in-intelligenter-vernetzung-1.18295720\" target=\"_blank\">in der NZZ vom 5. Mai <\/a>ihre Sicht der zuk\u00fcnftigen Energieversorgung dargestellt. Die ideologischen Ghostwriter aus dem Bundesamt f\u00fcr Energie haben einen etwas naiv anmutenden Erkl\u00e4rungsversuch f\u00fcr die europaweit gescheiterte Energiepolitik der deutschsprachigen V\u00f6lker abgeliefert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4911 size-medium\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/doris_imWunderland-300x300.jpg\" alt=\"doris_imWunderland\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/doris_imWunderland-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/doris_imWunderland-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/doris_imWunderland.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie die unerkl\u00e4rbaren Verordnungen zur Energiestrategie 2050, die niemand ausser der Windrad- Solar und Atomkraftgegnerlobby zu verstehen in der Lage ist, unterschreibt Doris Leuthard hier die widerspr\u00fcchlichsten Aussagen zu ihrer Energiepolitik. Der deutsche Energieminister Sigmar Gabriel hat diese Art von Energiepolitik\u00a0<a href=\"http:\/\/lokalo24.de\/news\/energiewende-vor-dem-aus\/467664\/\" target=\"_blank\">an einem Vortrag<\/a> an Ostern 2014 mit klaren Worten beschrieben:\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Die [deutsche] Energiewende steht vor dem aus. F\u00fcr die meisten anderen L\u00e4nder in Europa sind wir sowieso Bekloppte.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die erw\u00e4hnte Ausnahme d\u00fcrfte die Schweiz sein. Dazu muss man wissen, dass die deutsche Energiewende und das <em>Erneuerbare Energie Gesetz (EEG)<\/em> und seine Verordnungen bis auf wenige Details den Bestimmungen der schweizer Variante namens\u00a0<em>Kostendeckende Einspeiseverg\u00fctung (KEV)<\/em> entspricht. Die komplexen Berechnungsgrundlagen f\u00fcr die Subventionierung sind auffallend gleich. Der Erfinder der Schweizer Variante dieses ideologischen Wahnsinns, Rudolf Rechsteiner, hat sich offenbar grossz\u00fcgig bei den deutschen Kollegen bedient. Aber wie das so ist mit dem Abschreiben: Man schreibt auch alle Fehler ab. Trotz der seit Jahren bekannten M\u00e4ngel der beiden Systeme ist die aktuelle Entwicklung in Deutschland offensichtlich noch nicht bis zu Doris Leuthards Beratern durchgedrungen. Der vorliegende Text, vermeintlich aus der Feder von Bundesr\u00e4tin Doris Leuthard stammend, ist eine selten verdrehte, viele Haken schlagende und komplett widerspr\u00fcchliche Energienovelle, wie ich sie vorher noch nie gelesen habe. Wer sich die M\u00fche macht, dem sprunghaften Gedankengang der Magistratin und ihrer Berater zu folgen, findet die Antwort auf die Frage, warum diese verschiedenen Energiewenden niemals funktionieren k\u00f6nnen. Dieser Text zeigt die innere Zerrissenheit einer allen physikalischen Regeln zuwiderlaufenden Energiepolitik. Man sp\u00fcrt f\u00f6rmlich, wie es den Verantwortlichen schwer f\u00e4llt, eine l\u00e4ngst gescheiterte Energiepolitik geradezubiegen. Die Widerspr\u00fcche in den Aussagen sind dermassen gross, dass nur noch der Befreiungsschlag durch einen Totalabbruch aus der Sackgasse f\u00fchren kann. Doch sehen wir uns die Gedanken der Schweizer Energieministerin und ihrer Berater im Detail an:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Energie ist in einer vernetzten, schnell wachsenden Welt zum internationalen Business geworden. <strong>Versorgungssicherheit ist m\u00f6glich, wenn man sich vom illusorischen Anspruch auf Autarkie verabschiedet<\/strong>. Dazu bedarf es einer <strong>nationalen Energiepolitik<\/strong> f\u00fcr den Zubau <strong>einheimischer, erneuerbarer Energie und die Steigerung der Effizienz<\/strong>. Dar\u00fcber hinaus braucht es <strong>international vernetzte M\u00e4rkte zur ressourcenschonenden Verteilung der Energie<\/strong> \u00fcber eine <strong>IT-gesteuerte Infrastruktur<\/strong> bis hinunter zum Verbraucher: ein \u00ab<strong>World-Wide-Energie-Web<\/strong>\u00bb.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Weder effizient noch sicher, nicht resourcenschonend und schon gar nicht bezahlbar<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier zeigt Doris und ihre Ghostwriter exakt, was uns erwartet, wenn die Energiestrategie 2050 wie geplant durchgedr\u00fcckt wird: Wir m\u00fcssen unsere Autarkie zuerst aufgeben damit uns die EU eine wie auch immer geartete Versorgungssicherheit garantiert. Sie bezeichnet diese Aufgabe der Selbst\u00e4ndigkeit trotzdem als &#8222;<em>nationale Energiepolitik<\/em>&#8222;. Das sind klare Widerspr\u00fcche. Wer die Autarkie verliert, verliert mit Garantie auch jede Versorgungssicherheit. Wenn die Kernkraftwerke abgeschaltet werden, m\u00fcssen wir sie mit Gaskraftwerken ersetzen. Damit geben wir tats\u00e4chlich unsere Autarkie auf, denn das Gas kommt wohl kaum aus dem Schweizer Boden und kann nur in sehr beschr\u00e4nktem Mass in unserem Land selber gelagert werden. Die Versorgungssicherheit ist alles andere als gegeben, wenn dieses Gas aus dem bald leergesch\u00f6pftem Boden unter der Nordsee oder dem \u00e4usserst unsicheren Russland stammt. Die Fracking-Technologie, welche eine gute L\u00f6sung zur Gasfrage Europas bieten w\u00fcrde, bek\u00e4mpfen die gleichen Ideologen, die auch gegen die Atomkraftnutzung einen heiligen Krieg f\u00fchren. In beiden F\u00e4llen gibt es keinerlei greifbare Gr\u00fcnde, warum man die stur bek\u00e4mpfte Technologie nicht n\u00fctzen soll.\u00a0 Die pure &#8222;German Angst&#8220; ist es, die die europ\u00e4ischen Politiker agieren l\u00e4sst.\u00a0 Und Doris l\u00e4sst sich fr\u00f6hlich davon anstecken.<br \/>Doris Leuthard m\u00f6chte auch, dass die einheimischen erneuerbaren Energieen gef\u00f6rdert und gleichzeitig die Effizienz der Stromproduktion gesteigert werden soll. Das ist der n\u00e4chste Widerspruch in der Aussage unserer Energiemagistratin. Die Nutzung der einheimischen Erneuerbaren Energiequellen Wind und Photovoltaik und die effiziente Stromerzeugung schliessen sich gegenseitig aus. Weder Windkraft noch Photovoltaik sind in der Lage, die entstehenden L\u00fccken der Kernkraftwerke &#8222;effizient&#8220; zu f\u00fcllen. Seit wann ist es effizient, wenn 800 \u00fcber das ganze Land verteilte Windkraftwerke w\u00e4hrend 12 Monaten die gleiche Strommenge produzieren, die nur schon das Kernkraftwerk G\u00f6sgen w\u00e4hrend 3 Monaten und in massiv besserer Qualit\u00e4t zur Verf\u00fcgung stellt? Und was noch die viel bessere Frage ist: Ist dieser &#8222;<em>erneuerbare Wind- und Solarstrom<\/em>&#8220; mit Atomstrom \u00fcberhaupt vergleichbar?