{"id":2814,"date":"2012-04-23T09:01:46","date_gmt":"2012-04-23T09:01:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=2814"},"modified":"2014-03-26T05:53:29","modified_gmt":"2014-03-26T05:53:29","slug":"die-suisse-eole-zerredet-das-gesundheitsproblem-der-windkraftwerke-mit-fraglichen-mitteln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=2814","title":{"rendered":"Die Suisse Eole zerredet das Gesundheitsproblem der Windkraftwerke mit fraglichen Mitteln"},"content":{"rendered":"<p>Wenige Wochen, nachdem dem Bundesamt f\u00fcr Energie von der Organisation Paysage Libre &#8211; Freie Landschaft ein Set an Belegen f\u00fcr die Gesundheitsgef\u00e4hrdung von Windkraftwerken vorgelegt wurde, antwortet die vorauseilend informierte Suisse Eole auf die Vorw\u00fcrfe. Nat\u00fcrlich nicht als Antwort auf die Belege der Organisation &#8222;Paysage Libre &#8211; Freie Landschaft&#8220;, sondern wie wenn es der Marketingabteilung der Suisse Eole <em>ganz von selber<\/em> eingefallen w\u00e4re. Die Belege f\u00fcr die Gesundheitsgef\u00e4hrdung werden als \u00e4usserst bedrohlich f\u00fcr die weitere Verbreitung von zu kurzen Distanzen zwischen Windkraftwerken und ihren Anwohnern empfunden.\u00a0 Das ist f\u00fcr die Windradlobby ein gen\u00fcgend wichtiger Grund, die Desinformationsmaschine der IDEJA anzuwerfen.<\/p>\n<p>In der Ausgabe der <a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/eole-info\/eole-info_nr24dt.pdf\" target=\"_blank\">\u00c9ole-Info Nummer 24<\/a> werden wieder die alten, v\u00f6llig aus dem Zusammenhang gerissenen Konstruktionen angeboten, die auf einer <a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/noise\/turbine_impact_study.pdf\" target=\"_blank\">Studie der Gesundheitsbeh\u00f6rde des US Staates Massachusetts<\/a> gr\u00fcnden. Die Studie, wenn eingehend gelesen, best\u00e4tigt aber viele Aussagen der Kritiker, die durch Suisse Eole gerne als &#8222;<em>wissenschaftlich<\/em> <em>widerlegt<\/em>&#8220; bezeichnet werden. Immerhin ist die von Suisse Eole erw\u00e4hnte Studie f\u00fcr einmal auch tats\u00e4chlich auffindbar im Internet. Das ist neu an der Informationsstrategie der Windradlobby. Unsere Kritik hat also doch eine bescheidene Wirkung! Auch wenn sie nur indirekt beantwortet wird. Manchmal haben wir das Gef\u00fchl, alle Informationen, die wir dem Bundesamt f\u00fcr Energie aush\u00e4ndigen, werden irgendwann durch die Suisse Eole im Auftrag des BFE beantwortet.<\/p>\n<p>Das ist in Ordnung! Im BFE findet sich eh keine Kompetenz zu Windkraftnutzung. Sie wurde schon im Jahr 2001 an die Suisse Eole delegiert.<\/p>\n<h2><strong>Was macht die Suisse Eole aus dieser Studie?<\/strong><\/h2>\n<h3>Sie fasst sie nach eigenem Gutd\u00fcnken so zusammen, wie es ihr passt<\/h3>\n<blockquote><p><em>&#8222;Ohrfeige f\u00fcr Pierpont<\/em><br \/>\n<em>Das hochkar\u00e4tig besetzte Expertengremium kommt zum Schluss, dass Windturbinen keine direkten negativen Wirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Insbesondere haben sie keine Hinweise auf ein so genanntes \u00abWindturbinen-Syndrom\u00bb gefunden. Die Experten sehen kein Anzeichen daf\u00fcr, dass der von Windturbinen abgegebene Schall oder Infraschall direkte sch\u00e4dliche Wirkung auf Menschen in Wohndistanz hat. Insbesondere konnte kein Zusammenhang<\/em> <em>gefunden werden zwischen Ger\u00e4uschen von Windturbinen und psychischen wie auch k\u00f6rperlichen Symptomen.