{"id":3779,"date":"2013-02-14T15:10:24","date_gmt":"2013-02-14T15:10:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=3779"},"modified":"2013-05-06T05:12:06","modified_gmt":"2013-05-06T05:12:06","slug":"deutschlands-energiewende-und-die-realitat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=3779","title":{"rendered":"Deutschlands Energiewende und die Realit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<h2>Aufwind nur f\u00fcr den Strompreis?<\/h2>\n<p><i>Die von der Bundesregierung beschlossene Energiewende sieht vor, innerhalb von knapp 40 Jahren die Stromerzeugung Deutschlands zu 80 % auf erneuerbare Energien umzustellen. Dies w\u00e4re eine regelrechte Revolution im Bereich der Infrastrukturen f\u00fcr die Erzeugung und Verteilung von Strom, die innerhalb dieses Zeitraums praktisch vollst\u00e4ndig erneuert werden m\u00fcssen. Ohne R\u00fccksicht auf ungekl\u00e4rte Aspekte wie z.B. der v\u00f6llig unzureichenden Speicherm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Strom treibt die Politik diese Umstellung mit voller Kraft voran. Dabei sollte man sich doch zun\u00e4chst mit der Frage besch\u00e4ftigen, wie denn die Machbarkeiten \u2013 und vor allem die Kosten \u2013 dieses Jahrhundertprojekts tats\u00e4chlich aussehen.<\/i><\/p>\n<p>Die Umstellung der deutschen Stromerzeugung auf die so genannten neuen erneuerbaren Energien hat seit 2011 mit der Abschaltung von acht Kernkraftwerken und einer sprunghaften weiteren Zunahme des EE-Anteils an der Brutto-Stromerzeugung Deutschlands von 16 auf inzwischen 25 % [BDPR 1] entscheidend an Dynamik gewonnen. Wichtige Treiber dieser Entwicklung sind neben Konzernen und Kommunen auch ungez\u00e4hlte private Investoren. Dank garantierter Einspeiseverg\u00fctungen sehen viele B\u00fcrger die M\u00f6glichkeit, Umweltbewusstsein und Gewinnstreben unter einen Hut zu bringen. Kleininvestoren nutzen B\u00fcrgerbeteiligungsmodelle oder setzen sich gleich eine Solaranlage auf das Eigenheimdach. Von den Medien wurde diese Entwicklung zumeist mit gro\u03b2em Wohlwollen begleitet. Erst in j\u00fcngster Zeit scheinen angesichts des drastischen Anstiegs der EEG-Umlage um rund 47 % kritische Fragen nach den Auswirkungen dieser Entwicklung auf die weitere Entwicklung der Strompreise lauter zu werden. Konkrete Zahlen sind jedoch Mangelware, statt dessen verbreiten Regierungsstellen und interessierte Verb\u00e4nde vor allem positive Trendaussagen bez\u00fcglich versorgter Haushalte, eingesparter Tonnen CO<sub>2<\/sub> sowie neu geschaffener \u201egr\u00fcner\u201c Arbeitspl\u00e4tze. Konkrete Gesamtzahlenwerke \u2013 insbesondere mit Blick auf die l\u00e4ngerfristigen Trends \u2013 sind dagegen eher Mangelware. An dieser Stelle wird deshalb versucht, die langfristigen Trends der Energiewende in Zahlenform zu fassen. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Windenergie als dem eigentlichen Schl\u00fcsselelement der k\u00fcnftigen Energieerzeugung.<\/p>\n<h2><b>Voraussichtliche Stromproduktion bis 2050<\/b><\/h2>\n<p>Pr\u00e4misse auch des aktuellen Energiekonzepts der Bunderegierung ist Stromautarkie, d.h. die ben\u00f6tigte elektrische Energie soll nahezu vollst\u00e4ndig im eigenen Land erzeugt werden. F\u00fcr die Beurteilung des langfristigen Bedarfs an Anlagen zur Erzeugung elektrischen Stroms ist zun\u00e4chst die Frage zu beantworten, wie sich der k\u00fcnftige Strombedarf entwickeln d\u00fcrfte. Hierzu finden sich unterschiedlichste Meinungsbilder bis hin zur Ansicht, dass von einer stagnierenden oder gar sinkenden Nachfrage auszugehen sei. Solche Vorstellungen stehen jedoch im Widerspruch zum bisherigen Trend der Stromproduktion, <b>Bild 1 <\/b>[ERZE 1]. Trotz der bereits lange andauernden Bem\u00fchungen um die Reduzierung von Energieverbrauch und CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u03b2 zeigt eine Analyse der Stromerzeugung der letzten Jahrzehnte sowohl in Deutschland<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3780\" alt=\"fredfmue7\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue7.jpg\" width=\"500\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue7.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue7-150x115.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue7-300x231.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 1 <\/b>Stromerzeugung in Deutschland 1900 \u2013 2005 (Quelle: Markus Schweiss\/ Wikipedia)<\/em><\/p>\n<p>als auch in Europa [AGEB 1, EURO 1], dass diese stetig weiter anstieg und nur im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Turbulenzen zur\u00fcckging. In Deutschland gab es neben den krisenbedingten Einbr\u00fcchen der Jahre 1992\/1993 und 2008\/2009 zudem den Sonderfall der massiven Stilllegung ineffizienter Industrien der ehemaligen DDR nach der Wiedervereinigung Anfang 90er Jahre. F\u00fcr die EU der 27 lag der Anstieg in den zehn Jahren normaler wirtschaftlicher Entwicklung zwischen 1998-2008 im Mittel bei j\u00e4hrlich 1,48 %.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3781\" alt=\"fredfmue8\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue8.jpg\" width=\"500\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue8.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue8-150x84.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue8-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 2:<\/b> Erwartungen bez\u00fcglich des weiteren Anwachsens der Bruttostromerzeugung in Deutschland<\/em><\/p>\n<p>F\u00fcr die Einsch\u00e4tzung der k\u00fcnftigen Entwicklung der Stromerzeugung sollte man realistischerweise daher davon ausgehen, dass die bisher geltende Korrelation von wirtschaftlichem Fortschritt, allgemeinem Wohlstand und Stromverbrauch auch in Zukunft Geltung haben wird. Man muss sich vor Augen halten, dass die Vorstellung eines stagnierenden oder gar r\u00fcckl\u00e4ufigen Energieverbrauchs nicht aus der Beobachtung realer gesellschaftlicher Entwicklungen resultiert, sondern ein rein politisches Ph\u00e4nomen sind und W\u00fcnsche aus der Klimawandeldiskussion widerspiegeln. Die auf der Grundlage solcher Vorgaben von offiziellen Stellen unterstellten Sparpotenziale in Privathaushalten sowie in der Industrie werden von Brancheninsidern oft als \u00fcberzogen eingestuft.<\/p>\n<p>Auch wurde dabei ausgeblendet, in welchem Umfang technologische Fortschritte zus\u00e4tzlichen Bedarf an elektrischer Energie bedingen werden. So w\u00fcrde schon allein die von der Politik intensiv gef\u00f6rderte Umstellung des PKW-Verkehrs auf Elektroantrieb bei vollst\u00e4ndiger Umsetzung einen zus\u00e4tzlichen j\u00e4hrlichen Bedarf von rund 130 TWh bedingen [ELEC 1]. Auch die Automatisierung industrieller Produktionsprozesse ist nur durch erheblich gesteigerten Einsatz elektrischer Energie zu bew\u00e4ltigen. Moderne Kommunikations- und Unterhaltungselektronik f\u00fchrt ganz allgemein zu deutlich h\u00f6herem Stromverbrauch, und das nicht nur im Haushalt selbst, sondern auch bei den hierf\u00fcr erforderlichen externen Dienstleistern z.B. im Internetbereich. Untersch\u00e4tzt wird zumeist auch der k\u00fcnftig stark ansteigende Bedarf an Raumklimatisierung selbst in Privatwohnungen als Folge der versch\u00e4rften Vorschriften bez\u00fcglich der Isolation von Geb\u00e4uden. Ohne elektrisch betriebene Klimaanlagen w\u00fcrde diese Verkapselung ungesunde Wohnverh\u00e4ltnisse mit der Gefahr von Schimmelbildung herbeif\u00fchren.<\/p>\n<p>Bei der hier angenommenen Projektion des k\u00fcnftigen Strombedarfs wurde der durch Sondereffekte \u2013 die kurzfristige Abschaltung von acht Kernkraftwerken sowie g\u00fcnstige klimatische Bedingungen \u2013 bedingte Ausrei\u03b2er des Jahres 2011 ausgeklammert. Als Ausgangswert der Zeitreihe wurde stattdessen der Mittelwert der deutschen Stromproduktion der Jahre 2006 bis 2010 angesetzt. Auf Basis dieser Berechnung ergibt sich ein zu erwartender Anstieg der inl\u00e4ndischen Stromproduktion auf 1110 TWh im Jahre 2050, <b>Bild 2<\/b>.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3783\" alt=\"fredfmue9\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue9.jpg\" width=\"500\" height=\"312\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue9.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue9-150x93.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue9-300x187.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 3:<\/b> Relative Anteile der f\u00fcnf wichtigsten Technologien an der EE-Stromerzeugung in Deutschland im Jahre 2011<\/em><\/p>\n<h2><b>Derzeitige Anteile erneuerbarer Energien<\/b><\/h2>\n<p>In den letzten Jahren hat der Beitrag erneuerbarer Energien zur Stromproduktion erheblich zugenommen. Ausgehend von 3,6 % im Jahre 1990 hat sich dieser Trend kontinuierlich fortgesetzt, so dass der EE- Gesamtanteil Mitte 2012 bereits rund 25 % betrug. Die wichtigsten \u201eErneuerbaren\u201c und ihre relativen Anteile zeigt <b>Bild 3<\/b>.<\/p>\n<p>Diese beeindruckende Entwicklung ist jedoch nur ein Vorgeschmack dessen, was in den n\u00e4chsten 38 Jahren mit der weitest gehenden Umstellung der Stromerzeugung auf EE-Quellen auf Deutschland zukommen soll, <b>Bild 4,<\/b> [ENTW 1, EEGZ 1]. Nachfolgend wird versucht, die Haupttrends der k\u00fcnftigen Entwicklung herauszuarbeiten und m\u00f6glichst auch zu quantifizieren. Ber\u00fccksichtigung fanden hierbei nur solche Technologien, die bereits jetzt nennenswerte Beitr\u00e4ge zur Gesamt-Stromerzeugung leisten. Nischentechnologien mit schwer einsch\u00e4tzbarem Langfristpotenzial wie Wasserstoff, Geothermie sowie Wellen- oder Gezeitenkraftwerke wurden nicht ber\u00fccksichtigt.