<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die Stromproduktion durch Windkraftwerke erzeugt Strom, der dann zur Verf\u00fcgung steht, wenn es windet. Das findet in der Schweiz durchschnittlich alle 6 Tage statt. An 5 Tagen in der Woche ist demnach nur &#8222;<a href=\"http:\/\/www.kaltduschenmitdoris.ch\/\" target=\"_blank\">kalt Duschen mit Doris<\/a>&#8220; m\u00f6glich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Unsere Stromversorgung ben\u00f6tigt Kraftwerke, die dann Strom liefern, wenn die Wirtschaft und die Gesellschaft Strom konsumieren wollen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Jeder in Zeiten geringen Konsums produzierte Strom ist im vornherein verloren. Ein grosser Teil des Wind- und Sonnenstroms wird niemals &#8222;verbraucht&#8220;.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Es gibt keine Speichertechnologie, die gleichzeitig bezahlbar, technisch sinnvoll und in gen\u00fcgendem Umfang verf\u00fcgbar w\u00e4re. Auch die gesamteurop\u00e4ische Vernetzung mit Schlauer Technologie kann nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass Wind- und Sonnenstrom unglaublich unzuverl\u00e4ssig, unsteuerbar und in der n\u00f6tigen Menge und Qualit\u00e4t niemals zur Verf\u00fcgung stehen wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn dieser Totalverlust in der windigen Produktionsbilanz ber\u00fccksichtigt w\u00fcrde, br\u00e4uchten wir mindestens 2&#8217;000 installierte Windkraftanlagen, nur um ein vergleichbares Bruttoproduktionsverh\u00e4ltnis zwischen dem Atomstrom des <a href=\"http:\/\/www.swissnuclear.ch\/upload\/cms\/user\/Jahresru776ckblick_13_dt.pdf\" target=\"_blank\">KKW G\u00f6sgen<\/a> und dem landesweit produzierten Windstrom zu erhalten. Die 2&#8217;000 daf\u00fcr notwendigen Windkraftwerke w\u00fcrden zwar wie das KKW G\u00f6sgen rund 6&#8217;000 GWh Bruttostrom erzeugen. Aber selbst diese unglaublich hohe Zahl von Windkraftwerken w\u00fcrde keinen vergleichbaren Nettostrom liefern, denn im Gegensatz zur Atomkraft ist die Windkraft nicht steuerbar und \u00e4usserst unzuverl\u00e4ssig. Durch die Fernw\u00e4rmeabgabe des KKW G\u00f6sgen wurden im 2013 in der Region 20 Millionen Liter Heiz\u00f6lequivalent eingespart. Die anfallende Heizw\u00e4rme und der qualitativ hochstehende Strom kosten lediglich ein Viertel des Windstroms und gerade mal ein Sechzehntel des Sonnenstroms. Der Fl\u00e4chenbedarf zur Produktion des Atomstroms betr\u00e4gt 1\/90igstel desjenigen von Windkraft. Der Fl\u00e4chenvergleich mit der Photovoltaik f\u00e4llt zus\u00e4tzlich um den Faktor 10 zu Ungunsten der &#8222;neuen Erneuerbaren Energie&#8220; aus. Dazu kommt, dass Atomstrom keine Nachbarn mit Schattenwurf und L\u00e4rm bel\u00e4stigt. Es werden in keinem Kernkraftwerk Flederm\u00e4use oder V\u00f6gel get\u00f6tet. Es m\u00fcssen keine W\u00e4lder gerodet oder breite, gut befestigte Strassen in die sch\u00f6nsten Landschaften gebaut werden. Die Naherholungsgebiet bleiben f\u00fcr die Gesellschaft erhalten. Wieso tut sich die Schweiz diese Energiestrategie an?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Aber es ist der Windstrom, den Bundesr\u00e4tin Doris Leuthard als &#8222;effizient&#8220; bezeichnet. Weiss Gott warum.<\/strong><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>In den letzten 100 Jahren war Energiepolitik, zumindest Strompolitik, national ausgerichtet. In diesem Zeitraum ist unsere Bev\u00f6lkerung von 3,3 auf \u00fcber 8 Millionen Menschen angewachsen und der Endenergieverbrauch von rund 100 000 auf \u00fcber 900 000 Terajoule angestiegen. Wir konnten mit diesem Wachstum umgehen. Allerdings nur dank dem Import von fossilen Brenn- und Treibstoffen und Strom. Rund 80 Prozent des Energiebedarfs werden heute importiert.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie das die Vorg\u00e4nger von Doris Leuthard schon erkannt haben, wurden in den 60-er und 70-er Jahren die Kernkraftwerke geplant und gebaut. Damals wie heute herrschte ein mehrheitlicher Konsens, dass diese Technik die L\u00f6sung zur Bew\u00e4ltigung der wachsenden Bed\u00fcrfnisse von Bev\u00f6lkerung und Wirtschaft ist. Eine schreiende Minderheit von Fanatikern und verwirrten NGOs hat es geschafft, die Schweizer Energiepolitik am Volk vorbei zu bestimmen. Doris Leuthard reklamiert hier den Verbrauch von Fossilen Energietr\u00e4gern und schafft mit der geforderten Abschaltung der Kernkraftwerke erst die Grundlagen, damit wir noch mehr davon importieren m\u00fcssen. Japan hat es seit2011 eindr\u00fccklich vorgemacht, was geschieht, wenn man die Atomkraftwerke abschaltet. Die untauglichen &#8222;erneuerbaren Energieen&#8220; konnten sie nicht im Ansatz ersetzen und mussten mit dem extremen Import von Gas- und Kohle kompensiert werden. Genau das Gleiche fordert hier Doris Leuthard als L\u00f6sung all unserer Energieprobleme:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Dieses Modell ist nicht mehr zukunftstauglich. Die Bev\u00f6lkerung und die Zahl der Verbraucher wachsen weltweit weiter. In den n\u00e4chsten 20 Jahren ist mit einem global steigenden Energieverbrauch um rund einen Drittel zu rechnen; angetrieben durch die aufstrebenden Wirtschaftsregionen. Deshalb sind gem\u00e4ss der Internationalen Energie-Agentur (IEA) bis 2035 Investitionen in die Energieversorgungsinfrastruktur in der H\u00f6he von 38 Milliarden Dollar n\u00f6tig.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rechnen war schon immer etwas schwierig f\u00fcr den Bundesrat. Aber 38 Milliarden Dollar f\u00fcr die Erneuerung der weltweiten Energieinfrastruktur? Wenn wir doch wissen, dass Deutschland alleine schon bald 1&#8217;000 Milliarden in die Energieinfrastruktur investiert hat &#8211; und als eindr\u00fcckliches Ergebnis MEHR FOSSILE ENERGIETR\u00c4GER verbraucht, als vor der &#8222;ENERGIEWENDE&#8220;.