{"id":2024,"date":"2011-04-29T10:47:26","date_gmt":"2011-04-29T10:47:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=2024"},"modified":"2013-05-09T06:52:21","modified_gmt":"2013-05-09T06:52:21","slug":"wer-hat-hier-keine-ahnung-monsieur-recordon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=2024","title":{"rendered":"Wer hat hier keine Ahnung, Monsieur Recordon?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Philipp Roch, ein moderater Kritiker von Windkraftwerken in der Schweiz und ehemalige Direktor der Bundesamts f\u00fcr Umwelt, ist der Autor des Buchs &#8222;<em>Eoliennes, des moulins \u00e0 vent? Un chemin entre refus et d\u00e9mesure<\/em>&#8222;. Er erkl\u00e4rt darin unter anderem die Tatsache, dass f\u00fcr den Ersatz eines Kernkraftwerks der Gr\u00f6ssenordnung Leibstadt wesentlich mehr Windkraftanlagen n\u00f6tig sind, als dies naiverweise von den \u00d6kofundamentalisten wie Luc Recordon und Rudolf Rechsteiner propagiert wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Bericht des &#8222;Le Matin&#8220; vom <a href=\"http:\/\/www.lematin.ch\/actu\/-debat\/eoliennes-ecologistes-egarent-404773\" target=\"_blank\">26. April 2011<\/a> wird dieses Thema wieder einmal diskutiert. Dabei f\u00fchlt sich Luc Recordon, selbsternannter Spezialist f\u00fcr Windkraft in der Schweiz dazu berufen, eine grossspurige Korrektur anzubringen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zitat (aus dem Franz\u00f6sischen \u00fcbersetzt):<\/p>\n<blockquote><p><em>Roch hat wenig Ahnung \u00fcber die Technik von Windkraft! Er vertritt eine extremistische Position f\u00fcr die Landschaft und fixiert sich auf die Windenergie. Er k\u00f6nnte aber genau so gut die Stromleitungen kritisieren, die weit unansehnlicher sind als Windkraftanlagen! Umweltsch\u00fctzer, die seit Jahrzehnten f\u00fcr jede neue Technologie k\u00e4mpfen und daf\u00fcr kritisiert werden, erhalten keine neuen Informationen des ehemaligen Direktors des Bundesamts f\u00fcr Umwelt.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Herr Roch kann nicht rechnen!<\/em><\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Luc Recordon glaubt, es sei falsch die kleineren Windkraftmodelle als Referenz zu nehmen, die noch lediglich 2 MW Leistung aufweisen. Er meint, die modernsten Anlagen w\u00fcrden heute immerhin eine Leistung von 7,5 MW bieten. Dabei ist es ihm und seinen gr\u00fcnen Gef\u00e4hrten gleichg\u00fcltig, dass diese Monster eine Gesamth\u00f6he von ann\u00e4hernd 200 Metern und einen Rotordurchmesser von sagenhaften 127 Metern aufweisen. <strong>Ein totaler Landschaftskiller<\/strong> mit anderen Worten! Eine einzige Anlage w\u00e4re \u00fcber das halbe Mittelland sichtbar.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Die dummen, immergleichen \u00dcberlegungsfehler der Gr\u00fcnen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Rechnung &#8222;<strong>Windkraftleistung = Kernkraftleistung<\/strong>&#8220; wird bis zum Exzess repetiert. Dabei kann die Windkraftleistung mit derjenigen eines Kernkrafts <strong>nicht mal im Ansatz<\/strong> verglichen werden. W\u00e4hrend ein Kernkraft die Leistung <strong>kontinuierlich und zuverl\u00e4ssig<\/strong> an das Stromnetz abgibt, kann dies unter den schweizerischen<strong> Flautenbedingungen kein Windrad auch nur f\u00fcr 10%<\/strong> seiner Laufzeit