{"id":3020,"date":"2012-07-25T08:54:29","date_gmt":"2012-07-25T08:54:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=3020"},"modified":"2014-04-16T11:36:33","modified_gmt":"2014-04-16T11:36:33","slug":"gemeindesteuer-wegen-winkdraftanlagen-reduziert-immobilienentwertung-durch-windkraftwerke-offiziell-anerkannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=3020","title":{"rendered":"Gemeindesteuer wegen Winkdraftanlagen reduziert &#8211; Immobilienentwertung durch Windkraftwerke offiziell anerkannt"},"content":{"rendered":"<p>London, Sunday Times, 22. Juli &#8222;<a title=\"Council tax cut for homes near wind farms\" href=\"http:\/\/www.wind-watch.org\/news\/2012\/07\/22\/council-tax-cut-for-homes-near-wind-farms\/\">Council tax cut for homes near wind farms<\/a>&#8222;, Jonathan Leake (Originalartikel, teilweise \u00fcbersetzt und erg\u00e4nzt durch Christof Merkli)<\/p>\n<p>Windfarmen k\u00f6nnen einen negativen Einfluss auf den Wert nahe gelegener Immobilien bewirken. Dies zeigt der Grundsatzentscheid einer englischen Regierungsbeh\u00f6rde: Die Bewertungsbeh\u00f6rde (VOT, <a href=\"http:\/\/www.voa.gov.uk\/\" target=\"_blank\">Valuation Office Agency<\/a>), welche den Steuerwert einer Liegenschaft festlegt, hat akzeptiert, dass Windkraftanlagen in der n\u00e4he von Liegenschaften eine Reduktion der Liegenschaftensteuer wegen Entwertung zur Folge haben. Dieser Entscheid ist ein grosses Problem f\u00fcr die Windkraftindustrie. Bisher wurden solche Aussagen als &#8222;subjektive Meinung&#8220; abgetan. Damit ist endg\u00fcltig Schluss. Was jeder vern\u00fcnftige Betrachter mit gesundem Verstand als <em>offensichtlich<\/em> bezeichnen w\u00fcrde, ist jetzt &#8222;amtlich abgesegnet&#8220;. F\u00fcr alle, die es immer noch nicht glauben wollen, repetiere ich es gerne noch einmal in einfachen Worten: <strong><em><\/em><\/strong><\/p>\n<blockquote><p><em>Windkraftwerke <strong>entwerten alle Liegenschaften in ihrer Umgebung<\/strong> und machen sie in Einzelf\u00e4llen <strong>unverk\u00e4uflich<\/strong>.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<h3>Konkrete F\u00e4lle<\/h3>\n<p>Im hier beschriebenen Fall ging es um ein Paar, welches in der N\u00e4he des <a href=\"http:\/\/www.devonwindpower.co.uk\/fullabrook-wind-farm\" target=\"_blank\">Fullabrook Windpark<\/a>s lebt. Der Wert ihres Hauses fiel von 400&#8217;000 englischen Pfund auf gerade noch 300&#8217;000 englische Pfund. Der Abstand des Hauses zu den ersten drei Turbinen betr\u00e4gt immerhin 585 Meter. Obwohl ein Verkauf des Hauses noch gar nicht zur Diskussion stand, konnte das Paar bei der VOT mit\u00a0 ihren Argumenten eine Reduktion vom Steuerband F zu E bewirken, was einer Steuerreduktion von immerhin 400 englischen Pfund pro Jahr entspricht. Die Wertreduktion betr\u00e4gt in diesem Fall satte 25%.<\/p>\n<p>Sue Price hat ihr Haus in Kessingland verkaufen wollen. Der Preis wurde auf 460&#8217;000 englische Pfund festgesetzt, ein K\u00e4ufer war bald gefunden. Im gleichen Zeitraum haben die Zeitungen \u00fcber die Inbetriebnahme des nahen Windparks berichtet. Der K\u00e4ufer hat sein Angebot sofort zur\u00fcckgezogen und der Makler hat Sue Price geraten, den Preis tiefer anzulegen, weil der Windpark die Liegenschaft entwertet habe. Sue Price reduzierte den Preis auf 360&#8217;000 Pfund. Aber auch zu diesem Preis konnte das Haus nicht mehr verkauft werden und es wurde vom Markt genommen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Ein klares Pr\u00e4judiz der Enteignung durch Windfarmbetreiber<\/h3>\n<p>Diese von der VOT angewendete Regel basiert auf einem anderen Vorkommnis aus dem Jahr 2008. Die B\u00e4uerin Jane Davis h\u00e4tte beim Verkaufsversuch ihrer Farm eine starke Reduktion des Wertes gew\u00e4rtigen m\u00fcssen. Ihre Farm lag\u00a0 in einem Abstand von 914 Metern zu den ersten Windkraftwerken. Ihr Antrag auf Steuerreduktion wurde zuerst abgelehnt. Nach einer Appellation ans VOT, in der Jane Davis die \u00fcblen Lebensumst\u00e4nde durch die Anwesenheit des Windparks nachweisen konnte, wurde ihr Begehren angenommen und als Pr\u00e4judiz f\u00fcr weiterer F\u00e4lle definiert. In der anschliessenden Anklage gegen die Windfarmbetreiber wurde ein Vergleich akzeptiert und Stillschweigen vereinbart. In diesem stark beachteten Fall ist man sich einig, dass der Vergleich darin bestanden hat, dass die Windfarmbetreiber die Farm zu ihrem urspr\u00fcnglichen Wert gekauft haben.