{"id":4737,"date":"2014-03-20T10:58:56","date_gmt":"2014-03-20T10:58:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4737"},"modified":"2014-04-30T14:51:47","modified_gmt":"2014-04-30T14:51:47","slug":"regelenergie-die-versteckten-zusatzkosten-des-eeg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4737","title":{"rendered":"Regelenergie &#8211; die versteckten Zusatzkosten des EEG"},"content":{"rendered":"<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4738 alignleft\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/11.png\" alt=\"1\" width=\"219\" height=\"245\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/11.png 219w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/11-134x150.png 134w\" sizes=\"auto, (max-width: 219px) 100vw, 219px\" \/>EE-Zukunftsperspektiven: Abgebrannte Windenergieanlage in la Dr\u00f4me, Frankreich [FRA]<\/em><\/p>\n<h3>Die im Dunkeln sieht man nicht<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\"><i>In der Diskussion \u00fcber die Energiewende verweisen die Bef\u00fcrworter gerne auf die sinkenden Strompreise an den B\u00f6rsen. Dass dies ein billiger Taschenspielertrick ist, weil diese Differenz voll \u00fcber die EEG-Umlage bezahlt werden muss, wird inzwischen aber mehr und mehr B\u00fcrgern einsichtig. Den wenigsten Zeitgenossen ist jedoch bewusst, dass die sogenannten \u201eErneuerbaren\u201c noch erhebliche weitere Kosten verursachen, welche von den Netzbetreibern unter \u201esonstige Kosten\u201c eingepreist werden. Und diese Aufwendungen steigen mit dem weiteren Ausbau von Wind- und Solarkapazit\u00e4ten unerbittlich weiter an. Die tats\u00e4chlichen Betr\u00e4ge sind gut versteckt und lassen sich nur schwer ermitteln. Einige verf\u00fcgbare Zahlenangaben lassen jedoch den Schluss zu, dass die Milliardengr\u00f6\u00dfenordnung bereits seit Jahren \u00fcberschritten wird und die Tendenz steil nach oben zeigt. <\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das deutsche Wechselstromnetz ist ein vom Funktionsprinzip her instabiles System, in das mehr als eine Million Produzenten Strom einspeisen, w\u00e4hrend gleichzeitig Millionen von Verbrauchern erwarten, dass sie jederzeit jede gerade ben\u00f6tigte Menge Strom daraus beziehen k\u00f6nnen. Da Wechselstrom nicht direkt gespeichert werden kann, h\u00e4ngt die Stabilit\u00e4t der Versorgung entscheidend davon ab, dass Einspeisung und Verbrauch von Strom jederzeit ziemlich genau gleich gro\u00df sind. Das System reagiert schon auf vergleichsweise kleine Abweichungen sehr empfindlich mit Schwankungen der Netzfrequenz. Um dies auszugleichen, m\u00fcssen die Netzbetreiber Produktion und Verbrauch st\u00e4ndig pr\u00e4zise \u00fcberwachen und Ungleichgewichte durch Erh\u00f6hung oder Verringerung der Erzeugung von Kraftwerken ausgleichen. Reaktionen m\u00fcssen dabei oft blitzschnell innerhalb von wenigen Minuten oder gar Sekunden erfolgen. Die T\u00e4tigkeit der Schaltwarten \u00e4hnelt dabei der von Jongleuren, die jedoch nicht nur ein paar wenige, sondern gleich hunderte von B\u00e4llen gleichzeitig in der Luft halten m\u00fcssen.<\/p>\n<h3>Teure Regelenergie\u2026<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend der Handel mit \u201enormalem\u201c Strom heute weitgehend \u00fcber die B\u00f6rsen l\u00e4uft, gelten f\u00fcr die Beschaffung von Regelenergie, die zum Ausgleich nicht geplanter Versorgungsschwankungen ben\u00f6tigt wird, ganz andere Vorschriften [BUDE]. Grunds\u00e4tzlich m\u00fcssen sich Kraftwerke, welche Regelenergie liefern wollen, an einer entsprechenden Ausschreibung beteiligen und Gebote in der Hoffnung abgeben, dass sie im Bedarfsfall dann auch zum Zuge kommen. Insgesamt liegt der Bedarf aller deutschen Netzbetreiber an Regelleistung bei ca. 7.400 MW.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4739\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/25.jpg\" alt=\"2\" width=\"666\" height=\"330\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/25.jpg 666w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/25-150x74.