{"id":4108,"date":"2013-07-16T22:47:12","date_gmt":"2013-07-16T22:47:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4108"},"modified":"2014-02-23T21:10:51","modified_gmt":"2014-02-23T21:10:51","slug":"ngos-die-meister-des-sanften-wurgegriffs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=4108","title":{"rendered":"NGO\u2019s: Die Meister des sanften W\u00fcrgegriffs"},"content":{"rendered":"<h2>Macht- und Interessengeflechte der \u00d6ko-Weltretter<\/h2>\n<p><i>In der westlichen Welt h<\/i><i><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-4109 alignleft\" alt=\"fredfmue63\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue63.png\" width=\"214\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue63.png 510w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue63-150x147.png 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue63-300x294.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><\/i><i>at sich ein Geflecht von Organisationen etabliert, deren Gesch\u00e4ft das Abkassieren von Gutgl\u00e4ubigen, das Einwerben von Abstandszahlungen von der Industrie und die Selbstbedienung aus \u00f6ffentlichen Pfr\u00fcnden ist. Die schiere Gr\u00f6\u03b2e dieser Strukturen, die untereinander sowie mit dem Staatsapparat und den Medien dicht verfilzt sind, sowie die Effizienz ihrer Geldbescha<\/i><i>ffungsmethoden w\u00fcrden jeden Sektenf\u00fchrer klassischen Zuschnitts vor Neid erblassen lassen. Sogenannte Non Governmental Organisations (NGO) geben vor, hehre Ziele zu vertreten und den Planeten nebst Menschheit retten zu wollen. Doch tats\u00e4chlich verfolgen viele ihrer f\u00fchrenden Vertreter einfach nur knallharte Eigeninteressen. Dabei geht es um Einkommen und Karriere ebenso wie um die F\u00f6rderung der Interessen bestimmter, ihnen nahestehender Industriezweige.<\/i><\/p>\n<p>Als Datum der Kapitulation der Industrien der westlichen Welt vor der geballten Macht geschickt arbeitender Kampagnenstrategen von NGO\u2019s kann der 20. Juni 1995 gelten. An diesem Tag gab Shell nach fast zweimonatigen Auseinandersetzungen bekannt, dass man der Forderung von Greenpeace nachgeben und die schwimmende \u00d6ltankanlage \u201eBrent Spar\u201c an Land entsorgen lassen werde, statt sie wie vorgesehen in gro\u03b2er Meerestiefe zu versenken. Gegen dieses Vorhaben hatte Greenpeace eine massive Emp\u00f6rungskampagne in den Medien sowie im Internet gestartet. Dabei schreckte man auch nicht vor geradezu grotesk unwahren Behauptungen [WIKI] \u00fcber die Menge an \u00d6lr\u00fcckst\u00e4nden in den Tanks der \u201eBrent Spar\u201c zur\u00fcck. Die Besetzung der Tankanlage durch Aktivisten wirkte als Fanal. Die Aktionen gipfelten in Boykottma\u03b2nahmen sowie mindestens einem Brandanschlag gegen eine Shell-Tankstelle. In einem regelrechten Canossa-Gang kroch Shell schlie\u03b2lich vor der gesamten Welt\u00f6ffentlichkeit im Rahmen einer PR-Kampagne unter dem Motto \u201eWir werden uns \u00e4ndern\u201c zu Kreuze. Damit war die Machtfrage im Prinzip gekl\u00e4rt.<\/p>\n<h2><b>Die Macht der \u201ePressure Groups\u201c<\/b><\/h2>\n<p>In einer Analyse der Bedeutung dieser Ereignisse kommt E. Lubbers [HEIS] zu dem Schluss, dass das Schicksal von Shell jede gro\u03b2e Firma treffen kann. F\u00fcr moderne multinationale Unternehmen sei die Aussicht, ins Visier der Aktivit\u00e4ten solcher Interessenvertretungen zu geraten, ein Alptraum. NGO\u2018s h\u00e4tten sich zu einer wichtigen und eigenst\u00e4ndigen politischen Kraft entwickelt.