{"id":3923,"date":"2013-04-03T12:33:22","date_gmt":"2013-04-03T12:33:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=3923"},"modified":"2013-10-23T05:38:54","modified_gmt":"2013-10-23T05:38:54","slug":"die-gewinnler-und-die-verlierer-der-energiewende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=3923","title":{"rendered":"Die Gewinnler und die Verlierer der Energiewende"},"content":{"rendered":"<h2 align=\"left\">Die Schweizer B\u00fcrger werden mit 11 Milliarden Franken belastet<\/h2>\n<p><i><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3930 alignleft\" alt=\"doris\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/doris.jpg\" width=\"240\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/doris.jpg 240w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/doris-150x124.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/>Die beste Methode, an das Geld des Volkes heranzukommen, ist die T\u00e4uschung. Das wusste schon die Kirche im Mittelalter, als sie mit Hilfe des Ablasshandels naiven Gl\u00e4ubigen grosse Summen abkn\u00f6pfte. Mit den Zahlungen, so wurde ihnen eingefl\u00fcstert, k\u00f6nne das Leiden der Seelen von Anverwandten im Fegefeuer verk\u00fcrzt werden. Heute wird dem gutgl\u00e4ubigen Schweizer B\u00fcrger weisgemacht, er k\u00f6nnte mit einem \u201ekleinen\u201c Obolus auf den Strompreis das Klima retten. In Wirklichkeit geht es jedoch um nichts anderes als um eine riesige Umverteilungsaktion zugunsten einer Handvoll \u00d6ko-Profiteure. Leidtragende sind nicht nur die B\u00fcrger, sondern auch die Natur, die durch vogelmordende Windr\u00e4der und fischmordende Klein-Wasserkraftanlagen verschandelt wird.<\/i><\/p>\n<p>In der Natur f\u00e4hrt am besten, wer die 3T-Regel-beherrscht: Tricksen, T\u00e4uschen, Tarnen. Gleiches gilt auch f\u00fcr jene, die es auf das Geld argloser Zeitgenossen abgesehen haben. Als Tarnung f\u00fcr solche Abzockaktionen braucht es zun\u00e4chst einen v\u00f6llig harmlos klingenden Namen. Den von Schweizer Gr\u00fcnmenschen erfundenen Begriff der \u201ekostendeckenden Einspeiseverg\u00fctung\u201c kann man in diesem Zusammenhang als wahren Geniestreich w\u00fcrdigen. Wer kann schon etwas dagegen haben, dass Kosten gedeckt werden, dass Strom eingespeist wird oder dass armen Menschen auf Wartelisten aus der Patsche geholfen wird. Die Wahrheit ist jedoch eine ganz andere: Hier wird Profiteuren, die Strom auf ungeeigneten Anlagen zu unsinnig hohen Preisen produzieren, ein komfortabler Gewinn auf 20 oder gar 25 Jahre hinaus garantiert.<\/p>\n<p>Der zweite Trick ist der, dass man das Geld dem Verbraucher in winzigen, fast schon unbedeutenden Betr\u00e4gen abzwackt. In einem Land, das schon gar keine M\u00fcnzen unter dem Wert von 5 Rappen mehr verwendet, scheinen l\u00e4ppische 1,5 Rappen auf die Kilowattstunde doch gar nicht der Rede wert. Schliesslich geh\u00f6rt die Schweiz ja zu den reichsten L\u00e4ndern Europas.<\/p>\n<h2><b>300 Mio. pro Jahr f\u00fcr \u00d6ko-Gewinnler<\/b><\/h2>\n<p>Wer sich jedoch die wahren Dimensionen der Angelegenheit ansehen will, muss auf das andere Ende der Sammelaktion schauen. Hier zeigt es sich, dass es um Hunderte Millionen Franken pro Jahr geht, die \u2013 so die besch\u00f6nigende Aussage \u2013 helfen sollen, ab 2014 die Warteliste f\u00fcr Projekte im Solar-, Wind- und Biomassebereich abzubauen [<a href=\"http:\/\/www.bluewin.ch\/de\/index.php\/22,777411\/Nationalrat_bringt_Energiewende_light_auf_den_Weg\/de\/news\/inland\/sda\/\" target=\"_blank\">BLUE<\/a>]. Mit dem Begriff \u201eAbbau der Wartelisten\u201c ist in Wirklichkeit jedoch gemeint, dass hier Profiteuren, die gezockt haben, indem sie in untaugliche und \u00fcberteuerte Technologien wie Solar- und Windenergie investierten, mit staatlicher Gewinngarantie ausgeholfen wird. Daf\u00fcr muss jeder Schweizer 4-Personen-Haushalt ab 2014 pro Jahr rund 140,- CHF hinlegen. Bis 2050 wird sich dies \u2013 bei Voraussetzung konstanter Zahlen \u2013 auf einen Gesamtbetrag von rund 11 Milliarden CHF aufsummieren. Daran darf sich jeder Schweizer 4P-Haushalt mit \u00fcber 5000,- CHF beteiligen.<\/p>\n<p>Zwar reden zust\u00e4ndige Politiker sch\u00f6nf\u00e4rberisch davon, dass die Beitragserh\u00f6hung keineswegs permanent sei, weil die Subvention mit steigender Konkurrenzf\u00e4higkeit der erneuerbaren Energien sinke. Man braucht jedoch nur einen Blick \u00fcber die Nordgrenze zu werfen, um zu erkennen, dass dies nicht wahr ist. So behauptete das Ministerium des \u201egr\u00fcnen\u201c Ministers Trittin vor wenigen Jahren, dass der Anstieg der dort als EEG-Umlage bezeichneten Zwangsabgabe einen Durchschnittshaushalt selbst bei sehr dynamischem Ausbau nicht mehr als 3 Euro pro Monat kosten werde. Inzwischen liegen die j\u00e4hrlichen Belastungen jedoch bereits im dreistelligen Bereich und Trittins Nachfolger Altmaier bem\u00fcht sich mit hektischen Man\u00f6vern darum, den weiteren Anstieg zumindest zu bremsen.