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/25-300x148.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 666px) 100vw, 666px\" \/><em>Bild 1<\/em><\/b><em>: Reaktionszeitr\u00e4ume f\u00fcr die Bereitstellung von Regelenergie und die entsprechenden Bezeichnungen im deutschen Netz (Grafik: [REGE])<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da Regelenergie grunds\u00e4tzlich kurzfristig \u2013 bei Prim\u00e4rregelleistung quasi sofort \u2013 ben\u00f6tigt wird, liegt ihr Preis meist deutlich \u00fcber dem an der Stromb\u00f6rse \u00fcblichen Niveau. Je nach Versorgungslage im Stromnetz berechnen die Lieferanten f\u00fcr eine Kilowattstunde manchmal bis zu 1,50 Euro &#8211; etwa f\u00fcnfmal mehr, als Endverbraucher zahlen &#8211; [CARE, REGE]).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Genaue Zahlen sind schwer zu bekommen. Als Anhaltspunkt kann man Angaben aus \u00d6sterreich heranziehen, einem Land, dessen Bev\u00f6lkerung und dessen Strommarkt etwa um den Faktor 10 kleiner sind als Deutschland. Dort hat Regelenergie zum Ausgleich von Kurzfristschwankungen im Netz allein 2012 140 Mio. \u20ac gekostet, 65 Mio. mehr als noch zwei Jahre zuvor. Rechnet man diese Zahlen auf das viel gr\u00f6\u00dfere deutsche Stromnetz um, so kommt man auf rund 1,5 Mrd. \u20ac im Jahr \u2013 Kosten, die der Verbraucher gar nicht zu sehen bekommt, weil sie in den Netzentgelten versteckt sind. Und die Tendenz ist stark steigend, wie das vorgestellte Beispiel (+ 43 % im Jahr) zeigt [STAN]. In einem deutschen Blogeintrag wird eine Steigerung der Netzgeb\u00fchren (Jahresleistungspreissystem) von 0,95ct\/kWh im Jahre 2011 auf f\u00fcr 1,93ct\/kWh2014 angef\u00fchrt [STST].<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><b>zum Ausgleich von Schwankungen aus Wind- und Solarstrom<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Frage, warum so viel Regelenergie ben\u00f6tigt wird und warum der Bedarf und damit die Kosten so steil nach oben gehen, l\u00e4sst sich leicht beantworten: Man braucht sie vor allem zum Ausgleich des schwankenden Angebots an \u201eerneuerbarem\u201c Strom aus Wind- und Solarkraftwerken, deren Produktion von jeder Wolke und jedem Windsto\u00df beeinflusst werden. Bei konventionellen Kraftwerken ist das anders: Wenn dort der Regler um 9.00 Uhr auf 845 MW eingestellt wird, dann wird die Anlage von diesem Zeitpunkt an diese Leistung konstant halten, bis die Einstellung ge\u00e4ndert wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Beispiel f\u00fcr die aktuelle Situation in Deutschland kann die Stromproduktion im Dezember 2013 dienen, einem Monat, der sich zur grossen Freude der EE-Vertreter durch eine \u00fcberdurchschnittliche \u201eWindernte\u201c auszeichnete. Das Gesamtstromaufkommen in diesem Monat zeigt <b>Bild 2<\/b>.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4740\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/35.jpg\" alt=\"3\" width=\"767\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/35.jpg 767w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/35-150x117.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/35-300x234.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 100vw, 767px\" \/><em>Bild 2<\/em><\/b><em>. Stromerzeugung in Deutschland im Dezember 2103. Die wild gezackten roten Kurven verdeutlichen, in welchem Ausmass konventionelle Kraftwerke gezwungen waren, das schwankende Angebot von Wind- und Solarstrom auszugleichen (Daten: [EEX])<\/em><\/p>\n<h3>Prognoseabweichungen \u2013 der Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie bereits erw\u00e4hnt, liefern konventionelle Kraftwerke f\u00fcr genau definierbare Zeitr\u00e4ume exakt festgelegte Strommengen ins Netz. Dank moderner elektronischer Systeme zur Datenerfassung und Regelung sind Schwankungen faktisch kein Thema. Ganz anders beim Wind- und Solarstrom. Zwar wird seitens der Vertreter