{"id":4186,"date":"2013-08-07T08:03:03","date_gmt":"2013-08-07T08:03:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4186"},"modified":"2013-10-21T05:10:59","modified_gmt":"2013-10-21T05:10:59","slug":"wann-wird-die-energiewende-blase-platzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4186","title":{"rendered":"Wann wird die Energiewende-Blase platzen?"},"content":{"rendered":"<h3>Die Schrift steht schon auf der Wand<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>In<\/i><i><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-4187 alignright\" alt=\"fredfmue65\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue65.gif\" width=\"160\" height=\"258\" \/><\/i><i> Deutschland scheint sich eine der teuersten M\u00e4rchenstunden seit Gr\u00fcndung der Bundesrepublik ihrem Ende zu n\u00e4hern. Die Zeichen des nahenden Menetekels stehen schon l\u00e4ngst auf der Wand. Fachleute aus dem Finanzsektor, die sich von Berufs wegen mit dem Entstehen und Platzen von Hypes wie der Dotcom-Blase oder dem Crash auf dem US-Immobilienmarkt besch\u00e4ftigen, d\u00fcrften keine Schwierigkeiten haben, die immer deutlicher werdenden Anzeichen zu erkennen. Ein vorzeitiges Platzen verhindert zurzeit vor allem der bevorste<\/i><i>hende Wahltermin, weil alle ma\u03b2geblichen Parteien gleicherma\u03b2en auf die falschen Pferde gesetzt haben und niemand vor dem Wahltermin einen R\u00fcckzieher wagt.\u00a0<\/i><\/p>\n<p>Wesentlicher Grund f\u00fcr den Anfang vom Ende d\u00fcrften zun\u00e4chst die ausufernden Kosten sein. Das im Jahr 2000 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Gesetz hat aus der deutschen Energieversorgung einen Selbstbedienungsladen f\u00fcr Besserverdienende gemacht. Jeder, der Kapital zur Verf\u00fcgung hatte, durfte ohne Ber\u00fccksichtigung \u00fcbergeordneter Planungen oder Gegebenheiten ganz nach Gusto drauflos investieren und bekam daf\u00fcr \u00fcppige Renditen auf 20 Jahre garantiert. Das Ergebnis war eine chaotisch wuchernde Investitionslawine. Hunderttausende Solar- und Windenergieanlagen wurden gebaut, ohne auch nur einen Gedanken darauf zu verschwenden, ob der dadurch ohne R\u00fccksicht auf Standort oder Bedarfslage erzeugte Strom auch wirklich gebraucht w\u00fcrde oder wie er zu den Abnehmern transportiert werden konnte. \u00dcber Kosten und technische Probleme brauchten sich die Verantwortlichen keinerlei Gedanken zu machen, das wurde den Netzbetreibern einfach auf\u2019s Auge gedr\u00fcckt. Zur Rechtfertigung wurde der uns\u00e4glich d\u00fcmmliche Spruch gepr\u00e4gt, Sonne und Wind schickten ja keine Rechnung. Eindeutig den Vogel abgeschossen hat diesbez\u00fcglich der damalige Bundesumweltminister Trittin von den Gr\u00fcnen, der im Jahre 2004 behauptete, dies alles werde den Verbraucher nicht mehr kosten als den Gegenwert einer Kugel Eis im Monat.<\/p>\n<p>Die Realit\u00e4t sieht jedoch v\u00f6llig anders aus. Die j\u00e4hrlichen EEG-Zahlungen sind seit der Einf\u00fchrung des Gesetzes Jahr um Jahr mit hohen Raten gestiegen und w\u00fcrden bei Fortsetzung dieses Trends f\u00fcr das Jahr 2020 bereits rund 35 Mrd. \u20ac erreichen<b>.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4188\" alt=\"fredfmue66\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue66.jpg\" width=\"680\" height=\"487\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue66.jpg 680w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue66-150x107.