{"id":4616,"date":"2013-12-09T08:40:04","date_gmt":"2013-12-09T08:40:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4616"},"modified":"2014-04-30T14:53:55","modified_gmt":"2014-04-30T14:53:55","slug":"das-grosse-interview-mit-bastien-girod-windkraftlobbyist-und-atomkraftgegner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4616","title":{"rendered":"Das grosse Interview mit Bastien Girod, Windkraftlobbyist und Atomkraftgegner"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-4647 alignleft\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/diskussion_Windkraft.gif\" alt=\"diskussion_Windkraft\" width=\"240\" height=\"288\" \/>Ein fingiertes Interview mit Bastien Girod, Nationalrat der Gr\u00fcnen Partei und Vizepr\u00e4sident der Schweizerischen Vereinigung zur F\u00f6rderung der Windkraft, Suisse Eole. Das Interview hat nie stattgefunden und es wird auch kaum je so stattfinden. Weltverbesserer wie Bastien Girod scheuen sich davor, mit den echten Windkraftgegnern zu diskutieren. Sie wissen ganz genau, was sie mit ihrer Energiepolitik anrichten und scheuen sich vor den greifbaren Fakten ihrer Gegner. Man redet lieber mit handverlesenen Pseudokritikern und vermeintlichen Energieexperten, damit der Schein einer Diskussion auch sch\u00f6n gewahrt wird. Gegen die systematischen Falschinformationen der Gr\u00fcnen und Linken ist nur ein Kraut gewachsen: Klare, einfach formulierte Argumente, die bei Bedarf fundiert erkl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. So st\u00fcrzt das hochkomplexe L\u00fcgengebilde namens Energiewende wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Denn ihr Argumentationshaus ist auf Behauptungen, Falschaussagen und Utopien gebaut.<\/em><\/p>\n<p>G=Bastien Girod\u00a0\u00a0\u00a0 W=Windkraftfgegner\u00a0\u00a0\u00a0 M=Moderator<\/p>\n<p>M: Herr Girod, warum m\u00f6chten Sie in der Schweiz Windkraftwerke f\u00f6rdern?<br \/> <span style=\"color: #008000;\"> G: Mit Erneuerbaren Energien wie Windkraft k\u00f6nnen wir die Atomkraftwerke der Schweiz ersetzen.<\/span><br \/> <span style=\"color: #800000;\"> W: Warum wollen sie die Kernkraftwerke mit Windkraftwerken ersetzen?<\/span><br \/> <span style=\"color: #008000;\"> G: Atomkraft ist sehr gef\u00e4hrlich, in Tschernobyl und Fukushima sind je 1 Mio. Tote zu erwarten.<\/span><br \/> <span style=\"color: #800000;\"> W: Woher nehmen Sie diese Zahlen bloss? In Fukushima sind gem\u00e4ss WHO und UNSCEAR weder gestern noch heute oder in Zukunft Totesf\u00e4lle wegen der Havarie des KKW Fukushima bekannt oder zu erwarten. <a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_allgemein\/kernkraft\/WHO_Fukushima_2013_eng.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #0000ff;\"><sup>(KK002)<\/sup><\/span><\/a>\u00a0 Die globale Unfallstatistik \u00fcber Todesf\u00e4lle und K\u00f6rperverletzungen im Zusammenhang mit der Stromerzeugung bezeichnet die Kernkraft mit Abstand als die sicherste Art der Stromerzeugung. <a href=\"http:\/\/www.forbes.com\/sites\/jamesconca\/2012\/06\/10\/energys-deathprint-a-price-always-paid\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #0000ff;\"><sup>(KK003)<\/sup><\/span><\/a><\/span><br \/> <span style=\"color: #008000;\"> G: M\u00fchleberg und Beznau sind richtige Schrottreaktoren, M\u00fchleberg ist baugleich mit Fukushima Daiichi! Sie m\u00fcssen lieber fr\u00fcher als sp\u00e4ter abgeschaltet werden! diese Schrottmeiler stellen eine grosse Gefahr f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung dar.