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3784\" alt=\"fredfmue10\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue10.jpg\" width=\"500\" height=\"306\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue10.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue10-150x91.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue10-300x183.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><b><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 4:<\/b> Das im Zuge der Energiewende geplante Anwachsen der EE-Anteile an der Stromerzeugung bis 2050<\/em><\/p>\n<h2><b>Entwicklungsdynamik<\/b><\/h2>\n<p>Von besonderer Bedeutung ist neben der Darstellung der aktuellen Anteile auch, wie sich diese in den letzten Jahren gegeneinander verschoben haben, <b>Bild 5 <\/b>[EEGZ 1]. Nur eine korrekte Bewertung dieser Dynamik der \u201eErneuerbaren\u201c untereinander erm\u00f6glicht ausreichend fundierte Annahmen bez\u00fcglich der k\u00fcnftig f\u00fcr die einzelnen Technologien zu erwartenden Trends.<\/p>\n<p>Am auff\u00e4lligsten ist \u2013 neben den massiven Zuw\u00e4chsen der Windenergie seit Mitte der 90er Jahre \u2013 die rasante Steigerung der Anteile von Biomasse und Fotovoltaik seit etwa 2003.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3786\" alt=\"fredfmue11\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue11.jpg\" width=\"500\" height=\"291\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue11.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue11-150x87.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue11-300x174.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 5: <\/b>Entwicklung der Anteile der wichtigsten Technologien an der EE-Stromerzeugung im Verlauf der letzten 20 Jahre<\/em><\/p>\n<p>Deutlich bescheidener fielen demgegen\u00fcber die Steigerungsraten beim Aufkommen von Strom aus M\u00fcll aus, w\u00e4hrend der Anteil der Wasserkraft kontinuierlich zur\u00fcckging. In den folgenden Abschnitten wird detaillierter auf die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Entwicklungsunterschiede sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen f\u00fcr die k\u00fcnftige Struktur der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen eingegangen.<\/p>\n<h2><b>Wasserkraft<\/b><\/h2>\n<p>Die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft erfolgt in Deutschland bereits seit mehr als 100 Jahren. Die derzeit installierte Wasserkraftleistung liegt bei rund 4.000-4.500 MW, <b>Bild 6<\/b>. Die Jahresproduktion liegt recht konstant bei etwa 20 TWh elektrischer Energie, was lediglich rund 1,8 % der im Jahr 2050 ben\u00f6tigten Stromproduktion entspr\u00e4che.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3788\" alt=\"fredfmue12\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue12.jpg\" width=\"500\" height=\"264\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue12.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue12-150x79.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue12-300x158.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 6:<\/b> Die Leistung der deutschen Wasserkraftwerke blieb weitgehend konstant. Seit 2008 werden Pumpspeicherkraftwerke mit nat\u00fcrlichem Zufluss nicht mehr ber\u00fccksichtigt.<\/em><\/p>\n<p>Vorteil der Wasserkraft ist ihre problemlose Regelbarkeit, weshalb sie sich sehr gut zum Ausgleich von Lastschwankungen eignet. Ihr durchschnittlicher Nutzungsgrad liegt zwischen 45-55 %.<\/p>\n<p>In Deutschland ist das entsprechende Potenzial aufgrund der topographischen Gegebenheiten bereits seit langem weitgehend ausgesch\u00f6pft. Zus\u00e4tzliche Klein- und Kleinstanlagen liefern nur begrenzte Zusatzbeitr\u00e4ge und sind wegen ihrer nachteiligen Auswirkungen auf Flora und Fauna umstritten. \u00c4hnlich enge Grenzen kennzeichnen auch die Situation bei Pumpspeicherkraftwerken, wo das geringe in Deutschland verf\u00fcgbare Potenzial ebenfalls wenig Raum f\u00fcr substanzielle Erweiterungen l\u00e4sst.<\/p>\n<h2><b>M\u00fcllheizkraftwerke<\/b><\/h2>\n<p>Bei der Erzeugung von Strom aus M\u00fcll gab es seit Mitte der 90er Jahre einen deutlichen Anstieg der installierten Kapazit\u00e4t von rund 550 MW auf etwa 1.400 MW in den Jahren 2009\/2010. Der Anteil an der Erzeugung von EE-Strom ist jedoch mit rund 3,6 % im Jahre 2012 nach wie vor vergleichsweise gering. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3789\" alt=\"fredfmue13\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue13.jpg\" width=\"500\" height=\"377\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue13.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue13-150x113.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue13-300x226.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 7: <\/b>Der elektrische Nutzungsgrad von M\u00fcllheizkraftwerken schwankt zwischen 20-35 %<\/em><\/p>\n<p>Wesentliche weitere Steigerungen sind wegen des begrenzten Abfallaufkommens sowie vergleichsweise hoher Kosten f\u00fcr die Errichtung der entsprechenden Anlagen kaum zu erwarten. Deshalb d\u00fcrfte der Anteil des Stroms aus M\u00fcll an der Stromerzeugung in den n\u00e4chsten Jahren tendenziell abnehmen. Hinzu kommen Probleme aufgrund des h\u00e4ufig schwankenden und teilweise unzureichenden Heizwerts der verf\u00fcgbaren Abfallstoffe. Der Nutzungsgrad der Anlagen ist mit lediglich 20-35 % daher vergleichsweise niedrig, <b>Bild 7<\/b>. Zudem eignen sich M\u00fcllheizkraftwerke nur bedingt f\u00fcr rasche Lastwechsel zur Stabilisierung der Netze bei zunehmender Einspeisung von schwankendem Stromaufkommen aus Wind- und Solaranlagen. Der hierdurch zu erwartende weitere R\u00fcckgang des Nutzungsgrades d\u00fcrfte ihre Rentabilit\u00e4t beeintr\u00e4chtigen. Dies k\u00f6nnte die Bereitschaft zu entsprechenden Investitionen in Zukunft d\u00e4mpfen.<\/p>\n<h2><b>Biomasse<\/b><\/h2>\n<p>Die Stromerzeugung auf Basis von Biomasse bzw. Biogas als Brennstoff hat vor allem im Zeitraum seit 2003 sprunghaft zugenommen, <b>Bild 8<\/b>. Mit einem Anteil von \u00fcber 22 % war Biomasse im Jahre 2012 nach dem Wind die zweitwichtigste Quelle von EE-Strom. Bei der Beurteilung ist zu beachten, dass der Begriff Biomasse unterschiedliche Technologien umfasst. So gibt es neben der direkten Verfeuerung von z. B. Holz oder Stroh auch einen indirekten Weg \u00fcber G\u00e4rprozesse, mit deren Hilfe Biogas erzeugt wird. Dieser leicht speicherbare Energietr\u00e4ger eignet sich f\u00fcr gut regelbare Gaskraftwerke oder Blockheizkraftwerke. Anlagen zur Stromerzeugung aus Biomasse haben vergleichsweise gute Nutzungsgrade von meist mehr als 40 %.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3790\" alt=\"fredfmue14\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue14.jpg\" width=\"500\" height=\"387\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue14.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue14-150x116.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue14-300x232.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 8:<\/b> Die Stromerzeugung auf Basis von Biomasse bzw. Biogas als Brennstoff hat seit 2003 sprunghaft zugenommen<\/em><\/p>\n<p>Trotz dieser Vorteile ist jedoch nicht zu erwarten, dass die relative Bedeutung von Biomasse als Lieferant von EE-Strom in gleichem Ma\u03b2e weiter zunehmen wird wie bisher. Ihre Erzeugung geht n\u00e4mlich teils direkt, teils indirekt zu Lasten der Produktion von Lebensmitteln. \u00c4hnlich wie bei \u201eBio\u201c-Treibstoffen bewirkt die EE-F\u00f6rderung, dass mit dem Anbau von Energiepflanzen mehr verdient wird als mit der Produktion von Lebensmitteln. In einer hungriger werdenden Welt d\u00fcrfte dies zunehmend Bedenken ausl\u00f6sen.<\/p>\n<h2><b>Fotovoltaik<\/b><\/h2>\n<p>Regelrechtes Wunderkind der EE-Branche ist die Fotovoltaik. Trotz hoher Kosten und einem eher bescheidenen Nutzungsgrad konnte sie viele Jahre lang Zuwachsraten im hohen zweistelligen oder gar im dreistelligen Bereich erzielen (<b>Bild 9) <\/b>und tr\u00e4gt im Jahre 2012 bereits rund 21 % zur gesamten Erzeugung von EE-Strom bei [BDPR 1, AGEE 1, DECK 1, DECK 2]. Das Wachstum d\u00fcrfte auch in den n\u00e4chsten Jahren stark bleiben, hat doch die Fotovoltaik dank der h\u00f6chsten Akzeptanz aller EE-Technologien in der Bev\u00f6lkerung [AKZE 1] eine au\u03b2erordentlich starke Lobby, die auch weiterhin kr\u00e4ftigen politischen Druck f\u00fcr weitere F\u00f6rderung aus\u00fcben d\u00fcrfte. Die politische Macht dieser Pro-Solar-Kr\u00e4fte zeigte sich 2012, als Bremsversuche der Regierung im Bundesrat ausgehebelt wurden. Deshalb zeichnet sich f\u00fcr 2012 ein \u00e4hnlich hoher Zubau \u2013 in einer Gr\u00f6\u03b2enordnung von mehr als 7.000 MW \u2013 ab wie f\u00fcr 2011 [DECK 1]. Angesichts dieser Dynamik bleibt abzuwarten, ob und wann es gelingen wird, die von z.B. Bundesnetzagentur und Bundesumweltministerium l\u00e4ngerfristig angestrebte j\u00e4hrliche Zunahme der Fotovoltaik-Kapazit\u00e4ten auf rund 2.500-3.500 MW [DECK 3] herunterzudr\u00fccken. Die per Oktober 2012 installierte Leistung liegt bei nominell 30.000 MW [DECK 1, SOLA 1, SOLA 2].