{"id":4662,"date":"2013-12-21T16:22:48","date_gmt":"2013-12-21T16:22:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4662"},"modified":"2014-04-30T14:53:24","modified_gmt":"2014-04-30T14:53:24","slug":"die-rechnung-des-netten-herrn-gabriel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4662","title":{"rendered":"Die Rechnung des netten Herrn Gabriel"},"content":{"rendered":"<h3>Harte Zahlen zur neuen Energiepolitik<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-4663 alignleft\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1.jpg\" alt=\"1\" width=\"212\" height=\"308\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1.jpg 353w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1-103x150.jpg 103w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/1-206x300.jpg 206w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/>Mit dem Zustandekommen der neuen Regierung soll Deutschlands Energiewende neuen Schwung aufnehmen. Die Koalition\u00e4re haben sich ehrgeizige Ziele f\u00fcr die Erh\u00f6hung des Anteils \u201eerneuerbarer\u201c Energien auf 40-45 % bis zum Jahre 2025 gesetzt. Die Besetzung des entsprechenden Ministerpostens mit Sigmar Gabriel, einem f\u00fcr forschen Stil bekannten Lehrer ohne belastende technische Kenntnisse, l\u00e4sst erwarten, dass man auf diesem Weg mit Siebenmeilenstiefeln weiter fortzuschreiten gedenkt. Bereits jetzt steht fest, dass die Sache teuer werden wird. Genau der richtige Zeitpunkt, um hier einen Blick auf die Rechnung zu werfen, die der freundliche \u201eKellner\u201c nach Abschluss dieser Ausgabenorgie der verkaterten Nation pr\u00e4sentieren d\u00fcrfte.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Energiewende wird noch einmal beschleunigt [SPI1, SPI2]. Bis zum Jahr 2025 sollen 40-45 % Strom aus sogenannten \u201eerneuerbaren\u201c Energien erzeugt werden, mit eindeutigem Schwerpunkt auf der Windenergie (<b>Bild 1<\/b>), insbesondere an den k\u00fcstennahen Standorten in Norddeutschland. Die Kapazit\u00e4t der Offshore-Windenergie soll von derzeit wenigen 100 MW auf 6&#8217;500 MW vervielfacht werden. Dies d\u00fcrfte vor allem zu Lasten der konventionellen Kraftwerke gehen, denen man \u2013 soweit sie fossil befeuert werden \u2013 zus\u00e4tzlich auch noch die CO<sub>2<\/sub>-Zertifikate verteuern will [CO2].<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-4664\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2.jpg\" alt=\"2\" width=\"185\" height=\"264\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2.jpg 309w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2-105x150.jpg 105w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2-210x300.jpg 210w\" sizes=\"auto, (max-width: 185px) 100vw, 185px\" \/>Bild 1. <\/b>Bei ihren aktuellen Energiewende-Planungen setzt die neue Bundesregierung vor allem auf die Windenergie<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Antwort auf den \u00fcberbordenden Preisanstieg bei den EE-Energien will man lediglich die F\u00f6rderung in einigen Bereichen nach unten anpassen oder sogar deckeln. Falls dies so wie angek\u00fcndigt umgesetzt wird, k\u00f6nnte sich der Anteil der Windenergie an der deutschen Stromerzeugung, der im Jahre 2012 noch bei 7,3 % lag, bis zum Jahr 2025 mehr als verdreifachen und auf \u00fcber 22 % anwachsen. F\u00fcr Solarenergie kann von einem Anwachsen von 4,6 auf bis zu 7 % ausgegangen werden, w\u00e4hrend das Wachstum bei Wasser, Biomasse und M\u00fcll gedrosselt werden d\u00fcrfte. F\u00fcr Deutschlands Energieversorgung bedeutet diese Entwicklung eine Katastrophe. Grund ist, dass im Netz im Prinzip kaum Strom gespeichert werden kann. Produktion und Verbrauch m\u00fcssen deshalb stets im Gleichgewicht gehalten werden. Erzeuger wie Wind und Sonne, die nicht stabil einspeisen, st\u00f6ren dieses Gleichgewicht. Zur Stabilisierung m\u00fcssen die Netzbetreiber dabei vor allem auf die konventionellen Kraftwerke zur\u00fcckgreifen. Und genau die d\u00fcrften zu den Leidtragenden der Koalitionsvereinbarungen geh\u00f6ren.<\/p>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\">Sachverstand?