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue66-300x214.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px\" \/><em>Bild 1<\/em><\/b><em>: An die Betreiber von EEG-Anlagen j\u00e4hrlich gezahlte Beitr\u00e4ge in Mrd. \u20ac, ab 2012 Prognosen (blau). Die Trendlinie zeigt den zu erwartenden Verlauf bis 2020 (Quellen: Wikipedia, eeg-kwk.net)<\/em><\/p>\n<p>Diese Zahlen spiegeln jedoch l\u00e4ngst noch nicht den tats\u00e4chlichen Umfang der Kosten wider. Hinter jeder Jahreszahlung versteckt lauern die damit verkn\u00fcpften Langzeitverpflichtungen \u00fcber einen Zeitraum von 20 Jahren, welche die Politik im EEG den Anlagenbetreibern zugesichert hat. Rechnet man diese Gesamtverpflichtungen f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre einmal zusammen, so ergibt sich f\u00fcr Deutschland eine Kostenbelastung, die sich bis zum Jahr 2020 auf insgesamt rund 670 Mrd. \u20ac summieren d\u00fcrfte, <b>Bild 2<\/b>. F\u00fcr den klassischen 4-Personen-Arbeitnehmerhaushalt entspricht dies einer Gesamtbelastung von \u00fcber 32.000,- \u20ac.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4189\" alt=\"fredfmue67\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue67.gif\" width=\"578\" height=\"384\" \/>Bild 2<\/b>. Die kumulierten Gesamtverpflichtungen an die Betreiber von EEG-Anlagen d\u00fcrften bei ungebrochenem Trendverlauf bis 2020 auf rund 670 Mrd. \u20ac ansteigen. Ab 2012 Prognosen (blau), ab 2018 Trendberechnung (gelb)<\/em><\/p>\n<p>Die Bilder 1 und 2 zeigen den typischen Verlauf einer aus dem Ruder laufenden wirtschaftlichen Entwicklung. Die Selbstbedienung zahlreicher EEG-Profiteure auf Kosten der Allgemeinheit, welche die Zeche \u00fcber ihre Stromrechnungen zahlen muss, kann und wird nicht ewig so weitergehen. Wirtschaftsfachleute d\u00fcrften keine Probleme haben, in der dargestellten Entwicklung die Anzeichen einer inzwischen stark \u00fcberdehnten Blase zu erkennen, die fr\u00fcher oder sp\u00e4ter platzen wird.<\/p>\n<h3>Mit explodierenden Kosten w\u00e4chst die Unruhe<\/h3>\n<p>Etwas unruhig wird der deutsche B\u00fcrger vermutlich im Sp\u00e4therbst werden, wenn die neuen EEG-Zuschl\u00e4ge f\u00fcr das Jahr 2014 bekannt werden. Prognosen zufolge d\u00fcrfte der Aufschlag von derzeit 5,27 auf dann 6,5 bis 7 \u20ac-ct. zulegen. Das ist ein Anstieg von 23 bis 33 %. Da hierzu noch etliche weitere Aufschl\u00e4ge wie Steuern, steigende Kosten der Netzbetreiber z.B. f\u00fcr Offshore-Anschl\u00fcsse sowie die seit neuestem greifenden Ausgleichszahlungen f\u00fcr unrentable Kraftwerke kommen, die als Reserve weiter vorgehalten werden m\u00fcssen, d\u00fcrfte der Bruttostrompreis f\u00fcr den Endverbraucher im Jahre 2014 stramm in Richtung 0,30,- \u20ac pro kWh marschieren. Gerade bei sozial schwachen Haushalten d\u00fcrfte dies zu einem Stimmungsumschwung bez\u00fcglich der Bereitschaft zur weiteren Unterst\u00fctzung der Energiewende f\u00fchren.