<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3792\" alt=\"fredfmue15\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue15.jpg\" width=\"500\" height=\"314\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue15.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue15-150x94.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue15-300x188.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 9<\/b>: Die Fotovoltaik erzielt seit Jahren Zuwachsraten im hohen zweistelligen oder gar im dreistelligen Bereich<\/em><\/p>\n<p>L\u00e4ngerfristig kann dennoch erwartet werden, dass die Zubaudynamik bis 2050 nachl\u00e4sst, weil sich angesichts der auf die deutschen Stromverbraucher zukommenden Kosten irgendwann die Realit\u00e4ten des ung\u00fcnstigen Preis-Leistungsverh\u00e4ltnisses bremsend auswirken d\u00fcrften. Wann dies der Fall sein wird, ist allerdings sehr schwer abzusch\u00e4tzen. Das Scheitern der K\u00fcrzungsambitionen des fr\u00fcheren Bundesumweltministers R\u00f6ttgen wird anderen Politikern sicherlich warnend in Erinnerung bleiben. Bei der hier vorgestellten Projektion wird daher von einer Endausbaustufe von nominell 86.000 MW im Jahre 2050 ausgegangen. Bei mittleren Investitionskosten von 2 Mio. \u20ac\/ MW [SOKO 1, SOKO 2] entspr\u00e4che dies dann einem Gesamt-Investitionsvolumen von 172 Mrd. \u20ac. Da die Lebensdauer der Anlagen aufgrund der F\u00f6rderzeitbegrenzung durch das EEG mit 20 Jahren angesetzt werden muss, d\u00fcrfte sich dieser Betrag durch die erforderlichen Ersatzinvestitionen auf voraussichtlich deutlich \u00fcber 200 Mrd. \u20ac erh\u00f6hen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3793\" alt=\"fredfmue16\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue16.jpg\" width=\"500\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue16.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue16-150x86.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue16-300x172.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 10:<\/b> Nutzungsgrade von Fotovoltaik (FV) und Windenergie im Verlauf der letzten beiden Jahrzehnte<\/em><\/p>\n<h2><b>Windenergie<\/b><\/h2>\n<p>Aufgrund der begrenzten Ausbaupotenziale von Wasser, Biomasse bzw. M\u00fcll ist anzunehmen, dass der geplante massive Ausbau der EE-Stromerzeugung im Wesentlichen in den Bereichen Windenergie und Fotovoltaik stattfindet. Die Windenergie d\u00fcrfte hierbei ungeachtet der Popularit\u00e4t der Fotovoltaik die Nase vorn haben, weil sie das mit Abstand bessere Verh\u00e4ltnis von Kapitalbedarf zu Stromertrag bietet. Grund hierf\u00fcr ist der erhebliche Unterschied der Nutzungsgrade,<b> Bild 10<\/b>. (Zu den auf der Grundlage von BDEW-Angaben [EEGZ 1] zu installierten Leistungen und erzielten Stromertr\u00e4gen ermittelten Zahlen sei angemerkt, dass sie teils deutlich niedriger sind als die optimistischen Erwartungswerte in Herstellerprospekten und manchen offiziellen Studien). Aufgrund diverser Standortfaktoren sowie der vergleichsweise geringen Zahl an Sonnenstunden erreichen die in Deutschland installierten FV-Anlagen im Mittel Nutzungsgrade von weniger als 10 %, der Jahresmittelwert \u00fcber 10 Jahre liegt bei 7,5 %. An Land errichtete Windenergieanlagen kommen dagegen auf Werte zwischen 15 und 20 % mit einem langj\u00e4hrigen Mittelwert von 16,8 %. Bei Offshore-Anlagen liegt dieser Wert nach Erfahrungen aus Gro\u03b2britannien, wo bereits seit Jahren zahlreiche Offshore-Windparks in Betrieb sind, bei 29,65 % [GROS 1, OFFS 1]. Dies wirkt sich deutlich auf den j\u00e4hrlichen Stromertrag pro eingesetztem Kapital aus: W\u00e4hrend eine typische landgest\u00fctzte Windenergieanlage pro eingesetztem \u20ac und Jahr eine Strommenge von mehr als 0,8 kWh liefern kann, liegt der Vergleichswert f\u00fcr FV-Anlagen fallweise um 60 % darunter, <b>Bild 11 <\/b>[NIEB 1, TRIA 1, SOKO 1-3]. F\u00fcr den Betreiber hat dieser an und f\u00fcr sich erhebliche Unterschied zwar keine nachteiligen Auswirkungen, weil die Kostendifferenz durch die wesentlich h\u00f6heren Einspeiseverg\u00fctungen f\u00fcr Solarstrom kompensiert wird. Unter volkswirtschaftlichen Aspekten und angesichts der zu bew\u00e4ltigenden Gr\u00f6\u03b2enordnungen spricht deshalb jedoch langfristig viel f\u00fcr eine merkliche Schwerpunktbildung in Richtung Windenergie. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3794\" alt=\"fredfmue17\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue17.jpg\" width=\"500\" height=\"301\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue17.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue17-150x90.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue17-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 11:<\/b> Stromertrag pro Kapitaleinsatz und Jahr f\u00fcr die drei zuk\u00fcnftig wichtigsten EE-Technologien<\/em><\/p>\n<h2><b>Standortfaktoren der Windenergie<\/b><\/h2>\n<p>Bei der Auswahl des Standorts einer Windenergieanlage hat die dort herrschende mittlere Windgeschwindigkeit entscheidenden Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit [EEGZ 1]. Da der Wind auf See st\u00e4rker und gleichm\u00e4\u03b2iger weht als an Land, haben Offshoreanlagen bessere Nutzungsgrade als solche, die an Land errichtet werden. Bevorzugte Festlandstandorte sind aus dem gleichen Grund k\u00fcstennahe Bundesl\u00e4nder wie Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern (<b>Bild 12<\/b>), doch w\u00e4re aufgrund der schieren Zahl der zur Erreichung des Endziels von 80 % EE-Stromerzeugung noch zu errichtenden Anlagen eine Auff\u00e4cherung der Standorte \u00fcber ganz Deutschland unumg\u00e4nglich.<\/p>\n<p>In diesem Umfeld gilt die Offshore-Stromerzeugung vielfach als Hoffnungstr\u00e4ger. Die rauen Bedingungen sowie die Notwendigkeit der Gr\u00fcndung und Errichtung in tiefem Wasser verursachen jedoch einen hohen technischen Aufwand sowohl beim Bau als auch bei Unterhalt und R\u00fcckbau. Die entsprechenden Kapital- und Betriebsaufwendungen liegen daher merklich \u00fcber dem an Land \u00fcblichen Niveau. Hinzu kommt der teure Anschluss mithilfe spezieller Seekabel. Deshalb zeichnet sich immer deutlicher ab, dass der Ausbau der Offshore-Standorte zumindest vorerst nicht mit der gleichen Dynamik erfolgen d\u00fcrfte wie an Land [TELE 1, WIWO 1].<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3795\" alt=\"fredfmue18\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue18.jpg\" width=\"500\" height=\"329\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue18.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue18-150x98.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue18-300x197.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 12:<\/b> Einfluss des Standorts von Windenergieanlagen auf den Nutzungsgrad im Jahre 2010<\/em><\/p>\n<h2><b>Wirtschaftliche Aspekte<\/b><\/h2>\n<p>Die auf Grundlage der derzeit verf\u00fcgbaren Informationen plausibelste Projektion der Aufteilung der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen auf die verschiedenen EE-Technologien bis 2050 zeigt <b>Bild 13<\/b>. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wird Deutschland mit der skizzierten Entwicklung vor einer Herkulesaufgabe stehen. So m\u00fcsste die Zahl der an Land errichteten Windenergieanlagen (bei Annahme einer durchschnittlichen Nennleistung von 3 MW) von 2011 bis 2050 von ca. 21.500 um fast das Siebenfache auf rund 147.000 gesteigert werden, <b>Bild 14<\/b>. Im Offshorebereich kann f\u00fcr den gleichen Zeitraum eine Zunahme der in Betrieb befindlichen Generatoren von aktuell wenigen Dutzend auf rund 7.700 Anlagen der 6-MW-Klasse angenommen werden. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3797\" alt=\"fredfmue19\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue19.jpg\" width=\"500\" height=\"312\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue19.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue19-150x93.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue19-300x187.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 13:<\/b> Projektion der Aufteilung der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen auf die verschiedenen EE-Technologien von 2000 bis 2050<\/em><\/p>\n<p>Bei der Kalkulation des f\u00fcr die Windenergie erforderlichen Kapitalbedarfs ist zu ber\u00fccksichtigen, dass parallel zum Zubau neuer Anlagen auch ein kontinuierlicher Ersatz \u00e4lterer Anlagen erforderlich wird. Windenergieanlagen sind mechanisch extrem beanspruchte Konstruktionen, deren Lebensdauer auf ca. 20 Jahre begrenzt ist. Anschlie\u03b2end muss meist alles bis herab zum Fundament ersetzt werden, da die Nachfolgeanlage in der Regel mehr Leistung oder zumindest einen h\u00f6heren Mast hat. Jede in diesem Jahrzehnt neu gebaute Anlage muss somit bis zum Jahr 2050 ein bis zwei Mal ersetzt werden. Kumuliert ergibt sich aus diesen \u00dcberlegungen auf der Basis des aktuellen Standes der Technologie und zu heutigen Kosten ein Gesamt-Investitionsvolumen von sch\u00e4tzungsweise 1.500 Mrd. \u20ac.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3798\" alt=\"fredfmue20\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue20.jpg\" width=\"500\" height=\"301\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue20.