{"id":1888,"date":"2011-03-27T21:36:48","date_gmt":"2011-03-27T21:36:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=1888"},"modified":"2013-10-26T07:39:40","modified_gmt":"2013-10-26T07:39:40","slug":"wenn-energiepolitik-durch-panik-getrieben-ist-die-antwort-von-bundesratin-doris-leuthard-auf-die-fragen-der-interpellation-forster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=1888","title":{"rendered":"Wenn Energiepolitik durch Panik getrieben ist: Die Antwort von Bundesr\u00e4tin Doris Leuthard auf die Fragen der Interpellation Forster"},"content":{"rendered":"<p><em>Revision: Der Artikel wurde am 12. Juli 2011 neu formuliert. Einzelne Passagen wurden dahingehend ge\u00e4ndert, dass eine Diskussion auch auf nationaler Ebene m\u00f6glich wird und keine Personen mehr &#8222;vor den Kopf gestossen&#8220; werden. Manchmal sind harte Formulierungen notwendig um als machtlose Gruppierung etwas Gr\u00f6sseres zu bewegen.<\/em><\/p>\n<h3>Die Recherchearbeit eines Jahres zu Windkraftnutzung in der Schweiz wird durch ein Erdbeben weggewischt<\/h3>\n<p>Die Interpellation Forster zur &#8222;<a href=\"http:\/\/www.parlament.ch\/d\/suche\/seiten\/geschaefte.aspx?gesch_id=20103925\" target=\"_blank\">Windenergienutzung und deren F\u00f6rderung in der Schweiz<\/a>&#8220; wurde im Verlauf des Jahres 2010 von verschiedensten Ingenieuren, Direktbetroffenen und kritischen Energiespezialisten in demokratischer Art und Weise diskutiert und formuliert. Es sollte eine fundierte Fragestellung zu dringenden offenen Punkten der Erneuerbaren Energiepolitik des Bundes entstehen. Der Bundesrat sollte mit gezielten Fragen dazu gebracht werden, die v\u00f6llig fehlgeleitete Entwicklung im &#8222;<em>Windenergiebereich<\/em>&#8220; zur Kenntnis nehmen zu m\u00fcssen und die richtigen Korrekturen einleiten zu k\u00f6nnen. Grunds\u00e4tzlich war man sich bewusst, dass man gegen einen Goliath antreten w\u00fcrde. Es war von Beginn weg klar, dass die von der Suisse Eole \u00fcber einen Zeitraum von 10 Jahren <strong><em>falsch <\/em><\/strong>und <strong><em>irref\u00fchrend <\/em><\/strong>informierte Bev\u00f6lkerung nur mit enormem Aufwand auf ein vern\u00fcnftiges Gleis zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnte. Zun\u00e4chst schien alles den gewohnten Gang zu nehmen. In einer ersten Antwort hat der Bundesrat mehrheitlich oberfl\u00e4chlich, aber immerhin zu zwei Punkten zufriedenstellend geantwortet (zwei von sieben Fragen):<\/p>\n<blockquote><p><em><strong>Frage 3<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>CO2: Wie gross ist die prozentuale Wirkung des im Jahr 2030 geplanten Windstromanteils von 600 GWh auf die Gesamtemission des Treibhausgases CO2 durch den Gesamtenergieverbrauch der Schweiz?<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Antwort des Bundesrates: <\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Legt man den Schweizer Produktionsmix zugrunde (dieser ist f\u00fcr die CO2-Reduktionsziele unter dem Kyoto-Protokoll relevant), betr\u00e4gt die CO2-Reduktionswirkung von 600 GWh Strom aus erneuerbaren Quellen 17\u2018400 Tonnen CO2-\u00c4quivalent pro Jahr. <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Dies entspricht 0,033 Prozent der gesamten CO2-Emission der Schweiz aus dem Jahr 2009<\/strong><\/span>. Legt man den Verbrauchsmix zugrunde, betr\u00e4gt die CO2-Reduktionswirkung 92\u2018400 Tonnen CO2 \u00c4quivalent j\u00e4hrlich. Dies entspricht 0,178 Prozent der gesamten CO2-Emissionen der Schweiz aus dem Jahr 2009.<\/em><\/p>\n<p><em>Bis 2030 wird in der Schweiz eine starke Reduktion der Treibhausgase angestrebt. Demnach wird die Reduktionswirkung im Verh\u00e4ltnis zu den gesamten Treibhausgasemissionen in Zukunft gr\u00f6sser.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Fazit zur Antwort<\/strong><\/em>: <strong><em><span style=\"color: #ff0000;\">Windenergienutzung ist weder jetzt noch im Jahr 2030 relevant f\u00fcr den CO2-Ausstoss der Schweiz<\/span><\/em><\/strong>. Weder f\u00fcr die Erreichung der Ziele des Kioto-Protokolls, noch im angedeuteten Fall, wenn &#8222;<em>die Reduktionswirkung im Verh\u00e4ltnis zu den gesamten Treibhausgasemissionen in Zukunft gr\u00f6sser&#8220; wird. Diese Zahlen entsprechen weitgehend der unabh\u00e4ngig davon durchgef\u00fchrten <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2010\/06\/28\/windrader-und-klimaschutz-lasst-uns-das-mal-zusammen-nachrechnen\/\">Studie<\/a> von Binswanger\/Merkli.<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em><strong>Frage 4<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Netzstabilit\u00e4t: Wie wird die installierte Leistung aus Windkraftanlagen ersetzt oder ausgeglichen, wenn sich die Windverh\u00e4ltnisse durch Sturm oder Flaute schnell \u00e4ndern und der Energieeintrag im Stromnetz wegbricht (Sekunden- und Minutenausgleich)?<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Antwort des Bundesrates: <\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em> <\/em><\/strong><em>Die Regel- und Reserveleistung, die bei der Nutzung von Windkraftanlagen ben\u00f6tigt wird, ist direkt abh\u00e4ngig von der Qualit\u00e4t der Windleistungsprognose. Wenn ein Sturm oder eine Flaute perfekt vorhergesagt werden k\u00f6nnten, w\u00e4re keine Regel- und Reserveleistung n\u00f6tig. Da jedoch nicht von einer perfekten Windleistungsprognose ausgegangen werden kann, <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>m\u00fcssen abh\u00e4ngig von der installierten Windleistung andere flexibel regelbare Kraftwerke, z. B. Gas- oder Wasserkraftwerke, Leistungsreserven vorhalten.<\/strong><\/span> Diese Leistungsreserven bieten die Kraftwerke dem Netzbetreiber auf dem Regelenergiemarkt an. Der Netzbetreiber fragt auf dem Regelenergiemarkt die Menge an Regel- und Reserveleistung nach, die f\u00fcr einen stabilen Netzbetrieb erforderlich ist. Grunds\u00e4tzlich kann man sagen, <strong><span style=\"color: #ff0000;\">dass die erforderliche Menge an Regelenergie bei zunehmender Nutzung von dargebotsabh\u00e4ngigen Energiequellen wie Windenergie steigt, was potenziell zu h\u00f6heren Kosten f\u00fcr Systemdienstleistungen f\u00fchrt<\/span><\/strong>. Wie hoch dieser zus\u00e4tzliche Regelbedarf genau ist, h\u00e4ngt jedoch von vielen Faktoren wie z. B. der Gr\u00f6sse der Regelzone und der Charakteristik des Stromnetzes ab.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Fazit zur Antwort<\/strong><\/em>: Der Bundesrat sieht hier klar vor, dass die Regelenergie mit Wasser und Gaskraft <em><strong>vorgehalten <\/strong><\/em>werden muss. Was er dabei nicht bedenkt, ist, <span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>dass auch Kernkraft dazu ben\u00fctzt wird<\/em><\/strong><\/span>. Das ist die Grundlage der Wirkung, dass sich<strong><em><span style=\"color: #ff0000;\"> Strom aus Windenergie systemisch bedingt in Luft aufl\u00f6st<\/span><\/em><\/strong>, weil die Regelenergie die durch Windenergie erzeugte Stromenergie mindestens neutralisiert, wenn nicht sogar \u00fcberbietet. <span style=\"color: #ff0000;\"><em><strong>Im besten Fall gibt es also KEIN Strom<\/strong><\/em><\/span> aus Windkraft,<strong><em><span style=\"color: #ff0000;\"> im schlechtesten Fall m\u00fcssen die zuverl\u00e4ssigen Grosskraftwerke<\/span><\/em><\/strong> noch zus\u00e4tzlichge Energie &#8222;<strong><span style=\"color: #ff0000;\"><em>vorhalten<\/em><\/span><\/strong>&#8222;, damit keine Netzst\u00f6rungen auftreten.<\/p>\n<h3>Die Fragen 1,2,5,6 und 7 wurden nicht zufriedenstellend beantwortet<\/h3>\n<p>In der <a href=\"http:\/\/www.parlament.ch\/ab\/frameset\/d\/s\/4817\/350281\/d_s_4817_350281_350381.htm\" target=\"_blank\">Diskussionsrunde am 16. M\u00e4rz\u00a0 im St\u00e4nderat<\/a> nimmt Frau St\u00e4nder\u00e4tin Erika Forster Stellung zu den mehrheitlich <em><strong>mangelhaften <\/strong><\/em>oder sogar <strong><em>falschen <\/em><\/strong>Antworten des Bundesrates. Sie erl\u00e4utert in einfachen Worten, dass <strong><em><span style=\"color: #ff0000;\">die Interpellation offensichtlich nicht gen\u00fcgend beantwortet wurde<\/span><\/em><\/strong>. Es wird in der sp\u00fcrbar ver\u00e4rgerten Antwort\u00a0 klar ersichtlich, dass der Bundesrat einmal mehr auf die im Bundesamt f\u00fcr Energie gut vertretene Suisse Eole abgest\u00fctzt hat, wenn Bundesr\u00e4tin Doris Leuthard Folgendes sagen kann:<\/p>\n<blockquote><p><em>Wir haben Ihre Fragen beantwortet. Es ist ja nicht ein Bericht, sondern die Beantwortung einer Interpellation. Sie haben somit auch kurze Antworten auf Ihre Fragen erhalten. Ich glaube, wir haben es <strong><span style=\"color: #ff0000;\">korrekt <\/span><\/strong>und <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>umfassend <\/strong><\/span>dargestellt.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Wie wenn man bei kurzen Antworten nicht auch die Wahrheit sagen sollte:<em> <\/em><strong><em> Ausser zwei wurden alle restlichen <\/em><\/strong><strong><em>Fragen <\/em><\/strong><strong><em>minimalistisch, falsch und v\u00f6llig ungen\u00fcgend beantwortet!