{"id":2869,"date":"2012-05-03T05:50:43","date_gmt":"2012-05-03T05:50:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=2869"},"modified":"2012-11-26T05:41:31","modified_gmt":"2012-11-26T05:41:31","slug":"le-noirmont-verbannt-die-windkraftwerke-fur-10-jahre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=2869","title":{"rendered":"Le Noirmont verbannt die Windkraftwerke f\u00fcr 10 Jahre"},"content":{"rendered":"<p>Es ist jetzt schon die f\u00fcnfte Gemeinde der Region Franches-Montagnes, die sich gegen den Bau von industriellen Windkraftwerken ausspricht. Nach La Chaux-des-Breuleux, Les Genevez, Les Enfers und Muriaux hat sich Le Noirmond mit einer \u00fcberw\u00e4ltigenden Mehrheit von 239 Stimmen gegen Windkraftwerke entschieden. Am Montagabend des 30. Aprils 2012 hatte es nicht genug Sitzpl\u00e4tze f\u00fcr alle Teilnehmer der ausserordentlichen Gemeindeversammlung. Es wurde w\u00e4hrend lediglich 40 Minuten debatiert. Das bedeutet, ein Grossteil der Bev\u00f6lkerung hat seine Entscheidung schon vor der Versammlung gef\u00e4llt. Selbst das Gegenprojekt des Gemeinderates wurde weggewischt. Die Stimmenz\u00e4hler hatten dann alle H\u00e4nde voll zu z\u00e4hlen, als es um die Annahme des Moratoriums ging. Mit ein Grund f\u00fcr die klare Annahme waren die &#8222;Unf\u00e4lle&#8220; und &#8222;Ungereimtheiten&#8220; der Windkraftnutzung in den Gemeinden Saint Brais und Peuchapatte.<\/p>\n<h3>Ste Croix war die Warnung<\/h3>\n<p>An dieser Stelle <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2012\/02\/10\/wie-man-mit-lugen-verdrehen-und-mauscheln-eine-abstimmung-gewinnt\/\">haben wir vorausgesagt<\/a>, dass die \u00e4usserst fragw\u00fcrdige Haltung der Windradlobby, angef\u00fchrt durch die Suisse Eole, \u00fcber kurz oder lang von der Bev\u00f6lkerung durchschaut w\u00fcrde. Das knappe Resultat in Ste Croix war eine erste Warnung, die von der Windradlobby und den ihr zugeneigten Politikern bisher <em>nicht verstanden<\/em> worden ist. Die Menschen haben es satt, von gierigen Profiteuren und bezahlten Politikern an der Nase herumgef\u00fchrt zu werden. Die <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2012\/04\/23\/die-suisse-eole-zerredet-das-gesundheitsproblem-der-windkraftwerke-mit-fraglichen-mitteln\/\" target=\"_blank\">aktuelle Informationsschrift<\/a> der Suisse Eole hat den Bogen der Unwahrheit wohl endg\u00fcltig \u00fcberspannt. Die Stimmb\u00fcrger des Jura sind nicht so bl\u00f6d, wie es die Suisse Eole gerne sehen w\u00fcrde.<\/p>\n<h3>Das Baudepartement des Jura tut sich schwer mit dem Volksentscheid<\/h3>\n<p>Nach Aussagen des jurassischen Baudepartements k\u00f6nne eine Baubewilligung trotzdem gegen die Volksmeinung durchgedr\u00fcckt werden. Diese Aussage l\u00e4sst aufhorchen, sind doch auf kantonaler und nationaler Ebene verschiedene Politiker der gleichen Meinung.