{"id":2149,"date":"2011-05-29T09:32:27","date_gmt":"2011-05-29T09:32:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=2149"},"modified":"2012-11-25T07:23:02","modified_gmt":"2012-11-25T07:23:02","slug":"grune-partei-des-kantons-jura-entscheiden-sich-gegen-windkraftanlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=2149","title":{"rendered":"Gr\u00fcne Partei des Kantons Jura entscheiden sich gegen Windkraftanlagen"},"content":{"rendered":"<p>Warum das Aufstellen von riesigen Industrieanlagen in die sch\u00f6nsten Landschaften das exakte Gegenteil von &#8222;Gr\u00fcner Politik&#8220; darstellt, ist den seltenen Gegnern dieses Irrsinns schon lange klar. Umso mehr verwunderte die dogmatische Haltung der Gr\u00fcnen Partei zu einer Verbauung der schweizer Landschaft mit diesen l\u00e4rmenden und grauenhaft anzusehenden Kolossen. Im Jura stehen schon an zwei Orten solche Windparks, n\u00e4mlich in St. Brais und Le Peuchapatte. Die dortigen Anwohner wurden seit Beginn der Planung von den Betreibern, den Beh\u00f6rden und der Suisse Eole belogen und get\u00e4uscht. Einmal in Betrieb erwiesen sich diese Anlagen als wesentlich lauter\u00a0 und st\u00f6render als in den Hochglanzprospekten und Vortr\u00e4gen versprochen. Praktisch keine der wunderbaren Versprechungen konnte eingehalten werden. Weder genug Anteil an die Stromversorgung noch eine akzeptable Nachbarschaft sind nachweisbar. Die betroffene Bev\u00f6lkerung hat es immer bef\u00fcrchtet. Nun ist es Tatsache geworden: Diese Anlagen vertragen sich nicht mit der Landschaft, st\u00f6ren die Gesundheit und die Lebensqualit\u00e4t ihrer Nachbarn und der gesamten umgebenden Natur auf das Gr\u00f6bste.<\/p>\n<h3>Die Delegiertenversammlung der Gr\u00fcnen Partei des Kantons Jura verabschiedet vernichtendes Urteil<\/h3>\n<p>Am 27 Mai hat die Delegiertenversammlung <a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/resolution_gruene_jura.pdf\" target=\"_blank\">eine Resolution verabschiedet<\/a>, die an Klarheit bisher unerreicht ist. Jean-Michel Steiger, einer der Delegierten, bringt es auf den Punkt:<\/p>\n<blockquote><p><em>Nous n\u2019acceptons pas que l\u2019installation d\u2019\u00e9oliennes industrielles exposant les riverains \u00e0 des ph\u00e9nom\u00e8nes de pollution sonore et visuelle, dont les effets sur la sant\u00e9 sont souvent m\u00e9connus, serve d\u2019alibi \u00e0 des groupes pro nucl\u00e9aires.<\/em><\/p>\n<p><strong>(Wir akzeptieren nicht, dass die Installation der industriellen Windkraftwerke die Anwohner L\u00e4rmimmissionen und visueller Umweltverschmutzung aussetzt, die auftretenden Krankheitssymptome ignoriert werden und sie damit zum Alibi f\u00fcr die Bef\u00fcrworter von Kernkraft werden.)<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Die R\u00e9solution prangert weiter klar und deutlich die Missst\u00e4nde um die Planung, den Bau und den Betrieb dieser Insustriemonster an. Gleich zu Beginn wird klar, dass sich mindestens im Jura endlich die &#8222;<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Realo\" target=\"_blank\">Realos<\/a>&#8220; durchzusetzen beginnen:<\/p>\n<blockquote><p><em>Les Verts n\u2019ont pas attendu la catastrophe de Fukushima pour affirmer tout le mal qu\u2019ils pensent du nucl\u00e9aire, \u00e9nergie qui doit \u00eatre abandonn\u00e9e au plus vite. A partir de ce constat, nous devons n\u00e9cessairement repenser les choix qui concernent la consommation et la production d\u2019\u00e9lectricit\u00e9. L\u2019\u00e9olien industriel est l\u2019un de ces choix, mais lorsque l\u2019on \u00e9value avec soin tous les tenants et aboutissants de l\u2019implantation de ces machines g\u00e9antes dans notre r\u00e9gion, on se rend compte qu\u2019il constitue une fausse bonne id\u00e9e.