<\/em><\/strong><\/span> Offenbar soll mit aller Macht verhindert werden, dass die f\u00fcr die Suisse Eole schwierigen Fragen zur Diskussion gelangen. Das Erdbeben in Japan hat der Bundesr\u00e4tin die eingehendere Beantwortung verunm\u00f6glicht. Man muss sich momentan aus politischen Gr\u00fcnden auf ein von Interessengruppen aufgebauschtes Ereignis reagieren und hat keine Kapazit\u00e4t mehr frei f\u00fcr solch &#8222;nebens\u00e4chliche&#8220; Fragen der Schweizer Energiepolitik. Der Bundesrat <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2010\/01\/02\/england-windparks-als-das-monument-einer-zeit-als-unsere-politiker-kollektiv-den-kopf-verloren-haben\/\"> reagiert auf gr\u00fcnes Geschrei<\/a><a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2010\/01\/02\/england-windparks-als-das-monument-einer-zeit-als-unsere-politiker-kollektiv-den-kopf-verloren-haben\/\">, anstatt mutig zu agieren<\/a>, wie es sich f\u00fcr ein staatliches F\u00fchrungsgremium geh\u00f6ren w\u00fcrde. <span style=\"color: #ff0000;\"><em><strong><br \/>\nDas gef\u00e4hrliche Element ist hier<\/strong><\/em><\/span>, dass sich der Bundesrat dieser Manipulation durch ideologische Kr\u00e4fte <span style=\"color: #ff0000;\"><em><strong>offensichtlich nicht bewusst ist<\/strong><\/em><\/span>. \u00dcber die halbstaatliche Organisation Suisse Eole k\u00f6nnen Hersteller und Betreiber von Windkraftanlagen direkten Einfluss nehmen auf die Entscheide und das Bewusstsein des Bundesrates. Es m\u00fcssten sich jedem beteiligten Politiker die Nackenhaare str\u00e4uben, wenn er sich dieser Tatsache bewusst wird. Die Machenschaften werden aber von einem grossen Teil der Politiker still und leise geduldet. Grund: Mangelndes Wissen und Desinteresse. Das Thema <span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>Windkraftkritik wirft keine neuen W\u00e4hler ab<\/em><\/strong><\/span>. Die dumbe Sch\u00f6nrederei der &#8222;<em>gr\u00fcnen Energie<\/em>&#8220; allerdings schon.<\/p>\n<h3>Die Demaskierung einer manipulierten Landesregierung<\/h3>\n<p>Frau Leuthard konnte sich nicht sonderlich viel Zeit nehmen, diese Diskussion vorzubereiten. In den Tagen des drohenden GAU in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kernkraftwerk_Fukushima-Daiichi\" target=\"_blank\">Fukushima<\/a> ist im politischen Bern alles drunter und dr\u00fcber geraten. Es waren nun die Tage der Opportunisten angesagt: Gute Politiker <strong><em>\u00e4ussern <\/em><em>sich besorgt<\/em><\/strong> wenn das Volk etwas dr\u00fcckt.<strong><em> Betroffenheit muss gezeigt werden<\/em><\/strong>. <strong><em>Ernste Gesichter m\u00fcssen gemacht werden<\/em><\/strong>. Da kann man sich nicht mit <strong><em>Detailfragen <\/em><\/strong>abgeben. Wir werden hier diese Arbeit f\u00fcr uns selber nachholen und die Antworten etwas genauer analysieren m\u00fcssen. Frau Bundesr\u00e4tin Leuthard sagt im Weiteren zur Beantwortung der Interpellation Forster:<\/p>\n<blockquote><p><em>Es ist nun aber halt so, dass es auch in der Schweiz windet &#8211; nicht \u00fcberall; es gibt in einem ganz beschr\u00e4nkten Ausmass optimale Fl\u00e4chen, die sich daf\u00fcr eignen. Die Forschung &#8211; das ist nicht nur eine Studie des BFE und des Bafu, sondern das sind wissenschaftliche Studien &#8211; geht davon aus, dass die Windenergie bis 2030 einen Beitrag von 600 Gigawatt leisten kann. Das w\u00e4ren rund 200 grosse Windturbinen, wenn sich hier nicht die Technologie so entwickelt, dass es noch wesentlich effizientere Anlagen gibt.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Frau Bundesr\u00e4tin Leuthard hat die Fragen nicht richtig verstanden. Es ging dabei lediglich um das <strong><em>Missverh\u00e4ltnis <\/em><\/strong>zwischen <span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>Aufwand und Ertrag der Windkraftnutzung<\/em><\/strong><\/span> &#8211; Frau St\u00e4nder\u00e4tin Erika Forster hat es noch <strong><em>wenige Minuten vorher erw\u00e4hnt<\/em><\/strong>! Es ist allen Experten klar, dass man ein Potenzial von 600 Gigawattstunden bis ins Jahr 2030 aus der Schweiz <span style=\"color: #ff0000;\"><em><strong>herausquetschen <\/strong><\/em><\/span>kann. Erstens ist das aber nachweislich mit 200 Anlagen nicht ann\u00e4hernd m\u00f6glich und zweitens ist die realistische Zahl von 300 Anlagen f\u00fcr die lediglich zw\u00f6lf\u00a0 im Konzept Windenergie Schweiz als &#8222;<em>Priorit\u00e4r<\/em>&#8220; bezeichneten Standorte nicht durchf\u00fchrbar, weil man an zw\u00f6lf gut bewindeten Standorten nicht 300 solche Anlagen unterbringen kann. Diese erw\u00e4hnte Studie w\u00fcrde uns \u00fcbrigens \u00e4usserst stark interessieren. Es w\u00e4re nicht die erste &#8222;<em>Wissenschaftliche Studie<\/em>&#8222;, die mit <span style=\"color: #000000;\"><strong><em>tendenzi\u00f6ser Gesinnung und einem bestimmten Parteibuch im Kopf<\/em><\/strong><\/span> verfasst worden w\u00e4re.<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>Die Antwort impliziert eben gerade dieses Missverh\u00e4ltnis zum Aufwand<\/em><\/strong><\/span>, denn die weiteren nicht so gut bewindeten Standorte sind nun <strong><em><span style=\"color: #ff0000;\">definitiv nicht mehr als &#8222;verh\u00e4ltnism\u00e4ssig&#8220; <span style=\"color: #000000;\">oder als<\/span> &#8222;effizient&#8220; zu bezeichnen<\/span><\/em><\/strong>. Es sollen hier schlicht und einfach Anlagen auch an ungeeigneten Standorten durchgedr\u00fcckt werden, <strong><em><span style=\"color: #ff0000;\">damit die Windradlobby auch sch\u00f6n bauen und verdienen darf<\/span><\/em><\/strong>. Mit Erzeugung von Strom hat das aber herzlich wenig zu tun, gerade dann wenn man die zufriedenstellende Antwort zur <strong><em>Frage 4 der Interpellation <\/em><\/strong>liest, es dem Bundesrat also eigentlich klar sein sollte, dass hier etwas nicht funktionieren kann. Man st\u00fctzt sich auf <strong><em><span style=\"color: #ff0000;\">Studien <\/span><\/em><\/strong>von <strong><em><span style=\"color: #ff0000;\">befangenen Fachleuten<\/span><\/em><\/strong>, von denen es im um das Bundesamt f\u00fcr Energie herum <strong><em>geradezu wimmelt<\/em><\/strong>. Auf die erw\u00e4hnten zuk\u00fcnftigen &#8222;<em>effizienteren Anlagen<\/em>&#8220; kann der Bundesrat noch lange warten. <strong><em><span style=\"color: #ff0000;\">Windkraft ist fertig entwickelt, eine entscheidende Verbesserung des Wirkungsgrades ist im Gegensatz etwa zur Photovoltaik praktisch ausgeschlossen.<\/span><\/em><\/strong> Denn seit <strong><em>\u00fcber 5 Jahren<\/em><\/strong> gibt es da <em><strong>keinerlei Verbesserung mehr<\/strong><\/em>. Seit der getriebelosen Technik f\u00fcr Windkraftwerke wurde der hervorragende <strong><em>Wirkungsgrad von 50% nicht mehr verbessert<\/em><\/strong>. Es wird lediglich noch mit H\u00f6he und Gr\u00f6sse operiert &#8211; eine fatale Entwicklung f\u00fcr die landschaftliche Sch\u00f6nheit der Schweiz. L\u00e4rmtechnisch sind wir ebenfalls schon lange am optimalen Ende angelangt. Es <span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>h\u00e4ufen sich weltweit die Reklamationen gerade zum L\u00e4rm modernster Anlagen<\/em><\/strong><\/span>. Aber es geht im gleichen Stil weiter:<\/p>\n<blockquote><p><em>Der Bundesrat ist \u00fcberzeugt: Windenergie leistet einen Beitrag zu unserer Versorgung, Windenergie ist eine saubere Energie. Es gibt aber Beeintr\u00e4chtigungen, es gibt L\u00e4rm, das ist unbestritten. Auch hier wird sich die Technologie sicher noch ver\u00e4ndern.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Windenergie leistet <span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>keinen Beitrag<\/em><\/strong><\/span> zu unserer Versorgung, weil wir zu wenig Windaufkommen haben. Die Sauberkeit ist \u00e4usserst umstritten. Es gibt also &#8222;<em>Beeintr\u00e4chtigungen<\/em>&#8222;, aber wenn die mit der Information der Bev\u00f6lkerung beauftragte Suisse Eole l\u00fcgt und betr\u00fcgt, darf man mit viel Aufwand und eigenen Kosten zwar reklamieren. Es wird dann vielleicht zur Kenntnis genommen, aber geschehen tut nichts. Wieder glaubt hier der Bundesrat daran, dass <em>&#8222;die zuk\u00fcnftige Technik&#8220;<\/em> es schon richten wird.<strong><em><\/em><\/strong><\/p>\n<blockquote><p><em>Man kann \u00fcber die Distanzen zwischen Wohnh\u00e4usern und Windkraftanlagen diskutieren, auch solche Fragen muss man sich immer wieder stellen, aber die heutige Gesetzgebung scheint mir angesichts der Geografie der Schweiz nicht allzu sehr daneben zu sein. Die modernen Windkraftanlagen sind heute 130 bis 150 Meter hoch und damit auch gut sichtbar. Wenn wir sie wesentlich weniger hoch bauen w\u00fcrden, h\u00e4tten wir ein Problem mit V\u00f6geln und Flederm\u00e4usen &#8211; dann h\u00e4tte ich nicht die Landschaftssch\u00fctzer, sondern die Tiersch\u00fctzer b\u00f6se gemacht &#8211; und vor allem nat\u00fcrlich auch eine Beeintr\u00e4chtigung der Funktionalit\u00e4t der Windkraftanlagen.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Das war genau das, was wir von Ihnen erwartet haben, Frau Leuthard &#8211; <strong><em>Diskutieren <\/em><\/strong>&#8211; <strong><em><span style=\"color: #ff0000;\">bitte<\/span><\/em><\/strong>! Ihre beauftragten Windkraftexperten sind n\u00e4mlich nicht in der Lage zu diskutieren. Wenn man den<em><strong> Abstand zu Wohnh\u00e4usern von der Geografie abh\u00e4ngig<\/strong><\/em> macht, <em><strong>zeigt man damit<\/strong><\/em>, dass man auch hier <strong><em>nichts begriffen hat<\/em><\/strong>.