garantieren. Von der Steuerbarkeit muss man schon gar nicht zu diskutieren beginnen. Windkraft ist vielleicht <strong>10% steuerbar<\/strong>, Kernkraft ist es aber praktisch zu 100%. Zwei entscheidende Unterschiede, die man bei der Berechnung endlich ber\u00fccksichtigen sollte. <strong>Die Gr\u00fcnen haben davon noch nichts bemerkt<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier die naive Rechnung des Luc Recordon:<\/p>\n<blockquote><p><em>Um Leibstadt mit Windkraft ersetzen zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigt man 624 Windr\u00e4der an guten Standorten. Mit je 7,5 MW w\u00e4hrend 2&#8217;000 Vollaststunden. Mit den alten Modellen, die eine Leistung von 2 MW aufweisen, ben\u00f6tigen wir 3902 St\u00fcck, da sie lediglich w\u00e4hrend 1&#8217;200 Vollaststunden produzieren.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Erster Denkfehler<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Nennleistung eines Windrades wird nur ganz selten erreicht. Dann n\u00e4mlich, wenn gen\u00fcgend Wind vorhanden ist. In der Regel ist das so um die 12m\/s auf Nabenh\u00f6he. Eine Windkraftanlage in der Schweiz erreicht diesen Wert an einem der wenigen &#8222;guten Standorte&#8220; etwa alle 6 Tage. F\u00fcr die Tage vorher und nachher muss die Leistung um die 0-10% der Nennleistung dahind\u00fcmpeln. Schrecklich aussehen tut das Monster aber w\u00e4hrend dem ganzen Jahr ohne Unterbruch. Ein Verh\u00e4ltnis der Nennleistung von 1:1 einer WKA zu einem Kernkraftwerk ist nicht ann\u00e4hernd erreichbar. Selbst wenn es genug Wind hat, kann die Netzleitststelle, wenn sie die Leistung \u00fcberhaupt detektiert, nicht darauf bauen, dass die gleiche Leistung\u00a0 f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter noch geliefert wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz im Gegensatz zur Leistung eines konventionellen Kraftwerks. Sei es nun mit Gas- Wasser- oder Atomkraft betrieben. Hier ist die Leistung zuverl\u00e4ssig und steuerbar. Um die Leistung eines KKW Leibstadt garantieren zu k\u00f6nnen, m\u00fcsste die erwartete Mindestleistung der Windkraft \u00fcber ein grosses Gebiet verteilt als Basis der Berechnung gelten. Das ist in Deutschland <strong>ein dramatisch kleiner Anteil von lediglich 2%<\/strong> der installierten Windkraftleistung. Bei 25&#8217;177 MW wie aktuell in Deutschland, ist das ein Tropfen von 500 MW, die wirklich als zuverl\u00e4ssig gelten k\u00f6nnen. Die realistische Rechnung, wie das KKW Leibstadt mit Windkraft ersetzt werden k\u00f6nnte, m\u00fcsste ganz anders aussehen. Wir nehmen dazu die offiziell erh\u00e4ltlichen Daten:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Jahresproduktion Leibstadt: 9385 GWh<\/li>\n<li>Jahresproduktion Enercon 126: 17 GWh (nach <a href=\"http:\/\/www.wind-fgw.de\/pdf\/Ref_ENERCON.pdf\" target=\"_blank\">Referenzliste EEG<\/a>)<\/li>\n<li>Nettoleistung Leibstadt: 1190 MW (Betriebsenergieaufwand ber\u00fccksichtigt)<\/li>\n<li>Nettoleistung Enercon 126: 7.5 MW (Betriebsenergieaufwand <em><strong>nicht <\/strong><\/em>ber\u00fccksichtigt)<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach den hervorragend guten Windverh\u00e4ltnissen in Deutschland gemessen (wesentlich mehr Wind als in der Schweiz) m\u00fcssten also 9385 \/ 17 = <em><strong>552<\/strong><\/em> Windkraftanlagen des gr\u00f6ssten momentan