{"id":2268,"date":"2011-08-09T07:19:40","date_gmt":"2011-08-09T07:19:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=2268"},"modified":"2011-08-22T05:13:56","modified_gmt":"2011-08-22T05:13:56","slug":"die-uneinsichtigkeit-ist-das-geschaftsmodell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=2268","title":{"rendered":"Die Uneinsichtigkeit ist das Gesch\u00e4ftsmodell"},"content":{"rendered":"<p>Das System heisst &#8222;Nichts zugeben, kaltschn\u00e4uzig leugnen, hochintelligente Phrasen dreschen, einfache Begebenheiten verkomplizieren, Politiker, Bev\u00f6lkerung und Beamte bestechen&#8220;.<\/p>\n<p>Das ist weltweit das Gesch\u00e4ftsmodell der Windradindustrie. Notfalls kann mit viel Geld &#8222;Stimmung gemacht&#8220; werden. Verw\u00f6hnt durch \u00f6kofundamentalistische Politiker k\u00f6nnen die\u00a0 <em><strong>Spekulanten<\/strong><\/em> und <em><strong>billigen Jakobs<\/strong><\/em> der Windbranche aus dem Vollen sch\u00f6pfen. Selbst eindeutige Tatsachen d\u00fcrfen ungestraft ignoriert werden. Die grosse Masse der Bev\u00f6lkerung in allen L\u00e4ndern wird weiterhin \u00fcber die infiltrierten Medien im Ungewissen gelassen und glaubt immer noch, Windr\u00e4der w\u00fcrden etwas zur gr\u00fcnen Stromversorgung beitragen. Das folgende Beispiel zeigt einmal mehr, wie verr\u00fcckt die Energiepolitik im deutschsprachigen Raum spielt. Durch die allgemeine Verwirrung schafft es die Windkraftbranche immer wieder, uninformierte Provinzler \u00fcber den Tisch zu ziehen.<\/p>\n<p>Obwohl <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2011\/03\/03\/urteil-verwaltungsgericht-bestatigt-larmrichtwertzuschlag-durch-impulshaltigen-larm\/\">aktuelle Gerichtsurteile<\/a> im selben Land genau diese Impulshaltigkeit erst vor kurzem klar best\u00e4tigt haben, behauptet die <a href=\"http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/neuburg\/Gericht-urteilt-Windrad-ist-zu-laut-id16220041.html\" target=\"_blank\">ENERCON Deutschland und der Betreiber einer ENERCON 82<\/a> ernsthaft, ihre Windkraftwerke w\u00fcrden keine Impulshaltigkeit im L\u00e4rm enthalten. Das grauenhafte Ger\u00e4usch, verursacht ausschliesslich durch die Rotoren der riesenhaften Windr\u00e4der, wird einmal mehr mit allen Mitteln negiert. Die Aussagen der Windradlobby sind international abgesprochen. Auch in der Schweiz wird diese Impulshaltigkeit mit den \u00fcblichen, nicht nachvollziehbaren &#8222;Studien aus irgendwoher&#8220; wortreich und faktenarm bek\u00e4mpft. Fragt man konkret nach, finden sich diese Studien nicht. Und wird man dann doch einmal f\u00fcndig, k\u00f6nnte man damit den <strong><em>funktionalen Bl\u00f6dsinn der Windradbranche<\/em><\/strong> belegen. Die Erfahrung hat bisher immer wieder gezeigt: Ein Beleg f\u00fcr die Aussagen wird weder von den Medien noch von der geneigten Bev\u00f6lkerung verlangt. Man glaubt es &#8222;<em>einfach so<\/em>&#8222;, <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2010\/01\/19\/falschinformation-zu-windkraft-wird-vom-staat-bezahlt\/\">die jahrzehntelange Gehirnw\u00e4sche<\/a> durch hochbezahlte Soziologen und Marketingspezialisten tr\u00e4gt immer noch Fr\u00fcchte.