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue20-150x90.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue20-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 14<\/b>: Voraussichtliche Entwicklung der Zahl an Land (3-MW-Klasse) bzw. Offshore (6-MW-Klasse) betriebener Windenergieanlagen von 2010 bis 2050<\/em><\/p>\n<h2><b>Speicherung unerl\u00e4sslich<\/b><\/h2>\n<p>Auf der Grundlage der vorstehenden \u00dcberlegungen l\u00e4sst sich f\u00fcr das Jahr 2050 f\u00fcr die einzelnen EE-Erzeugungsarten die jeweils erforderliche Gesamt-Jahresproduktion an elektrischem Strom ermitteln, <b>Bild 15<\/b>. Dabei ist zu ber\u00fccksichtigen, dass Strom aus Wind und Sonne im Unterschied zu den \u00fcbrigen Erzeugungswegen nicht bedarfsgesteuert produziert werden kann. Die Erzeugung h\u00e4ngt ausschlie\u03b2lich von den Launen des Wetters ab. Das ist ein entscheidendes Handicap, weil sich elektrischer Strom nicht direkt speichern l\u00e4sst. Die Stromversorgung im Netz bleibt nur stabil, wenn Erzeugung und Verbrauch stets exakt im Gleichgewicht sind. Zudem l\u00e4sst sich der Bedarf nur begrenzt an die Erzeugung anpassen: Bev\u00f6lkerung und Industrie brauchen Strom dann, wenn man morgens unter der Dusche steht, mittags gekocht werden soll oder um 08:00 die Arbeit beginnt.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3799\" alt=\"fredfmue21\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue21.jpg\" width=\"500\" height=\"335\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue21.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue21-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue21-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 15:<\/b> Aufteilung der im Jahr 2050 zu erwartenden Gesamt-Jahresproduktion an elektrischem Strom pro Erzeugungsart<\/em><\/p>\n<p>Angesichts des Anteils von fast 75 % an der Gesamterzeugung, den Wind- und Sonnenstrom im Jahr 2050 haben d\u00fcrften, steht und f\u00e4llt daher das gesamte Konzept der Energiewende mit der Frage, wie man den in Zeiten eines \u00dcberangebots anfallenden EE-Strom speichern kann, um ihn bei Mangelsituationen wieder einzuspeisen. Von den zahlreichen derzeit propagierten Technologien ist lediglich das Pumpspeicherprinzip bereits in nennenswertem Umfang verf\u00fcgbar. Hierbei wird Wasser bei Strom\u00fcberschuss mit Hilfe von Pumpen aus einem tieferen in ein h\u00f6heres Becken gepumpt. Wird sp\u00e4ter Strom ben\u00f6tigt, so l\u00e4sst man das Wasser wieder hinabstr\u00f6men und treibt damit Turbinen an. Dabei werden heute Wirkungsgrade von rund 80 % erreicht. Andere heute propagierte Konzepte weisen im Vergleich hiermit deutliche Nachteile auf, sei es bez\u00fcglich Kapazit\u00e4ten, Kosten, Wirkungsgrad oder gro\u03b2technischer Verf\u00fcgbarkeit.<\/p>\n<h2><b>Anforderungen an Speicher und Netze<\/b><\/h2>\n<p>Bei der Speicherung von Strom aus Wind- und Sonnenenergie muss man sich zun\u00e4chst Klarheit \u00fcber zwei ganz unterschiedliche Kriterien verschaffen. Zum einen geht es um Anschlussleistungen, denn die Speicher m\u00fcssen ja die zur Verf\u00fcgung gestellte Leistung auch dann bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen, wenn die Last am Netz an einem klaren und windreichen Sonntag vergleichsweise gering ist k\u00f6nnen. Ein weiteres, davon unabh\u00e4ngiges Kriterium ist die zu speichernde Energiemenge. Hiervon h\u00e4ngt im Wesentlichen ab, wie lange ein gef\u00fcllter Speicher im Bedarfsfall auch Strom liefern kann.<\/p>\n<p>Bei der Betrachtung der erforderlichen Anschlussleistung kommen die geringen Nutzungsgrade von Wind- und Solaranlagen ins Spiel. Sie zwingen dazu, zur Erzielung einer gew\u00fcnschten Jahres-Gesamtproduktion entsprechend hohe \u00dcberkapazit\u00e4ten vorzuhalten. Konkret w\u00fcrden im Extremfall bis zu 570.000 MW an EE-Leistung bei einer Netzlast von gerade mal 60.000 MW anfallen, <b>Bild 16<\/b>. Deshalb muss an klaren, windreichen Sonntagen in der Mittagszeit mit einem \u00dcberschuss von bis zu rund 500.000 MW gerechnet werden. Solche Leistungen k\u00f6nnen zur Zeit nirgendwo in Europa auch nur ann\u00e4hernd \u00fcbertragen, geschweige denn gespeichert werden. Die gesamte installierte Leistung deutscher Pumpspeicherkraftwerke liegt aktuell bei rund 6.000 MW [SCHW 1], was weniger als 1,5 % des zu erwartenden Bedarfs entspricht. Eine wesentliche Kapazit\u00e4tsausweitung ist aufgrund des Mangels an geeigneten Standorten kaum m\u00f6glich. Auch die h\u00e4ufig als \u201eBatterien Europas\u201c propagierten Alpenl\u00e4nder sowie Norwegen sind zumindest nach aktuellem Stand der Dinge keine echten Alternativen. So stehen 2012 in \u00d6sterreich lediglich rund 3.000 MW und in der Schweiz 1.800 MW an Pumpspeicherleistung zur Verf\u00fcgung [SCHW 1]. In beiden L\u00e4ndern ist das Ausbaupotenzial zudem eng begrenzt. In Norwegen, das aktuell nur \u00fcber minimale Kapazit\u00e4ten verf\u00fcgt, k\u00f6nnten zwar m\u00f6glicherweise insgesamt bis zu 20.000 MW erschlossen werden [NORW 1], doch sind hier neben den Kosten f\u00fcr Bau und Betrieb auch noch die Kosten f\u00fcr die teuren Seekabel zu ber\u00fccksichtigen. Weitere Probleme ergeben sich dadurch, dass in Norwegen die Stromproduktion aus Stauseen und Fl\u00fcssen im Winter wegen Vereisung oft hart an ihre Kapazit\u00e4tsgrenze gelangt und gr\u00f6\u03b2ere Eingriffe in die Natur auf politischen Widerstand sto\u03b2en d\u00fcrften. Selbst bei maximaler Ausweitung der Pumpspeicherkapazit\u00e4ten aller vier L\u00e4nder auf zusammen vielleicht 35.000 MW k\u00e4me man lediglich auf rund 7 % der tats\u00e4chlich erforderlichen Leistungsaufnahme. Auch ist zu bedenken, dass bei den genannten \u201eeurop\u00e4ischen Batterien\u201c neben Deutschland bereits weitere L\u00e4nder wie Italien, Gro\u03b2britannien, D\u00e4nemark und die Niederlande angeklopft haben, weil sie dort ihren \u00fcbersch\u00fcssigen \u00d6kostrom zwischenparken m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Hinzu kommt der Kostenaspekt: Beim Bau von Pumpspeicherwerken muss man beispielsweise in der Schweiz mit Kosten von 1,5 Mrd. \u20ac pro 1.000 MW installierter Leistung rechnen [SCHW 1]. Bei einem hypothetischen Gesamtbedarf von 550.000 MW w\u00fcrden sich somit allein die hierf\u00fcr erforderlichen Investitionen auf rund 750 Mrd. \u20ac summieren.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3800\" alt=\"fredfmue22\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue22.jpg\" width=\"500\" height=\"338\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue22.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue22-150x101.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue22-300x202.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 16: <\/b>Die<b> <\/b>geringen Nutzungsgrade von Wind- und Solaranlagen zwingen dazu, zur Erzielung einer definierten Jahres-Gesamtproduktion erhebliche \u00dcberkapazit\u00e4ten vorzuhalten<\/em><\/p>\n<p>Weiterer Aspekt sind die Kosten f\u00fcr die erforderlichen Kabelverbindungen. So kostet allein das 1.400 MW- Nord.Link- Kabelprojekt nach Norwegen gesch\u00e4tzte 1,5 Mrd. \u20ac [NORD 1, NORD 2]. Bei \u00dcberland-Fernleitungen liegen die spezifischen Kosten nach Einsch\u00e4tzung der Deutschen Netzagentur bei rund 6 Mio. \u20ac\/ km [KURT 1]. Da eine solche Leitung typischerweise f\u00fcr 1.000 bis 2.000 MW ausgelegt ist, br\u00e4uchte man davon mindestens 250 mit einer L\u00e4nge von bis zu 1.000 km, um die anfallenden Spitzenleistungen zu den weit entfernten Speichern und wieder zur\u00fcck zu transportieren. Somit k\u00e4men zu den Kosten des Ausbaus von Pumpspeicherwerken nochmals rund 1.500 Mrd. \u20ac f\u00fcr den erforderlichen Leitungsausbau. Selbst wenn es gelingen sollte, in n\u00e4herer Zukunft eine der anderen zur Zeit ins Auge gefassten Speichertechnologien wie Druckluft oder Power-to-Gas so zu ert\u00fcchtigen, dass sie sowohl vom Wirkungsgrad als auch von den darstellbaren Kapazit\u00e4ten und Kosten her den Anforderungen gen\u00fcgen w\u00fcrde, so ist nach aktuell absch\u00e4tzbarem Stand der technischen Entwicklung dennoch kaum damit zu rechnen, dass sich die Kosten g\u00fcnstiger darstellen w\u00fcrden als bei Pumpspeicherkraftwerken. An den hier vorgestellten Zahlen w\u00fcrde sich daher nicht viel \u00e4ndern.