Windkraftwerke im Wald sind wohl undenkbar für die Bevölkerung

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Das Bundesamt für Umwelt und Wald hat eine repräsentative Umfrage abgeschlossen, die den Stellenwert des Waldes aus der Sicht der Bevölkerung genauer beleuchtet. Im Aargau wurde diese Umfrage zusätzlich ausgewertet. Das Ergebnis ist bei beiden Umfragen klar: Die Bevölkerung will keine Aufhebung des Rodungsverbots, wie es durch die Windradlobby gewünscht wird. Die Aargauer wollen das sogar noch etwas weniger als der Rest der schweizer Bevölkerung.

Ruhiger Erholungsraum gefragt: Zwei Drittel der Aargauerinnen und Aargauer halten sich im Sommer mindestens ein bis zwei Mal pro Woche im Wald auf. Die beliebtesten Aktivitäten im Wald sind Spazieren, “einfach mal sein” und die Natur beobachten. Action wird nicht gesucht. Die Mehrheit der Befragten fühlt sich im Wald nicht durch andere gestört. Für eine Minderheit trüben Biker oder Radfahrer, Menschen mit Hunden oder Lärm das Naturerlebnis.”

In seiner Präsentation spricht Andreas Götz, Vizedirektor des BAFU, von starkem politischen Druck der Umfrage für die Aufweichung des Waldschutzes. Damit dürfte die Frage nach Windkraftwerken im Wald vorerst beantwortet sein: Das kommt nicht in Frage!

Die meisten schweizer Journalisten können noch nicht einmal eine Pressemitteilung richtig abschreiben

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Das journalistische Brett vor dem Verstand

Die Pressekonferenz der Organisation Paysage Libre – Freie Landschaft hat im Zentrum Paul Klee, Bern am 2. Februar eine Pressekonferenz einberufen. Erschienen ist kein einziger Vertreter der deutschschweizer Presse. Lediglich die Le Temps hat sich die Zeit genommen, endlich einmal etwas genauer hinzusehen. Aufgrund des umfangreichen Materials, das den Journalisten der ganzen Schweiz zugesendet worden ist, verwundert es den genauen Betrachter schon, wie die Zeitungen “der Bund” und der “Tagesanzeiger” aus dem hervorragend aufgearbeiteten Material nicht einmal in der Lage waren einen EINZIGEN SATZ abzuschreiben, der den Tatsachen enstpricht.

“So trat diese Woche die Bewegung Freie Landschaft, die von der St. Galler Alt-Ständerätin Erika Forster (FDP) und dem ehemaligen Buwal-Chef Philippe Roch angeführt wird, an die Öffentlichkeit. «Die Windkraft hat dermassen viele Nachteile, dass sie keine Lösung für die zukünftige Energieversorgung darstellen kann», heisst es in ihrem Manifest. Der Interessenverband der Windenergie Suisse Eole konterte umgehend: «Freie Landschaft läuft Amok!»”

Die rot markierten Stellen sind unvollständig oder falsch zitiert. Die Alt-Ständerätin Erika Forster und Philipp Roch sind zwar Mitglieder des sogenannten “Beirats” der Organisation, führen die Tagesgeschäfte aber nicht. Die Paysage Libre – Freie Landschaft ist die Dachorganisation der lokal gegen einzelne Windkraftprojekte kämpfenden Bevölkerung. Sie setzt sich für eine vernünftige Raumplanung und Produktion von Energie ein und vertritt auf nationaler Ebene bisher immerhin ca. 2’500 Privatpersonen, die von unglaublich natur- und menschenverachtenden Projekten mit viel zu nahen Abständen zu ihren Wohnlagen betroffen sind und die sich zu Recht um ihre Gesundheit und ihren Lebensraum Sorgen machen.

Die “grüne” Schere im Kopf

Dass der Journalismus der Schweiz jegliche Kritik an solchen umweltverschmutzenden Projekten unterdrückt, ist eine Schande. Wehren wir uns gegen diese Oberflächlichkeit einer vermeintlichen, massenhysterisch begründeten Notwendigkeit der Zerstörung unserer Landschaften und der Lebens- und Erholungsräume tausender von Menschen. Es gibt keinen einzigen Grund, weshalb wir in der Schweiz Windräder aufstellen sollten. Sie haben zu wenig Wind, sie sind zu teuer und bringen noch nicht einmal die Leistung für das Stromnetz, dass man von einem spürbaren Beitrag reden könnte.  Diese Massenhysterie ist von befangenen Politikern, Journalisten und Nutzniessern angezettelt, die unter anderem mit dem Argument “Windkraft” so unmögliche Szenarien wie den Ersatz von Grosskraftwerken begründen wollen. Das ist unglaublich kurzsichtig und dumm. Das ist schon rein mathematisch unmöglich zu bewerkstelligen. Und deshalb muss dieses Ansinnen gestoppt werden. Die Medien werden ihrer Aufgabe als vierte Macht einmal mehr nicht gerecht.
Vernünftige Menschen dieser Schweiz, vereinigt Euch gegen diesen Schwachsinn! Unterzeichnet sie das Manifest zur Forderung nach einem vernünftigen Umgang mit Energie und Landschaft!

