{"id":4763,"date":"2014-04-10T20:29:01","date_gmt":"2014-04-10T20:29:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4763"},"modified":"2015-05-07T08:33:33","modified_gmt":"2015-05-07T08:33:33","slug":"die-essenz-des-unscear-berichts-ueber-die-havarie-in-fukushima","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4763","title":{"rendered":"Die Essenz des UNSCEAR-Berichts \u00fcber die Havarie in Fukushima"},"content":{"rendered":"<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"36.6565\"><a href=\"http:\/\/www.unscear.org\/docs\/reports\/2013\/13-85418_Report_2013_Annex_A.pdf\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4803\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/17.jpg\" alt=\"1\" width=\"200\" height=\"279\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/17.jpg 200w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/17-107x150.jpg 107w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><em><em>Am 2. April 2014 hat die UNSCEAR den lange erwarteten <a href=\"http:\/\/www.unscear.org\/docs\/reports\/2013\/13-85418_Report_2013_Annex_A.pdf\" target=\"_blank\">Schlussbericht<\/a> zur Atomhavarie im KKW Fukushima Daiichi ver\u00f6ffentlicht. Diese Zusammenfassung soll die wesentlichen Aussagen des UNSCEAR-Berichts gerafft aufzeigen und einer interessierten Personengruppe zur Verf\u00fcgung stellen. Der Bericht soll auch Medienschaffenden einen realistischen \u00dcberblick \u00fcber die Vorgeschichte und die radiologische Wirkung der Havarie verschaffen und die g\u00e4ngige Berichterstattung der Massenmedien mit etwas Gehalt bereichern.<\/em><\/em><\/p>\n<p>\u00a0Wer\u00a0 in den letzten drei Jahren Berichte der \u00f6ffentlichen Medien \u00fcber die Atomhavarie in Fukushima gelesen hat, musste sich regelm\u00e4ssig wundern, welche Irrt\u00fcmer, Phantasien und Falschinformation gedankenlos verbreitet wurden, nur weil Journalisten die offiziellen Berichte ignoriert oder nicht verstanden haben.<\/p>\n<\/div>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"36.6565\">Beim sorgf\u00e4ltigen Durchlesen des Berichts f\u00e4llt die wissenschaftliche Detailtreue auf, die dem Bericht &#8222;<a href=\"http:\/\/www.unscear.org\/docs\/reports\/2013\/13-85418_Report_2013_Annex_A.pdf\" target=\"_blank\"><em>Levels and effects of radiation exposure due to the nuclear accident after the 2011 great east-Japan earthquake and tsunami<\/em><\/a>&#8220; zu Grunde liegt. Das Kommittee der UNSCEAR zeigt neben einer exakten Analyse der gesundheitlichen Folgen in diesem Bericht auch auf, wie chaotisch und schwer nachvollziehbar die ersten Stunden und Tage nach der Havarie abgelaufen sind.<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die japanischen Beh\u00f6rden waren vor, w\u00e4hrend und lange nach der Havarie mit der Situation \u00fcberfordert. Der Bericht zeigt, wie wichige politische und technische Belange der japanischen Atomkraftnutzung vor der Havarie nie ernsthaft diskutiert worden sind. Das japanische Chaos vor und nach &#8222;Fukushima&#8220; wurde auch <a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_allgemein\/kernkraft\/Risk_assessment_fukushima.pdf\" target=\"_blank\">schon in anderen Studien diskutiert<\/a>. Es hat seinen Ursprung in der unterschiedlichen Risikoeinsch\u00e4tzung in der japanischen gegen\u00fcber der westlichen Kultur.<\/p>\n<h3 dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"36.6565\">&#8222;Fukushima&#8220; war nur eine Frage der Zeit<\/h3>\n<p dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"36.6565\">Angemessene Vorbereitungen auf einen m\u00f6glichen GAU gab es praktisch keine. So waren bis zum 13. M\u00e4rz, immerhin 2 Tage nach der Havarie, keine Jodtabletten weder f\u00fcr die Mitarbeiter der TEPCO noch der Bev\u00f6lkerung verf\u00fcgbar. Die zum Gl\u00fcck sehr leichte Verstrahlung der Gesamtbev\u00f6lkerung h\u00e4tte noch um Faktoren vermindert werden k\u00f6nnen, wenn die Beh\u00f6rden dieses wichtige Mittel zur Verhinderung der Absorption des radiaktiven Elements Jod in die Schilddr\u00fcsen (innere Kontamination) schnell zur Verf\u00fcgung gestellt h\u00e4tten.<\/p>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"36.6565\">Unsicherheiten \u00fcber die Strahlenbelastung der Arbeiter und der Bev\u00f6lkerung in den ersten Tagen, die in diesem Bericht der UNSCEAR ebenfalls immer wieder erw\u00e4hnt werden, h\u00e4tten vermieden werden k\u00f6nnen, wenn sofort gen\u00fcgend Dosimenter zur Verf\u00fcgung gestanden h\u00e4tten. Das ist \u00fcbrigens eine fatale Parallelit\u00e4t zum Unfall des russischen KKW-Blocks Tschernobyl Nr. 4. Auch dort war Schlamperei\u00a0 eine der Hauptursachen &#8211; neben dem fatalen Design eines Reaktors, den es gl\u00fccklicherweise weltweit in dieser Art nicht mehr gibt.