\u00a0<strong><em><\/em><\/strong> Es sind <strong><span style=\"color: #ff0000;\">MENSCHEN<\/span><\/strong>, die in unmittelbarer N\u00e4he von\u00a0 Windkraftwerken leben und sich \u00fcber Kopfweh, Migr\u00e4ne, Schlafst\u00f6rungen, Verwirrtheit, Tinnitus und weitere St\u00f6rungen in der Interpellation Forster ge\u00e4ussert haben. Flederm\u00e4use haben mit hohen Anlagen ein gr\u00f6sseres Problem &#8211; das zum n\u00e4chsten Irrtum, den der Bundesrat einfach so locker von sich gibt. Sie sind <span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>total falsch informiert Frau Leuthard<\/em><\/strong><\/span>!\u00a0 Und zu den lieben V\u00f6geln: Ihre wunderbaren, technisch versierten Windbauern scheren sich keinen Deut um irgendwelche V\u00f6gel, die darunter leiden. Es geht diesen Leuten lediglich um politische Macht und einen v\u00f6llig verqueren Idealismus, dem es vor allem <strong><em><span style=\"color: #ff0000;\">an Fakten und Bodenhaftung mangelt.<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<blockquote><p><em>Es sind auch hier Zielkonflikte, die wir bew\u00e4ltigen m\u00fcssen.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist<span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em> reines Rhetorik<\/em><\/strong><\/span>, Frau Bundesr\u00e4tin! Lassen Sie uns endlich unsere Bedenken belegen und stellen Sie ihre sogenannten Experten in den Senkel. Wir sind <a href=\"http:\/\/www.freie-landschaft.ch\" target=\"_blank\">hier<\/a>, lassen Sie uns diese Zielkonflikte endlich mit einer demokratischen Basis &#8222;<strong><em>bew\u00e4ltigen<\/em><\/strong>&#8222;.<strong><em><span style=\"color: #ff0000;\"><br \/>\n<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<blockquote><p><em>Stellen wir uns diesem Prozess, schaffen wir einen Rahmen, in den selbstverst\u00e4ndlich auch die Folgen des L\u00e4rm- und des Landschaftsschutzes eingebettet sind. Aber im Moment m\u00fcssen wir wirklich um jede Kilowattstunde froh sein, die wir einsparen oder die wir sicher und sauber selbst produzieren k\u00f6nnen. <\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Einverstanden! <span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>Wir stellen uns diesem Prozess gerne<\/em><\/strong><\/span> und haben <strong><em><span style=\"color: #ff0000;\">mit der Interpellation Forster auf bundesebene damit den Anstoss<\/span><\/em><\/strong> gegeben. <strong>Den Rahmen sehe ich so<\/strong>: Eine Gruppe von Experten, die von jeder Lobby unabh\u00e4ngige Aussagen zu Windkraftnutzung machen, die sie auch belegen k\u00f6nnen. Die unabh\u00e4ngige Organisation <a href=\"http:\/\/www.freie-landschaft.ch\" target=\"_blank\">Paysage Libre &#8211; Freie Landschaft<\/a> hat diese Experten und rekrutiert sie landesweit aus allen Regionen der Schweiz. Sie ist die kritische Seite der sch\u00f6nredenden Suisse Eole. Wir ben\u00f6tigen f\u00fcr unsere Arbeiten keine 1. Klass-Generalabonnemente. Aber vielleicht etwas Unterst\u00fctzung durch einen diskussionsbereiten Bundesrat, der sich nicht durch einseitige Information <strong><em><span style=\"color: #ff0000;\">zu dermassen falschen Aussagen hinreissen l\u00e4sst<\/span><\/em><\/strong>. Lassen Sie uns mit der <span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>ehrlichen Beantwortung der Interpellation Forster<\/em><\/strong><\/span> beginnen, Frau Leuthard!<\/p>\n<h1>Anhang<\/h1>\n<h3>Gen\u00fcgend und ungen\u00fcgend beantwortete Fragen und unsere detaillierte Sichtweise dazu<\/h3>\n<h2>Frage 1 und 2<\/h2>\n<p>Aufwand und Ertrag: Wie erkl\u00e4rt sich das Missverh\u00e4ltnis zwischen dem grossen Aufwand f\u00fcr Bau und Betrieb, den hohen Gestehungskosten, der landschaftszerst\u00f6renden Wirkung, den Belastungen f\u00fcr Natur und der betroffenen Anwohnern von Windkraftanlagen und der zuverl\u00e4ssigen Erzeugung von lediglich 1 bis 2 Prozent des gesamtschweizerischen Stromverbrauchs durch diese Technologie?<\/p>\n<p>2. Entwicklungspotenzial: Weshalb wird mit der Windkraftnutzung eine Technologie angewendet, propagiert und massiv gef\u00f6rdert, deren technische und preisliche Entwicklung abgeschlossen ist und die wegen ung\u00fcnstiger Voraussetzungen weder jetzt noch in Zukunft einen sinnvollen Teil an die Stromversorgung der Schweiz beitragen kann?<\/p>\n<h3>Antwort des Bundesrates:<\/h3>\n<blockquote><p><em>1.\/2. Die bundesr\u00e4tliche Energiepolitik basiert auf den vier S\u00e4ulen Energieeffizienz, Ausbau der erneuerbaren Energien, Grosskraftwerken und Energieaussenpolitik. Das auf dieser Politik basierende Energiegesetz vom 26. Juni 1998 (SR 730.0) verlangt einen Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien bis 2030 um zus\u00e4tzliche 5400 GWh. Dieses Ziel ist nur erreichbar, wenn alle erneuerbaren Energiequellen gem\u00e4ss ihren Potenzialen daf\u00fcr genutzt werden. Die Windenergie ist gem\u00e4ss Energieverordnung vom 7. Dezember 1998 (SR 730.01) ein Teil davon.<\/em><\/p>\n<p><em>Moderne Windenergieanlagen nutzen die Windverh\u00e4ltnisse in der Schweiz optimal aus. So werden heute in der Schweiz 2000 Volllaststunden, an sehr guten Standorten bis 2400 Volllaststunden erreicht; dieser Wert entspricht einem norddeutschen K\u00fcstenstandort. Schweizer Strom aus Windenergie ist mit Gestehungskosten von knapp 20 Rappen pro Kilowattstunde vergleichsweise g\u00fcnstig. Die Schweiz ist kein Windland wie D\u00e4nemark, Deutschland oder Spanien; sie verf\u00fcgt aber \u00fcber eine Anzahl Standorte, welche f\u00fcr die Windenergienutzung gut geeignet sind.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<h3>Unsere Sichtweise zur Beantwortung der Frage 1 und 2<\/h3>\n<p>Frage 1 wurde nicht beantwortet. Die grunds\u00e4tzliche Energiepolitik des Bundesrates wird nicht in Frage gestellt. Das formulierte problematische Verh\u00e4ltnis zwischen Aufwand und Ertrag wird nicht im Ansatz beantwortet.<\/p>\n<p>Frage 2 wurde nicht beantwortet. Die Volllaststunden haben mit dem technischen Entwicklungspotenzial wenig bis nichts zu tun. Wir h\u00e4tten gerne geh\u00f6rt, warum der Bundesrat eine preislich konsolidierte und technisch ausgereifte Technologie f\u00f6rdert, wenn dadurch <strong><em>kein Beitrag an die sichere Landesversorgung<\/em><\/strong> aber umso mehr <strong><em>die Motivation<\/em><\/strong> politischer Ideologen <strong><em>zur \u00dcberbauung der sch\u00f6nsten Landschaften ausgel\u00f6st wird<\/em><\/strong>. Die technische Entwicklung der Windkraft ist weitgehend abgeschlossen und l\u00e4sst keine grossen Entwicklungsschritte mehr zu. Bei Windkraftanlagen ist es dar\u00fcber hinaus eine Tatsache, dass gr\u00f6ssere Anlagen pro produzierte KWh <strong><em>teurer in der Anschaffung und dem Unterhalt<\/em><\/strong> sind. Das ist ein weiterer <strong><em>wichtiger Indikator<\/em><\/strong>, dass <strong><em>der Markt spielt und die Kosten nicht weiter optimiert werden k\u00f6nnen<\/em><\/strong>. Die Windr\u00e4der ben\u00f6tigen als einzige Anschubhilfe <strong><em>nur noch genug Wind<\/em><\/strong>. Die preisliche und technische Entwicklung ist im Gegensatz zu anderen \u201eNeuen Erneuerbaren Energiequellen\u201c weitgehend abgeschlossen. Die F\u00f6rderung von <strong><em>Photovoltaik<\/em><\/strong>, die \u00fcber erhebliche preisliche und technische Entwicklungspotenziale verf\u00fcgt, <strong><em>ist im Gegensatz dazu gut begr\u00fcndbar<\/em><\/strong>. Das Hauptziel einer Subventionierung ist die F\u00f6rderung einer positiven Entwicklung zu einem zuk\u00fcnftig nutzbaren Potenzial. Bei der Windkraftnutzung wird das f\u00fcr die Schweiz nie funktionieren, weil die Grundlage f\u00fcr die Technologie nicht oder nur ungen\u00fcgend vorhanden ist: <strong><em>Genug Wind<\/em><\/strong>.