Wie man mit Lügen, Verdrehen und Mauscheln eine Abstimmung gewinnt

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St. Croix sagt mit 53% der Stimmen Ja zu einer grossen Unbekannten

Die Suiss Eole jubelt. Ein weiteres Mal hat die grossangelegte Desinformationskampagne Früchte getragen. Alle Angaben, die die Suisse Eole in der Diskussion auf den Tisch legt, könnte sie nicht einmal im Ansatz nachweisen. Die Floskel “Es gibt genug Dokumente, die dies beweisen” ist ein absoluter Argumentationsschlager dieser Raubritter staatlicher Subventionitis. Ich kopiere diese Suisse Eole – Argumentation deshalb und baue sie für wahrheitsliebende Leser etwas um:

“Es gibt viele Dokumente, die das genaue Gegenteil beweisen.”

Die Suisse Eole überschlägt sich auch in der neuesten Pressemitteilung fast vor Suggestivbemerkungen, die nur ihr selber einfallen können, weil sie sonst noch niemand in diesem Lichte wahrgenommen hat:

“Windenergie gehört zu den kostengünstigen erneuerbaren Energien und weist eine hervorragende Ökobilanz auf. In der neuen Energiepolitik des Bundes spielt sie eine unverzichtbare Rolle. Nach neuesten Prognosen könnten um das Jahr 2020 in der Schweiz jährlich 1200 GWh Windstrom produziert werden, was zwei Prozent des gegenwärtigen Stromverbrauchs entspricht.”

Als Mitglied der Arbeitsgruppen “Energiestrategie 2050″ im BFE mag ich mich noch gut daran erinnern, dass Windenergie in den Diskussionen, wenn sie überhaupt erwähnt wurde, eine winzige Marginalie dieser zukünftigen Energiestrategie dargestellt hat. Auch ist es klar, dass Windenergie, wenn man die Vollkostenrechnung macht, die wohl teuerste erneuerbare Energiequelle darstellt. Aber wenn man, wie dies die Windradlobby gerne tut,  die Hälfte der Kosten ausblendet, kosten die Windräder nicht viel. Bei den bösen Kernkraftwerken bemüht sich die gleiche Klientel, akribisch den letzten möglichen Kostenfaktor zu finden, damit sie die obskursten Theorien hingebogen bekommt.

Es wird in der gleichen Pressemitteilung auch ein lang gehütetes Geheimnis gelüftet. Die Frage nämlich, warum die Leistungsprognosen und die “Versorgungszahlen der Haushalte” immer so wunderbar dahergekommen sind, wenn sie von der Windradlobby formuliert wurden. So definiert die Suisse Eole den statistischen Stromverbrauch pro schweizer Haushalt:

“Haushaltsverbrauch: Es wurde mit einem durchschnittlichen Haushaltsverbrauch von 3500 kWh/Jahr gerechnet. Dieser Vergleichswert klammert die Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser aus.”

Es ist interessant, dass ausgerechnet die stromintensivsten Anwendungen im Haushalt NICHT  Teil des Haushaltsverbrauchs sein sollen, wenn er mit der Produktion von Windstrom verglichen wird. Verstehen sie das?

Der statistische Stromverbrauch pro Haushalt liegt bei mindestens 5’300 MWh pro Jahr. Damit  ist ausschliesslich Energie in Form von elektrischem Strom gemeint und nicht irgend eine “andere Energie, die beim Heizen zum Einsatz kommt“, wie es die schlauen Texter der IDEJA für ihren Grosskunden Suisse Eole konstruieren. Alles Andere ist eine unzulässige Beschönigung.

Schon mit der Windgeschwindigkeit hat es die Suisse Eole so gemacht: Wenn zu wenig Wind herrscht, muss man einfach behaupten, 4.5m/s Wind sind genug. Dieser  technisch nicht nachvollziehbare, weltweit mit Abstand tiefste Minimalwert wurde deshalb genauso zum Quasistandard in der Schweiz wie die ebenfalls international nirgends angewendeten 300 Meter “Empfohlener Abstand”.

Genausogut könnte man sagen, dass Atomkraftwerke kein Restrisiko aufweisen und die Radioaktivität völlig ungefährlich ist. Dann nämlich, wenn man in der Betrachtung eines KKW die mögliche Radioaktivität einfach so, wie das die Windradlobby hier tut, “ausklammert”. Nicht ganz zufällig engagieren sich alle Exponenten der Windradlobby auch gegen die Atomkraft. Die Windräder sind da ein willkommenes, leider nicht einmal im Ansatz funktionierendes Argument.

Die Suisse Eole formuliert hier eine äusserst dümmliche, durschaubare Ausrede für die seit Jahren angewendeten falschen Grundlagen, die sie auch weiterhin zur Beschönigung der Windkraftnutzung im windärmsten Land Europas verwendet. Diese Organisation belügt die Medien, die Bevölkerung und auch die meisten Politiker seit Jahren unverschämt mit nicht nachvollziehbaren Aussagen und konstruierten Fakten. Das erinnert daran, dass auch die Leistungsziele der Windkraft in der Schweiz nie von Behörden oder Politikern festgelegt wurden, sondern von Beginn weg durch die Suisse Eole allein. Das BFE lässt es zu, weil die wenigen zuständigen Personen innerhalb des BFE offensichtlich dieser Windradlobby sehr nahe stehen. Diesen Ignoranten muss man so schnell als möglich das Handwerk legen!