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist, gelinde ausgedr\u00fcckt, eine Ansammlung von Aussagen, die sich in der Massachusettsstudie so <em><strong>nirgends<\/strong><\/em> finden! Schon der erste Satz zeigt, dass die Aussagen der Amerikaner von der Suisse Eole schlicht <strong><em>nicht verstanden worden sind<\/em><\/strong>. Das Kriterium ist immer das Gleiche. Was der Suisse Eole nicht in den Kram passt, wird verdreht und missinterpretiert, bis es in die einfachen Konstruktionen der Windradlobby passt. Lesen wir weiter aus der neuen Errungenschaft der Eole-Info Nr. 24:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Das Expertengremium kritisiert insbesondere die Auswahl der Probanden f\u00fcr Pierponts Untersuchung: Es nahmen ausschliesslich Personen teil, die Symptome wie Angst, Konzentrationsmangel und Reizbarkeit aufwiesen und gleichzeitig in der N\u00e4he von Windturbinen wohnten. Vergleichsgruppen in weiter Distanz zu Windparks gab es nicht.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Wer die Studie von Nina Pierpont kennt, weiss, dass dies exakt ihrer gew\u00e4hlten Methodik entspricht. Weil die Windradkritiker nicht \u00fcber staatliche Subventionen und Werbebudgets wie die Suisse Eole verf\u00fcgen, m\u00fcssen sie die Studien eben auf einer g\u00fcnstigen Basis erstellen. Die beschriebene und gew\u00e4hlte Methode von Nina Pierpont ist wissenschaftlich fundiert. Es gibt eine Diskussion und ein Reviewing von namhaften weiteren Wissenschaftlern. Ausserdem hat Nina Pierpont nie behauptet, dass sie den Zusammenhang zwischen L\u00e4rm, Infraschall und <a href=\"http:\/\/windland.ch\/presse\/Wind_Turbine_Syndrom_Nichtmediziner_Deutsch.pdf\" target=\"_blank\">Wind Turbine Syndrome<\/a> abschliessend belegen kann. Sie verweist &#8211; wie auch andere ernstzunehmende Wissenschaftler in diesem Bereich\u00a0 &#8211; ausdr\u00fccklich auf die Notwendigkeit weiterer Studien.<\/p>\n<p>Die Symptome des <a href=\"http:\/\/windland.ch\/presse\/Wind_Turbine_Syndrom_Nichtmediziner_Deutsch.pdf\" target=\"_blank\">Wind Turbine Syndromes<\/a> &#8211; es gibt sie nachweislich bei vielen Menschen, die in der N\u00e4he von grossen Windturbinen hausen &#8211; wurden durch Nina Pierpont in vierschiedenen theoretischen Ans\u00e4tzen erkl\u00e4rt. Diese Theorie wurde im Jahr 2010 durch die Studie von Salt und Hullar &#8222;<a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/noise\/Salt_Hullar_Responses_Ear_to_infrasound_wind_turbines.pdf\" target=\"_blank\">Responses of the ear to low frequency sounds, infrasound and wind turbines<\/a>&#8220; best\u00e4tigt und erg\u00e4nzt. Sie wurde auch im <strong>Wissenschaftsmagazin Science ver\u00f6ffentlicht<\/strong> und zeigt auf Basis von Reaktionen auf Nervenzellenbasis im Innenohr (Kochlea), wie Infraschall und tieffrequenter Schall <strong>Nervenimpulse an das Gehirn generieren<\/strong>. Auch hier fehlt der letzte Beweis zwischen Ursache und Symptom. Es steht aber ausser Zweifel, dass Schall von Windkraftwerken eine Reaktion bei den \u00e4usseren Haarzellen der Kochlea erzeugen und dass diese Impulse an das Gehirn weitergeleitet werden. Was fehlt, ist nur noch der abschliessende Beleg, dass diese Impulse die oft beobachteten Symptome des &#8222;<a href=\"http:\/\/windland.ch\/presse\/Wind_Turbine_Syndrom_Nichtmediziner_Deutsch.pdf\" target=\"_blank\">Wind Turbine Syndromes<\/a>&#8220; bewirken. Auch das wird durch beide Wissenschaftler &#8211; Pierpont und Salt &#8211; korrekt in der Studie ausgewiesen.