{"id":4457,"date":"2013-09-30T06:35:26","date_gmt":"2013-09-30T06:35:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4457"},"modified":"2013-10-22T17:36:33","modified_gmt":"2013-10-22T17:36:33","slug":"deutschlands-energiepolitik-geld-futsch-co2-noch-da","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4457","title":{"rendered":"Deutschlands Energiepolitik: Geld futsch, CO2 noch da"},"content":{"rendered":"<h2>Durchwursteln bis zum Crash<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-4458 alignleft\" alt=\"fredfmue95\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue95-682x1024.gif\" width=\"200\" height=\"299\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue95-682x1024.gif 682w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue95-100x150.gif 100w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue95-200x300.gif 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Mit dem aktuellen Ergebnis der Bundestags- und zweier Landtagswahlen l\u00e4sst sich bereits jetzt absch\u00e4tzen, wie der weitere Kurs der Politik in Sachen Energiewende verlaufen d\u00fcrfte. Auf politischer Ebene ist eine gro\u03b2e Koalition wohl die einzig m\u00f6gliche Konstellation. Damit sowie mit dem Aus f\u00fcr die bisherige schwarz-gelbe Regierung in Hessen verf\u00fcgen die Kr\u00e4fte, die Deutschland das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beschert haben, \u00fcber eine komfortable Position sowohl im Bundestag als auch im Bundesrat, um alle Versuche, das EEG in ma\u03b2geblichen Punkten zu ver\u00e4ndern, wirkungsvoll abzublocken. Es d\u00fcrfte also zun\u00e4chst so weitergehen wie bisher, wenn auch vermutlich mit etwas gebremstem Schaum. Allerdings droht eine Ironie des Schicksals: Am Ende k\u00f6nnte das Projekt \u201eKlimarettung\u201c, dem wir den teuren Irrweg namens Energiewende zu verdanken haben, zu den Opfern ihres Scheiterns z\u00e4hlen.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von den Politikern, die Deutschland in den n\u00e4chsten vier Jahren regieren d\u00fcrften, ist in Energiefragen vorerst wohl keine Richtungs\u00e4nderung zu erwarten. Sowohl die CDU als auch die SPD sind nach wie vor stramme Vertreter der sogenannten Energiewende. Zudem ist Angela Merkel in diesem Punkt auch selbst \u00dcberzeugungst\u00e4terin: Als nach den Fukushima-Ereignissen die Gelegenheit g\u00fcnstig erschien, setzte sie Widerst\u00e4nde gegen die von ihr gew\u00fcnschte Stilllegung der deutschen Kernkraftwerke matt, indem sie die eigentlich zust\u00e4ndige Reaktorsicherheitskommission kurzerhand durch einen ihr genehmen \u201eEthikrat\u201c umging. Die SPD wird diesen Kurs ebenfalls st\u00fctzen. Man h\u00f6rt sogar schon Kommentare, dass die Genossen darauf dringen d\u00fcrften, einen k\u00fcnftigen Energieministerposten zu besetzen. Beide Parteien w\u00e4ren im Prinzip bereit, die bisherige Politik auf dem Energiesektor unver\u00e4ndert weiterzuf\u00fchren. Allerdings zeigt sich inzwischen bei der Umsetzung der sch\u00f6nen Theorie vom CO<sub>2<\/sub>-freien Strom aus Sonne und Wind in die raue Realit\u00e4t der eine oder andere Knackpunkt.<\/p>\n<h2><b>Das leidige Kostenproblem<\/b><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wichtigster Problempunkt ist aus Sicht der \u00d6ffentlichkeit zun\u00e4chst die Kostenfrage. Zwar hat die Mehrzahl der W\u00e4hler diesbez\u00fcglich offensichtlich die Zeichen an der Wand noch nicht erkannt, wie das sehr gute Ergebnis gerade f\u00fcr Angela Merkel zeigt, doch regt sich in vielen Unternehmen und selbst im Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) inzwischen doch soviel Unmut, dass die Politik \u00fcber kurz oder lang gezwungen sein wird zu