<\/p>\n<p>F\u00fcr das zuk\u00fcnftige Wahlverhalten der Stimmb\u00fcrger muss hier eindeutig festgehalten werden, dass Politiker, die diese undemokratischen Ideen vertreten, <strong><em>auf keinen Fall mehr gew\u00e4hlt werden d\u00fcrfen<\/em><\/strong>. Die Frage des Repektes vor\u00a0 der demokratischen, lokalen Mehrheit muss in Zukunft VOR einer Wahl durch jeden Politiker klar beantwortet werden, bevor er als &#8222;<em>demokratischer Kandidat<\/em>&#8220; \u00fcberhaupt ernstgenommen werden darf. Die Dachorganisation der Windkraftkritiker, die <em>Paysage Libre &#8211; Freie Landschaft<\/em>, k\u00fcndet f\u00fcr alle zuk\u00fcnftigen Wahlen die Ver\u00f6ffentlichung einer Schwarzen Liste der Politikern an, die die Gemeindehoheit in dieser Frage nicht eindeutig best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Die Gemeindehoheit ist ein kostbares Gut unserer Demokratie. Wer sie als Politiker in Frage stellt, darf sich nicht l\u00e4nger als &#8222;Volksvertreter&#8220; bezeichnen. Nur die betroffenen Menschen in den betroffenen Gemeinden und Weilern k\u00f6nnen \u00fcber den Bau von Windkraftwerken in ihrer unmittelbaren N\u00e4he befinden. Nur diese Leute sind in der Lage, die geforderte G\u00fcterabw\u00e4gung vorzunehmen. In f\u00fcnf Gemeinden der Franches-Montagnes haben die Menschen die Nachteile erkannt und die Vorteile, wenn es sie denn gibt, als ungen\u00fcgend bezeichnet. Dieser Entscheid ist von allen Politikern und auch der Suisse Eole endlich zu akzeptieren!<\/p>\n<h3>Die St\u00e4dter sind gr\u00fcne Egoisten &#8222;\u00e0 la carte&#8220;<\/h3>\n<p>Es darf nicht l\u00e4nger erlaubt sein, dass Stadtz\u00fcrcher- basler &#8211; und genfer \u00fcber das Lebensumfeld von l\u00e4ndlichen Gebieten bestimmen d\u00fcrfen, nur damit sie auf Kosten der Anwohner solcher Industrieanlagen ein zweifelhaftes und schwer begr\u00fcndbares &#8222;<em>gr\u00fcnes Gewissen<\/em>&#8220; leben k\u00f6nnen. Die reichen St\u00e4dte sollen ihre Energieprobleme sauber und gerecht l\u00f6sen. Wenn sie das Gef\u00fchl nicht loswerden, sie m\u00fcssten die ganze Schweiz mit Kraftwerken \u00fcberbauen, sollen sie beim B\u00fcrkli- und Paradeplatz und auf der Landiwiese damit beginnen und nicht bei den von ihren Managern schlecht bezahlten Menschen im Jura.<\/p>\n<h3>Milchproduktion erzeugt Mist und gr\u00fcne Energie erzeugt unl\u00f6sbare Probleme<\/h3>\n<p>Es muss den St\u00e4dtern wohl wieder mal praktisch dargestellt werden, dass Milch und Fleisch, das sie in rauhen Mengen verspeisen, Mist produziert. Und dass gr\u00fcner Strom irgendwo Kopfweh, L\u00e4rm, Schlafst\u00f6rungen und un\u00e4sthetische Landschaften zur Folge hat. Das ist eine h\u00f6chst unmoralische und dreckige Form von &#8222;<em>nachhaltigem Leben<\/em>&#8222;. Es l\u00e4sst sich leichter in theoretischen Floskeln dar\u00fcber schreiben und lesen, als die realistischen Folgen selber tragen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist jetzt schon die f\u00fcnfte Gemeinde der Region Franches-Montagnes, die sich gegen den Bau von industriellen Windkraftwerken ausspricht. Nach La Chaux-des-Breuleux, Les Genevez, Les Enfers und Muriaux hat sich Le Noirmond mit einer \u00fcberw\u00e4ltigenden Mehrheit von 239 Stimmen gegen Windkraftwerke entschieden. Am Montagabend des 30. 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