\u00a0 Was stimmt hier nicht? Es f\u00e4llt sofort auf, dass die urspr\u00fcngliche Motivation zur Energiewende einmal die Reduzierung des vermeintlich klimasch\u00e4digenden Kohlendioxyd war. In Doris Leuthards Erkl\u00e4rung findet man keine Erw\u00e4hnung mehr davon. Was zur Frage f\u00fchrt, was denn eigentlich der Grund f\u00fcr diese totale Umkrempelung einer gut funktionierenden und kosteng\u00fcnstigen Energieversorgung ist. Die Aufgabe der Schweizerischen Autarkie vielleicht?<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Dabei werden sich die Energiehandelsstr\u00f6me weltweit verschieben. China d\u00fcrfte zum gr\u00f6ssten Erd\u00f6l-, Indien zum gr\u00f6ssten Kohle-Importeur werden. Durch die Entdeckung neuer Gasfelder und das Fracking von Schiefergas werden die USA ihren Energiebedarf selber decken k\u00f6nnen. Dort hat sich der Gaspreis bereits halbiert. In Europa ist der Gaspreis dagegen deutlich h\u00f6her. Dies beg\u00fcnstigt, dass alte, abgeschriebene Kohlekraftwerke wieder ans Netz gehen, da diese am rentabelsten Strom produzieren. Zur vermehrten Stromproduktion mit Kohle beigetragen hat auch der tiefe Preis f\u00fcr CO2-Zertifikate. Eine Anhebung dieser Preise fand im EU-Parlament keine Gnade. Man will der eigenen Wirtschaft nicht schaden und das sich anbahnende Wachstum in der EU nicht abw\u00fcrgen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die globale Betrachtung von Doris Leuthard ist erfreulich. Daraus l\u00e4sst sich schliessen, dass die restliche Welt vor allem auf fossile Energie setzt. Warum tut das zum Beispiel China? Weil das Land mit den meisten Windr\u00e4dern schon lange festgestellt hat, dass diese Technologie nicht funktioniert und zu teuer ist. Produziert China nicht auch die meisten Solarpanel f\u00fcr die Photovoltaik? Die verkaufen die Chinesen lieber den dummen Europ\u00e4ern, weil hier alle Regierungen noch stramm an die Illusion der Erneuerbaren glauben. Was Doris&#8216; Berater aber hier verschweigen ist die Tatsache, dass die Kernenergie weltweit wieder auf dem Vormarsch ist. Mit hervorragenden Konzepten zur Wiederverwertung und Entsorgung des Atomm\u00fclls. Mit neuer Br\u00fcter-Technologie die noch sicherer und dabei &#8211; im Sinn des Wortes &#8211; &#8222;effizient&#8220; aber auch &#8222;effektiv&#8220; ist.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Diese Entwicklungen gilt es zu antizipieren \u2013 insbesondere durch die Staaten auf dem alten Kontinent. Gegenseitige Bremsman\u00f6ver sollten wir vermeiden. Dennoch m\u00fcssen wir uns an internationalen L\u00f6sungen beteiligen. Denn jedes Land hat andere Vorz\u00fcge. Diese sind in die Waagschale zu werfen, wenn der Kontinent weiterhin als Wirtschaftsstandort attraktiv sein soll. Wir k\u00f6nnen auf diese Entwicklung reagieren, wenn wir den Kurs konsequent weiterverfolgen, den der Bundesrat mit der Energiestrategie 2050 als Fernziel dem Parlament unterbreitet hat. Zudem m\u00fcssen Energie- und IT-Wirtschaft zusammen mit der Politik ein \u00abInternet der Energie\u00bb bauen, wie dies der US-\u00d6konom Jeremy Rifkin formuliert \u2013 eine IT-gesteuerte Vernetzung von Produktion, Transport und Verbrauch. In diesem Umfeld braucht die Welt zur Bew\u00e4ltigung der Zukunft eine Energie-Architektur, die auf folgenden zwei Pfeilern steht: nationalen Energiepolitiken zur Steigerung der Effizienz und zur Senkung des Verbrauchs sowie internationaler \u00abIntelligence\u00bb zur Optimierung und Verbindung von Produktion, Transport und Verbrauch unter Ber\u00fccksichtigung der volatilen Stromproduktion und der zunehmend volatilen Preise an den Stromb\u00f6rsen durch eine umfassende Aussch\u00f6pfung und Vernetzung der globalen IT-Ressourcen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das &#8222;Internet der Energie&#8220; taucht hier schon zum zweiten Mal auf. Wer die weltweite Energieversorgung mit dem Internet vergleicht, beweist, dass er oder sie vom einen und vom anderen keinerlei Ahnung besitzt. Wie soll die Energieversorgung &#8222;<em>global vernetzt<\/em>&#8220; funktionieren? Wenn das Internet von Servern betrieben w\u00fcrde, die nur bei Sonne, am Tag oder mit Wind funktionieren, dann w\u00fcrde die H\u00e4lfte der verlinkten Seiten in unregelm\u00e4ssigen Abst\u00e4nden nicht zur Verf\u00fcgung stehen. Es m\u00fcssten extra Server im Netz bereitstehen, die die Datenstr\u00f6me und auch die gespeicherten Daten sofort redundant \u00fcbernehmen k\u00f6nnten, falls es mal irgendwo zu wenig oder gerade mal etwas zuviel windet. Da ein Teil der Namensserver gerade ohne Wind bzw. ohne Strom daherd\u00fcmpelt, m\u00fcssen die IP &#8211; Nummern von Hand und auswendig eingegeben werden, nur um dann festzustellen, dass dieser Server ja auch gerade keinen Wank mehr von sich gibt. Und dann gibt es da die Viren, Trojaner, Pishing- und Hackerattacken im Internet. Hier k\u00f6nnen wir den Kreis schliessen. Wer das Internet der Energieversorgung auch nur zu einem Bruchteil beherrscht, der kann einen Schaden anrichten, der das Potenzial zur Wiederbesidelung der H\u00f6hlen und Gruften der Steinzeit in sich birgt. Wer die Energieversorgung global und IT-m\u00e4ssig vernetzen will, hat noch nicht begriffen, was im Internet abl\u00e4uft. Mit solch abstrusen Ideen unseres Bundesrates ben\u00f6tigen wir weder eine Armee, noch den Gripen und auch keine Energieversorgung mehr. Wir katapultieren uns selber zur\u00fcck in die Zeiten, wo wir alle mit Holz gekocht und geheizt haben. Damit ist mindestens ein Ziel der Energiestrategie 2050 erreicht: Wir ben\u00f6tigen sofort weniger Energie.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Heute steht unsere Energiepolitik und Energieversorgung gem\u00e4ss World Energy Council auf Platz eins. Wir verschwenden relativ wenig Energie und haben geringe Transportverluste. Wir k\u00f6nnen, dank der Wasserkraft und den Pumpspeicherwerken, auf eine Produktion aus erneuerbaren Quellen zur\u00fcckgreifen, ohne grosse Kollateralsch\u00e4den an der Umwelt zu verursachen. Unsere Chancen sind gut, aber unsere Werke stehen vor grossen Restrukturierungen \u2013 unabh\u00e4ngig von der Politik. Denn noch hat sich in der Schweiz nichts ge\u00e4ndert. Noch wurde kein AKW abgeschaltet, noch wurde kein Gesetz verabschiedet.