reagieren. Deutschlands Wirtschaft hat ihre St\u00e4rken vor allem in Bereichen wie Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeugherstellung, Pharmazie und Chemie, also Branchen, die vergleichsweise viel Energie ben\u00f6tigen. Eine wichtige St\u00fctze sind hierbei Metall erzeugende und verarbeitende Branchen wie Stahlhersteller, Aluminiumwerke, Gie\u03b2ereien und Schmieden, deren Produktion sehr energieintensiv ist, <b>Bild 1<\/b>. Hier befinden sich viele Unternehmen bereits jetzt am Limit. In manchen F\u00e4llen liegen die Bezugskosten f\u00fcr Energie bei 40, 50 oder gar 60 % der Gesamtausgaben. Weitere wesentliche Preissteigerungen d\u00fcrften \u00fcber kurz oder lang zu Abwanderungen oder Betriebsschlie\u03b2ungen f\u00fchren. Dieser Gefahr scheint man sich zumindest in den manchen Kreisen der CDU bewusst zu sein und wird versuchen, Gegensteuer zu geben. Allerdings gibt es auch erhebliche Kr\u00e4fte, die dem entgegenstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4459\" alt=\"fredfmue96\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue96.gif\" width=\"850\" height=\"567\" \/>Bild 1<\/b>. Metall erzeugende und verarbeitende Industrien sind ein entscheidendes R\u00fcckgrat der deutschen Wirtschaft (Symbolbild)<\/em><\/p>\n<h2><b>Die Energiewende spaltet die Gesellschaft<\/b><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das heimt\u00fcckische am EEG und an der Energiewende ist, dass dadurch die Gesellschaft tief in zwei Gruppen mit gegens\u00e4tzlichen Interessen gespalten wurde: In Gewinnler und Verlierer. Gewinnler sind nicht nur gro\u03b2e Firmen wie die Hersteller von Windenergieanlagen oder Solarsystemen, sondern auch zahllose Kleinanleger (<b>Bild 2<\/b>), H\u00e4uslebauer sowie ganz normale B\u00fcrger, die sich eine Investition in \u201eErneuerbare\u201c als angeblich todsichere Geldanlage f\u00fcr die Altersvorsorge haben aufschwatzen lassen. Hinzu kommen Konzerne wie Siemens oder Enercon, die mit diesen Gesch\u00e4ftsfeldern Milliardenums\u00e4tze t\u00e4tigen. Siemens z.B. liefert nicht nur Windm\u00fchlen, sondern bedient auch weitere Bereiche der Energietechnik z.B. mit Gaskraftwerken. Auch vom Ausbau der Netze und der Einf\u00fchrung von \u201eSmart grids\u201c sowie \u201eSmart meters\u201c inklusive der zugeh\u00f6rigen \u00dcberwachungs- und Leittechnik versprechen sich zahlreiche Firmen ein Milliardengesch\u00e4ft. Auf der Verliererseite der Energiewende finden sich dagegen die gro\u03b2e Masse der Bev\u00f6lkerung, die f\u00fcr das lebenswichtige Versorgungsgut \u201eStrom\u201c immer tiefer in die Tasche greifen muss, sowie wichtige Teile der produzierenden Industrie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit sind erbitterte Konflikte rund um das Thema EEG und Energiewende vorprogrammiert, egal in welche Richtung die Politik versuchen wird sich zu bewegen. Zudem haben die EE-Profiteure die Medien und einen gro\u03b2en Teil des Staatsapparats auf ihrer Seite. Angesichts der zu erwartenden Konflikte wird die Politik vermutlich zur gleichen Taktik greifen wie auch beim Euro: Durchwursteln, taktieren, hier und da ein paar Trostpfl\u00e4sterchen verteilen und ansonsten hoffen und beten, dass die Probleme entweder von alleine verschwinden oder zumindest der n\u00e4chsten Generation zugeschoben werden k\u00f6nnen. Da sich jedoch die Gesetze der Physik und des Marktes nicht \u00e4ndern lassen, ist dies ein ziemlich sicheres Rezept f\u00fcr einen mehr oder weniger heftigen Crash. Noch nicht abzusehen ist die Frage, wie sich dieser manifestieren wird: Durch Blackouts, zu gro\u03b2e Verluste an Arbeitspl\u00e4tzen oder Unruhen aufgrund unbezahlbarer Strompreise. Noch werden Wetten