{"id":3247,"date":"2012-09-20T12:11:59","date_gmt":"2012-09-20T12:11:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=3247"},"modified":"2012-11-12T19:17:43","modified_gmt":"2012-11-12T19:17:43","slug":"frankreichs-gruner-sommer-2012-sieben-kkw-nennleistung-aus-windkraft-ergeben-garantierte-38-mw-strom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=3247","title":{"rendered":"Frankreichs gr\u00fcner Sommer 2012: Sieben KKW Nennleistung aus Windkraft ergeben garantierte 38 MW Strom"},"content":{"rendered":"<p>Unter Pr\u00e4sident Hollande will jetzt auch Frankreich zu den grossen L\u00e4ndern der gr\u00fcnen Energiebranche aufschliessen. Schon sind eine Leistung von 7&#8217;020 MW (7 GW) installiert, was der Nennleistung von 7 Kernkraftwerken \u00e0 la G\u00f6sgen entspricht. Die Erwartungen sind gross, will Hollande im Jahr 2020 doch ganze 25% weniger Strom aus Kernkraft umwandeln. Effektiv ist das eine Reduktion von 33% weniger Kernkraft gegen\u00fcber dem heutigen Anteil von 75% der Stromerzeugung, welcher Frankreich heute aus dieser Technologie gewinnt. Ist Frankreich auf dem Weg zur Energiewende?<\/p>\n<h3>Die Sommerzahlen zeigen ein anderes Bild<\/h3>\n<p>Frankreich weist seine Energieproduktionsleistung akribisch nach und ver\u00f6ffentlicht diese Zahlen schon seit Jahren. Das ist mit Ausnahme der protektionistischen Schweiz ganz normale Usanz in Europa. Man muss nichts verbergen, der Einsatz von gr\u00fcner Energie wird mit viel Pragmatismus und einem verst\u00e4ndnisvollem L\u00e4cheln betrachtet. Die europ\u00e4ischen Produktionsdaten f\u00fcr die erneuerbaren Energieen sind allerdings dramatisch schlecht. Europa hat bisher 100&#8217;000 Windkraftanlagen\u00a0 installiert aber ein beachtenswerter Beitrag an die gesicherte Stromversorgung l\u00e4sst auf sich warten.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber der Produktion von erneuerbarer Energie in der Schweiz ist das geradezu eine Erfolgsgeschichte. Die schweizer Beh\u00f6rden, die das Netz betreibende Swissgrid und die Stiftung KEV (Kostendeckende Einspeiseverf\u00fcgung) behalten diese Zahlen unter Verschluss, weil die gr\u00fcne Strombranche sonst Gefahr laufen w\u00fcrde, als das erkannt zu werden, was sie wirklich ist: Ein <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Potemkinsches_Dorf\" target=\"_blank\">Potemkisches Dorf<\/a>. Man k\u00f6nnte den gr\u00f6ssten politischen Schwachsinn seit der Gr\u00fcndung der Eidgenossenschaft aufdecken.<\/p>\n<p>Aber bleiben wir in Frankreich. Hier sehen wir im Detail, wie die Energiewende zur Lachnummer verkommt: Betrachen wir die untenstehende Grafik aus dem <a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/RTE_07_08.pdf\" target=\"_blank\">Informationsdokument des franz\u00f6sischen Stromnetzbetreibers RTE<\/a>. &#8222;<em>Abdeckung des Stromkonsums durch die Windkraftproduktion<\/em>&#8222;. Es soll zeigen, was der Anteil der Windkraft an der Gesamtstromversorgung Frankreichs im Juli und August ausmacht. Man beachte die seltenen Spitzen von einmal 11% an einem einzigen Tag und die drei Spitzen um 8% w\u00e4hrend weniger Stunden. Der Rest d\u00fcmpelt bei gerade mal 4% herum.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3248\" title=\"FR_Eoliennes_07_08_12\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/FR_Eoliennes_07_08_12.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"297\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/FR_Eoliennes_07_08_12.jpg 600w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/FR_Eoliennes_07_08_12-150x74.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/FR_Eoliennes_07_08_12-300x148.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Den Gipfel des Stromtales erreichen wir jeweils bei den roten Pfeilen. Da und genau da liegt das unl\u00f6sbare Problem der Windkraftnutzung generell:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong><em>Wer liefert bei solch h\u00e4ufigen Flauten den dringend ben\u00f6tigten Strom?<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p>Wer in dieser Situation vom Abschalten des kostbaren und zuverl\u00e4ssigen Stroms aus Kernkraftwerken spricht und gleichzeitig die einzige Alternative Gas als L\u00f6sung vorschl\u00e4gt, kann nur als <em><strong>Klimaignorant<\/strong> <\/em>bezeichnet werden. Die gleichen Ideologen, die einer <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2012\/03\/02\/wir-werden-von-grunen-politikern-und-schreienden-atomkraftgegnern-an-der-nase-herumgefuhrt\/\">unerkl\u00e4rlichen Paranoia vor radioaktiver Strahlung<\/a> schon in kaum messbaren Dosen nachleben, wollen auch Eisb\u00e4r Knut und das Klima sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Wie soll das gehen, wenn sie DIE Technik mit erfundenen Vorurteilen und mit dem Sch\u00fcren von nicht nachvollziehbaren \u00c4ngsten schlecht machen, die \u00fcber <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2012\/08\/01\/das-grune-paradoxon-eine-zusammenfassung-fur-dummies\/\">die geringsten Vermeidungskosten zur Verhinderung des CO2 Ausstosses<\/a> verf\u00fcgt? Kernkraft hat auch absolut betrachtet den wesentlich kleineren Ausstoss von CO2\u00a0 zu verantworten als die Produktion von unzuverl\u00e4ssigem Strom aus Windkraft.