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hervorragend diese kurze Zusammenfassung, was geschieht, wenn wir diesen Weg weitergehen. Jetzt geht es uns gut. Alles funktioniert bestens. Wir sind auf Platz eins. Wir haben schon einen Anteil von 40% Strom aus erneuerbaren Energie: Wasserkraft. &#8222;<em>Noch wurde keine AKW abgeschaltet<\/em>&#8222;. Bravo! Wer hier etwas \u00e4ndert, kann es nur zum schlechten ver\u00e4ndern. Europa nutzen wir am meisten, wenn wir unsere Pumpspeicher, die wir schon haben, weiter betreiben. Und unsere AKW sollten wir nicht abschalten, sondern weiterhin gut warten. Und bei Gelegenheit mindestens 2 Neue bauen, die den angefallen Atomm\u00fcll gleich wegbr\u00fcten. Es w\u00e4re eine rosige Zukunft &#8211; aber das geht mit Doris Leuthard bestimmt nicht.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Deshalb m\u00fcssen wir aus dem Traum einer absoluten Versorgungs-Autonomie erwachen. Deshalb suchen wir schon heute die internationale Vernetzung. Wir importieren Erd\u00f6l, Gas und Treibstoffe aus verschiedenen Quellen. Wir setzen auf Energiepartnerschaften mit ausgew\u00e4hlten Staaten, auf Forschungskooperation mit den f\u00fchrenden Hochschulen. Als Forschungsnation kann die Schweiz mit den ETH punkten.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Gegensatz zur Illusion eines funktionierenden Ersatzes der g\u00fcnstigen und sauberen Atomkraft mittels &#8222;<em>erneuerbarer Energie<\/em>&#8220; bezeichnet Doris Leuthard hier den IST-ZUSTAND als &#8222;<em>Illusion<\/em>&#8222;. Wir sind das europ\u00e4ische Land, das die wohl sauberste und autonomste Energieversorgung hat. Wir m\u00fcssen nicht erwachen, denn dieser Traum ist die aktuelle Realit\u00e4t, Frau Bundesr\u00e4tin. Die Versorgungsautonomie im Bereich der Stromversorgung ist da. Hier muss man NICHTS Entscheidendes \u00e4ndern. Die Versorgung mit weiteren Energietr\u00e4gern wie Gas- und Erd\u00f6l ist das einzige Problem, das wir angehen m\u00fcssen. Hier ist Handlungsbedarf vorhanden. Das Abschalten der Kernkraftwerke ist ein Schritt, der aus dieser Betrachtung nicht nachvollziehbar sein kann. Und gerade im Bereich Kernforschung ist die Schweiz immer noch weltweit mit an der Spitze dabei. Ein Verzicht dieser Technologie ist im globalen Rahmen ein krasser Widerspruch zu den Aussagen, die Doris Leuthard in der NZZ macht. Was will uns diese Frau und ihre Berater eigentlich sagen?<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der Umbau einer zukunftsf\u00e4higen Energieinfrastruktur erfolgt nach folgenden Eckpunkten: Der Bundesrat hat die Botschaft zum ersten Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050 im September 2013 verabschiedet. Die Netzstrategie ist verabschiedet und kommt im Herbst 2014 in die Vernehmlassung. Das Parlament hat eine Erh\u00f6hung der F\u00f6rdergelder beschlossen, und seit dem 1. Januar 2014 k\u00f6nnen wir die KEV-Warteliste abbauen. Das Parlament hat f\u00fcr Innovation und Forschung 200 Millionen zus\u00e4tzliche Gelder genehmigt. Die Kommission f\u00fcr Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates steckt in den Beratungen zur Energiestrategie 2050 sowie zu zwei h\u00e4ngigen Volksinitiativen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer gibt dem Parlament, wer gibt dem Bundesrat das Mandat zur Umsetzung dieser Energiestrategie? <em>Greenpeace<\/em>? <em>WWF<\/em>? <em>Friends of the Earth<\/em>? Die <em>ADEV<\/em>? Oder gar Geri M\u00fcllers <em>Energiestiftung<\/em>? Eines kann man mit Sicherheit sagen: Das Volk konnte dazu noch nichts sagen. Es wird mit Bundesmitteln und den Bundesbeh\u00f6rden gezielt falsch informiert. Die das Volk vertretenden Parlamentarier und der Bundesrat unternehmen in offensichtlicher Absicht alles, um diese entscheidenden Fragen dem Volk nicht zur Abstimmung zu bringen. Es ist absehbar, dass diese rein ideologisierte und absehbar nicht funktionierende Energiestrategie vom Schweizer Stimmvolk so NICHT ANGENOMMEN wird.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wir sollten nun alles vorantreiben, was unsere Effizienz st\u00e4rkt und den Verbrauch von Energie senkt. Dies soll auf drei Ebenen erfolgen: erstens in der Politik mit der Rechtssetzung durch transparente, umsetzungsf\u00e4hige Vorschriften und schlanke Verfahren bei der Bewilligung, zweitens bei den \u00fcber 800 Energieversorgungs-Unternehmen, die sich zwar langsam von Stromverk\u00e4ufern zu Stromdienstleistern wandeln, aber zum Teil immer noch mit ineffizienten Abl\u00e4ufen arbeiten, und drittens bei den Verbrauchern, die durch Massnahmen wie die richtige Einstellung von Heizung und Boiler, Beachtung der Energieetikette bei Ger\u00e4ten oder beim Kauf eines Autos oder bei der Geb\u00e4uderenovation viel beitragen k\u00f6nnen. Gerade im Geb\u00e4udebereich ist das Potenzial gross: Rund 80 Prozent aller H\u00e4user sind 40 Jahre alt und \u00e4lter. Entsprechend schlecht ist die Isolierung, entsprechend gross der Energieverbrauch. Heute werden j\u00e4hrlich 4,5 Millionen Tonnen leichtes Heiz\u00f6l und 3 Millionen Kubikmeter Erdgas importiert, 43 Prozent davon gehen f\u00fcrs Heizen durch den Schornstein. Das Geb\u00e4udeprogramm von Bund und Kantonen soll nebst Steuerabz\u00fcgen ein Anreiz zur Renovation sein \u2013 und es ist befristet.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was Doris Leuthard unter Effizienz versteht, haben wir oben gesehen. Transparente, umsetzungsf\u00e4hige Vorschriften sind ein heerer Wunsch, kollidieren aber mit der Realit\u00e4t bereits bei der Festlegung von staatlich massiv zu kurz verordneten Abst\u00e4nden zu Windkraftwerken. Oder der Festlegung, dass schon 4,5m\/s Wind gen\u00fcgen sollen. Oder einer Subventionierung von Windkraftwerken, die in sich den Nachweis liefert, dass wir hier gar kein Potenzial f\u00fcr die Nutzung von Windkraft haben. Die &#8222;<em>schlanken Verfahren bei der Bewilligung<\/em>&#8220; bedeuten einschneidende Einschr\u00e4nkung der demokratischen Rechte f\u00fcr die Betroffenen. Die hier als &#8222;ineffizient&#8220; bezeichneten Abl\u00e4ufe der Stromdienstleister werden nicht effizienter, nur weil sie bald unzuverl\u00e4ssigen und teuren anstelle von zuverl\u00e4ssigem und g\u00fcnstigem Strom verkaufen. Die richtige Einstellung von Boilern und der Ersatz dieser Stromfresser durch W\u00e4rmepumpen und Solarthermieanlagen k\u00f6nnte durch die Aufkl\u00e4rung der Immobilienbesitzer einen wesentlichen Effekt f\u00fcr die Einsparung von Strom bringen. Aber davon spricht die Bundesr\u00e4tin nicht. F\u00f6rdergelder werden, falls \u00fcberhaupt, nur sehr sparsam und nur durch die Kantone gesprochen. Der systemisch positive Effekt von Haussanierungen und der besten Form der erneuerbaren Energie &#8211; Solarthermie &#8211; ist f\u00fcr Doris Leuthard und ihre Berater nicht im Bereich des Fassbaren. Die Isolation der alten H\u00e4user kann man getrost den Immobilienbesitzern \u00fcberlassen. Staatlich verordnete Geb\u00e4udesanierung wird das Problem genausowenig l\u00f6sen, wie die anderen vom Staat regulierten Massnahmen.