<\/span><br \/> <span style=\"color: #800000;\"> W: M\u00fchleberg ist tats\u00e4chlich in den Grundz\u00fcgen baugleich mit Fukushima Daiichi. Aber das KKW M\u00fchleberg wurde seit dem Bau laufend an die aktuellen Sicherheitsanforderungen\u00a0 angepasst. Fukushima Daiichi war bis zur Havarie auf dem Sicherheitslevel der 1970-er Jahre stehengeblieben <sup><span style=\"color: #0000ff;\">(KK004)<\/span><\/sup>. Die Betreiberin TEPCO hat die wichtigsten Verbesserungen, wie sie in westlichen Atomkraftwerken zum Standard geh\u00f6ren, einfach ignoriert. Eine Havarie wie in Fukushima h\u00e4tte in M\u00fchleberg aber auch ohne die umfangreichen Sicherheitsverbesserungen, die seit dem Bau ausgef\u00fchrt worden sind, nicht stattfinden k\u00f6nnen. Das KKW Beznau wurde in der Risikoanalyse, die auf die Havarie von Fukishima folgte, als leuchtendes Beispiel erw\u00e4hnt, wie man es h\u00e4tte besser machen k\u00f6nnen <a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_allgemein\/kernkraft\/Risk_assessment_fukushima.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #0000ff;\"><sup>(KK005)<\/sup><\/span><\/a> M\u00fchleberg und Beznau sind keine Schrottreaktoren, sondern werden auf einem international anerkannt hohen Sicherheitslevel betrieben &#8230; M\u00f6chten sie eine Kopie des Berichts, Herr Girod?<\/span><br \/> <span style=\"color: #008000;\"> G: Nein, danke. Aber das Abfallproblem ist nicht gel\u00f6st. Wollen sie denn wirklich den n\u00e4chsten Generationen f\u00fcr Millionen von Jahren dieses Problem aufb\u00fcrden?<\/span><br \/> <span style=\"color: #800000;\"> W: Mit etwas gutem Willen der Atomkraftgegner, das zeigt sich z.B. in Schweden, w\u00e4re das Problem schon l\u00e4ngst gel\u00f6st <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2013\/04\/13\/ausgereifte-nuklear-endlagerung-direkt-beim-nachbarn\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #0000ff;\"><sup>(KK006)<\/sup><\/span><\/a>. Das von Ihnen als Argument gegen KKW missbrauchte\u00a0 Atomm\u00fcllproblem ist nur deshalb in der Schweiz noch nicht gel\u00f6st, weil die Atomkraftgegner hier alle Bem\u00fchungen f\u00fcr eine sichere L\u00f6sung politisch sabotieren. Es sind nur die Atomkraftgegner, die eine bessere und strahlungs\u00e4rmere Ausn\u00fctzung des Kernbrennstoffes verhindern. Sie schaffen damit erst das grosse Problem des Volumens und der langanhaltenden Gef\u00e4hrlichkeit des Atomm\u00fclls. Mit der richtigen Behandlung m\u00fcsste dieser Abfall nur noch 300 Jahre gelagert werden. Das verhindern die Atomkraftgegner aber durch populistische Falschaussagen in allen Medien. Die Atomkraftgegner verhindern eine L\u00f6sung &#8211; damit sie das Problem f\u00fcr ihre politischen Zwecke weiter bewirtschaften k\u00f6nnen und um ihre eigene Existenzberechtigung nicht zu verlieren. Man kann mit gutem Gewissen sagen, dass die von der Kernkraftforschung beschriebenen und bereitliegenden L\u00f6sungen der gr\u00f6sste Feind der Atomkraftgegner darstellt. Sie bek\u00e4mpfen alle zielf\u00fchrenden L\u00f6sungsans\u00e4tze fundamental, weil deren Umsetzung den letzten Rest ihrer Existenzberechtigung gef\u00e4hrden w\u00fcrde.<\/span><br \/> <span style=\"color: #008000;\"> G: Atomkraft ist sehr teuer und Uran haben wir auch schon bald keines mehr.<\/span><br \/> <span style=\"color: #800000;\"> W: Windkraft ist noch viel teurer und muss deshalb stark subventioniert werden. Das Windaufkommen in der Schweiz ist das europaweit schw\u00e4chste und gen\u00fcgt nicht f\u00fcr eine \u00f6konomische Anwendung dieser Technologie. Das mit dem Uran m\u00fcssen sie mir genauer erkl\u00e4ren! Ich verstehe ihre Aussage nicht ganz.