angenommen\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4460\" alt=\"fredfmue97\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue97.gif\" width=\"701\" height=\"372\" \/>Bild 2. <\/b>Das heimt\u00fcckische am EEG ist, dass dadurch die Gesellschaft tief in zwei Gruppen mit gegens\u00e4tzlichen Interessen gespalten wurde. Auch die mehr als eine Million Solardachspekulanten werden ihre Privilegien mit Klauen und Z\u00e4hnen gegen den Rest der Bev\u00f6lkerung verteidigen (Symbolbild)<\/em><\/p>\n<h2><b>Keinerlei Gesamtkonzept in Sicht<\/b><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am besten zu erkennen ist die in der Politik vorherrschende Haltung des \u201eDurchwurstelns\u201c am Fehlen eines schl\u00fcssigen Gesamtkonzepts f\u00fcr die Realisierung der Energiewende. Das EEG selbst hat nichts weiter bezweckt als den planlosen Bau m\u00f6glichst vieler Anlagen zur \u201eEE\u201c-Stromerzeugung, zumeist fernab von den Verbrauchszentren. Leitungen und sonstige Infrastruktur, Speicherung und Netzstabilit\u00e4t wurden \u00fcberhaupt nicht ber\u00fccksichtigt. Die aktuell installierten Wind- und Solarkapazit\u00e4ten von zusammen rund 66.000 MW sind inzwischen bereits so hoch, dass sie die Stabilit\u00e4t der Versorgung zu \u00fcberfordern beginnen. Dennoch sind Wind- und Solarstrom au\u03b2erstande, auch nur ansatzweise eine kontinuierliche Stromversorgung zu gew\u00e4hrleisten, <b>Bild 3<\/b>.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4462\" alt=\"fredfmue98\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue98.jpg\" width=\"570\" height=\"433\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue98.jpg 570w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue98-150x113.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue98-300x227.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 570px) 100vw, 570px\" \/>Bild 3<\/b>. Erzeugung von Strom aus Wind- und Sonnenenergie in Deutschland am 22.8.2013. Teilweise sind es nur rund 600 MW, das reicht noch nicht einmal f\u00fcr den Standby-Betrieb der Nation. Ganz rechts die installierten Gesamtkapazit\u00e4ten (Datenquelle: transparency.eex.com)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zudem ist zur Gew\u00e4hrleistung der Netzstabilit\u00e4t je nach Tageszeit eine st\u00e4ndige Pr\u00e4senz von ca. 30.000 bis 40.000 MW konventioneller Erzeugungskapazit\u00e4t erforderlich, die haupts\u00e4chlich von Grundlastkraftwerken erbracht wird. EE-Erzeugung erfolgt dagegen in dem bisher von Mittellast- und Spitzenlastkraftwerken abgedeckten Bereich von bis zu 45.000 MW zus\u00e4tzlicher Leistung: Alles, was dar\u00fcber hinausgeht, ist nicht mehr verwertbar. Im Prinzip m\u00fcsste diese Energie gespeichert werden, doch fehlt in den aktuellen Planungen ein realistisches Konzept zur Verwirklichung ausreichender Speicherkapazit\u00e4ten, <b>Bild 4<\/b>. Zwar kann man sich teilweise damit behelfen, den mit jeder neuen Windanlage und jedem neuen Solardach immer noch steigenden \u00dcberschuss fallweise auf ausl\u00e4ndischen M\u00e4rkten zu \u201edumpen\u201c, doch regt sich dagegen zunehmend Widerstand nicht nur im Ausland, sondern auch auf Ebene der EU.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4463\" alt=\"fredfmue99\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue99.gif\" width=\"894\" height=\"692\" \/>Bild 4.