<\/div>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"36.6565\">\u00a0<\/div>\n<h3 dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"36.6565\">Jahrzehntelange Reaktionszeit auf bekannte Risiken<\/h3>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"36.6565\">Was allerdings am meisten zu denken geben muss, ist die Tatsache, dass die Japanischen Beh\u00f6rden die Firma TEPCO w\u00e4hrend Jahrzehnten Kernkraftwerke hat betreiben lassen, die den fundamentalsten Sicherheitskriterien nie gen\u00fcgt haben. Neben der grobfahrl\u00e4ssig untersch\u00e4tzten Tsunamigefahr, wurde auf den Einsatz von Rekombinatoren verzichtet. Nur deshalb kam es im KKW Fukushima Daiichi in der Folge der Kernschmelze zu den Wasserstoffexplosionen, die grosse Sch\u00e4den an den Geb\u00e4uden und den grossen radioaktiven Ausfall in die Atmosph\u00e4re verursacht haben. Die Notstromversorgung war dazu pr\u00e4destiniert, durch einen Tsunami zerst\u00f6rt zu werden. Die das KKW sch\u00fctzende Tsunamimauer wurde aus nicht nachvollziehbaren Gr\u00fcnden auf eine H\u00f6he von 5.7 Meter gebaut.\u00a0 Die Stromversorgung des KKW Fukushima konnte w\u00e4hrend Tagen nach der Havarie noch nicht wiederbelebt werden, unter anderem deshalb, weil sich die japanische Stromversorgung auch noch zwei Hauptstromnetze geleistet hat, die aus historischen Gr\u00fcnden mit einer Frequenz von 50 Hz und im anderen Fall mit 60 Hz betrieben wurden. Der verbindende Gateway verf\u00fcgte \u00fcber zu wenig Kapazit\u00e4t, um das eine Netz mit dem anderen Netz zu st\u00fctzen.<\/div>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"36.6565\">Kurz und zusammenfassend formuliert: Die Japaner haben das Risiko f\u00fcr das KKW Fukushima Daiichi massiv untersch\u00e4tzt. Im Nachgang zu dieser Havarie muss man davon Abstand nehmen, Japan als in diesem Bereich &#8222;moderne Gesellschaft&#8220; zu bezeichnen. Fukushima Daiichi wurde nicht mit einem notwendigen und verantwortbaren &#8222;RESTRISIKO&#8220; betrieben, sondern mit mehreren handfesten und seit Jahrzehnten bekannten RISIKEN.<\/div>\n<p dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"36.6565\">Wenn ein Vorwurf der westlichen Atomkraftgegner akzeptiert werden muss, dann dieser: Wie konnte die UNO diesem gef\u00e4hrlichen Treiben jahrelang zuschauen, ohne der Forderung der technischen Nachr\u00fcstung nachdruck zu verleihen? Hier hat die Weltgemeinschaft mindestens so kl\u00e4glich versagt, wie die japanischen Beh\u00f6rden, die diesen fahrl\u00e4ssigen Unterlassungen regelm\u00e4ssig den Segen gegeben hat. Westlichen Experten haben der TEPCO bereits im Jahr 1992 empfohlen, die Nachr\u00fcstungen sofort einzubauen, die im M\u00e4rz 2011 eine Havarie und Kernschmelze des KKW Fukushima Daiichi h\u00e4tten verhindern k\u00f6nnen. Es geschah w\u00e4hrend fast 20 Jahren &#8211; nichts. Das interessante Ende dieses durch die Atomkraftgegner zu Recht formulierbaren Arguments: Er wurde weder damals noch heute je geh\u00f6rt. Atomkraftgegner waren und sind nicht an einem sicheren Betrieb von Atomkraftwerken interessiert. Sie wollen sie einfach abschaffen. Und das tun sie mit den Mitteln die sie mit ihren M\u00f6glichkeiten fassen k\u00f6nnen: Panik und Falschaussagen verbreiten. Sie sind keine valablen politischen Partner, weil sie eine F\u00e4higkeit zum ernsthaften Disput nicht besitzen, nicht besitzen wollen. Ihr Ziel ist f\u00fcr Aussenstehende nicht auf den ersten Blick klar ersichtlich. Vermutlich wollen die f\u00fchrenden Kr\u00e4fte der Atomkraftgegner einfach die Gesellschaft in ihrem Sinn ver\u00e4ndern und haben sich die Energiefrage als Schl\u00fcssel zur funktionierenden Gesellschaft als Mittel zum Zweck gew\u00e4hlt. F\u00fcr eine sinnvolle umgesetzte Energiewende sind sie die denkbar schlechtesten Gespr\u00e4chspartner.<\/p>\n<h3 dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"36.6565\">Ist Fessenheim, M\u00fchleberg, Beznau usw &#8230; auch eine Gefahr?<\/h3>\n<p dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"36.6565\">Diese Kernkraftwerke kamen in der Folge der Havarie in Fukushima in die Kritik. Sie seien &#8222;auch sehr alt&#8220; und teilweise &#8222;baugleich&#8220; mit dem havarierten KKW Fukushima. Um es hier klar aber deutlich zu sagen: In der Frage der Sicherheit<em><strong> gibt es keine Parallelen<\/strong><\/em> zwischen obigen KKW und dem havarierte Fukushima Daiichi. Die Restrisiken von Fessenheim und Konsorten sind professionell errechnet, die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Stand der heutigen Technik. Es gibt keine solchen Erdbeben, keine solchen Tsunamis, keine falsch konstruierten Notstromgruppen, keine fehlenden Rekombinatoren, um nur die wesentlichsten Unterschiede zu nennen.