der EE-Energien oft behauptet, die Produktion aus solchen Quellen lasse sich heute mit hoher Sicherheit vorhersagen und Schwankungen einzelner Standorte w\u00fcrden durch die grossr\u00e4umige Verteilung ausgeglichen. Das stimmt jedoch nicht, wie ein Blick auf die Realit\u00e4t sofort beweist. <b>Bild 3<\/b> stellt die Unterschiede zwischen den Prognosen und der tats\u00e4chlichen Leistungsbereitstellung der deutschen Wind- und Solaranalgen im Dezember 2013 grafisch dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4741\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/45.jpg\" alt=\"4\" width=\"791\" height=\"486\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/45.jpg 791w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/45-150x92.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/45-300x184.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 791px) 100vw, 791px\" \/><b>Bild 3.<\/b> Abweichungen zwischen Prognosedaten \u00a0und tats\u00e4chlicher gemeinsamer Leistung von Wind- und Solarstrom im Dezember 2013 (Daten: [EEX])<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die beiden Quellen vom Wetter unterschiedlich beeinflusst werden, wurden sie bei dieser Betrachtung der Fairness halber kumuliert betrachtet, d.h. da, wo sich ihre Schwankungen gegenseitig kompensierten, wurde dies entsprechend ber\u00fccksichtigt. Die Kurve verdeutlicht die Unzuverl\u00e4ssigkeit der Prognosen: An vielen Tagen muss zum Ausgleich der Abweichungen kurzfristig positive oder negative Regelleistung in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von mehr als 1000 MW beschafft werden. Das entspricht der Leistung eines konventionellen oder nuklearen Gro\u00dfkraftwerks.<\/p>\n<h3>Was bringt die Zukunft?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Interessante an diesen Fakten ist nicht so sehr der aktuelle Umfang der Prognoseabweichungen \u2013 er liegt immer noch deutlich unterhalb der vorgesehenen Reserven -, sondern die k\u00fcnftige Entwicklung, falls der Ausbau so fortgef\u00fchrt wird, wie es die aktuellen Energiewendeplanungen bis 2050 vorsehen. Im Jahr 2013 lag der Solaranteil an der Jahresstromerzeugung bei 4,7 %, w\u00e4hrend der Windanteil 8,4 % erreichte. Die aktuellen Planungen sehen 35 % EE-Stromanteil bis 2025 und von 80 % bis 2050 vor. Da die sonstigen \u201eErneuerbaren\u201c Energien weitgehend ausgereizt sind, d\u00fcrfte der weitere Ausbau im Wesentlichen bei Wind und Solar stattfinden. Bez\u00fcglich der Projektion der wahrscheinlichen Entwicklung des Strombedarfs wurde vereinfachend angenommen, dass die \u201enormale\u201c Stromerzeugung auf dem Niveau des Jahres 2012 von 629 Terawattstunden (TWh) mehr oder weniger unver\u00e4ndert verharrt. Zus\u00e4tzlich zu ber\u00fccksichtigen ist allerdings die von der Bundesregierung gew\u00fcnschte Umstellung des Verkehrs auf Elektromobilit\u00e4t. F\u00fcr 2025 wurde hierf\u00fcr ein zus\u00e4tzlicher Bedarf von 20 TWh angenommen, w\u00e4hrend f\u00fcr 2050 130 TWh angesetzt wurden.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Jahr 2025 kann bei einem eher konservativen Ansatz (EE-Anteil 40%) dann \u00fcberschl\u00e4gig mit folgender Erzeugung bei Wind- und Solarstrom gerechnet werden:<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">TWh<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wind Onshore (erforderl. Kapazit\u00e4t 86660 MW, Nutzungsgrad 17,4 %)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">132,1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wind Offshore (erforderl. Kapazit\u00e4t 6500 MW, Nutzungsgrad 34,8 %)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">19,9<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Solar (erforderl. Kapazit\u00e4t 52000 MW, Nutzungsgrad 8,3 %)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">37,8<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Lebensmittel (Biomasse inkl. M\u00fcll, leichter