{"id":4696,"date":"2014-02-13T06:28:35","date_gmt":"2014-02-13T06:28:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4696"},"modified":"2014-04-30T14:52:31","modified_gmt":"2014-04-30T14:52:31","slug":"die-haessliche-kehrseite-des-sauberen-stroms","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4696","title":{"rendered":"Die h\u00e4ssliche Kehrseite des \u201esauberen\u201c Stroms"},"content":{"rendered":"<h3>Umwelts\u00fcnden der \u201eerneuerbaren Energien\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-4697 alignleft\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/12.jpg\" alt=\"1\" width=\"223\" height=\"149\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/12.jpg 620w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/12-150x99.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/12-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/>Wind ist geradezu ein Synonym f\u00fcr frische Luft, f\u00fcr freies Atmen in gesunder Umgebung. Die \u00d6ko-Profiteure der Windenergiebranche nutzen diese Assoziation selbstverst\u00e4ndlich nach Kr\u00e4ften, um ihrer Branche ein Saubermann-Image zu verschaffen, w\u00e4hrend man im Gegensatz dazu die Kohlekraftwerke als \u201eDreckschleudern\u201c verunglimpft und die Kernkraft gleich ganz und gar verteufelt. Da letztere eine f\u00fcr gro\u00dfe Industrieanlagen fast schon unglaublich gute Gesundheitsbilanz der Besch\u00e4ftigten aufweisen, wird nach dem Abklingen des Fukushima-Schocks aktuell wieder einmal mit besonderem Nachdruck versucht, den Bergbau zum generellen S\u00fcndenbock zu machen, indem man ihn wegen der damit verbundenen Eingriffe in die Natur an den Pranger stellt. Verschwiegen wird dabei, dass bei konsequenter Anwendung dieser Ideologie auch Wind- und Solarenergie mit zu den ganz gro\u00dfen Umwelts\u00fcndern geh\u00f6ren. <\/i><\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Brennende Windenergieanlage im Departement Ard\u00e8che (Frankreich)<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Klimawandel, Klimakatastrophe \u2013 pausenlos und \u00fcber s\u00e4mtliche Kan\u00e4le moderner Informationsvermittlung wird mit aller Massivit\u00e4t die Botschaft transportiert, dass sich der Mensch durch seinen Energieverbrauch am Klima vers\u00fcndige. Besonders beliebtes Motiv ist der angeblich durch unsere Schuld verhungernde Eisb\u00e4r, der auf einer schmelzenden Scholle verloren im Nordmeer treibt. Doch gegen Zahlung eines Ablasses \u2013 in Form eines kleinen Aufschlags auf jede verbrauchte Kilowattstunde \u2013 k\u00f6nnen wir uns, so die Botschaft der Heilsbringer mit den gr\u00fcnen und gelben T-Shirts, von dieser S\u00fcnde loskaufen und mit reinem Umweltgewissen wieder beruhigt schlafen. Damit finanziert man dann die riesigen, bis zu 200 m hohen Rotormonster, die uns mit angeblich sauberem, klimafreundlichem Strom versorgen und nach und nach vom \u00dcbel der Kohle- und Kernkraftwerke erl\u00f6sen werden. W\u00e4hrend sich etliche clevere Gesch\u00e4ftemacher an diesem Gesch\u00e4ft eine goldene Nase verdienen, tr\u00e4gt die Normalbev\u00f6lkerung eine immer gr\u00f6\u00dfere Last aus st\u00e4ndig steigenden Stromgeb\u00fchren sowie Arbeitsplatzverlusten durch Abwanderung von Industriebetrieben ins Ausland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bewegung, die uns auf diese Art an der Nase herumf\u00fchrt und das Geld aus der Tasche zieht, umfasst ein breites Spektrum gr\u00fcnlinker Ideologien, die teils sozialistisch, teils maschinenst\u00fcrmerisch ausgerichtet sind. Vielfach sind es \u00fcbers\u00e4ttigte st\u00e4dtische Intellektuelle, die den technischen Fortschritt mitsamt seinen Notwendigkeiten ablehnen und mehr oder weniger krude \u201ezur\u00fcck zum Faustkeil\u201c-Ideologien vertreten. Besonders beliebt ist bei ihnen die Verteufelung des Bergbaus bzw. der Gewinnung anderer Rohstoffe wegen der damit verkn\u00fcpften Umweltproblematiken. S\u00fcnden der Vergangenheit sowie R\u00fcckst\u00e4ndigkeiten in sich entwickelnden L\u00e4ndern, die