{"id":11,"date":"2009-12-08T08:22:27","date_gmt":"2009-12-08T08:22:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=11"},"modified":"2010-07-18T07:37:46","modified_gmt":"2010-07-18T07:37:46","slug":"umweltvertraglichkeitsbericht-schwyberg-die-analyse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windland.ch\/wordpress\/?p=11","title":{"rendered":"Umweltvertr\u00e4glichkeitsbericht Schwyberg &#8211; Die Analyse"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: small;\">Eine kritische Beurteilung des Umweltvertr\u00e4glichkeitsbericht vom 19.06.2009 durch Christof Merkli \/ IG WINDLAND. Der originale Bericht liegt uns vor. Er darf mal wieder nicht ver\u00f6ffentlicht werden. Untenstehend die Antworten zu den einzelnen Abschnitten des UVB, fett hervorgehoben. Aufgrund der Antworten kann man auf die Aussagen des UVB schliessen:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Allgemeines<\/strong>: Die j\u00e4hrliche Stromproduktion von 36 GWh ist eine sehr optimistische Annahme, die auf keinerlei empirischen Daten beruht. Es wird weder diese Annahme noch die grobe Sch\u00e4tzung der suggerierten 9&#8217;000 versorgten Haushaltungen nachgewiesen. Es findet nicht einmal eine Ann\u00e4herung statt. Diese wichtige Grundlage, die am Schluss des Berichts zum positiven Fazit f\u00fchrt, kann nicht im Ansatz nachgewiesen werden. Vergleiche mit bestehenden, besser positionierten Anlagen wie den Mont Crosin lassen vermuten, dass die effektive Stromproduktion wesentlich geringer ausf\u00e4llt.<br \/>\nNachweis: Nennleistungsbereinigt produziert der Schwyberg im Vergleich zum Mont Crosin maximal 22 GWh. Erschwerend f\u00fcr den Schwyberg kommt dazu, dass hier mit massiven Einbussen wegen der Enteisungsmassnahmen gerechnet werden muss (bis zu 35% der Leistung im Winter). Der Mont Crosin verf\u00fcgt bisher \u00fcber keine Enteisungsvorrichtung (Zubau noch unklar).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Zusammenfassung<\/strong>: Da weder die Energieproduktion noch die Nachteile richtig beurteilt wurden, kann die Umweltvertr\u00e4glichkeit nicht gen\u00fcgend begr\u00fcndet werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Beschrieb des Vorhabens:<\/strong> Die massiven Verst\u00e4rkungsbauten f\u00fcr die Zufahrt zu den Baupl\u00e4tzen haben Kosten zur Folge. Hier m\u00fcssen sich die betroffenen Gemeinden absichern. Eine einseitige Belastung der Gemeindebudgets ist zu vermeiden. Da die Gemeinden nur minderbeteiligt sind an der \u201eSchwyberg Energie AG\u201c, d\u00fcrfen sie sich auch nicht \u00fcber diesen Anteil an den Nebenkosten beteiligen. Das h\u00e4tte eine Quersubventionierung zu Gunsten der Groupe Greenwatt zur Folge und m\u00fcsste durch die Stimmb\u00fcrger im Gemeindebudget zuerst Zustimmung finden.<br \/>\nAusbaukosten des Mittelspannungsnetzes als Folge der Einspeisung erneuerbarer Energie kann unter Umst\u00e4nden durch die Swissgrid verg\u00fctet werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Auswirkungen auf Umwelt w\u00e4hrend dem Bau:<\/strong> Die Transportkosten sind f\u00fcr den Bau dieser Anlagen horrend. Der Aufwand \u00fcbersteigt das Vorstellungsverm\u00f6gen eines mit Menschenverstand ausgestatteten Geistes. Wie kann man eine Infrastruktur als \u201egr\u00fcn\u201c bezeichnen, wenn 9&#8217;000 Tonnen Material durch halb Europa gekarrt werden, ohne dass man die positive Klimawirksamkeit auch nur im Ansatz Nachweisen kann?