Zuwachs)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">48,5<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wasser (Kap. etwa konstant)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">21,7<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em><strong>Gesamt f\u00fcr 40 % EE-Anteil<\/strong><\/em><\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><em><strong>260,0<\/strong><\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>F\u00fcr 2050 wurden ausgehend von einer Gesamterzeugung von 759 TWh folgende Annahmen gemacht:<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">TWh<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wind Onshore (erforderl. Kapazit\u00e4t 272500 MW, Nutzungsgrad 17,4 %<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">415,4<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wind Offshore (erforderl. Kapazit\u00e4t 27500 MW, Nutzungsgrad 34,8 %)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">83,8<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Solar (erforderl. Kapazit\u00e4t 52000 MW, Nutzungsgrad 8,3 %)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">37,8<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Lebensmittel (Biomasse inkl. M\u00fcll, konstant ab 2025)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">48,5<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wasser (Kap. etwa konstant)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">21,7<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em><strong>Gesamt f\u00fcr 80 % EE-Anteil <\/strong><\/em><\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><em><strong>607,2<\/strong><\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3>EE-bedingter Regelenergiebedarf 2025 und 2050<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Fixierung auf die beiden extrem volatilen Energiequellen Wind und Sonne wird deren Instabilit\u00e4t die Netze in den kommenden Jahren sowohl prozentual als auch absolut gesehen mehr und mehr \u00fcberlasten. Die Folgen sind umso gravierender, als gleichzeitig die konventionellen Kraftwerke als die einzigen Garanten der Stabilit\u00e4t immer mehr verdr\u00e4ngt werden. Wenn Wind- und Solarstrom mit ihrer Bevorzugung die Netze \u00fcberfluten, bleibt den Betreibern konventioneller Kraftwerke gar nichts anderes \u00fcbrig, als ihre Einheiten herunterzufahren. Damit ergibt sich das Paradoxon, dass trotz steigenden Bedarfs an Regelenergie das Angebot immer mehr zur\u00fcckgehen wird. Die Zunahme des Regelenergiebedarfs aufgrund von Prognoseabweichungen f\u00fcr Wind und Solarerzeugung f\u00fcr einen fiktiven Monat Dezember 2025 bzw. 2050 zeigen <b>Bild 4<\/b> und <b>Bild 5<\/b>.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4743\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/54.jpg\" alt=\"5\" width=\"791\" height=\"466\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/54.jpg 791w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/54-150x88.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/54-300x176.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 791px) 100vw, 791px\" \/>Bild 4. <\/b>Fiktiver Verlauf der Prognoseabweichungen f\u00fcr Wind- und Solarstrom bei Annahme eines Wettergeschehens, das dem des Dezembers 2013 entspricht<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie Bild 4 zeigt, d\u00fcrfte es schon im Dezember 2025 nicht mehr gelingen, die erratischen Abweichungen der Stromproduktion aus Wind und Sonne noch mit den derzeit vorhandenen Regelenergie-Reserven von 7400 MW aufzufangen. Das Problem liegt vor allem darin, dass an Tagen mit starkem Windaufkommen praktisch keine konventionellen Kraftwerke mehr am Netz w\u00e4ren: Bereits im Dezember 2013 sowie im Januar und im Februar 2014 zeigte sich, dass die Netzbetreiber nicht mehr imstande waren, die Mindestkapazit\u00e4t an konventionellen Kraftwerken am Netz zu halten, um ihre internationalen Verpflichtungen im Rahmen des Europ\u00e4ischen UCTE-Verbundnetzes (Union for the Co-ordination