<\/p>\n<h3>Die gleiche Studie best\u00e4tigt die Aussagen der Windkraftkritiker<\/h3>\n<p>In den Findings der <a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/noise\/turbine_impact_study.pdf\" target=\"_blank\">Studie des Gesundheitsbeh\u00f6rde von Massachusetts<\/a> finden sich verschiedenen Aussagen, die durch die Suisse Eole bisher einfach grundlos abgetan wurden. So best\u00e4tigt die Studie, dass Infraschall unter gewissen Bedingungen sehr wohl &#8222;h\u00f6rbar&#8220; ist:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Infrasound refers to vibrations with frequencies below 20 Hz. Infrasound at amplitudes over 100\u2013110 dB <strong>can be heard and felt<\/strong>. Research has shown that vibrations below these amplitudes are not felt. The highest infrasound levels that have been measured near turbines and reported in the literature near turbines are under 90 dB at 5 Hz and lower at higher frequencies for locations as close as 100 m.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Aussage deckt sich genau mit den Studien von Salt und Hullar. Auch sie best\u00e4tigen, dass Windturbinen <strong>diesen Schalldruck von 100 dB kaum erreichen<\/strong>. Ihre Studie weist denn auch nach, dass die erw\u00e4hnten 60-70 dB Schalldruck, der typisch f\u00fcr moderne Windkraftwerke ist, die beobachteten Impulse in den \u00e4usseren Haarzellen der Kochlea erzeugen. Die von Suisse Eole herangezogene Studie aus Massachusetts belegt demnach vor allem, dass die Grundlagen von Salt\/Hullar auf realistischen Schallpegelwerten basieren.<\/p>\n<p>Eine interessante Grafik aus der gleichen Studie zeigt, wie &#8222;international&#8220; mit Nachtl\u00e4rm durch Windkraftwerke umgegangen wird. Die Suisse Eole st\u00f6rt es nicht, dass in der Schweiz meistens noch 50 dBA akzeptiert werden m\u00fcssen. Sie h\u00e4lt gegen jede Vernunft an der Empfehlung von 300m Distanz zwischen Windkraftwerken jeglicher Gr\u00f6sse und den bewohnten Geb\u00e4uden fest. Ein Abstand, der den Ger\u00e4uschpegel garantiert auf st\u00f6rendem Niveau h\u00e4lt &#8211; und zwar rein &#8222;h\u00f6rbar&#8220;. Aber unsere L\u00e4rmschutzverordnung l\u00e4sst solche Situationen zu. Empfehlungen der EMPA und des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit werden von der Suisse Eole nicht nur ignoriert, sondern mit den gleich schwammigen Argumenten bek\u00e4mpft, wie wir sie hier ein wiederholtes Mal erleben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2820\" title=\"night_sound_pressure_level\" alt=\"\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/night_sound_pressure_level.jpg\" width=\"500\" height=\"266\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/night_sound_pressure_level.jpg 500w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/night_sound_pressure_level-150x79.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/night_sound_pressure_level-300x159.jpg 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/night_sound_pressure_level-140x74.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>&#8222;<em>Sparsely populated<\/em>&#8220; meint &#8222;D\u00fcnn besiedelt&#8220;. &#8222;<em>Residential Areas<\/em>&#8220; bedeutet &#8222;<span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Wohngebiete<\/strong><\/span>&#8222;. Auch die L\u00e4rmvorschriften in Deutschland und die WHO verlangen die Einhaltung von 40 dBA in der Nacht. In der Schweiz m\u00fcssen in den Emissionsschutzzonen III 50 dBA gen\u00fcgen. Die ruhigsten Weiler und D\u00f6rfer der Schweiz mit landwirtschaftlicher Nutzung sind dieser Zone zugeordnet. Das entspricht einer gef\u00fchlten Verdoppelung des L\u00e4rms in der Nacht f\u00fcr schweizer Anwohner gegen\u00fcber ihren Kollegen in Deutschland . Die Suisse Eole wehrt sich mit Hand und Fuss gegen eine Verbesserung dieser ungem\u00fctlichen Situation.<\/p>\n<p>Zitierte Studien haben eben manchmal einen ganz anderen, als den gew\u00fcnschten Effekt. Die Empfehlung der Massachusetts &#8211; Studie f\u00fcr die L\u00e4rmmessung lautet klar und deutlich:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;The Panel recommends that noise limits such as those presented in the table above be included as part of a statewide policy regarding new wind turbine installations.