noch nicht unser technisches Niveau erreicht haben, f\u00fchren nicht etwa zum Ruf nach Verbesserung, sondern dienen ihnen als Vorwand zur generellen Verteufelung aller bergbaulichen Aktivit\u00e4ten. Da sich die gleichen Leute jedoch mit bestem Gewissen cadmiumverseuchte Solarzellen auf das Dach setzen oder ihr Geld in Windparks anlegen, wird das von ihnen bevorzugte Instrumentarium hier einmal konsequent angewandt, um zu beleuchten, wie \u201esauber\u201c denn beispielsweise die so gerne gepriesene Windenergie in Wirklichkeit ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-4698\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/23.jpg\" alt=\"2\" width=\"264\" height=\"235\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/23.jpg 440w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/23-150x133.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/23-300x266.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 264px) 100vw, 264px\" \/>Von einer Windkraftanlage get\u00f6teter Storch<\/em><\/p>\n<h3>Die schmutzige Seite der Seltenen Erden<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein wichtiges Beispiel ist hierbei die Verwendung von Seltenerdmetallen wie dem Neodym. Windkraftanlagen geh\u00f6ren zu den gr\u00f6\u00dften Verbrauchern dieses Elements, das sich besonders f\u00fcr die Herstellung starker Permanentmagnete eignet. Bis zu einer Tonne dieses Elements stecken in den Stromgeneratoren bestimmter Typen von Windenergieanlagen. Seltenerdmetalle bilden eine spezielle Gruppe von Elementen, die aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften f\u00fcr zahlreiche industrielle Anwendungen insbesondere im Bereich der Elektronik, aber auch in der Metallurgie sowie in vielen \u201egr\u00fcnen\u201c Produkten wie Elektroautos und Energiesparlampen zum Einsatz kommen. Die Erze dieser Elemente weisen nur vergleichsweise geringe Konzentrationen auf und die begehrten SE-Metalle k\u00f6nnen daraus nur mit aufwendigen chemischen Verfahren herausgel\u00f6st werden. Dabei entstehen giftige R\u00fcckst\u00e4nde. Beim Abbau wurde vor allem in fr\u00fcheren Jahren wenig R\u00fccksicht auf Belange des Natur- und Arbeitsschutzes genommen.<\/p>\n<h3>Umwelts\u00fcnden beim Abbau<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mehr als 90 % der Seltenerdmetalle werden derzeit in China abgebaut. Zu den dabei auftretenden Risiken schreibt das Freiburger \u00d6ko-Institut: \u201eBeim Abbau von Seltenen Erden fallen im Bergbau sehr gro\u00dfe Mengen an R\u00fcckst\u00e4nden an, die giftige Abf\u00e4lle enthalten. Diese werden in k\u00fcnstlichen Teichen, umgeben von einem Damm, abgelagert\u201c [OEKO]. Ein Dammbruch kann zu zerst\u00f6rerischen Umweltauswirkungen mit spezifischen Emissionen von Thorium, Uran, Schwermetallen, S\u00e4uren und Fluoriden f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drastische Worte hierzu finden sich u.a. in einem deutschsprachigen Blog: \u201eChinas Hauptstadt der Seltenen Erden, Bayan Obo, wird derzeit vom Raubbau fast \u00fcberfallen\u201c. Das Grundwasser wird erheblich verschmutzt, die \u00c4cker ver\u00f6den, das Vieh verendet zum Gro\u00dfteil. In der Gegend um das Auffangbecken der Bao-Steel Group Weiterverarbeitungsanlage f\u00fcr Seltene Erden, welches nur 10 Kilometer vom Gelben Fluss entfernt ist, versch\u00e4rft sich die Strahlenverseuchung t\u00e4glich. Mit einer Geschwindigkeit von 300 Metern pro Jahr sickert das Wasser des Staubeckens Richtung Gelben Fluss durch. Experten meinen, dass ein Erdbeben oder heftige Niederschl\u00e4ge den Damm zum Zusammenbrechen bringen k\u00f6nnten und die Abw\u00e4sser sich dann in den Gelben Fluss ergie\u00dfen. Das w\u00e4re eine Umweltkatastrophe, die die Verschmutzung des Songhua-Flusses im Jahr 2005 noch in den Schatten stellen w\u00fcrde&#8230;Eine weitere Folge der ungez\u00fcgelten Erschlie\u00dfung von Seltenen Erden ist die Desertifizierung der mongolischen Steppen und der Zunahme von Sandst\u00fcrmen. Die bedrohen nicht nur Peking, der Sand weht bis nach Japan und Taiwan\u201c [STCH].