<\/p>\n<h3 dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"36.6565\">Der Bericht als Zusammenfassung der Essenz<\/h3>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"36.6565\">Neben der Radioaktivit\u00e4t hat das Kommittee der UNSCEAR keine anderen Ursachen von gesundheitsgef\u00e4hrdenden oder gar t\u00f6dlichen Vorkommnisse ber\u00fccksichtig. Es erw\u00e4hnt diese den Unfall begleitenden Vorkommnisse in der Absicht, das Verh\u00e4ltnis zwischen der praktisch folgenlosen Emission von radioaktiven Stoffen zu den gesundheitlich wesentlich relevanteren Begleitumst\u00e4nden aufzuzeigen:<\/div>\n<blockquote>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"36.6565\"><em>(Seite 77) &#8222;The Committee did not assess non-radiation-related health effects, which vary in their symptoms and degree of severity. For example, more than 50 hospitalized patients were reported to have died either during or soon after evacuation, probably because of hypothermia, dehydration and deterioration of underlying medical problems [T4]. Many people have been suffering from distress caused by the earthquake, tsunami and nuclear accident, and may also have been exposed to various hazards that have given rise to physical symptoms of disease. <\/em><\/div>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"36.6565\"><em><strong>\u00dcbersetzung:<\/strong> &#8222;Das Kommittee beurteilte keine nicht-radiologischen Gesundheitseffekte, welche sich in ihren Symptomen und dem Schweregrad\u00a0 stark unterscheiden. Zum Beispiel starben w\u00e4hrend oder kurz nach der Evakuation 50 hospitalisierte Patienten wahrscheinlich wegen Unterk\u00fchlung, Austrocknung oder Verschlechterung der zugrunde liegenden medizinischen Probleme.&#8220;<\/em><\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"36.6565\">\u00a0<\/div>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"835.129425\"><em>&#8222;Mental health problems and impaired social well-being were the major health impacts observed following the accident. They were the results of understandable reactions to the enormous impacts of the earthquake, tsunami an d nuclear accident, as well as fear an d stigma associated with radiation exposure. Psychological effects, such as depression and post-traumatic stress symptoms, among the public have been observed and may have serious health consequence.&#8220;<\/em><\/div>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"835.129425\"><em><strong>\u00dcbersetzung:<\/strong> Psychische Probleme und die Beeintr\u00e4chtigung des sozialen Wohlbefindens waren die wichtigsten Auswirkungen auf die Gesundheit nach dem Unfall. Sie waren die verst\u00e4ndliche Reaktion auf die enormen Belastungen durch das Erdbeben mit den darauffolgenden Tsunami und des anschliessenden nuklearen Unfalls. Dazu kam die Angst vor einer Stigmatisierung durch die Strahlenbelastung. Psychologische Effekte, wie Depression und posttraumatische Stresssymptome, wurden in der \u00d6ffentlichkeit beobachtet und k\u00f6nnen ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.<\/em><\/div>\n<\/blockquote>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"835.129425\">Die Kommission hat im Bericht mehrmals festgestellt, dass die zu Beginn des Unfalls vermuteten und auch ver\u00f6ffentlichten Absorptionsdosen von radioaktiven Stoffen durch sp\u00e4tere direkte Messungen nicht best\u00e4tigen liessen und in der Praxis wesentlich tiefer ausgefallen sind. Das f\u00fchrte in der Hauptsache zur allgemeinen Beurteilung des Unfalls, dass &#8222;<em><strong>keine \u00c4nderung der japanischen Basislinie der Krebserkrankungen zu erwarten sind<\/strong><\/em>&#8222;. So einfach und offen formuliert ist die Grundaussage des UNSCEAR-Berichts. Aber schauen wir das noch etwas genauer an.<\/div>\n<h3 dir=\"ltr\" style=\"text-align: left;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"835.129425\">Betrachtung der Risiken bezogen auf die einzelnen Varianten von Krebserkrankungen<\/h3>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"835.129425\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Schilddr\u00fcsenkrebs<\/span><\/strong>: Es wird aber ausdr\u00fccklich nicht ausgeschlossen, dass die wenigen Individuen, die einer Dosis im oberen Bereich der Messungen ausgesetzt waren (weniger als einige hundert Millisievert), \u00fcber ein leicht erh\u00f6htes Risiko der Entwicklung von Schilddr\u00fcsenkrebs im Verlauf ihres Lebens verf\u00fcgen. Eine Massierung der Schilddr\u00fcsenerkrankungen wie im Nachgang zur Atomhavarie in Tschernobyl 1986 schliesst das Kommittee aus, da die absorbierten Dosen durch die Bev\u00f6lkerung der Region Fukushima wesentlich kleiner ausgefallen sind:<\/div>\n<blockquote>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"835.129425\"><em>(Seite 78) &#8222;Direct in vivo measurements of radioiodine in the thyroid have indicated lower doses than estimated in the