<\/p>\n<p>Ihre F\u00fchrungskader \u201everstehen die Macht der PR und von eindringlichen Schlagworten in den Medien\u201c. Sie seien sehr erfolgreich darin, moderne Kommunikationstechniken sowie die Massenmedien wirksam einzusetzen, um Aufmerksamkeit und Sympathie zu erwecken, und nutzten zudem vermehrt die globalen Telekommunikationsnetzwerke. Vorteil dieser Pressure Groups sei zudem, dass sie klein und lose strukturiert sind und ohne gro\u03b2e Unkosten oder andere b\u00fcrokratische Einschr\u00e4nkungen operieren. Diese losen Strukturen, der schlanke Verwaltungsapparat sowie das Engagement zahlreicher ehrenamtlicher \u201eAktivisten\u201c machen sie leicht beweglich und zudem f\u00fcr juristische Gegenma\u03b2nahmen schwer zu fassen. Hinzu kommt, dass eine deutliche Mehrheit der Mitarbeiter in den Medien ihren Ansichten nahesteht. Von solchen modernen Interessenvertretungen \u201ezwangsbegl\u00fcckt zu werden, kann eine sehr unangenehme und auch sehr sch\u00e4dliche Erfahrung sein\u201c, so E. Lubbers.<\/p>\n<h2><b>Eroberung von Machtpositionen<\/b><\/h2>\n<p>Gest\u00fctzt auf das Ansehen, das sich diese Organisationen durch ihr Engagement f\u00fcr Natur- und Umweltschutz sowie gegen angeblich menschenfeindliche Industrien in Bereichen wie Kernkraft, Kohle oder Erd\u00f6l erwarben, haben sie inzwischen eigene Macht- und Einkommensbastionen etabliert. Sie durchdrangen neue Parteien wie die Gr\u00fcnen, aber auch etablierte Organisationen wie Jugendgruppen, Gewerkschaften und Kirchen. Clevere Kader aus ihren Reihen besetzten nach und nach Schl\u00fcsselpositionen in Ministerien, Umweltbeh\u00f6rden sowie in internationalen K\u00f6rperschaften wie z.B. der UNO. Hinzu kamen zahllose weitere Posten und P\u00f6stchen in Parteien und Parlamenten, im Wissenschaftsapparat, in Agenturen, Beratungsfirmen, \u00d6ko-Instituten, Fernsehsendern sowie in der Werbe- und PR-Branche.<\/p>\n<p>Sobald man sich dort erst einmal etabliert hat, werden diese Machtpositionen oft r\u00fccksichtslos genutzt, um Andersdenkende hinauszudr\u00e4ngen und freiwerdende Stellen bevorzugt mit Gleichgesinnten zu besetzen [KEIL]. So ergab eine 2009 durchgef\u00fchrte Untersuchung der politisch-sozialen Ausrichtung deutscher Journalisten, dass rund 72 % von ihnen sich dem linken oder gr\u00fcnen Lager zurechnen [MEDI]. Die erhebliche Diskrepanz zum Meinungsspektrum der Gesamtbev\u00f6lkerung ist ein klarer Hinweis auf die Rigorosit\u00e4t der Selektion, die in diesem Bereich bei Stellenbesetzungen praktiziert wird. Ins gleiche Bild passen Berichte von Insidern, dass Kollegen, die als \u201eneoliberal\u201c oder \u2013 noch schlimmer \u2013 als \u201ekonservativ\u201c eingestuft werden, am Mittagstisch bald alleine sitzen [JOUR].<\/p>\n<h2><b>Missionsziel ist immer die Rettung der Welt<\/b><\/h2>\n<p>Ideologische Grundlage der NGO\u2019s ist stets eine einfache, leicht vermittelbare und als unangreifbar dargestellte Heilslehre, bei der es um die \u201eRettung\u201c von Menschheit, Planet, Klima und Natur vor b\u00f6sen Kr\u00e4ften aus der Industrie geht. Dabei nutzt man geschickt einen Mix aus teils sozialistisch-antikapitalistischen, teils aus den Belangen des Naturschutzes sowie den Ansichten des Clubs of Rome gespeisten Ideologien. Diese clevere Selbstdarstellung sichert den NGO\u2019s Sympathien in der Bev\u00f6lkerung, umfangreiche Spenden sowie eine breite Unterst\u00fctzung durch Heerscharen freiwilliger Aktivisten.