<\/p>\n<p>Noch entscheidender aber ist die stark wachsende Unruhe in Teilen der Industrie, insbesondere in Branchen wie H\u00fctten- und Stahlwerken, Gie\u03b2ereien oder manchen Bereichen der Chemischen Industrie, deren Energiekosten teilweise mehr als 50 % der Gesamtkosten ausmachen. Im Gegensatz zu fr\u00fcheren Jahren, als die entsprechenden Verb\u00e4nde wohl noch hofften, aus den einst hochgepriesenen Wachstumsm\u00e4rkten Fotovoltaik und Windkraft Auftr\u00e4ge zu erhalten, sehen sich immer mehr von ihnen nun von den mittlerweile uferlos wachsenden Energiekosten existenziell bedroht. Hinzu kommen erhebliche Sorgen z.B. bei Betrieben, denen mit der von der EU geforderten r\u00fcckwirkenden Streichung der bisher gew\u00e4hrten Befreiung von der EEG-Zulage die Pleite ins Haus stehen k\u00f6nnte. Die Stellungnahmen der entsprechenden Verb\u00e4nde werden \u2013 ganz un\u00fcblich f\u00fcr die sonst sehr zur\u00fcckhaltende Art deutscher Industrievertretungen \u2013 inzwischen immer dringlicher und unverbl\u00fcmter. Die Politik wird diese Entwicklung nicht mehr lange ignorieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Deutliches Zeichen an der Wand sind neben den fast schon fl\u00e4chendeckenden Pleiten in der Solarbranche auch die inzwischen fast schon panisch anmutenden R\u00fcckzugsman\u00f6ver gro\u03b2er deutscher Konzerne aus ihren Solarsparten sowie aus unsinnigen Gro\u03b2projekten wie Desertec.<\/p>\n<p>Besonders zu denken geben sollte jedoch die emotionale Reaktion des deutschen Bundeskanzlerkandidaten Peer Steinbr\u00fcck (SPD) auf Belehrungsversuche durch einen Lobbyisten der Solarbranche anl\u00e4sslich einer Waldwander-Wahlkampfveranstaltung. Einer Meldung des \u201eHandelsblatt\u201c vom 1. August zufolge blieb Steinbr\u00fcck nach der Behauptung, dass regenerative Energien den Strompreis senken w\u00fcrden, mitten im Wald stehen und schrie: \u201eWas erz\u00e4hlen Sie da f\u00fcr einen Mist. Das senkt die Strompreise doch nicht, sondern l\u00e4sst sie steigen\u201c. Anscheinend ist der innere Stress, den der Spagat zwischen politischen Lippenbekenntnissen einerseits und der Einsicht in die bitteren Realit\u00e4ten der sich abzeichnenden Energiewendekatastrophe im Gem\u00fct deutscher Politiker verursacht, inzwischen so \u00fcberm\u00e4chtig, dass selbst hartgesottene Kavallerieoffiziere deswegen manchmal die Contenance verlieren.<\/p>\n<h3>Chaos in der Energiebranche<\/h3>\n<p>Weitere deutliche Anzeichen f\u00fcr einen bevorstehenden Crash zeigen sich im Energiesektor. Die bereits gebauten Nordsee-Windparks kommen nicht vom Fleck, die Hersteller haben leere Auftragsb\u00fccher, w\u00e4hrend die Hafenst\u00e4dte lautstark Subventionen f\u00fcr den Ausbau weiterer Kapazit\u00e4ten im Bereich Spezialschiffsbau und Umschlaganlagen fordern. Die gro\u03b2en Energieversorger schreiben Verluste und m\u00fcssen in erheblichem Umfang Personal abbauen. Immer mehr konventionelle Kraftwerke \u2013 insbesondere Gaskraftwerke \u2013 rechnen sich nicht mehr. Die eigentlich f\u00e4lligen Stilllegungen werden von der Regierung unterbunden, die entsprechenden Kosten tr\u00e4gt ebenfalls der Stromkunde. Die Planung neuer Kraftwerke kommt immer mehr zum Stillstand. Inzwischen jammern auch immer mehr Stadtwerke, also gerade diejenigen, die vorher jahrelang als Treiber der Energiewende aufgetreten waren.<\/p>\n<p>Auch bei Deutschlands Nachbarn breitet sich wegen des unkontrolliert \u00fcber die Grenzen entsorgten \u201e\u00d6kostroms\u201c Unruhe aus. Polen und Tschechien errichten Sperranlagen, um ihre Netze zu sch\u00fctzen. In \u00d6sterreich, wo man normalerweise leise T\u00f6ne und feinsinnige Diplomatie bevorzugt, beschweren sich hochrangige Manager der Strombranche unverbl\u00fcmt \u00fcber deutsche Alleing\u00e4nge und warnen vor einer Destabilisierung der Versorgung. Und in der Schweiz werden inzwischen Planungen zum Ausbau von Pumpspeicherkraftwerken auf Eis gelegt.