verf\u00fcgbaren Typs aufgestellt werden. Wie Luc Recordon auf seine 624 St\u00fcck kommt, ist uns leider nicht bekannt. Vielleicht liegt der Fehler darin, dass Luc Recordon den Unterschied zwischen Stromleistung und Stromproduktion noch nicht ganz richtig verstanden hat. Wer n\u00e4mlich die Strommenge und die Stromleistung einander gleichstellt, vergleicht \u00c4pfel mit Rosinen. Aber in der Regel sieht der Vergleich der Strommenge f\u00fcr die Windkraft auf dem Papier wesentlich besser aus als es in Wirklichkeit ist.<br \/>\nF\u00fcr die gleiche <em><strong>Strommenge <\/strong><\/em>aber bei <em><strong>ungleicher Zuverl\u00e4ssigkeit ohne die geringste M\u00f6glichkeit der Steuerung<\/strong><\/em> ist es demnach vollkommen korrekt auszusagen, dass wir Leibstadt mit 552 Monsterwindr\u00e4dern ersetzen k\u00f6nnen. Das ist allerdings eine sehr oberfl\u00e4chliche Betrachtung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie wir oben gelesen haben, <em><strong>w\u00e4re es jetzt ein weiterer Denkfehler, wenn man hier mit Rechnen aufh\u00f6ren w\u00fcrde<\/strong><\/em>. Ber\u00fccksichtigen wir nun <strong><em>die Verf\u00fcgbarkeit und Zuverl\u00e4ssigkeit<\/em><\/strong> f\u00fcr die eigentliche <em><strong>Stromversorgung<\/strong><\/em> (f\u00fcr das Stromnetz DIE entscheidenden Faktoren), dann m\u00fcssen wir weiterrechnen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">552 Windkraftwerke des Typs Enercon 126 liefern in Deutschland also die vergleichbare <em><strong>Strommenge<\/strong><\/em>, wie das KKW Leibstadt. Wir d\u00fcrfen hier nicht vergessen, dass wir in der Schweiz wesentlich schlechtere Windverh\u00e4ltnisse vorfinden, als in Deutschland. Wir ber\u00fccksichtigen das bei folgender Rechnung der Einfachheit halber <em><strong>NICHT<\/strong><\/em>.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Gesicherte Zuverl\u00e4ssigkeit und Verf\u00fcgbarkeit Nennleistung KKW Leibstadt: 95%<\/li>\n<li>Gesicherte Zuverl\u00e4ssigkeit und Verf\u00fcgbarkeit der Nennleistung Enercon 126: 2%<\/li>\n<li>Teilungsfaktor: 47,5<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuverl\u00e4ssig vorhandene <strong><em>Stromleistung rund um die Uhr <\/em><\/strong>aus 552 Windkraftwerken der Monsterklasse:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Gesicherter Leistungsanteil einer Enercon 126:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 7.5 MW \/ 47,5 = <span style=\"color: #ff0000;\">158 KW (Kilowatt)<\/span><\/strong><\/li>\n<li><strong><span style=\"color: #ff0000;\"><span style=\"color: #000000;\">Gesicherter Leistungsanteil von 552 Enercon 126:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 552 x 158 KW =<\/span> 88&#8217;000 KW (88 Megawatt, MW)<br \/>\n<\/span><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Effektive Anzahl notwendiger Windkraftwerke mit 7,5 MW Leistung pro WKA f\u00fcr die vergleichbare <strong><em>Stromleistung <\/em><\/strong><em><strong>rund um die Uhr<\/strong><\/em>:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>1190 MW (Leibstadt) \/ 88 MW (Enercon 126) x 552\u00a0 = <span style=\"color: #ff0000;\">7&#8217;464<\/span> Windkraftanlagen Enercon 126<br \/>\n<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um exakt die gleiche Stromqualit\u00e4t des KKW Leibstadt mit Windkraft zu ersetzen, m\u00fcssen wir jeden vierten