<\/span><br \/> <span style=\"color: #008000;\"> G: Uran reicht nach intensiven Abkl\u00e4rungen der SES (Schweizerische Energiestiftung) noch h\u00f6chstens f\u00fcr 60 Jahre.<\/span><br \/> <span style=\"color: #800000;\"> W: Uran gibt es h\u00e4ufig in der Erdkruste. Die Rhone f\u00fchrt jeden Tag ca. 35 Kg Uran <a href=\"http:\/\/www.buch.ch\/shop\/home\/artikeldetails\/kernenergie_schweiz\/bruno_pellaud\/ISBN3-280-05533-4\/ID36413628.html;jsessionid=8D350F1FF3BFE586A5502B7F7DA29E3A.tc2p\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #0000ff;\"><sup>(KK001)<\/sup><\/span><\/a> durch den nat\u00fcrlichen geologischen Verwitterungsprozess aus dem Wallis ins Mittelmeer ab. Es gibt noch sehr viel Uran und man k\u00f6nnte es selbst in der Schweiz kostendeckend abbauen. Ausserdem k\u00f6nnen auch andere Elemente als Uran f\u00fcr die Kernspaltung verwendet werden. Selbst ohne Uran w\u00fcrden die Kernkraftwerke demnach noch lange nicht stillstehen m\u00fcssen. Woher nehmen sie und die SES\u00a0nur solche abenteuerlichen Aussagen?<\/span><br \/> <span style=\"color: #008000;\"> G: Wie Sie ja angedeutet haben, hat die Schweizerische Energiestiftung dazu eine detaillierte Studie erw\u00e4hnt <span style=\"color: #0000ff;\"><sup>(<a href=\"http:\/\/www.energiestiftung.ch\/files\/downloads\/energiethemen-atomenergie-rohstoffuran\/energy-watch-group-2006.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #0000ff;\">KK009<\/span><\/a>)<\/sup><\/span>. Danach dauert es nur noch wenige Jahre, bis der Abbau von Uran immer teurer und schliesslich unbezahlbar wird. Atomkraft wird \u00fcbrigens auch subventioniert, sogar st\u00e4rker als Windkraft.<\/span><br \/> <span style=\"color: #800000;\"> W: Das hat im Kern etwas Wahres, aber die Nutzung der Kernkraft wurde in verschiedenen Volksabstimmungen demokratisch legitimiert. Die schwammige Energiestrategie des Bundesrates aber nicht. Ausserdem\u00a0 ist Strom aus Kernkraft zuverl\u00e4ssig, sicher und deshalb f\u00fcr die Wirtschaft unersetzlich. Aber wollen Sie ernsthaft behaupten, Windkraft sei so zuverl\u00e4ssig oder g\u00fcnstig wie Atomstrom? Was die Studie des SES im Zusammenhang mit dem vorhandenen Uran betrifft: Sie wird offensichtlich nicht einmal vom Pr\u00e4sidenten des Beirats gelesen. Geri M\u00fcller hat noch im Jahr 2010 behauptet, Uran gehe in sp\u00e4testens vier Jahren aus. Die SES redet auf ihrer Website aber von 60 Jahren. Die wissenschaftlichen Argumente des SES sind wohl nicht gerade die exaktesten, was meinen Sie Herr Girod? Die Behauptungen der SES und der Atomkraftgegner sollen einer Allgemeinen \u00d6ffentlichkeit suggerieren, dass Kernkraftwerke keine sinnvolle Zukunft haben, weil ihnen der Brennstoff ausgeht? Es ist aber so, dass wir uns f\u00fcr die n\u00e4chsten 200 Jahre ganz sicher keine Gedanken um den Brennstoff der Kernkraftwerke machen m\u00fcssen. Da sind den Atomkraftwerkgegnern schon lange vorher die konstruierten Argumente ausgegangen. <\/span><br \/> <span style=\"color: #008000;\"> G: Die erneuerbaren Energien haben den Strompreis auf dem Spotmarkt stark gesenkt. Strom wird immer billiger durch Windkraft und Photovoltaik.