<\/p>\n<p>Die Antwort des Bundesrates stammt offensichtlich aus der Feder der Suisse Eole. Zuerst redet man <strong><em>ein nicht nachzuweisendes Potenzial<\/em><\/strong> her und formuliert es dann als \u201e<em>wichtiger Teil der Energiepolitik des Bundesrates<\/em>\u201c. Diese Verdrehung funktioniert f\u00fcr praktisch alle Argumente der Suisse Eole. Es sind vorgeschobene Argumente und Behauptungen ohne technisch fundierte Grundlagen. So h\u00f6rt man die Floskel \u201e<em>Die Schweiz ist kein Windland<\/em>\u201c oft auch von Bef\u00fcrwortern der Windenergie. Der Bundesrat beschliesst dann aber auf Anraten der Suisse Eole Leistungsziele, die nur mit sehr vielen, weil ineffizient arbeitenden Windturbinen zu erreichen sind. Das wirft die unbeantwortete Frage 1 erneut auf. Die Beratung des Bundesrates durch die Suisse Eole f\u00fchrt <strong><em>regelm\u00e4ssig zu falschen Entscheidungen<\/em><\/strong> dieses staatlichen Organs. Das kann am Beispiel der ungefragt beantworteten Volllaststunden aufgezeigt werden: Gem\u00e4ss den verf\u00fcgbaren Informationen erzeugte die produktivste Anlage am Standort Martigny im Jahr 2009 eine Menge von 5\u2018159 MWh Bruttoertrag Strom. Das entspricht 2\u2018516 Volllaststunden. Auch die \u00e4ltere Schwesteranlage in Collonges erreicht sehr gute Werte. Die beiden Standorte sind in der Schweiz <strong><em>einmalig<\/em><\/strong> und verf\u00fcgen \u00fcber Windbedingungen, die <strong><em>nur durch die spezielle Lage<\/em><\/strong> bei der Verengung des Rhonetals begr\u00fcndet sind. Diese hervorragenden Werte zum Durchschnitt der Schweiz zu erheben, ist fachlich h\u00f6chst problematisch. Bei <strong><em>allen anderen Standorten<\/em><\/strong> werden <strong><em>wesentlich geringere Leistungen<\/em><\/strong> erreicht (Alle Werte aus dem Jahr 2009):<\/p>\n<ul>\n<li>G\u00fctsch (Daten nur von Anlage 1 auswertbar): 1392 Volllaststunden<\/li>\n<li>Mont Crosin (Daten der neuen Anlagen nicht verf\u00fcgbar): 1112 Volllaststunden<\/li>\n<li>Feldmoos: 617 Vollaststunden<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die durchschnittliche Anzahl Volllaststunden dieser momentan einzig nachvollziehbaren Anlagen der Schweiz betr\u00e4gt: <strong><em>1040<\/em><\/strong>. Die Anlage G\u00fctsch steht an einem\u00a0 \u201e<em>priorit\u00e4ren Standort<\/em>\u201c gem\u00e4ss Konzept Windenergie Schweiz. Der Mont Crosin wird als \u201e<em>der Windpark der Schweiz schlechthin<\/em>\u201c bezeichnet. Die in der Beantwortung des Bundesrates erw\u00e4hnten \u201e<em>2\u2018400 Volllaststunden\u201c <\/em>und<em> \u201eder norddeutsche K\u00fcstenstandort<\/em>\u201c sind die <strong><em>klassische Ausnahme von der Regel<\/em><\/strong>. Wie die aktuellen Windleistungsdaten eindr\u00fccklich aufzeigen, sind auch die einen Landesdurchschnitt suggerierenden \u201e<em>2\u2018000 Vollaststunden in der Schweiz<\/em>\u201c eine auf <strong><em>falschen Angaben beruhende und deshalb irref\u00fchrende Aussage<\/em><\/strong>. Exakt durch diese von der Suisse Eole propagierten und <strong><em>durch keine empirischen Daten belegbaren Aussagen<\/em><\/strong> ist unsere Frage 1 nach dem Missverh\u00e4ltnis begr\u00fcndet. Denn die Suisse Eole unterst\u00fctzt mangels \u201e<em>sehr guten<\/em>\u201c auch <strong><em>v\u00f6llig ungeeignete<\/em><\/strong> Standorte f\u00fcr den Bau von WKA. Dort reichen die Windverh\u00e4ltnisse nicht einmal an die Minimalanforderungen des Deutschen EEG heran. Nur durch die <strong><em>Massierung solch minimal effektiver Anlagen<\/em><\/strong> kann die Suisse Eole daran denken, die von ihr selbst gesteckten Ziele zu erreichen. F\u00fcr die rund 300 Anlagen zur Erreichung der energiepolitisch verlangten 600 GWh Leistung im Jahr 2030 stehen in der Schweiz <strong><em>nicht genug \u201egute Standorte\u201c<\/em><\/strong> zur Verf\u00fcgung. Daran \u00e4ndert sich auch nichts, wenn die Windkraftbranche jedes kleinste Windaufkommen von um die 4.5m\/s als \u201e<em>gen\u00fcgend Wind<\/em>\u201c bezeichnet. Hier muss man sich daran erinnern, dass <strong><em>die minimale Windgeschwindigkeit f\u00fcr einen effektiven Betrieb<\/em><\/strong> in Deutschland mit <strong><em>6.4m\/s<\/em><\/strong> auf 80 Meter \u00fcber Grund bezeichnet wird. In Deutschland werden keine anderen Windkraftanlagen eingesetzt als bei uns. Die technisch optimale Windgeschwindigkeit einer Anlage des Typs Enercon 82 (Martigny, St. Brais, Peuchapatte, Heitersberg, Schwyberg) liegt bei <strong><em>8.5m\/s<\/em><\/strong>. Hier von Verh\u00e4ltnissen \u201e<em>wie an der Nordseek\u00fcste<\/em>\u201c zu reden ist etwas sehr gewagt, denn <strong><em>keiner dieser Standorte<\/em><\/strong> erreicht gesicherte <strong><em>6m\/s<\/em><\/strong> Windgeschwindigkeit auf 80 Meter \u00fcber Grund. Die in Martigny eingesetzte Anlage weist einen Referenzertrag nach EEG von 31 GWh in 5 Jahren Betrieb auf. Die leistungsf\u00e4higste Anlage der Schweiz erreicht also gerade mal <strong><em>83%<\/em><\/strong> einer f\u00fcr die K\u00fcstenstreifen Norddeutschalands gebauten Anlage. Und auch das nur mit f\u00fcr die Schweiz einmalig guten Verh\u00e4ltnissen, die man <strong><em>ausschliesslich<\/em><\/strong> im Rhonetal bei Martigny findet. Die falsche Antwort auf die richtige Frage 2 belegt exakt die Tatsache, dass die Suisse Eole \u00fcber das Bundesamt f\u00fcr Energie dem Bundesrat <strong><em>gesch\u00f6nte Angaben<\/em><\/strong> macht, die der Realit\u00e4t nicht ann\u00e4hernd entsprechen. F\u00fcr die Erreichung der Leistungsziele im Jahr 2030 <strong><em>M\u00dcSSEN<\/em><\/strong> auch <strong><em>an ungeeigneten Standorten<\/em><\/strong> Windparks gebaut werden. Nimmt man nun die von der Suisse Eole erkl\u00e4rten Ziele von 4\u2018000 GWh Stromproduktion aus Windenergie im Jahr 2050 sieht man vollends, wie diese Leute denken. <strong><em>Der Wirkungsgrad einer modernen Windkraftanlage stagniert seit \u00fcber 5 Jahren bei 50%<\/em><\/strong> &#8211; ein sehr guter Wert. Leistungsverbesserungen k\u00f6nnen lediglich durch bauliche Massnahmen erreicht werden: <strong><em>Noch h\u00f6here T\u00fcrme<\/em><\/strong> und <strong><em>noch gr\u00f6ssere Rotoren<\/em><\/strong>. Wo das hinf\u00fchrt ist offensichtlich: Die Landschaften der Schweiz sowie die Lebensqualit\u00e4t tausender von Menschen <strong><em>werden einer ideologischen Illusion geopfert<\/em><\/strong>. Verschiedene vielversprechende Windkraftprojekte im Alpenraum wurden bereits abgebrochen, weil die realen Verh\u00e4ltnisse nicht den Tr\u00e4umen der Suisse Eole entsprechen (Sanetsch, Furka, Gotthard u.v.m). Es ist unverst\u00e4ndlich, warum der Bundesrat auf eine f\u00fcr die Schweiz untaugliche Technologie setzt und seine Entscheidungen gegen jedes bessere Wissen lediglich auf \u201eExperten\u201c abst\u00fctzt, die ungestraft <strong><em>weit entfernt von<\/em><\/strong> jeder <strong><em>Unvoreingenommenheit, Professionalit\u00e4t<\/em><\/strong> und <strong><em>sachlicher Transparenz<\/em><\/strong> argumentieren d\u00fcrfen.<\/p>\n<blockquote><p>\u201e<em>Schweizer Strom aus Windenergie ist mit Gestehungskosten von knapp 20 Rappen pro Kilowattstunde vergleichsweise g\u00fcnstig<\/em>.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>Diese Aussage ist einfach falsch<\/em><\/strong><\/span>. Die Gestehungskosten des Schweizer Windstroms sind nachweislich <strong><em>die h\u00f6chsten der Welt<\/em><\/strong>. Das ist auch meteorologisch einfach zu erkl\u00e4ren: Es ist allgemein bekannt, dass die Entfernung zu den K\u00fcsten der Meere einen direkten Einfluss auf das Windaufkommen hat. Wer die Karte der Windparks von Deutschland anschaut, findet eine eindr\u00fcckliche grafische Erkl\u00e4rung dazu. Hier liegt eine Verwechslung mit der weit verbreiteten und ebenfalls nicht belegbaren Aussage des basler Windidealisten Rudolf Rechsteiner vor, die Windenergie werde immer billiger. \u00d6konomische Studien aus Deutschland belegen <strong><em>schon in der zweiten Generation<\/em><\/strong> das genaue Gegenteil. Die Kombination von Subventionierung und CO2-Zertifikatshandel haben eine ungesunde und kostspielige Goldgr\u00e4berstimmung erzeugt, die f\u00fcr die Volkswirtschaften praktisch aller L\u00e4nder Europas nur Schaden und keinerlei Nutzen hervorgebracht haben. Im Vergleich mit Europa hat die Schweiz noch den zus\u00e4tzlichen Kostentreiber \u201e<em>mangelndes Windaufkommen<\/em>\u201c. Aus der Sicht der Hersteller und der Betreiber von Windanlagen ist das sicher eine lukrative Sache. Irgendwo m\u00fcssen die Kosten ja wieder als Gewinn ankommen.<\/p>\n<p>Die Aussage stimmt erst recht nicht im Kontext mit der allgemein akzeptierten Tatsache, dass sich Investoren sehr schwer tun mit den Beteiligungen an Schweizer Windparkprojekten. Eine von Robert Horbaty mit viel Geld aus der Schatulle des Bundesamtes f\u00fcr Energie in englischer Bankensprache erstelltes Werbedokument f\u00fcr die internationalen Investoren hat daran nichts ge\u00e4ndert. Die dort geforderten 5-7% Rendite erreichen nur wenige Anlagen. Die Begr\u00fcndung des im internationalen Vergleich viel zu hohen kostendeckenden Beitrags des KEV belegt, dass offensichtlich die Gestehungskosten in der Schweiz die h\u00f6chsten sein <em><strong>m\u00fcssen<\/strong><\/em>.<\/p>\n<p>Hier kann man nun w\u00e4hlen: Entweder sind die Gestehungskosten \u201e<em>vergleichsweise g\u00fcnstig<\/em>\u201c, dann brauchen wir keine \u201e<em>kostendeckende Einspeiseverg\u00fctung<\/em>\u201c auszusch\u00fctten. Oder sie sind eben nicht so g\u00fcnstig, <span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>dann stimmt die obige Aussage des Bundesrates nicht<\/em><\/strong>.<\/span><\/p>\n<h2>Frage 3<\/h2>\n<p>CO2: Wie gross ist die prozentuale Wirkung des im Jahr 2030 geplanten Windstromanteils von 600 GWh auf die Gesamtemission des Treibhausgases CO2 durch den Gesamtenergieverbrauch der Schweiz?<\/p>\n<h3>Antwort des Bundesrates:<\/h3>\n<blockquote><p><em>Legt man den Schweizer Produktionsmix zugrunde (dieser ist f\u00fcr die CO2-Reduktionsziele unter dem Kyoto-Protokoll relevant), betr\u00e4gt die CO2-Reduktionswirkung von 600 GWh Strom aus erneuerbaren Quellen 17\u2018400 Tonnen CO2-\u00c4quivalent pro Jahr. Dies entspricht 0,033 Prozent der gesamten CO2-Emission der Schweiz aus dem Jahr 2009. Legt man den Verbrauchsmix zugrunde, betr\u00e4gt die CO2-Reduktionswirkung 92\u2018400 Tonnen CO2 \u00c4quivalent j\u00e4hrlich. Dies entspricht 0,178Prozent der gesamten CO2-Emissionen der Schweiz aus dem Jahr 2009.