{"id":4591,"date":"2013-11-25T11:04:19","date_gmt":"2013-11-25T11:04:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4591"},"modified":"2014-04-30T14:54:33","modified_gmt":"2014-04-30T14:54:33","slug":"erlebt-greenpeace-gerade-sein-warschaugrad","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4591","title":{"rendered":"Erlebt Greenpeace gerade sein Warschaugrad?"},"content":{"rendered":"<h3>Erlebt Greenpeace gerade sein Warschaugrad?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-4592 alignleft\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmueller.gif\" alt=\"fredfmueller\" width=\"156\" height=\"209\" \/>Bei langdauernden kriegerischen Auseinandersetzungen gibt es zeitweise lange Perioden, in den sich die Gegner in verlustreichen K\u00e4mpfen gegenseitig zerm\u00fcrben, ohne dass es einer Seite gelingt, dem Gegner jenen entscheidenden Schlag zu versetzen, der die Balance des Krieges zugunsten der eigenen Seite neigt. Und dann kommt es oft ganz \u00fcberraschend zu einem Schl\u00fcssel-Ereignis, von dem man oft erst hinterher feststellt, dass es sich dabei um den entscheidenden Wendepunkt handelt, ab dem eine der Seiten nicht mehr die Kraft findet, ihren Gegner wirklich zu gef\u00e4hrden. Ab diesem Moment hat die unterlegen Seite ihre Initiative verloren, muss sich im Wesentlichen auf Defensivma\u00dfnahmen beschr\u00e4nken und kann nur darauf hoffen, dass der Gegner eher bereit ist, einen f\u00fcr ihn vorteilhaften Friedensdeal zu akzeptieren als die enormen Kosten und Risiken einer Fortsetzung des Krieges einzugehen. Einer der bekanntesten Wendepunkte des zweiten Weltkriegs war die Schlacht um Stalingrad, der Punkt, an dem der Vormarsch der bisher anscheinend unaufhaltsamen deutschen Kriegsmaschine gestoppt werden konnte. Die weitere Entwicklung ist bekannt: Der langsame, aber unaufhaltsame Zusammenbruch der deutschen Ostfront bis zur Eroberung Berlins und dem Ende des dritten Reichs.<\/p>\n<h3>Nach einer langen und erbitterten Schlacht um die \u00f6ffentliche Meinung\u2026<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durchaus vergleichbare Wendepunkte der Auseinandersetzung findet man auch bei gro\u00dfen kontrovers gef\u00fchrten Debatten auf geistig-politischem Gebiet. Und mit Blick auf die jahrzehntelangen Bem\u00fchungen von Greenpeace, WWF und ihrer zahllosen NGO-Spie\u00dfgesellen um die Kontrolle der \u00f6ffentlichen Meinung bez\u00fcglich der angeblichen Globalen Erw\u00e4rmung durch vom Menschen verursachte CO<sub>2<\/sub>-Emissionen scheint ein solcher Wendepunkt gerade erreicht worden zu sein. Die UN-Veranstaltung in Warschau, auf der eigentlich weitergehende Ma\u00dfnahmen zur Verringerung dieser Emissionen h\u00e4tten beschlossen werden m\u00fcssen, erlebte eine Reihe klarer Absagen wichtiger Industrienationen, die an dieser Scharade nicht mehr teilnehmen wollen. Andere gaben zwar flei\u00dfig Lippenbekenntnisse zur edlen Aufgabe der Rettung des Planeten und des Klimas ab, hielten sich jedoch bei konkreten Zusicherungen auff\u00e4llig zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht werden Historiker, welche die realen Dimensionen des Widerstands, den die CO<sub>2<\/sub>-Alarmisten in Warschau erhalten haben, in einem leicht fasslichen Schlagwort fassen wollen, hierf\u00fcr Begriff Warschaugrad pr\u00e4gen. Nach dem quasi vollst\u00e4ndigen Scheitern des eigentlichen Hauptziels der Veranstaltung, der