<\/span><br \/> <span style=\"color: #800000;\"> W: Sie verwechseln den Marktpreis mit den Gestehungskosten. Der Preis auf dem Strommarkt ist tats\u00e4chlich am Boden. Der Grund ist die starke Subventionierung der Erneuerbaren durch die Stromkonsumenten und die unverst\u00e4ndliche Regel, dass in Deutschland der erneuerbare Strom Vorrang vor konventionellem Strom hat. Das bringt die Anbieter von konventionellem Strom in eine arge Schieflage. Der Strompreis f\u00fcr die Endabnehmer ist aber in Deutschland auf einem rekordhohen Niveau angelangt. Es ist aktuell der teuerste Strompreis, den man auf der Welt haben kann. Und das liegt ausschliesslich an der blinden Subventionierung von Windkraft und Photovoltaik. Hier ist keine Rede davon, dass Windkraft den Strompreis sinken l\u00e4sst. Das Gegenteil ist der Fall.<\/span><br \/> <span style=\"color: #008000;\">G: Eine grossangelegte Studie aus Deutschland legt nahe, dass Kinder, die in der N\u00e4he von Atomkraftwerken leben, h\u00e4ufiger an Leuk\u00e4mie erkranken. Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Nachbarschaft von Atomkraftwerken und der H\u00e4ufung solcher F\u00e4lle.<\/span><br \/> <span style=\"color: #800000;\">W: Auf der Basis der von Ihnen erw\u00e4hnten Studie hat das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit selber einen Forschungsauftrag erteilt. Die sogenannte CANUPIS &#8211; Studie <a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_allgemein\/kernkraft\/ije.dyr115.full.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #0000ff;\"><sup>(KK007)<\/sup><\/span><\/a> hat diesen Zusammenhang auch unter Ber\u00fccksichtigung des Schweizerischen Krebsregisters NICHT best\u00e4tigen k\u00f6nnen. Neuere Studien wie die RADICON-Studie <a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_allgemein\/kernkraft\/Radiation-Incidence-Cancer-Around-Ontario-NPP.pdf\" target=\"_blank\"><sup>(KK008)<\/sup><\/a> best\u00e4tigen ebenfalls, dass dieser Zusammenhang nicht gegeben ist. In unserem Land ist die zus\u00e4tzliche radioaktive Belastung in der N\u00e4he der Kernkraftwerke bei 1\/500 (einem F\u00fcnfhundertstel) der nat\u00fcrlichen Strahlung. Und das bei einer sehr tiefen nat\u00fcrlichen Stahlenbelastung von 2 Millisievert pro Jahr im Schweizerischen Mittelland. Schon deshalb ist diese Behauptung eine Konstruktion der Atomkraftgegner ohne jegliches wissenschaftliche Fundament. Es ist hinterh\u00e4ltig und gemein, dass die SES und Greenpeace, sowie Exponenten des WWF und der Gr\u00fcnen Partei jungen Eltern damit Angst zu machen versuchen.<\/span><br \/> <span style=\"color: #008000;\"> G: F\u00fcr Atomkraft finden Sie aktuell einfach keine Mehrheiten. Weder im Parlament noch im Volk.<\/span><br \/> <span style=\"color: #800000;\"> W: F\u00fcr das Volk, das in der Schweiz ja den Souver\u00e4n bildet, ist das eine gewagte Behauptung, die Sie nicht belegen k\u00f6nnen. Erkl\u00e4ren Sie mir doch bitte, warum dann unsere Politiker in Bern alles unternehmen, damit das Volk dar\u00fcber NICHT abstimmen kann? Mit dem durchschaubaren Trick konstruierter Gegenvorschl\u00e4ge zu den bereits extrem strommarktfeindlichen Initiativen der Gr\u00fcnen und Linken schmuggeln Regierung und Parteien diese Frage elegant am Volk vorbei. Das Volk soll lediglich noch \u00fcber Pest oder Cholera abstimmen d\u00fcrfen. Die Landesregierung und das Parlament haben grosse Angst davor, dem Stimmvolk die entscheidende Frage zu stellen. Die Politik weiss genau, dass sie eine solche Abstimmung kaum gewinnen k\u00f6nnte. Deshalb machen die Politiker, was sie seit jeher am besten k\u00f6nnen: Schummeln. Aber sagen sie mir jetzt einmal konkret, woher sie den Strom nehmen wollen. Mit Photovoltaik und Windenergie alleine, das sagen selbst ihre vern\u00fcnftigen Parteigenossen, geht das n\u00e4mlich nicht.