<\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4699\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/33.jpg\" alt=\"3\" width=\"336\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/33.jpg 336w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/33-150x86.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/33-300x172.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 336px) 100vw, 336px\" \/>Toxischer Schlamm aus der Seltenerdmetall-Produktion in Bayan Obo (Foto: Chinhs News, Creative Commons)<\/em><\/p>\n<h3>Radioaktive Hinterlassenschaften<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonderes Augenmerk gilt hierbei nat\u00fcrlich den radioaktiven R\u00fcckst\u00e4nden. Erze der Seltenerdmetalle enthalten h\u00e4ufig radioaktive Elemente wie Uran oder Thorium. Deren Gewinnung lohnt sich jedoch in der Regel nicht, so dass sie im Abraum landen. Zu den hiermit verkn\u00fcpften Umweltproblemen gibt es Berichte sowohl aus Bayan Obo in China als auch aus Bukit Merah in Malaysia. Aus China kommen Meldungen, dass das Thorium als Abfallprodukt im Auffangbecken landet und in einem nahegelegenen Dorf eine hohe Zahl an Todesf\u00e4llen durch Krebs aufgetreten sei [STCH].<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Malaysia \u201eklagten bereits 1985 acht Menschen im eigenen Namen und im Namen von 10.000 Bewohnern von Bukit Merah und anderen Gemeinden in Perak in Malaysia gegen das Unternehmen Asia Rare Earth (ARE). Sie forderten, die Anlage zur Erzeugung Seltener Erden in ihrem Dorf nahe Ipoh zu schlie\u00dfen, da radioaktiver M\u00fcll ihr Leben bedrohe. Als die Anlage, ein Gemeinschaftsunternehmen des japanischen Konzerns Mitsubishi und malaysischer Shareholder ihre T\u00e4tigkeit im Jahr 1982 aufnahm, klagten die Dorfbewohner bald \u00fcber den stinkenden Rauch und den Gestank, wodurch die Menschen unter Augenschmerzen zu leiden hatten. Aber Schlimmeres sollte noch kommen. Es gab immer mehr Krankheitssymptome, nicht nur Husten und Atemprobleme, aber besonders einen starken Anstieg von Leuk\u00e4mie, Kinder-Tod, Missbildungen bei Neugeborenen und Bleivergiftung. Es war das erste Mal in Malaysias Geschichte, dass eine komplette Gemeinde gegen Umweltverst\u00f6\u00dfe klagte, um ihre Gesundheit und ihre Umwelt vor radioaktiver Verseuchung zu sch\u00fctzen\u201c [MIAT]. Nach langen Auseinandersetzungen wurde die Anlage schlie\u00dflich stillgelegt.<\/p>\n<h3>Wie man sich reinw\u00e4scht<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Windenergiebranche sind solche Berichte nat\u00fcrlich unwillkommen, da sie am Image kratzen. F\u00fcr die Abwehr entsprechender Anw\u00fcrfe verf\u00fcgt man dort jedoch \u00fcber pralle Portemonnaies sowie eine ganze Phalanx kommerzieller Organisationen, die im Windschatten des Hypes um die \u201eerneuerbaren Energien\u201c mit allen m\u00f6glichen Dienstleistungen gutes Geld verdienen. So beispielsweise auch die in Bonn ans\u00e4ssige Firma Murphy &amp; Spitz (M&amp;S), eine Art spezialisierter Ratingagentur, die Unternehmen aus dem Bereich des nachhaltigen Investments analysiert und bewertet. Dabei liegt der Fokus sowohl auf Finanz- und Wirtschaftskennzahlen als auch auf der ethisch-\u00f6kologischen Ausrichtung der Unternehmen. Dort will man Windkrafthersteller, die Neodymmagnete einsetzen, solange nicht als \u201estubenrein\u201c einstufen, wie es \u201ekein nachhaltig gewonnenes und aufbereitetes Neodym bzw. eine belastbare Pr\u00fcfung durch die Windkrafthersteller gibt\u201c [MUSP]. Dies betrifft jedoch nach Ansicht von M&amp;S nur ein Sechstel aller neu installierten Windkraftanlagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine solche Aussage ist von Seiten einer Agentur, die davon lebt, \u201e\u00d6ko\u201c-Firmen die gew\u00fcnschten Zertifikate auszustellen, nicht weiter \u00fcberraschend. Als dementsprechend oberfl\u00e4chlich kann man bereits den Ansatz der Recherche kritisieren. Neben dem Generator gibt es n\u00e4mlich in jeder Windkraftanlage noch weitere Komponenten, in denen Neodym-Magnete sowie andere Seltenerdmetalle enthalten sein d\u00fcrften, so die diversen Servomotoren z.B. f\u00fcr die Blattanstellung und die Gondelausrichtung, aber auch Inhaltsstoffe in den diversen Schaltschr\u00e4nken und Leistungselektroniken sowie in den Einrichtungen f\u00fcr die Umrichtung des elektrischen Stroms. Doch indem man die Frage nach der Verwendung von Seltenerdmetallen auf die im Hauptgenerator verwendeten Materialien begrenzte, hat man diese Klippe sauber umschifft. Sehr elegantes Man\u00f6ver, Chapeau.