<\/em><\/p>\n<p><em>Bis 2030 wird in der Schweiz eine starke Reduktion der Treibhausgase angestrebt. Demnach wird die Reduktionswirkung im Verh\u00e4ltnis zu den gesamten Treibhausgasemissionen in Zukunft gr\u00f6sser.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<h3>Unsere Sichtweise zur Beantwortung der Frage 3<\/h3>\n<p>Frage 3 ist gen\u00fcgend beantwortet. Binswanger \/ Merkli errechnen eine Reduktion von maximal 30\u2018000 Tonnen oder 0.059% des gesamten CO2 Ausstosses, ber\u00fccksichtigen aber ein neu zu erstellendes Gaskraftwerk in ihren Berechnungen <strong><em>nicht<\/em><\/strong>. Ein zur St\u00fctzung der Windstromleistung systemisch bedingtes Gaskraftwerk w\u00fcrde die CO2-Bilanz der Windkraftnutzung massiv in den positiven Bereich bringen. Die Antwort ist trotzdem zufriedenstellend genau und nachvollziehbar. Das Fazit dieser Antwort kann mit gutem Gewissen so formuliert werden:<\/p>\n<p><strong><em>\u201eDer Einsatz von Windkraft ist nicht relevant f\u00fcr die Erreichung der im Kyoto-Protokoll vereinbarten CO2-Reduktionsziele f\u00fcr die Schweiz\u201c<\/em><\/strong>.<\/p>\n<h2>Frage 4<\/h2>\n<p>Netzstabilit\u00e4t: Wie wird die installierte Leistung aus Windkraftanlagen ersetzt oder ausgeglichen, wenn sich die Windverh\u00e4ltnisse durch Sturm oder Flaute schnell \u00e4ndern und der Energieeintrag im Stromnetz wegbricht (Sekunden- und Minutenausgleich)?<\/p>\n<h3>Antwort des Bundesrates:<\/h3>\n<blockquote><p><em>Die Regel- und Reserveleistung, die bei der Nutzung von Windkraftanlagen ben\u00f6tigt wird, ist direkt abh\u00e4ngig von der Qualit\u00e4t der Windleistungsprognose. Wenn ein Sturm oder eine Flaute perfekt vorhergesagt werden k\u00f6nnten, w\u00e4re keine Regel- und Reserveleistung n\u00f6tig. Da jedoch nicht von einer perfekten Windleistungsprognose ausgegangen werden kann, m\u00fcssen abh\u00e4ngig von der installierten Windleistung andere flexibel regelbare Kraftwerke, z. B. Gas- oder Wasserkraftwerke, Leistungsreserven vorhalten. Diese Leistungsreserven bieten die Kraftwerke dem Netzbetreiber auf dem Regelenergiemarkt an. Der Netzbetreiber fragt auf dem Regelenergiemarkt die Menge an Regel- und Reserveleistung nach, die f\u00fcr einen stabilen Netzbetrieb erforderlich ist. Grunds\u00e4tzlich kann man sagen, dass die erforderliche Menge an Regelenergie bei zunehmender Nutzung von dargebotsabh\u00e4ngigen Energiequellen wie Windenergie steigt, was potenziell zu h\u00f6heren Kosten f\u00fcr Systemdienstleistungen f\u00fchrt. Wie hoch dieser zus\u00e4tzliche Regelbedarf genau ist, h\u00e4ngt jedoch von vielen Faktoren wie z. B. der Gr\u00f6sse der Regelzone und der Charakteristik des Stromnetzes ab.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<h4>Unsere Sichtweise zur Beantwortung der Frage 4<\/h4>\n<p>Frage 4 ist gen\u00fcgend beantwortet. Windprognosen sind in Deutschland tats\u00e4chlich ein wichtiges Instrument f\u00fcr die Prognose der Leistung aus Windkraft. Diese Situation kann f\u00fcr die Schweiz mindestens ebenso gelten. Nicht abgedeckt mit diesem Mittel ist die technische Abschaltautomatik grosser Windkraftanlagen. Sie l\u00e4sst die Produktion bei ca. 90 Km\/h Windgeschwindigkeit und ohne grosse Vorwarnzeit innert weniger Sekunden wegbrechen. Diese Abschaltautomatik verhindert schwere Sch\u00e4den an der Konstruktion, Getriebe und Lager der Windkraftanlagen. St\u00fcrme treten im europ\u00e4ischen Rahmen oft regional auf. Systemisch bedingt sind deshalb immer mehrere Windparks davon betroffen. Da f\u00fcr diesen Fall die Regelenergie im teuren Sekundenausgleich ben\u00f6tigt wird, muss diese durch Produktion konventioneller Kraftwerke vorgehalten werden. In Deutschland war das im Jahr 2003 immerhin eine Leistung von 3 GW, die schon unter normalen Verh\u00e4ltnissen bereitgehalten und bei h\u00e4ufigem Nichtgebrauch komplett verloren ist. In der Schweiz d\u00fcrfte sich diese verlorene Stromleistung f\u00fcr den Sekundenausgleich bei st\u00fcrmischen Verh\u00e4ltnissen auf 600 MW belaufen. Unter Umst\u00e4nden ben\u00f6tigt die angestrebte Leistung aus Windkraftanlagen des Jahres 2030 die gleiche Kapazit\u00e4t aus konventionellen Kraftwerken \u2013 und neutralisiert sich damit selbst. Bei st\u00fcrmischen Verh\u00e4ltnissen muss mit dem Wegbrechen der gesamten Windkraftleistung gerechnet werden. Ein Sturm wie Lothar w\u00fcrde alle WKA zur Abschaltung zwingen. Kurz vor der nicht prognostizierbaren Abschaltung w\u00e4ren konventionelle Kraftwerke wahrscheinlich in gedrosseltem Betrieb, damit das Netz nicht \u00fcberlastet wird. Der Regelspannungsbedarf steigt nun massiv an, weil die konventionellen Kraftwerke nicht in der Lage sind, in der notwendigen Geschwindigkeit zu reagieren. Nur grossangelegte Batterien in der Bauart der Vanadium-Redox-Flussbatterie k\u00f6nnten hier Abhilfe schaffen. Aktuell sind diese weder verf\u00fcgbar noch technisch ausgereift f\u00fcr einen Grosseinsatz im Grid. Sie w\u00fcrden den Windstrom auf jeden Fall preislich noch weiter in die H\u00f6he treiben. Fazit dieser zufriedenstellenden Antwort: <strong><em>\u201eJe mehr Windkraftwerke das Stromnetz bedienen, desto gr\u00f6sser ist der Bedarf an teurer Regelenergie zur Netzstabilisierung<\/em><\/strong>\u201c. Die fixe Netzanbindung der Windkraftanlagen ist und bleibt die Achillesferse einer sinnvollen Stromversorgung. Bei regelm\u00e4ssigen Flauten tragen die rund 20\u2018000 Windkraftanlagen Deutschlands mit einer Nennleistung von 25\u2018177 MW gerade noch 1% ihrer m\u00f6glichen Leistung bei (250 MW). Das, obwohl die Anlagen \u00fcber ganz Deutschland verteilt und einige Offshore \u2013 Anlagen am System beteiligt sind. Deutschland verf\u00fcgt aktuell \u00fcber ein Windkraft\u00e4quivalent von 25 grossen Kernkraftwerken und hat bisher kein einziges echtes KKW abschalten k\u00f6nnen. Wie man oben sieht, ist das nur logisch. Genaue Windprognosen n\u00fctzen wenig, wenn es trotzdem keinen Wind hat. Deutschland verf\u00fcgt \u00fcber das mindestens doppelt so grosse und wesentlich zuverl\u00e4ssigere\u00a0 Windaufkommen als die Schweiz.<\/p>\n<h2>Frage 5<\/h2>\n<p>Abst\u00e4nde: Wie lassen sich die im internationalen Vergleich massiv zu kurzen Abst\u00e4nde bestehender und projektierter Anlagen zu Wohngeb\u00e4uden und Wanderwegen erkl\u00e4ren? Auf welche Grundlagen st\u00fctzt sich das Bundesamt f\u00fcr Energie in seinen \u00fcber die Vereinigung &#8222;Suisse Eole&#8220; ge\u00e4usserten Empfehlungen von &#8222;in der Regel gen\u00fcgenden 300 Meter Abstand&#8220;, obwohl dies auch in Saint Brais kritisiert wird? K\u00fcrzlich hat auch das jurassische Parlament die Pr\u00fcfung einer Mindestdistanz von etwa 1000 Metern zu den Wohngeb\u00e4uden verlangt.<\/p>\n<h3>Antwort des Bundesrates:<\/h3>\n<blockquote><p><em>Wer Windenergieanlagen in der Schweiz bauen will, hat die ordentlichen Raumplanungs- und Baubewilligungsverfahren in den Kantonen und Gemeinden zu durchlaufen, in welchen die Gesetzm\u00e4ssigkeit des Vorhabens gepr\u00fcft wird. Die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden haben im Rahmen dieser Verfahren alle nach der Umweltschutz- und der Raumplanungsgesetzgebung erforderlichen Massnahmen zur Minimierung der Auswirkungen der geplanten Anlagen anzuordnen. So haben sie daf\u00fcr zu sorgen, dass die massgebenden L\u00e4rmbelastungsgrenzwerte der L\u00e4rmschutz-Verordnung (LSV) vom 15. Dezember 1986 eingehalten werden. Daraus ergeben sich u. a. die Abst\u00e4nde zwischen Windenergieanlagen und Wohngebieten. Die im Bericht &#8222;Konzept Windenergie Schweiz&#8220; erw\u00e4hnte Distanz von 300 Metern wurde zur Modellierung m\u00f6glicher Standorte verwendet. Der Bericht weist aber auch darauf hin, dass die Vorschriften der LSV f\u00fcr die Abst\u00e4nde zu Wohngebieten massgebend sind. Den Kantonen und Projektierenden steht die von den Bundes\u00e4mtern f\u00fcr Raumentwicklung, f\u00fcr Umwelt und f\u00fcr Energie (BFE) im M\u00e4rz 2010 publizierte &#8222;Empfehlungen zur Planung von Windenergieanlagen&#8220; zur Verf\u00fcgung. Diese Vollzugshilfe zeigt auf, auf welcher Verfahrensstufe welche Umweltaspekte gekl\u00e4rt werden m\u00fcssen, um die Eignung eines potenziellen Windenergieanlagestandorts und dessen Umweltkonformit\u00e4t nachzuweisen.