<\/p>\n<h2><b>Anstieg auf \u00fcber 300 Prozent<\/b><\/h2>\n<p>Wie wenig man den Beschwichtigungen der Politiker auf diesem Gebiet vertrauen darf, zeigt sich allein schon daran, dass die jetzt beschlossene Erh\u00f6hung von 0,45 Rp. auf 1,5 Rp. in Wirklichkeit bedeutet, dass der Zuschlag von bisher 100 % auf jetzt 333 % erh\u00f6ht wird. Eine solche Steigerung ist im Prinzip ungeheuerlich und sollte eigentlich eine entsprechende Anti-Abzocker-Initiative ins Leben rufen.<\/p>\n<p>Die Betreiber der Anlagen erhalten dagegen aus dem KEV-Topf eine komfortable, auf 20 Jahre (Windenergie) bzw. 25 Jahre (Fotovoltaik) garantierte Verg\u00fctung. W\u00e4hrend ein konventionelles Kraftwerk eine Kilowattstunde Strom f\u00fcr Betr\u00e4ge von etwa 4-5 Rp. erzeugen kann, wird den Betreibern aktuell f\u00fcr Windstrom bis zu 21,5 Rp. und f\u00fcr Fotovoltaikanlagen sogar bis zu 39,4 Rp. je kWh gezahlt. Zwar sollen diese S\u00e4tze im Verlauf der Jahre sinken, doch ist das Missverh\u00e4ltnis zu den Betr\u00e4gen, zu denen bisher Strom produziert werden konnte, einfach grotesk hoch. Beteuerungen, es handele sich um eine \u00fcbergangsweise F\u00f6rderung, die mit Erreichen der Wettbewerbsf\u00e4higkeit eingestellt werde, sollte man keinen Glauben schenken. Zu deutlich zeigt sich in Deutschland, dass solche Beteuerungen Zweckl\u00fcgen sind. Es geht schlicht um eine aus Deutschland importierte Betrugsmasche, mit der einigen Profiteuren ein bequemes Einkommen auf Kosten der Allgemeinheit gesichert werden soll, und sonst nichts.<\/p>\n<h2><b>Was wird noch verschwiegen?<\/b><\/h2>\n<p>Wenn man sich die zurzeit in Umlauf gebrachten Zahlen genauer ansieht, so dr\u00e4ngt sich zudem der Verdacht auf, dass man dem Volk nicht die ganze Wahrheit sagt. Schaut man sich den Stromverbrauch der Schweiz f\u00fcr das Jahr 2012 an, so kommt man auf 63 Terawattstunden (TWh). Nimmt man hiervon den Anteil der Privathaushalte, der recht stabil bei rund 30 % liegt, so errechnet sich allein f\u00fcr die Privathaushalte eine KEV-Gesamtsumme von knapp 300,- Mio. CHF pro Jahr. Was aber ist mit den \u00fcbrigen 70 %? Angeblich sollen nur Grossverbraucher von der Zahlung ausgenommen sein, und das w\u00e4ren vermutlich h\u00f6chstens 30 % der Industrie sowie der Verkehr, sprich die Bahn. Diese beiden Positionen machen zusammen jedoch nur rund 20 % des Gesamtverbrauchs aus. Was ist mit den \u00fcbrigen 50 %, was einem zus\u00e4tzlichen Betrag von rund 500 Mio. CHF pro Jahr entspricht. Wo bleibt dieses Geld, warum finden sich hier\u00fcber keine Angaben? Oder soll nur der Verbraucher direkt belastet werden? Es w\u00e4re einmal interessant zu sehen, wann sich im Land politische Kr\u00e4fte finden, die bereit sind, solche Fragen zu stellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3924\" alt=\"fredfmue47\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue47.jpg\" width=\"500\" height=\"301\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue47.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue47-150x90.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue47-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/>Bild 1.<\/b> Anteile des Stromverbrauchs in der Schweiz im Jahre 2011 (Zahlen: UVEK)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3926\" alt=\"fredfmue48\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue48.jpg\" width=\"500\" height=\"301\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue48.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue48-150x90.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue48-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><strong>Bild 2.<\/strong> W\u00fcrden alle Verbraucher gleichermassen zur Zahlung der KEV herangezogen, so k\u00e4men im Jahr knapp 1 Mrd. CHF zusammen (Grafik: Autor)<\/em><\/p>\n<h2><b>Quellen<\/b>:<\/h2>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[BFE] GESAMTE ERZEUGUNG UND ABGABE ELEKTRISCHER ENERGIE IN DER SCHWEIZ MITGETEILT VOM BUNDESAMT F\u00dcR ENERGIE<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">[BLUE] http:\/\/www.bluewin.ch\/de\/index.php\/22,777411\/Nationalrat_bringt_Energiewende_light_auf_den_Weg\/de\/news\/inland\/sda\/<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweizer B\u00fcrger werden mit 11 Milliarden Franken belastet Die beste Methode, an das Geld des Volkes heranzukommen, ist die T\u00e4uschung. Das wusste schon die Kirche im Mittelalter, als sie mit Hilfe des Ablasshandels naiven Gl\u00e4ubigen grosse Summen abkn\u00f6pfte. 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