of Transmission of Electricity) zu erf\u00fcllen. Mit anderen Worten: Deutschland hat \u00fcber einen Zeitraum von drei Monaten hinweg die Stabilit\u00e4t des europ\u00e4ischen Verbundnetzes mehrfach grob fahrl\u00e4ssig gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch katastrophaler stellt sich die Lage dar, wenn man die gleiche Projektion mit den Daten f\u00fcr die im Jahr 2050 zu erwartenden Kapazit\u00e4ten im Bereich Wind- und Solarstromerzeugung durchrechnet. Hier ergeben sich Abweichungen zwischen Prognose und tats\u00e4chlicher Erzeugung, die wild zwischen +10000 und \u2013 13000 MW hin und her schwanken. Nach derzeitigem Stand der Technik ist kaum vorstellbar, dass man unter diesen Bedingungen noch eine stabile Netzversorgung hinbekommen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-4744\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/62-1024x603.jpg\" alt=\"6\" width=\"520\" height=\"306\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/62-1024x603.jpg 1024w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/62-150x88.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/62-300x176.jpg 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/62.jpg 1078w\" sizes=\"auto, (max-width: 520px) 100vw, 520px\" \/>Bild 5. <\/b>Fiktiver Verlauf der Prognoseabweichungen f\u00fcr Wind- und Solarstrom bei Annahme eines Wettergeschehens, das dem des Dezembers 2013 entspricht. Der Bedarf an Regelenergie w\u00e4re \u00fcberhaupt nicht mehr darstellbar.<\/em><\/p>\n<h3>Sachverstand?<\/h3>\n<p>Kaum ein Urteil d\u00fcrfte die derzeitige deutsche Energiepolitik treffender und zugleich vernichtender charakterisieren als das folgende Zitat aus dem k\u00fcrzlichen Jahresgutachten 2013\/ 2014 des Sachverst\u00e4ndigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit dem Titel \u201eGegen eine r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte Wirtschaftspolitik\u201c [WIGU], wo es hei\u00dft:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em> \u201eVor etwas mehr als zwei Jahren wurde von der Regierungskoalition aus CDU\/CSU und FDP die beschleunigte Energiewende ausgerufen. Dieses Gro\u00dfprojekt wird derzeit ohne ein schl\u00fcssiges Gesamtkonzept verfolgt.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<h3>Quellen:<\/h3>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[BUDE] http:\/\/www.energieverbraucher.de\/de\/Energiebezug\/Strom\/Stromwirtschaft\/Regelenergie__1096\/<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[CARE] http:\/\/www.care-energy-online.de\/index.php\/stromgas\/strom\/oekostrom.html?showall=&amp;start=19<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[EEX] http:\/\/www.transparency.eex.com\/de\/<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[FRA] http:\/\/www.la-croix.com\/afp.static\/pages\/100919164756.1vaiksyv.htm<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[REGE] http:\/\/amprion.net\/systemdienstleistungen-regelenergie<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[STAN] http:\/\/derstandard.at\/1363707299122\/Stabilisierung-der-Strom-Netze-wird-immer-teurer<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[STST] http:\/\/www.eike-klima-energie.eu\/climategate-anzeige\/energiewende-grotesk-suedlink-noch-mehr-milliarden-fuer-blanken-unfug\/\u00a0 Kommenrtar # 55<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[WIGU] Gegen eine r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte Wirtschaftspolitik Jahresgutachten 2013\/14 Sachverst\u00e4ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Statistisches Bundesamt 65180 Wiesbaden November 2013<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EE-Zukunftsperspektiven: Abgebrannte Windenergieanlage in la Dr\u00f4me, Frankreich [FRA] Die im Dunkeln sieht man nicht In der Diskussion \u00fcber die Energiewende verweisen die Bef\u00fcrworter gerne auf die sinkenden Strompreise an den B\u00f6rsen. 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