{"id":1481,"date":"2010-12-04T19:49:24","date_gmt":"2010-12-04T19:49:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=1481"},"modified":"2013-05-09T06:52:42","modified_gmt":"2013-05-09T06:52:42","slug":"der-mythos-vom-artensterben-durch-die-erderwarmung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=1481","title":{"rendered":"Der Mythos vom Artensterben durch die Erderw\u00e4rmung"},"content":{"rendered":"<p>Greenpeace, WWF, BirdLife und Pro Natura finden Windr\u00e4der etwas Gutes &#8211; Sie w\u00fcrden das baldige Aussterben von vielen Tieren und Pflanzen verhindern. Weil sie helfen w\u00fcrden, die globale Treibhausgasemissionen zu reduzieren, seien Windkraftwerke ein gutes Mittel f\u00fcr den aktiven Naturschutz. Das behaupten die Organisationen schon seit Jahren und werden nicht m\u00fcde, diese Theorie immer wieder zu erw\u00e4hnen, wenn die Kritiker dieser unbewiesenen Aussagen den Vogelschlag, geplatzte Fledermauslungen und andere nicht so naturnahe Nachteile der Windkraftwerke entgegenhalten. Dass eine Treibhausgasreduktion mit Windkraftanlagen m\u00f6glich sein soll, haben wir hier schon l\u00e4nger <a href=\"http:\/\/windland.ch\/wordpress\/2010\/06\/28\/windrader-und-klimaschutz-lasst-uns-das-mal-zusammen-nachrechnen\/\" target=\"_self\">widerlegt<\/a>.<\/p>\n<p>Der Pal\u00e4ontologe Carlos Jaramillo hat nun seine Studie \u00fcber die globale W\u00e4rmeperiode vor 60 Millionen Jahren und ihre Auswirkungen auf die Biodiversit\u00e4t im bekannten Wissenschaftsmagazin &#8222;Science&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Darin kommt er zu einem ganz anderen Schluss: Die damalige Hitzeperiode, ausgel\u00f6st durch vulkanische Aktivit\u00e4t, hat der Artenvielfalt zu einer bisher unerwarteten Bl\u00fcte verholfen. Die Atmosph\u00e4re hat sich damals immerhin um bis zu 5 Grad Celsius erw\u00e4rmt. Nach der Theorie des Hitzestress h\u00e4tten die tropischen W\u00e4lder allesamt verschwinden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Das genaue Gegenteil war der Fall. &#8222;<em>Die Erw\u00e4rmung f\u00fchrte zu einer Explosion der Artenvielfalt<\/em>&#8222;, zitiert der Spiegel den Wissenschaftler in der Ausgabe vom 15. November 2010. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass erst die damalige Warmphase der Erde die heute erstaunliche Vielfalt des tropischen Regenwaldes verursacht hat.<\/p>\n<h3>Das Original &#8211; Abstract<\/h3>\n<blockquote><p><em>Temperatures in tropical regions are estimated to have increased by 3\u00b0 to 5\u00b0C, compared with Late Paleocene values, during the Paleocene-Eocene Thermal Maximum (PETM, 56.3 million years ago) event. We investigated the tropical forest response to this rapid warming by evaluating the palynological record of three stratigraphic sections in eastern Colombia and western Venezuela. We observed a rapid and distinct increase in plant diversity and origination rates, with a set of new taxa, mostly angiosperms, added to the existing stock of low-diversity Paleocene flora. There is no evidence for enhanced aridity in the northern Neotropics. The tropical rainforest was able to persist under elevated temperatures and high levels of atmospheric carbon dioxide, in contrast to speculations that tropical ecosystems were severely compromised by heat stress.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Originalstudie erh\u00e4ltlich unter <a href=\"http:\/\/www.sciencemag.org\/content\/330\/6006\/957.abstract\" target=\"_blank\">http:\/\/www.sciencemag.org\/content\/330\/6006\/957.abstract<\/a> (kostenpflichtig).