<\/p>\n<h3>Auch in Burgmannshofen\/DE hat man geglaubt &#8230;<\/h3>\n<p>Da steht sie nun, die hochgelobte ENERCON 82. Mit L\u00fcgen und Mauscheln zieht man seit Jahren solche Dorfgemeinschaften \u00fcber den Tisch. Bl\u00f6d ist, wer daran glaubt. Denn steht die Anlage mal, kann nur mit viel finanziellem Aufwand etwas dagegen ausgerichtet werden. Weil der Nachtl\u00e4rm entgegen den \u00fcblichen Beteuerungen der Windradgauner st\u00f6rend wirkt, hat ein Ehepaar aus Burgmannshofen\/DE auf dem Zivilweg geklagt <a href=\"http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/neuburg\/Gericht-urteilt-Windrad-ist-zu-laut-id16220041.html\" target=\"_blank\">und Recht bekommen<\/a>. Der Tatbestand, vom Betreiber und der ENERCON standhaft ignoriert, wurde bereits mehrfach richterlich beurteilt und hat nun ein weiteres Mal erstinstanzlich zum Urteil gegen die Windradlobby gef\u00fchrt. Die Anlage m\u00fcsste in der Nacht gedrosselt werden &#8230;<\/p>\n<p>Daran denkt der Betreiber Kurt Kugler aber keineswegs. Er will das Urteil weiterziehen und damit wertvolle Zeit gewinnen. Die Burgmannshofener d\u00fcrfen sich ob solcher Kaltschn\u00e4uzigkeit auf weitere schlaflose N\u00e4chte freuen. Da sie nicht \u00fcber die Mittel zur Besch\u00e4ftigung von Marketingprofis und spezialisierten Soziologen verf\u00fcgen, m\u00fcssen sie da durch. Vom Staat erhalten sie keinerlei Unterst\u00fctzung. Der hat seine Mittel bereits auf die M\u00fchlen der Windradlobby gelenkt. Man muss jetzt die Welt retten und wie wir wissen, ist es tats\u00e4chlich die feste Absicht der B\u00fcrokraten, die Betroffene Bev\u00f6lkerung daf\u00fcr leiden zu lassen.<\/p>\n<h3>In der Schweiz noch viel schlimmer<\/h3>\n<p>Die besprochene Anlage steht in einem Abstand von 600 Metern zum Dorfrand. Obwohl sich in der Zwischenzeit in Deutschland <a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/abstaende.html\" target=\"_blank\">ein Abstand von Mindestens 1&#8217;000 Meter etabliert hat<\/a> (warum wohl?), findet die Suisse Eole, ein Abstand von 300 Metern gen\u00fcge vollauf. Sie redet nicht nur davon, nein, sie konnte das bisher auch problemlos realisieren. In <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2010\/03\/12\/der-besuch-der-alten-dame-adev-in-saint-brais\/\" target=\"_blank\">Saint Brais<\/a> und Peuchapatte stehen genau die gleichen Anlagen wie in Burgmannshofen\/DE und es wundert heute niemanden mehr, dass sich die betroffene Bev\u00f6lkerung \u00fcber Probleme beklagt. Innert wenigen Monaten hat sich die Opposition gebildet und verf\u00fcgt bereits 1&#8217;500 Mitglieder in der betroffenen Region des Schweizer Jura. Tendenz steigend. Auch hier st\u00f6rt sich die Suisse Eole nicht gross daran. Auch hier gibt es nach wie vor &#8222;<em>Keine Probleme<\/em>&#8222;. Selbst hervorragende Studien z.B. der EMPA zum Thema L\u00e4rm und Impulshaltigkeit werden mit allen Mitteln schlecht gemacht.<\/p>\n<p>DAS Gesch\u00e4ftsmodell der Windradlobby wird \u00fcber kurz oder lang zum Problem. L\u00fcgen haben kurze Beine. Auch wenn sie jetzt schon seit 10 Jahren mit Ach und Krach von den verschiedenen \u00d6kofundamentalisten in Politik und Wirtschaft aufrecht gehalten werden. Die Anzeichen f\u00fcr einen Gesinnungswandel sind offensichtlich. Nach den Wahlen wird die Realpolitik f\u00fcr bescheidene aber wichtige 2 Jahre zur\u00fcckkehren. Das L\u00fcgenpack wird dann andere Opfer suchen und sicherlich finden.