<\/b> Die Idee, den Strombedarf eines Haushalts mit so kleinen Speichern abpuffern zu wollen, wirkt absurd \u2013 aber auf nationaler Ebene sind nur Bruchteile von Promille der eigentlich zur Realisierung der Energiewende erforderlichen Speicherkapazit\u00e4ten vorhanden (Symbolbild)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der anderen Seite ist die Erzeugung von Strom aus Wind und Sonne &#8211; wie schon erw\u00e4hnt \u2013 so unzuverl\u00e4ssig, dass man weiterhin den gesamten konventionellen Kraftwerkspark vorhalten muss. Eine Speicherung von \u00dcbersch\u00fcssen f\u00fcr solche F\u00e4lle ist mit heute verf\u00fcgbaren Technologien nicht zu vertretbaren Bedingungen zu bew\u00e4ltigen. Weitere Folge der fehlenden Speicherm\u00f6glichkeiten ist im gleichen Zusammenhang die Tatsache, dass die verschiedenen Kategorien der EE-Stromerzeugung bereits jetzt beginnen, sich gegenseitig Konkurrenz zu machen. Wenn die installierten EE-Kapazit\u00e4ten weiter zunehmen, kann man die Grundlastkraftwerke dennoch nicht abschalten, weil sonst die Netzstabilit\u00e4t gef\u00e4hrdet w\u00fcrde. Leidtragende sind deshalb zunehmend andere EE-Stromerzeuger wie Biogasanlagen und Kraft-W\u00e4rme-Kopplungsanlagen. In Zukunft d\u00fcrften sich auch Wind und Sonne zunehmend ins Gehege kommen. Dass man dann \u201eStillstandspr\u00e4mien\u201c f\u00fcr nicht abnehmbaren Strom bezahlt, ist eine Absurdit\u00e4t, die sich nicht ewig durchhalten lassen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der einzige erkennbare Handlungsansatz unserer Politik sind Planungen zur Realisierung einiger zus\u00e4tzlicher Fernleitungen, doch kann man diese eigentlich nur als Flickschusterei einstufen. F\u00fcr die eigentliche Zielsetzung werden sie viel zu sp\u00e4t fertig und stehen mangels eines schl\u00fcssigen 40-Jahre-Gesamtkonzepts sicherlich oft auch an den falschen Stellen. Letzteres wird sich sp\u00e4testens dann zeigen, wenn der aktuelle EE-Hype in einigen Jahren abgeklungen sein wird. Die dann wieder \u00fcberfl\u00fcssigen Leitungen und Masten werden dann noch mindestens 40 Jahre lang weiter in der Landschaft herumstehen und Geld kosten \u2013 zur Freude derjenigen, die sich \u201eB\u00fcrgerbeteiligungen\u201c haben aufschw\u00e4tzen lassen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><b>Energiekonzerne am Limit<\/b><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die Stromb\u00f6rsen immer h\u00e4ufiger mit \u00fcbersch\u00fcssigem und daher zu Kampfpreisen verschleudertem Strom aus EE-Erzeugung \u00fcberschwemmt werden, ist der Strompreis inzwischen soweit gefallen, dass die konventionellen Erzeuger (<b>Bild 5<\/b>) massive Probleme bekommen. RWE hat k\u00fcrzlich angek\u00fcndigt, rund 3000 Mitarbeiter entlassen und bis zu 10.000 MW an Kraftwerkskapazit\u00e4t stilllegen zu wollen. Auch E.ON denkt \u00fcber die Stilllegung von bis zu 11.000 MW konventioneller Kraftwerkskapazit\u00e4t nach. Zusammen w\u00e4ren das mehr als 23 % der aktuell noch vorhandenen rund 90.000 MW Kapazit\u00e4t konventioneller Kraftwerke. Dabei befindet sich die deutsche Stromproduktion bereits jetzt im kritischen Bereich: Einer Meldung der Fachzeitschrift \u201eOesterreichs Energie\u201c zufolge ist Deutschland seit Jahresbeginn 2012 bereits viermal an einem Blackout \u2013 mit wahrscheinlich europ\u00e4ischen Kaskadeneffekten \u2013 vorbeigeschrammt [OESE].<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-4464\" alt=\"fredfmue100\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue100-1024x643.gif\" width=\"520\" height=\"326\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue100-1024x643.gif 1024w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue100-150x94.gif 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue100-300x188.