Weiterf\u00fchrung von Massnahmen zur Reduzierung des CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00dfes, richtete sich die Aufmerksamkeit fast ausschlie\u00dflich auf finanzielle Aspekte. Dabei ging es letztlich darum, wie hoch die Kompensationszahlungen reicher Nationen sein sollten, welche die \u00e4rmeren L\u00e4nder als Ausgleich f\u00fcr angeblich vom CO<sub>2<\/sub>-Aussatoss der Reichen verursachten Sch\u00e4den durch Klimakatastrophen einfordern konnten. Dabei wurden selbst Ereignisse wie Tornados und Hurrikane, welche eindeutig nicht dem CO<sub>2<\/sub> in die Schuhe geschoben werden k\u00f6nnen, als Argument aufgef\u00fchrt. M\u00f6glicherweise wird die Liste bei kommenden Veranstaltungen noch um Asteroideneinschl\u00e4ge, Vulkanausbr\u00fcche, Erdbeben und Tsunamis erweitert werden\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fakt ist: Die Veranstaltung degenerierte zu einem reinen Gez\u00e4nk ums Geld und wurde vor einem vollst\u00e4ndigen Scheitern nur durch einen Formelkompromiss sowie einen Trick der EU-Vertreter bewahrt, welche den \u00e4rmsten L\u00e4ndern schnell noch 100 Mio. \u20ac zuschoben, woraufhin diese umfielen. Wie \u00fcblich durfte Deutschland dabei den Zahlmeister spielen, indem es dazu rund 1\/3 der Gesamtsumme beisteuerte.<\/p>\n<h3>&#8230; scheint die CO<sub>2<\/sub>-L\u00fcge an Strahlkraft zu verlieren<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die klare Botschaft von diesem kl\u00e4glichen Ausgang und dem entsprechenden Echo in den Medien d\u00fcrfte die sein, dass die von Greenpeace und ihren zahlreichen Verb\u00fcndeten in staatlichen Institutionen, wissenschaftlichen Einrichtungen und den Medien vertretene L\u00fcge \u00fcber den angeblich nachteiligen Einfluss des CO<sub>2<\/sub> auf das Klima offensichtlich an Strahlkraft verliert. Die Gier allzu zahlreicher Profiteure hat inzwischen zu einem derartigen Ausma\u00df an Kosten und einem wachsenden Rattenschwanz an technischen Problemen in Schl\u00fcsselindustrien gef\u00fchrt, dass es zu einem Schwenk der \u00f6ffentlichen Meinung zumindest in einigen aufgekl\u00e4rteren L\u00e4ndern wie Australien gekommen ist. Nat\u00fcrlich wurde, ganz wie auch im oben angef\u00fchrten historischen Beispiel, der letzte Schuss noch nicht abgefeuert bzw. das letzte Wort noch nicht gewechselt, aber von jetzt an d\u00fcrften sich die Vertreter der Theologie von der menschengemachten globalen Erw\u00e4rmung (Anthropogenous Global Warming, AGW) auf dem absteigenden Ast befinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend einige f\u00fchrende Politiker wie Fr. Merkel immer noch eisern an dem einmal eingeschlagenen Kurs in der Energiepolitik festhalten, wird es insgesamt doch immer deutlicher, dass eine wachsende Zahl wichtiger L\u00e4nder wie Kanada, Australien und Japan bereits dabei sind, den Ausstieg aus dem Klima- und CO<sub>2<\/sub>-Unsinn zu vollziehen. Und mit diesen ersten Rissen im bisher dichten ideologischen Bollwerk, das die Zweifel der Skeptiker \u2013 oft auch als Klimaleugner verunglimpft \u2013 zur\u00fcckhalten sollte, d\u00fcrfte die weitere Entwicklung \u00e4hnlich beschleunigt verlaufen wie bei einem Dammbruch. M\u00f6glicherweise kommt es zu einer regelrechten Stampede hochqualifizierter Schw\u00e4tzer und akademischer Scharlatane, die aus den bisher sicher geglaubten P\u00f6stchen im Staatsapparat und in NGO\u2019s herausgesp\u00fclt werden und sich gezwungen sehen, hektisch nach neuen Bet\u00e4tigungsfeldern zu suchen.