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Komplizierter ist die Situation im Strommarkt. Die bekannte Marktverzerrung in der EU durch hohe Subventionen und \u00dcberkapazit\u00e4ten bringt die Schweizer Gesch\u00e4ftsmodelle ins Wanken. Es gibt, gerade im Sommer am Mittag bei viel Sonne oder viel Wind, zu viel Strom auf dem Markt. Die Pumpspeicherwerke k\u00f6nnen ihren Strom also nicht mehr an Peak-Zeiten zu Spitzenpreisen verkaufen. Wegen der \u00dcberkapazit\u00e4ten sind die Preise tief, und die Produktion in der Schweiz ger\u00e4t wegen der hohen Gestehungskosten unter Druck. Diese Situation wird sich kaum \u00e4ndern. Noch 2008 wurde die Kilowattstunde (kWh) f\u00fcr rund 10 Cent an der B\u00f6rse gehandelt. Bereits jetzt wird die gleiche Strommenge f\u00fcr das Jahr 2020 zu einem Preis von 4,2 Rp.\/kWh gehandelt. Dies ist besonders schwierig f\u00fcr Betreiber von Wasserkraftwerken und f\u00fcr Investitionen in der Schweiz statt in der EU. Es w\u00e4re aber fatal, nichts zu tun und auf bessere Zeiten zu warten. Investitionen wie in Pumpspeicherwerke Linth-Limmern oder Nant de Drance sind n\u00f6tig. Denn langfristig braucht es auf dem gesamten Kontinent Speicherm\u00f6glichkeiten und Regelreserven f\u00fcr die wachsende volatile Produktion von erneuerbarer Energie. Wasserkraft und Speicherkraft haben Zukunft.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doris Leuthard weist hier auf die Problematik von Subventionen und die daraus entstehenden \u00dcberkapazit\u00e4ten hin. Wie passt das zusammen mit der &#8211; von Doris Leuthard &#8211; gerade im letzten Herbst wieder erh\u00f6hten Subvention f\u00fcr Windkraftwerke &#8222;<em>weil ab 1&#8217;700 Meter weniger Wind zu erwarten ist<\/em>&#8222;? Und wie passt das zusammen mit den weltweit h\u00f6chsten Subventionen f\u00fcr Windkraft \u00fcberhaupt? Aber Doris Leuthard will die Subventionen gar nicht verantwortlich machen, sondern uns darauf vorbereiten, dass die armen Wasserkraftwerke und Pumpspeicherwerke nun wohl auch Subventionen erhalten m\u00fcssen, damit das skurrile System funktioniert. Die Logik hat sich Doris Leuthard bei den Kollegen im Linken Fl\u00fcgel des politischen Spektrums abgeschaut, weil sie dort ja auch wieder gew\u00e4hlt wird: Die Energie muss teuer werden, dann werden die verschwenderischen B\u00fcrger schon mit Sparen beginnen. In Deutschland funktioniert das zwar je l\u00e4nger je schlechter. Wir erinnern uns daran, dass Sigmar Gabriel &#8211; der deutsche Energieminister &#8211; seine auf dieser Logik aufgebaute Energiewende gerade als &#8222;<em>kurz vor dem Ende<\/em>&#8220; bezeichnet hat? Warum sagt er das? &#8211; Weil die Energiekosten ins UNERMESSLICHE gestiegen sind, bereits 300&#8217;000 Deutsche den Strom NICHT MEHR BEZAHLEN k\u00f6nnen und die Wirtschaft mit Abwanderung droht. Und GENAU auf diesen Pfaden, wandelt nun auch Doris Leuthard. Wie wenn nichts geschehen w\u00e4re! Der Aufruf zu mehr Speicherkapazit\u00e4t in Europa in Ehren, Frau Leuthard. Aber Hans Werner Sinn (vielleicht haben Sie ja schon von diesem deutschen \u00d6konomen geh\u00f6rt &#8230;) <a href=\"http:\/\/www.cesifo-group.de\/de\/ifoHome\/events\/individual-events\/Archive\/2013\/vortrag-sinn-lmu-20131216.html\" target=\"_blank\">hat schon vor Jahren exakt vorgerechnet<\/a>, dass das nicht mit 38 Milliarden machbar ist. Auch nicht mit 4&#8217;000 Milliarden, denn der Platz reicht entweder f\u00fcr die Energieproduktion und ihre Speicherung oder f\u00fcr die Menschen. Beides ist nicht zu haben. M\u00f6chten Sie einmal da reinschauen bitte? Aber bitte nicht an den Historiker delegieren. Auch nicht an die Atomkraftgegner im BFE. Lesen und h\u00f6ren Sie doch mal selber etwas Gehaltvolles ohne die Filterung durch die Ideologie ihrer UVEK-Mitarbeiter!<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ob diese Zukunft allerdings stabilisiert werden kann, indem der Staat den Subventionstopf \u00f6ffnet, ist fraglich. Wettbewerbsf\u00e4hig werden wir, wenn wir einen Markt haben, der zusammenspielt und in den alle L\u00e4nder ihre St\u00e4rken einbringen k\u00f6nnen. Wettbewerbsf\u00e4hig bleiben wir, wenn wir die Kosten f\u00fcr Netzentgelte und \u00f6ffentliche Abgaben tief halten. Sie tragen heute fast 50 Prozent zum Endkundenpreis bei. Um eine funktionierende Stromversorgung zu gew\u00e4hrleisten, m\u00fcssen wir am Fahrplan f\u00fcr den zweiten Schritt zur Strommarkt\u00f6ffnung f\u00fcr Kleinkunden festhalten. Ich werde dem Bundesrat im Sommer diesen zweiten Schritt beantragen. Die Erfahrungen mit der Markt\u00f6ffnung f\u00fcr Grosskunden sind \u00fcberwiegend positiv. Heute d\u00fcrfen rund 27 000 Grosskunden ihren Stromlieferanten frei aussuchen. Diese Kunden sind f\u00fcr rund die H\u00e4lfte des Stromverbrauchs verantwortlich, also rund 30 Milliarden kWh\/Jahr. Rund ein Viertel davon haben sie 2013 direkt am freien Markt eingekauft \u2013 auch in Europa. Auch B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sowie das Gewerbe sollen die freie Wahl des Stromlieferanten und des Stromproduktes haben.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Lichtblick in ihren Ausf\u00fchrungen. Man \u00e4ussert Zweifel am aktuellen Vorgehen der Politik! Mehr davon, bitte! Ich lese da &#8222;<em>wettbewerbsf\u00e4hig<\/em>&#8222;, &#8222;<em>Markt<\/em>&#8222;, &#8222;<em>St\u00e4rken einbringen<\/em>&#8222;, &#8222;<em>Kosten tief halten<\/em>&#8222;, &#8222;<em>Endkundenpreis<\/em>&#8222;, &#8222;<em>funktionierende Stromversorgung<\/em>&#8222;, &#8222;<em>Strommarkt\u00f6ffnung<\/em>&#8222;, &#8222;<em>freier Markt<\/em>&#8222;, &#8222;<em>freie Wahl des Stromlieferanten<\/em>&#8222;. Liebe Frau Leuthard! Hat w\u00e4hrend dem Schreiben dieses Abschnitts eine Anti-AKW-Demo in Bern stattgefunden und ihre Berater haben sich da alle gemeinsam eingefunden? Bitte nicht mehr hereinlassen, weil dieser Abschnitt sollten Sie sich in g\u00fcldenen Lettern ausdrucken und \u00fcber ihrem Schreibtisch aufh\u00e4ngen. Bravo, ich sp\u00fcre, das sind Sie selber!