Quadratkilometer der Schweiz mit den besten und teuersten Windkraftanlagen bebauen. Es ist also ein extrem wichtiger Unterschied, ob wir \u00fcber <em>Strommenge (GWh) <\/em>oder <em>Stromleistung (GW) <\/em>reden. Beim Kochen und heizen ben\u00f6tigen wir aber in erster Linie <em>Leistung<\/em>, nicht <em>Menge<\/em>. Photovoltaik liefert schon l\u00e4nger auf dem Dach eines Einfamilienhaus genug Strommenge f\u00fcr den j\u00e4hrlichen Stromverbrauch. Mit der erforderlichen Leistung auf Zeit happert es aber bedenklich. Kochen und Heizen ist damit nicht m\u00f6glich. Warum? Weil das Wasser innerhalb einer n\u00fctzlichen Zeit kochen soll. Dazu ben\u00f6tigen wir viel Leistung in wenig Zeit. Das Wasser wird nie kochen, wenn mit einer grossen Strommenge aber wenig Leistung gearbeitet werden muss. Es kocht auch nach 10 Jahren mit zu wenig Leistung nicht. Es bleibt lediglich &#8222;warm&#8220;!<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Zweiter Denkfehler<\/h3>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Strommasten sind weniger h\u00e4sslich als Windr\u00e4der<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Strommasten sind in der Regel nicht h\u00f6her als 60 Meter. Sie sind in Gitterbauweise gebaut und lassen somit einen grossen Teil des Hintergrunds nicht einfach verschwinden. Wichtigstes Element ist aber, dass sich Strommasten NICHT drehen. Drehende Objekte werden durch unser Auge automatisch intensiver wahrgenommen. Windr\u00e4der werfen zus\u00e4tzlich zu den drehenden Rotoren einen bewegten Schatten in die Umgebung und lassen sie im Sekundentakt hell\/dunkel aufblinken. Ausserdem ist es wohl unumstritten, dass Strommasten f\u00fcr die Stromverteilung absolut notwendig sind. Windr\u00e4der aber nicht.<strong> <\/strong><\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Dritter Denkfehler<\/strong><\/h3>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>&#8230; mit je 7,5 MW w\u00e4hrend 2&#8217;000 Vollaststunden. Mit den alten Modellen, die eine Leistung von 2 MW aufweisen, ben\u00f6tigen wir 3902 St\u00fcck, da sie lediglich w\u00e4hrend 1&#8217;200 Vollaststunden produzieren.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Luc Recordon weiss offensichtlich nicht, wie man Vollaststunden rechnet. Das geht n\u00e4mlich so:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><strong>Jahresproduktion \/ Nennleistung<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rechnen wir also wieder einmal mit den Zahlen aus Deutschland:<\/p>\n<ul>\n<li>Windkraft 7.5 MW: 85&#8217;000 MWh \/ 7,5 \/ 5 = 2&#8217;266.6 Vollaststunden (<a href=\"http:\/\/www.wind-fgw.de\/pdf\/Ref_ENERCON.pdf\" target=\"_blank\">Referenzliste EEG<\/a>)<\/li>\n<li>Windkraft 2 MW: 30&#8217;000 MWh \/ 2 \/ 5 = 3&#8217;000 Vollaststunden (<a href=\"http:\/\/www.wind-fgw.de\/pdf\/Ref_ENERCON.pdf\" target=\"_blank\">Referenzliste EEG<\/a>)<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Realit\u00e4t haben die 2 MW &#8211; Anlagen also eindeutig die bessere Anzahl Vollaststunden. Da wir in der Schweiz \u00fcber durchschnittlich 1&#8217;040 Vollaststunden haben, d\u00fcrfte sich die Anzahl die Menge f\u00fcr diese Riesenwindkrafwerke auf bescheidene <strong><em>800 Vollaststunden<\/em><\/strong> summieren.