<\/span><br \/> <span style=\"color: #008000;\"> G: Wir m\u00fcssen alles tun, nicht nur Photovoltaik und Windkraft, sondern auch Geothermie und Biogas. Wir m\u00fcssen den absoluten Stromverbrauch senken und die bestehenden Ger\u00e4te optimal einsetzen.<\/span><br \/> <span style=\"color: #800000;\"> W: Wir haben heute eine g\u00fcnstige, umweltfreundliche und zuverl\u00e4ssige Stromversorgung. Sie wollen diese Situation mit unzuverl\u00e4ssigen Erneuerbaren Energietr\u00e4gern abl\u00f6sen, obwohl deren Gen\u00fcgen schon heute rein physikalisch nicht gegeben ist. Dieses Prinzip der blinden Hoffnung wird nicht funktionieren, solange es nicht auf eine solide Basis abgest\u00fctzt ist. Und ihre Mitstreiter sind ja nicht gerade als seri\u00f6se Energieexperten aufgefallen.<\/span><br \/> <span style=\"color: #008000;\">G: Ich muss mir von Ihnen nicht unseri\u00f6ses Verhalten vorwerfen lassen, bitte m\u00e4ssigen Sie sich.<\/span><br \/> <span style=\"color: #800000;\">W: Doch, das m\u00fcssen Sie sich leider schon anh\u00f6ren: Ihr gr\u00fcner Parteikollege Robert Cramer m\u00f6chte die W\u00e4lder f\u00fcr Windkraftwerke abholzen lassen. Die gr\u00fcnliberale Isabelle Chevalley und Sie selber wollen den Natur- und Landschaftschutz zu Gunsten von Industrieanlagen aufweichen. Ruedi Rechsteiner nennt sich \u00d6konom, kann aber den Strompreis auf dem Spotmarkt nicht von den Gestehungskosten f\u00fcr Erneuerbare Energie unterscheiden. Und der Linke Max Chopard, immerhin Mitglied der nationalr\u00e4tlichen Energiekommission, kann noch nicht einmal einen Dosimenter richtig ablesen und verwechselt Mikrosievert mit Millisievert. Das f\u00fchrt dann zu so skurrilen \u00dcbertreibungen bei den Aussagen der Atomkraftgegner, wie sie nach dem medial aufgebauschten Besuch in Fukushima im Sommer 2013 vorgekommen sind. Die Mitstreiter aus den anderen Parteien haben diesen Unsinn allerdings ohne rot zu werden mitgetragen. Die Behauptung der Atomkraftgegner, die Rechnungsf\u00fchrung der Atomm\u00fcll-Entsorgungsfonds seien get\u00fcrkt und es g\u00e4be viel zu wenig Reserven f\u00fcr die Entsorgung hat sich aktuell in Luft aufgel\u00f6st. Wo bitte gibt es einen Zweifel an meiner Aussage, Sie und ihre Mitstreiter w\u00fcrden unseri\u00f6s Argumentieren? Wir verf\u00fcgen offensichtlich \u00fcber eine Mehrheit von ungebildeten Politikern im Parlament. Sie k\u00f6nnen nicht Grundrechnen, haben keine Ahnung von Physik oder Buchhaltung. Und doch verf\u00fcgt jeder Zweite \u00fcber einen akademischen Titel. Das ist \u00e4usserst beunruhigend.<\/span><br \/> <span style=\"color: #008000;\">G: Wir werden weniger Strom ben\u00f6tigen, weil der Verbrauch r\u00fcckl\u00e4ufig ist und die Ger\u00e4te immer weniger Strom verbrauchen. Professor Anton Gunzinger hat das Szenario einer Energiewende detailliert durchgerechnet und belegt die M\u00f6glichkeit einer Umsetzung.<\/span><br \/> <span style=\"color: #800000;\"> W: Leider zeigen alle Zahlen in die genau entgegengesetzte Richtung. Die Gr\u00fcnen m\u00f6chten die Mobilit\u00e4t elektrifizieren und die H\u00e4user mit elektrischen W\u00e4rmepumpen beheizen. Das ist eine Verlagerung von Fossiler Energie zu noch mehr elektrischer Energie. Wie soll da weniger Strom verbraucht werden? Mit Hoffen, Beten und Fantasieren versorgen sie keinen einzigen Haushalt, geschweige denn eine wachsende Bev\u00f6lkerung und die Wirtschaft. Die Berechnungen von Professor Anton Gunzinger gr\u00fcnden auf Annahmen, die weder nachvollziehbar noch logisch erkl\u00e4rbar sind. Er rechnet lediglich einen Haufen von Zahlen, die seit Jahren von den Atomkraftgegnern an den Haaren herbeigezogen wurden. Das Fundament seiner Aussagen wackelt ganz geh\u00f6rig, wenn man es einer genaueren Pr\u00fcfung unterzieht.