Desinformation der Bevölkerung ist die Basis des bisherigen Erfolgs der Windkraftwerke

Ich glaube nicht, dass die Suisse Eole damit noch lange durchkommt. Die Bevölkerung und auch die Politik wird dieses unlautere Verhalten der Windradbranche über kurz oder lang abstrafen. Die Windbetrüger müssen aufpassen: Sie haben in St. Croix einen Vorsprung von gerade mal 4 %. In Anbetracht der Tatsache, dass die Bevölkerung von St. Croix von der Windradlobby faustdick belogen worden ist, kommt das nicht gut …

 

Gedanken zu Windkraft in Deutschland

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Die FAZ hat in den kalten Tagen des Februar 2012 einen umfassenden und kritischen Artikel über den Zustand und die Wirkung der Windkraftnutzung in Deutschland veröffentlicht. Für alle, die noch nicht komplett von der Massenhysterie eingenommen sind, empfiehlt sich die Lektüre dieses interessanten Artikels, der all die heiklen Themen anspricht wie “Bestechung”, “Idealismus”, “Geldgier”, “Landschaftsverschandelung”, “Tourismus”, “Sinn dieses Wahnsinns” usw., die hier in der Schweiz durch die Windradverkäufer wie die Suisse Eole ignoriert und mit staatlich finanzierten Falschinformationen vertuscht werden.

“Die Profiteure und grünen Überzeugungstäter stehen vereint gegen Naturschützer und Bürger, die Lärm und die Verschandelung der Landschaft fürchten. Es ist ein ungleicher Kampf: Die Windmacher haben das Geld, Erfahrung, gute Anwälte und Gutachter. Sie kennen jede Lücke im Planungsrecht, setzen Gemeinderäte unter Druck oder locken mit sogenannten Bürgerbeteiligungsmodellen, Gewerbesteuern oder schlicht mit Geld – auch in Holtgast, wo der Anlagenbauer der Gemeinde für die Genehmigung eine Viertelmillion bot.”

Den kompletten Artikel finden sie hier:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/windraeder-in-deutschland-durchs-land-der-riesen-11638103.html

Anleitung gegen den ideologischen Schreibstau

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Für Journalisten im deutschsprachigen Raum

Sind sie ein Mensch, der sich als Journalist oder Journalistin bezeichnet? Ja? Das trifft sich gut. Sie sind demnach genau das Zielpublikum, das hier angesprochen werden soll.

Journalisten, Autoren und überhaupt die gesamte schreibende Gilde scheint in der aktuellen Zeit über einen enormen Schreibstau beklagen zu müssen, ähnlich einer Verstopfung des Dickdarms, wenn man über längere Zeit keine gehaltvolle Nahrung zu sich genommen hat.

Ein gewisser Teil der Sche… will einfach nicht so richtig raus. Er wird geradezu manisch vom wässrigen Dünnpfiff umflossen, der in den vielen Medien der Deutschschweiz die Hauptsache des täglichen Geschäfts – so kann man es wohl sagen,  – darstellt. Mit diesem “gewissen Inhalt” meine ich das Thema Energie. Und dabei in erster Linie das viel diskutierte aber gehaltlos dargestellte und deshalb wässrige Unterthema “Erneuerbare Energie”. Für die Gesundheit aller Beteiligten sollte der “harte Kern” dieser Geschichte endlich aus dem Darm der Medien entlassen werden. Aber dazu muss dieser harte Kern erst mal genug Druck auf die ihn umgebenden Darmwände ausüben. Ich glaube, es ist nun höchste Zeit, diesem Druck mit einer längeren Sitzung auf dem 00 eine Lösung anzubieten. Ich werde Ihnen dabei gerne helfen. Fast wie bein richtigen Arzt, müssen wir dazu ein paar Fragen stellen:

  • Sie sind Journalist, oder Journalistin? Ja!
  • Sie empfinden einen ideologischen Druck, wenn sie über “Erneuerbare Energie” reden? – Sehr gut!
  • Sie finden auch, dass Atomkraftwerke endlich und sofort abgeschaltet werden sollen, weil sie und alle anderen Journalisten begründete Angst davor haben? Genau!

Die gute Antwort im Voraus: Ihnen kann geholfen werden! Die Fragen werden jetzt etwas persönlicher:

  • Was geschieht in ihrem Innersten, wenn sie von einer als AtomkraftKRITISCHEN Organisation oder Person ein Pressecommuniqué erhalten (Jetzt bitte etwas nachdenken)?
  • Was geschieht in ihrem Innersten, wenn sie von einer WindkraftKRITISCHEN Organisation oder Person ein Pressecommuniqué erhalten (Jetzt bitte etwas nachdenken)?

90% der Journalisten hängen hier ab. Wir wünschen Ihnen alles Gute! Bis zum nächsten Text, den sie schon zu kennen glauben! Arrivederci! Muchas gracias! Leider konnte ihnen noch nicht geholfen werden.

Immer noch hier?

Sie sind immer noch hier? Bravo! Es ist still geworden im Raum. Aber auch übersichtlicher. Sie sind immer noch recht kritisch, ich sehe es an ihren Augen. Schliesslich sind sie JournalistIn und müssen alles sehr kritisch betrachten. Hervorragende Eigenschaft! Die Fragen werden nun spezifisch auf die verbliebenen Journalisten angepasst:

  • Haben sie so ein Pressecommuniqué einmal so richtig nachgeprüft? Alle Aussagen und Angaben? Nachgerechnet, hinterfragt, kritisch beäugt, aus einer anderen Perspektive beleuchtet oder einfacher ausgedrückt: “Recherchiert”? Hier ein Beispiel zum üben: Versuchen sie einmal herauszufinden, ob Kinder in der Umgebung von Atomkraftwerken ein erhöhtes Risiko einer Leukämie zu erwarten haben. Hier zwei kleine, dafür aktuelle Aussagen, die man natürlich äusserst kritisch betrachten muss. Aussage 1 / Aussage 2