Committee\u2019s assessment (see paragraph 117). As explained in appendix E, most of the absorbed doses to the thyroid were in a range for which an excess incidence of thyroid cancer has not been observed in epidemiological studies. Nevertheless, doses towards the upper bounds of the ranges could imply an increased risk for individuals that among sufficiently large population groups might lead to discernible increases in the incidence of thyroid cancer due to the radiation exposure. The WHO estimates of the relative risk of thyroid cancer due to radiation exposure from the accident [W12] are consistent with the results of the Committee, assuming a linear dose\u2013response relationship for absorbed doses to the thyroid below several hundred milligrays. Information on dose distributions was not sufficient for the Committee to draw firm conclusions as to whether any potential increased incidence of thyroid cancer would be discernible among those exposed to higher thyroid doses during infancy and childhood. The occurrence of a large number of radiation-induced thyroid cancers as were observed after the Chernobyl accident can be discounted because doses were substantially lower.&#8220;<\/em><\/div>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"835.129425\">\u00a0<\/div>\n<\/blockquote>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"835.129425\">\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"452.24226250000004\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Leuk\u00e4mie<\/strong><\/span>: Die Basislinie der Erkrankungen der japanischen Bev\u00f6lkerung an Leuk\u00e4mie liegt bei 0.5% bei Erwachsenen und bei 0.07% bei Kindern. Das Kommittee der UNSCEAR schliesst daraus, dass eine Exposition des Knochenmarks von 0 bis 9 Jahre alten Kindern von 1 Gray (1 Sievert, 1&#8217;000 Millisievert) diese Basislinie auf 0.11% bis 0.85% erh\u00f6hen w\u00fcrde. Einer radioaktiven Strahlung ausgesetzte Kinder erfahren das gr\u00f6sste Risiko einer Krebserkrankung in der Zeit ihrer Kindheit. Die WHO und die UNSCEAR bezeichnen die\u00a0 Strahlenbelastung des kindlichen Knochenmarks durch den Unfall von Fukushima mit\u00a0 maximal 10 mSv (10 Millisievert) und erwarten keine sp\u00fcrbare Erh\u00f6hung der Basislinie durch die emittierte Radioaktivit\u00e4t der Atomhavarie.<\/div>\n<blockquote>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"822.01575\"><em>&#8222;The lifetime baseline incidence of leukaemia in Japan is about 1 in 200 or 0.5%, and for childhood leukaemia around 1 in 1,500 or about 0.07% [I7]. The risk of leukaemia induced by irradiation has been assessed previously by the Committee for the general Japanese population [U9]. The lifetime risk due to exposure for children aged 0 to 9 years receiving an absorbed dose to the red bone marrow of 1 Gy was estimated to be in the range from 0.11% to 0.85%. After infants are exposed, most of the risk of leukaemia would be expressed during childhood. For the FDNPS accident, the Committee estimated absorbed doses to the red bone marrow of up to about 10 mGy in the first year for both the settlement averages for infants who were evacuated and the district averages for infants in the non-evacuated areas. The WHO estimates of the risks of leukaemia due to radiation exposure from the accident [W12] are consistent with the previous general assessments of the Committee. Considering the exposures and risks, and the size of the exposed group, any increase in childhood leukaemia is not expected to be discernible.&#8220;<\/em><\/div>\n<\/blockquote>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"822.01575\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Brustkrebs<\/span><\/strong>: Die Basislinie f\u00fcr Brustkrebs japanischer Frauen bewegt sich bei relativ hohen 5,5 %. Das Kommittee bezeichnet die Wirkung einer absorbierten Strahlenbelastung von 100 mGy (100 Milligray, 100 Millisievert) mit der Erh\u00f6hung der Basislinie um 0,3%. Es ber\u00fccksichtigt auch die Tatsache, dass die Wirkung bei Kindern gem\u00e4ss einiger Studien dem 3-5 fachen Risiko entspricht. Die effektive Strahlenbelastung der Fukushima-M\u00e4dchen durch den Unfall der Atomanlage vor und w\u00e4hrend der Evakuation lag bei weniger als 10 mGy ( 10 Millisievert). Es wird deshalb keine Erh\u00f6hung der Basislinie dieser Krebsart erwartet.<\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"822.01575\">\n<blockquote>\n<p><em>&#8222;The lifetime baseline risk of breast cancer among Japanese females is about 5.5% [W12]. For a hypothetical exposure of the general female Japanese population with an absorbed dose to the breast of 100 mGy, the Committee calculated previously a lifetime risk of breast cancer due to the irradiation of about 0.3% [U9]. The assessment of the difference in risk from childhood exposure compared to adult exposure depends on the model used [U16]. In some studies the breast cancer risk after exposure as a child is a factor of three to five times higher than after exposure as an adult [U16].