<\/span><br \/> <span style=\"color: #008000;\"> G: Windkraftwerke betreiben im Winter die zus\u00e4tzlichen W\u00e4rmepumpen. Solarstrom betreibt die zus\u00e4tzliche Mobilit\u00e4t durch Elektrofahrzeuge. Das k\u00f6nnen wir l\u00f6sen. Wir m\u00fcssen es nur endlich tun.<\/span><br \/> <span style=\"color: #800000;\"> W: Wir haben weder genug Wind noch genug Sonnenkraft dazu. Sie k\u00f6nnen die enorme Unzuverl\u00e4ssigkeit dieser beiden erneuerbaren Energietr\u00e4ger nicht ignorieren. Sie ersetzen beim besten Willen und Glauben die aktuell zuverl\u00e4ssige Versorgung durch Grosskraftwerke nicht. Die Gr\u00fcnen tr\u00e4umen von Luftschl\u00f6ssern, Illusionen und Utopien und verwechseln das mit der Realit\u00e4t.<\/span><br \/> <span style=\"color: #008000;\"> G: Wenn die Stromnetze mal &#8222;smart&#8220; sind, kann der Strom problemlos aus der W\u00fcste kommen oder von Windparks irgendwo auf der Welt, wo der Wind gerade weht.<\/span><br \/> <span style=\"color: #800000;\"> W: Nur wird das nicht funktionieren, denn da wo der Wind dann endlich mal weht, haben sie auch zu wenig Strom im Netz. Und sie k\u00f6nnen nun mal nicht verteilen, was gar nicht da ist. Entschuldigung, ich korrigiere mich sofort: Die Gr\u00fcnen schaffen es rein rhetorisch immer wieder, Strom, der nicht da ist als &#8222;zuverl\u00e4ssige Versorgung&#8220; zu verkaufen &#8211; mit l\u00e4cherlich bedingtem Naturmade Star Zertifikat und deshalb nicht weniger illusorisch. In der Medizin nennt man das Placebo-Effekt. Dort allerdings soll dieser Effekt f\u00fcr die Gesundung des\u00a0Patienten recht f\u00f6rderlich sein. F\u00fcr die reale Stromversorgung wird das nicht funktionieren.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> M: Sie lassen beide nichts Gutes an ihren Gegnern. Gibt es keine Gemeinsamkeiten oder positive Aspekte bei der Argumentation ihrer Gegner?<\/span><br \/> <span style=\"color: #008000;\">G: Die Atomlobby will weiterhin mit einer gef\u00e4hrlichen Technologie Geld verdienen. Die grossen Stromkonzerne sehen ihre Felle davonschwimmen, wenn die zentralen konventionellen Grosskraftwerke verschwinden. Sie riskieren lieber die Verseuchung ganzer Landstriche, als dass sie den Erneuerbaren Energietr\u00e4gern endlich eine Chance geben wollen. Es geht den B\u00fcrgerlichen um ihre Pfr\u00fcnden, die sie mit allen Mitteln verteidigen wollen. Diese fossilen Ansichten sterben langsam aber sicher aus. Die ineffiziente, gef\u00e4hrliche und dreckige Energiegewinnung muss endlich ein Ende haben.<\/span><br \/> <span style=\"color: #800000;\">W: Es ist interessant, wie \u00e4hnlich sich die Motive UNSERER Gegner formulieren lassen. Windkraftwerke und Photovoltaik sind als Verursacher mindestens des gleichen Drecks bekannt. Der Unterschied ist doch, dass wir diese problematischen Produktionsst\u00e4tten an wenigen Orten des Landes konzentriert, sicher und effizient betreiben wollen. Die \u00d6kolobby will diese Produktionsst\u00e4tten mitten in die sch\u00f6nsten Landschaften, W\u00e4lder und die Naturschutzgebiete verteilen. Die extremen staatlichen Subventionen ziehen zwielichtige Gestalten wie Investoren von Schwarzgeldern und mafi\u00f6se Strukturen wie Magnete an. Mit systematischer Falschinformation wird die Bev\u00f6lkerung belogen