<\/p>\n<h3>Das \u201evergessene\u201c Aluminium<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiterer Aspekt, der zeigt, dass man in linksgr\u00fcnen Kreisen gerne austeilt, sich jedoch wenig Sorgen um m\u00f6gliche Konsequenzen f\u00fcr einen selbst zu machen scheint, betrifft die Verwendung von Aluminium. Damit k\u00f6nnte auch ein Unternehmen wie Enercon in die Schusslinie geraten, obwohl sie geschickt genug waren, sich bez\u00fcglich der Neodymverwendung freizuhalten, indem beim Generator auf Elektromagnete statt auf Permanentmagnete gesetzt wurde. Anders sieht es dagegen beim Aluminium aus, das bei Enercon beispielsweise bei den Rotorbl\u00e4ttern kleinerer Anlagen, aber auch bei der Gondel sowie bei den Blattspitzen der riesigen 7,5-MW-Anlage E126 zum Einsatz kommt. Dabei wei\u00df man schon lange, welche Umweltrisiken mit der Aluminiumgewinnung verkn\u00fcpft sind [WIKI]. Drastisch in Erinnerung gerufen wurden diese Risiken nach dem Bruch eines R\u00fcckhaltebeckens f\u00fcr sogenannten \u201eRotschlamm\u201c in Kolontar (Ungarn) im Jahre 2010 mit 10 Toten und 150 Verletzten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-4700\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/42.jpg\" alt=\"4\" width=\"542\" height=\"362\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/42.jpg 677w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/42-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/42-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 542px) 100vw, 542px\" \/><em>Beim Bruch eines R\u00fcckhaltebeckens f\u00fcr giftigen Rotschlamm aus der Aluminiumproduktion in Kolontar (Ungarn) kamen 10 Menschen ums Leben (Foto: Korm\u00e1nyzati Kommunik\u00e1ci\u00f3\u00e9rt Felel\u0151s \u00c1llamtitk\u00e1rs\u00e1g)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den vom Rotschlamm ausgehenden Gefahren ist bei Wikipedia nachzulesen: \u201eDie kurzfristige Gef\u00e4hrlichkeit des Rotschlammes beruht in erster Linie auf dem Gehalt an \u00e4tzender Natronlauge. Eine langfristige Sch\u00e4dlichkeit ergibt sich aus dem Gehalt an giftigen Schwermetallen, abh\u00e4ngig von Herkunft und Art des Bauxits. Schwermetalloxide und Schwermetallhydroxide sind im basischen Milieu meist nur sehr schwer l\u00f6slich. Deponierter Rotschlamm enth\u00e4lt etwa 1\u00a0% an l\u00f6slichen Schwermetallhydroxiden. Als Anionen vorliegende toxische Komponenten wie Fluoride, Arsenate, Chromate und Vanadate k\u00f6nnen jedoch auch im basischen Milieu aus dem Schlamm ausgewaschen werden. Wenn das Natriumhydroxid des Rotschlamms durch starke Verd\u00fcnnung oder Zutritt von S\u00e4uren neutralisiert wird, kann es auch zur Bildung von l\u00f6slichen Verbindungen anderer Schwermetalle und damit zu Umweltgef\u00e4hrdungen kommen\u201c [ROTS].<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weniger bekannt ist dagegen, dass bei der Aluminiumproduktion auch radioaktive Abf\u00e4lle freigesetzt werden k\u00f6nnen. So enthalten die ungarischen Aluminiumerze die radioaktiven Elemente Actinium <sup>228<\/sup>Ac, Proactinium <sup>234<\/sup>Pa, Bismut <sup>214<\/sup>Bi sowie Kalium <sup>40<\/sup>K. Bei der Extraktion des Bauxits bleiben diese im Rotschlamm zur\u00fcck und werden dort sogar leicht angereichert [WIRA].<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-4702\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/52.jpg\" alt=\"5\" width=\"448\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/52.jpg 746w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/52-150x98.