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<h3>Unsere Sichtweise zur Beantwortung der Frage 5:<\/h3>\n<p>Die Frage 5 ist ungen\u00fcgend beantwortet. Das \u201e<em>ordentliche Baubewilligungsverfahren<\/em>\u201c ist keine Garantie f\u00fcr eine einwandfreie Umsetzung der lediglich als \u201e<strong><em>Empfehlungen<\/em><\/strong>\u201c existierenden \u201e<strong><em>Vorschriften<\/em><\/strong>\u201c f\u00fcr Windkraftanlagen. Weil die offiziellen Stellen mit der Beurteilung von unklaren Halbvorschriften und Teilempfehlungen v\u00f6llig \u00fcberfordert sind. Die einzig wirklich durchsetzbare Vorschrift ist die erw\u00e4hnte <strong><em>LSV<\/em><\/strong>, die aber zur L\u00e4rmbeurteilung <strong><em>f\u00fcr Windkraftanlagen NICHT geeignet<\/em><\/strong> ist. Das von der EMPA durch den Akustiker Kurt Heutschi entwickelte Dokument \u201e<em>L\u00e4rmermittlung und Massnahmen zur Emissionsbegrenzung bei Windkraftanlagen<\/em>\u201c, das diese L\u00fccke einigermassen schliessen sollte, wurde typischerweise \u2013 weil f\u00fcr die Windradlobby unangenehm \u2013 hier nicht erw\u00e4hnt. Durch diesen Mangel an klaren Vorschriften und Hinweisen wird T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet f\u00fcr anarchische Verh\u00e4ltnisse, wie wir sie in der Baubewilligungsphase der Anlagen von St. Brais, Peuchapatte, Schwyberg und auch Heitersberg immer wieder erleben werden und auch schon erlebt haben. \u201e<em>Offizielle Stellen des Bundes<\/em>\u201c wie die Suisse Eole und auch das Bundesamt f\u00fcr Energie informieren die Bev\u00f6lkerung mit staatlichen Mitteln dahingehend, dass 4.5m\/s Wind und ein Abstand von 300 Meter gen\u00fcgen sollen. Sie erz\u00e4hlen auch allen, die es h\u00f6ren wollen, wie unproblematisch, gr\u00fcn und leise diese Anlagen sind. Sie versprechen den Ersatz konventioneller Kraftwerke und wickeln so jeden Natursch\u00fctzer um den Finger. Es werden phantasievolle Zahlen von tausenden von Haushalten hochgehalten, die mit solchen Anlagen \u201e<em>versorgt<\/em>\u201c werden k\u00f6nnen. Der Staat schaut nur zu und weiss es offensichtlich selber nicht besser.<\/p>\n<p>Die gleichen halbstaatlichen Stellen verbreiten Falschinformationen skrupellos gegen jedes bessere Wissen, obwohl das gesamte Ausland und sogar schweizerische Beispiele aufzeigen, dass hier <strong><em>grobfahrl\u00e4ssig, unbewusst oder bewusst Fehler gemacht<\/em><\/strong> werden, die die Lebensumst\u00e4nde der Anwohner nachhaltig verschlechtern. <strong><em>Gemeindepr\u00e4sidenten und Gemeinder\u00e4te werden<\/em><\/strong> mit dem Bau von Infrastrukturanlagen und rundumerneuerten Weidez\u00e4unen <strong><em>gek\u00f6dert<\/em><\/strong>. Auch vor <strong><em>aktiver Bestechung der Gemeinden<\/em><\/strong> durch finanzielle Zusch\u00fcsse schreckt man nicht zur\u00fcck. Diese so <strong><em>vor jeglichem kritischen Denken bewahrten Gemeindemitglieder<\/em><\/strong> <strong><em>verzichten<\/em><\/strong> auf ihr <strong><em>einzig wirksames Mittel der Einsprache<\/em><\/strong>, weil das Projekt in der Meinungsbildungsphase durch die Exponenten der Windradlobby dermassen positiv dargestellt wird, dass man davon einfach begeistert sein muss <strong><em>und mit Freude seinem Untergang entgegentr\u00e4umt<\/em><\/strong>. Wenn dann kurz nach der Einweihungsfeier <strong><em>das Dr\u00f6hnen<\/em><\/strong> der zu nah gebauten Anlagen <strong><em>in die ruhigen Stuben dr\u00fcckt<\/em><\/strong> und <strong><em>der ungest\u00f6rte Schlaf zur Ausnahme wird<\/em><\/strong>, beginnt man <strong><em>pl\u00f6tzlich zu zweifeln<\/em><\/strong>. Nur dann ist es eben <strong><em>f\u00fcr jede Opposition zu sp\u00e4t<\/em><\/strong>. Es sind staatliche Stellen, die die Bev\u00f6lkerung bel\u00fcgen und weder vorher noch nachher irgendeine Hilfestellung zur Aufkl\u00e4rung oder L\u00f6sung geben. Lieber werden die Kritiker als \u201e<em>Spinner<\/em>\u201c, \u201e<em>Egoisten<\/em>\u201c und \u201e<em>Asoziale<\/em>\u201c dargestellt. Es herrscht ein grosser Nachholbedarf f\u00fcr eine klare Regelung f\u00fcr diese Industrieanlagen, weil solche Anlagen in jeder Beziehung neu sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Sie kommen mitten in den sch\u00f6nsten Landschaften zu stehen.<\/li>\n<li>Sie werden am Rand ruhiger verschlafener D\u00f6rfer gebaut, die wegen der Landwirtschaft zur\u00a0 L\u00e4rmschutzzone III (Industrie) geh\u00f6ren. Sie emittieren aber nicht wie die Landwirtschaft WENIGE N\u00e4chte und Tage im Jahr periodischen L\u00e4rm. Sie emittieren potenziell JEDE Nacht und JEDEN Tag pulsierenden L\u00e4rm und versehen diesen tags\u00fcber noch mit dem passenden bewegten Schattenwurf.<\/li>\n<li>Sie emittieren einen enormen Anteil an unh\u00f6rbarem, problematischem Infraschall, der pathologische Folgen noch in einer Entfernung von 3\u2018500 Meter nachweislich bewirken kann.<\/li>\n<li>Sie haben ein technisches Gef\u00e4hrdungspotenzial in relativ weiten Umkreis. Das wurde zwar mehrfach und eindeutig nachgewiesen (Testsite G\u00fctsch und Andere), aber in den Bauunterlagen zum Windkraftwerk Heitersberg (Beispiel) wird ein Abstand von 46 Metern zum Wanderweg als \u201e<em>f\u00fcr die Wanderer ungef\u00e4hrlich<\/em>\u201c bezeichnet. Ein Sicherheitsabstand von mindestens 280 Metern \u2013 nur um das f\u00fcr ein einziges Beispiel darzustellen \u2013 w\u00e4re hier mit den g\u00e4ngigen Formeln f\u00fcr die Berechnung des Eiswurfs angebracht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und das soll alles mit einer L\u00e4rmschutzverordnung rechtsgen\u00fcgend beurteilt werden, in der kein Wort zum Thema Windenergie geschrieben steht? Gemeinder\u00e4te und Gemeindepr\u00e4sidenten, die den Unterschied zwischen elektrischer Leistung und Strommenge nicht im Ansatz verstehen, beurteilen solche Anlagen (St. Brais, Peuchapatte). Es ist unverst\u00e4ndlich, dass der Bundesrat <strong><em>die unprofessionelle Informationspolitik<\/em><\/strong> seiner halbstaatlichen (Suisse Eole) und staatlichen Organe (Energiedepartement) einfach zur Kenntnis nimmt und zum n\u00e4chsten Traktandum weitergeht ohne auf die Bed\u00fcrfnisse der kleinen Leute R\u00fccksicht zu nehmen. Wie sollen sich normale B\u00fcrger gegen <strong><em>eine staatliche Desinformationskampagne<\/em><\/strong> zu Wehr setzen? Woher sollen die breiten Massen das Wissen herholen, das offensichtlich nicht einmal im Bundesamt f\u00fcr Energie in gen\u00fcgendem Umfang vorhanden ist? Von der Migros Clubschule?<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eDie im Bericht &#8222;Konzept Windenergie Schweiz&#8220; erw\u00e4hnte Distanz von 300 Metern wurde zur Modellierung m\u00f6glicher Standorte verwendet.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>In Tat und Wahrheit wurde das Thema im Konzept Windenergie Schweiz viel detaillierter ausgearbeitet. Die Methode f\u00fcr die Abstandsdefinition f\u00fcr Wohngebiete wurden in vier Szenarien abgebildet (Konzept Windenergie Schweiz, Methode der Modellierung, Punkt 3.3.4, Seite 16):<\/p>\n<p>Heute sind lediglich die Szenarien \u201e<em>100 m Nabenh\u00f6he<\/em>\u201c und \u201e<em>70 m Nabenh\u00f6he<\/em>\u201c relevant. Es zeigt sich hier deutlich, dass die Antwort des Bundesrates <strong><em>str\u00e4flich vereinfachend<\/em><\/strong> ausf\u00e4llt. Wird das Konzept Windenergie umgesetzt, muss bei heutigen Anlagen schon ein wesentlich gr\u00f6sserer Abstand eingehalten werden. Die Aussage der Suisse Eole wird damit <strong><em>als \u00fcbliche Besch\u00f6nigung<\/em><\/strong> zu Gunsten der dichteren Verbauung und gegen jeglichen Anstand gegen\u00fcber den Anwohnern <strong><em>demaskiert<\/em><\/strong>. Es ist klar ersichtlich, dass im Konzept <strong><em>ein Verh\u00e4ltnis zwischen Nabenh\u00f6he und Abstand<\/em><\/strong> vorausgesetzt wurde. Genau diese Tatsache wird heute bei allen beratenden Aussagen der Suisse Eole in voreingenommener Weise <strong><em>zu Gunsten der Windbauern ausgelegt<\/em><\/strong>. Dies ist eines von vielen Beispielen, <strong><em>warum die Suisse Eole als Beraterin<\/em><\/strong> der Gemeinden, der Kantone und selbst des Bundesrates <strong><em>nicht taugt<\/em><\/strong>. Es m\u00fcsste jeweils eine Gegenanalyse durch eine neutrale Stelle eingeholt und gegen\u00fcbergestellt werden. Was aber in der Realit\u00e4t auf Gemeindeebene geschieht, ist Folgendes (Beispiel Projekt Windpark Heitersberg):<\/p>\n<p>F\u00fcr das Baugesuch f\u00fcr den Windpark Heitersberg haben die Betreiber den Antrag auf \u201e<em>Vereinfachte Profilierung<\/em>\u201c gestellt. Der Gemeindekanzler als Vertreter des verantwortlichen Gemeinderates fragt aus unwissender Unsicherheit den Kanton um Rat an. Die kantonale Beh\u00f6rde fragt die Suisse Eole als offizielle Stelle an, wie die Profilierung einer WKA gehandhabt wird. Diese sagt als Vertreterin der Windradlobby, dass eine \u201e<em>Vereinfachte Profilierung<\/em>\u201c selbstverst\u00e4ndlich m\u00f6glich sei, worauf der Kanton diese Angaben kritiklos an die ausf\u00fchrenden Gemeindebeh\u00f6rden weitergibt. Selbst ein gut begr\u00fcndeter Gegenantrag der Gegner des Windparks Heitersberg konnte den Entscheid zu Gunsten der Baugesuchsteller nicht verhindern. \u00a0Das f\u00fchrt zu der etwas skurril anzuschauenden Profilierung einer 150 Meter hohen Industrieanlage mitten im Landschaftsschutzgebiet, wie sie die Windradlobby auch im gesamten Mittelland zu bauen w\u00fcnscht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2011\/01\/18\/wie-man-windkraftwerke-mit-samthandschuhen-baut\/dscn1416\/\" rel=\"attachment wp-att-1649\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1649\" title=\"DSCN1416\" alt=\"\" src=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DSCN1416-1024x768.jpg\" width=\"515\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DSCN1416-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DSCN1416-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DSCN1416-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DSCN1416-140x105.jpg 140w, https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DSCN1416.