<\/p>\n<h2><b>Erforderliche Speicherkapazit\u00e4ten<\/b><\/h2>\n<p>Der zweite bei der Betrachtung der Speicherproblematik zu beachtende Aspekt ist \u2013 wie bereits erw\u00e4hnt \u2013 die erforderliche Kapazit\u00e4t, d. h. die Menge an Wasser und damit an Energie, die gespeichert werden kann. Diese Kapazit\u00e4t muss ausreichen, um Schwachwindphasen zu \u00fcberbr\u00fccken, die im Winterhalbjahr fl\u00e4chendeckend \u00fcber gro\u03b2en Teilen Deutschlands einschlie\u03b2lich der Nordsee \u00fcber Zeitr\u00e4ume von etlichen Wochen andauern k\u00f6nnen. Angesichts der Bedeutung einer gesicherten Stromversorgung f\u00fcr die Aufrechterhaltung existenzieller Funktionen des Staates erscheint es berechtigt, einen Sicherheitspuffer von mindestens 8 Wochen zu fordern. Dies entspr\u00e4che etwa 140 TWh. Da jedoch die heute vorhandenen Pumpspeicherkraftwerke meist f\u00fcr einen 24-Stunden-Betriebsrhythmus ausgelegt wurden, ist die Kapazit\u00e4t ihrer Becken meist nur f\u00fcr wenige Stunden Betrieb ausgelegt. In Goldisthal, dem gr\u00f6\u03b2ten und modernsten Pumpspeicherkraftwerk Deutschlands mit 1.000 MW Leistung, sind gerade einmal knapp 9 Stunden Volllastbetrieb m\u00f6glich, was lediglich 0,009 TWh entspricht. Deshalb erscheint es schwer vorstellbar, dass die zur Sicherung einer zuverl\u00e4ssigen Stromversorgung erforderlichen Speicherkapazit\u00e4ten auch nur ann\u00e4hernd mit Hilfe von Pumpspeicherkraftwerken bereitgestellt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\"><b>Stromspeicherung: Zusammenbruch bisheriger Gesch\u00e4ftsmodelle<\/b><\/h2>\n<p>Unabh\u00e4ngig von der Frage der zur Verf\u00fcgung stehenden Kapazit\u00e4ten w\u00e4re auch die Frage zu kl\u00e4ren, wie die Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb entsprechender Anlagen zu gew\u00e4hrleisten ist. Da Speicherkraftwerke sehr teuer sind, muss das zugrundeliegende Gesch\u00e4ftsmodell eingehalten werden k\u00f6nnen, weil sonst kein wirtschaftlicher Betrieb mehr m\u00f6glich w\u00e4re. Das heute \u00fcbliche Betriebsmodell f\u00fcr Pumpspeicherkraftwerke ist der Betrieb im Tag-Nacht-Rhythmus: Nachts wird das Oberbecken mit billigem Grundlaststrom gef\u00fcllt, um diese Energie dann tags\u00fcber zu h\u00f6heren Preisen als Spitzenlaststrom zu verkaufen. Wenn die Becken nicht im gewohnten 24-h-Rhythmus gef\u00fcllt und geleert werden k\u00f6nnen, entstehen Verluste. Eine Vorratshaltung f\u00fcr l\u00e4ngere Zeitperioden w\u00fcrde daher ein anderes Gesch\u00e4ftsmodell erfordern \u2013 was nur \u00fcber erheblich h\u00f6here Speicherungskosten darstellbar w\u00e4re.<\/p>\n<p>Weiteres Problem, das vom Grundsatz her nicht nur Pumpspeicherkraftwerke, sondern auch f\u00fcr alle anderen eventuell noch zu entwickelnden Speichersysteme gleicherma\u03b2en zutrifft, ist der k\u00fcnftige Wegfall des bisher sicher verf\u00fcgbaren Spitzenstrom-Marktes zur Tagesmitte. Dieser bricht mit der rapiden Zunahme des gerade in der Mittagszeit \u00fcberreichlich angebotenen Solarstroms immer mehr zusammen. Da dieser Strom vorrangig abgenommen und nach EEG-Richtlinien verg\u00fctet werden muss, sind die Netzbetreiber gezwungen, die \u00dcberschussmengen zu Schleuderpreisen an den europ\u00e4ischen Stromm\u00e4rkten losschlagen. Betreiber von Speicherkraftwerken beklagen daher immer h\u00e4ufiger, dass sie f\u00fcr ihren Spitzenlaststrom keine ausk\u00f6mmlichen Preise mehr erzielen k\u00f6nnen. Je mehr diese Problematik mit dem derzeit unaufhaltsam scheinenden Ausbau der Fotovoltaik zunimmt, desto schwerer d\u00fcrfte es werden, Investoren f\u00fcr neu zu errichtende Speicherkraftwerke zu finden \u2013 und zwar unabh\u00e4ngig davon, in welcher Technologie sie ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<h2><b>Kostenfalle Speicherwirkungsgrad<\/b><\/h2>\n<p>Da die Stromerzeugung aus Sonne und Wind v\u00f6llig von den Zuf\u00e4llen des Wettergeschehens abh\u00e4ngt, stimmen Netzlast einerseits und Stromerzeugung aus diesen Quellen andererseits kaum jemals \u00fcberein. \u00dcbersch\u00fcsse m\u00fcssen daher gespeichert werden, um sie dann bei Unterdeckung wieder ins Netz zu speisen. Angesichts der Gr\u00f6\u03b2enordnung und H\u00e4ufigkeit der Schwankungen kann davon ausgegangen werden, dass etwa 40 % des durch Sonne und Wind erzeugten Stroms nicht direkt im Netz verbraucht werden k\u00f6nnen, sondern kurz,- mittel- oder langfristig gespeichert werden muss [OFFS 2]. Dies w\u00fcrde j\u00e4hrlich rund 330 TWh entsprechen. Je gr\u00f6\u03b2er die bei der Speicherung dieser Energiemenge auftretenden Verluste, desto mehr EE-Strom muss zus\u00e4tzlich erzeugt werden, um die erforderliche Versorgung der Verbraucher sicherzustellen. Anders ausgedr\u00fcckt muss in jedem Fall soviel in die Speicher hineingesteckt werden, dass am Ende die ben\u00f6tigten 330 TWh wieder herauskommen. Zu den Wirkungsgradverlusten sind hierbei auch die Leitungsverluste hinzuzurechnen. W\u00e4hrend man fr\u00fcher Wert darauf legte, Kraftwerke nicht allzu weit von den Bedarfszentren anzusiedeln, erfordert der \u00dcbergang zu Erneuerbaren Energien einen Langstrecken-Stromtourismus zwischen den \u201eEE-Stromh\u00f6ffigen\u201c Standorten, den Ballungszentren des Verbrauchs und den Speichern. So m\u00fcsste beispielsweise Windstrom, der in Norddeutschland erzeugt, in \u00d6sterreich gespeichert und von dort dann nach Bayern transportiert wird, \u00fcber eine Strecke von insgesamt rund 1.500 km gef\u00fchrt werden. Bei den f\u00fcr 380 kV-Leitungen typischen Leitungsverlusten von 1,5-2 %\/ 100 km ergibt sich ein \u00dcbertragungsverlust von knapp 30 %. Zusammen mit Trafoverlusten und den 20 % Umwandlungsverlust im Pumpspeicherkraftwerk summieren sich die Gesamtverluste der Speicherung demnach auf rund 50 %. Dies wiederum bedeutet, dass dem Speicherprozess statt der urspr\u00fcnglich ben\u00f6tigten 330 TWh die doppelte Menge \u2013 also 660 TWh \u2013 zur Verf\u00fcgung gestellt werden m\u00fcssten. Dies w\u00fcrde den Bau von zus\u00e4tzlich 62.000 Windenergieanlagen erfordern, was weitere Kosten von 600 Mrd. \u20ac bedingen w\u00fcrde. Au\u03b2erdem m\u00fcssten weitere Leitungen f\u00fcr die \u00dcbertragung der zus\u00e4tzlich zu bew\u00e4ltigenden Spitzenleistung gebaut werden. Was andere heute diskutierte Speichertechnologien wie Druckluft, Wasserstofferzeugung oder Power-to-Gas betrifft, deren Wirkungsgrade teilweise deutlich unterhalb von 50 % liegen, so d\u00fcrfte es schwerfallen, angesichts dieser Zusammenh\u00e4nge ihren fl\u00e4chendeckenden Einsatz ernsthaft in Erw\u00e4gung zu ziehen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3802\" alt=\"fredfmue23\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue23.jpg\" width=\"500\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue23.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue23-150x75.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue23-300x150.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 17:<\/b> Das aus den EEX-Windstromdaten f\u00fcr September 2012 generierte Diagramm dokumentiert die Heftigkeit der Schwankungen des Windstromaufkommens (Quelle: http:\/\/www.Winfried Heck.de)<\/em><\/p>\n<h2><b>Konventionelle Kraftwerke<\/b><\/h2>\n<p>Angesichts der vorstehend skizzierten Entwicklung bez\u00fcglich des Gesch\u00e4ftsmodells f\u00fcr Pumpspeicherkraftwerke l\u00e4sst sich unmittelbar folgern, dass bei Aufrechterhaltung des im EEG-Gesetzes festgeschriebenen Vorrangs f\u00fcr Strom aus erneuerbaren Energien auch dem Betrieb aller anderen Kraftwerkstypen die wirtschaftliche Grundlage entzogen wird. Gr\u00f6\u03b2tes Problem ist hierbei die au\u00dferordentliche Volatilit\u00e4t des Windaufkommens <b>(Bild 17)<\/b>, die zu extremen Schwankungen des Angebots in sehr kurzen Zeitr\u00e4umen f\u00fchrt. Die heute bestehenden konventionellen Kohlekraftwerke k\u00f6nnen solchen Bedarfsschwankungen nicht folgen und m\u00fcssten eher fr\u00fcher als sp\u00e4ter vom Netz genommen werden. Selbst moderne Gas-und-Dampf-Kraftwerke h\u00e4tten trotz ihrer beeindruckenden Flexibilit\u00e4t mit solchen Lastschwankungen ihre Probleme. Zudem ist fraglich, ob ihr Wirkungsgrad bei einer solchen Zick-Zack-Fahrweise noch den Prospektangaben entspr\u00e4che. Es ist daher realistisch, f\u00fcr 2050 einen Ersatz des gesamten restlichen Bestands an konventionellen Kraftwerken durch neue, extrem flexibel einsetzbare Anlagentypen anzunehmen. Zu heutigen Kosten d\u00fcrften f\u00fcr den erforderlichen Neubau von 60 GW elektrischer Leistung [ENDB 1] dabei mindestens 60 Mrd. \u20ac zu veranschlagen sein.<\/p>\n<p>Anderen Problemen d\u00fcrften sich Betreiber von Blockheizkraftwerken bzw. Kraft-W\u00e4rme-Kopplungsanlagen stellen m\u00fcssen. Ihr Gesch\u00e4ftsmodell beruht meist darauf, dass der Betrieb des Kraftwerks der W\u00e4rmelast folgt und der dabei anfallende Strom am Markt auch verk\u00e4uflich ist. Ist letzteres wegen des unvorhersehbaren Angebots und des Vorrangs f\u00fcr EE-Strom nicht der Fall, so entfallen wesentliche Voraussetzungen sowohl bez\u00fcglich ihrer Energieeffizienz als auch mit Blick auf ihre Wirtschaftlichkeit.<\/p>\n<p>Interessant sind in diesem Zusammenhang auch Berichte \u00fcber ein neues Gesetzesvorhaben der Bundesregierung, das Betreibern bestimmter konventioneller Kraftwerke deren Stilllegung auch dann verbieten will, wenn kein wirtschaftlicher Betrieb mehr m\u00f6glich ist. Die hierdurch entstehenden Entsch\u00e4digungsverpflichtungen in H\u00f6he von j\u00e4hrlich 287 Mio. \u20ac [RESE 1] w\u00fcrden sich bis 2050 auf insgesamt rund 11 Mrd. \u20ac summieren, welche ebenfalls den Kosten der Energiewende zugerechnet werden m\u00fcssten.<\/p>\n<h2><b>Gesamtkosten<\/b><\/h2>\n<p>Summiert man die ermittelten Kosten auf, so ergibt sich eine Gesamtsumme von rund 4.650 Mrd. \u20ac allein f\u00fcr die erforderlichen Investitionen:<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Windenergieanlagen einschlie\u03b2lich periodischer Bestandserneuerung<\/td>\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">1500.-<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Fotovoltaikanlagen einschlie\u03b2lich periodischer Bestandserneuerung<\/td>\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">200.