Wir werden nun noch spezifischer. Die Fragen werden vielleicht peinlich, doch bitte ich sie, an die absolute Anonymität zu denken, die wir ihnen zusagen. Sie können ganz sich selber sein:

  • Wenn sie eine Pressemitteilung der IG WINDLAND oder der Paysage Libre – Freie Landschaft erhalten, schauen sie dann kurz in der Redaktion herum und checken ab, wer sie wohl beobachtet? Uhhhh!
  • Wenn sie nun – völlig unbegründet natürlich – den Gedanken entwickeln, diese Pressemitteilung könnte nichts mit der Atomkraftlobby zu tun haben und vielleicht erst noch exakt recherchierbare, weil belegte Aussagen enthalten – ja genau dann – haben sie Angst, ihre Kollegen könnten diese selbstkritische Haltung, in veröffentlichte Sätze geformt, ihnen wohl übel nehmen? Ahaah!

Das ist das Ende der Diagnose. Wir empfehlen Ihnen, endlich den gehaltvollen Inhalt zu entleeren und sich wieder als richtiger Journalist oder Journalistin zu fühlen. Denn damit hätten sie den ideologisch verklemmten, aber sehr gehaltvollen Inhalt endlich der Öffentlichkeit preisgegeben. Sie werden vielleicht den Pulitzerpreis für gehaltvollen Journalismus im deutschsprachigen Raum erhalten, denn sie waren der oder die erste JournalistIn, die hier den Recherchierjournalismus erfunden hat. Es wäre nicht weniger als die Abkehr vom Glauben an schöne aber leider unmögliche Geschichten zu gehaltvollen, nachvollziehbaren und demnach viel spannender zu lesenden Stories über den sinnvollen Einsatz einer guten Technologie. Und sie kämen quasi gratis noch zum schönen Ziel, die Bevölkerung etwas schlauer aus ihrem Artikel entlassen zu haben. Eine Kunst, die man nur ganz selten erfährt, wenn man in den Zeitungen der Schweiz über Erneuerbare Energie liest. Versuchen sie es! Es tut gut!

Wir werden ihnen bald wieder eine Pressemitteilung zukommen lassen. Mal schauen, wohin das führt.

 

Sind Kleinwindräder sinnvoll?

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Warnung vor unseriösen Anbietern

Davon gibt es wesentlich mehr als von der seriösen Variante. Geschäftemacher im In- und Ausland werden nicht müde, Kleinwindräder als Alternative zu Photovoltaik oder Sonnenkollektoren zu verkaufen. Die Eigenheimbesitzer werden mit wunderschönen Versprechungen und Hochglanzprospekten dazu gebracht, Kleinwindanlagen aller möglichen Bauarten und Grössen zu kaufen. Damit es schön billig ist, werden Bausätze vertrieben, die dann den Strom des gesamten Haushalts herstellen sollen. Selbstredend wird dabei immer von der idealen Situation ausgegangen und es wird immer mit der “Jahresstrommenge” argumentiert, wie bei den Krämern der grossen Schwestern der Kleinpropellermaschinen. Die Jahresstrommenge sagt aber kaum etwas Entscheidendes über die notwendige Versorgung aus. Wer sich einbildet, damit je einen Topf Wasser zum Kochen bringen zu wollen, der wird spätestens nach dem ersten Betriebsjahr ernüchtert feststellen, dass er ein gesundes Rohkostjahr absolviert hat. Wer dann noch die Rechnung macht, stellt fest, dass er für das bisschen unbrauchbaren Strom in etwa das zehnfache des normalen Strompreises bezahlt hat. Ohne Hoffnung auf Besserung.

Alle Angebote haben die zentrale Gemeinsamkeit, dass die positiven Aspekte überhöht und beschönigt dargestellt werden, während die negativen Aspekte schlicht ignoriert werden. Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat sich nun diesem Problem angenommen und ist der Sache im Detail auf die Spur gegangen.

Power Electronics Reliability Comparison of Grid Connected Small Wind Energy Conversion Systems (Vergleich Zuverlässigkeit von stromnetzgekoppelten Kleinwindanlagen)

Die Studie befasst sich mit den verschiedenen Typen der Kleinwindkraftwerke und zeigt auf, welche Elemente und Bauarten dafür bekannt sind, nicht zu funktionieren. Es hat jetzt keinen Sinn, die in englisch gehaltene Studie vollständig zu übersetzen. Aber es ist wichtig, dass die Interessenten solcher Anlagen einige exakte Aussagen zur Betriebssicherheit und den Kosten solcher Anlagen erhalten. Die Produzenten und Verkäufer sind nicht daran interessiert, den Kunden eine funktionierende, günstige Anlage zu verkaufen. Sie sind lediglich an kurzfristigen, nicht nachhaltigen Gewinnen interessiert. Die Gefahr der Desinformation ist nicht nur riesig, nein, sie ist als systematisch zu bezeichnen. Denn in den meisten Fällen scheitert eine solche Anlage spätestens beim fehlenden Wind. Eine ehrliche Beratung kann man von solchen Verkäufern beim besten Willen nicht erwarten.