&#8220;<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>&#8222;Das Gremium empfiehlt, dass L\u00e4rmgrenzen wie in der Tabelle oben dargestellt, in einer staatlichen Praxis f\u00fcr die Installation von neuen Windkraftwerken angewendet werden.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Es w\u00fcrde uns freuen, wenn sich die Suisse Eole diesen Abschnitt mal genauer anschauen w\u00fcrde.<\/p>\n<h3>Genug Wind in der Schweiz?<\/h3>\n<p>Aber erst so richtig spannend wird die Betrachtung folgender Grafiken der Massachusettsstudie auf Seite AA2. Hier wird die von Suisse Eole propagierte Mindestwindgeschwindigkeit von 4,5m\/s auf Nabenh\u00f6he als grobe Besch\u00f6nigung enttarnt. Sie wird als &#8222;poor&#8220; (armselig) bezeichnet. Die besten Windgeschwindigkeiten in der Schweiz werden durch die Massachusetts &#8211; Studie immer noch als &#8222;marginal&#8220; (unbedeutend) beschrieben. Es darf herzlich gelacht werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2823\" title=\"windpower_classification_us\" alt=\"\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/windpower_classification_us.jpg\" width=\"430\" height=\"209\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/windpower_classification_us.jpg 430w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/windpower_classification_us-150x72.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/windpower_classification_us-300x145.jpg 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/windpower_classification_us-140x68.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Grafisch kann das so dargestellt werden. Wieder dient eine Aussage der Massachusetts &#8211; Studie als Beleg der unsinnigen Empfehlungen der Suisse Eole. Die Grafik zeigt die &#8222;<em>typische Bewindung einer Windkraftanlage<\/em>&#8220; in Amerika. Die rote Linie zeigt, was die Suisse Eole ernsthaft als &#8222;<em>genug Wind<\/em>&#8220; bezeichnet. Alle Empfehlungen ausl\u00e4ndischer Windradspezialisten gehen in die gleiche Richtung. Wer die Empfehlungen und Aussagen der Suisse Eole noch ernst nimmt, ist selber schuld:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2826\" title=\"vergleich_windaufkommen_US_\" alt=\"\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/vergleich_windaufkommen_US_.jpg\" width=\"430\" height=\"330\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/vergleich_windaufkommen_US_.jpg 430w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/vergleich_windaufkommen_US_-150x115.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/vergleich_windaufkommen_US_-300x230.jpg 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/vergleich_windaufkommen_US_-140x107.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<h3>An anderer Stelle ist die Studie widerspr\u00fcchlich<\/h3>\n<blockquote><p><em>&#8222;Claims that infrasound from wind turbines directly impacts the vestibular system have not been demonstrated scientifically. Available evidence shows that the infrasound levels<\/em> <em>near wind turbines cannot impact the vestibular system.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>&#8222;Aussagen, dass Infraschall von Windkraftwerken das vestibulare System beeinflussen, wurden nicht wissenschaftlich dargelegt. Die verf\u00fcgbaren Belege zeigen, dass Infraschall in der n\u00e4he von Windkraftwerken das vestibulare System nicht beeinflussen k\u00f6nnen&#8220;.