<\/p>\n<p>Zudem rechtfertigen solch hehre Ziele den gezielten Einsatz im Prinzip zwar ungesetzlicher, aber daf\u00fcr \u00e4u\u03b2erst medienwirksamer Aktionen wie Blockaden von Bahngleisen und H\u00e4fen oder die Besetzung von Bohrinseln. Die Frage, ob die behaupteten Bedrohungen tats\u00e4chlich existieren beziehungsweise ihr Gefahrpotenzial tats\u00e4chlich so akut ist wie behauptet, spielt dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Wenn sich ein Anliegen als gegenstandslos herausstellt, wie dies beispielsweise mit dem vorgeblichen Waldsterben der 70er und 80er Jahre [WALD] der Fall war, dann wird eben eine neue Bedrohung gefunden. Neben dem Dauerbrenner Kernkraft sind es insbesondere das CO<sub>2<\/sub> und die angeblich dadurch ausgel\u00f6ste globale Erw\u00e4rmung (sp\u00e4ter Klimawandel, aktuell Extremwetterereignisse, da ist man sehr flexibel), die sich in den letzten Jahren als Kernthemen herauskristallisiert haben. Bez\u00fcglich der Wahl der Angriffsziele ist man durchaus beweglich: In L\u00e4ndern wie Australien, in denen es bis heute keine Kernkraftwerke gibt, baut die \u00f6rtliche NGO-Filiale dann eben andere Hassobjekte wie die Kohleindustrie auf und ver\u00f6ffentlicht herzzerrei\u03b2ende Artikel \u00fcber die Bedrohung der Zukunft australischer Kinder durch die gewissenlose Kohlelobby [GRE2].<\/p>\n<h2><b>Die Techniken der Geldeinwerbung<\/b><\/h2>\n<p>Gest\u00fctzt auf ihre Machtposition haben die entsprechenden Organisationen inzwischen leichtes Spiel, so gut wie jedes Unternehmen unter Druck zu setzen. Das Procedere ist einfach und funktioniert inzwischen nahezu ger\u00e4uschlos, eher durch \u201esanfte Ermahnungen\u201c als durch spektakul\u00e4re Auseinandersetzungen. Um zu vermeiden, wegen angeblich unzureichender Corporate Social Responsibility, mangelnder Umweltvertr\u00e4glichkeit von Produkten und Verfahren, zu hohen CO<sub>2<\/sub>-Ausstosses, der Verwendung sogenannter Konfliktmineralien oder sonstiger Verst\u00f6\u03b2e gegen eine Unzahl anderer Regeln an den Pranger zu geraten, kaufen sich die anvisierten Firmen frei. Dies erfolgt nur zum kleinsten Teil durch Spenden, das w\u00e4re zu plump und k\u00f6nnte dem Ruf der NGO m\u00f6glicherweise schaden. H\u00e4ufig erfolgen stattdessen Auftr\u00e4ge an Institutionen, die den NGO\u2019s nahestehen. Da werden Beratungsauftr\u00e4ge an spezialisierte Consultingunternehmen erteilt oder teure Gutachten bei genehmen wissenschaftlichen Institutionen bestellt. Selbstredend laufen die entsprechenden Zahlungen nicht \u00fcber die B\u00fccher der NGO\u2019s. Wer jedoch ein wenig recherchiert, stellt schnell fest, dass die Kaderstellen der beg\u00fcnstigten Institutionen oft genug mit ehemaligen Exponenten der entsprechenden NGO\u2019s durchsetzt sind. Um das herauszufinden, muss man sich nur etwas M\u00fche geben, indem man beispielsweise auch den \u201eDunstkreis\u201c der Leitungspers\u00f6nlichkeiten durchleuchtet. Meist st\u00f6\u03b2t man schnell auf ein Geflecht von Stiftungen, Verb\u00e4nden und Consultingunternehmen mit teilweise dem gleichen F\u00fchrungspersonal. Sp\u00e4testens dort findet man dann auch Kader mit Qualifizierungen wie \u201ewar mehrere Jahre im Umweltschutz engagiert\u201c, \u201ewar zuletzt bei einem Naturschutzfonds in Deutschland verantwortlich f\u00fcr die Konzeption und Umsetzung von Kampagnen\u201c oder \u201eMitglied in zahlreichen \u00f6kologischen und verwaltungsrechtlichen Organisationen\u201c. Manche dieser Personen bekleiden eine recht hohe Zahl unterschiedlichster Positionen in allen m\u00f6glichen Gremien, darunter auch \u00f6ffentlichen \u00c4mtern \u2013 und man darf sich sicherlich die Frage stellen, ob dies alles jeweils ehrenamtlich erfolgt.