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/52-300x197.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/>Radioaktive Elemente im ungarischen Rotschlamm (Grafik: Lamiot, Creative Commons)<\/em><\/p>\n<h3>Rohstoffverschwendung im Bereich Windenergie<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da Wind nur eine geringe Energiedichte aufweist, braucht man f\u00fcr die Gewinnung nennenswerter Strommengen entsprechend viele und vor allem sehr gro\u00dfe Anlagen. Hierf\u00fcr werden enorme Ressourcen verbraucht, wie eine k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichte Recherche anhand einer Vergleichsrechnung zwischen Windenergieanlagen des Typs Enercon E126 und einem Kohlekraftwerk mit 1300 MW zeigt [TRIT]. Allein in Turm und Mast dieses 200 m hohen Monsters stecken 6300 t Stahlbeton, die Maschinengondel bringt 340 t auf die Waage und die Nabe nebst Rotorfl\u00fcgeln nochmals 320 t. Erzeugt werden damit pro Jahr rund 15.000 MWh elektrische Energie. Ein einziges Kohlekraftwerk mit einer Leistung von 1300 MW erzeugt dagegen aufgrund seines h\u00f6heren Nutzungsgrades von rund 90 % im gleichen Zeitraum 10.250.000 MWh, das ist das 680fache. Um auch nur nominell die gleiche Energiemenge zu erzeugen wie das Kohlekraftwerk, br\u00e4uchte man also 680 dieser riesigen Windr\u00e4der. Ber\u00fccksichtigt man dazu noch die doppelte Lebensdauer des Kraftwerks, so k\u00e4me man auf folgenden Ressourcenbedarf:<\/p>\n<table border=\"0\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: center;\"><strong>Material<\/strong><\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><strong>Tonnen<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Stahlbeton<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">8.570.000<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Stahl<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">492.000<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Maschinenhaus-Werkstoffe<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">164.000<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Generator (Stahl, Kupfer)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">300.000<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Rotor (GFK-Kunststoffe, Stahl, Alminium<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">438.000<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: right;\"><strong>Gesamt<\/strong><\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><strong>9.964.000<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alles in allem also rund 10 Mio. t Stahl, Metalle, Zement und Kunststoffe. Das ist rund das Zwanzigfache der Ressourcen, die f\u00fcr die Herstellung des Kraftwerks ben\u00f6tigt werden. Und fast all dies muss bergbaulich gewonnen werden. Ein sch\u00f6nes Beispiel daf\u00fcr, wie gedankenlos verschwenderisch gerade diejenigen, die der Industrie st\u00e4ndig die Verschwendung von Ressourcen vorwerfen, bei der Vertretung ihrer eigenen Interessen mit nat\u00fcrlichen Ressourcen umgehen. Vom energetischen Einsatz \u2013 die Herstellung von Zement ist ein extrem energieintensiver Prozess \u2013 einmal ganz zu schweigen.<\/p>\n<h3>Auch Solarzellen sind alles andere als \u201esauber\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht zu vergessen ist bei derartigen \u00dcberlegungen auch die Solarenergie. In vermutlich mehr als 100.000 deutschen Solard\u00e4chern mit sogenannten D\u00fcnnschichtsolarzellen ist das giftige Cadmiumtellurid enthalten, das diese D\u00e4cher zu Sonderm\u00fcll macht. Die in den Boomzeiten der Solarbranche vollmundig abgegebenen Entsorgungsversprechen d\u00fcrften sich in den n\u00e4chsten Jahren mit dem immer rasanteren Niedergang der Branche in Luft aufl\u00f6sen. So mancher Hausbesitzer wird dann ern\u00fcchtert feststellen, dass sein Heim schwer verk\u00e4uflich ist, weil potenzielle K\u00e4ufer schwer kalkulierbare Entsorgungsrisiken auf sich zukommen sehen. Das Risiko, demn\u00e4chst in entlegenen Geb\u00fcschen \u00fcber illegal entsorgte Solarpaneele zu stolpern, d\u00fcrfte in den n\u00e4chsten Jahren daher signifikant ansteigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-4704\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/71.jpg\" alt=\"7\" width=\"403\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/71.jpg 576w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/71-150x79.