<\/p><\/blockquote>\n<p>Genau das kann aber Salt und Hullar in ihrer Studie wissenschaftlich exakt belegen. Die Massachusettsstudie f\u00fchrt Salt\/Hullar in der Referenzliste, hat aber offensichtlich die Studie nicht &#8222;studiert&#8220;.<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;There is limited evidence of an association between wind turbine noise and both annoyance and sleep disruption, depending on the sound pressure level at the location of concern. However, there are no research-based sound pressure levels that correspond to human responses to noise.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>&#8222;Es gibt wenig Belege f\u00fcr die Verbindung zwischen Windkraftwerkl\u00e4rm und Bel\u00e4stigung oder Schlafst\u00f6rungen, abh\u00e4ngig vom Schalldruck, an den betroffenen Orten. Wie auch immer, es gibt keine Untersuchungen zu Schalldr\u00fccken die im Zusammenhang mit menschlicher Reaktion auf L\u00e4rm stehen.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Aussage ist unwahr. Die Liste von guten Studie zu diesem Thema ist eindr\u00fccklich lange. Wenn die Wissenschaftler aus Massachusetts ernsthaft behaupten, es g\u00e4be &#8222;keine&#8220; Belege zum Thema Windkraftl\u00e4rm und deren st\u00f6rende Wirkung auf Menschen, haben sie die \u00dcbersicht offensichtlich verloren. Sie haben genau diese Studien in ihrer eigenen Studie kritisiert. Das ist total widerspr\u00fcchlich. Solche Aussagen ziehen jede objektive Interpretation &#8211; so wie die vorliegende der Suisse Eole &#8211; komplett in Zweifel.<\/p>\n<h3>Die von Suisse Eole zitierte Studie ist selber nicht \u00fcber jeden Zweifel erhaben<\/h3>\n<p><em>&#8222;There is limited scientific evidence of &#8230; &#8222;<\/em> ist die g\u00e4ngige Form, eine anderslautende Aussage zu vernichten. Selber kann die Studie aus Massachusetts aber nicht mit neuen Erkenntnissen aufwarten. Sie suggeriert eine objektive Sicht auf verschiedene Studien, legt aber weder eine Methodik noch eine Diskussion vor. Was auff\u00e4llig fehlt, ist die schriftliche Erkl\u00e4rung jedes beteiligten Wissenschaftlers, dass er wirklich unabh\u00e4ngig ist. Das ist in der Regel nicht gegeben. Schon gar nicht in amerikanischen Studien. Hier ist Salt wesentlich klarer. <a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/noise\/Conflict-of-Interest-Statement.html\" target=\"_blank\">Er deklariert seine Unabh\u00e4ngigkeit schriftlich<\/a>. Damit w\u00fcrde er sich in Wissenschaftskreisen endg\u00fcltig desavouieren, falls sich das Gegenteil belegen lassen w\u00fcrde. Ein Risiko, das kein Wissenschaftler eingehen w\u00fcrde. Die Unabh\u00e4ngigkeitsdeklarationen der beteiligten Wissenschaftler f\u00fcr die Studie aus Massachusetts aber <em><strong>fehlen vollst\u00e4ndig<\/strong><\/em>. Es l\u00e4sst sich auch aus der Zusammensetzung leicht folgern, dass diese Wissenschaftler sehr wohl mit der amerikanischen Windradlobby verbandelt sind.<\/p>\n<h3><em>Das <\/em><em>&#8222;hochkar\u00e4tig besetztes Expertengremium<\/em>&#8220; widerlegt die Aussagen der Suisse Eole fulminant<\/h3>\n<p>Es ist leicht, bestehende Studien mit anderen Studien zu desavouieren. Suisse Eole hat es ein weiteres Mal vers\u00e4umt, echte Gegenbelege f\u00fcr ihre Behauptungen auf den Tisch zu legen. Es ist nicht wissenschaftlich, wenn man irgendwelche \u00e4usseren Umst\u00e4nde einer Studie kritisiert, deren wissenschaftlichen Inhalte und Aussagen aber nicht einmal im Ansatz widerlegen kann. Die Suisse Eole verfolgt die Taktik, jede die Windkraft kritisierende Aussage mit abenteuerlichen Konstruktionen zu entkr\u00e4ften. Hier hat sie aber lediglich ein weiteres Mal bewiesen, dass sie selber \u00fcber keinerlei Gegenargumente verf\u00fcgt. Sie widerlegt mit der Massachusettsstudie lediglich ihre eigenen Aussagen zu L\u00e4rm und Mindestwindgeschwindigkeit mit dem nach eigenen Aussagen &#8222;<em>hochkar\u00e4tig besetzten Expertengremium<\/em>&#8220; aus Massachusetts &#8211; das daf\u00fcr umso gr\u00fcndlicher!