<br \/>\nDie eingesparten 32&#8217;000 Tonnen CO2 im Vergleich zu einem \u00d6lkraftwerk zeigt, wie weit die UVB von der Realit\u00e4t entfernt ist. Wer betreibt denn ein \u00d6lkraftwerk? Sie kommen nur in \u00f6lf\u00f6rdernden Staaten des Nahen Ostens zum Einsatz. Gem\u00fcseh\u00e4ndler vergleichen doch Rosinen auch nicht mit K\u00fcrbissen. Die Zahlen entbehren jeglicher Grundlage. Ein Nachweis fehlt im Ansatz. F\u00fcr die CO2 Emission einer Windkraftanlage ist der Transportaufwand marginal. Die Produktion der Fl\u00fcgel, des Stahls und des verwendeten Betons macht ca. 80% der CO2 Emissionen aus. Dar\u00fcber wird in diesem UVB kein Wort verloren. Das Fazit \u201e<em>.. werden die CO2 Emissionen des Transports innerhalb von nicht einmal 2 Wochen amortisiert\u201c<\/em> ist falsch. Ein Nachweis dieser doch sehr gewagten Aussage wird nicht versucht. Es w\u00fcrde sich auch kein solches Resultat ergeben.<br \/>\nNachweis: http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/06_XIII_Windkraft.pdf <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Auswirkungen auf die Umwelt w\u00e4hrend dem Betrieb:<\/strong> Die Landschaft verliert ihren Charakter vollst\u00e4ndig. Es ist ein kompletter Verlust jeglicher positiver landschaftlicher Eigenschaften vorgesehen. Diese Landschaft findet mit den 9 WKA schlicht \u201enicht mehr statt\u201c. Das RPG definiert das Ziel des Landschaftsschutzes wie folgt: \u201eNach Art. 17b RPG sind Schutzzonen \u201e<em>besonders sch\u00f6ne sowie naturkundlich oder kulturgeschichtlich wertvolle Landschaften<\/em>\u201c. Diese Situation als \u201e<em>Vertr\u00e4glichkeit der neuen Windkraftanlagen mit den Landschaftsschutzgebieten<\/em>\u201c zu deklarieren, ist gegen den Sinn des Raumplanungsgesetzes. Das Aufstellen der WKA wird \u00e4usserst negative Auswirkungen auf diese sch\u00f6ne Gegend haben. Da keinerlei Nutzen f\u00fcr Gesellschaft und Natur nachgewiesen werden kann, stellt sich hier die Frage ernsthaft: Warum stellt man solche Anlagen mitten in ein Erholungsgebiet erster G\u00fcte? Ein Erholungsgebiet, dass auf einer simplen Grundlage aufbaut: Die intakte Landschaft. Warum kr\u00fcmmt sich der Naturschutz und der Landschaftsschutz nicht unter schmerzlichen Qualen, wenn er an die Realisierung dieses Projekts denkt? Wo sind die gr\u00fcnen Politiker, die sich um einen einzelnen Arvenwald sorgen, die unmittelbar betroffenen Menschen und Tiere des Schwybergs aber gedankenlos diesen Maschinen aussetzen? CO2 Reduktion findet auf dem Schwyberg nicht statt. Der Nachweis der CO2 Reduktion von Windkraftanlagen ist nicht m\u00f6glich. Nachweisen kann man aber, dass WKA in ihrem Lebenszyklus neben CO2 auch noch weitere sch\u00e4dliche Treibhausgase emittieren. Das bisschen Transportaufwand, das in diesem UVB beschrieben wird, deckt nicht einmal einen Zehntel der CO2 Emissionen, die f\u00fcr den Bau dieser Anlagen in die Atmosph\u00e4re entlassen werden. Es deckt nicht einmal im Ansatz die strukturellen und systemisch bedingten Emissionen, die durch Windkraftanlagen produziert werden.