<\/p>\n<p>Am gravierendsten ist dabei die Tatsache, dass gerade Pumpspeicher und die flexibel einsetzbaren Gaskraftwerke am meisten leiden. Dabei sind es doch gerade diese Kraftwerkstypen, die als Ausgleich f\u00fcr die schwankende Einspeisung aus Wind und Sonne am dringendsten ben\u00f6tigt w\u00fcrden. Ohne Pufferung durch flexible Gaskraftwerke und ohne Speicherung in Pumpspeicherkraftwerken ist ein weiterer Ausbau der \u201eErneuerbaren\u201c kaum noch m\u00f6glich. Dabei erweisen sich die fehlenden Speicherm\u00f6glichkeiten als Achillesferse. Auf diesem Gebiet gibt es keine in ausreichendem Umfang verf\u00fcgbare und wirtschaftlich vertretbare L\u00f6sungen. Zurzeit ist keinerlei planvolles Vorgehen zur Behebung dieses fundamentalen Mangels zu erkennen. Stattdessen versucht die Politik mit immer hektischeren und teureren Notma\u03b2nahmen, das Unvermeidliche zumindest \u00fcber den Wahltermin hinaus zu verz\u00f6gern.<\/p>\n<h3>Keinerlei CO<sub>2<\/sub>-Einsparung<\/h3>\n<p>Eines der f\u00fcr die Politik besonders fatalen Probleme eines baldigen Scheiterns der Energiewende ist, dass deren erkl\u00e4rtes Ziel, n\u00e4mlich die Verringerung von CO<sub>2<\/sub>-Emissionen, bereits jetzt vollst\u00e4ndig gescheitert ist. Mit der Abschaltung der Kernkraftwerke m\u00fcssen deren Leistungsbeitr\u00e4ge zunehmend von Kohlekraftwerken \u00fcbernommen werden, weil die \u201eErneuerbaren\u201c dazu schlicht und ergreifend au\u03b2erstande sind. Wenn der Wind im Winter wochenlang schw\u00e4chelt und die Sonne in S\u00fcdafrika urlaubt, muss hierzulande der gesamte konventionelle Kraftwerkspark volle Schichten fahren.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr werden Millionen Tonnen Kohle ben\u00f6tigt. Eine Zusammenstellung der bei der deutschen Stromerzeugung entstehenden CO<sub>2<\/sub>-Emissionen im Verlauf der letzten 12 Jahre zeigt <b>Bild 3<\/b>. Bis zur Abschaltung des letzten Kernkraftwerks im Jahre 2022 wird sich diese Situation immer weiter versch\u00e4rfen. Nach eigenen \u00fcberschl\u00e4gigen Berechnungen kann erwartet werden, dass die j\u00e4hrlichen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen aus Stromproduktion im Jahr 2022 bei rund 450 Mio. t liegen, knapp 30 % mehr als im Jahr 2012.<\/p>\n<p>Die politische \u201eL\u00f6sung\u201c dieser verfahrenen Situation d\u00fcrfte vermutlich so aussehen, dass man ab 2014 anfangen wird, den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien mit dem Argument einer \u201eKostenbremse\u201c mehr oder weniger stark einzuschr\u00e4nken. Dies w\u00e4re das de facto-Ende der Energiewende. Zur Minimierung von Widerst\u00e4nden wird man vermutlich versuchen, ein Nebeneinander der konventionellen Stromerzeugung und des bis dahin errichteten Bestandes an ineffizienten Wind- und Solaranlagen hinzubekommen. Und inst\u00e4ndig hoffen, dass es nicht zu einem \u201eshitstorm\u201c kommt. Dem B\u00fcrger bzw. der n\u00e4chsten Politikergeneration wird man es \u00fcberlassen, sich um den angerichteten Scherbenhaufen und eine Gesamt-Kostenbilanz in einer Gr\u00f6\u03b2enordnung zwischen 500 Mrd. und 1 Billion \u20ac zu k\u00fcmmern. Und man wird versuchen, \u00fcber Themen wie \u201eKlimawandel\u201c und CO<sub>2<\/sub>-Reduzierung still und heimlich Gras wachsen zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4190\" alt=\"fredfmue68\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue68.jpg\" width=\"677\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue68.jpg 677w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue68-150x93.