und betrogen. Ich glaube nicht, dass die \u00d6kolobby auch nur einen Funken mehr Moral f\u00fcr sich beanspruchen kann. Sie tun aber so, als wollten sie die Welt vor dem Untergang retten. Diese Masche wird je l\u00e4nger je weniger ziehen, denn die Bev\u00f6lkerung ist nicht so dumm. Was man den Atomkraftgegnern aber eindeutig positiv zuschreiben kann, ist der durch den politischen Druck entstandene Entwicklungsschub in der Energietechnik. Die Betreiber von Kernkraftanlagen werden dadurch zu noch intesiverem Arbeiten und Planen getrieben. Das ist notwendig, hat aber auch die oben erw\u00e4hnte extrem hohe Sicherheit unserer Atomanlagen zur Folge gehabt. Wir m\u00fcssen uns keine Sorgen um die von den Atomkraftgegnern dahergeredeten Havarien und Katastrophen machen. Wir m\u00fcssen uns davor f\u00fcrchten, dass die utopischen Ideen einiger Wahnsinniger in Form der von diesen angezettelten sogenannten &#8222;Energiewende&#8220; tats\u00e4chlich umgesetzt werden sollen. Das ist der Untergang einer gesunden Wirtschaft in diesem Land. Und es ist das Ende jeder effizienten Stromproduktion. Es ist auch das Ende unserer unber\u00fchrten Landschaften, W\u00e4lder und Erholungsgebiete.<\/span><br \/> <span style=\"color: #008000;\">G: Sie bezeichnen uns als Wahnsinnige? Wie lange muss ich mir diese ungerechtfertigten Beleidigungen anh\u00f6ren? Es ist eine absolute Frechheit, dass Sie sich \u00fcber Leute so auslassen, die nur das Beste f\u00fcr unsere Gesellschaft wollen.<\/span><br \/> <span style=\"color: #993300;\">W: Die Gr\u00fcnen und besonders die Atomkraftgegner stellen sich sich gerne als Opfer einer b\u00f6sen Energielobby dar, gehen selber aber \u00fcber Leichen und scheuen auch offensichtliche Unwahrheiten nicht, wenn es um die Umsetzung ihrer politischen Ziele geht. Mit solchen Leuten rede ich Klartext und lasse mir das von Ihnen nicht verbieten. Der Wahn ist eine psychische Fehlentwicklung, die als Symptom die komplette Uneinsicht trotz guter Gegenargumente beschreibt. Man kann die rotgr\u00fcnen Atomphobiker mit keinem noch so greifbaren und belegten Argument von diesem Wahn befreien. Sie deshalb als Wahnsinnige zu bezeichnen ist wissenschaftlich nur korrekt. Wenn das kein Wahnsinn ist, ist es umso mehr eine unverst\u00e4ndliche Haltung vermeintlich intelligenter und gebildeter Leute.<\/span><br \/> M: Sagen Sie zum Schluss noch einmal beide, was Ihrer Meinung nach als N\u00e4chstes getan werden muss!<br \/> <span style=\"color: #800000;\"> W: Wir sollten die Energieversorgung als Ganzes und umfassend betrachten und Schritt f\u00fcr Schritt in einem \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Sinn weiterentwickeln. Eine Revolution wie die Energiewende ist nicht der richtige Weg. Tr\u00e4ume sollten mit Fakten untermauert werden. Es darf keine Planwirtschaft geben und alle Subventionen m\u00fcssen weg. Dann erreichen wir das Ziel einer Energiewende, die nicht die gesamte Wirtschaft zerst\u00f6ren muss. Es zweifelt niemand daran, dass wir unseren Energieverbrauch und die Energieproduktion modernisieren m\u00fcssen. Aber deshalb k\u00f6nnen wir nicht auf alle Errungenschaften unserer sozialen Marktwirtschaft und der weitentwickelten Volksdemokratie verzichten.<\/span><br \/> <span style=\"color: #008000;\"> G: Wir m\u00fcssen die Menschen dazu bringen, freiwillig weniger Resourcen zu verschwenden. Dazu braucht es Vorschriften im Umgang mit Energie. Die erneuerbare Energie muss mit allen Mitteln gef\u00f6rdert werden, denn nur so erreichen wir das Ziel einer 2000 Watt &#8211; Gesellschaft. Die Atomkraftwerke m\u00fcssen verschwinden, denn sie sind \u00e4usserst gef\u00e4hrlich.