<\/span><\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: small;\">Das Freiburger Stimmvolk wurde beim Thema Windenergie belogen<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p><span style=\"font-size: small;\">Die Gesellschaft des Kantons Freiburg hat der Zerst\u00f6rung des Landschaftsbildes durch Windkraftanlagen in Abstimmungen zu Raumplanungs\u00e4nderungen zugestimmt. Wenn man aber die Argumentation solcher Abstimmungsinformationen an die Bev\u00f6lkerung analysiert, stellt man fest, dass mit unwahren und teilweise massiv \u00fcbertriebenen und falschen Fakten die Bev\u00f6lkerung get\u00e4uscht wurde. Von all den Argumenten wie \u201eVersorgung\u201c, \u201eCO2 Reduktion\u201c und der repetitiv wiederholten Aussage von \u201egen\u00fcgend Wind haben\u201c bleibt nach eingehender Nachpr\u00fcfung nichts mehr \u00fcbrig. Es sind vorgeschobene Argumente, die sich beim Nachrechnen in Luft aufl\u00f6sen. Das Stimmvolk wurde in wesentlichen Teilen mit falschen Informationen versorgt.<br \/>\nNachweis: http:\/\/windland.ch\/doku_wind\/06_XIII_Windkraft.pdf<br \/>\nund http:\/\/windland.ch\/doku_allgemein\/AXPO_Erneuerbare_Kernkraft_Kohlendioxyd.pdf<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Vergleich produzierte Strommenge mit Fussballfeldern und Solarpanels (Photovoltaik):<\/strong> Das Fl\u00e4chenmass Fussballfeld passt gut zur Argumentation dieses UVB. Ein Fussballfeld kann zwischen minimal 4050m2 und 8250m2 gross sein. Ein solches Mass entspricht in etwa den grossz\u00fcgigen Abweichungen dieses UVB gegen\u00fcber der Realit\u00e4t. Rechnet man n\u00e4mlich die 350\u2018000 angegebenen m2 Solarfl\u00e4che mit der Leistung der tats\u00e4chlich installierten Anlage der Infrawerke bei M\u00fcnsingen, w\u00fcrde man damit 48 GWh pro Jahr produzieren. Und das erst noch wesentlich zuverl\u00e4ssiger als mit Windkraft. Mit einer\u00a0 Anlage aus dem Jahr 2006!<br \/>\nHier zeigt sich das Grundprinzip dieses UVB: Vergleiche etwas Schlechtes mit etwas noch schlechterem, dann erh\u00e4lt man gute Aussagen zu Gunsten des Schlechten \u2026<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Flederm\u00e4use<\/strong>: Die Aussagen sind sehr widerspr\u00fcchlich. Die Informationen sind dermassen sp\u00e4rlich, dass man dringend VOR der Bewilligung zum Bau der Anlagen weitere Studien \u00fcber das Verhalten der \u00f6rtlichen Fledermauspopulation anstossen muss. Es wurden keinerlei aktuelle Erkenntnisse verwertet. Studien der amerikanischen Fledermausspezialistin Erin Baerwald sind nicht im Ansatz ber\u00fccksichtigt worden. So sind die tiefen mittleren Windgeschwindigkeiten auf dem Schwyberg eine nicht zu untersch\u00e4tzende zus\u00e4tzliche Gefahr f\u00fcr Flederm\u00e4use. Bei hohen Windgeschwindigkeiten stellen Flederm\u00e4use in der Regel die Jagdt\u00e4tigkeit ein. Hohe Rotationsgeschwindigkeiten sind also nicht das Problem. Da die Verh\u00e4ltnisse auf dem Schwyberg aber meistens tiefe Windgeschwindigkeiten aufweisen, ist mit erh\u00f6hter Flugt\u00e4tigkeit zu rechnen. Hinweise aus diesen amerikanischen Studien deuten darauf hin, dass im Gegensatz zu Aussagen im UVB, hohe Anlagen ein gr\u00f6sseres und nicht ein kleineres Risiko f\u00fcr Flederm\u00e4use darstellen. Die zitierte Aussage des Fledermausschutzes ist in dieser Form nicht zul\u00e4ssig. Sie ist politisch gepr\u00e4gt und enth\u00e4lt eine Falschaussage zum Thema Klimawandel. Die Aussage \u201e<em>&#8230;wird R\u00fccksicht genommen auf bedrohte Kolonien, deren Jagdlebensr\u00e4ume und Flugkorridore \u2026\u201c<\/em> trifft auf den Schwyberg nicht zu, da das notwendige Wissen dazu fehlt. Die Aussage, dass der weltweite Klimawandel 20-30% der Tier- und Pflanzenarten gef\u00e4hrdet, ist ohne jede wissenschaftliche Grundlage. Dass Windkraftanlagen KEINE