<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Auch wenn die Verhandlungen mit der EU \u00fcber ein Stromabkommen derzeit auf Eis gelegt sind, bin ich klar der Meinung, dass eine solche bindende Vereinbarung neben Rechts- und Investitionssicherheit Vorteile f\u00fcr die Versorgungssicherheit und die Einbindung der Schweizer Wasserkraft in Europa bringt. Da rund 10 Prozent des europ\u00e4ischen Stroms durch die Schweiz fliessen, bringt eine Einbindung im grenz\u00fcberschreitenden Handel auch der EU Vorteile. Um nicht wirtschaftlich abzufallen, brauchen wir die Marktkoppelung und den Zugang zum europ\u00e4ischen Strom-Binnenmarkt \u2013 so k\u00f6nnen wir unsere zentrale Netzfunktion gewinnbringender nutzen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bundesr\u00e4tin Doris Leuthard hat hier richtig erkannt, dass wir in Europa zu den Top Playern geh\u00f6ren, was Energie betrifft. Nicht nur, weil der Stromhandel Europas zu einem grossen Teil \u00fcber unsere Leitungen fliesst. Auch, weil wir neben Frankreich \u00fcber eine zuverl\u00e4ssige nationale Stromversorgung verf\u00fcgen. Gegen\u00fcber der EU k\u00f6nnen hier klare Forderungen gemacht werden. Die von Deutschland egoistisch vorangetriebene &#8222;Energiewende&#8220;, die auf ihre Nachbarn KEINE R\u00fccksicht nimmt, darf ruhig auch mal kritisiert werden. Das Energiedesaster in Europa ist zu einem guten Teil das alleinige Verschulden der Deutschen und ihrer paranoiden Angst vor Atomkraft und dem Klimawandel.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ein Ausschluss h\u00e4tte negative Auswirkungen f\u00fcr Schweizer Konsumenten, f\u00fcr die Wirtschaft und f\u00fcr Stromunternehmen. Stromautobahnen w\u00fcrden die Schweiz umfahren. Schweizer Wasserkraft h\u00e4tte kaum mehr europ\u00e4ische Bedeutung. Konsumenten m\u00fcssten Strompreise bezahlen, die \u00fcber den europ\u00e4ischen B\u00f6rsenpreisen l\u00e4gen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also ich pers\u00f6nlich bezahle schon seit Ewigkeiten einen Strompreis, der weit \u00fcber dem Marktwert liegt. Das ist keine Drohung, sondern seit Jahren der Normalfall und eine logische Folge der funktionierenden Marktwirtschaft. Wenn ich mehr bezahle, als der Markt eigentlich verlangen w\u00fcrde, liegt das in Zukunft ausschliesslich daran, dass die versteckten Stromsteuern wie die KEV-Umlage den Strom k\u00fcnstlich verteuern. In der jetztigen Situation w\u00e4re es fatal, wenn wir uns an die teuren Strompreise der EU &#8222;<em>anschliessen<\/em>&#8222;. Ein &#8222;<em>Ausschluss<\/em>&#8220; h\u00e4tte f\u00fcr uns lediglich Vorteile. Diese Vorteile entfallen mit dem Anschluss an die europ\u00e4ische Stromversorgung als alleinige Lieferm\u00f6glichkeit. Gerade durch die Abschaltung von KKWs werden wir uns diesem ineffektiven, ineffizenten und deshalb teureren Strommarkt Europas ausliefern. Aber Europa braucht unsere Speicherkapazit\u00e4t in den Alpen. In den Verhandlungen muss man nur die St\u00e4rken der Schweiz hervorheben und nicht dauernd vor allen den B\u00fcckling machen.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Zwar k\u00f6nnten wir rein technisch ohne Stromabkommen weitermachen, aber zu einem hohen Preis: Eine Teilnahme der Schweiz am europ\u00e4ischen Energiemarkt w\u00e4re auf einer Ad-hoc-Basis nicht mehr m\u00f6glich. Der Marktzugang w\u00e4re schwieriger, teurer und die technische Abwicklung komplizierter, was Kosten ausl\u00f6ste. Grosskunden w\u00fcrden gegen\u00fcber heute benachteiligt, weil der Markt nicht mehr offen w\u00e4re. Der Werkplatz Schweiz w\u00fcrde wegen der h\u00f6heren Strompreise leiden.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man den Werkplatz Schweiz wegen der h\u00f6hren Preise nicht leiden lassen will, muss man unsere Atomkraftwerke nicht abschalten. Und vor allem muss man nicht Strom mit Windr\u00e4dern produzieren wollen, wenn es daf\u00fcr weder genug Wind noch genug Raum hat.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Heute spielen wir im grenz\u00fcberschreitenden Gesch\u00e4ft eine wichtige Rolle. Gerade im Winter tr\u00e4gt die Schweiz zu Versorgungssicherheit und Netzstabilit\u00e4t bei unseren Nachbarn bei. Daf\u00fcr wollen wir ein faires Entgelt. Dazu braucht es die Marktkoppelung. Mit einem Abkommen k\u00f6nnten wir von den heutigen \u00dcberkapazit\u00e4ten in der EU und den tiefen B\u00f6rsenpreisen profitieren. Mit der Wasserkraft haben wir einen Trumpf, ebenso mit der Netzsituation. Das sollten wir nicht aufs Spiel setzen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass der Bundesrat kein Verhandlungsgeschick hat, beweist obige Bemerkung eindr\u00fccklich. Wir sind in einem Spiel, haben die Tr\u00fcmpfe in der Hand &#8211; und spielen sie nicht in unserem Sinn aus. Das ist allerdings aktuell die typische Verhandlungstaktik unserer Regierung. Die \u00dcberkapazit\u00e4ten Deutschlands bekommen wir schon heute geschenkt &#8211; und manchmal auch mit einem Aufpreis. Damit k\u00f6nnen wir die Speicherseen f\u00fcllen und verkaufen den teuren Spitzenlaststrom an unsere an energetischer Auszehrung leidenden Nachbarn. Deutschland hat schon bald keine Atomkraftwerke mehr, wenn es so weiter macht. Es pfeift schon bald aus dem letzten Kohlenkraftwerk. Den sauberen Atomstrom der Schweizer oder der Franzosen nehmen die Deutschen schon heute mit Handkuss. Da braucht es keine komplizierten Abkommen.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Bei der Energieversorgung m\u00fcssen alle Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf folgende drei Pfeiler bauen: auf Offenheit f\u00fcr technologische Neuerungen: Die Zukunft der Energieversorgung ist international und setzt technische Intelligenz voraus; auf einen freien, funktionsf\u00e4higen Energie-Welthandel \u00e0 la WTO, beispielsweise mit der Energiecharta zur Regelung von Handel, Transit und Investitionssicherheit sowie Forschungskooperationen der f\u00fchrenden Hochschulen; auf eine ganzheitliche Strategie, welche die Energie- und Netzstrategie sowie das Klima und die Ressourcen einschliesst.