<\/p>\n<h3>Beispiele von Infraschall in unserer Umgebung sollen seine Harmlosigkeit beweisen<\/h3>\n<p>Besonders lustig sind die Beispiele in der Werbebrosch\u00fcre &#8222;<a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/eole-info\/eole-info_nr24dt.pdf\" target=\"_blank\">Eole-Info Nr. 24<\/a>&#8222;, von uns umgebendem Infraschall im Alltag. Da werden stolz Lastwagen, B\u00fcros, das Putzen der Ohren (<em>160 dB bei zwei Hertz!<\/em>), Autofahren bei offenem Fenster und nat\u00fcrlich immer die nach langem Suchen gefundene Studie aus dem Jahr 1982 aufgef\u00fchrt, die nach wissenschaftlichen Methoden herausgefunden haben soll, dass Infraschall v\u00f6llig Wirkungslos ist. Verwunderlich ist bei dieser Auflistung nur, dass man den &#8222;F\u00f6hn&#8220;, die typisch schweizerische Wettererscheinung, nicht aufgef\u00fchrt hat. Das wurde sorgf\u00e4ltig vermieden, denn F\u00f6hn (Infraschall, <span style=\"color: #ff0000;\"><em><strong>pulsierend<\/strong><\/em><\/span>, 0.1 Hertz) verursacht bei verschiedenen Menschen Kopfweh und wurde ja auch schon von den Windradkritikern als offensichtlich zu gut empfundenes Beispiel von Infraschall verwendet.<\/p>\n<p>Die von der Suisse Eole aufgef\u00fchrten Infraschallbeispiele haben etwas gemeinsam: Sie entsprechen in keiner Weise dem Infraschall, der von Windkraftanlagen ausgeht, wie sie in den Studien zum <a href=\"http:\/\/windland.ch\/presse\/Wind_Turbine_Syndrom_Nichtmediziner_Deutsch.pdf\" target=\"_blank\">Wind Turbine Syndrome<\/a> oder bei <a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/noise\/Salt_Hullar_Responses_Ear_to_infrasound_wind_turbines.pdf\" target=\"_blank\">Salt\/Hullar<\/a> vorkommen. Sehen wir uns die einzelnen Beispiele genauer an:<\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>1 MW Windturbine<\/strong><\/span>: Sie wird von Dr. Nina Pierpont in ihrer Studie &#8222;<a href=\"http:\/\/windland.ch\/presse\/Wind_Turbine_Syndrom_Nichtmediziner_Deutsch.pdf\" target=\"_blank\">Wind Turbine Syndrome<\/a>&#8220; als unkritisch eingestuft. Das Wind Turbine Syndrome wird erst bei Anlagen ab 1.5 MW Leistung festgestellt. Das hat sehr wahrscheinlich damit zu tun, dass die Rotorgr\u00f6sse und die abgegebene Schalldruck bei kleineren Rotoren tats\u00e4chlich unproblematisch sind. Es ist nun aber so, dass die Suisse Eole und ihre Freunde gerne Rotoren mit der Fl\u00e4che eines Airbus A380-Parkplatzes inkl. Umschwung aufstellen m\u00f6chten. Aktuelle Windkraftwerke verlagern durch ihre schiere Gr\u00f6sse den emittierten Schall in den Bereich tieferer Frequenzen.<strong> <\/strong><em><strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Beispiel ist nicht haltbar.<\/strong><\/em><\/li>\n<li><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Jogging<\/strong><\/span>: Gerade Jogging ist ein gutes Beispiel daf\u00fcr, dass die Suisse Eole die Studie von Nina Pierpont noch NIE gelesen hat. Die betroffenen \u00e4usseren Haarzellen (<a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/noise\/Salt_Hullar_Responses_Ear_to_infrasound_wind_turbines.pdf\" target=\"_blank\">OHC, Salt\/Hullar<\/a>) sind beschleunigungsempfindlich. Infraschall erzeugt \u00fcber diese Zellen Impulse, die vom Gehirn umgesetzt werden (Theorie, Nina Pierpont, <a href=\"http:\/\/windland.ch\/presse\/Wind_Turbine_Syndrom_Nichtmediziner_Deutsch.pdf\" target=\"_blank\">Wind Turbine Syndrome<\/a>). Diese Impulse widersprechen den anderen sensorischen Informationen, die das Gehirn vom K\u00f6rper erh\u00e4lt (visueller Kanal, Blutkreislauf und Kontaktsensoren auf Haut und in den Gelenken). Das l\u00e4sst das Gehirn bei ca. 12% der Menschen mit Symptomen reagieren. Die Erkl\u00e4rung steht in der Studie von Nina Pierpont, bitte einfach mal lesen, liebe Suisse Eole! <em><strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Beispiel ist nicht haltbar.