L\u00f6sung f\u00fcr den Klimawandel darstellen, wurde hier bereits eindr\u00fccklich belegt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>V\u00f6gel<\/strong>: Warum werden immer Erfahrungen aus Deutschland herangezogen, wenn es um V\u00f6gel und Windkraft in der Schweiz geht? Wir haben durch die Vogelwarte Sempach hervorragende Studien vorliegen, die sich sehr differenziert zur Problematik \u00e4ussern. Die Aussagen aus Deutschland sind bei uns kaum direkt anzuwenden. Aber die Vogelwarte Sempach \u00e4ussert sich dazu halt etwas kritischer. Der UVB behauptet \u201e<em>die beste Datenbasis f\u00fcr get\u00f6tete V\u00f6gel durch menschlichen Einfluss gibt es in den USA<\/em>\u201c. Wahrscheinlich, weil sie der Windradlobby in den Kram passt. Diese Vergleiche halten einer Nachpr\u00fcfung nicht stand. Wie der Titel schon sagt: \u201e<em>Gesch\u00e4tzte Vogelverluste\u2026<\/em>\u201c. Dann darf ich auch mal sch\u00e4tzen? Ich sch\u00e4tze, dass durch Windr\u00e4der in Europa ca. 50 \u2013 100 Mio V\u00f6gel get\u00f6tet werden! Wer jetzt sagt, dass k\u00f6nne man nicht beweisen, dem sage ich: Stimmt, das kann ich nicht beweisen! Aber genau deshalb brauchen wir jetzt professionelle Studien einer Vogelwarte Sempach. VOR dem Bau, nicht nachher! Ein UVB, der sich auf Sch\u00e4tzungen abst\u00fctzen muss, ist nicht gerade vertrauensw\u00fcrdig. Vor allem dann, wenn die Sch\u00e4tzungen immer zu Gunsten der Windkraftnutzung ausfallen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">In diesem UVB vermisse ich folgenden wichtigen Punkt zur Vogelproblematik: Die Befeuerung f\u00fcr den Flugverkehr hat f\u00fcr die Problematik des Vogelschlags eine eindeutig negative Wirkung. Und noch etwas Wichtiges: Greifv\u00f6gel wie der Steinadler, der M\u00e4usebussard und der Rotmilan gew\u00f6hnen sich absolut <strong>NICHT <\/strong>an Windr\u00e4der. Der Steinadler hat in den letzten Jahren seinen Lebensraum in den Jura ausgedehnt. Auf dem Weg dahin fliegen sie unter Umst\u00e4nden geradewegs \u00fcber den Schwyberg. Greifv\u00f6gel k\u00f6nnen mit der unnat\u00fcrlichen Bewegung der Windr\u00e4der nicht umgehen. Sie sch\u00e4tzen Distanzen falsch ein. Das ist auch kein Wunder bei der Geschwindigkeit der Fl\u00fcgelspitze von 290 Km\/h. Selbst menschliche Intelligenz kann bei diesen Geschwindigkeiten eine gefahrlose Querung z.B. der Autobahn nicht mehr absch\u00e4tzen. Wie soll es dann ein Greifvogel k\u00f6nnen? Sind die intelligenter?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">F\u00fcr genauere Aussagen muss hier ebenfalls eine vollst\u00e4ndige Studie vorliegen. Die vorliegende Analyse ist einseitig zu Gunsten der Windkraft interpretiert. Eine Studie muss vor der Bewilligung der Anlagen abgeschlossen werden. Ein UVB, der mit einseitigen Sch\u00e4tzungen und ideologisch gepr\u00e4gten Floskeln argumentiert, kann nicht akzeptiert werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>L\u00e4rm<\/strong>: Die \u00dcberlagerung von Windradl\u00e4rm durch Umgebungsger\u00e4usche ist eine oft geh\u00f6rte M\u00e4r. Der Wind wird jedoch durch die Rotoren dahingehend modifiziert, dass die Ger\u00e4usche pulsierend werden. Pulsierender L\u00e4rm ist aber das eigentliche Problem bei L\u00e4rm aus Windkraftanlagen. Selbst leisester pulshaltiger L\u00e4rm st\u00f6rt die Nachtruhe nachhaltig. Die L\u00e4rmschutzverordnung sieht bei pulsierendem L\u00e4rm eine Versch\u00e4rfung der