<\/em><\/p>\n<p><strong>(Die Gr\u00fcnen mussten nicht auf die Katastrophe von Fukushima warten, um allen sagen zu k\u00f6nnen, was sie \u00fcber die Kernkraft denken, die so schnell als m\u00f6glich abgeschaltet werden muss. Aus diesem Grund m\u00fcssen wir notwendigerweise unseren Stromkonsum und die Alternativen der Produktion \u00fcberdenken. Die industriellen Windkraftwerke sind eine der m\u00f6glichen Alternativen. Aber wenn man sorgf\u00e4ltig das F\u00fcr und Wider zum Bau dieser gigantischen Maschinen in unserer Region pr\u00fcft, muss man erkennen, dass das eine schlechte Idee ist.)<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Resolution geht aber noch weiter. So st\u00f6ren sich die jurassischen Gr\u00fcnen an einer Tatsache, die durch die Interessengruppen wie Suisse Eole immer wieder negiert und von der Politik bisher vollst\u00e4ndig ignoriert worden ist. Die Tatsache, dass die Windr\u00e4der durch geldgierige Investoren und Betreiber aufgestellt werden, nicht von &#8222;lieben, besorgten Natursch\u00fctzern&#8220;, wie man das gerne suggeriert:<\/p>\n<blockquote><p><em>Comme elle se pratique actuellement, l\u2019installation de turbines \u00e0 vent dans les Franches-Montagnes ob\u00e9it surtout \u00e0 la strat\u00e9gie de profit poursuivie par des groupes industriels et financiers, souvent d\u2019ailleurs pronucl\u00e9aires, qui ont saisi la double occasion d\u2019accaparer les subventions f\u00e9d\u00e9rales en faveur des \u00e9nergies renouvelables et de justifier, par une pseudo-diversification, leurs options en faveur de l\u2019atome.<\/em><\/p>\n<p><strong>(So wie es derzeit praktiziert wird, gehorcht die Aufstellung von Windkraftanlagen einer Gewinn-Strategie von Industrie- und Finanzkonzernen, die oft auch Atombef\u00fcrworter sind und die die Gelegenheit gerne ergreifen, gleich die doppelten Bundessubventionen zu kassieren. Sie verfolgen das Ziel mit einer Pseudo-Diversifizierung w\u00e4hrend sie aber die Kernkraft favorisieren.)<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Es ist offensichtlich so, dass die Gr\u00fcnen Politiker, sobald sie die realistischen Auswirkungen des unsinnigen Baus von Windkraftwerken am eigenen Leib versp\u00fcren, pl\u00f6tzlich ganz andere T\u00f6ne von sich geben.<\/p>\n<p>M\u00fcssen wir erst alle H\u00fcgel der Schweiz verschandeln, bis der Rest der Traumt\u00e4nzer bemerkt, wie sie von den dogmatischen Kernkraftgegnern in ihren eigenen Reihen \u00fcber den Tisch gezogen werden? Denn diese ben\u00fctzen die untauglichen Windkraftwerke ebenfalls als Alibi. Sie wollen ernsthaft behaupten, dass man mit Windkraftwerken einen valablen Ersatz f\u00fcr die bestehenden Kernkraftwerke erhalten kann. Dass das ein kompletter Bl\u00f6dsinn ist, <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2011\/04\/29\/wer-hat-hier-keine-ahnung-monsieur-recordon\/\">haben wir schon dem umtriebigen Parlamentarier Luc Recordon erkl\u00e4ren m\u00fcssen<\/a>.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen des Kantons Jura haben einen mutigen Anfang gemacht. Hoffen wir, dass sich der Rest der verblendeten &#8222;Natursch\u00fctzer&#8220; auch noch von diesem offensichtlichen Wahn abwendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum das Aufstellen von riesigen Industrieanlagen in die sch\u00f6nsten Landschaften das exakte Gegenteil von &#8222;Gr\u00fcner Politik&#8220; darstellt, ist den seltenen Gegnern dieses Irrsinns schon lange klar. Umso mehr verwunderte die dogmatische Haltung der Gr\u00fcnen Partei zu einer Verbauung der schweizer Landschaft mit diesen l\u00e4rmenden und grauenhaft anzusehenden Kolossen. 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