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seine Offenheit f\u00fcr technologische Neuerungen hat das Parlament mit dem geforderten Ausstieg aus der Atomkraft bestens bewiesen. Technische Intelligenz ist ein grosses Wort und d\u00fcrfte aber f\u00fcr die vorliegende Energiestrategie nicht anwendbar sein. Ohne planwirtschaftliche Eingriffe ist dieser Stromhandel, basierend auf stochastische Energiequellen und Subventionen im Giesskannenprinzip nicht m\u00f6glich. Es ist doch nicht so schwer zu begreifen: Windkraftwerke und Photovoltaikpanel k\u00f6nnen niemals g\u00fcnstiger Strom herstellen als konventionelle Kraftwerke, weil sie dezentral, in kleineren Einheiten und deshalb weniger effizient produzieren. Ihre Energiequelle ist limitiert, die Umwandlung in Strom wegen den\u00a0 schlechten Wirkungsgraden dezimiert. Warum tun wir uns diesen ideologischen W\u00fcrg an, wenn wir nicht mal klare Antworten auf die Frage &#8222;<em>was bringt das<\/em> <em>eigentlich unter dem Strich<\/em>&#8220; erhalten?<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Auf dem Papier sind wir auf Kurs. In der Realit\u00e4t hapert es. Technisch konnte die Schweiz beispielsweise beim Stromnetz in den letzten zehn Jahren nur 150 Kilometer neu bauen. Gebraucht h\u00e4tten wir aber das Zehnfache. Neue Netze mit smarter Technologie sind aber n\u00f6tig. Deshalb ist auch der Einbezug von Informationstechnologie (ICT) auf allen Stufen notwendig. Wir brauchen f\u00fcr die gesamte Stromversorgung eine intelligente Infrastruktur: Vom Stromz\u00e4hler zu Hause bis zu den Turbinen im Kraftwerk muss jeder Teil des Netzes in ein gemeinsames System eingebunden werden. Google wird durch den Kauf von Ventil-, Steuerungs- und Sensorikfirmen im Bereich Geb\u00e4udetechnik bald feststellen k\u00f6nnen, wer wann mit gr\u00f6sster Wahrscheinlichkeit zu Hause ist, um das Paket vom Auslieferdienst in Empfang zu nehmen. Ein \u00absmartes Netz\u00bb, gespeist von Tausenden von Energiequellen und verbunden mit Tausenden von Verbrauchern, w\u00fcrde grosse Effizienzgewinne bringen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das mit dem Papier und der Realit\u00e4t ist leider oft so. Bei den Energiewenden ist es symptomatisch. Wer versichert uns glaubhaft, dass dieses &#8222;Smart Grid&#8220; nicht ebenfalls ein Problem mit der Effizienz hat. Wer verkauft dem Bundesrat diese Sicherheit, dass diese smarte Technologie nicht einfach ein grosser Marketinggag der Firmen ABB, Alsthom und Siemens ist? Sie sind es n\u00e4mlich, die die Millionen von Smartmetern, tausende von Kilometer Stromkabel und propriet\u00e4re Software liefern. Wo sind die detaillierten und objektiven Studien, was so ein Smartgrid an Einsparungen, Risiken und Verbesserungen bringt? Und warum muss man ein funktionierendes Netz \u00e4ndern, nur weil man die Stromproduktion anstatt auf sichere Produktionsarten nun pl\u00f6tzlich auf Unsichere umstellen will? Hier wird ein funktionierendes, relativ simples System verkompliziert, und damit anf\u00e4lliger auf St\u00f6rungen. Es entstehen wegen der vielen Einzelanlagen vermehrt Aufw\u00e4nde f\u00fcr Wartung, Instandhaltung, Kontrolle und Fehlersuche. Die Gefahr eines terroristischen Angriffs auf die Stromversorgung ist eine Bedrohung, die erst durch die Smart Grid &#8211; Technologie \u00fcberhaupt m\u00f6glich geworden ist.\u00a0 Die Vorteile sind nicht sichtbar. Die Nachteile werden offensichtlich. Der letzte Satz belegt ein weiteres Mal, dass die Leute um Bundesr\u00e4tin Doris Leuthard keine Ahnung von Effizienz haben. Sie beschreiben die Anleitung zur Ineffizienz: &#8222;<em>Tausende von Energiequellen, verbunden mit tausenden von Verbrauchern<\/em>&#8222;. <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Effizienz\" target=\"_blank\">Effizient<\/a> w\u00e4re: WENIGE grosse Energiequellen, tausende von Verbrauchern.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Mehr ICT ist aber auch n\u00f6tig, um die zunehmend volatile Produktion zu steuern. Der Verband der Betreiber der europ\u00e4ischen \u00dcbertragungsnetze (ENTSO-E) rechnet in seiner Vision \u00abGreen Revolution\u00bb bis 2030 mit einem Ausbau der erneuerbaren Energien um bis zu 60 Prozent. Dies ben\u00f6tigt Flexibilit\u00e4t in Erzeugung und im Netz. Um Schwankungen im Netz auszugleichen, sind auch kleine Produzenten zu integrieren.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es scheint der Politik schon Gottgegeben, dass die &#8222;zunehmend volatile Produktion&#8220; das eigentliche Ziel der Energiewende darstellt. Wenn das so w\u00e4re, k\u00f6nnte man dieses Ziel l\u00e4ngst als erreicht bezeichnen. Dieser Begriff in Zusammenhang mit der Stromversorgung \u00fcber ein stabiles Stromnetz verwendet ist wieder so ein typischer Widerspruch. Der Einsatz von stochastischer Energieproduktion hat diese Volatilit\u00e4t zur Folge. In der Logik der Bundesr\u00e4tin muss man das Problem nicht l\u00f6sen, sondern mit einem anderen Problem ausgleichen. Das ist in etwas so sinnvoll, wie wenn die Gesundheitspolitik auf eine todbringende Pandemie nicht mit einer Impfung, sondern mit der Aufforderung zur allgemeinen Vermehrung aufrufen w\u00fcrde. Das Problem der &#8222;Erneuerbaren Energie&#8220; wie Windkraftwerke oder Potovoltaik ist nun mal, dass sie in keinem stabilen Stromnetz sinnvoll integriert werden k\u00f6nnen. W\u00e4hrend die Erneuerbaren instabil sind werden sie nicht &#8222;stabilisiert&#8220;, damit sie ihren Anteil an die zuverl\u00e4ssige Stromversorgung leisten k\u00f6nnen. Nein, man &#8222;destabilisiert&#8220; das stabile Stromnetz, wirft alle Komponenten in einen grossen K\u00fcbel und l\u00e4sst den Computer die dermassen angerichtete Schweinerei wieder aufr\u00e4umen. Und das nennt Doris Leuthard &#8222;effizient&#8220;.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Energiewende ist auch in klimapolitischer Hinsicht eine Notwendigkeit. F\u00fcr ein ressourcenarmes, importabh\u00e4ngiges Land wie die Schweiz ist sie zudem \u00f6konomisch unabdingbar. Unser seit langem aufgebautes Know-how f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit k\u00f6nnen wir nutzen. Mit langfristigen Zielvorgaben und einer situativ anzupassenden Planung werden Investitionen in die Energieproduktion sinnvoll und wirtschaftlich tragbar. Daf\u00fcr haben wir 30 bis 40 Jahre Zeit \u2013 heute stehen wir im Jahre 2\u00bd nach Beginn der Energiewende.