-<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Speicherkraftwerke<\/td>\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">750.-<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Stromleitungen \u00dcbertragungsnetze [KURT 1]<\/td>\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">1500.-<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Stromleitungen Verteilnetze [VERT 1, VERT 2, VERT 3, KURT 1]<\/td>\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">27.-<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Stromleitungen Offshore-Anbindung [TENN 1, TENN 2]<\/td>\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">15.-<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Zusatzkapazit\u00e4ten Windenergie als Ausgleich f\u00fcr Leitungsverluste<\/td>\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">600.-<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Gesetzlich vorgeschriebene Reservekraftwerke [RESE 1]<\/td>\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">11.-<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Neubau konventioneller Kraftwerke [ENDB 1, KRKO 1]<\/td>\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">60.-<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em><strong>Gesamtsumme der erforderlichen Investitionen:<\/strong><\/em><\/td>\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><strong>4663.-<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Eine solche Zahl ist f\u00fcr die meisten Menschen zun\u00e4chst nur schwer fasslich. Verst\u00e4ndlicher wird es, wenn man sie zur Einzelbelastung pro B\u00fcrger und Jahr umrechnet. Dabei ergibt sich, dass jeder Bundesb\u00fcrger im Verlauf der n\u00e4chsten 38 Jahre f\u00fcr die Energiewende rund 58.900,- \u20ac zu bezahlen h\u00e4tte. Auf das Jahr bezogen entspricht dies pro Kopf 1.550,- \u20ac beziehungsweise pro 4-Personen-Arbeitnehmerhaushalt 6.200,- \u20ac. In diesen Zahlen sind die Kosten f\u00fcr Betrieb und Unterhalt noch nicht enthalten.<\/p>\n<p>Selbst wenn man von der Annahme ausginge, dass sich der Stromverbrauch bis zum Jahr 2050 auf konstantem Niveau bewegen sollte, w\u00fcrden sich auf der Grundlage des hier skizzierten Kostenger\u00fcsts zwar die absoluten Zahlen verringern, die Gr\u00f6\u03b2enordnung an sich bliebe jedoch bestehen. Angesichts der heftigen Reaktionen auf die j\u00fcngste Erh\u00f6hung der EEG-Umlage erscheint es schwer vorstellbar, dass die Bev\u00f6lkerung auch nur ann\u00e4hernd bereits sein k\u00f6nnte, solche Belastungen zu akzeptieren.<\/p>\n<h2><b>Prognosesicherheit<\/b><\/h2>\n<p>Bei der Bewertung dieser Zahlen ist zu beachten, dass es hier um eine reine \u201ewas-w\u00e4re-wenn\u201c-Analyse geht: Die Planungsvorgaben der Energiewende wurden lediglich auf realistischer Grundlage mit verf\u00fcgbaren Zahlen bis zum Jahr 2050 durchgerechnet. Naturgem\u00e4\u03b2 ist eine solche Langzeit-Prognose mit hohen Unsicherheiten behaftet, doch d\u00fcrften die f\u00fcr diesen Beitrag anhand aktueller Zahlenwerke und Projekte ermittelten Werte zumindest von den Tendenzen und Gr\u00f6\u03b2enordnungen her zutreffen. Beispielsweise d\u00fcrften sich auch bei der Fotovoltaik die Zeiten drastischer Preissenkungen langsam dem Ende zuneigen, da der \u00dcbergang zur Massenproduktion auf asiatischem Preisniveau inzwischen weitgehend vollzogen wurde. Solarzellen sind keine Elektronikchips, weshalb hier nicht die gleichen langfristig exponentiellen Leistungssteigerungen zu erwarten sind.<\/p>\n<p>Auch bei der Windenergie sind kaum gro\u03b2e Technologiespr\u00fcnge bzw. entsprechende Preissenkungen zu erwarten, da die entsprechenden Technologien technisch wie wirtschaftlich sehr weit ausgereift sind. Kostenvorteile durch zunehmende Serienlosgr\u00f6\u03b2en d\u00fcrften sich mit steigenden Material- und Energiepreisen sowie der Inflation ann\u00e4hernd die Waage halten. Zudem bedingt der Trend zu wachsenden Nabenh\u00f6hen und immer gr\u00f6\u03b2eren Leistungen pro Anlage einen tendenziell eher steigenden spezifischen Einsatz an Material und Kapital, da die Maschinenleistung zwar mit dem Quadrat der Abmessungen zunimmt, ihre Masse dagegen mit der dritten Potenz.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich spielt bei dieser Projektion auch der zu erwartende Stromverbrauch eine Rolle. Sollte es der Regierung tats\u00e4chlich gelingen, den Stromverbrauch in Deutschland zu deckeln oder gar zu senken, so werden die hier errechneten Zahlen nat\u00fcrlich nicht erreicht. Ob dies allerdings ohne merkliche Einschnitte bez\u00fcglich Wirtschaftskraft und Lebensqualit\u00e4t der Bev\u00f6lkerung m\u00f6glich sein wird, wird von Brancheninsidern hinter vorgehaltener Hand mehr oder weniger stark in Zweifel gezogen. Selbst bei einer reinen Deckelung auf aktuellem Niveau blieben die Kosten in einer Gr\u00f6\u03b2enordnung, die mit dem aktuellen Schuldenstand Deutschlands vergleichbar ist. Da in der hier vorgenommenen Betrachtung nur die reinen Investitionskosten ohne Betriebskosten und Kapitaldienst betrachtet wurden, bleiben die tats\u00e4chlichen Zukunftsverpflichtungen unter Einbezug dieser zus\u00e4tzlichen Faktoren auf einem selbst f\u00fcr eine starke Volkswirtschaft wohl nur schwerlich bew\u00e4ltigbaren Niveau.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3803\" alt=\"fredfmue24\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue24.jpg\" width=\"500\" height=\"275\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue24.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue24-150x82.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue24-300x165.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 18: <\/b>Die EEG-Umlagekosten steigen immer steiler an<\/em><\/p>\n<h2><b>Kommt ein Crash?<\/b><\/h2>\n<p>Inzwischen h\u00f6rt man von manchen Fachleuten zunehmend dringlichere Warnungen, dass sich Deutschland als eines der technologisch und wirtschaftlich f\u00fchrenden L\u00e4nder Europas mit der Energiewende sozusagen auf eine Schussfahrt in unkartiertes Terrain begeben habe, die fr\u00fcher oder sp\u00e4ter an einem Hindernis enden muss. Der Kraftakt, gleichzeitig sowohl fossile Energiequellen als auch Kernkraft als Haupttr\u00e4ger der Stromerzeugung verbannen zu wollen, verlangt die \u00dcberwindung sowohl technischer als auch wirtschaftlicher H\u00fcrden in unglaublicher H\u00f6he. Diese Langfrist-Weichenstellung mit Macht voranzutreiben, obwohl technisch-wissenschaftliche Grundlagen in strategischen Punkten nicht gekl\u00e4rt sind, ist in der Geschichte der modernen Menschheit ohne Beispiel. So fehlt bisher eine realisierbare und zugleich wirtschaftlich vertretbare L\u00f6sung f\u00fcr die Speicherung von sehr gro\u03b2en Mengen erratisch erzeugten Stroms aus Solar- und Windenergie. Ungel\u00f6st ist au\u03b2erdem die Frage, mit welcher Technologie sich die erforderlichen \u00dcbertragungskapazit\u00e4ten f\u00fcr enorme Leistungen \u00fcber gro\u03b2e Entfernungen darstellen lie\u03b2en. Die Errichtung von dreifach parallel gestaffelten Hochspannungsleitungen in alle Himmelsrichtungen quer durch Deutschland und tief in die angrenzenden Nachbarl\u00e4nder hinein d\u00fcrfte jedenfalls Fall auf erbitterten Widerstand sto\u03b2en.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3805\" alt=\"fredfmue25\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue25.jpg\" width=\"500\" height=\"301\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue25.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue25-150x90.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue25-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><b>Bild 19<\/b>: Direkt an die Betreiber von EEG-Anlagen zu\u00a0 zahlende feste Verg\u00fctung in Mio. \u20ac<\/em><\/p>\n<p>Zweites und ebenso entscheidendes Problem sind die bereits besprochenen Kosten. Schon ein kurzer Blick auf die Entwicklung der EEG-Kosten [KOST 1, LEIP 1] (<b>Bilder 18 und 19<\/b>) l\u00e4sst erkennen, dass diese bereits jetzt aus dem Ruder laufen. Inzwischen beginnt sich sowohl bei zahlreichen B\u00fcrgern als auch bei bestimmten besonders betroffenen Industriebranchen Unmut zu regen. Auch die Politik scheint die mit diesem Preisanstieg verbundenen Gefahren zur Kenntnis zu nehmen, wie die zunehmend hektischeren Aktivit\u00e4ten des derzeit amtierenden Bundesumweltministers Altmeier belegen. Angesichts des zur Zeit kaum gebremsten und geradezu chaotisch verlaufenden Ausbaus der Erneuerbaren Energien nebst der damit zunehmenden finanziellen wie technischen Probleme [KALT 1] ist es aus Sicht mancher Insider nur noch eine Frage der Zeit, bis die Widerspr\u00fcche zwischen ideologischen Anspr\u00fcchen und den technischen wie sozialen Realit\u00e4ten zu einer unsanften Landung f\u00fchren.