<\/strong><\/em><\/li>\n<li><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Lastwagen mit 80 Km\/h<\/strong><\/span>: Nicht pulsierender Infraschall. Lastwagen fahren auch nicht alle Sekunden an den Ohren von Menschen vorbei. Schon gar nicht mit 80 Km\/h in stillen Bauernd\u00f6rfern wie Sennhof, Saint Brais, Peuchapatte usw. \u00a0 \u00a0 <em><strong>Das Beispiel ist nicht haltbar.<\/strong><\/em><\/li>\n<li><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Fahren bei offenem Fenster<\/strong><\/span>: Das ist besonders interessant. Woher kommt wohl die verbreitete &#8222;Reisekrankheit&#8220;? Sie ist verwandt mit der Seekrankheit und eben auch &#8211; mit dem <a href=\"http:\/\/windland.ch\/presse\/Wind_Turbine_Syndrom_Nichtmediziner_Deutsch.pdf\" target=\"_blank\">Wind Turbine Syndrome<\/a>. Dieser Infraschall ist allerdings wahrnehmbar. Und das ist doch genau das, was die Suisse Eole seit Jahren abstreitet. Mit dem Schliessen des Fensters kann das Problem gel\u00f6st werden. <strong><span style=\"color: #ff0000;\">Geht das bei den Windkraftwerken auch so einfach?<\/span><\/strong>\u00a0 Haben wir es hier mit einer sehr flexiblen Informationspolitik zu tun? Genau: Zugeben, was nicht mehr abgestritten werden kann und gleich etwas Neues dazuerfinden, usw&#8230;<\/li>\n<li><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Schwimmen<\/strong><\/span>: Nicht pulsierend und siehe &#8222;Jogging&#8220;. <em><strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Beispiel ist nicht haltbar.<\/strong><\/em><\/li>\n<li><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Ohrenputzen<\/strong><\/span>: Wenn sich jemand eine ganze Nacht lang jede Sekunde die Ohren putzt, hat das zugegebenermassen fatalere Folgen als der Infraschall von Windkraftwerken. Siehe Schwimmen, Jogging usw. <em><strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das <\/strong><strong>Beispiel ist nicht<\/strong><\/em><strong><em> haltbar.<\/em><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<h4><span style=\"color: #003300;\">Es ist traurig, dass unser Bundesamt f\u00fcr Energie mit solch unwissenschaftlich und unprofessionell argumentierenden Vereinen zusammenarbeitet. Es ist \u00e4usserst besorgniserregend, dass f\u00fcr solch fragw\u00fcrdige Informationen j\u00e4hrlich ca. CHF 500&#8217;000.- an Steuergeldern ausgegeben werden. Was ist wohl das Interesse des BFE? Ist es so stark verbandelt mit der Windradlobby, dass es jede Kritik im Keim ersticken muss? Weshalb fungieren diese Beamten wie Marionetten der Windradlobby und schrecken nicht davor zur\u00fcck, Falschinformationen zu verbreiten, damit die Windradlobby zu ihrem Ziel kommt?<\/span> <span style=\"color: #003300;\">Ist es \u00fcbertrieben, dieses Verhalten einzelner Exponenten des BFE mit dem Begriff\u00a0 <span style=\"color: #ff0000;\">KORRUPTION<\/span> zu umschreiben?<\/span><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenige Wochen, nachdem dem Bundesamt f\u00fcr Energie von der Organisation Paysage Libre &#8211; Freie Landschaft ein Set an Belegen f\u00fcr die Gesundheitsgef\u00e4hrdung von Windkraftwerken vorgelegt wurde, antwortet die vorauseilend informierte Suisse Eole auf die Vorw\u00fcrfe. 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