<\/p>\n<h3>Es gibt eine Regel f\u00fcr die Beurteilung aus der Sicht der Opposition &#8230;<\/h3>\n<p>Das Spiel funktioniert folgendermassen: Man nehme irgendeine Aussage der Windradlobby, rechne nach und erhalte einen Drittel oder die H\u00e4lfte des von der Windradlobby propagierten Werts. Leistungsdaten sind systematisch \u00fcberh\u00f6ht, Winddaten sind methodenlos \u00fcbertrieben und selbstverst\u00e4ndlich NICHT NACHVOLLZIEHBAR, Distanzangaben sind gnadenlos falsch und daraus abgeleitete L\u00e4rmdaten sind heillos gesch\u00f6nt.<\/p>\n<p>Konsequenterweise ignoriert die Windradlobby alle Belege f\u00fcr impulshaltigen L\u00e4rm (siehe oben), den sie der Einfachheit halber als &#8222;<em>nicht existent<\/em>&#8220; bezeichnet. Einwandfreie Studien der Windkraftgegner (methodisch und nach allen wissenschaftlichen Regeln durchgef\u00fchrt, nachvollziehbar) sind &#8222;<em>Halt leider nicht in einem Wissenschaftsmagazin (Science, Nature usw.) ver\u00f6ffentlicht worden<\/em>&#8220; und sowieso komplett an den Haaren herbeigezogen: Wie wenn in den Wissenschaftsmagazinen schon je ein Papier der Windradlobby erschienen w\u00e4re &#8230;<\/p>\n<p>Vogelstudien mit kritischer Beurteilung werden schubladisiert und verleugnet. Erlaubt sich die durchf\u00fchrende Wissenschaftlerin (Petra Horch), der Opposition dar\u00fcber etwas zu erz\u00e4hlen, wird sie und ihre angesehene Organisation (Vogelwarte Sempach) mit Drohbriefen der Rechtsverdreher der Windradlobby \u00fcberh\u00e4uft und eingesch\u00fcchtert. Als Ersatz werden die passenden Studien von befangenen Institutionen und Beh\u00f6rden zitiert, aber immer falsch interpretiert. Existiert landesweit zu wenig Windaufkommen, werden die Bedingungen frisiert, bis sie ins Konzept passen. Dazu schreckt man nicht davor zur\u00fcck, Umweltorganisationen wie ProNatura, Greenpeace und WWF bis an die Spitze <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2011\/03\/23\/eine-schwere-hypothek-fur-wwf-und-cvp-aargau\/\">mit den &#8222;richtigen&#8220; Leuten zu unterwandern<\/a>.<\/p>\n<h3>Grosse Namen und grosse M\u00e4uler<\/h3>\n<p>Liest man Peter Bodenmanns Kolumne in der Weltwoche kommt der Text im ersten Durchlauf und ohne tiefere Kenntnis von Energietechnik vern\u00fcnftig, intelligent und logisch daher. H\u00f6rt man die Vortr\u00e4ge von Rudolf Rechsteiner, findet man das alles ganz sch\u00f6n und einleuchtend. Redet Luc Recordon im Parlament \u00fcber Windkraft, k\u00f6nnte man meinen, er habe ein Studium in Energietechnik absolviert.<\/p>\n<p>Der gemeinsame Nenner aller dieser grossen Namen ist, <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2011\/04\/29\/wer-hat-hier-keine-ahnung-monsieur-recordon\/\">dass sie von Energie NICHTS<\/a> verstehen, oder es wegen eines ihre freien Gedanken behindernden Parteiprogramms und der dazugeh\u00f6rigen Ideologie nicht verstehen k\u00f6nnen. Auch hier rechne man nach und entdecke den <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2010\/02\/25\/die-befangenheit-des-dr-rudolf-rechsteiner\/\">haarstr\u00e4ubenden Bl\u00f6dsinn<\/a> der diese Leute der Bev\u00f6lkerung zumuten.