{"id":2579,"date":"2012-01-05T07:59:07","date_gmt":"2012-01-05T07:59:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=2579"},"modified":"2012-11-24T22:04:02","modified_gmt":"2012-11-24T22:04:02","slug":"sind-kleinwindrader-sinnvoll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=2579","title":{"rendered":"Sind Kleinwindr\u00e4der sinnvoll?"},"content":{"rendered":"<h3>Warnung vor unseri\u00f6sen Anbietern<\/h3>\n<p>Davon gibt es wesentlich mehr als von der seri\u00f6sen Variante. Gesch\u00e4ftemacher im In- und Ausland werden nicht m\u00fcde, Kleinwindr\u00e4der als Alternative zu Photovoltaik oder Sonnenkollektoren zu verkaufen. Die Eigenheimbesitzer werden mit wundersch\u00f6nen Versprechungen und Hochglanzprospekten dazu gebracht, Kleinwindanlagen aller m\u00f6glichen Bauarten und Gr\u00f6ssen zu kaufen. Damit es sch\u00f6n billig ist, werden Baus\u00e4tze vertrieben, die dann den Strom des gesamten Haushalts herstellen sollen. Selbstredend wird dabei immer von der idealen Situation ausgegangen und es wird immer mit der &#8222;<em>Jahresstrommenge<\/em>&#8220; argumentiert, wie bei den Kr\u00e4mern der grossen Schwestern der Kleinpropellermaschinen. Die Jahresstrommenge sagt aber kaum etwas Entscheidendes \u00fcber die notwendige Versorgung aus. Wer sich einbildet, damit je einen Topf Wasser zum Kochen bringen zu wollen, der wird sp\u00e4testens nach dem ersten Betriebsjahr ern\u00fcchtert feststellen, dass er ein gesundes Rohkostjahr absolviert hat. Wer dann noch die Rechnung macht, stellt fest, dass er f\u00fcr das bisschen unbrauchbaren Strom in etwa das zehnfache des normalen Strompreises bezahlt hat. Ohne Hoffnung auf Besserung.<\/p>\n<p>Alle Angebote haben die zentrale Gemeinsamkeit, dass die positiven Aspekte \u00fcberh\u00f6ht und besch\u00f6nigt dargestellt werden, w\u00e4hrend die negativen Aspekte schlicht ignoriert werden. Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat sich nun diesem Problem angenommen und ist der Sache im Detail auf die Spur gegangen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/Studie_Zuverlaessig_kleine_WKA.pdf\" target=\"_blank\">Power Electronics Reliability Comparison<\/a> of Grid Connected Small Wind Energy Conversion Systems (Vergleich Zuverl\u00e4ssigkeit von stromnetzgekoppelten Kleinwindanlagen)<\/h3>\n<p>Die Studie befasst sich mit den verschiedenen Typen der Kleinwindkraftwerke und zeigt auf, welche Elemente und Bauarten daf\u00fcr bekannt sind, nicht zu funktionieren. Es hat jetzt keinen Sinn, die in englisch gehaltene Studie vollst\u00e4ndig zu \u00fcbersetzen. Aber es ist wichtig, dass die Interessenten solcher Anlagen einige exakte Aussagen zur Betriebssicherheit und den Kosten solcher Anlagen erhalten. Die Produzenten und Verk\u00e4ufer sind nicht daran interessiert, den Kunden eine funktionierende, g\u00fcnstige Anlage zu verkaufen. Sie sind lediglich an kurzfristigen, nicht nachhaltigen Gewinnen interessiert. Die Gefahr der Desinformation ist nicht nur riesig, nein, sie ist als <em>systematisch<\/em> zu bezeichnen. Denn in den meisten F\u00e4llen scheitert eine solche Anlage sp\u00e4testens beim fehlenden Wind. Eine ehrliche Beratung kann man von solchen Verk\u00e4ufern beim besten Willen nicht erwarten.