<\/em><\/p>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"265.80972499999996\"><em>The Committee estimated settlement-average absorbed doses to the breast of girls before and during the evacuation to be less than 10 mGy. The Committee does not expect that any radiation-induced increase in breast cancer incidence will be discernible.&#8220;<\/em><\/div>\n<\/blockquote>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"265.80972499999996\">\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"371.170025\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Pr\u00e4natale Exposition<\/span><\/strong> (Belastung der F\u00f6ten im Mutterleib, w\u00e4hrend der Schwangerschaft): Aufgrund der tiefen Strahlenbelastung der Mehrheit der betroffenen Bev\u00f6lkerung sind keine Fehlgeburten, Totgeburten, Missbildungen oder geistige Abnormalit\u00e4ten zu erwarten. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass eine kleine Anzahl schwangerer Frauen eine erh\u00f6hte Dosis von 20 mGy (20 Millisievert) absorbiert hat. Das kann das Risiko einer sp\u00e4teren Kinderleuk\u00e4mie beim F\u00f6tus leicht erh\u00f6hen. Kinderkrebs ist aber eine seltene Krankheit. Trotz dem leicht erh\u00f6hten Risiko ist keine \u00c4nderung der Basislinie zu erwarten.<\/div>\n<blockquote>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"371.170025\"><em><em>&#8222;The prenatal exposure resulting from the accident at FDNPS is not expected to increase the incidence of spontaneous abortion, miscarriages, perinatal mortality, congenital effects or cognitive impairment. However, the Committee has previously estimated that absorbed doses in utero of about 10 mGy may lead to an increased incidence of cancer during childhood, especially of leukaemia (with a relative risk of 1.4) [U7]. It cannot be excluded that a small number of pregnant women had absorbed doses to the uterus of about 20 mGy, perhaps doubling the risk of leukaemia for their unborn children. However, the number of pregnant women involved was relatively small and childhood cancer is a rare disease. Thus it is expected that any increase of the risk would not lead to a discernible increase in the incidence of child hood leukaemia or other childhood cancers.&#8220;<\/em><\/em><\/div>\n<\/blockquote>\n<h3 dir=\"ltr\" style=\"text-align: left;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"371.170025\">Gibt es mehr Schilddr\u00fcsenkrebs wegen der erh\u00f6hten Radioaktivit\u00e4t?<\/h3>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"371.170025\">\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"195.4942083435059\">Wenn Journalisten Meldungen unkritisch abschreiben, entstehen so skurrile Geschichten wie die in den &#8222;<a href=\"http:\/\/deutsche-wirtschafts-nachrichten.de\/2014\/03\/09\/fukushima-dramatische-anstieg-von-krebs-bei-kindern-2\/\" target=\"_blank\">Deutschen Wirtschafts Nachrichten<\/a>&#8220; vom 9. M\u00e4rz 2014, zwei Tage vor dem dritten Jahrestag der Atomhavarie in Fukushima. Das pure Gegenteil der Wahrheit wird kopflos verbreitet:<\/div>\n<blockquote>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"195.4942083435059\"><em>&#8222;Drei Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima ist die <strong>Krebsrate<\/strong> bei Jugendlichen aus der Region <strong>30 Mal h\u00f6her<\/strong> als im Rest Japans. Bei einer Untersuchung von 270.000 Jugendlichen seien 74 F\u00e4lle von Schilddr\u00fcsenkrebs entdeckt worden, sagte Isamu Takamatsu zum Auftakt der Europ\u00e4ischen Aktionswoche \u201eF\u00fcr eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima\u201c am Freitag in Dortmund. Takamatsu ist Mitglied des japanische \u00c4rztenetzwerks zum Schutz von Kindern vor Radioaktivit\u00e4t.&#8220;<\/em><\/div>\n<\/blockquote>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"195.4942083435059\">Dem wohl etwas seri\u00f6seren Bericht der UNSCEAR entnehmen wir jetzt, dass die Untersuchungen bis Ende M\u00e4rz 2014 bei 360&#8217;000 Jugendlichen der Region Fukushima durchgef\u00fchrt werden soll. Bis Ende Juli 2013 wurden bereits 175&#8217;000 Jugendliche mit modernsten Ger\u00e4ten untersucht. Bei 1% der Untersuchten fanden sich verd\u00e4chtige Knoten. Bei immerhin 40% wurden Zysten der Schilddr\u00fcse festgestellt. Die gleiche Untersuchung wurde auch in der Provinz Aomori, Yamanashi und Nagasaki durchgef\u00fchrt, die von der erh\u00f6hten Radioaktivit\u00e4t nicht betroffen waren. Hier zeigten sich interessanterweise mehr Schildr\u00fcsenknoten und auch mehr Schilddr\u00fcsenzysten als bei den untersuchten Jugendlichen der Region