<\/p>\n<h2><b>Direkte Interessenvertretung<\/b><\/h2>\n<p>Mit dem Aufkommen der Diskussion \u00fcber die \u201eKlimarettung\u201c durch Umstellung unserer Stromerzeugung auf sogenannte \u201eErneuerbare Energien\u201c hat sich f\u00fcr bew\u00e4hrte NGO-Kader ein weiteres, extrem lukratives Bet\u00e4tigungsfeld er\u00f6ffnet, indem sie Leitungsfunktionen in den entsprechenden \u201eguten\u201c Industrien und ihren Verb\u00e4nden \u00fcbernahmen. Beispiel hierf\u00fcr ist Carsten K\u00f6rnig, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. (BSW). Wichtiges Karrieresprungbrett des Diplom-Politikwissenschaftlers war eine bekannte NGO, wo er verschiedene F\u00fchrungsaufgaben wahrnahm. Das hier erworbene R\u00fcstzeug erweist sich heute f\u00fcr seinen Verband als \u00e4u\u03b2erst wertvoll. Mittlerweile genie\u03b2t der BSW den Ruf, bei der Durchsetzung seiner Interessen recht aggressiv aufzutreten. Laut einem Bericht in \u201eSpiegel Online\u201c [SOLO] hat der BSW in einem konkreten Fall an Hunderte Solarfirmen appelliert, bei Energiepolitikern anzurufen, um eine F\u00f6rderungsk\u00fcrzung abzuwenden, und als besonderen Service gleich eine Liste mit deren Telefonnummern verteilt. Auch bei anderen Aktivit\u00e4ten zur Interessenvertretung der Branche erweist sich die virtuose Beherrschung des Handwerks der Meinungsmache als entscheidender Vorteil, so bei der Gestaltung einer Kampagne gegen die Deckelung der Solarf\u00f6rderung im Jahre 2011 [SOL2]. Mit professioneller Unterst\u00fctzung durch hochkar\u00e4tige PR-Spezialisten wurde dabei sogar darauf geachtet, das Reizwort \u201eKampagne\u201c zu vermeiden. Stattdessen hie\u03b2 es, man wolle \u201eBef\u00fcrworter der Solarenergie in Deutschland mit anschaulichen Argumenten ausstatten &#8211; und sie &#8222;sprechf\u00e4hig&#8220; machen\u201c. Die ausgefeilte Kampagnenplanung unterschied zudem fein abgestuft zwischen einer Argumentations-, einer Emotionalisierungs- und einer Mobilisierungsphase.<\/p>\n<p>Interessantes Detail war dabei die Wahl der Agentur. Dabei handelte es sich um Profis von internationalem Zuschnitt, deren Ruf jedoch als etwas zwielichtig gilt. Presseberichten zufolge war es genau diese Agentur, die eine angebliche kuwaitische Krankenschwester darauf trainierte, der Welt\u00f6ffentlichkeit unter Tr\u00e4nen die M\u00e4r von brutalen irakischen Soldaten zu pr\u00e4sentieren, die Babys aus Brutk\u00e4sten gerissen und zum Sterben auf den Boden geworfen h\u00e4tten. F\u00fcr diesen Propagandacoup, der den USA den Weg zum ersten Irakkrieg ebnete, erhielt die Agentur angeblich 14 Millionen Dollar [HILL].