geltenden Ger\u00e4uschlevels vor. Der zu beachtende Wert K3 wird im UVB nicht erw\u00e4hnt. Unter Ber\u00fccksichtigung dieser Pegelkorrektur f\u00e4llt die positive Beurteilung des L\u00e4rms in sich zusammen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Abstand zu bewohnten Geb\u00e4uden<\/strong>: Wird mit mindestens 150m angegeben. Alle bewohnten Geb\u00e4ude, die weniger als 420 Meter zu diesen WKA stehen sind nach dem \u201eKonzept Windenergie Schweiz\u201c zu nahe gebaut. Das Konzept Windenergie Schweiz wird f\u00fcr die Zertifizierung <\/span><span style=\"font-size: small;\"><em>Naturmade Star<\/em> <\/span><span style=\"font-size: small;\">ausdr\u00fccklich erw\u00e4hnt. Da die Abst\u00e4nde nach dieser Definition wesentlich zu klein sind, kann der hier produzierte Strom nicht als \u201eNaturemade Star und Naturemade Basic \u2013 Compliant\u201c bezeichnet werden.<br \/>\nDie in den Kriterien beschriebene \u201eSelbstbeschr\u00e4nkung\u201c der Suisse Eole, nur \u201eumweltvertr\u00e4gliche\u201c Anlagen aufzustellen, ist hier nicht ann\u00e4hernd erf\u00fcllt. Weitere Immissionen wie Infraschall und Schattenwurf verlangen einen Mindestabstand von mindestens 1\u2018500 Metern von Windkraftanlagen zu bewohnten Geb\u00e4uden. Eine Missachtung dieser Werte ist eine unzumutbare Beeintr\u00e4chtigung des Lebensraumes von Menschen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Grundwasser<\/strong>: Jede WKA hat eine gewisse Menge Hydraulik\u00f6l, die bei einem Unfall das Grundwasser potenziell gef\u00e4rden. Es kann sich pro Anlage um mehr als 1000 Liter handeln. Das ist im UVB NICHT ber\u00fccksichtigt. Unf\u00e4lle mit WKA sind gen\u00fcgend dokumentiert. Diese Tatsache einfach zu ignorieren, heisst die Verschmutzung des Trinkwassers einer ganzen Region zu gef\u00e4hrden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Eiswurf<\/strong>: Es gibt dazu genaue Berechnungsverfahren. Die Aussagen sind unrichtig und irref\u00fchrend. Der Schlussbericht Eiswurf \u00fcber die Testanlage G\u00fctsch wurde offensichtlich nicht zu Rate gezogen. Das Verhalten gerade bei diesen Anlagen ist so, dass man die Wanderwege zuverl\u00e4ssig \u00fcber die gesamte Zeit des m\u00f6glichen Eiswurfes absperren muss. Die geforderten 10 Meter Sicherheitsabstand um die WKA f\u00fcr den Wintertourismus sind l\u00e4cherlich und entbehren jeglicher Logik. Der Abstand m\u00fcsste mindestens 100 Meter sein, wenn die Anlage steht. Da nach der Enteisungsphase die Anlage automatisch wieder anl\u00e4uft und dann Eisst\u00fccke durch die Fliehkraft weggeschleudert werden, muss dieser Abstand wesentlich weiter gefasst werden.<br \/>\nDie vom Vertreter der wega energiemanagement gmbh am Abend des Podiumsgespr\u00e4chs vorgelegten Unterlagen beschreiben die Entwicklung eines verbesserten Verfahrens zur Erkennung von Eisbildung auf Strukturen (Projekt MEMFIS). Das hat mit meinen Aussagen, wenn \u00fcberhaupt, nur am Rande zu tun und sollte wohl eher eine grossartige Geste zur Anzweiflung meiner Aussagen sein. Das Vorgehen der wega gmbh ist exemplarisch f\u00fcr die Windkraftlobby: Wo Argumente fehlen, muss im Zweifelsfall ein kleines Theater aufgef\u00fchrt werden. Auf wissenschaftliche Aussagen oder sogar Beweise und Gegenargumente warten wir auch hier am Heitersberg schon lange. Man hofft auf die Gutgl\u00e4ubigkeit von Politikern und Volk. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Sturm und Sicherheitsabstand:<\/strong> Sollten diese Anlagen ausser Kontrolle geraten, gen\u00fcgt ein Sicherheitsabstand von 140+10 Metern nichts. Werden die Rotoren durch unerwartete technische Probleme von der Nabe getrennt, fliegen grosse Teile im Umkreis von 500 Metern herum. Eine blinde Technikgl\u00e4ubigkeit kann die Bedenken nicht ausr\u00e4umen. Ein Restrisiko wird auch im UVB erw\u00e4hnt und muss sich in den Sicherheitsabst\u00e4nden wiederspiegeln. Der Turm einer WKA f\u00e4llt nicht einfach um. Beispiele gibt es dazu\u00a0 gen\u00fcgend.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Blitzeinschlag<\/strong>: Totalverlust durch Blitzeinschlag kann nicht ausgeschlossen werden. Das muss sich in den Sicherheitsabst\u00e4nden wiederspiegeln. Siehe dazu Bemerkungen zu \u201eSicherheitsabst\u00e4nde\u201c und \u201eGrundwasser\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Steuerung der Anlagen:<\/strong> Gem\u00e4ss MELANI (Melde- und Analysestelle Informationssicherung) sind SCADA \u2013 Systeme (Supervisory Control and Data Acquisition) einer erh\u00f6hten Gef\u00e4hrdung durch Hackerangriffe ausgesetzt. Durch bewusste Fehlmanipulation der Steuerung k\u00f6nnen die Anlagen zerst\u00f6rt werden, wenn sie nicht professionell gesch\u00fctzt sind. Darauf ist ebenfalls einzugehen.<\/span> <span style=\"font-size: small;\"><strong> <\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Abstand zu Wald:<\/strong> Der Abstand zu Wald muss an der \u00e4usseren Sektorgrenze der durch die Rotoren bestrichenen Fl\u00e4che gemessen werden. Messungen basierend auf den Turm sind widersinnig. Die Rotoren w\u00fcrden den Waldrand praktisch erreichen. Das entspricht nicht dem urspr\u00fcnglichen Sinn des definierten Waldabstandes, der zum Schutz der V\u00f6gel und der Verminderung von leistungsverhindernden Wirbelbildung hinter dem Waldrand gedacht war.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Luftreinhaltung und Klimaschutz:<\/strong> Die herangezogenen Zahlen des Frauenhofer Instituts sind alt und falsch. Die EMPA hat diese Fehlinterpretation schon l\u00e4nger korrigiert. Werte aus der Realit\u00e4t belegen eine starke Belastung des Klimas durch Windkraftanlagen, weil die unsichere Stromversorgung im europ\u00e4ischen Netz mit viel Kohle- und Gaskraftanlagen ausgeglichen werden muss. Die im UVB herangezogenen Daten sind nicht belegt und k\u00f6nnen durch aktuellere Studien der ETH Z\u00fcrich und der EMPA klar widerlegt werden. Der Vergleich mit der Leistung des Perollessees oder \u00fcberhaupt mit einem Speichersee ist an den Haaren herbeigezogen. Dass ein Speichersee die Landschaft mehr belasten soll als 9 Riesenrotoren auf einem weithin sichtbaren Berg ist eine durchschaubare Konstruktion von Nichtigkeiten, um die tats\u00e4chliche Verschandelung eines Windparks riesigen Ausmasses sch\u00f6nzureden.<\/span> <span style=\"font-size: small;\"><strong> <\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Bewohnte Geb\u00e4ude:<\/strong> Alle im UVB aufgef\u00fchrten bewohnten Geb\u00e4ude sind gem\u00e4ss Definition \u201eKonzept Windenergie Schweiz\u201c alle massiv zu nah an die Windkraftwerke gebaut. Diese Geb\u00e4ude werden emotionslos den gewaltigen Emissionen der WKA ausgesetzt. Solche Abst\u00e4nde sind weltweit als massiv zu kurz bezeichnet worden. In ganz Kontinentaleuropa sind sie schlicht <em>einmalig<\/em>. Das ist ein Versuch, die bestehenden, eh schon viel zu kurzen Abst\u00e4nde noch einmal zu Gunsten der Windradlobby zu minimieren. Ein absolut unethisches Vorgehen! Die betroffenen Menschen haben offensichtlich keine Ahnung was hier geschieht. Der Staat unterst\u00fctz solches Vorgehen auch noch durch \u00fcberm\u00e4ssige Subventionen. Es ist ein Wahnsinn!