<\/p>\n<h3>Verlust f\u00fcr die Gemeinden ist programmiert<\/h3>\n<p>Diese Steuersatzreduktion hat einen direkten Einfluss auf die Steuereinnahmen der Gemeinden. Wird dieses Pr\u00e4judiz in der Schweiz angewendet, ist es um Faktoren gravierender, als es sich in England auswirkt:<\/p>\n<p>Die Abst\u00e4nde zu Windkraftwerken werden in der Schweiz mit 300 Meter empfohlen. Die Liegenschaftenentwertung ist demnach noch gr\u00f6sser als in England (obige Beispiele reden von 585 und 914 Meter Abstand). Der in der Schweiz steuerwirksame Eigenmietwert d\u00fcrfte sich um mindestens 30% reduzieren. Bei einem Eigenmietwert von CHF 15&#8217;000.- w\u00e4re das eine zu deklarierende Einnahmenreduktion von CHF 4&#8217;500.-. Die Gemeindesteuer reduziert sich demnach um ca. CHF 450.- pro Jahr und betroffene Liegenschaft. Diese Zahlen sind eher vorsichtig gew\u00e4hlt. Bei in der Schweiz empfohlenen Abst\u00e4nden von ca. 300 Meter zu Windkraftwerken (weltweit der geringste Wert) ist mit einem wesentlich gr\u00f6sseren Verlust oder der totalen Unverk\u00e4uflichkeit einer Liegenschaft zu rechnen.<\/p>\n<h3>Die Banken m\u00fcssen reagieren<\/h3>\n<p>Der Wertverlust hat auch auf die Finanzierungssicherheit der Eigenheime eine fatale Wirkung. Mit der Wertreduktion der Liegenschaft f\u00e4llt so manches Kreditkonstrukt um. Es m\u00fcssen Eigenleistungen nachbezahlt werden, damit die Sicherheit der Kredite gew\u00e4hrleistet bleibt. Das kann dazu f\u00fchren, dass ein Eigenheimbesitzer einer Nachforderung von mehreren 100&#8217;000.- gegen\u00fcbersteht. F\u00fcr die Banken ist das nicht neu. Bei Liegenschaftensch\u00e4tzungen sind einige Banken schon l\u00e4nger dazu \u00fcbergegangen, Vorbehalte f\u00fcr drohende Windparks in den Sch\u00e4tzungsbescheid einzubauen. Das hat unmittelbare Konsequenzen im Umkreis von mehreren Kilometern um bestehende oder drohende Windparks zur Folge.<\/p>\n<h3>Das Problem wird \u00fcberall verschlafen<\/h3>\n<p>Weil die Windradlobby jeglichen Zusammenhang zwischen Windkraftwerken und den Problemen f\u00fcr die Anwohner konsequent negiert, wird dieses Thema erst aktuell, wenn man direkt betroffen ist. Die deutschsprachigen Medien greifen dieses Thema nicht oder nur ungern an. Es ist immer noch grunds\u00e4tzlich verp\u00f6nt, wenn man sich kritisch zu Windkraft \u00e4ussert. Es herrscht eine oberfl\u00e4chliche Betrachtung vor, die man am besten mit &#8222;Den Kopf in den Sand stecken&#8220; umschreiben k\u00f6nnte. Da es noch fast keine Windparks gibt in der Schweiz, l\u00e4sst man die Windradlobby kritiklos gew\u00e4hren. Bis die Probleme so offensichtlich werden, dass man &#8211; zu sp\u00e4t nat\u00fcrlich &#8211; im Nachhinein mit teuren Kostenfolgen endlich &#8222;reagiert&#8220;. Die anfallenden Kosten der schmerzhaften Korrektur werden problemlos und anonym durch die gesamte Gesellschaft getragen &#8211; die Windradlobby hat ihr Scherflein ins Trockene gebracht. Die f\u00fcr den Missstand verantwortlichen Politiker tragen sowieso nie an irgendetwas Schuld.<\/p>\n<h3>Die Windradlobby l\u00e4sst sich nicht beirren<\/h3>\n<p>Obwohl es Weltweit tausende von Beispielen zu zitieren g\u00e4be, l\u00e4sst sich Rob Norris von &#8222;Renewable UK&#8220;, dem englischen \u00c4quivalent zu unserer \u00e4hnlich sturen Suisse Eole, nicht im geringsten beirren. Die Engstirnigkeit dieser Profiteure von Subventionsmitteln aus den Staatskassen ist allerdings nicht \u00fcberraschend:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;No study has ever been produced showing evidence to back up the claim that wind farms have a detrimental effect on house prices&#8220;<\/em><\/p>\n<p>&#8222;Es gibt keine Studie, die den Nachweis erbringt, dass Windfarmen einen negativen Einfluss auf die Hauspreise haben.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Wer&#8217;s glaubt wird selig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>London, Sunday Times, 22. Juli &#8222;Council tax cut for homes near wind farms&#8222;, Jonathan Leake (Originalartikel, teilweise \u00fcbersetzt und erg\u00e4nzt durch Christof Merkli) Windfarmen k\u00f6nnen einen negativen Einfluss auf den Wert nahe gelegener Immobilien bewirken. 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