Fukushima. Das zeigt, dass die hohe Rate an gefundenen Knoten und Zysten nichts mit der erh\u00f6hten Radioaktivit\u00e4t, sondern mit der intensiven und breiten Untersuchung zu tun hat. Keine Rede von &#8222;30 Mal h\u00f6here Krebsrate als im Rest Japans&#8220;. Wo die Medienagenturen den zitierten Arzt namens Takamatsu, Mitglied der omin\u00f6sen Vereinigung &#8222;<em>Mitglied des japanische \u00c4rztenetzwerks zum Schutz von Kindern vor Radioaktivit\u00e4t&#8220; <\/em>haben, ist wohl offensichtlich: So schleusen geneigte Medienvertreter ihre ganz eigenen Ansichten zum Thema Atomkraft in die vermeintlich seri\u00f6se Medienlandschaft. Diese Nachricht ist eine b\u00f6swillige Falschinformation, auf die aber wohl fast alle Journalisten gerne reingefallen sind. Hier das Original aus dem UNSCEAR-Bericht:<\/div>\n<blockquote>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"195.4942083435059\"><em><em>(Seite 79) &#8222;Thyroid ultrasound examinations were to be made for all individuals in Fukushima Prefecture who were aged 18 years or younger on 11 March 2011 (about 360,000) and were expected to be completed within 3 years (by March 2014). Thereafter, children would undergo thyroid examinations every 2 years until age 20 and every 5 years thereafter [Y5]. By the end of July 2013, about 175,000 children living in Fukushima Prefecture had receive d thyroid examinations using modern, highly sensitive ultrasound equipment [F3]. Thyroid nodules had been detected in about 1% of those surveyed and thyroid cysts in about 40% of those surveyed. A survey, using similar equipment, of about 4,000 children and adolescents had also been made in the prefectures of Aomori, Yamanashi and Nagasaki [T5] which were largely unaffected by the accident; the observed incidence of thyroid nodules and cysts there was even larger than that observed in Fukushima Prefect ure. This indicates that the high detection rate of nodules and cysts in all of these surveys is a consequence of the intensive screening and the highly sensitive nature of the equipment being used, and not of additional radiation exposure resulting from the accident.&#8220;<\/em><\/em><\/div>\n<\/blockquote>\n<h3 dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"195.4942083435059\">Keine Toten, drei Verletzte<\/h3>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"195.4942083435059\">Drei Vertragsmitarbeiter von TEPCO\u00a0 wurden durch kontaminiertes Wasser im Turbinenhaus verletzt. Die Meldung ging damals relativ n\u00fcchtern um die Welt. Die Prognose war offen. Der vorliegende Bericht der UNSCEAR dokumentiert auch diese drei F\u00e4lle der bisher einzigen Verletzten durch die radioaktive Strahlung von Fukushima. Sie wurden nach vier Tagen aus dem Spital entlassen. Sp\u00e4tfolgen seien keine zu erwarten:<\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"195.4942083435059\">\n<blockquote>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"272.34413487854005\"><em><em>&#8222;Three contractor workers were hospitalized in March 2011 after the skin of their feet and lower legs were exposed to contaminated water in a turbine building. The Committee confirmed that the dose estimates by TEPCO were far below the threshold for skin damage and they were released from hospital after four days with no expectation of significant long-term harm.&#8220;<\/em><\/em><\/div>\n<\/blockquote>\n<h3 dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"272.34413487854005\">13 Arbeiter erhalten sehr hohe Dosen von bis zu 12 Gy (12 Sievert)<\/h3>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"272.34413487854005\">Sie haben richtig gelesen: Zw\u00f6lf Sievert! Normalerweise ist das eine doppelt lethale Dosis. Die erschreckend hohe Dosis an Radioaktivit\u00e4t wurde durch das Einatmen von radioaktivem Staub und Gas erreicht. Eine typische Folge der fehlenden Dosimeter und Schutzmassnahmen in den ersten Tagen der Havarie. Die Verstrahlung dieses Arbeiters entspricht der 2&#8217;000-fachen Durchschnittsdosis eines in der Region lebenden Erwachsenen. Gem\u00e4ss dem Bericht besteht rotzdem keine wesentliche Gefahr einer sp\u00e4teren Krebserkrankung. Dieses extreme Beispiel einer praktisch folgenlosen, aber starken Verstrahlung der Schilddr\u00fcse zeigt die weitgehende Unwahrscheinlichkeit einer sp\u00e4teren Erkrankung einer Bev\u00f6lkerung, die lediglich einem 2&#8217;000-ten Teil dieser Verstrahlung ausgesetzt war. Der Bericht sagt aber auch, dass die Datenlage f\u00fcr die Beurteilung der Betastrahlung der Augen dieser Arbeiter nicht ausreicht und ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr die Entwicklung eines &#8222;Grauen Star&#8220; nicht ausgeschlossen werden k\u00f6nne:<\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"272.34413487854005\">\n<blockquote>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"130.6889898296356\"><em><em>&#8222;(Seite 