<\/p>\n<h3>Greenpeace sucht bereits nach neuen Gesch\u00e4ftsmodellen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein ziemlich deutliches Signal, dass die F\u00fchrungskader bei Greenpeace und anderen NGO\u2019s diese Gefahr bereits erkannt haben, zeigt sich in den offenkundigen Bem\u00fchungen um die Aktivierung neuer Gesch\u00e4ftsfelder. Entsprechende Versuchsballons werden zur Zeit von prominenten Vertretern der Organisation wie Monika Griefahn z.B. in Fernsehinterviews lanciert. Angesichts einer Situation, in der die \u00d6ffentlichkeit die Lust daran zu verlieren scheint, immer mehr Geld in dem \u201eschwarzen Loch\u201c der CO<sub>2<\/sub>-Bek\u00e4mpfung zu versenken, werden offensichtlich neue Themen gesucht, mit denen man vorgeben kann, den Planeten vor der Menschheit zu retten, wobei die Aufrechterhaltung des bisherigen Zuflusses an Spendengeldern eine zentrale Rolle spielt. Zu den Aufgabenstellungen, die sich hierf\u00fcr eignen d\u00fcrften, geh\u00f6rt das Thema Plastikm\u00fcll in den Ozeanen. Hierzu wurden auch schon unterschiedliche Varianten entwickelt, beispielsweise Mikro-Plastikpartikel, die \u00fcber die Nahrungskette wieder in die menschliche Nahrung gelangen, oder die Vergiftung von Fischlebern durch Plastik-Inhaltsstoffe. Andere Themen, die in letzter Zeit eher auf Sparflamme gehalten wurden, aber jederzeit wieder reaktiviert werden k\u00f6nnen sind beispielsweise Feinst\u00e4ube, Pharmazier\u00fcckst\u00e4nde in Fl\u00fcssen oder auch die Ger\u00e4uschpegel, welche mit gewerblichen Aktivit\u00e4ten sowie dem Transport von Menschen und G\u00fctern unvermeidlicherweise auftreten, Stichwort z.B. Frankfurter Flughafen. Man darf gespannt sein, mit welchen Argumenten die Herrschaften uns wieder die Bettelschale vorhalten werden, wenn die CO<sub>2<\/sub>-Masche irgendwann gar nicht mehr zieht.<\/p>\n<h3>Chinas Cleverness<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man sich in Erinnerung ruft, wie sich die Schuldzuweisungen bez\u00fcglich der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen bei solchen UN-Konferenzen in den letzten zwei Jahrzehnten entwickelt haben, so muss man seinen Hut vor der Cleverness ziehen, mit der China es geschafft hat, sich aus der Schusslinie zu bringen. Und das trotz der Tatsache, dass das Land im Rahmen seiner bemerkenswerten wirtschaftlichen Expansion inzwischen zum weltweit gr\u00f6ssten CO<sub>2<\/sub>-Emittenten aufgestiegen ist. Dennoch hatte es in diesem Jahr geschafft, derartigen Vorw\u00fcrfen nahezu v\u00f6llig zu entgehen. Erreicht wurde dies durch die Schaffung einer Allianz aus \u00e4rmeren und in Entwicklung befindlichen L\u00e4ndern, die sich durch aggressive Forderungen nach Kompensationszahlungen in mehrstelliger Milliardenh\u00f6he von westlichen Industriel\u00e4ndern hervortat, w\u00e4hrend sie in ihrer Mitte CO<sub>2<\/sub>-Gorillas wie China und auch Indien abschirmten. Nach Ansicht einiger Beobachter gelang es selbst den Diplomaten der USA lange Zeit nicht, in diese Einheitsfront einen Keil zu treiben. Erst die Europ\u00e4er schafften es in letzter Sekunde, mithilfe einer Zusage von 100 Mio. \u20ac die \u00e4rmsten L\u00e4nder aus dieser Gruppierung auf ihre Seite zu ziehen. Dennoch blieb China das mediale Spiessrutenlaufen, dem sich andere Teilnehmer ausgesetzt sahen, weitgehend erspart. Man darf gespannt sein, welche Lehren die Meister des L\u00e4chelns und der leisen T\u00f6ne aus dieser Erfahrung ziehen und bei der n\u00e4chsten Konferenz einsetzen werden.