<\/p>\n<h3>Vorgeschobene Argumente &#8211; einmal mehr<\/h3>\n<p>Es zeigt sich einmal mehr, dass praktisch alle Aussagen der Naturschutzverb\u00e4nde zum Thema nur verdecktes Lobbying f\u00fcr die ihnen nahestehenden Windbauern &#8211; sprich Suisse Eole &#8211; darstellen. Wieder und wieder erlebt der kritische Nachforscher, dass der gr\u00fcne Lack JEDER Aussage dieser Extremisten lediglich den unsch\u00f6nen Rost darunter verdeckt. In Tat und Wahrheit haben diese Dogmatiker keine Ahnung von den M\u00e4rchen, die sie durch Dick und D\u00fcnn, repetitiv und sektiererisch nach- und vorbeten. Es ist h\u00f6chste Zeit, dass sich die Naturschutzverb\u00e4nde wieder den wissenschaftlich erh\u00e4rteten Fakten zuwenden &#8211; und die Extremisten der Antiatombewegung, die sich seit Jahren gezielt an die Spitze dieser Verb\u00e4nde geschlichen haben, endlich wieder in den Griff bekommen. Es kann nicht sein, dass ein paar Spinner die Politik dieser wichtigen Umweltorganisationen alleine bestimmen. Die ehrlichen Natursch\u00fctzer w\u00fcrden das der zur dreckigen Politik missbrauchten Natur zuliebe tun.<\/p>\n<h3>F\u00fcr einzelne Spezies war das eine Katastrophe<\/h3>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich hatte es schon damals auch Verlierer in der Fauna und Flora. Einer der damaligen Gewinner war aber offensichtlich &#8211; der Mensch. Die damalige Bl\u00fcte hat auch unter den Tieren neue Arten und Formen entstehen lassen. Offensichtlich waren auch die Vorl\u00e4ufer der Menschheit darunter. Es ist also nur logisch, dass mit der aktuellen &#8211; weitgehend unbestrittenen aktuellen Erderw\u00e4rmung &#8211; wieder einige Verlierer die logische Folge daraus zu tragen haben. Das \u00e4ndert aber nichts daran, dass aus der Sicht der Natur eine W\u00e4rmeperiode wesentlich besser weggesteckt wird als eine K\u00e4lteperiode. Man darf in diesem Zusammenhang auch nicht vergessen, dass wesentlich mehr Menschen und Tiere durch K\u00e4lte umkommen, als sie durch eine sommerliche Hitzeperiode schaden nehmen k\u00f6nnten. Auch dies eine wissenschaftlich erh\u00e4rtete Tatsache, die man gerne unerw\u00e4hnt l\u00e4sst, wenn man von den Vorteilen der ach so naturnahen Windkraftwerken redet.<\/p>\n<p>Nach Wissenschaftlern wie Carlos Jaramillo wird der Mensch sowieso fr\u00fcher oder sp\u00e4ter aussterben. 99 Prozent aller Arten sind schon weg. Wir werden ihnen genauso folgen. Jaramillo: &#8222;<em>Aber die Erde wird sich in jedem Fall von uns wieder erholen<\/em>&#8222;.<br \/>\nDas hoffen wir doch sehr &#8211; als echte Natursch\u00fctzer. Es w\u00e4re der effektivste Weg, die Klimakatstrophe zu verhindern. Das w\u00e4re gar keine Katastrophe, global gesehen.\u00a0 Die Menge an CO2 war in dieser Bl\u00fcteperiode um ein Mehrfaches h\u00f6her als heute. \u00dcber 500 Mio Jahre betrachtet leben wir heute in einer \u00e4usserst Treibhausgasarmen Umwelt. Damals hatte es die 20-Fache Menge an CO2 in der Atmosph\u00e4re &#8211; und alle Pflanzen und Tiere lebten lustig und zufrieden. Nur der Mensch hat die naive Arroganz, er w\u00fcrde auf dieser Erde immer eine Rolle spielen &#8211; was f\u00fcr ein fundamentaler Irrtum!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace, WWF, BirdLife und Pro Natura finden Windr\u00e4der etwas Gutes &#8211; Sie w\u00fcrden das baldige Aussterben von vielen Tieren und Pflanzen verhindern. 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