<\/p>\n<h2><b>Weitgespanntes Finanznetz<\/b><\/h2>\n<p>Um ihre umfassenden finanziellen Interessen zu handhaben, verf\u00fcgen die NGO\u2019s inzwischen auch \u00fcber direkte eigene Strukturen. Weltweit werden dabei Milliardensummen bewegt. Am Rock der NGO\u2019s h\u00e4ngen beispielsweise nicht nur Stiftungen oder Fonds, die Forschungsauftr\u00e4ge annehmen und Gutachten erstellen, sondern auch Wirtschaftsunternehmen im Energiebereich. So profitiert man auch direkt von den \u00fcppigen T\u00f6pfen der EEG-F\u00f6rderung, w\u00e4hrend Mama NGO auf allen Medienkan\u00e4len f\u00fcr \u201e100 % Erneuerbare\u201c trommelt. Ein Schelm, wer B\u00f6ses dabei denkt oder sizilianische Verh\u00e4ltnisse unterstellt.<\/p>\n<p>Seitens der Wirtschaft hat man sich inzwischen mit diesen Realit\u00e4ten weitgehend arrangiert. So darf unterstellt werden, dass sich Unternehmen, die ihren Strom bei NGO-genehmen Anbietern beziehen, keinen Vorw\u00fcrfen wegen des Bezugs \u201eschmutzigen\u201c Kohlestroms ausgesetzt sehen d\u00fcrften. Wie schnell dies inzwischen vollzogen wird, zeigt das Beispiel von Apple [APPL], das sich wegen des Strombedarfs seiner Cloud-Dienste mit entsprechenden Vorw\u00fcrfen konfrontiert sah. Inzwischen wurde das betroffene Rechenzentrum auf \u201e\u00f6kologisch korrekten\u201c Strombezug umgestellt. Selbst die \u00d6lbranche liefert schon seit Jahren ihre Spenden ab: So werden auf der Website des Rockefeller Brothers Fund [ROCK] vier Projekte aufgef\u00fchrt, f\u00fcr die einem bekannten NGO-Fund insgesamt 475.000,- US-$ zur Verf\u00fcgung gestellt wurden. Zudem unterst\u00fctzen gerade in den USA diverse Superreiche alle m\u00f6glichen \u201eKlimaprojekte\u201c mit teils sehr hohen Summen.<\/p>\n<h2><b>Auch Kleinere mischen mit<\/b><\/h2>\n<p>Das erfolgreiche Modell der \u201eGro\u03b2en\u201c wird mittlerweile auch von zahlreichen kleineren Organisationen nachgeahmt. Wie so etwas geht, zeigt anschaulich der Offene Brief von Solaranlagen-F\u00f6rderverein e.V. sowie Bund der Energieverbraucher an die Deutsche Bahn vom 6.5.2013 [SOFO]. Obwohl die Bahn mit RWE Vertr\u00e4ge zur Lieferung von \u00d6kostrom abgeschlossen hat, wird in dem Schreiben der Vorwurf erhoben, man tue noch nicht genug, u.a. weil RWE keine neuen Wasserkraftwerke bauen w\u00fcrde. Um diesen Mangel auszugleichen, wird die Bahn \u201eermutigt\u201c, diesbez\u00fcglich mehr Eigeninitiative zu entwickeln und auf ihrem Betriebsgel\u00e4nde eigene Wind- und Solaranlagen zu errichten: \u201eDie Deutsche Bahn k\u00f6nnte l\u00e4ngs ihrer 35 Tausend Kilometer langen Bahnlinien viele Hunderte von Windanlagen installieren und an den L\u00e4rmschutzw\u00e4nden und auf den Bahnhofshallen Solaranlagen in H\u00fclle und F\u00fclle!\u201c<\/p>\n<p>Besonders interessant ist an diesem offenen Brief jedoch der zweite Partner, der sogenannte Bund der Energieverbraucher (BDEV). Irgendwie mutet es seltsam an, dass ein Verband mit 13.000 zumeist pers\u00f6nlichen Mitgliedern, deren Motivation doch eigentlich durch Verbraucherinteressen definiert seind\u00fcrfte, sich derart massiv f\u00fcr die vermehrte Erzeugung von besonders teurem Strom einsetzt. Ein Grund, da etwas nachzuforschen.<\/p>\n<h2><b>Verbraucherschutz?