In der Schweiz genügen 3m/s Wind als Bewilligungsgrund

Wie komplett verfahren die Situation in der Schweiz ist, zeigt die in der Raumplanung des Kantons Aargau auftauchende Mindestwindgeschwindigkeit für Kleinwindanlagen. Lumpige 3m/s sollen genügen, um aus solchen Maschinchen einen sinnvollen Beitrag an die Stromversorgung zu erbringen. Kein Windkraftexperte würde auf eine solche Abstruse Idee kommen, bei sich zu Hause eine solch teure Anlage aufzustellen, wenn da nur 3 Meter pro Sekunde Wind vorhanden sind. Ganz anders verhält es sich bei den Kunden dieser “Experten”. Da fallen alle Hemmungen schnell, wenn es um ein feines Geschäft geht. Solche “Spezialisten” gibt es zu Hauf in der Schweiz. Immer dann, wenn sie daraus einen finanziellen Vorteil bekommen, fallen die kritischen und ethischen Grundsätze wie Blätter im Herbst. Die Kunden werden reihenweise über den Tisch gezogen.

In obiger Studie wird empfohlen, die Zuverlässigkeit auf Basis einer “schwachen Bewindung” vorzunehmen. Schwache Bewindung bedeutet für diese ausgewiesenen Spezialisten aber 6 Meter pro Sekunde und zeigt schnell auf, dass die Werte in der Schweiz opportunistisch geschönt sind. Wie immer, wenn es um Windkraft geht.

“Thus in order to achieve economic feasibility, it is extremely important to investigate the reliability at low wind speed regime. Generally rated power of a wind turbine system is considered before deployment of a wind energy conversion system even though mostly the wind turbine operates at a fraction of the rated power. As a result, reliability at low wind speed regime are an important aspect from a system for high penetration of wind power to the community. This realistic assumption  leads to determine the reliability for a wind speed of 6 m/s.

Es geht offensichtlich weder den Politikern dieses Landes noch während neun Jahren grundausgebildeten Kunden die Logik in den Schädel, dass Windkraftwerke den gewünschten Strom aus dem lokal vorhandenen Windaufkommen machen. Deshalb sei es noch einmal deutlich gesagt:

  • Drei Meter Wind pro Sekunde ist praktisch kein Wind, enthält wenig Energie.
  • Sechs Meter Wind pro Sekunde ist wenig Wind, enthält aber bereits die dreifache Energie die in den drei Metern Wind pro Sekunde enthalten sind.
  • Der vom Hersteller versprochene Wirkungsgrad* der Anlagen wird nicht bei bescheidenen 3m/s Wind erreicht, sondern erst bei ca. 8 Meter pro Sekunde.
  • Die sogenannte Windverteilung (Weibull) ist erst wichtig, wenn überhaupt mal genügend Wind nachgewiesen ist. Damit wird dann die genauere ökonomische Situation errechnet.

Wenn man eine kleine Chance haben will, Strom aus Wind zu generieren, achte man auf eine jahresdurchschnittliche Mindestwindgeschwindigkeit von mindestens 6 Meter Wind pro Sekunde. Das gilt übrigens auch für die grossen Windkraftwerke.

*Bestes Verhältnis zwischen im Wind enthaltener Energie und von der Anlage ans Netz abgegebenem Strom.

 

Bundesgerichtsurteil Crêt Meuron und warum es als Begründung für eine Ausnahmebewilligung für Windkraftwerke nicht taugt

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Das Bundesgerichtsurteil zum Crêt Meuron wird von der Windradlobby immer wieder dazu missbraucht, die Verschandelung der Landschaft durch Windkraftwerke zu begründen. Oft wird der Ausnahmeartikel 24 des Raumplanungsgesetzes darauf begründet. Warum dies schon lange nicht mehr funktioniert, hat mehrere Gründe. Erstens schreibt der Bund für Bauten ausserhalb der Bauzone mit einer Höhe von über 30 Metern eine Planungspflicht vor. Mit der Vernehmlassung zum Rekurs der Mittelland Windenergie GmbH zu dem von Gemeinde und Kanton klar abgelehnten Windpark Heitersberg tönt das so:

Die Planungspflicht nach Art. 2 RPG ist ein Institut des eidgenössischen Rechts. Von ihr kann nicht abgewichen werden. Sie ist ein Ausfluss des Stufenbaus der planerischen Instrumente und bedeutet, dass Bauten und Anlagen mit erheblichen Auswirkungen auf Raum, Erschliessung und Umwelt eine ausreichende Grundlage in einer Nutzungsplanung bzw. einen entsprechenden Entscheid des für die Nutzungsplanung zuständigen Organs finden müssen. Planungspflichtige Vorhaben ausserhalb der Bauzone können nicht im Weg einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG legalisiert werden.

Eine weitere Begründung wird hier von Prof. Dr. Enrico Riva juristisch so formuliert:

Die Berufung der Beschwerdeführerin (Red. Die Mittelland Windenergie GmbH) auf den Bundesgerichtsentscheid Crêt Meuron (BGE 132 II 408) hilft ihr nicht. In diesem Fall verhielt es sich so, dass die bisher geltenden richt- und nutzungsplanerischen Anordnungen, welche das betreffende Gebiet unter Schutz gestellt hatten, geändert wurden. Die im Urteil zu beantwortende Rechtsfrage betraf also nicht eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG, sondern die Zulässigkeit einer Abänderung bestehender planerischer Grundlagen durch neue Planungsinstrumente der selben Stufe. Der Entscheid Crêt Meuron hat für den in Remetschwil gegebene Situation keine rechtliche Relevanz.

Trotz der Tatsache, dass die Mittelland Windenergie GmbH von Gemeinde, Kanton und ihren Gegnern seit Jahren darauf aufmerksam gemacht wurde, ignoriert sie diese Realität und will den Windpark Heitersberg gegen jeden demokratischen Anstand mit ihren Rechtsanwälten durchdrücken. Sie hat dermassen Angst, dass sie der lokalen Bevölkerung endlich fundierte Unterlagen und ehrliche Studien vorlegen muss, dass sie diesen ziemlich sinnlosen Weg einschlägt. In einem normalen Verfahren mit Mitwirkung der lokalen Bevölkerung kann sie die bisherigen Ammenmärchen nicht mehr ohne passende Belege erzählen.