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 520px) 100vw, 520px\" \/>Bild 5<\/b>. Grundlastkraftwerke wie das Braunkohlekraftwerk Weisweiler sind zur Aufrechterhaltung der Netzstabilit\u00e4t unverzichtbar (Bild: kohlekraftwerke.de)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um das sich immer deutlicher abzeichnende Chaos der Energiewende perfekt zu machen, betreffen diese Stilllegungspl\u00e4ne Mittellast- und Spitzenlastkraftwerke besonders stark, also gerade solche Kraftwerkstypen, die f\u00fcr den Ausgleich der schwankenden Wind- und Solarerzeugung besonders dringend gebraucht w\u00fcrden. Die Energiewende zerst\u00f6rt somit selbst wesentliche Voraussetzungen f\u00fcr ihre Realisierung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar versucht die Politik Gegenma\u03b2nahmen zu ergreifen, beispielsweise indem man in aller Eile ein Gesetz verabschiedete, das es erm\u00f6glicht, den Stromerzeugern die Stilllegung sogenannter systemrelevanter Kraftwerke zu verbieten. Allerdings muss diesen dann ein finanzieller Ausgleich gezahlt werden. Die vom EEG angesto\u03b2ene Kostenspirale dreht sich somit munter weiter, man stopft L\u00f6cher, indem man andere aufrei\u03b2t.<\/p>\n<h2><b>Mehr statt weniger CO<sub>2<\/sub><\/b><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das im Prinzip entscheidende Manko der Energiewende ist die Tatsache, dass das angebliche Hauptziel \u2013 die \u201eKlimarettung\u201c durch Verringerung des CO<sub>2<\/sub>-Ausstosses bei der Stromproduktion \u2013 \u00fcberhaupt nicht erreicht wird. Trotz gigantischer Ausgaben entsteht zur Zeit bei der Stromproduktion in Deutschland genauso viel CO<sub>2<\/sub> wie vor 12 Jahren, als das EEG verabschiedet wurde, <b>Bild 6<\/b>. Diese Bilanz wird sich mit der Abschaltung der jetzt noch laufenden Kernkraftwerke sogar noch weiter verschlechtern, da die wegfallenden KKW\u2018s aus den oben dargelegten Gr\u00fcnden gar nicht durch Wind- oder Solarenergie ersetzt werden k\u00f6nnen. Stattdessen wird man auf Kohlekraftwerke zur\u00fcckgreifen m\u00fcssen. Nach Stilllegung der letzten KKW im Jahre 2022 wird Deutschland f\u00fcr seine Stromproduktion voraussichtlich mindestens 10 % mehr CO<sub>2<\/sub> in den Himmel pusten als heute. Angesichts dieser Fakten kann man sich nur wundern, wenn man verfolgt, wie gro\u03b2m\u00e4ulig gerade in diesen Tagen die deutschen Medien und Politiker die neuesten \u201eKlimawarnungen\u201c des IPCC als Credo nachplappern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die deutsche Politik d\u00fcrfte dies nach einem Crash unangenehme Konsequenzen haben, sobald sich die B\u00fcrger zu fragen beginnen, warum ungez\u00e4hlte Milliarden \u20ac ausgegeben wurden, um das Klima dann doch nicht zu retten. Es wird interessant werden zu verfolgen, mit welchen Ausreden man dann versuchen wird, sich den Volkszorn vom Leibe zu halten. Das Thema \u201eKlimarettung durch CO<sub>2<\/sub>-Vermeidung\u201c wird man dann wohl still und heimlich beerdigen \u2013 hoffentlich samt IPCC-Mitgliedschaft.<\/p>\n<p><i>Fred F. Mueller<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4465\" alt=\"fredfmue101\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue101.gif\" width=\"481\" height=\"289\" \/>Bild 6.<\/b> Auch nach 12 Jahren EEG und ungeheuren Ausgaben hat sich der CO<sub>2<\/sub>-Ausstoss deutscher Kraftwerke (Zahlenangaben in Mio. t CO<sub>2<\/sub>\/ Jahr) nicht verringert<\/em><\/p>\n<p><b>Quellen<\/b><\/p>\n<p>[OESE] Oesterreichs Energie, Sept. 2013, S. 4-13.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durchwursteln bis zum Crash Mit dem aktuellen Ergebnis der Bundestags- und zweier Landtagswahlen l\u00e4sst sich bereits jetzt absch\u00e4tzen, wie der weitere Kurs der Politik in Sachen Energiewende verlaufen d\u00fcrfte. Auf politischer Ebene ist eine gro\u03b2e Koalition wohl die einzig m\u00f6gliche Konstellation. 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