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Vierter Denkfehler<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er wurde bisher von Luc Recordon im le Matin noch nicht propagiert. Nat\u00fcrlich kann mit einer funktionierenden Speicherung des Windstroms eine starke Verbesserung der schlechten Situation herbeigeredet werden. In der sch\u00f6nen grauen Theorie, worin die Gr\u00fcnen alle mindestens den Titel eines Universit\u00e4tsprofessors beanspruchen d\u00fcrfen, sieht das wunderbar aus. Haupts\u00e4chlich weil man gerne daran glaubt. Drei Punkte sind aber noch nicht wirklich in der Realit\u00e4t angekommen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pumpspeicher<\/strong>: Kein Stromerzeuger kauft Windstrom f\u00fcr 20 Rappen ein, wenn er den gleichen Strom entweder mit Finanzbonus (Es wird f\u00fcr die Abhnahme etwas bezahlt) oder f\u00fcr maximal 2.6 Rappen pro KWh im freien Strommarkt erhalten kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2011\/02\/25\/speicherung-der-erneuerbaren-energie-als-schlussel-zur-losung\/\">Andere Speicher<\/a>: <strong><em>Vanadium Redox Flussbatterien<\/em><\/strong> sind noch nicht einsatzbereit und ben\u00f6tigen viel Raum. Die grosse Selbstentladung ist noch nicht gel\u00f6st (wichtig f\u00fcr lange Windflauten). <strong><em>Chemische Speicher<\/em><\/strong> wie Wasserstoff sind ebenfalls noch weit entfernt von einer kommerziellen oder industriellen Nutzung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Management im Grid<\/strong>: Da die meisten Windkraftwerke unterhalb einer kritischen <a href=\"http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/stuart_young_consulting_wind-report.pdf\" target=\"_blank\">Schwelle von 10 MW Leistung<\/a> ins Netz einspeisen, wird das Grid Management darauf nicht mit einer Optimierung reagieren k\u00f6nnen. Weil das Damoklesschwert der Unzuverl\u00e4ssigkeit immer \u00fcber dem Haupt eines auf Zuverl\u00e4ssigkeit aufbauenden Stromnetzes h\u00e4ngt, kann wenig Windstrom gar keine Wirkung entfalten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">F\u00fcnfter Denkfehler<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die &#8222;<em>Guten Standorte<\/em>&#8222;. Davon hat es nach dem Konzept Windenergie Schweiz gerade mal 12 in der Schweiz. Man m\u00fcsste die von Luc Recordon bevorzugten Winkdkraftmonster also auf diese Standorte konzentrieren, um keine Komplett\u00fcberbauung der schweizer Landschaften zu erhalten. An jedem Standort sind das demnach 52 Monsterr\u00e4der pro &#8222;gutem Standort&#8220;, wenn wir die Angaben von Luc ber\u00fccksichtigen und immerhin \u00fcber 622 gleiche Monsterturbinen pro &#8222;gutem Standort&#8220;, wenn wir unsere nachvollziehbaren realistischen Zahlen als Grundlage ben\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hat jemand den Film &#8222;<a href=\"http:\/\/www.artfilm.ch\/mattoregiert.php\" target=\"_blank\">Matto regiert<\/a>&#8220; gesehen? Man sollte das unbedingt tun, um die Denkweise der Gr\u00fcnen besser verstehen zu k\u00f6nnen. Denn damit h\u00e4tten wir erst <em><strong>EIN<\/strong><\/em> Kernkkraftwerk ersetzt &#8230;<br \/>\nAch ja &#8211; noch eine Bemerkung zu den 12 &#8222;guten Standorten&#8220; im Konzept Windenergie Schweiz: Das Konzept wurde mehrheitlich von dogmatischen Kernkraftgegnern formuliert. In der Realit\u00e4t finden wir EINEN guten Standort in der Schweiz, wenn man die Kriterien aus Deutschland gelten l\u00e4sst: Die Talenge des Rhonetals bei Collonges\/Martigny. Und auch da nur, weil die geographischen Umst\u00e4nde EINMALIG sind.