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Man kann nicht beides haben: Keine Kernkraft und keine fossilen Brennstoffe funktioniert nicht<\/h3>\n<p>Man kann beim besten Willen nicht den Ast abs\u00e4gen, auf dem die gesamte westliche Wirtschaft sitzt (Kernkraft) und gleichzeitig das Sicherungsseil durchschneiden (fossiler Brennstoff), das einen vor dem Absturz sch\u00fctzt. Das sehen sogar bekannte klimaneurotische Exponenten der NGO &#8222;<em>Friends of the Earth<\/em>&#8220; wie <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/environment\/georgemonbiot\/2012\/mar\/15\/david-cameron-friends-of-the-earth\" target=\"_blank\">George Monbiot<\/a> ganau so:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;The environment movement has a choice. It has to decide whether it wants no new fossil fuels or no new nuclear power. It cannot have both. I know which side I&#8217;m on, and I know why. Anyone who believes that the safety, financing and delivery of nuclear power are bigger problems than the threats posed by climate change has lost all sense of proportion.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>\u00dcbersetzung<\/strong><\/span>: <em>&#8222;Die gr\u00fcne Bewegung hat die Wahl. Sie muss sich entscheiden, ob sie keine fossilen Brennstoffe oder keine neuen Kernkraftwerke will. Man kann nicht beides haben. Ich weiss, auf welcher Seite ich stehe und ich weiss auch warum. Jeder der glaubt, die Sicherheit, die Finanzierung und die Verbreitung von Kernkraft sei das gr\u00f6ssere Problem als die Nachteile des Klimawandels, hat jeden Sinn zur Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit verloren.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Der minimale Anteil aus 7 GW installierter Windkraft an der Versorgung Frankreichs betr\u00e4gt 1% oder 38 MW. Das ist die entscheidende Zahl. Selbst mit dem Bau des 100-fachen Anteils von Windkraft in Europa wird dieser gesicherte Anteil prozentual nicht wesentlich gr\u00f6sser. Ohne Kernkraft muss der fehlende Strom zum gr\u00f6ssten Teil und <strong><em>unter Verwendung fossiler Brennstoffe<\/em><\/strong> erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n<p>Als Vergleich: Strom aus Kernkraft erreicht eine gesteuerte Verf\u00fcgbarkeit von 90%. Alle Windkraft dieser Welt wird diesen Wert niemals auch nur ann\u00e4hernd erreichen.<br \/>\nBeginnen wir doch schon mal mit Sparen. Oder sollten wir besser diese weitverbreitete psychische Krankheit namens Radiophobie kurieren? So viele Psychologen gibt es gar nicht, die n\u00f6tig w\u00e4ren, diese geistige Verwirrung Europas aufzul\u00f6sen.<\/p>\n<h3>Man muss es sagen, wie es ist<\/h3>\n<ul>\n<li>Windkraft ist teuer, klimasch\u00e4dlich, naturzerst\u00f6rend. Die daraus gewonnene Energie ist unzuverl\u00e4ssig, unsteuerbar und deshalb minderwertig. Man gibt alles was einem lieb und teuer ist (Verm\u00f6gen, Ruhe, Gesundheit und Erholungsraum) und kriegen tut man unter dem Strich: <strong><span style=\"color: #ff0000;\">NICHTS<\/span><\/strong><\/li>\n<li>Kernkraft ist g\u00fcnstig, sicher und auf viele hundert Jahre gesicherte Energiequelle der Menschheit. Sie schont die Natur. Man musste und muss viel f\u00fcr diese Technik investieren. Daf\u00fcr erh\u00e4lt man: <strong><span style=\"color: #008000;\">ZUVERL\u00c4SSIGE UND SAUBERE ENERGIE<\/span><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Viel investieren m\u00fcssen wir demnach sowieso. W\u00e4hlen wir doch eine Energiequelle, die der Menschheit auch etwas Greifbares bringt. Und eine, die erst noch den kleinsten \u00f6kologischen Fussabdruck aller Energieumwandlungstechnologieen aufweist. Auch eine, die weltweit die wenigsten Menschenopfer fordert: <span style=\"color: #339966;\"><strong>Kernkraft<\/strong>.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter Pr\u00e4sident Hollande will jetzt auch Frankreich zu den grossen L\u00e4ndern der gr\u00fcnen Energiebranche aufschliessen. Schon sind eine Leistung von 7&#8217;020 MW (7 GW) installiert, was der Nennleistung von 7 Kernkraftwerken \u00e0 la G\u00f6sgen entspricht. Die Erwartungen sind gross, will Hollande im Jahr 2020 doch ganze 25% weniger Strom aus Kernkraft umwandeln. 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