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/71-300x159.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 403px) 100vw, 403px\" \/>Sch\u00e4tzungsweise 10 % aller Solard\u00e4cher in Deutschland enthalten das hochgiftige Cadmiumtellurid<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon diese wenigen Beispiele untermauern eindrucksvoll die Tatsache, dass die bei Vertretern des gr\u00fcnen Lagers beliebte Disziplin des Eindreschens auf Bergbau und Rohstoffgewinnung durchaus auch auf sie selbst zur\u00fcckfallen kann, wenn man sie nur konsequent auch auf die von den gleichen Herrschaften so hoch gelobten \u201egr\u00fcnen\u201c Technologien anwendet. Leider ist aktuell noch nicht zu erwarten, dass wir in n\u00e4chster Zeit \u201eNorddeutsche 30\u201c erleben k\u00f6nnten, die sich nach dem Vorbild der \u201eArctic 30\u201c daranmachen, telegen die Masten solcher modernen Windkraftmonster zu erklimmen. Bis es dazu kommt, m\u00fcssen in der Bev\u00f6lkerung vermutlich noch eine paar zus\u00e4tzliche Erkenntnisse reifen\u2026<\/p>\n<h3>Quellen:<\/h3>\n<ul>\n<li><span style=\"font-size: x-small;\">[MUSP] Position zu Neodym und Windkraftanlagen, Stand Juni 2011, Murphy&amp;Spitz Research, murphyandspitz.de<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: x-small;\">[MIAT] http:\/\/www.mineralienatlas.de\/lexikon\/index.php\/Mineralienportrait\/Seltene%20Erden\/Seltene%20Erden%20-%20Fluch%20oder%20Segen<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: x-small;\">[OEKO] Seltene Erden \u2013 Daten &amp; Fakten\u00a0 Hintergrundpapier, Stand: Januar 2011 \u00d6ko-Institut e.V., B\u00fcro Berlin<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: x-small;\">[STCH] http:\/\/www.stimmen-aus-china.de\/2011\/04\/26\/selten-unnachhaltig-seltene-erden-und-umweltverschmutzung-in-china\/<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: x-small;\">[TRIT] http:\/\/www.eike-klima-energie.eu\/news-cache\/nachhaltigkeit-was-ist-das\/<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: x-small;\">[ROTS] http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rotschlamm<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: x-small;\">[WIRA] http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/Category:Red_mud?uselang=de<\/span><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Umwelts\u00fcnden der \u201eerneuerbaren Energien\u201c Wind ist geradezu ein Synonym f\u00fcr frische Luft, f\u00fcr freies Atmen in gesunder Umgebung. Die \u00d6ko-Profiteure der Windenergiebranche nutzen diese Assoziation selbstverst\u00e4ndlich nach Kr\u00e4ften, um ihrer Branche ein Saubermann-Image zu verschaffen, w\u00e4hrend man im Gegensatz dazu die Kohlekraftwerke als \u201eDreckschleudern\u201c verunglimpft und die Kernkraft gleich ganz und gar verteufelt. Da letztere [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":259,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,7,4,25,33],"tags":[],"class_list":["post-4696","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-die-co2-debatte","category-gesundheitsgefahrdung","category-grundlagenwissen","category-wirtschaftliche-folgen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4696","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/259"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4696"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4696\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4696"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4696"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4696"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}