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\">Kaum ein Urteil d\u00fcrfte die derzeitige deutsche Energiepolitik treffender und zugleich vernichtender charakterisieren als das folgende Zitat aus dem k\u00fcrzlichen Jahresgutachten 2013\/ 2014 des Sachverst\u00e4ndigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit dem Titel \u201eGegen eine r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte Wirtschaftspolitik\u201c [WIGU], wo es hei\u00dft: <em>\u201eVor etwas mehr als zwei Jahren wurde von der Regierungskoalition aus CDU\/CSU und FDP die beschleunigte Energiewende ausgerufen. Dieses Gro\u00dfprojekt wird derzeit ohne ein schl\u00fcssiges Gesamtkonzept verfolgt.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>K\u00fcnftige Stromerzeugung<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die neue Koalition ihre Planzahlen zur Situation der Stromproduktion im Jahre 2025 zum Teil in Prozentzahlen vorgelegt hat, ist die erste und wichtigste Frage, wie hoch denn die absolute Stromproduktion zu diesem Zeitpunkt ausfallen d\u00fcrfte. Zu dieser wichtigen Frage gehen die Meinungen nat\u00fcrlich weit auseinander. Anh\u00e4nger der \u201eerneuerbaren\u201c Energien glauben, dass man durch Ma\u00dfnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz noch erhebliche Einsparungen erzielen kann. Es ist tats\u00e4chlich nicht auszuschlie\u00dfen, dass es zu einem R\u00fcckgang bei Produktion und Verbrauch elektrischer Energie in Deutschland kommen wird. Allerdings w\u00fcrden diese Einsparungen voraussichtlich durch die Abwanderung wichtiger Industrien zustande kommen, was man keinesfalls w\u00fcnschen sollte. Da die Krisenjahre seit 2008 den vorher recht gleichf\u00f6rmigen Anstieg der Stromproduktion unterbrochen haben, verharrt diese seit f\u00fcnf Jahren auf etwa gleichem Niveau und lag im Jahre 2012 bei rund 629 Terawattstunden (TWh) [AGEB]. Mangels geeigneter Grundlagen f\u00fcr eine anderslautende Prognose nehmen wir f\u00fcr diese Betrachtungen einmal an, dass dieser Wert konstant gehalten werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4666\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/3.jpg\" alt=\"3\" width=\"515\" height=\"336\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/3.jpg 515w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/3-150x97.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/3-300x195.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 515px) 100vw, 515px\" \/>Bild 2.<\/b> Jede bessere Hundeh\u00fctte z\u00e4hlt: Die Solarkapazit\u00e4t soll bis auf 52000 MW ausgebaut werden.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein durchaus wesentlicher zus\u00e4tzlicher Faktor sind jedoch die aktuellen Planungen im Bereich der Elektromobilit\u00e4t, obwohl die gleichen Leute, welche dieses Thema st\u00e4ndig vorantreiben, sich kaum Gedanken dar\u00fcber zu machen scheinen, wo denn der zus\u00e4tzliche Strom herkommen soll. Nach den derzeit noch geltenden Planzahlen der alten Bundesregierung sollen 2025 rund 4,3 Mio. Elektro-PKW auf deutschen Stra\u00dfen unterwegs sein [EAWI]. F\u00fcr diese w\u00e4ren als Antriebsenergie j\u00e4hrlich rund 13 TWh an der Steckdose bereitzustellen. Inklusive der Leitungs- und \u00dcbertragungsverluste von rund 35 % w\u00e4ren demnach j\u00e4hrlich rund 20 TWh zus\u00e4tzlich zu erzeugen. Als Gesamtbedarf der Stromerzeugung im Jahre 2025 kann demnach von etwa 650 TWh ausgegangen werden. Hiervon sollen 40-45 % aus erneuerbaren Quellen stammen. F\u00fcr die weiteren Berechnungen w\u00e4hlen wir einen konservativen Ansatz und gehen von einem EE-Anteil von lediglich 40 % aus.<\/p>\n<h3>Anteile der einzelnen EE-Quellen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als n\u00e4chstes ist die voraussichtliche Aufteilung dieser 40 % bzw. 260 TWh auf die einzelnen EE-Quellen aufzuschl\u00fcsseln. Dies erfordert einige Berechnungen, weil sich die pr\u00e4sentierten Zahlen zum Teil auf Strommengen, zum Teil auf Erzeugungskapazit\u00e4ten beziehen. Als feste Gr\u00f6\u00dfen wurden der Ausbau der Solarkapazit\u00e4ten auf 52&#8217;000 MW sowie der Offshore-Kapazit\u00e4ten auf 6&#8217;500 MW vorgegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4667\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/4.jpg\" alt=\"4\" width=\"619\" height=\"408\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/4.jpg 619w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/4-150x98.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/4-300x197.