<\/span><\/p>\n<h3>Quellen<\/h3>\n<ul style=\"list-style-type: circle;\">\n<li><a href=\"http:\/\/www.buch.ch\/shop\/home\/artikeldetails\/kernenergie_schweiz\/bruno_pellaud\/ISBN3-280-05533-4\/ID36413628.html;jsessionid=8D350F1FF3BFE586A5502B7F7DA29E3A.tc2p\" target=\"_blank\">KK001<\/a>: Bruno Pellaud, &#8222;Kernkraft in der Schweiz, 2013&#8220;, Seite 45,\u00a0 &#8222;Uran im Wallis&#8220;<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_allgemein\/kernkraft\/WHO_Fukushima_2013_eng.pdf\" target=\"_blank\">KK002<\/a>: &#8222;Health risk assessment from the nuclear accident after the 2011 Great East Japan Earthquake and Tsunami&#8220;, World Health Organisation, 2013<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.forbes.com\/sites\/jamesconca\/2012\/06\/10\/energys-deathprint-a-price-always-paid\/\" target=\"_blank\">KK003<\/a>: Forbes, &#8222;We rank the killer energy sources&#8220;<\/li>\n<li>KK004: Bruno Pellaud, &#8222;Kernkraft in der Schweiz, 2013&#8220;, Seite 27,\u00a0 &#8222;Fragen zur Regierungsf\u00fchrung in Japan&#8220;<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_allgemein\/kernkraft\/Risk_assessment_fukushima.pdf\" target=\"_blank\">KK005<\/a>: Woody Epstein, &#8222;Risk Management Assessment Fukushima&#8220;, 29. April 2011<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2013\/04\/13\/ausgereifte-nuklear-endlagerung-direkt-beim-nachbarn\/\" target=\"_blank\">KK006<\/a>: Ausgereifte Nuklearendlagerung &#8211; direkt beim Nachbarn<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_allgemein\/kernkraft\/ije.dyr115.full.pdf\" target=\"_blank\">KK007<\/a>: CANUPIS<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_allgemein\/kernkraft\/Radiation-Incidence-Cancer-Around-Ontario-NPP.pdf\" target=\"_blank\">KK008<\/a>: RADCON<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.energiestiftung.ch\/files\/downloads\/energiethemen-atomenergie-rohstoffuran\/energy-watch-group-2006.pdf\" target=\"_blank\">KK009<\/a>: Energy Watch Group: &#8222;Uranium Resources and Nuclear Energy&#8220;, 2006 [<a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_allgemein\/kernkraft\/energy-watch-group-2006.pdf\" target=\"_blank\">KK009_A<\/a>]<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein fingiertes Interview mit Bastien Girod, Nationalrat der Gr\u00fcnen Partei und Vizepr\u00e4sident der Schweizerischen Vereinigung zur F\u00f6rderung der Windkraft, Suisse Eole. 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Sie wissen ganz genau, was sie mit ihrer [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,15,30,4,25,26,20,9,17,33,13],"tags":[],"class_list":["post-4616","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-alternativen-zu-windkraft","category-fanatismus-der-okofundis","category-gesundheitsgefahrdung","category-grundlagenwissen","category-landschaft","category-personen-und-dialoge","category-die-profiteure-von-windkraft","category-raumplanung","category-wirtschaftliche-folgen","category-zahlen-in-der-presse"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4616","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4616"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4616\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4616"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4616"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4616"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}