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ah, das Klima. Endlich kommt es doch noch. Was hat denn der Einsatz der alternativen Energieproduktion bisher f\u00fcr das Klima geleistet? Viel. Viel mehr CO2 auf jeden Fall. Mit jedem installierten Windkraftwerk steigt der systemische Ausstoss an CO2 an. Mit jedem installierten Solarpanel auch. Aber warum schaltet man dann ausgerechnet die beste M\u00f6glichkeit ab, das Klima zu sch\u00fctzen? Es gibt nicht mehr viele Experten, die gleichzeitig das Klima sch\u00fctzen wollen und daf\u00fcr die Atomkraftwerke abschalten wollen. Das ist ein weiterer Widerspruch. Gerade f\u00fcr ein Resourcenarmes Land ist der Betrieb von Atomkraftwerken ein must. Die Windkraftwerke stammen alle aus dem Ausland. Sie k\u00f6nnen hier nicht gemeint sein. Auch die Photovoltaikpanel kommen in erster Linie aus China, ihre f\u00fcr die Produktion verwendeten Materialien k\u00f6nnen in der Schweiz nicht abgebaut werden. Was will uns Doris Leuthard mit diesen S\u00e4tzen bloss mitteilen? Der tiefere Sinn dieser Schweizer Energiestrategie, die sich im Verlauf des Textes pl\u00f6tzlich und freudisch zur Energiewende gewandelt hat, bleibt jedem objektiv denkenden Fachmann unergr\u00fcndlich.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die kommenden Jahre werden anspruchsvoll. Energie wird leider oft zum Spielball politischer Macht. In Europa muss das Marktdesign entwickelt werden. Die Entwicklung des Fracking ist zu beobachten. All das wird auch die Schweiz beeinflussen. Nur miteinander k\u00f6nnen offene Fragen gekl\u00e4rt, Strukturen angepasst, kann eine L\u00f6sung mit Br\u00fcssel gefunden und eine solide Markt\u00f6ffnung erreicht werden, die von den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern akzeptiert wird. Wohin falsche Anreize f\u00fchren, sehen wir bei unserem n\u00f6rdlichen Nachbarn: 14 Jahre staatliche \u00d6ko-Energief\u00f6rderung zu einem Preis von \u00fcber 100 Milliarden Euro. Man f\u00e4hrt zwar die eigenen Kernkraftwerke mutig zur\u00fcck, greift aber auf Kohlekraft und auf Gas-Importe zur\u00fcck. Diese Subventionierung sowie die tiefen Preise f\u00fcr CO2-Zertifikate erschweren den Weg hin zu einer umweltgerechten Energieversorgung.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was ist das jetzt? Schon wieder ein Schwenker? Ich lese da &#8222;falsche Anreize und wohin sie f\u00fchren, sehen wir beim n\u00f6rdlichen Nachbarn&#8220;. Was sollen denn die Deutschen Ihrer Ansicht nach besser machen, Frau Leuthard? Die EEG abschaffen? Die fatale Kombination von CO2-Zertifikaten und staatlicher Subventionierung von Windkraftanlagen \u00fcberdenken? Hat sich da vielleicht f\u00fcr einen Tag ein ernsthafter \u00d6konom in die heiligen Hallen des atomkritischen und gr\u00fcnstromfreundlichen Bundesamts f\u00fcr Energie eingeschlichen?\u00a0 Es ist genau das, was Sie jetzt endlich und sofort an die Hand nehmen sollten, Frau Bundesr\u00e4tin: Die Abschaffung dieser unsinnigen Subventionen und Fehlanreize im System der Schweizer Energiestrategie 2050. Wir haben es Ihnen schon in der Vernehmlassung gesagt. Wie viele andere auch. H\u00f6ren Sie doch bei Gelegenheit einfach mal hin, wenn Sie einen guten Rat erhalten. Stellen Sie die Meute von Fanatikern und alt 68-ern in Ihrem Departement vor die T\u00fcre und holen sie die echten Experten zu Rate. Dann wird die Energiewende ein Erfolg.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Politik und Gesellschaft tun gut daran, die Energiewende nicht totzureden und den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen. Unternehmen tun gut daran, sich nicht an gewohnte Gesch\u00e4ftsmodelle zu klammern und mit Blick auf eine IT-Zukunft echte Vernetzungen (z. B. Swisspower) \u00fcber kleinr\u00e4umige Strukturen hinaus zu schaffen. Eine Alternative haben wir nicht. Aber wir haben heute die Chance, ein funktionierendes, politisch breit abgest\u00fctztes Versorgungsmodell auf Jahrzehnte hinaus zu konstruieren. Wir m\u00fcssen nur wollen, dann d\u00fcrfen wir auch k\u00f6nnen!<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und schon wieder ein Haken. Kein Kaninchen ist so schnell, wie Sie, Frau Bundesr\u00e4tin. Jeder Abschnitt h\u00e4lt eine neue \u00dcberraschung bereit. Nun wollen Sie diese vorher kritisierte Energiewende &#8222;nicht mehr todreden&#8220; und diese m\u00fchsam erkannten Denkfehler &#8222;konsequent weiterverfolgen&#8220;. Der letzte Satz sollte wohl ein besonders guter Abschluss darstellen. Selten so eine verschwurbelte \u00c4usserung gelesen. Was muss ich daraus ableiten? Ist das eine verklausulierte Bitte um Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Ihr politisches und technisches Unverm\u00f6gen? Es erinnert mich an die skurrilen Geschichten von Findus, dem Kater von Peterson: &#8222;In jedem Loch hat es keine Kartoffeln mehr&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oder &#8222;Ein Schuss in den Ofen&#8220;, wortreich ausgef\u00fchrt Bundesr\u00e4tin Doris Leuthard hat in der NZZ vom 5. Mai ihre Sicht der zuk\u00fcnftigen Energieversorgung dargestellt. Die ideologischen Ghostwriter aus dem Bundesamt f\u00fcr Energie haben einen etwas naiv anmutenden Erkl\u00e4rungsversuch f\u00fcr die europaweit gescheiterte Energiepolitik der deutschsprachigen V\u00f6lker abgeliefert. Wie die unerkl\u00e4rbaren Verordnungen zur Energiestrategie 2050, die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,15,7,30,20,9,17,33],"tags":[],"class_list":["post-4885","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-alternativen-zu-windkraft","category-die-co2-debatte","category-fanatismus-der-okofundis","category-personen-und-dialoge","category-die-profiteure-von-windkraft","category-raumplanung","category-wirtschaftliche-folgen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4885","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4885"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4885\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4885"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4885"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4885"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}