{"id":2613,"date":"2012-02-10T09:35:31","date_gmt":"2012-02-10T09:35:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=2613"},"modified":"2014-03-13T16:05:12","modified_gmt":"2014-03-13T16:05:12","slug":"wie-man-mit-lugen-verdrehen-und-mauscheln-eine-abstimmung-gewinnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=2613","title":{"rendered":"Wie man mit L\u00fcgen, Verdrehen und Mauscheln eine Abstimmung gewinnt"},"content":{"rendered":"<h3>St. Croix sagt mit 53% der Stimmen Ja zu einer grossen Unbekannten<\/h3>\n<p>Die Suiss Eole jubelt. Ein weiteres Mal hat die grossangelegte Desinformationskampagne Fr\u00fcchte getragen. Alle Angaben, die die Suisse Eole in der Diskussion auf den Tisch legt, k\u00f6nnte sie nicht einmal im Ansatz nachweisen. Die Floskel <em>&#8222;Es gibt genug Dokumente, die dies beweisen&#8220;<\/em> ist ein absoluter Argumentationsschlager dieser Raubritter staatlicher Subventionitis. Ich kopiere diese Suisse Eole &#8211; Argumentation deshalb und baue sie f\u00fcr wahrheitsliebende Leser etwas um:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Es gibt viele Dokumente, die das genaue Gegenteil beweisen.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Suisse Eole \u00fcberschl\u00e4gt sich auch in der <a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/MM-SteCroix-SuisseEole-050212.pdf\" target=\"_blank\">neuesten Pressemitteilung<\/a> fast vor Suggestivbemerkungen, die nur ihr selber einfallen k\u00f6nnen, weil sie sonst noch niemand in diesem Lichte wahrgenommen hat:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Windenergie geh\u00f6rt zu den kosteng\u00fcnstigen erneuerbaren Energien und weist eine hervorragende \u00d6kobilanz auf. In der neuen Energiepolitik des Bundes spielt sie eine unverzichtbare Rolle. Nach neuesten Prognosen k\u00f6nnten um das Jahr 2020 in der Schweiz j\u00e4hrlich 1200 GWh Windstrom produziert werden, was zwei Prozent des gegenw\u00e4rtigen Stromverbrauchs entspricht.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Als Mitglied der Arbeitsgruppen &#8222;Energiestrategie 2050&#8220; im BFE mag ich mich noch gut daran erinnern, dass Windenergie in den Diskussionen, wenn sie \u00fcberhaupt erw\u00e4hnt wurde, <strong><em><span style=\"color: #ff0000;\">eine winzige Marginalie dieser zuk\u00fcnftigen Energiestrategie dargestellt<\/span><\/em> <em><span style=\"color: #ff0000;\">hat<\/span><\/em><\/strong>. Auch ist es klar, dass Windenergie, wenn man die Vollkostenrechnung macht, die wohl teuerste erneuerbare Energiequelle darstellt. Aber wenn man, wie dies die Windradlobby gerne tut,\u00a0 die H\u00e4lfte der Kosten ausblendet, kosten die Windr\u00e4der nicht viel. Bei den b\u00f6sen Kernkraftwerken bem\u00fcht sich die gleiche Klientel, akribisch den letzten m\u00f6glichen Kostenfaktor zu finden, damit sie die obskursten Theorien hingebogen bekommt.<\/p>\n<p>Es wird in der gleichen Pressemitteilung auch ein lang geh\u00fctetes Geheimnis gel\u00fcftet. Die Frage n\u00e4mlich, warum die Leistungsprognosen und die &#8222;Versorgungszahlen der Haushalte&#8220; immer so wunderbar dahergekommen sind, wenn sie von der Windradlobby formuliert wurden. So definiert die Suisse Eole den statistischen Stromverbrauch pro schweizer Haushalt:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Haushaltsverbrauch: Es wurde mit einem durchschnittlichen Haushaltsverbrauch von 3500 kWh\/Jahr gerechnet. <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Dieser Vergleichswert klammert die Erzeugung von Raumw\u00e4rme und Warmwasser aus<\/strong><\/span>.