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 619px) 100vw, 619px\" \/><b>Bild 3<\/b>. Durchschnittliche Nutzungsgrade der in Deutschland installierten Fotovoltaikanlagen in den Jahren 2006 \u2013 2012 (Daten: BMU [AEEE])<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die \u00fcbrigen EE-Quellen \u2013 Wasser, Brot (pardon, gemeint ist nat\u00fcrlich Biomasse) sowie M\u00fcll \u2013 d\u00fcrften auf dem aktuellen Niveau mehr oder weniger gedeckelt werden. Mit Blick auf diese Angaben m\u00fcssen zun\u00e4chst Kapazit\u00e4ten in tats\u00e4chlich zu erwartende Strommengen umgerechnet werden. Hierf\u00fcr werden die Nutzungsgrade ben\u00f6tigt. Bei Fotovoltaik l\u00e4sst sich nach Zahlen des BMU [AEEE] f\u00fcr die letzten Jahre ein mittlerer Nutzungsgrad von 8,3 % <b>(Bild 3)<\/b> errechnen, bei Wind sind es 17,4 %, <b>Bild 4.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4668\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/5.jpg\" alt=\"5\" width=\"610\" height=\"453\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/5.jpg 610w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/5-150x111.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/5-300x222.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 610px) 100vw, 610px\" \/>Bild 4<\/b>. Durchschnittliche Nutzungsgrade der in Deutschland installierten Windenergieanlagen in den Jahren 2006 \u2013 2012 (Daten: BMU [AEEE])<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da f\u00fcr die Offshore-Anlagen in der Nordsee noch keine verl\u00e4sslichen Langzeiterfahrungen vorliegen, macht es Sinn, hierf\u00fcr Ergebnisse aus Gro\u00dfbritannien heranzuziehen, da dort in \u00e4hnlicher geographischer Lage schon seit Jahren gro\u00dfe Windparks in Betrieb sind. Hier liegt der Nutzungsgrad bei 30 % [OFFS].<\/p>\n<p>Demnach w\u00e4ren im Jahre 2025 folgende EE-Produktionsmengen zu erwarten:<\/p>\n<table border=\"0\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">TWh<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wind Onshore (erforderl. Kapazit\u00e4t 86&#8217;660 MW)<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">\u00a0<\/td>\n<td>132.1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wind Offshore (erforderl. Kapazit\u00e4t 6&#8217;500 MW)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">17<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Solar (erforderl. Kapazit\u00e4t 52&#8217;000 MW)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">45.6<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Biomasse inkl. M\u00fcll (Kap. etwa konstant)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">43.6<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wasser (Kap. etwa konstant)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">21.7<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Gesamt f\u00fcr 40 % EE-Anteil<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">260<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3>Kosten des Zubaus<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Per 3. Dez. 2013 waren in Deutschland 32460 MW Windkapazit\u00e4t sowie 34850 MW Solarkapazit\u00e4t installiert [EEX], ausserdem etwa 500-700 MW Offshore-Kapazit\u00e4t. Um die obigen Werte f\u00fcr die Jahres-Stromproduktion zu erreichen, w\u00e4re demnach folgender Zubau erforderlich:<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>MW<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\">Ersatz MW<\/td>\n<td>MW<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wind Onshore<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">54&#8217;200<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">18&#8217;400<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">72&#8217;600<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wind Offshore<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">5&#8217;800<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">5&#8217;800<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Solar<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">17&#8217;150<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">2&#8217;100<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">19&#8217;250<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">In obiger Rechnung wird auch der Ersatzbedarf f\u00fcr diejenigen Kapazit\u00e4ten ber\u00fccksichtigt, die aufgrund des Erreichens der Altersgrenze ausgemustert werden m\u00fcssen, d.h f\u00fcr alle Anlagen, die 2005 bereits in Betrieb waren. Bei Solaranlagen sind dies lediglich 2100 MW, bei Windenergieanlagen jedoch immerhin zus\u00e4tzlich 18400 MW.