80) Thirteen workers were estimated to have received absorbed doses to the thyroid in the range of 2 to 12 Gy from inhalation of 131 I, with an average dose of about 5 Gy. Given the magnitude and inherent uncertainties in these dose estimates, the Committee cannot preclude the possibility of hypothyroidism in the more exposed workers; the likelihood of such effects is, however, low. Risks for circulatory disease due to radiation exposure among the workers who were most exposed is very low. The Committee had insufficient information on exposures of the eye lens of workers from beta radiation to reach an in formed judgement on the risk of cataracts.&#8220;<\/em><\/em><\/div>\n<\/blockquote>\n<h3 dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"130.6889898296356\">Schlussfolgerung<\/h3>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"130.6889898296356\"><em>Die Atomhavarie war f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung der Region Fukushima in erster Linie ein traumatischer, die Psyche der Japaner belastender Unfall. Nach dem verheerenden Erdbeben, das tausende von H\u00e4usern zerst\u00f6rte, rollten mehrere in dieser Generation noch nie gesehene Tsunamis \u00fcber die K\u00fcste und rissen neben 20&#8217;000 Menschenleben auch noch Sachwerte in Milliardenh\u00f6he mit in den Abgrund. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung war die Atomhavarie von Fukushima von beginn weg das kleinere \u00dcbel einer riesigen Naturkatastrophe. Aus der Sicht der westlichen Medien wurde aber sofort auf das kleinere \u00dcbel fokussiert und geh\u00f6rig \u00fcbertrieben.<\/em><\/div>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: center;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"130.6889898296356\"><em> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4798\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/16.jpg\" alt=\"1\" width=\"949\" height=\"527\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/16.jpg 949w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/16-150x83.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/16-300x166.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 949px) 100vw, 949px\" \/>Bild aus dem UNSCEAR-Bericht: Fische kann man schon lange wieder ohne Einschr\u00e4nkung konsumieren. Die &#8222;Kontamination des Meeres&#8220; ist kaum mehr nachzuweisen und vollst\u00e4ndig unbedenklich.<\/em><\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"130.6889898296356\">\u00a0<\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"130.6889898296356\">Eine Atomhavarie war genau das fehlende Argument, das den westlichen Atomkraftgegnern wieder den Auftrieb gab, den sie dringend n\u00f6tig hatten. Speziell im deutschsprachigen Raum h\u00e4lt diese Paranoia weiterhin an. Sie wird von den ideologischen Profiteuren dieses Leids mit allen Mitteln ausser der Wahrheit am k\u00f6cheln gehalten.<\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"130.6889898296356\">Der h\u00f6chst unmoralische Missbrauch des Leids der Japanischen Bev\u00f6lkerung wurde vor allem im Deutschsprachigen Raum dazu missbraucht, die ungeliebten Atomkraftwerke endlich abschaffen zu k\u00f6nnen. Die Auff\u00e4lligkeit, wie Medienschaffende, Intellektuelle und politisch links stehende Kr\u00e4fte die Angst vor Radioaktivit\u00e4t in der Bev\u00f6lkerung sch\u00fcrten, sucht Seinesgleichen. Diese mediale Fehlleistung einer sich selbst als &#8222;aufgekl\u00e4rte Gesellschaft&#8220; bezeichnende Meute von Ideologen m\u00fcndete in regelrechten Wahnvorstellungen einiger prominenter Atomkraftgegner, die bald von &#8222;einer Million Tote durch Fukushima&#8220; berichten konnten. Die fr\u00fchere Chefin der deutschen Gr\u00fcnen Partei, Claudia Roth, verstieg sich in die \u00f6ffentliche Behauptung, <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/16-000-tote-bei-atom-katastrophe-claudia-roth-loest-mit-fukushima-gedenken-shitstorm-aus_aid_938380.html\" target=\"_blank\">es h\u00e4tte in Fukushima 16&#8217;000 Tote gegeben<\/a>. Sie buchte die damals noch 16&#8217;000 erb\u00e4rmlich Ertrunkenen und Erschlagenen einfach auf ihre Wunschvorstellung um. Der Schweizer Ur-Atomkraftgegner Dr. Rudolf Rechsteiner reaktivierte seine pathologische \u00dcbertreibungssucht und sprach &#8211; ebenfalls \u00f6ffentlich &#8211; von zu erwartenden &#8222;<a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2013\/09\/20\/marchenabend-mit-rudolf-rechsteiner\/\" target=\"_blank\">Einer Million Toten, wie in Tschernobyl<\/a>&#8220; und erreichte damit spastische Nickbewegungen bei seinen politisch gleichgeschalteten Kollegen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4794\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/15.jpg\" alt=\"1\" width=\"841\" height=\"549\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/15.jpg 841w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/15-150x97.