 

Windparks in England: Report bestätigt das unrealistische Vorgehen der englischen Regierung

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Die Sunday Times vom 11. Dezember berichtet über einen neuen Report des Adam Smith Institute über die Erneuerbare Energie in England. Das Konzept der Regierung basiert auf falschen Annahmen, falschen Aussagen und zeigt, wie die Windradindustrie über Jahre die Politik und Gesellschaft an der Nase herumgeführt hat. Wie überall, in jedem Staat dieser Welt, wiederholt sich das gleiche Muster immer und immer wieder. Die Realität hat die Träumer eingeholt: Windkraft ist keine Lösung. Sie ist nicht einmal Teil der Lösung. Sie ist aber bestimmt ein Teil des Problems.

Die links stehende – und damit in der europäischen Pressewelt – für Grüne Träumer völlig unverdächtige Sunday Times zitiert den Report in eindeutigen Worten:

If current policies are pursued then Britain faces an energy crisis by the middle of this decade. As renewable energy sources produce power intermittently, they cannot replace gas, coal and nuclear generation, even with further development.

Wenn Großbritannien die aktuelle Politik weiterführt, steht es in der Mitte dieses Jahrzehnts vor einer Energiekrise. Weil erneuerbare Energiequellen Strom unkontrolliert produzieren, können sie Gas, Kohle und Kernkraft nicht ersetzen, auch nicht durch eine Weiterentwicklung der Technologie.

Sieht man sich den Report im Detail an, fallen einige Schwerpunkte sofort ins Auge. Die gleichen Probleme wurden schon früheren Studien dargestellt und werden deshalb ein weiteres Mal bestätigt:

  • Wind- und Sonnenkraft bringt wenig für die Reduktion der CO2 Emissionen weil wegen ihrer Unzuverlässigkeit nicht auf die Stützung durch Grosskraftwerke verzichtet werden kann.
  • Mit der Abschaltung vieler Kohlekraftwerke in England – und beinahe aller existierenden Kernkraftwerke in der kommenden Dekade, wird die Sicherheit des Stromnetzes ein Politikum, das zusammen mit der Reduktion der Treibhausgase gelöst werden muss. Auch wenn die Kosten dieser Politik und die Unzuverlässigkeit erneuerbarer Energiequellen ignoriert werden, kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese erneuerbaren Energiequellen keinen wesentlichen Beitrag an die Stromversorgung leisten können.
  • Die Planung zum Bau von Kraftwerken der erneuerbaren Energie bis zum Jahr 2020 ist unrealistisch. Die Subventionierung der erneuerbaren Energien geht auch auf Kosten der Verbraucher, die dafür höhere Strompreise bezahlen und dafür ein wesentlich unzuverlässigeres Stromnetz erhalten.

Windräder sind keine Lösung

  • Um die aktuellen Produktionsziele für Windräder für das Jahr 2020 zu erreichen, müssten jeden Arbeitstag 5 Windkraftwerke installiert werden, in der Hauptsache Offshore. Das ist unrealistisch.
  • Sie bieten praktisch keinen Beitrag an die Deckung der Lastspitzen des Stromnetzes, denn meistens, wenn viel Strom benötigt würde, fehlt der Wind.
  • Egal wie viel Produktionskapazität an Windstrom hinzugefügt wird, es gibt keine Lösung für die genügend lange Speicherung des Stroms, um das Bedürfnis nach Unterstützung durch Grosskraftwerke zu verhindern. So ein System ist unzuverlässig, lässt die Lichter ausgehen, weil es nicht zuverlässig funktionieren kann.
  • Windparks in England haben einen bescheidenen Kapazitätsfakor von 25%*. Ohne die starke Subventionierung wäre das kein ökonomisch attraktives Investment, auch wenn man das Problem der systemischen Unzuverlässigkeit mal weglässt.
  • Windkraftwerke auf dem Land erzeugen eine wachsende Opposition der betroffenen Bevölkerung. Anlagen im Meer und die daraus gewonnene Energie sind wesentlich teuerer.
  • Die Lebensdauer einer Windkraftanlage beträgt lediglich 20 Jahre. Das ist viel kürzer als für Grosskraftwerke und daher ein weiterer Faktor, der den damit produzierten Strom verteuert.
  • Die geplanten Investitionen in Englands Windkraft schliesst die Möglichkeit aus, auf besser diversifizierte und effizientere Projekte zu setzen. Windenergie ist der ineffizente Gebrauch von Steuergeldern, ist nicht so grün, wie allgemein angenommen und kann die Energiebedürfnisse Englands nicht befriedigen.

* Der gleiche Faktor liegt in der Schweiz bei ungefähr 15%. Wenn die Vorstellungen der hiesigen Windradlobby realisiert werden, sinkt dieser Satz noch beträchtlich, weil an den ineffizientesten Lagen Windräder aufgestellt werden.

 

 

Widerstand gegen Windparks in Deutschland: 3’000 Meter Abstand gefordert

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Berliner Morgenpost, 11. Dezember 2011, von Regina Köhler und Gudrun Mallwitz

Streit über Windparks spaltet Brandenburg

Foto: Massimo Rodari

Der Bau von immer mehr Windrädern sorgt in vielen Brandenbuger Dörfern für Ärger. Während die einen ihre Heimat vor dem Lärm der lauten Anlagen schützen wollen, sehen die anderen nur das Geld, das sie als Grundstücksbesitzer verdienen können.