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Indirekte Auswirkungen: Erntefaktor:<\/strong> Erntefaktoren sollten dann erhoben werden, wenn die Ernte \u201eunter Dach und Fach ist\u201c. Bei den erwarteten Verlusten kann die energetische Amortisationszeit getrost auf mindestens 2 Jahre angesetzt werden. Ob der produzierte Strom bei den Konsumenten angekommen ist, muss die Betreiberin zum Gl\u00fcck nicht nachweisen. Also auch hier: Sch\u00f6ne, grosse Worte, aber keine Belege.<br \/>\n<\/span> <span style=\"font-size: small;\"><strong> <\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Grunds\u00e4tzliche Ueberlegungen:<\/strong> Der Bundesgerichtsbeschluss zum Cr\u00eat Meuron muss wieder mal herhalten. Es wird noch ein wenig interpretiert und rechtlich gebeugt. Man kommt zum Schluss: Es ist ein Abw\u00e4gen der Vor- und Nachteile gefordert. Deshalb zeigt dieser UVB vor allem die Vorteile und blendet die meisten Nachteile einfach aus. Meine Interpretation: Die Gegner k\u00f6nnen viele Nachteile dieses Windparks einwandfrei nachweisen, die wenigen unbewiesenen Vorteile holen das nicht auf. Also: Ein Entscheid zu Gunsten des Landschaftsschutzes und der Natur kann mit gutem Gewissen gef\u00e4llt werden: <strong><em>Keine Windkraftwerke auf dem Schwyberg!<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Schlussfazit im UVB<\/strong>: \u201e<em>In Anbetracht des grossen Erntefaktors und der betr\u00e4chtlichen Einsparung von Treibhausgasen und Schadstoffen erachten wir die geplanten Windenergieanlagen als umweltvertr\u00e4glich.\u201c<\/em><br \/>\n<\/span> <span style=\"font-size: small;\"><strong> <\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong>Fazit IG WINDLAND:<\/strong> Da der Erntefaktor nicht einmal im Ansatz nachgewiesen wird und die betr\u00e4chtliche Einsparung von Triebhausgasen und Schadstoffen nicht stattfindet, erachten wir die geplanten Windenergieanlagen als NICHT umweltvertr\u00e4glich.<br \/>\nEs besteht kein echter Bedarf an Anlagen, die nur Kosten verursachen und f\u00fcr die Gesellschaft keinen Vorteil, aber viele Nachteile bringen. Dieser UVB ist extrem einseitig, unvollst\u00e4ndig und in wesentlichen Teilen falsch. Er ist ein klares &#8222;Gef\u00e4lligkeitsgutachten zu Gunsten der Windradlobby&#8220;. Er kann als Grundlage eines positiven Schlusses zu Gunsten des Windparks Schwyberg nicht Verwendung finden. Es sind echte, neutrale Stellen und Fachkr\u00e4fte hinzuzuziehen, die dieses Projekt professionell beurteilen k\u00f6nnen. Anstelle gef\u00e4lligen Nickens im Kantonsparlament Fribourg empfehle ich den verantwortlichen Politikern eher eine Untersuchung wegen Korruptionsverdacht gegen die beteiligten Firmen und Beh\u00f6rden. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine kritische Beurteilung des Umweltvertr\u00e4glichkeitsbericht vom 19.06.2009 durch Christof Merkli \/ IG WINDLAND. Der originale Bericht liegt uns vor. Er darf mal wieder nicht ver\u00f6ffentlicht werden. Untenstehend die Antworten zu den einzelnen Abschnitten des UVB, fett hervorgehoben. 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