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue68-300x186.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 677px) 100vw, 677px\" \/>Bild 3.<\/b> Die j\u00e4hrlichen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen der Stromerzeugung (in Mio. t CO<sub>2<\/sub>) sind trotz der gestiegenen Anteile von Strom aus Sonne, Wind und Biomasse von 2000 bis 2012 faktisch unver\u00e4ndert geblieben<\/em><\/p>\n<h3><b>Die mittelfristige Katastrophe<\/b><\/h3>\n<p>Nat\u00fcrlich kann es dazu kommen, dass die Emp\u00f6rung in der Bev\u00f6lkerung trotz der bekannten Gutm\u00fctigkeit des deutschen Michels so stark anw\u00e4chst, dass es nicht mehr gelingt, den Deckel auf dem Topf zu halten. In diesem Fall wird man wohl versuchen, die laufenden EEG-Vertr\u00e4ge zumindest teilweise zu annullieren. So richtig konsequent wird man dies aber wohl nicht tun k\u00f6nnen oder wollen, weil in diesem dicht verfilzten Interessengeflecht zuviele W\u00e4hler, zuviele gro\u03b2e Konzerne und zuviele Stadtwerke mit verstrickt sind. Am ehesten wird es vermutlich Privatleute treffen, die damit rechnen m\u00fcssen, dass zumindest ein Teil ihres eingesetzten Kapitals verloren geht.<\/p>\n<p>Das Problem f\u00fcr Deutschland besteht vor allem darin, dass sich immer mehr Hypotheken einer verfehlten Politik aufeinanderstapeln und sich zudem gegenseitig verst\u00e4rken. Deutschland leidet bereits unter einer alternden Gesellschaft, ungedeckten Renten- und Pensionsanspr\u00fcchen und den stetig wachsenden Verpflichtungen aus der Euro-Rettung. Obendrauf wurde in den letzten Jahren die ebenso sinnlose wie extrem teure \u201eEnergiewende\u201c gesattelt. Eine gesunde Volkswirtschaft k\u00f6nnte eine oder zwei solcher Lasten sicherlich schultern. Die Kombination wirkt jedoch verheerend. Die zus\u00e4tzliche Belastung der bereits geschw\u00e4chten Wirtschaft durch \u00fcberh\u00f6hte Energiekosten k\u00f6nnte sich als der Tropfen erweisen, der das \u00fcbervolle Rettungsboot schlie\u03b2lich zum Sinken bringt. Es ist wie in der Natur, wo ein bereits geschw\u00e4chter Organismus dem Angriff von Krankheiten und Parasiten dann irgendwann nichts mehr entgegenzusetzen hat.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Schweiz bleibt zu hoffen, dass das Drama, das sich an der Nordgrenze immer deutlicher abzeichnet, ein Umdenken in wichtigen Fragen der Sicherung einer zuverl\u00e4ssigen nationalen Energieversorgung bewirkt. Noch ist es nicht zu sp\u00e4t, das eine oder andere vielleicht vorschnell mit dem Bade ausgesch\u00fcttete Kind rechtzeitig wieder aufzulesen, bevor der Schaden zu gross wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schrift steht schon auf der Wand In Deutschland scheint sich eine der teuersten M\u00e4rchenstunden seit Gr\u00fcndung der Bundesrepublik ihrem Ende zu n\u00e4hern. Die Zeichen des nahenden Menetekels stehen schon l\u00e4ngst auf der Wand. 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