Grit Rehmann-Kuhl, Katrin Malecki und Silke Wagner haben kaum mehr Zeit, seitdem sie Anfang des Jahres eine Initiative gegen Windkraftanlagen gegründet haben. Die Wiesenhagenerinnen müssen Flyer drucken, Protestplakate malen, Sitzungen besuchen und den anderen im Dorf immer wieder erklären, warum sie mit dem Ausbau der Windkraft so ihre Probleme haben. Die Arbeitsbelastung finden sie nicht weiter schlimm. Schwer sei es hingegen, mit den Anfeindungen dort zu leben.

Das Dorf mit seinen rund 300 Einwohnern im Landkreis Teltow-Fläming ist zerstritten. Während nicht nur die drei Frauen befürchten, dass die in Wiesenhagen geplanten Windräder viel zu dicht an den Wohnhäusern gebaut werden könnten, sehen andere vor allem das Geld, dass ihnen Windkraftbetreiber bereits versprochen haben – weil es ihr Land ist, auf dem die Räder stehen sollen.

Pro Windrad ist von bis zu 30.000 Euro Pachteinnahmen im Jahr für die Grundstücksbesitzer die Rede. Es sind solche Versprechen, die etliche Dorfbewohner dazu verleitet haben, sich vorbehaltlos auf die Seite möglicher Windkraftanlagenbetreiber zu stellen. Damit haben sie die Atmosphäre im Dorf vergiftet. Bisher sind die Menschen hier gut miteinander ausgekommen. Von normalen Streitigkeiten abgesehen, haben sie immer versucht, zusammenzuhalten. Diese Zeit ist nun offenbar vorbei, das friedliche Miteinander scheint nachhaltig gestört. Doch Wiesenhagen ist kein Einzelfall. Der Streit über die Windparks entzweit viele Dorfbewohner im Land Brandenburg.

BETREIBER HABEN NEUE STRATEGIEN

Denn die Braunkohle will bis auf diejenigen, die mit ihr in der Lausitz arbeiten und von ihr leben, keiner mehr haben. Allein die beiden Braunkohlekraftwerke in Jänschwalde und Schwarze Pumpe (beide Spree-Neiße) blasen jährlich 36 Millionen Tonnen des Treibhausgases CO2 in die Luft. Geht es aber um Alternativen wie die Energiegewinnung durch Windkraftparks, sagen viele: Wunderbar, aber bitte nicht vor meiner Haustür.

Die Zeiten des kategorischen Widerstands scheinen dennoch vorbei zu sein. Der Grund ist nicht nur ein neues Klima- und Umweltbewusstsein. In der Uckermark protestierte eine Bürgerinitiative Mitte der 90er-Jahre so lange, bis ihre Vertreter im Kreistag gehört wurden.

Mittlerweile ist es ruhiger geworden. Die Windparkbetreiber haben neue Strategien gegen den wachsenden Widerstand entwickelt. Sie ziehen wie Drückerkolonnen durchs Land und versuchen, Vorverträge für ihre Windräder mit Bauern und Landbesitzern abzuschließen. Und das, bevor konkrete Flächen für die Aufstellung der Windkraftanlagen festgelegt sind. So war es auch in Wiesenhagen. 2010 besuchten Herren mit Aktenkoffern und freundlichem Lächeln etliche Dorfbewohner. Sie könnten viel Geld verdienen, wenn sie ihr Land für den Windkraftpark zur Verfügung stellen, versprachen sie. Die Herren hatten sich Zugang zu den Grundbüchern verschafft und wussten genau, wem welches Stück Acker, Wiese oder Wald gehört. Auch über mögliche Vogelflugstrecken, Biotope und Naturschutzgebiete waren sie informiert. So kamen sie zu dem Schluss, dass nur ein Waldgebiet, unmittelbar am Dorf gelegen, für die Aufstellung von Windrädern infrage kommt.

Für Grit Rehmann-Kuhl ist klar, dass der Streit über den Windpark noch lange dauern wird. Ein Ende sei nicht abzusehen, egal wie die Sache ausgeht, sagt sie. „Werden die Windräder gebaut, haben die Gegner das Nachsehen. Werden sie nicht gebaut, fühlen sich all jene betrogen, denen viel Geld dafür angeboten wurde.“ Dabei sind Grit Rehmann-Kuhl und ihre Mitstreiterinnen nicht grundsätzlich gegen den Windpark vor ihrem Dorf. Sie wollen nur, dass die verantwortlichen Politiker sich nicht von umtriebigen Windkraftinvestoren vereinnahmen lassen.

„Es muss unbedingt noch einmal geprüft werden, ob tatsächlich Waldflächen für den Windpark infrage kommen“, fordert Rehmann-Kuhl. Außerdem müsse festgelegt werden, dass die Wind erzeugenden Kolosse mindestens 3000 Meter von den Wohnhäusern entfernt aufgestellt werden. Laut brandenburgischem Umweltministerium gibt es diesbezüglich aber keine klare rechtliche Grundlage. Allerdings seien allein aus Lärmschutzgründe um die 1000 Meter Abstand zum nächsten Wohngebiet für die künftige Anlagengeneration mit hoher elektrischer Leistung nötig, so das Ministerium.