<\/p>\n<h3>Wohin geht das das kluge Geld?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine weitere interessante Entwicklung, die man parallel zum Verlauf des Warschauer Gipfels beobachten konnte, war eine \u00c4nderung im Investitionsverhalten der B\u00f6rsen als m\u00f6gliche Reaktion auf das Debakel der AGW-Vertreter. Man mag zu B\u00f6rsianern stehen wie man will, aber sie sind Meister im Aufsp\u00fcren k\u00fcnftiger Trends. Zwar kann es noch Jahre dauern, bis sich die Klimarettungsambitionen heute f\u00fchrender Politiker wie der EU-Kommissarin Conny Hedegaard oder des Pr\u00e4sidenten Obama abgenutzt haben. Diese Leute haben sich unter Missachtung der Gesetze der Physik, der M\u00e4rkte und des gesunden Menschenverstandes viel zu tief in diese Sackgasse verrannt, als dass sie jetzt noch ohne Gesichtsverlust zur\u00fcck k\u00f6nnten. Doch das kluge Geld scheint schon jetzt die Botschaft verstanden zu haben: Aktien von Uranminen, die seit den Ereignissen von Fukushima st\u00e4ndige Kursverluste erlitten haben, weisen pl\u00f6tzlich teils erhebliche Kurssteigerungen auf. Dies mag sehr wohl ein Signal daf\u00fcr sein, dass die bisherige Talfahrt gestoppt wurde und eine Bodenbildung stattgefunden hat. Zusammen mit Nachrichten wie der, dass in Spanien \u2013 einst ambitionierter Vork\u00e4mpfer f\u00fcr \u201eerneuerbare\u201c Energien &#8211; Betreiber von Fotovoltaikanlagen f\u00fcr den Eigenbedarf k\u00fcnftig eine spezielle Geb\u00fchr bezahlen sollen, solange sie zur Absicherung ihrer Gesamtversorgung ihren Anschluss an das Stromnetz aufrechterhalten, k\u00f6nnte dies vielleicht dazu f\u00fchren, dass Bankfinanziers nach und nach \u201eErneuerbare\u201c Projekte als riskant einstufen. Auf der anderen Seite ist nicht auszuschliessen, dass Investitionen in Aktien von Uran- und Kohleminen sowie von Herstellern und Betreibern konventioneller Kraftwerkstechnologie nach einer langen Durststrecke jetzt langsam wieder an Attraktivit\u00e4t gewinnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erlebt Greenpeace gerade sein Warschaugrad? Bei langdauernden kriegerischen Auseinandersetzungen gibt es zeitweise lange Perioden, in den sich die Gegner in verlustreichen K\u00e4mpfen gegenseitig zerm\u00fcrben, ohne dass es einer Seite gelingt, dem Gegner jenen entscheidenden Schlag zu versetzen, der die Balance des Krieges zugunsten der eigenen Seite neigt. Und dann kommt es oft ganz \u00fcberraschend zu [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":259,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,7,30,9,13],"tags":[],"class_list":["post-4591","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-die-co2-debatte","category-fanatismus-der-okofundis","category-die-profiteure-von-windkraft","category-zahlen-in-der-presse"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4591","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/259"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4591"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4591\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4591"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4591"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4591"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}