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als n\u00e4chstes sind jetzt die entsprechenden Kosten pro installierter Kapazit\u00e4t zu ermitteln. Bei professionell errichteten Solaranlagen kann man aktuell von etwa 1,5 bis 1,8 Mio. \u20ac pro MWp ausgehen [SOKO, SOK2]. Bei landgest\u00fctzten Windenergieanlagen liegen die Kosten bei etwa 1,45 Mio. \u20ac\/ MW [WIKO]. Wesentlich teurer wird es dann im Offshore-Bereich. Nimmt man den Nordseewindpark Bard 1 als Ma\u00dfstab, so liegen diese bei etwa 7,25 Mio. \u20ac\/ MW [BARD]. Mit diesen Werten stellen sich die Kosten f\u00fcr die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energie auf 40 % bis zum Jahre 2025 zun\u00e4chst wie folgt dar:<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">Mrd. \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Wind Onshore<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\">72&#8217;600 MW * 1,45 Mio.\/ MW<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">105.3<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Wind Offshore<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\">5&#8217;800 MW * 7,25 Mio.\/ MW<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">42.1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Solar<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\">19&#8217;250 MW * 1,65 Mio.\/ MW<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">31.8<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Summe<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">179.2<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allein f\u00fcr die reinen Anlageninvestitionen kommen mit den EE-Pl\u00e4nen der neuen Regierung somit auf den deutschen Verbraucher zus\u00e4tzliche Kosten von ca. 180,- Mrd. \u20ac zu.<\/p>\n<h3>plus einiger \u201eKleinigkeiten\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der reinen Errichtung von EE-Anlagen ist es jedoch nicht getan, es kommen noch diverse kleinere und gr\u00f6\u00dfere Positionen hinzu, damit der so erzeugte Strom auch tats\u00e4chlich beim Verbraucher ankommen kann. Insbesondere um die Netzanbindung der Offshore-Windenergie hat es ja bereits in den vergangenen Jahren erhebliches Gezerre gegeben. Insgesamt handelt es sich um folgende Positionen:<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">Mrd. \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Netzausbau an Land (Transportebene, 4&#8217;000 km) [NAKO]<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">26 bis 80<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Anbindung Offshore (5&#8217;800 MW) [TENN]<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">6<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Netzausbau Verteilnetze [NAKO]<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">24 bis 30<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Smart Meter [SMSP]<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">10.4<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Zus\u00e4tzliche Kosten Regelenergie (pro Jahr mehr als 1 Mrd. \u20ac)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">11<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Summe (konservativ gerechnet)<\/td>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">77.4<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">Summa summarum d\u00fcrften die Beschl\u00fcsse der jetzt besiegelten Koalition demnach bis zu 300 Mrd. \u20ac kosten. Diese Zahl stellt jedoch immer noch nicht die ganze Wahrheit dar, denn es handelt sich dabei vor allem um Investitionsaufwendungen. Hinzu kommen noch die Kosten f\u00fcr Betrieb und Instandhaltung, die aller Voraussicht nochmals in gleicher Gr\u00f6\u00dfenordnung liegen d\u00fcrften. Angesichts der Tatsache, dass die sogenannte \u201eEnergiewende\u201c den Verbraucher bereits bis jetzt mit sch\u00e4tzungsweise 500 Mrd. belastet hat, d\u00fcrfte die Billion bereits im Jahre 2025 erreicht oder sogar \u00fcberschritten werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4670\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/11.jpg\" alt=\"1\" width=\"788\" height=\"591\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/11.jpg 788w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/11-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/11-300x224.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 788px) 100vw, 788px\" \/><b>Bild 5.