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 515px) 100vw, 515px\" \/><\/a><br \/>\nDer mittlere Pfosten weist eine H\u00f6he von 3 Metern auf. Der angedeutete Turmboden ist nicht im Wasser. Die per e-mail \u00fcbermittelte Antwort und Begr\u00fcndung auf den Gegenantrag lautete:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eNachdem die Profilierung vorg\u00e4ngig mit der Rechtsabteilung des Departementes Bau, Verkehr und Umwelt abgesprochen wurde, entsprechende Fotomontagen vorliegen und s\u00e4mtlichen Personen ob Gegner oder Bef\u00fcrworter die effektiven Masse der Anlage bewusst sind, verzichtet der Gemeinderat, auf seinen Entscheid zur\u00fcckzukommen.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Im Antrag der Baugesuchsteller wurde ein e-mail von Reto Rigassi, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Suisse Eole, als Beleg der \u201eUsanz\u201c beigelegt. Er sagt dazu:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201e.. meines Wissens wurden bisher bei keiner der grossen Windenergieanlagen Bauprofile erstellt. Bisher war man sich weitgehend einig, dass mit Fotomontagen (und teilweise mit Sichtbarkeitsanalysen) die Abmessungen viel besser und kosteng\u00fcnstiger beurteilt werden k\u00f6nnen.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Damit wurde klar gegen den Sinn der Bauprofilierung gem\u00e4ss BauG verstossen. So geschieht das in der Schweiz laufend. Die von der Suisse Eole eigenm\u00e4chtig interpretierte Abstandsdefinition des Konzepts und die Beratung der Beh\u00f6rden gegen jede Vernunft ist bei weitem nicht die einzige bewusste Aufweichung aller Regeln. Die Suisse Eole beruft sich gerne auf das Konzept, wenn es ihr passt. Wenn es den Betreibern von Windkraftanlagen nicht in den Kram passt, wird es auch nicht beachtet oder bis zur Unkenntlichkeit verdreht.<\/p>\n<h2>Frage 6<\/h2>\n<p>Referenzleistung und Referenzwind: Weshalb wurden die einfachen und f\u00fcr jeden Betreiber einer WKA transparenten Effizienz- und Subventionsbedingungen f\u00fcr Windkraftanlagen des deutschen EEG (Mindestproduktion von 60 Prozent der spezifischen Referenzleistung eines Anlagentyps w\u00e4hrend f\u00fcnf Jahren und die jahresdurchschnittliche Mindestwindgeschwindigkeit von 6,4 m\/s) in der schweizerischen EnV nicht \u00fcbernommen oder durch komplizierte und kaum nachvollziehbare eigene Formeln ersetzt, die im \u00dcbrigen immer noch auf einer technisch unerkl\u00e4rlichen Mindestwindgeschwindigkeit von 4,5 m\/s, diesmal auf 50 Meter \u00fcber Grund, aufgebaut sind?<\/p>\n<h3>Antwort des Bundesrates:<\/h3>\n<blockquote><p><em>Das BFE hat bei der Einf\u00fchrung der kostendeckenden Einspeiseverg\u00fctung das deutsche Verg\u00fctungssystem f\u00fcr Windenergieanlagen gepr\u00fcft und die f\u00fcr die Schweiz geeigneten Elemente \u00fcbernommen. Die Schweizer L\u00f6sung ist einfacher und derart ausgestaltet, dass die maximale Verg\u00fctung 20 Rappen pro Kilowattstunde betr\u00e4gt. Projekte an Standorten mit ungen\u00fcgenden Windverh\u00e4ltnissen werden so bereits in der Planungsphase abgebrochen.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<h3>Unsere Sichtweise zur Antwort auf Frage 6:<\/h3>\n<p>Die Frage 6 ist ungen\u00fcgend beantwortet. Im EEG werden verbindliche Mindestanforderungen an Windkraftanlagen gestellt. Erstens die durchschnittliche Windgeschwindigkeit von 6.4m\/s und \u00fcber 5 Jahre ein sogenannter Referenzertrag (in der Anfrage \u201e<em>Referenzleistung<\/em>\u201c genannt), der sich aus einer \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Liste im Internet ablesen l\u00e4sst. H\u00e4tte das Bundesamt das EEG direkt \u00fcbernommen, w\u00fcrden in der Schweiz nur die Anlagen in Collonges und Martigny gebaut. Die anderen, inklusive der Mont Crosin w\u00fcrden unter diese Limiten fallen. Das EEG wurde im Jahr 2004 dahingehend ge\u00e4ndert, dass das Nichterreichen eines Referenzertrages von 60% zum Verlust der Abnahmepflicht und damit der Streichung jeglicher Subventionen f\u00fcr diese Anlagen f\u00fchrt. Das ist einfach und \u00fcbersichtlich. Begr\u00fcndung: \u201e<strong><em>Verhinderung ineffizienter Anlagen im Stromnetz<\/em><\/strong>\u201c.<\/p>\n<p>Wenn der Bundesrat sagt, dass die schweizerische L\u00f6sung einfacher sei, dann irrt er gewaltig. Zur Berechnung der Referenzertrags einer Windkraftanlage ben\u00fctzt das Bundesamt f\u00fcr Energie in der Revision der Energieverordnung vom 2. Februar 2010 eine komplizierte Regelung. Man muss mehrere weitere Informationsquellen kennen und suchen und damit hochkomplexe arithmetische Formeln berechnen, um dann einen Referenzertrag zu erhalten, der ziemlich genau <strong><em>EINEM DRITTEL<\/em><\/strong> der geforderten Leistung einer deutschen Anlage gleichen Typs entspricht.<\/p>\n<p>Warum konnte nicht einfach auf die bew\u00e4hrte Liste des EEG zur\u00fcckgegriffen werden? Gibt es irgendeinen technischen Unterschied zwischen dem deutschen Wind und dem schweizer Wind? Ja, nat\u00fcrlich, den gibt es schon! Der deutsche Wind ist offensichtlich ein wesentlich h\u00e4ufiger anzutreffender und weitaus st\u00e4rker blasender Geselle. Wenn also die Vereinfachung KEIN Grund f\u00fcr die unerkl\u00e4rlichen Abweichungen vom EEG ist, was ist es dann? Besch\u00f6nigung der Verh\u00e4ltnisse vielleicht? Die in der Verordnung erw\u00e4hnten 4.5m\/s Wind sind ein klarer Indikator daf\u00fcr. Wer 4.5m\/s Windaufkommen als Grundlage einer Windkraftverordnung nimmt, muss sich nicht wundern, wenn wir \u201e<strong><em>sehr viele gute Standorte<\/em><\/strong>\u201c haben. Der gedrittelte Referenzertrag passt \u00fcbrigens gut zu der urspr\u00fcnglich geforderten Einspeiseverg\u00fctung der Windradlobby: <strong><em>28 Rappen pro Kilowattstunde<\/em><\/strong> sind das <strong><em>DREIFACHE<\/em><\/strong> der in Deutschland verg\u00fcteten Subventionen. Die f\u00fcr die Schweiz schlussendlich gew\u00e4hrten 20 Rappen sind immer noch doppelt so viel. Zur Erinnerung: Es sind nicht die Subventionen, die den Strom produzieren, sondern der starke Wind. Die Regelung, dass 4.5m\/s Windaufkommen f\u00fcr einen \u00f6konomischen Betrieb ausreichen sollen sind <em><strong>weltweit einmalig<\/strong><\/em>. Man findet diesen Wert lediglich in der Schweiz. Alle anderen Staaten m\u00fcssen diesen W\u00fcrg nicht machen, damit sie ein nichtexistentes Windaufkommen als &#8222;<em>genug Wind haben<\/em>&#8220; bezeichnen k\u00f6nnen. Weil sie in der Regel \u00fcber genug Wind von 6m\/s und mehr verf\u00fcgen &#8230;<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eProjekte an Standorten mit ungen\u00fcgenden Windverh\u00e4ltnissen werden so bereits in der Planungsphase abgebrochen.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Das obige Zitat ist eine Wiederholung wert. Es gibt nach der g\u00e4ngigen Regel von mindestens 4.5m\/s Windaufkommen auf 50 Meter \u00fcber Grund nur wenige Standorte in der Schweiz, die \u00fcber \u201e<em>ungen\u00fcgend Wind<\/em>\u201c verf\u00fcgen. Mit dieser Floskel will die Suisse Eole und die Exponenten des Bundesamtes einfach die ganze Schweiz als Potenzialgebiet erkl\u00e4ren. Technisch ist das aber \u2013 wie oben dargelegt \u2013 nicht haltbar. Es entspricht vielleicht den Tr\u00e4umen der Windradlobby. Denn nur so hat man im Jahr 2050 eine kleine Chance die wunderbaren 4\u2018000 GWh Strom aus Windkraft zu erhalten. <strong><em>Wo wollen sie die 2\u2018000 Windkraftanlagen hinstellen<\/em><\/strong>?<\/p>\n<p>Die Windradlobby verwendet als Leistungsdefinition gerne die Windgeschwindigkeit auf verschiedensten H\u00f6hen. Sie kann damit wunderbare Potenziale f\u00fcr die Schweizer Verh\u00e4ltnisse konstruieren. Das Bundesamt f\u00fcr Energie hat bei der \u00dcbernahme der EEG \u2013 Bedingungen exakt feststellen k\u00f6nnen, dass mit einer direkten \u00dcbernahme der Leistungsbedingungen \u00fcber die einzig sinnvolle Definition der Stromleistung (Referenzertrag in 5 Jahren in GWh im Gegensatz zu Windleistung in m\/s) f\u00fcr die Schweiz <strong><em>praktisch keine Potenziale nachzuweisen sind<\/em><\/strong>. Denn selbst die f\u00fcr Deutschland empfohlenen minimalen 6.4m\/s Wind auf 80 Meter H\u00f6he \u00fcber Grund werden in der Regel nachrangig zum Referenzertrag bewertet. Die Begr\u00fcndung ist einfach: <strong><em>Nur der Referenzertrag kann wirklich nachgewiesen werden<\/em><\/strong>. Die Windleistungen sind immer Ergebnisse mathematischer Gleichungen und weisen ein grosses Potenzial an Fehlinterpretation auf. Genau das eben, <strong><em>was die Suisse Eole ben\u00f6tigt, um dem Bundesrat schwammige Angaben machen zu k\u00f6nnen<\/em><\/strong>. W\u00fcrde der Referenzertrag des EEG direkt \u00fcbernommen, h\u00e4tte der Bundesrat ein m\u00e4chtiges Mittel zur Planung, Steuerung und Beurteilung des effektiven Windpotenzials in der Hand. Ein Beispiel dazu:<\/p>\n<p><strong><em>Die Anlage Feldmoos im Entlebuch<\/em><\/strong> wurde mit Trompeten und Fahnen als \u201e<em>Grosse Innovation und Teil der regionalen Versorgung<\/em>\u201c einer medial gut vorbereiteten Bev\u00f6lkerung verkauft. Der Referenzertrag dieser Anlage erreicht nach EEG <strong><em>einen katastrophalen Wert von 37,5%.