<\/p>\n<h3>In der Schweiz gen\u00fcgen 3m\/s Wind als Bewilligungsgrund<\/h3>\n<p>Wie komplett verfahren die Situation in der Schweiz ist, zeigt die in der Raumplanung des Kantons Aargau auftauchende Mindestwindgeschwindigkeit f\u00fcr Kleinwindanlagen. Lumpige 3m\/s sollen gen\u00fcgen, um aus solchen Maschinchen einen sinnvollen Beitrag an die Stromversorgung zu erbringen. Kein Windkraftexperte w\u00fcrde auf eine solche Abstruse Idee kommen, bei sich zu Hause eine solch teure Anlage aufzustellen, wenn da nur 3 Meter pro Sekunde Wind vorhanden sind. Ganz anders verh\u00e4lt es sich <em>bei den Kunden dieser &#8222;Experten&#8220;<\/em>. Da fallen alle Hemmungen schnell, wenn es um ein feines Gesch\u00e4ft geht. Solche &#8222;Spezialisten&#8220; gibt es zu Hauf in der Schweiz. Immer dann, wenn sie daraus einen finanziellen Vorteil bekommen, fallen die kritischen und ethischen Grunds\u00e4tze wie Bl\u00e4tter im Herbst. Die Kunden werden reihenweise \u00fcber den Tisch gezogen.<\/p>\n<p>In obiger Studie wird empfohlen, die Zuverl\u00e4ssigkeit auf Basis einer &#8222;<em>schwachen Bewindung<\/em>&#8220; vorzunehmen. Schwache Bewindung bedeutet f\u00fcr diese ausgewiesenen Spezialisten aber <strong><em>6 Meter pro Sekunde<\/em><\/strong> und zeigt schnell auf, dass die Werte in der Schweiz opportunistisch gesch\u00f6nt sind. Wie immer, wenn es um Windkraft geht.<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Thus in order to achieve economic feasibility, it is extremely important to investigate the reliability at low wind speed regime. Generally rated power of a wind turbine system is considered before deployment of a wind energy conversion system even though mostly the wind turbine operates at a fraction of the rated power. As a result, <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>reliability at low wind speed regime are an important aspect<\/strong><\/span> from a system for high penetration of wind power to the community. This realistic assumption\u00a0 leads to determine <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>the reliability for a wind speed of 6 m\/s.<\/strong><\/span>&#8222;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Es geht offensichtlich weder den Politikern dieses Landes noch w\u00e4hrend neun Jahren grundausgebildeten Kunden die Logik in den Sch\u00e4del, dass Windkraftwerke den gew\u00fcnschten Strom aus dem lokal vorhandenen Windaufkommen machen. Deshalb sei es noch einmal deutlich gesagt:<\/p>\n<ul>\n<li>Drei Meter Wind pro Sekunde <strong><em>i<\/em><em>st praktisch kein Wind<\/em><\/strong>, enth\u00e4lt wenig Energie.<\/li>\n<li>Sechs Meter Wind pro Sekunde <strong><em>ist wenig Wind<\/em><\/strong>, enth\u00e4lt aber bereits <strong><em>die achtfache Energie<\/em><\/strong> die in den drei Metern Wind pro Sekunde enthalten sind.<\/li>\n<li>Der vom Hersteller versprochene Wirkungsgrad* der Anlagen wird nicht bei bescheidenen 3m\/s Wind erreicht, sondern erst bei ca. 8 Meter pro Sekunde.<\/li>\n<li>Die sogenannte Windverteilung (Weibull) ist erst wichtig, wenn \u00fcberhaupt mal gen\u00fcgend Wind nachgewiesen ist. Damit wird dann die genauere \u00f6konomische Situation errechnet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn man eine kleine Chance haben will, Strom aus Wind zu generieren, achte man auf eine jahresdurchschnittliche Mindestwindgeschwindigkeit von mindestens 6 Meter Wind pro Sekunde. Das gilt \u00fcbrigens auch f\u00fcr die grossen Windkraftwerke.<\/p>\n<p><em>*Bestes Verh\u00e4ltnis zwischen im Wind enthaltener Energie und von der Anlage ans Netz abgegebenem Strom.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warnung vor unseri\u00f6sen Anbietern Davon gibt es wesentlich mehr als von der seri\u00f6sen Variante. Gesch\u00e4ftemacher im In- und Ausland werden nicht m\u00fcde, Kleinwindr\u00e4der als Alternative zu Photovoltaik oder Sonnenkollektoren zu verkaufen. Die Eigenheimbesitzer werden mit wundersch\u00f6nen Versprechungen und Hochglanzprospekten dazu gebracht, Kleinwindanlagen aller m\u00f6glichen Bauarten und Gr\u00f6ssen zu kaufen. 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