<\/b> Konventionelle Kraftwerke wie hier das Kohlekraftwerk Altbach Deizisau sollen die Kohlen der Energiewende aus dem Feuer holen und trotzdem verlieren (Foto: kohlekraftwerke.de)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonderes \u201eSchmankerl\u201c sind in diesem Zusammenhang die Planungen rund um die zwangsweise Umr\u00fcstung der Z\u00e4hlertechnik in Haushalten auf die sogenannten \u201eSmart Meter\u201c. Einem k\u00fcrzlichen Bericht bei \u201eSpiegel Online\u201c zufolge [SMSP] soll zun\u00e4chst jeder Haushalt acht Euro im Jahr bezahlen, auch wenn er noch mit einem alten Stromz\u00e4hler ausgestattet ist. F\u00fcr Neubauten und bei Modernisierungen hingegen wird der obligatorische Einbau eines Smart Meter bis zu 72 Euro im Jahr kosten. Dabei hat der Verbraucher von diesen Ger\u00e4ten keinerlei substanzielle Vorteile zu erwarten, statt dessen erhebliche Nachteile \u2013 von der Fern\u00fcberwachung seines Verbrauchsverhaltens bis zur ferngesteuerten Abschaltung des Stroms nach Gusto des Versorgungsunternehmens. Profitieren d\u00fcrften davon lediglich die Z\u00e4hlerhersteller.<\/p>\n<h3>Was bekommt der B\u00fcrger eigentlich zur\u00fcck?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fragt man jetzt ketzerisch, welche Vorteile denn dem deutschen Verbraucher aus diesem fast beispiellosen Kapitaleinsatz erwachsen sollen, so sind diese\u2026.quasi nichtexistent. Denn das erkl\u00e4rte Ziel, den Einsatz fossiler Rohstoffe und damit den CO<sub>2<\/sub>-Ausstoss zu reduzieren, wird man trotz dieser gigantischen Ausgaben nicht einmal ann\u00e4hernd erreichen k\u00f6nnen. Dazu gen\u00fcgt ein Blick auf <b>Bild 6<\/b>, das die Aufteilung der Stromerzeugung am 11. Dezember 2013 dokumentiert. An diesem Tag erreichte die kumulierte Stromerzeugung aus 32&#8217;460 MW Windkapazit\u00e4t sowie 34&#8217;850 MW Solarkapazit\u00e4t \u00fcber etliche Stunden nicht einmal 1&#8217;000 MW. Der prozentuale Anteil von Sonne und Wind am der Netzlast lag f\u00fcr einen Gro\u00dfteil des Tages bei lediglich 1,5 bis 3,5 % und erreichte nur in der Mittagszeit kurzfristig 7,7 %. Um die Stromversorgung dennoch sicherzustellen, musste fast der gesamte Park an Kohle-, Gas- und Kernkraftwerken zum Einsatz gebracht werden. Trotz enormer nomineller Kapazit\u00e4ten an \u201eerneuerbaren\u201c Energien k\u00f6nnen in Deutschland faktisch keine konventionellen Kraftwerke stillgelegt werden, weil ohne sie die Versorgung zusammenbrechen w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4671\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/21.jpg\" alt=\"2\" width=\"641\" height=\"475\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/21.jpg 641w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/21-150x111.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/21-300x222.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 641px) 100vw, 641px\" \/><b>Bild 6. <\/b>Am 11.Dezember 2013 lag die gemeinsame Leistung aus 67&#8217;300 MW Wind- und Solarkapazit\u00e4t f\u00fcr einen Gro\u00dfteil des Tages unterhalb von 2&#8217;000 MW. Nur konventionelle Technologien wie Kohle- und Kernkraftwerke retteten Deutschland vor dem Blackout (Daten: [EEX])<\/em><\/p>\n<h3><b>Auch f\u00fcr 2025 nur tr\u00fcbe Aussichten<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erinnern wir uns: Ziel der ganzen superteuren Aktion soll die Rettung des Klimas durch Reduzierung des Aussto\u00dfes an CO<sub>2<\/sub> sein. Diesem Ziel sollen wir mit der erheblichen Steigerung der Zahl an Wind- und Solaranlagen bis zum Jahre 2025 n\u00e4herkommen. Doch wieviele konventionelle Kraftwerke wird man denn durch den forcierten Zubau von Wind- und Solaranlagen bis zum Jahr 2025 definitiv abschalten und vom Netz nehmen k\u00f6nnen? Um dieser Frage nachzugehen, wurde die Wetterlage bzw. die damit verkn\u00fcpfte Stromerzeugung des 11. Dezember 2013 zugrunde gelegt und mit den f\u00fcr 2025 geplanten Kapazit\u00e4ten neu berechnet, <b>Bild 7<\/b>. Im betreffenden Jahr l\u00e4gen die Windkapazit\u00e4ten bei insgesamt 93&#8217;160 MW (86&#8217;660 MW Onshore und 6500 MW Offshore) und die Solarkapazit\u00e4t bei 52&#8217;000 MW, zusammen also 145&#8217;160 MW. Das entspricht rund 180 % der maximalen Netzlast.