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Es ist interessant, dass ausgerechnet die stromintensivsten Anwendungen im Haushalt <em><strong>NICHT<\/strong><\/em>\u00a0 Teil des Haushaltsverbrauchs sein sollen, wenn er mit der Produktion von Windstrom verglichen wird. Verstehen sie das?<\/p>\n<p>Der statistische Stromverbrauch pro Haushalt liegt bei mindestens <a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_allgemein\/ElStat_06_Web.pdf\" target=\"_blank\">5&#8217;300 MWh pro Jahr<\/a>. Damit\u00a0 ist ausschliesslich Energie in Form von elektrischem Strom gemeint und nicht irgend eine &#8222;<em>andere Energie, die beim Heizen zum Einsatz kommt<\/em>&#8222;, wie es die schlauen Texter der IDEJA f\u00fcr ihren Grosskunden Suisse Eole konstruieren. Alles Andere ist eine unzul\u00e4ssige Besch\u00f6nigung.<\/p>\n<p>Schon mit der Windgeschwindigkeit hat es die Suisse Eole so gemacht: Wenn zu wenig Wind herrscht, muss man einfach behaupten, 4.5m\/s Wind sind genug. Dieser\u00a0 technisch nicht nachvollziehbare, weltweit mit Abstand tiefste Minimalwert wurde deshalb genauso zum Quasistandard in der Schweiz wie die ebenfalls international nirgends angewendeten 300 Meter &#8222;Empfohlener Abstand&#8220;.<\/p>\n<p>Genausogut k\u00f6nnte man sagen, dass Atomkraftwerke kein Restrisiko aufweisen und die Radioaktivit\u00e4t v\u00f6llig ungef\u00e4hrlich ist. Dann n\u00e4mlich, wenn man in der Betrachtung eines KKW die m\u00f6gliche Radioaktivit\u00e4t einfach so, wie das die Windradlobby hier tut, &#8222;ausklammert&#8220;. Nicht ganz zuf\u00e4llig engagieren sich alle Exponenten der Windradlobby auch gegen die Atomkraft. Die Windr\u00e4der sind da ein willkommenes, leider <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2011\/04\/29\/wer-hat-hier-keine-ahnung-monsieur-recordon\/\" target=\"_blank\">nicht einmal im Ansatz funktionierendes<\/a> Argument.<\/p>\n<p>Die Suisse Eole formuliert hier eine \u00e4usserst d\u00fcmmliche, durschaubare Ausrede f\u00fcr die seit Jahren angewendeten falschen Grundlagen, die sie auch weiterhin zur Besch\u00f6nigung der Windkraftnutzung im wind\u00e4rmsten Land Europas verwendet. Diese Organisation bel\u00fcgt die Medien, die Bev\u00f6lkerung und auch die meisten Politiker seit Jahren unversch\u00e4mt mit nicht nachvollziehbaren Aussagen und konstruierten Fakten. Das erinnert daran, dass auch die Leistungsziele der Windkraft in der Schweiz nie von Beh\u00f6rden oder Politikern festgelegt wurden, sondern von Beginn weg durch die Suisse Eole allein. Das BFE l\u00e4sst es zu, weil die wenigen zust\u00e4ndigen Personen innerhalb des BFE offensichtlich dieser Windradlobby sehr nahe stehen. Diesen Ignoranten muss man so schnell als m\u00f6glich das Handwerk legen!<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Desinformation der Bev\u00f6lkerung ist die Basis des bisherigen Erfolgs der Windkraftwerke<\/h3>\n<p>Ich glaube nicht, dass die Suisse Eole damit noch lange durchkommt. Die Bev\u00f6lkerung und auch die Politik wird dieses unlautere Verhalten der Windradbranche \u00fcber kurz oder lang abstrafen. Die Windbetr\u00fcger m\u00fcssen aufpassen: Sie haben in St. Croix einen Vorsprung von gerade mal 4 %. In Anbetracht der Tatsache, dass die Bev\u00f6lkerung von St. Croix von der Windradlobby faustdick belogen worden ist, kommt das nicht gut &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St. Croix sagt mit 53% der Stimmen Ja zu einer grossen Unbekannten Die Suiss Eole jubelt. Ein weiteres Mal hat die grossangelegte Desinformationskampagne Fr\u00fcchte getragen. Alle Angaben, die die Suisse Eole in der Diskussion auf den Tisch legt, k\u00f6nnte sie nicht einmal im Ansatz nachweisen. 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