Auch in der Gemeinde Prötzel in Märkisch-Oderland sorgt die Windkraft für Streit. Am Ortsrand drehen sich hier bereits 40 Windräder. Nun soll ein neuer Windpark helfen, das so dringend benötigte Geld in das hoch verschuldete Dorf zu bringen. Denn dieses Mal wollen die Bürger die Konditionen bestimmen. Lange wurde diskutiert und gestritten, ehe die Gemeindevertreter beschlossen, eine kommunale Gesellschaft zu gründen. Sie soll nun mit Windkraftbetreibern verhandeln. Die Ausschreibung läuft bereits.

ANLAGEN WERDEN MODERNISIERT

Die brandenburgische Landesregierung unter Matthias Platzeck (SPD) will den Anteil der erneuerbaren Energien von der Wind- über die Solarenergie, Biomasse und Geothermie bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent am Primärenergieverbrauch steigern. Als die CDU in der einst rot-schwarzen Koalition noch den Wirtschaftsminister stellte, war sie auch für die Ausweitung der Windparks. In der Opposition ist sie mittlerweile dagegen – trotz des unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossenen Atomausstiegs. Die derzeitige rot-rote Regierung in Brandenburg aber forciert den Ausbau der Windkraftanlagen. Sie will ein Vorzeigebundesland der alternativen Energiegewinnung werden. Ihr erklärtes Ziel ist es, bis 2020 die derzeit jährlich erzeugte Leistung aus Windkraftanlagen auf rund 7500 Megawatt zu verdoppeln. Dabei setzt sie nicht nur auf die Ausweisung neuer Parks, sondern auch auf das sogenannte Repowering: Bestehende Anlagen werden modernisiert und bringen mehr Leistung.

Platzeck beobachtet die Widerstände im Land seit Jahren. Er fordert „mehr Toleranz“ im Umgang mit neuen Energietechniken. Einige Brandenburger wollten keine weiteren Windräder, Biogasanlagen „stinken ihnen buchstäblich“.

In Brandenburg sind zurzeit 2920 Windkraftanlagen im Betrieb, 237 weitere sind genehmigt. Momentan laufen laut Wirtschaftsministerium zudem Anträge für die Modernisierung von elf Anlagen, die durch neue Technik künftig mehr Leistung erbringen sollen. Ein Superlativ ist genehmigt: das weltstärkste Windkraftwerk wird am südbrandenburgischen Lausitzring gebaut. Es soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen und 18000 Haushalte mit Strom versorgen.

USA: Tausende stillgelegte Windkraftanlagen verschandeln die Landschaft

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Von Jonathan Benson, Kopp Online 1.12.2011

Quellen: DailyMail / toryaardvark / NaturalNews

Sie waren buchstäblich die »Leuchtfeuer« der Bewegung für »grüne« Energie in den USA: Für Bau und Betrieb riesiger Windkraftanlagen wurden, unter dem Banner der Nutzung erneuerbarer Energien, von der US-Regierung Subventionen in Milliardenhöhe aus Steuergeldern aufgewendet. Doch hohe Wartungskosten, beträchtliche Ausfallraten und schwankende Witterung, die die Energieproduktion beeinträchtigt, machen Windkraftanlagen teuer und unwirtschaftlich, deshalb sind mittlerweile bereits mehr als 14.000 stillgelegt worden.

Bevor die staatlichen Subventionen für die Stahlkolosse in vielen Gebieten gekürzt oder ganz gestrichen wurden, galten Windparks als Boom-Branche. Doch ohne Fördermittel aus Steuergeldern machen die produzierten geringen Energiemengen die Kosten für Wartung und Betrieb der Windanlagen nicht mehr wett. Jetzt ziert ein Flickenteppich von stillgelegten Windanlagen die bekanntesten Windparks in den USA. »Tausende stillgelegte Windkraftanlagen verschandeln die Landschaft der ›großen drei‹ Windenergie-Regionen in Kalifornien, darunter Altamont Pass, Tehachapin und San Gorgonio, die zu den besten Terrains für die Nutzung der Windenergie auf der ganzen Welt galten«, schreibt Andrew Walden vom American Thinker. »In den besten Windregionen der Welt wurden mehr als 14.000 Turbinen einfach stillgelegt. Rotierender postindustrieller Müll, der keine Energie, sondern nur Vogelleichen produziert.« Walden spricht über die Vögel, Fledermäuse und anderen fliegenden Tiere, die sich immer wieder zwischen die Rotorblätter verirren und getötet werden. Und was den »postindustriellen Müll« angeht – nun ja, es kostet erst einen Haufen Geld, die Anlagen zu betreiben, und anschließend ist es definitiv zu teuer, sie wieder abzubauen. Die ganze Misere der Windenergie unterstreicht noch einmal, wie der amerikanischen Öffentlichkeit von ihren gewählten Vertretern etwas vorgemacht worden ist. Die haben der Hysterie über »Global Warming« Glauben geschenkt, die dann der Windenergie überhaupt erst Auftrieb gegeben hat. Jetzt, wo die Subventionen für erneuerbare Energien in vielen Gebieten langsam auslaufen, wird der wahre finanzielle und wirtschaftliche Nutzen der Windenergie – den es eben offenbar gar nicht gibt – für jedermann offensichtlich. »Es geht um Subventionen aus Steuergeldern«, schreibt Don Surber von der Charleston Daily Mail. »Die Rotoren drehen sich, bis das Geld ausgeht. Wenn einst die wahre Geschichte des 21. Jahrhunderts geschrieben wird, dann wird sie ein langes, bitteres Kapitel darüber enthalten, wie Konzerne aus Profitinteresse die Ängste vor einer Erderwärmung geschürt haben«.