<\/p>\n<p>Ein weiterer gemeinsamer Nenner ist interessanterweise auch ihre Abneigung gegen die Kernkraft. Unisono reden sie eine sch\u00f6ne neue Welt daher, mit Landschaften, <em>\u00fcbers\u00e4t mit Windr\u00e4dern<\/em>, lauschige schweizer Seen, <em>bedeckt mit Photovoltaikpanels<\/em> und der wunderbaren Geothermie, die in ihrer sch\u00f6nsten Auspr\u00e4gung <em>\u00fcber die gleichen K\u00fchlt\u00fcrme verf\u00fcgt<\/em>, wie die b\u00f6sen Kernkraftwerke. Letztere h\u00e4tten das zwar heute nicht mehr n\u00f6tig, was die Gesinnungsgenossen der Obgenannten aber sofort mit der Forderung nach ebendiesen K\u00fchlt\u00fcrmen aus Gr\u00fcnden &#8222;<em>des notwendigen schlechten Beispiels<\/em>&#8220; wieder fordern. Und noch etwas Gemeinsames findet man bei solchen Politkern: Ihre vermeintlich gr\u00fcnen Worte haben f\u00fcr die Realit\u00e4t fatale Folgen, die man nur mit einem einzigen treffenden Wort beschreiben kann: <em><strong>Umweltverschmutzung<\/strong>!<\/em><\/p>\n<p>Erst, wenn diese gr\u00fcnen Theoretiker direkt betroffen sind, reden sie pl\u00f6tzlich <em>gaaaaanz<\/em> anders. Die Gr\u00fcne Partei des Kantons Jura besinnt sich <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2011\/05\/29\/grune-partei-des-kantons-jura-entscheiden-sich-gegen-windkraftanlagen\/\">unerwartet wieder ihrer Parteifarbe<\/a>, weil ihnen die lokalen W\u00e4hler aus Saint Brais und Peuchapatte in Scharen davonzulaufen drohen. Jetzt sind diese einst wunderbaren Windr\u00e4der pl\u00f6tzlich <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2011\/05\/29\/grune-partei-des-kantons-jura-entscheiden-sich-gegen-windkraftanlagen\/\">nicht mehr genehm<\/a> &#8230;<\/p>\n<h3>Der n\u00e4chste Schwachsinn wird bestimmt schon ausgeheckt<\/h3>\n<p>Was ist wohl der n\u00e4chste Bl\u00f6dsinn, der einen kurzfristigen Wahlerfolg verspricht? Wir h\u00e4tten da noch die grunds\u00e4tzliche Frage der demokratischen Mittel wie <em>Verbandsbeschwerde, Einsprache<\/em>, <em>Initiative<\/em> &#8230; Diese Mittel sind nur vorteilhaft, wenn sie dem Zwecke der zuk\u00fcnftigen Planwirtschaft unter F\u00fchrung der Gr\u00fcnen und Linken dient. Sollten sich diese Mittel als untauglich erweisen (das Volk hat zuviel Macht), k\u00f6nnte man sie ja abschaffen! Die Wahlen 2016 stehen schon vor der T\u00fcr und die Parteistrategen aller Couleur sollten sich\u00a0 schon mal Gedanken dazu machen. Dieses Mal hilft ihnen noch Fukushima. Das n\u00e4chste Mal m\u00fcssen sie entweder noch besser l\u00fcgen oder endlich ein echtes Problem diskutieren. Es braucht nur <strong><em>eine<\/em><\/strong> Bedingung f\u00fcr den Erfolg: Die grosse Masse muss dahin gebracht werden. Die wendeh\u00e4lsigen Medien stehen schon <em>&#8222;Wort bei Fuss&#8220;<\/em> &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das System heisst &#8222;Nichts zugeben, kaltschn\u00e4uzig leugnen, hochintelligente Phrasen dreschen, einfache Begebenheiten verkomplizieren, Politiker, Bev\u00f6lkerung und Beamte bestechen&#8220;. Das ist weltweit das Gesch\u00e4ftsmodell der Windradindustrie. Notfalls kann mit viel Geld &#8222;Stimmung gemacht&#8220; werden. Verw\u00f6hnt durch \u00f6kofundamentalistische Politiker k\u00f6nnen die\u00a0 Spekulanten und billigen Jakobs der Windbranche aus dem Vollen sch\u00f6pfen. 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