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/15-300x195.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 841px) 100vw, 841px\" \/><\/div>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: center;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"130.6889898296356\"><em>Bild von Seite 194 des UNSCEAR Berichts: Das typische Kind, das bei der Atomhavarie in Fukushima 1 Jahr alt war, absorbiert w\u00e4hrend seines gesamten Lebens weniger als 20 Millisievert. Das ist ein Bruchteil der nat\u00fcrlichen Belastung, der Heidi und Peter in unseren sch\u00f6nen schweizer Alpen ausgesetzt sind.<\/em><\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"130.6889898296356\">\u00a0<\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"130.6889898296356\">Selbst gestandene Professoren der ETH Z\u00fcrich meinten, im Mainstream der Panikmacher mitmischen zu m\u00fcssen. Professor Dr. Anton Gunzinger <a href=\"http:\/\/www.energie-gipfel.ch\/cms\/daten\/file\/Energie_Gipfel_21_3_13_gunzinger.pdf\" target=\"_blank\">\u00fcberschl\u00e4gt sich an \u00f6ffentlichen Antiatomshows mit dem Anbieten von billigen Horrorszenarien und L\u00f6sungsans\u00e4tzen<\/a>, die im besten Fall als &#8222;phantasievoll&#8220; bezeichnert werden k\u00f6nnen. Die lustig und selbstsicher vorgetragenen Vorschl\u00e4ge sind dermassen weit weg von der Realit\u00e4t, dass man ernsthaft Angst um die Reputation dieses Zauberlehrlings der digitalen K\u00fcnste haben muss. Es ist peinlich, wenn sich ein Computernerd dermassen \u00fcbersch\u00e4tzt und den Fachleuten eine wunderbare Energiestrategie vorrechnet, die noch nicht einmal die &#8222;Experten des Bundes&#8220; so richtig verstanden haben.<\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"130.6889898296356\">\u00a0<\/div>\n<h3 dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"130.6889898296356\">Die Welt will trotzdem wieder Atomkraft<\/h3>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1482_0\" data-canvas-width=\"130.6889898296356\">Wie wir heute wissen, war die ganze Panik um Fukushima ohne jegliches Fundament. Das UNSCEAR hat zusammen mit der WHO eine totale Entwarnung gegeben. Immer mehr ehemalige und bekannte Atomkraftgegner wie <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?feature=player_embedded&amp;v=iqUrVaEk7Cs\" target=\"_blank\">Partick Moore<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2011\/mar\/21\/pro-nuclear-japan-fukushima\" target=\"_blank\">George Monbiot<\/a> sagen heute, dass die Atomkraft weiterhin an der Spitze der sicheren, zuverl\u00e4ssigen, g\u00fcnstigen und damit auch sozialsten Energiequellen eingesetzt werden muss. Im Vergleich mit allen anderen Produktionsarten von Strom schneidet die Atomkraft selbst unter Ber\u00fccksichtigung der Havarien wie in Tschernobyl oder Three Mile Island am besten ab. Die Atomkraftgegner sehen je l\u00e4nger je mehr blass aus. Es zeigt sich einer breiten Bev\u00f6lkerung immer deutlicher, dass diese Leute keine fundierten Argumente haben und rein ideologische Ziele verfolgen. Ziele, die wenig mit Energiesicherheit aber viel mit gesellschaftlicher Revolution und marktfeindlicher Planwirtschaft zu tun haben. Weltweit werden laufend neue Projekte f\u00fcr moderne KKW gestartet oder weitergef\u00fchrt. Niemand ausser Deutschland, \u00d6sterreich und die Schweiz steigen aus dieser Technologie aus. Es gibt ja auch keinen Grund dazu. Die mit dem deutschen Mundwerk werden das auch noch mal bemerken.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 2. April 2014 hat die UNSCEAR den lange erwarteten Schlussbericht zur Atomhavarie im KKW Fukushima Daiichi ver\u00f6ffentlicht. Diese Zusammenfassung soll die wesentlichen Aussagen des UNSCEAR-Berichts gerafft aufzeigen und einer interessierten Personengruppe zur Verf\u00fcgung stellen. Der Bericht soll auch Medienschaffenden einen realistischen \u00dcberblick \u00fcber die Vorgeschichte und die radiologische Wirkung der Havarie verschaffen und die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,30,4,13],"tags":[],"class_list":["post-4763","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-fanatismus-der-okofundis","category-gesundheitsgefahrdung","category-zahlen-in-der-presse"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4763","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4763"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4763\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4763"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4763"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4763"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}