<\/b><\/h2>\n<p>Schaut man sich auf der Homepage dieses Verbandes ein wenig um [BDEV], so stellt man schnell fest, dass die Vertretung von Verbraucherinteressen nicht der einzige Zweck zu sein scheint, obwohl vordergr\u00fcndig zun\u00e4chst behauptet wird, man sch\u00fctze die Mitglieder gegen\u00fcber Versorgern, Beh\u00f6rden und Industrieverbrauchern. Doch schon in der Promi-Liste st\u00f6\u03b2t man auf Michael M\u00fcller (SPD) sowie den mittlerweile verstorbenen \u201cHero of the green Century\u201d Hermann Scheer, beides Exponenten der \u00d6ko-Bewegung, die sich weit eher Verdienste um die Verteuerung unserer Energieversorgung als um die Vertretung von Verbraucherinteressen erworben haben. Vollends klar wird die Sache, wenn man sich dann noch die Kuratoriumsmitglieder ansieht: Da findet man den Solarenergie-F\u00f6rderverein Aachen, Eurosolar, den Bundesverband neue Energieanbieter und nat\u00fcrlich auch den Bundesverband erneuerbare Energien, den BUND, den Deutschen Naturschutzring, den Naturschutzbund Deutschland und die Deutsche Umwelthilfe.<\/p>\n<p>Interessant und kennzeichnend f\u00fcr die T\u00e4tigkeit solcher Organisationen sind dar\u00fcber hinaus Verbindungen zu zahlreichen normalen Institutionen der Zivilgesellschaft wie Gewerkschaften, Stiftung Warentest, Deutscher Mieterbund, Haus und Grund, dem Bundeskartellamt, der Bundesnetzagentur sowie dem Bundesministerium f\u00fcr Verbraucherschutz. Auch z\u00e4hlt der Verband etliche Gemeinden zu seinen Mitgliedern. Dieses Netzwerk l\u00e4sst erkennen, mit welchem Geschick die Vertreter der \u00d6ko-Bewegung es verstehen, sich mit praktisch allen Ebenen und Institutionen des Landes zu vernetzen und dort ihren Einflu\u03b2 auszu\u00fcben.<\/p>\n<p>Dass man bei der Vertretung eigener Interessen im Fall des Falles auch bereit ist, gegen Konkurrenten auszuteilen, zeigt eine k\u00fcrzliche Auseinandersetzung mit Care-Energy, einem konkurrierenden Konglomerat von Verb\u00e4nden und Firmen. Ausl\u00f6ser des Konflikts war eine Warnung, die der BDEV mit Blick auf Care-Energy ausgesprochen hatte. In einem Focus-Artikel [CARE] wehrte sich Care-Energy CEO Martin Richard Kristek mit folgender Argumentation: Dem BDEV gehe es nicht wirklich um das Wohl der Verbraucher, sondern hier w\u00fcrden eindeutig Eigeninteressen verfolgt, um auf Mitgliederfang zu gehen, denn laut Homepage des Verbandes w\u00fcrden nur zahlende Mitglieder beraten.<\/p>\n<p>Einige wesentliche Fragen seien bislang vollkommen unbeantwortet geblieben: \u201eWo war denn der Bund der Energieverbraucher, als die Strompreise f\u00fcr den Verbraucher in die H\u00f6he schnellten und wo ist der Bund der Energieverbraucher, wenn sozialschwachen Menschen der Strom abgeschaltet wird. Wo ist der Verein denn, wenn es darum geht, unseren Gro\u00dfeltern und in Pension befindlichen Eltern, welche auf Grund ihrer geringen Rente nicht mehr wissen, wie sie f\u00fcr die Energiekosten aufkommen sollen, zu helfen\u201c, so M. R. Kristek.<\/p>\n<h2><b>Abschied vom Naturschutz<\/b><\/h2>\n<p>In der menschlichen Gesellschaft werden politische \u00dcbertreibungen eher selten rechtzeitig wieder eingestellt. H\u00e4ufig wird an falschen Vorstellungen solange festgehalten, bis sich eine ausreichend starke Gegenbewegung ausbildet. Dies gilt auch f\u00fcr die \u00d6ko-Bewegung, die sich von der urspr\u00fcnglichen fr\u00f6hlichen Schar jugendfrischer Idealisten zu einem von riesigen Geldstr\u00f6men gef\u00fctterten Moloch entwickelt hat. Dieser Moloch droht inzwischen die sichere Versorgung mit bezahlbarer Energie \u2013 und damit die wirtschaftliche Zukunft unserer Kultur \u2013 in den Abgrund zu rei\u03b2en. Allzu lange d\u00fcrfte diese Gegenbewegung nicht mehr lange auf sich warten lassen. Irgendwann wird es breiteren Teilen der Gesellschaft auffallen, dass die entsprechenden Funktion\u00e4re sich inzwischen vom Naturschutz immer