<\/p>\n<h2><b>Deutschlands politisches Dilemma<\/b><\/h2>\n<p>Versch\u00e4rft wird die Problematik durch die Tatsache, dass sich die politisch f\u00fchrenden Kr\u00e4fte Deutschlands in eine Lage man\u00f6vriert haben, in der keine kurzfristige Kurs\u00e4nderung mehr m\u00f6glich ist. Die Energiewende mit ihrer gleichzeitigen Abkehr von Atom und CO<sub>2<\/sub> ist zur Zeit de Facto-Konsens der Politik und wird auch in der Bev\u00f6lkerung immer noch breit bef\u00fcrwortet, obwohl die drastisch steigenden Kosten bereits zu merklichem Unmut gef\u00fchrt haben. Da im Jahr 2013 Bundestagswahlen anstehen, d\u00fcrfte es bis dahin wohl keine der f\u00fcr eine Regierungsbildung infrage kommenden politischen Parteien wagen, die derzeitige Linie der Energiepolitik umzusto\u00dfen. Insbesondere die CDU\/ CSU k\u00f6nnte es sich kaum erlauben, die erst vor einem Jahr gegen deutliche innere Widerst\u00e4nde gefassten Energiewende-Beschl\u00fcsse zu revidieren. Da die derzeit amtierende Koalition merkliche Verschlei\u03b2erscheinungen zeigt, wobei insbesondere die FDP stark an Zuspruch verloren hat und sich hart an die Grenze der Bedeutungslosigkeit gedr\u00e4ngt sieht, d\u00fcrfte die n\u00e4chste Bundesregierung mit gro\u03b2er Wahrscheinlichkeit bestimmendem Einfluss seitens roter oder gr\u00fcner Koalitionspartner unterliegen. Deren ideologische Ausrichtung l\u00e4sst erwarten, dass sie alle Versuche einer \u00c4nderung dieser Entwicklung erbittert bek\u00e4mpfen werden.<\/p>\n<p>Hinzu kommt der Einfluss der L\u00e4nderkammer, des Bundesrats, der in Deutschland erheblichen Einflu\u03b2 auf wichtige Gesetzesvorhaben hat. Hier dominiert eine Koalition aus rot-gr\u00fcn regierten Landesregierungen, windreichen norddeutschen L\u00e4ndern, die voll auf den Ausbau der Windenergie gesetzt haben, und weiteren Bundesl\u00e4ndern, welche die Arbeitspl\u00e4tze der bei ihnen angesiedelten Solar- und Windanlagenhersteller mit gro\u03b2er Vehemenz verteidigen. Dar\u00fcber hinaus steht hinter den erneuerbaren Energien eine kopf- und finanzstarke Lobby, zu der nicht nur zahlreiche gut verdienende Firmen und Personen, sondern inzwischen auch \u201egel\u00e4uterte\u201c Stromanbieter wie E.ON oder RWE geh\u00f6ren, die mittlerweile massiv in Wind und Sonne investieren. Nicht zu vergessen sind in dieser Konstellation auch zahlreiche kommunale Energieversorger &#8211; inzwischen eine ansehnliche Machtbasis der Gr\u00fcnen -, die in erheblichem Umfang auf erneuerbare Energien setzen und auch in den entsprechenden Verb\u00e4nden wie dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) das Szepter in der Hand halten.<\/p>\n<p>Zusammengenommen d\u00fcrfte diese Zusammenballung wesentlicher politischer Kr\u00e4fte bewirken, dass Deutschlands Regierung an der jetzigen Linie mindestens noch einige Jahre festzuhalten versucht, auch wenn man schon jetzt Bestrebungen beobachten kann, mit Blick auf steigende Strompreise an Symptomen herumzudoktern. So wird beispielsweise das wachsende Unbehagen \u00fcber die massiv steigenden EEG-Kosten von den Ursachen weg kanalisiert, indem immer lauter danach gerufen wird, energieintensiven Branchen die aktuell gew\u00e4hrte Befreiung von der Zahlung der EEG-Umlage zu streichen. \u00dcber die Konsequenzen f\u00fcr die Arbeitspl\u00e4tze in den Grundstoffindustrien, \u00fcber Jahrzehnte wichtiger Grundpfeiler deutscher Wirtschaftskraft, scheint man sich dabei wenig Gedanken zu machen.<\/p>\n<p>Daher ist kaum zu erwarten, dass sich kurzfristig politische Kr\u00e4fte finden werden, die sich daran wagen w\u00fcrden, das Ruder herumzurei\u03b2en. Viel wahrscheinlicher ist dagegen, dass es erst zu einem mehr oder weniger kr\u00e4ftigen Crash \u2013 sei es in Form massiver Stromausf\u00e4lle, deutlich zunehmender Abwanderung gro\u03b2er Unternehmen oder merklicher Unruhe in der Bev\u00f6lkerung \u2013 kommen muss, bevor die derzeitige EE-Politik grundlegend \u00fcberarbeite wird.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3806\" alt=\"fredfmue26\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue26.jpg\" width=\"500\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue26.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue26-150x127.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/fredfmue26-300x255.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Abschied vom CO<sub>2<\/sub>-Feindbild?<\/b><\/h2>\n<p>Bez\u00fcglich des Weges, der dann eingeschlagen werden d\u00fcrfte, gibt es bereits jetzt einige Vorzeichen, die auf eine R\u00fcckkehr zu fossil befeuerten Kraftwerken hindeuten. So werden in Deutschland nach wie vor neue fossile Kraftwerke gebaut bzw. geplant. Zudem verf\u00fcgt das Land \u00fcber ein sehr umfangreiches Inventar existierender Kohle- und Gaskraftwerke und kann daher zur Zeit noch auf diese Linie zur\u00fcckfallen, indem man die anstehende Stilllegung \u00e4lterer Kraftwerke unterbindet. Symptomatisch ist in diesem Zusammenhang das bereits erw\u00e4hnte Gesetzesvorhaben, das die Stilllegung unwirtschaftlich gewordener fossiler Kraftwerke unterbinden soll, wenn sie strategische Bedeutung f\u00fcr die Aufrechterhaltung der Versorgung haben.<\/p>\n<p>Nach einem von immer mehr Fachleute erwarteten Scheitern der Pl\u00e4ne, die deutsche Energieversorgung zu 80 % auf erneuerbare Energien umzustellen, wird sich das Land bez\u00fcglich seiner Stromproduktion voraussichtlich vor allem wieder auf fossile Energietr\u00e4ger st\u00fctzen. Vermutlich wird man zur Gesichtswahrung versuchen, den bis dahin angesammelten Bestand an Wind- und Solaranlagen trotz der damit verbundenen Konsequenzen bez\u00fcglich Netzstabilit\u00e4t und Kosten beizubehalten. Ob sich das durchhalten l\u00e4sst, wird abzuwarten bleiben. Unausweichliche Folge w\u00e4re eine Verabschiedung von bisher verfolgten CO<sub>2<\/sub>-Zielen, was auch Auswirkungen auf internationaler Ebene, insbesondere innerhalb der EU-Gremien, haben d\u00fcrfte.<\/p>\n<h2><b>Auswirkungen auf Nachbarl\u00e4nder<\/b><\/h2>\n<p>F\u00fcr die Nachbarl\u00e4nder Deutschlands stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, wie man sich am besten auf die zu erwartende Entwicklung einstellt. In Gespr\u00e4chen mit dortigen Verantwortlichen entsteht zunehmend der Eindruck, dass sich in das prinzipielle Wohlwollen gegen\u00fcber den mit der Energiewende verfolgten Zielen inzwischen mehr und mehr Skepsis mischt. Investitionen im Bereich der Energie-Infrastruktur sind Generationsentscheidungen mit Zeithorizonten von 40 oder sogar 60 Jahren. Angesichts der Neigung der deutschen Politik, in Grundsatzfragen der Energieproduktion abrupte Schwenks ungeachtet der Auswirkungen auf europ\u00e4ische Partner zu vollziehen, stellt sich dort die Frage, wie man es vermeiden kann, bei der eigenen Planung abgestimmter Ma\u00dfnahmen durch deutsche Alleing\u00e4nge pl\u00f6tzlich kalt erwischt zu werden. Zudem vermag die Solidit\u00e4t aktueller deutscher Planungen bei genauerer Plausibilit\u00e4tspr\u00fcfung nicht immer zu \u00fcberzeugen [NETZ 1, ENDB 1]. Dies k\u00f6nnte auch die Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Linie der Schweiz sein, f\u00fcr ihre Kernkraftwerke keine konkreten Abschalttermine festzulegen.<\/p>\n<p>Vorsicht empfiehlt sich daher auch bei anderen gr\u00f6\u03b2eren Investitionsentscheidungen, die eine zu starke Bindung an Deutschland bewirken w\u00fcrden. Dies gilt z.B. f\u00fcr den Ausbau von Pumpspeicherkraftwerken, deren Kapazit\u00e4t dann eventuell doch nicht mehr ben\u00f6tigt wird, wie auch f\u00fcr entsprechende Stromleitungen. Ebenfalls bedenklich stimmen die Ergebnisse einer k\u00fcrzlich vorgestellten dena-Studie \u201eIntegration der erneuerbaren Energien in den deutschen\/europ\u00e4ischen Strommarkt (Kurz: Integration EE)\u201c [ENDB 1], die f\u00fcr Deutschland eine nach 2020 zunehmende Stroml\u00fccke von letztlich bis zu 134 TWh im Jahr 2050 prognostiziert. Sorge bereitet den Autoren dieser Analyse auch die Netzabsicherung durch konventionelle Kraftwerke. Ebenso misstrauisch sollte stimmen, dass die Bundesnetzagentur in ihrer neuesten Best\u00e4tigung des Netzentwicklungsplans Strom 2012 [BUNE 1]das Thema Stromspeicherung trotz seiner entscheidenden Bedeutung f\u00fcr die gesamte EE-Stromerzeugung nur kurz streift.<\/p>\n<p>Mit inzwischen immer deutlicherer Skepsis beurteilt man die aktuelle Energiepolitik Deutschlands inzwischen vor allem in den \u00f6stlichen Nachbarl\u00e4ndern Polen und Tschechien, deren Netze periodisch mit \u00fcbersch\u00fcssiger Windenergie aus Norddeutschland \u00fcberlastet werden. Vom reinen Unbehagen geht man dort inzwischen bereits zur Planung konkreter Abwehrma\u03b2nahmen \u00fcber [BLOO 1].<\/p>\n<p><i>Fred F. Mueller<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Quellenverzeichnis<\/b><\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\">[AGEB 1] Stromerzeugung nach Energietr\u00e4gern von 1990 bis 2011 (in TWh) Deutschland insgesamt, AGEB Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V., www.ag-energiebilanzen.de<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[AGEE 1] Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland in den Jahren 2010 und 2011, Grafiken und Tabellen unter Verwendung aktueller Daten der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien &#8211; Statistik (AGEE-Stat) im Auftrag des BMU Stand: Dezember 2011. Hamburg, 16. Dezember 2011.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[AKZE 1] A bis Z Fakten zur Windenergie. Von der Schaffung neuer Arbeitsplatze bis zur Zukunft der Energieversorgung. Stand 04-2010. Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE), www.wind-energie.de<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[BDPR 1] BDEW-Pressemitteilung 26. Juli 2012. BDEW Bundesverband der Energie-und Wasserwirtschaft e.V. www.bdew.de<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[BLOO 1] Bauerova, L., Andresen, T.: Windmills Overload East Europe\u2019s Grid Risking Blackout: Energy http:\/\/www.bloomberg.com\/news\/2012-10-25\/windmills-overload-east-europe-s-grid-risking-blackout-energy.html<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[BUNE 1] Best\u00e4tigung Netzentwicklungsplan Strom 2012 durch die Bundesnetzagentur f\u00fcr Elektrizit\u00e4t, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen. 25. November 2012<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[DECK 1] Schultz, S.: Solarzellen: Ungebremster Ausbau, Solar-Branche verkauft so viele Anlagen wie noch nie. Spiegel Online, 6. Jan. 2012.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[DECK 2] Trotz F\u00f6rderk\u00fcrzungen Solaranlagen in Deutschland boomen. Spiegel online.de 02.08.2012 19:20<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[DECK 3] Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Pressemitteilung Nr. 145\/ 11 vom 17.11.2011.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[EEGZ 1] Energie-Info Erneuerbare Energien und das EEG: Zahlen, Fakten, Grafiken (2011), 15. Dez. 2011. BDEW Bundesverband der Energie-und Wasserwirtschaft e.V. www.bdew.de<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[ELEC 1] Tober, W.: Batterieelektrische Fahrzeuge in der Praxis &#8211; Kosten, Reichweite, Umwelt, Komfort. Wien: Technische Universit\u00e4t Wien, Institut f\u00fcr Fahrzeugantriebe &amp; Automobiltechnik, B12014, [Hrsg.] \u00d6sterreichischer Verein f\u00fcr Kraftfahrzeugtechnik (\u00d6VK), 2012<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[ENDB 1] Agricola, A.-Cl., H\u00f6flich, B., Noster, R,. Peinl, H., Richard, P., V\u00f6lker, J., Moser, A., Echternacht, D., Grote, F., Sch\u00e4fer, A., Schuster, H.: Integration der erneuerbaren Energien in den deutschen\/europ\u00e4ischen Strommarkt (Kurz: Integration EE). Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), 15.8.2012.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[ENTW 1] Entwicklungen in der Stromwirtschaft 2011. Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen am 16. Dezember 2011. BDEW Bundesverband der Energie-und Wasserwirtschaft e.V. www.bdew.de<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[ERZE 1] Markus Schweiss\/ Wikipedia<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[EURO 1] Eurostat, Stand 4.11.2011 Hyperlink zur Tabelle: http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/tgm\/table.do?tab=table&amp;init=1 &amp;plugin=1&amp;language=de&amp;pcode=ten00087<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[GROS 1] Wind power in the United Kingdom. Wikipedia.org<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[KALT 1] Stratmann, K.: Ich sehe 16 Energiewenden in Deutschland. Interview mit dena-Chef Stephan Kohler. http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/dena-chef-stephan-kohler-ich-sehe-16<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[KOST 1] Saftiger Anstieg der Strompreise 2013 erwartet. http:\/\/www.finanznachrichten.de\/nachrichten-2012-10\/24993173-wdh-roundup-saftiger-anstieg-der-strompreise-2013-erwartet-016.htm<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[KRKO 1] Weltrekordjagd im Kraftwerk. http:\/\/www.donaukurier.de\/nachrichten\/wirtschaft\/lokalewirtschaft\/Weltrekordjagd-im-Kraftwerk;art1735,1821411 01.02.2008 20:33 Uhr<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[KURT 1] Eckl-Dorna, W.: &#8222;Netzentgelte k\u00f6nnten bis zu 22 Prozent steigen&#8220; Interview mit Bundesnetzagenturchef Matthias Kurth. Manager-Magazin. http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/artikel\/0,2828,758208,00.html 20.4.2011<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[LEIP 1] Leipziger Institut f\u00fcr Energie GmbH. Ergebnis Trend-Szenario EEG-Mittelfristprognose: Entwicklungen 2012 bis 2016. Zusammenfassung des Datenger\u00fcstes. Stand: 15. November 2011<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"left\">[NETZ 1] dena-Netzstudie II \u2013 Integration erneuerbarer Energien in die deutsche Stromversorgung im Zeitraum 2015 \u2013 2020 mit Ausblick 2025.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[NIEB 1] Beteiligungsangebot Windpark Nieb\u00fcll GmbH &amp; Co. KG. Verkaufsprospekt Windpark Nieb\u00fcll, Stand: 24. November 2010.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[NORD 1] Seidler, c.: Kabelprojekt Nord.Link Die Nordsee-Stromautobahn kommt. Spiegel Online 21.06.2012<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"left\">[NORD 2] NORD.LINK. Wikipedia. http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/NORD.LINK. 24.10.2012<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[NORW 1] \u00c5nund Killingtveit, Design of Future Pumped Storage Hydropower in Norway, Centre for environmental design of renewable energy \u2013 CEDREN, http:\/\/www.cedren.no<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[OFFS 1] UKWED. UK Wind Energy Database http:\/\/www.bwea.com\/ukwed\/<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[OFFS 2] le Pair, C.; Udo, F.; and de Groot, K.: Wind turbines as yet unsuitable as electricity providers. http:\/\/www.europhysicsnews.org, DOI:10.1051\/epn\/2012204<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[RESE 1] Stromengp\u00e4sse im Winter. Regierung will Abschalten wichtiger Kraftwerke verbieten. Frankfurter Rundschau.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[SCHW 1] Vorschau 2012 &#8211; Basiswissen-Dokumente, VSE Verband Schweizerischer Elektrizit\u00e4tsunternehmen, 2012<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[SOKO 1] Choudhury, N.: Gero Solarpark\u2019s 28MW solar PV plant inaugurated in Germany. http:\/\/www.pv-tech.org\/n ews\/gero_solarparks_28mw_solar_pv_plant_inaugurated_in_germany. 10 May 2012, 14:59<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[SOKO 2] 78 MW of the world\u2019s largest solar photovoltaic plant connected to grid in Senftenberg, Germany. www.solarserver.com\/solar-magazine\/solar-news\/top-solar-news.html 2011-09-28| Courtesy: saferay GmbH | solarserver.com<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[SOKO 3] Preis, Kosten einer Photovoltaik- oder Solaranlage 2010, http:\/\/www.activity-photovoltaik.de\/unternehmen\/blog\/preis-kosten-einer-photovoltaik-od-solaranlage-2010.html<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[SOLA 1] Ausbau FV-Anlagen Deutschland 2012. Solar Server. Das Internetportal f\u00fcr Sonnenenergie. http:\/\/www.Solarserver.de\/?id=14897. 24.10.2012<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[SOLA 2] Photovoltaik. Wikipedia. http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Photovoltaik 24.10.2012<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[TELE 1] Zukunftsthema Offshore-Windenergie Energiewende auf hoher See. 20. Dezember 2011. http:\/\/www.teleboerse.de\/nachrichten\/dossier\/Energiewende-auf-hoher-See-article5040896.html<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[TENN 1] Eckl-Dorna, W.: Ohne Haftungsregeln keine Investoren Interview mit Tennet-Deutschland-Chef Lex Hartmann. Manager-Magazin. http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/energie\/0,2828,851292,00.html 23.8.2012<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[TENN 2] Schultz, S.: Die Regierung ist der gro\u00dfe Blockierer &#8211; nicht wir. Interview mit Tennet-Deutschland-Chef Lex Hartmann. Spiegelonline 22.8.2012<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[TRIA 1] Trianel Windpark Borkum &#8211; Daten und Fakten. 31.12.2011. http:\/\/www.trianel-borkum.de\/de\/windpark\/daten-und-fakten.html<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[VERT 1] Politik muss Netzausbau z\u00fcgig vorantreiben. Pressemitteilung BDEW. 10. Juli 2012<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[VERT 2] <a href=\"http:\/\/www.finanznachrichten.de\/nachrichten-2011-09\/21357472-roundup-stadtwerke-6-7-milliarden-euro-fuer-energiewende-016.htm\">ROUNDUP: Stadtwerke: 6,7 Milliarden Euro f\u00fcr Energiewende<\/a>. Dpa-Meldung ISIN DE0007037129 DE000ENAG999 DE0005220008<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[VERT 3] <strong>dena: Atomausstieg ist machbar. Artikel vom 18.4.2011. <\/strong>http:\/\/tuk-dresden.de\/umwelt-a-energie\/164-beitrag-umwelt-energie\/360-deutsche-energie-agentur-energiewende-kostet<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[WIWO 1] D\u00fcrand, D.: Energiekonzept der Regierung droht Desaster, Wirtschaftswoche Online, 22.6.2012, wiwo.de\/Unternehmen\/energie\/studie-zur-windkraft-energiekonzept-der-regierung-droht-desaster\/6788078.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufwind nur f\u00fcr den Strompreis? Die von der Bundesregierung beschlossene Energiewende sieht vor, innerhalb von knapp 40 Jahren die Stromerzeugung Deutschlands zu 80 % auf erneuerbare Energien umzustellen. Dies w\u00e4re eine regelrechte Revolution im Bereich der Infrastrukturen f\u00fcr die Erzeugung und Verteilung von Strom, die innerhalb dieses Zeitraums praktisch vollst\u00e4ndig erneuert werden m\u00fcssen. 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