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch trotz dieses enormen \u201eOverkills\u201c an \u201eEE\u201c-Kapazit\u00e4t k\u00e4men Sonne und Wind bei einer vergleichbaren Wetterlage wie der des 11. Dezembers 2013 auch zusammen \u00fcber einen Gro\u00dfteil des Tages auf nur 2&#8217;700 bis 4&#8217;200 MW bzw. 4 bis 9 % der Netzlast. Zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit w\u00e4ren konventionelle Kraftwerke also weiterhin faktisch unverzichtbar. Eine Stilllegung nennenswerter Kapazit\u00e4ten w\u00e4re nach wie vor nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Blick auf das vorgebliche Ziel der Energiewende, die Verringerung des CO<sub>2<\/sub>-Ausstosses, l\u00e4sst der Blick auf Bild 7 zudem erkennen, dass diesbez\u00fcglich \u00fcberhaupt kein Fortschritt zu erwarten sein d\u00fcrfte. Grund ist die Stilllegung der Kernkraftwerke, die 2012 immerhin noch rund 16 % zur deutschen Stromerzeugung beigetragen hatten. Dieser Anteil muss durch Kohlekraftwerke aufgefangen werden, die entsprechend zus\u00e4tzliches CO<sub>2<\/sub> aussto\u00dfen. Hinzu kommt, dass aufgrund der Unzuverl\u00e4ssigkeit der Stromerzeugung aus Sonne und Wind ein entsprechend h\u00f6herer Anteil konventioneller Kraftwerke als Bereitschaftsreserve \u201eunter Dampf\u201c gehalten werden muss, um jederzeit einzuspringen. Dieser sogenannte \u201ehot standby\u201c erfordert jedoch die st\u00e4ndige Zufuhr erheblicher Mengen Brennstoff, so dass sich die CO<sub>2<\/sub>-Bilanz der betreffenden Kraftwerke merklich verschlechtert. Per Saldo ist deshalb damit zu rechnen, dass wir 2025 f\u00fcr die Stromerzeugung sogar mehr CO<sub>2<\/sub> in die Luft pusten werden als heute.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4672\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/31.jpg\" alt=\"3\" width=\"676\" height=\"501\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/31.jpg 676w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/31-150x111.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/31-300x222.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 676px) 100vw, 676px\" \/><b>Bild 7.<\/b> Hypothetischer Strommix im Dezember 2025 analog der Wetterlage, wie sie am 11.12. 2013 herrschte<\/em><\/p>\n<h3><b>Quellen<\/b><\/h3>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[AGEB] http:\/\/www.ag-energiebilanzen.de\/<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[AEEE] Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien \u2013 Statistik, BMU &#8211; EI 1, Stand Juni 2013<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[BARD] http:\/\/www.nwzonline.de\/wirtschaft\/neuer-wirbel-um-windpark-von-bard_a_1,0,542153364.html<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[CO2] http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/emissionshandel-eu-staaten-wollen-co2-ausstoss-teurer-machen-a-932575.html<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[EAWI] http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elektroauto<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[EEX] http:\/\/www.transparency.eex.com\/en\/<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[NAKO] http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/artikel\/0,2828,758208,00.html<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[OFFS] http:\/\/www.bwea.com\/ukwed\/ abgerufen am 31.10.2012<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[SOKO] http:\/\/www.solarrechner.de\/<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[SOK2] http:\/\/www.interplan-solar.eu\/de\/Investment\/turnkey.html<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[SMSP] http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/smart-meter-regierung-plant-zwangsumlage-fuer-stromkunden-a-936560.html<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[TENN] http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/energie\/0,2828,851292,00.html<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[WIGU] Sachverst\u00e4ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Gegen eine r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte Wirtschaftspolitik Jahresgutachten 2013\/14<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[WIKO] Verkaufsprospekt zum Erwerb von Kommanditanteilen an der B\u00fcrgerwindpark Albersdorf GmbH &amp; Co. KG<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Harte Zahlen zur neuen Energiepolitik Mit dem Zustandekommen der neuen Regierung soll Deutschlands Energiewende neuen Schwung aufnehmen. Die Koalition\u00e4re haben sich ehrgeizige Ziele f\u00fcr die Erh\u00f6hung des Anteils \u201eerneuerbarer\u201c Energien auf 40-45 % bis zum Jahre 2025 gesetzt. 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