<\/em><\/strong> Sie unterschreitet leistungsm\u00e4ssig die Subventionsbedingungen (60% Referenzertrag von 10 GWh) um sagenhafte 76%! Die Leistungsprognose der Windradlobby lag bei 1 GWh\/a, was praktisch 50% \u00fcber der effektiv produzierten Leistung liegt. Solche Abweichungen sind nicht erkl\u00e4rbar mit j\u00e4hrlichen Windschwankungen, sondern lediglich mit einer systematischen \u00dcbertreibung des Potenzials. Dieses Vorgehen ist bei jedem Windkraftprojekt der Schweiz zu beobachten. Die Anlage Feldmoos hat die Jahresleistung 2010 noch nicht ausgewiesen. Daf\u00fcr gibt es bestimmt gute Gr\u00fcnde. Feldmoos ist einer der vielen Belege, warum die Verantwortlichen des Bundesamts f\u00fcr Energie damals bewusst auf die \u00e4usserst einfache und aussagekr\u00e4ftige Referenzertragsdefinition des EEG verzichtet haben: <strong><em>Das fehlende Windpotenzial zu verschleiern<\/em><\/strong>. Es hat <strong><em>dem Bundesrat<\/em><\/strong> damit <strong><em>willentlich<\/em><\/strong> die tauglichen Mittel zur Beurteilung <strong><em>vorenthalten<\/em><\/strong>.<\/p>\n<h2>Frage 7<\/h2>\n<p>Politische Agitation der Suisse Eole: Ist es zul\u00e4ssig, dass sich die Suisse Eole unter Verwendung staatlicher Mittel mit unausgewogener Information direkt in private und lokalpolitisch stark umstrittene Windkraftprojekte einmischt?<\/p>\n<h3>Antwort des Bundesrates:<\/h3>\n<blockquote><p><em>Die Vereinigung zur F\u00f6rderung der Windenergie in der Schweiz, Suisse Eole, f\u00fchrt im Rahmen des bundesr\u00e4tlichen Programms Energie Schweiz seit 2001 Informations-, Beratungs- und Ausbildungst\u00e4tigkeiten durch. Dort, wo Suisse Eole staatliche Mittel erh\u00e4lt, wird sie auf Qualit\u00e4tssicherung und auf die bestehenden Grundlagen verpflichtet (Windkonzept 2004, Empfehlungen 2010): Projekte sollen technisch, \u00f6kologisch und sozial eine hohe Qualit\u00e4t aufweisen. Suisse Eole wird zudem regelm\u00e4ssig von kantonalen Fachstellen bei der Erarbeitung von Konzepten und Richtpl\u00e4nen beratend beigezogen.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<h3>Unsere Sichtweise zur Beantworung der Frage 7:<\/h3>\n<p>Die Frage 7 ist ungen\u00fcgend beantwortet. Dass die Suisse Eole regelm\u00e4ssig von kantonalen Stellen als \u201e<em>Offizielle Stelle in Fragen f\u00fcr Windkraft<\/em>\u201c angefragt wird, ist leider offensichtlich. Damit erkl\u00e4rt sich die Tatsache, dass die meisten kantonalen Stellen voreingenommen handeln. Sie werden genauso einseitig und falsch informiert, wie die gesamte Bev\u00f6lkerung. Die Suisse Eole missbraucht ihren halbstaatlichen Status f\u00fcr das Erreichen ganz privater Ziele. Keine Rede von \u201e<em>Verpflichtung auf Qualit\u00e4tssicherung<\/em>\u201c. <span style=\"color: #ff0000;\">Das ist <strong><em>wursteln<\/em><\/strong> und <strong><em>mauscheln<\/em><\/strong> auf hohem Niveau<\/span>. Robert Horbaty, Vorg\u00e4nger des jetzigen Gesch\u00e4ftsleiters Reto Rigassi, ist und war direkt am Bau von Windkraftanlagen in der Schweiz beteiligt. Als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Firmen ADEV und der ENCO Energieconsulting hat er jahrelang auf mindestens zwei Hochzeiten getanzt.\u00a0 Reto Rigassi ist wie praktisch alle Exponenten der Suisse Eole ein dogmatischer Atomkraftgegner und im Speziellen auch noch Vorstandsmitglied der Vereinigung NWA Aargau (Nie wieder Atomkraftwerke). Sein Motiv zur Verbreitung der Windenergieanlagen ist nicht mit einer gesicherten und gr\u00fcnen Stromversorgung der Schweiz zu erkl\u00e4ren. Sicher aber mit der unrealistischen Vorstellung seiner politischen Freunde, die Kernkraftwerke mit dem verbreiteten Einsatz von erneuerbarer Energie abzul\u00f6sen. Er wird dabei offensichtlich von Exponenten des Bundesamtes f\u00fcr Energie unterst\u00fctzt:<\/p>\n<ul>\n<li>7. Januar 2008, Gemeindes\u00e4li Remetschwil: Der damalige Co-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Suisse Eole, Reto Rigassi tritt am Informationsabend der IG WIND plus (Initianten Windpark Heitersberg) auf und unterst\u00fctzt das Projekt.<\/li>\n<li>M\u00e4rz 2009, Eole-Info Nr. 16, Zeitschrift mit Verweis auf Windfest und direktem Link zur Homepage der Initianten des Windparks.<\/li>\n<li>13. Juni 2009, Auftritt von Reto Rigassi am Windfest Heitersberg 2009, ein reiner Propagandaanlass f\u00fcr den Windpark Heitersberg.<\/li>\n<li>Juni 2009, Eole-Info Nr. 17, Zeitschrift mit Kurzbericht \u00fcber Windfest Heitersberg und direktem Link zur Homepage der Initianten des Windparks.<\/li>\n<li>Juni 2010, Eole-Info Zeitschrift mit unkritischem Beitrag \u00fcber das Windfest auf dem Heitersberg.<\/li>\n<li>15. Oktober 2010, Aussage in der dem Artikel der AZ vorausgegangenen Pressekonferenz zur Pr\u00e4sentation der get\u00e4tigten Baueingabe: \u00ab<em>das ist die erste Grossanlage im Schweizer Mittelland und damit ein Pionierwerk<\/em>\u00bb, sagt Markus Ahmadi von Suisse-Eole bei der Pr\u00e4sentation. Auf dem Heitersberg l\u00e4sst sich beweisen, \u00ab<em>dass Anlagen hier funktionieren und das Potenzial untersch\u00e4tzt wird<\/em>\u00bb, betont Ahmadi.<\/li>\n<li>November 2010, Eole-Info Nr. 17, Zeitschrift mit Kurzbericht, direktem Link zu Homepage der Initianten und Portierung positivistischer Falschaussagen: \u201e<em>Die IG Wind plus, eine lokale B\u00fcrgerinitiative mit Pioniergeist, hat nach dreij\u00e4hriger Vorarbeit Ende September das Baugesuch f\u00fcr eine 2,3-MW-Anlage eingereicht. Die vorgesehene Enercon E-82 mit einem Rotordurchmesser von 82 m und 108 m Nabenh\u00f6he soll 3,5 GWh sauberen Strom liefern. Das entspricht dem Verbrauch von 1000 Durchschnittshaushalten. Remetschwil hat deren 800<\/em>.\u201c Hier sehen wir ein typisches Beispiel einer Suisse-Eole Information: Bei einem statistisch verbrieften Verbrauch von 5.3 MWh pro Haushalt k\u00f6nnten lediglich <strong><em>661<\/em><\/strong> Haushalte bedient werden. Aber wer rechnet denn da schon nach?<\/li>\n<li>Viele Links auf dem Server bfe.admin.ch und bafu.admin.ch, die auf das Windfest und die Initianten des Windparks hingewiesen haben, wurden offensichtlich in der Zwischenzeit entfernt. Noch im September des letzten Jahres \u2013 also kurz vor dem Bekanntwerden der Interpellation Forster \u2013 sah es bei gezielten Anfragen noch ganz anders aus.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die von der Suisse Eole propagierten Ziele und Fakten sind<span style=\"color: #ff0000;\"><em><strong> unrealistisch und falsch<\/strong><\/em><\/span>. Es darf nicht sein, <strong><em><span style=\"color: #ff0000;\">dass eine einseitige, v\u00f6llig unkritische Information der Bev\u00f6lkerung von einem Bundesamt finanziert wird<\/span><\/em><\/strong>. F\u00fcr den Budgetpunkt \u201e<em>Akzeptanzf\u00f6rderung der Windenergie<\/em>\u201c werden durch Suisse Eole \u00fcber mehrere Jahre verteilt Gelder in der Gesamth\u00f6he von CHF 1.58 Mio. f\u00fcr die politische Meinungsbildung der lokalen Bev\u00f6lkerung aufgewendet. Es ist nicht auszuschliessen, dass direkt und indirekt weitere, uns noch unbekannte Mittel in diese politisch einseitige Informationskampagne fliessen oder geflossen sind.<\/p>\n<p>In der Frage der Windenergienutzung f\u00fcr die Schweiz <strong><em><span style=\"color: #ff0000;\">wird nicht mit gleich langen Spiessen gek\u00e4mpft<\/span><\/em><\/strong>. Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn der Bundesrat wenigstens auf die Fragen der Betroffenen Anwohner eine anst\u00e4ndige Antwort bereit h\u00e4tte. <strong><em><span style=\"color: #ff0000;\">Wenn\u00a0 man sich auf die eigenen Experten abst\u00fctzt<\/span><\/em><\/strong>, h\u00f6rt man immer nur <strong><em><span style=\"color: #ff0000;\">die genehmen Antworten<\/span><\/em><\/strong>. Wir haben nun ein paar unangenehme Fragen und Antworten in die Diskussion geworfen. Mal sehen, ob sich die Vernunft doch noch durchsetzt.<\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Revision: Der Artikel wurde am 12. Juli 2011 neu formuliert. Einzelne Passagen wurden dahingehend ge\u00e4ndert, dass eine Diskussion auch auf nationaler Ebene m\u00f6glich wird und keine Personen mehr &#8222;vor den Kopf gestossen&#8220; werden. Manchmal sind harte Formulierungen notwendig um als machtlose Gruppierung etwas Gr\u00f6sseres zu bewegen. Die Recherchearbeit eines Jahres zu Windkraftnutzung in der Schweiz [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,25,14],"tags":[],"class_list":["post-1888","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-grundlagenwissen","category-larmbelastung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1888","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1888"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1888\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1888"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1888"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1888"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}