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Auch Greenpeace Schweiz muss Angaben korrigieren<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Fr\u00fchjar 2011 hat sich Greenpeace Schweiz zur Aussage verstiegen, jedes Windkraftwerk k\u00f6nne 6&#8217;000 Haushaltungen versorgen. Diese absolut l\u00e4cherlich dumme Aussage, die auf Null nachvollziehbaren Zahlen beruht und dar\u00fcber hinaus die obigen Aussagen von Luc Recordon noch etwas d\u00fcmmer aussehen l\u00e4sst, musste letzte Woche nach einer Intervention der windkraftkritischen Organisation &#8222;<a href=\"http:\/\/www.freie-landschaft.ch\" target=\"_blank\">Paysage Libre &#8211; Freie Landschaft<\/a>&#8220; zur\u00fcckgenommen werden. Es sind bisher allerdings keine korrigierten realistischen Zahlen von Greenpeace bekannt. Man h\u00e4lt damit gerne zur\u00fcck, weil die Realit\u00e4t so unglaublich hart mit den gr\u00fcnen Luftschl\u00f6ssern umgeht. Der Vertreter von Greenpeace schreibt:<\/p>\n<blockquote><p><em>Il ressort pourtant clairement de ce calcul que le chiffre de 6&#8217;000 m\u00e9nages et trop optimiste. Nous avons donc demand\u00e9 \u00e0 nos collaborateurs du marketing de suspendre la parution de ces annonces et de les corriger. Ces annonces avec ce chiffre erron\u00e9 ne devraient donc plus para\u00eetre dans la presse. Nous n&#8217;avions pas l&#8217;intention d&#8217;exag\u00e9rer ce chiffre, mais avons fait une erreur de calcul. <\/em><\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wollte man hier realistische Zahlen ver\u00f6ffentlichen, w\u00fcrde das so aussehen: Die momentan beste Leistung eines Windkraftwerks in der Schweiz bel\u00e4uft sich auf ca. 5 GWh\/a. Der Durchschnitt liegt f\u00fcr die Schweiz aber bei h\u00f6chstens 2 GWh\/a. Da ein Haushalt statistisch einen Verbrauch von 5.3 MWh\/a aufweist, w\u00e4ren das also <strong>lediglich 377 Haushaltungen. Die Kaltschn\u00e4uzigkeit all jener Ideologen, die \u00fcbertriebene Zahlen glauben und damit ernsthaft Energiepolitik betreiben wollen,\u00a0 ist ungeheuerlich! Diese Verbreitung von Falschaussagen hat offensichtlich System.<br \/>\n<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Luc Recordon abschliessend zur Frage, warum die Windkraftkritische Interpellation Forster durch die Windradlobby im St\u00e4nderat nicht ehrlich beantwortet werde:<\/p>\n<blockquote><p><em>Vos inqui\u00e9tudes sont en partie l\u00e9gitimes, <strong>mais si mal document\u00e9es et si peu nuanc\u00e9es qu&#8217;elles perdent beaucoup de cr\u00e9dibilit\u00e9<\/strong>. La pes\u00e9e des int\u00e9r\u00eats entre les \u00e9oliennes et leurs effets secondaires m\u00e9rite mieux; je m&#8217;y attache.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Die Umkehrung der Realit\u00e4t hat einen Namen: <span style=\"color: #008000;\"><strong>Gr\u00fcne Energiepolitik<\/strong><\/span><br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Philipp Roch, ein moderater Kritiker von Windkraftwerken in der Schweiz und ehemalige Direktor der Bundesamts f\u00fcr Umwelt, ist der Autor des Buchs &#8222;Eoliennes, des moulins \u00e0 vent? Un chemin entre refus et d\u00e9mesure&#8222;. 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