weiter verabschiedet haben und den Vogel- und Fledermausmord durch Windr\u00e4der sowie die Sch\u00e4digung von Landschaften durch Mais-Monokulturen oder Palm\u00f6lplantagen f\u00fcr \u201eBiokraftwerke\u201c oder \u201eBiodiesel\u201c aktiv unterst\u00fctzen. Symptomatisch f\u00fcr diese Entwicklung ist Wilfried Kretschmann, erster Gr\u00fcner Ministerpr\u00e4sident von Baden-W\u00fcrttemberg, der einem Spiegel-Online-Bericht zufolge zur Naturverschandelung durch Windr\u00e4der sagte, dass es hierzu \u201eeinfach keine Alternative\u201c gebe [KRET].<\/p>\n<p>Als Ausrede dient solch vorgeblichen Natursch\u00fctzern vor allem die \u201eKlimarettung\u201c, die es \u201eleider\u201c notwendig mache, den einen oder anderen Naturschutzgedanken hintanzustellen [WELT]. Besonders aggressiv geht der gleichen Quelle zufolge ein deutscher NGO vor, der sein Verbandsklagerecht nutzt, um von Windparkbetreibern Abstandszahlungen \u2013 nat\u00fcrlich an Stiftungen, nicht direkt an sich selbst \u2013 zu fordern, damit die Klagen zur\u00fcckgezogen werden.<\/p>\n<p>Dem ist nur noch eins hinzuzuf\u00fcgen: Es ist hohe Zeit, dass sich investigative Journalisten solcher Themen annehmen. Im Internet findet sich genug Material, um Karriere zu machen. Allerdings m\u00fcsste man sich trauen, wirklich hei\u03b2e Eisen anzufassen, das eine oder andere H\u00fchnerauge zu belasten und dubiose Machenschaften als solche zu entlarven.<\/p>\n<h2><b>Quellenangaben<\/b><\/h2>\n<p>[APPL] http:\/\/tinyurl.com\/qgpj9qn abgerufen am 15.7.2013<\/p>\n<p>[BDEV] http:\/\/www.energieverbraucher.de\/de\/site\/Verein__151\/\u00a0 abgerufen am 13.5.2013<\/p>\n<p>[CARE] http:\/\/tinyurl.com\/ozyrdtx abgerufen am 15.7.2013<\/p>\n<p>[GRE2] http:\/\/tinyurl.com\/oh5lhsx\u00a0 abgerufen am 13.7.2013<\/p>\n<p>[HEIS] http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/2\/2488\/1.html\u00a0\u00a0 abgerufen am 12.7.2013<\/p>\n<p>[HILL] http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/pr-agentur-hill-amp-knowlton-schmutzige-sprechblasen-1.179920\u00a0 abgerufen am 14.7.2013<\/p>\n<p>[JOUR] http:\/\/www.cicero.de\/berliner-republik\/einseitiger-journalismus-pressefreiheit-in-gefahr\/54351\u00a0 abgerufen am 6.5.2013<\/p>\n<p>[KEIL] http:\/\/tinyurl.com\/oqvuqof<\/p>\n<p>[KRET] http:\/\/tinyurl.com\/nfvllr6\u00a0\u00a0 abgerufen am 14.7.2013<\/p>\n<p>[MEDI] http:\/\/tinyurl.com\/bt62p9l<\/p>\n<p>[ROCK] http:\/\/www.rbf.org\/grant\/10866\/greenpeace-fund\u00a0 abgerufen am 13.7.2013<\/p>\n<p>[SOFO] http:\/\/tinyurl.com\/qe7y4ee\u00a0 abgerufen am 13.5.2013<\/p>\n<p>[SOL2] http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/novelle-der-oekostromfoerderung-solarlobby-plant-grosskampagne-a-758419.html\u00a0 abgerufen am 21.4.2011<\/p>\n<p>[SOLO] http:\/\/tinyurl.com\/plok994\u00a0 abgerufen am 13.7.2013<\/p>\n<p>[WALD] http:\/\/tinyurl.com\/npmaa5h<\/p>\n<p>[WELT]<\/p>\n<p>[WIKI] http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Brent_Spar\u00a0 abgerufen am 12.7.2013<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Macht- und Interessengeflechte der \u00d6ko-Weltretter In der westlichen Welt hat sich ein Geflecht von Organisationen etabliert, deren Gesch\u00e4ft das Abkassieren von Gutgl\u00e4ubigen, das Einwerben von Abstandszahlungen von der Industrie und die Selbstbedienung aus \u00f6ffentlichen Pfr\u00fcnden ist. 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